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Berührungslos steuerbarer Näherungsschalter
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Die Erfindung betrifft einen berührungslos steuerbaren Näherungsschalter
zur Überwachung bewegbarer Teile mit einem Oszillator mit einem in seiner Impedanz
durch Annäherung der Teile veränderlichen induktiven oder kapazititven Steuerelement
und mit elektrischen Uberwachungseinrichtungen für die Überwachung der Funktionsfähigkeit
des Näherungsschalters.
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Ein derartiger Näherungsschalter ist aus der DE-AS 21 40 o56 bekannt
und umfasst elektrische Überwachungseinrichtungen mit deren Hilfe eine mechanische
Beschädigung des Tastkopfs in der Weise ausgewertet werden kann, daß ein normalerweise
ständig vorhandenes Prüfsignal auf einer Ausgangsleitung unterbrochen wird.
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Der bekannte Näherungsschalter ist insofern besonders vorteilhaft,
als bei der Zerstörung bzw. Beschädigung eines Überwachungselementes gewissermaßen
ein Voralarm ausgelöst wird, ehe das eigentliche Steuerelement des Näherungsschalters
beschädigt werden kann. Andererseits ist bei dem vorbekannten Näherungsschalter
eine spezielle Ausgestaltung des Tastkopfes erforderlich, was aus Kostengründen
und im Hinblick auf eine möglichst kleine Typenzahl der Tastköpfe unerwünscht sein
kann.
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Ein Näherungsschalter mit entsprechenden Uberwachungseinrichtungen
für die elektrischen, insbesondere die elektronischen Bauteile, ist ferner aus der
DE-PS 21 66 o21 bekannt, gemäß welcher ein Dauersignal erzeugt wird, das anzeigt,
daß die miteinander zu vergleichenden Betriebsbedingungen an unterschiedlichen Schaltungspunkten
den vorgegebenen Betriebsbedingungen entsprechen, wobei ein Ausfall bzw. eine Unterbrechnung
dieses Dauersignals dann einen Störfall signalisiert.
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Bei diesem bekannten Näherungsschalter mit Uberwachungseinrichtungen
ist ein entsprechender Schaltungsaufwand erforderlich, der ebenfalls in gewissen
Fällen zu unerwünscht hohen Kosten führt.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen verbesserten Näherungsschalter anzugeben, bei dem mit geringem Schaltungsaufwand
eine gezielte Überwachung in Form einer Funktionsüberprüfung möglich ist, wobei
insbesondere überprüft werden soll, ob eine entsprechende Annäherung eines bewegbaren
Teils die gewünschte Bedämpfung des Oszillators herbeiführen kann und/oder ob die
Ansprechbedingungen des Näherungsschalters noch dem ursprünglich eingestellten Ansprechabstand
entsprechen.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Überwachungseinrichtungen
einen zu Prüfzwecken elektrisch schaltbaren Bedämpfungskreis aufweisen, mit dessen
Hilfe der Oszillator bedämpfbar ist.
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Der entscheidende Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
Uberwachungseinrichtungen besteht dabei darin, daß zunächst einmal die Möglichkeit
besteht,
eine Bedämpfung des Oszillators zu simulieren, die der
Bedämpfung durch ein zu überwachendes bewegbares Teil entspricht. Wenn diese zu
Prüfzwecken durchgeführte simulierte Bedämpfung dann nicht zu einem entsprechenden
Ausgangssignal des Näherungsschalters führt, ist sofort klar, daß eine Funktionsstörung
vorliegen muß, die aus Sicherheitsgründen eine Betriebsunterbrechung und entsprechende
Reparaturen erforderlich macht. In der Praxis kann eine solche Überprüfung beispielsweise
periodisch oder vor jedem Maschinenbefehl ausgeführt werden, der eine Bewegung der
zu überwachenden Teile auslöst.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Uberwachungseinrichtungen ermöglicht
aber auch eine Überprüfung des richtigen Ansprechabstandes durch Simulation einer
dem Ansprechabstand entsprechenden Bedämpfung des mechanisch unbedämpften Oszillator,
der in diesem Fall bei Erzeugung des Prüfsignals nicht weiterschwingen darf und
durch eine definierte Entdämpfung des von außen mechanisch bedämpften Oszillators,
der in diesem Fall für die Dauer des Prüfsignals wieder anschwingen muß, da durch
die Entdämpfung Betriebsbedingungen eingestellt werden, die einem Ansprechabstand
entsprechen, der kleiner ist als die aus Sicherheitsgründen noch zulässige Annäherung
der zu überwachenden bewegbaren Teile.
