DE3008096C2 - Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf Behälter - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf BehälterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf Behälter der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Bei einer bekannten Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf eine Flasche, wird die
Flasche von einem Werkstückhalter am Hals erfaßt und curch eine Behandlungsstrecke transportiert, auf der die
Flaschenoberfläche mit einer Kunststoffschicht versehen wird (GB-PS 14 46 155). Bei dieser bekannten
Vorrichtung, aber auch mit anderen bekannten Vorrichtungen, erfolgt die Beschichtung der Flasche mit einer
Kunststoffschicht zum Schutz der Flaschen oder zu
das Glas vor Verkratzen schützen und verhindern, daß durch die Kratzspuren die Wandstärke des Behälters
geschwächt wird. Die Beschichtung wird dabei so gewählt, daß sie den mehrfachen Beanspruchungen bei
mehrmaligem Flaschenumschlag standhält. Zwar wird in diesem Fall der Glasbehälter selbst vor Verkratzen
geschützt, jedoch nicht die Kunsistoffbeschichtung. Beim mehrmaligen Flaschenumschlag wird die Kunststoffbeschichtung
'inansehnlich (DE-OS 25 03 813, DE-OS 23 34 466).
Die Kunststoffbeschichtung kann aber auch als Splitterschulz aufgebracht werden (europäische Patentanmeldung
00 00 420). Die Kunststoffbeschichtung kann im Tauchverfahren, Sprühverfahren, Bürstverfahren,
Fließbeschichtungsverfahren aufgebracht werden (DE-OS 29 41 105).
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung zum Aufbringen eines Schutzübcrzuge^ durchläuft die
Flasche mehrere, hintereinander angeordnete Behandiungsstrecken. und zwar eine Strecke mit Heizelementen,
bzw. Brennern, eine Auftragsslrecke und eine Behandlungsstrecke mit Blasdüsen (FR-PS 22 78 641).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beschichten der Oberfläche eines
Behälters zu schaffen, mit der es möglich ist. eine verhältnismäßig dünne Kunststoffbeschichtung auf die
Oberfläche des Behälters aufzutragen. Mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung soll es möglich sein, das äußere Erscheinungsbild von Flaschen, das beim
Gebrauch durch Verkratzungen, insbesondere am untsren und oberen Randbereich des zylinderförmigen
Rumpfes, unansehnlich geworden ist, unter geringem Kunststoffverbrauch (Kunststoffilmdicke im um-Bereich)
wieder herzustellen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Auftrag des Kunststoffes im Gleichlauf der Sprühköpfe
und der Behälter erfolgt, läßt sich eine gleichmäßige, genau dosierbare Kunststoffschicht aufbringen. Wegen
der relativen Bewegung zwischen Behälter und Sprühkopf ist es möglich, den gesamten Umfang zu
beschichten, ohne daß der Sprühkopf selbst die Größe der zu beschichtenden Fläche haben muß. Vorzugsweise
sind die Düsen einzeln oder gruppenweise ansteuerbar.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gekennzeichnet. Bei diesen
Ausgestaltungen ist es von besonderem Vorteil, wenn die Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht
mit einer Etikettierstation kombiniert wird. In diesem Fall brauchen keine zusätzlichen Transportmittel
vorgesehen zu sein. Die vorhandenen Transportmittel, insbesondere der Rundläufer, fördern die Flaschen auch
der Etikettierstation zu.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf Glasflaschen in schematischer
Darstellung in Aufsicht,
F i g. 2 einen Einlaufstern in Aufsicht, F i g. 3 den Einlaufstern gemäß F i g. 2 im Axialschnitt,
F i g. 4 u. 5 verschiedene Ausführungen von Auftragswerken und
Fig. 6 eine Einrichtung zum Trocknen bzw. Härten.
Die beschichteten Flaschen 1 werden in Reihe mittels eines Plattenförderbandes 2 zu einer ersten Behandiungssirecke
geförderi. Im ersten Abschnitt dieser Behandlungsstrecke besteht das Fördermittel aos einer
Schnecke 3, die die Flaschen auf gegenseitigen Abstand bringt. Das Fördermittel im zweiten Teil der ersten
Behandlungsstrecke besteht aus einem Einlaufstern 4. An den Einlaufstern 4 schließt sich ein Rundläufer 5 an,
das ist ein rotierender Tisch mil einer Vielzahl von Aufnahmeplätzen für die Flaschen I. Der Auslauf der
Vorrichtung wird von einem Auslaufstern 6 gebildet, an den sich ein Plattenförderband 7 anschließt. Der
grundsätzliche Aufbau dieser Vorrichtung ist von Füllmaschinen für Flaschen bekannt. Von diesen
Maschinen ist auch bekannt, daß die Flaschen auf Drehtellern stehen können und von Köpfen erfaßt
werden, um die Flaschen in Eigenrotation zu versetzen.
