DE300836C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B05D3/00—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
- B05D3/12—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by mechanical means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die üblichen· Schutzanstriche bzw. Überzüge,
die auf Metall angebracht werden, um dieses widerstandsfähiger gegen chemische Agenzien
und atmosphärische Einflüsse zu machen,, sind in der Regel sehr spröde und blättern deshalb
ab, besonders, wenn die Geräte Temperatur-. Schwankungen oder Stößen und Schlägen ausgesetzt
sind. . .
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist :10 nun ein Verfahren, Schutzanstrichen auf Me-
: tall dadurch Haftung und Dehnbarkeit zu verleihen, daß sie nach dem Aufbringen einer
örtlich fortschreitenden mechanischen Behand-.: lung unterworfen werden. Gemäß dem neuen
. 15 Verfahren werden die in üblicher Weise aufgebrachten Schutzanstriche auf Metall nach
"·:'■ dem Auftragen (zweckmäßig nach dem An-"
trocknen) durch Hämmern, ' fortschreitendes Drücken, Streichen oder Walzen auf der Me-■20
talloberfläche verfestigt und zugleich in sich
. ■ dehnbar gemacht. .. ..
Durch die zwischen Grundkörper und Überzug herrschende Spannung wird nämlich die
Trennung der angewendeten Schutzmittel ver-; anlaßt. Daher lösen sich mit der Zeit alle
Anstriche u. dgl., welche ohne besondere Nachbehandlung
unmittelbar auf den Grundkörper aufgebracht werden. Es fehlt . eben · an der.
nötigen Adhäsion. .Die besten Klebstoffe, so-3P gar Auspanzerungen, .welche gegen die Schützmasse
(Anstriche usw.) angewendet worden sind, haben versagt. Nur Überzüge, welche
·". .mit dem Grundkörper, metallisch verbunden
■·· wären, haben standgehalten,' wie z. B. durch
3^ Verzinnen im Heißbade erfolgte, weil hierbei
.. eine Spannung zwischen Grundkörper und Überzug nicht vorhanden ist. Es liegt auf der
Hand, daß durch einfachen Anstrich der
Schutzmasse keine ausreichende Adhäsion er-^ ' :..
reichbar ist. Es muß entweder jedes -Luftteilchen zwischen Schutzmasse und Grundkörper
herausgetrieben bzw. fest eingekapselt werden, oder es muß zum Ausgleich der Spannungsunterschiede
ein Kompensationskörper eingeschaltet werden. . 45,
Ersteres ist dadurch möglich, daß man eine Pressung durch Schlag oder hinreichenden ört- ■
liehen Druck hervorbringt, wodurch die Luft völlig entfernt wird, um eine saugende Wirkung
zu erreichen, oder mindestens soweit, daß die verbleibenden winzigen Bläschen die' ,
Saugwirkung unterstützen.
Bisher wurden nur an sich dehnbare Beläge und Überzüge aus Celluloid u. dgl. Mas- '
sen auf die Grundkörper in heißem Zustande aufgebracht oder unter- Erhitzung und Er- / ; ■
weichung ganzflächig aufgepreßt, ohne daß durch die Flächenpressung die Struktur des ■-'■-Belagkörpers
verändert wird. - Auch das bekannte Aufpressen von Lackanstrichen unter
Erhitzung zur Erzielung einer hochglänzenden Oberfläche ist nicht geeignet, den Überzug· ,
dehnbar, widerstandsfähig gegen Stoß, und Säureangriff zu machen; er wird im Gegensatz
dazu spröde und neigt zu Haarrissen, die Ö5 dann das Abplatzen begünstigen, abgesehen
davon, daß die harte spröde Lackschicht bei Stoß oder Schlag abspringt. '
Man hat ferner schon versucht, Anstrichmassen als Schutzverkleidungen gegen die Einwirkung
von Säure auf metallischen Apparaten der chemischen Industrie u.-dgl. dadurch haltbar
zu machen, daß eine beliebige geeignete ■ Grundmasse' aufgetragen, in diese in; noch
Claims (1)
- weichem Zustande harte Stoffe, unter anderem auch gepulvertes und gekörntes Metall einge-· bracht und dies auf irgendeine Weise mechanisch in die Grundmasse eingedrückt'wurde, 5. um/eine, feste Verbindung der beiden Schichten zu erzielen. Diese Hilfsmittel führten aber nicht -zu dem gewünschten Ergebnis. Der Überzug wurde trotzdem spröde, riß bei 'Erwärmung und plötzlichen Temperaturschwan- kungen oder platzte beim Gebrauch ab.Ein völlig andersartiges Verhalten spröderÜberzüge, insbesondere säurefester Anstriche.-■'tritt ein, wenn diese dem neuen Verfahren '·' ,entsprechend nachbehandelt, also aufgehäm-15' mert, örtlich fortschreitend aufgewalzt oder -gestrichen werden. Bei dieser Einzelbehandlung der kleinen Flächenteile wird den Unebenheiten der Gesamtoberfläche des belegten Körpers in vollem Maße Rechnung -getragen und.ein Spannungsausgleich herbeigeführt. Der Überzug wird in die feinsten Poren eingepreßt, ohne daß eine Erwärmung nötig ist. Die Luftschichten; welche, die gute Haftung behindern, werden völlig oder mindestens so weit ausgetrieben, daß die winzigen Bläschen in die Poren gedrückt werden und so eingekapselt saugend wirken, wie die gänzlich entlüfteten Stellen. Außer dieser verbesserten Haftung findet ein Ineinanderschieben und Ausgleichet der ein-zelnen Querschnittsteile des ÜberrViges statt, wodurch sich die Struktur des letzteren derart: verändert,- daß er gegen Stoß und Schlag fast unempfindlich wird. Diese Beobachtung läßt sich damit erklären, daß jedes Teilchen des Überzuges schon vor der Benutzung der betreffenden. Körper einem sehr heftigen Stoß oder Druck' beim Aufhämmern bzw. Aufwalzen ausgesetzt wird.