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Erfindungsgemäß lässt sich die einwandfreie Funktion des Näherungsschalters
also sowohl bei von außen bedämpftem Oszillator als auch bei von außen nicht bedämpftem
Oszillator überprüfen, so daß alle zum Schutz der Maschinen, der Werkstücke und
des Bedienungspersonals
zu beachtenden Sicherheitskriterien überprüft
werden können.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen des Näherungsschalters gemäß der Erfindung
sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Die Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemäßen Näherungsschalters
werden nachstehend anhand von Zeichnungen noch näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Schaltbild einer ersten bevorzugten Ausführungsform
eines als öffner einsetzbaren Näherungsschalters gemäß der Erfindung; Fig. 2 ein
Schaltbild einer zweiten bevorzugten Ausführungsform eines als Öffner einsetzbaren
Näherungsschalters gemäß der Erfindung und Fig. 3 ein Schaltbild einer bevorzugten
Ausführungsform eines als Schließer einsetzbaren Näherungsschalters gemäß der Erfindung.
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Im einzelnen zeigt das Schaltbild gemäß Fig. 1, wenn man zunächst
von den Schaltungselementen zwischen den Schaltungspunkten 1, 3 und 7 absieht, einen
üblichen, als öffner einsetzbaren Näherungsschalter mit einem pnp-Ausgangstransistor.
Dieser Näherungsschalter besitzt eingangsseitig eine Tastkopfspule L, die üblicherweise
in
einem nach vorn - d.h. in Richtung auf die bewegbaren Teile - offenen Topfkern angeordnet
ist.
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Die äußeren Anschlüsse 2, 3 der Tastkopfspule sind mit Anschlüssen
4 und 6 des Näherungsschalters verbunden, an denen eine positive (+) bzw. (über
R1 , T1) eine negative (-) Spannung anliegt. Parallel zu der Tastkopfspule L liegt
ein Kondensator C1, welcher zusammen mit der Tastkopfspule L einen Schwingkreis
L, C1 bildet.
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Der Oszillator des Näherungsschalters gemäß Fig. 1 weist ferner zwei
Transistoren T1 und T2 und drei Widerstände Rx, R1 und R2 auf. Die Basisanschlüsse
der Transistoren T1 und T2 sind über den Widerstand R1 mit dem Anschluß 6 des Näherungsschalters
verbunden.
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Der Emitter des Transistors T1 ist einerseits mit dem äußeren Anschluß
2 der Tastkopfspule L und andererseits mit dem Kondensator C1 verbunden. Der Kollektor
des Transistors T1 ist nicht beschaltet, so daß lediglich die Basis-Emitter-Strecke
des Transistors T1 als Diode wirksam ist, wobei jedoch diese Diode in ihren elektrischen
Eigenschaften besonders genau auf die Eigenschaften des Transistors T2 abgestimmt
werden kann, dessen Kollektor über den Widerstand R2 mit dem Anschluß 6 verbunden
ist und dessen Emitter über den Widerstand Rx mit dem Anschluß 1 des Näherungsschalters
1 verbunden ist, d.h. mit einer Anzapfung der Tastkopfspule L, welche durch diese
Anzapfung in zwei Teilwicklungen L1 und L2 unterteilt wird.
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Mit dem vorstehend beschriebenen Oszillator ist eine Kippschaltung
verbunden, welche einen Kondensator C2, Widerstände R3 - R9 und zwei weitere Transistoren
T3 und T4 aufweist, wobei der Kondensator C2 auch als Bestandteil des Oszillators
anzusehen ist.