Wegen dieses bekannten Aufbaues kann auf eine Detailbeschreibung verzichtet werden, zumal sie für das
erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht wesentlich isi.
Beim Ausfüiirungsbeispiel der Fig.] ist zu beiden
Seiten der Förderstrecke ein Blaskasten 8, 9 angeordnet, aus dem die Blasluft über Blasdüsen 10,11 gegen die
zu trocknenden Flaschen 1 geblasen wird. Die durch Blasluft getrockneten Flaschen gelangen dann in den
Einlaufstern 4. Der Einlaufstern 4 weist mehrere drehbare, erwärmte Walzen 12 mit nachgiebiger
Mantelfläche auf. an denen sich die außen an einer Führungsleiste 13 abgestützten Flaschen abwälzen.
Dadurch werden die Flaschen erwärmt und Restfeuchtigkeit von ihrer Oberfläche entfernt. Die Erwärmung
hat ferner den Effekt, daß keine Feuchtigkeit auf der Oberfläche vor dem Auftragen des Kunststoffes
kondensiert.
Der Rundläufer 5 ist unter einer Haube 14 angeordnet, der über den Blaskasten 8 Blasluft
zugeführt wird. Flüchtig werdende Lösungsmittel der Kunststoffbeschichtung werden zusammen mit der
zugeführten Blasluft über einen Auslaß 15 abgeleitet.
An Stelle der Blaskästen 8, 9 mit den blasiuftgespeisten
Düsen 10, 11 können auch andere Mittel zum Trocknen der nassen Flaschen vorgesehen sein. Im Falle
des Ausführungsbeispiels der Fig.2 und 3 ist ein spezieller Einlaufstern 4a vorgesehen. Dieser Einlaufstern
weist untere und obere Stützrollenpaare 16,17 für die Flaschen auf. Von diesen Stützrollenpaaren 16, 17
werden die Flaschen gegen eine äußere Führung 18
ίο gedruckt. Bei Drehung des Einlaufsterns führen die
Flaschen 1 eine Eigenrotation aus. Jedem Aufnahmeplatz für eine Flasche 1 ist ein blattförmiger Wischer 19
zugeordnet, der durch Abstreifen Flüssigkeit von der Oberfläche der Flasche 1 entfernt. Die auf diese Weise
vorgetrockneten Flaschen gelangen dann in den Bereich von blasluftgespeisten Düsen 20, die den Trocknungsvorgang
beenden. Es ist möglich, die Düsen mit Warmluft zu beblasen, um die Flaschen zu erwärmen.
Dadurch wird derselbe Effekt wie miv den erwärmten
Walzen 14 erzielt.
Sobald dk Flaschen 1 den Einlaufstern verlassen, gelangen sie in die zweite Behandlung. trecke 21. Diese
zweite Behanalungsstrecke ist mit eineiii ner Auftragswerke
der F i g. 4 oder 5 ausgestattet.
Das Auftragswerk gemäß Fig.4 besteht aus mehreren
auf einer geschlossenen, längs des Transportweges der Flaschen innen oder außen verlaufenden geschlossenen
Bahn 22 umlaufenden, leistenförmigen Sprühköpfen 23. Die Sprühköpfe 23 bewegen sich synchron mit den
Aufnahmeplätzen der Flaschen 1. Die durch an sich bekannter Drehteller 26 in Eigenrotation versetzten
Flaschen 1 stehen solange unter der Einwirkung der Sprühköpfe 23, bis daß die Flasche eine Drehung um
360° ausgeführt hat. Die Sprühköpfe 23 sind über Leitungen 24 an sine gemeinsame Zufuhr 25 für der.
Kunststoff angeschlossen.