• Das Hämmern· oder Klopfen geschieht in einfachster Weise mit einem Holzschlegel. Die gleiche günstige Wirkung auf das Verhalten des Überzuges wird durch, unter Druck erfolgendes fortschreitendes Walzen oder Streichen des Anstriches auf dem Metallkörper erzielt.Bei der mechanischen Nachbehandlung ist es . zweckmäßig, erst mit schwächerem und später stärkerem Druck:zu arbeiten. Man kann aber auch umgekehrt verfahren, da die Art und die Eigenschaften des Anstrichs dabei zu be-rücksichtigen sind. . .In jedem Fall· wird durch eine der geschilderten mechanischen Nachbehandlungen die : Sprödigkeit des Anstrichbelagcs . aufgehoben und nicht nur dem unmittelbaren Abplatzen vorgebeugt, sondern dessen Haftung sogar gegen Stoß und Biegung gesichert. .Die schädlichen Einwirkungen der Veränderungen des Metallkörpers (Ausdehnen oder Zusammenziehen) durch Temperaturschwankungensowie die Beschädigung und das Abplatzen des Anstrichs werden bei Apparaten, die Stößen und Schlägen ausgesetzt sind, vermieden, wenn man gemäß der Erfindung den fertigen Überzug, Lackanstrich u. dgl. mechanisch schritt- j weise nachbehandelt. So erreicht man z. B. 65 :■, durch geeignetes Hämmern einen äußerst dauer- .;■/.· ■■ haften, innig mit der Apparatur verbundenen '-',·'"■■. •Schutzüberzug, bei dem das Abblättern durch ■die bei der Nachbehandlung zugleich erfolgende Streckung und Ausgleichung vollständig verhindert wird. Versuche haben ergeben, daß selbst spröde Überzüge, welche ohne die Nach-·: '".·■'■ behandlung bald feine Sprünge bekommen und sich dann nach einiger Zeit mehr oder weniger ablösen, nach der mechanischen Behandlung durch Hämmern, Walzen, örtlich fortschreitendes Drücken u. dgl. beständig bleiben, sic'h sogar in befriedigenden Grenzen biegen lassen. Der Überzug nutzt sich so gut wie,-garnicht v ab und schützt den damit bedeckten Behälter bei dauerndem Gebrauch gegen'Säureangriff, wenn er von vornherein säurebeständig ist.Alle üblichen als säurefest im Handel vertriebenen Anstriche eignen sich für die neue Nachbehandlung. So ergibt z. B. eine Mischung 85/ von Glasmehl, Asbestmehl und Schwerspat ' mit Bakelitlack (Phenol-Fof.maldehyd-Konden- * sationsprodukt) eine gute Deckmasse, die zwecks Fixierung und Erhöhung der Säurebeständigkeit vor dem Auftragen höherer Temperatur ausgesetzt wird. Durch diese Erhitzung verliert der Anstrich jegliche Dehnbarkeit und wird außerordentlich spröde, so daß ein Abspringen und Abblättern unvermeidlich, und die sonst an sich gute Anstrichmasse entwertet ,ist. Die Nachteile werden aber sofort beseitigt, wenn der fertige Anstrich mechanisch nachbehandelt wird, und seine Haltbarkeit und ■ ' ■'■ Dauerhaftigkeit vor der Erwärmung vermehrt -.-.' sich um ein Vielfaches. Selbst Stoß und Bie- 100 ' gung führen dann kein Abspringen bzw. Ab- ■ blättern des Überzuges mehr herbei. ' ; .'.'.'' .'■.·.■'■ Patent-Ansprüche:I. Verfahren, Schutzanstriche auf Metall, ' '■;' insbesondere säurefeste, dehnbar zu machen, ; und vor dem Abblättern zu bewahren, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstrich ; /nach dem Aufbringen einer Örtlich fortschreitenden mechanischen Machbehand^ 110; :.-■: lung (Klopfen, Drücken, Streichen, Wal-zen o. dgl.) unterworfen wird. ' 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ; ;■ zunächst. eine leichte, dann eine stärkere örtlich fortschreitende mechanische Nach-'.-..'.-■·: " behandlung des Schutzanstriches oder "um- ' gekehrt vorgenommen wird.■■■■'■Λ
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300836C true DE300836C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300836D Active DE300836C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300836C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE761518C (de) * | 1936-01-28 | 1953-02-23 | Walter Baur | Verfahren zur Herstellung metallischer UEberzuege auf Eisenblechen oder -baendern |
-
0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE761518C (de) * | 1936-01-28 | 1953-02-23 | Walter Baur | Verfahren zur Herstellung metallischer UEberzuege auf Eisenblechen oder -baendern |
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