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Von den genannten Bauelementen ist der Kondensator C2 einerseits an
den Anschluß 4 des Näherungsschalters und andererseits an den Kollektor des Transistors
T2 angeschlossen. Der gemeinsame Verbindungspunkt des Transistors T2 des Widerstandes
R2 und des Kondensators C2 ist über einen Widerstand R3 mit der Basis des Transistors
T3 der Kippschaltung verbunden. Der Emitter dieses Transistors T3,der als npn-Transistor
ausgebildet ist, ist einerseits über den Widerstand R4 mit dem Anschluß 6 und andererseits
über den Widerstand R5 mit dem Anschluß 4 des Näherungsschalters verbunden. Der
Kollektor des Transistors T3 ist über den Widerstand R7 mit der Basis des Transistors
T4 verbunden. Die Basis des Transistors T4 ist außerdem über den Widerstand R6 mit
dem Anschluß 4 verbunden, während der Emitter des Transistors T4 unmittelbar mit
der Klemme 4 verbunden ist. Der Kollektor des Transistors T4 ist über den Widerstand
R8 mit der Basis des Transistors T3 und über den Widerstand R9 mit dem Anschluß
6 verbunden und bildet einen Anschluß 5, der den eigentlichen Ausgang der Kippschaltung
und damit des ganzen Näherungsschalters darstellt. Zwischen den Anschlüssen 5 und
6 können in bekannter Weise Auswerte- und Schalteinrichtungen angeschlossen werden,
die in Fig. 1 durch ein gestrichelt eingezeichnetes Relais Rel angedeutet sind.
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Bei einem Näherungsschalter der vorstehend beschriebenen Art liegt
die Tastkopfspule L normalerweise in einem nach vorn offenen Schalenkern, so daß
ein magnetisches Feld mit großer Streuung aufgebaut werden kann. Bewegt man nun
in dieses Feld ein Metallteil, so fließen in diesem induzierte Wirbelströme, die
dem
Feld Energie entziehen. Diese Wirbelstromverluste bewirken
eine Verschlechterung der Schwingkreisgüte, so daß sich die Schwingungsamplitude
verringert; der Schwingkreis wird also mit anderen Worten bedämpft.
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Wenn der Schwingkreis bzw. der Oszillator schwingt, dann bilden die
Elemente R2, T2, Rx und L1 für die Dauer der negativen Halbwelle der Schwingung
einen Spannungsteiler. Dabei entsteht am Kollektor des Transistors T2 eine verhältnismäßig
hohe negative Spannung, weil der Widerstand R2 gegenüber den übrigen Elementen des
Spannungsteiles hochohmig ist. Dies hat zur Folge, daß der Kondensator C2 am Eingang
der Kippschaltung aufgeladen wird. Wenn der Transistor T2 dann während der positiven
Halbwelle der Schwingung sperrt, dann entlädt sich der Kondensator C2 geringfügig
über den Widerstand R2 bis die nächste negative Halbwelle der Schwingung auftritt.
Der Kondensator C2 glättet also die Spannung am Kollektor des Transistors T2 bzw.
am Eingang der Kippschaltung derart, daß sich eine Gleichspannung mit vernachlässigbarer
Restwelligkeit ergibt.
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Diese Spannung ist so hoch, daß die Transistoren T3 und T4 leitend
gesteuert sind, so daß das Relais zwischen den Anschlüssen 5 und 6 anzieht.
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Wird nun der Schwingkreis, wie oben beschrieben, durch ein Metallteil
bedämpft, dann wird die Schwingungsamplitude des Oszillators kleiner, dann wird
der Kondensator C2 höher aufgeladen, während die Spannung am Kollektor des Transistors
T2 gegenüber der Spannung am Anschluß 4 immer geringer wird, bis sie schließlich
nicht mehr ausreicht, um den Transistor T3 leitend zu steuern. Mit dem Transistor
T3 sperrt dann auch der
Transistor T4 und das Relais Rel fällt
ab. Bei dem betrachteten Näherungsschalter dient der Widerstand Rx der Einstellung
des Ansprechabstandes, d.h. desjenigen Abstandes, bis auf den ein Metallteil an
die Vorderseite des Tastkopfes herangeführt werden muß, um die Oszillatorschwingung
für ein Kippen der Kippschaltung ausreichend zu bedämpfen.