Das Auftragswerk der F i g. 5 unterscheidet sich vom Auftragswerk der Fig. 4 in den Sprühköpfen. Die
Sprühköpfe gemäß Fig. 5 sind ringförmig und werden durch einen Hubyzlinder 28 über die gesamte Höh.· der
Flaschen gefahren. Wie beim Ausführungsbeispiel der F i g. 4 können die Sprühköpfe auf einer geschlossenen,
ortsfesten Bahn umlaufen und sich auf einen Teil des Transportweges mit den Flaschen bewegen, es ist aber
auch möglich, daß jedem Aufnahmeplaiz der Flaschen ein Sprühkopf zugeordnet ist. Bei ringförmigen
Sprühköpfen ist es nicht erforderlich, daß die Flaschen eine Eigenrotation ausführen.
Die mit dem einen oder anderen Auftragswerk beschichtete Flasche gelangt dann in die dritte
Behandlungsstrecke 37, zu deren beiden Seiten zum Trocknen bzw. Härten der Kunststoffbeschichtung
Strahler 38, insbesondere UV-Strahler, angeordnet sind. Die Länge dieser Behandlungsstrecke hängt von der für
das Tro' kuen notwendigen Verweildauer ab.
Wie F i g. 1 zeigt, verbleibt im Rundläufer 5 noch eine letzte Behandlungssirecke 39. An dieser letzten
Behandlungsstrecke kann eine oder mehrere herkömmliche Etikettiermaschinen angeordnet sein.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Auftragen einer Kunststoffschicht auf Behälter, insbesondere aus Glas,
bestehend aus einem Fördermittel, insbesondere einem Rundläufer, mit mehreren in Förderrichtung
hintereinander angeordneten Aufnahmeplätzen, das die Behälter einzeln über eine Behandlungsstrecke
mit einem Auftragswerk für den Kunststoff transportiert, dadurch gekennzeichnet, daß das
Auftragswerk aus mehreren synchron mit den zu beschichtenden Behältern (1) über die Behandlungsstrecke vorbewegten Sprühköpfen (23) mit impulsweise
einschaltbaren Düsen besteht und daß das Fördermittel für jeden Behälter (1) einen Antrieb
(26) aufweist, mit dem der Behälter (1) gegenüber dem Sprühkopf (23) verdrehbar ist oder der
Sprühkopf (27) die Form eines Ringes hat, der über die Höhe des zu beschichtenden Behälters (1)
verfahrbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dati einzelne Düsen oder Düsengruppen
ciOZcin dnStcücruär Sind.
3. Vorrichtungen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Förderrichtung der Behälter
(1) vor der Behandlungsstrecke mit den Sprühköpfen (23, 27) Mittel (10, 11, 12, 19, 20) zum Trocknen
der Oberflächen der zu besprühenden Behälter (1) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Förderrichtung der
Behälter (1) hinter der Behandlungsstrecke mit den Sprühköpfen ("1J, 27) sich eine Behandlungsstrecke
(37) mit Einrichtungen (38) zum Trocknen, insbesondere
Härten der Beschichtung anschließt. js
5. Vorrichtung nach Anspruch ?. dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Trocknen als blasluftgespeis'.e Düsen (10, 11, 12) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Trocknen ais an die
Behälteroberfläche ansetzbare Wischer (19) ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischer (19) blattförmig sind und
achsparallel an den zylindrischen Behälter (1) ansetzbar sind, der durch einen Antrieb in
Eigenrotation versetzt werden kann.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischer (19) und
die Blasdüsen (20) an einem Einlaufstern (4a) 5η angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Trocknen auf
ihrem Endabschnitt Wärmewalzen (12) aufweisen.
an denen die zylindrischen Behälter (1) sich abwälzen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel in der Trockenzone
vor der Behandlungsstrecke aus einer Förderschnecke (3) und einem sich daran anschließenden
Einlaufstern (4) bestehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördermittel für die Behandlungsstrecken (21, 37) aus einem Rundläufer (5)
(rotierender Tisch mit am Umfang angeordneten Aufnahmeplätzen für die Behälter) besteht.
12. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet,
daß die an der Behandlungsstrecke
(37) angeordneten Einrichtungen zum Trocknen Strahler (38), insbesondere UV-Strahler, sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Behandlungsstrecke (37)
eine oder mehrere Etikettiermaschinen (40) angeordnet sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: JAGENBERG AG, 4000 DUESSELDORF, DE |
|
| 8331 | Complete revocation |