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Wird ein solcher Näherungsschalter zur Uberwachung der Betriebsbedingungen
an einer Maschine eingesetzt, dann kann eine Funktionsstörung des Näherungsschalters
verhängnisvolle Folgen haben. Es ist zwar unkritisch, wenn aufgrund einer Fehlfunktion
fälschlicherweise eine Bedämpfung vorgetäuscht wird und das Relais Rel abfällt.
In diesem Fall wird nämlich (fälschlich) ein Betriebszustand angezeigt, der verhindert,
daß die Maschine eingeschaltet wird. Wenn jedoch tatsächlich eine Bedämpfung des
Oszillators vorliegt, beispielsweise weil ein Maschinenteil bald seine Endstellung
erreicht hat, das Ausgangssignal des NSherungsschalters jedoch dennoch ein freies
Schwingen des Oszillators vortäuscht, was beispielsweise bei einem Durchschlagen
eines der Transistoren T2, T3 oder T4 der Fall sein kann, dann kann die Maschine
trotzdem anlaufen, wobei es möglicherweise zu einem schweren Sachschaden oder sogar
zu einem Personenschaden kommt. Aus diesem Grunde sollte eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit
des Näherungsschalters möglich sein.
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Diese Prüfmöglichkeit kann gemäß der Erfindung bei einem Näherungsschalter
gemäß Fig. 1 dadurch geschaffen werden, daß man die Anzapfung der Tastkopfspule
L, d.h.
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den Anschluß 1, über die aestrichelt eingezeichnete Leitung V
direkt
leitend mit dem Anschluß 1' verbindet, der direkt mit einem Anschluß 7 des Näherungsschalters
Verbunden ist. Wenn man nun am Ende einer mehr oder weniger langen Leitung,die mit
den Anschlüssen 4 und 7 des Näherungsschalters verbunden ist, einen Taster K vorsieht,
dann kann man durch Schließen des Tasters den Wicklungsteil L1 der Tastkopfspule
L kurzschließen.
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Hierdurch wird die Schwingung des Schwingkreises bzw.
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des Oszillators gedämpft bzw. unterdrückt, so daß das Relais Rel bei
einwandfreier Funktion des Näherungsschalters abfallen, nach öffnen des Tasterkontaktes
jedoch wieder anziehen muß. Dabei kann der Prüfschalter, der in Fig 1 der Einfachheit
halber als Taster K dargestellt ist,ein beliebiger geeigneter Schalter, insbesondere
ein elektronischer Schalter sein, der je nach den Besonderheiten der betreffenden
Anlage periodisch geschlossen werden kannr um die Funktion des Näherungsschalters
zu überprüfen oder auch jeweils vor der Einleitung entsprechender Maschinenfunktionen.
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Bei der vorstehend erläuterten, besonders einfachen Variante der Erfindung,
bei der kaum ein ins Gewicht fallender zusätzlicher Aufwand erforderlich ist, können
sich unter Umständen Schwierigkeiten ergeben, wenn zwischen dem Prüfschalter und
den Anschlüssen 4 und 7 des Näherungsschalters ein längeres Kabel vorhanden ist.
Die verteilten Induktivitäten und Kapazitäten des Kabels können nämlich einen wirksamen
Kurzschluß des Wicklungsteils L1 verhindern. Außerdem wirkt das Kabel wie eine Antenne,
über die bei geöffnetem Prüfschalter alle möglichen Störungen im Näherungsschalter
wirksam werden können. Hinzu kommt, daß auch die normalerweise ebenso langen Zuleitungen
zu den Anschlüssen 5 und 7
eine Leitung mit verteilten Induktivitäten
und Xapazitäten bilden, so daß Schaltflanken vom Ausgang der Kippstufe zu einer
Rückkopplung auf den Eingang des Näherungsschalters führen, so daß dieser in einem
Übergangsbereich in rascher Folge ein- und ausschalten kann. Die vorstehend erläuterte
Schaltungsvariante sollte daher nur bei relativ kurzen Anschlußkabeln bis zu einer
Länge von etwa 2 m eingesetzt werden.
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Auch dabei kann es unter Umständen noch erforderlich sein, in den
Kurzschlußkreis einen kleinen Serienwiderstand einzufügen.
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Wenn eine zumindest weitgehende Unabhängigkeit der Funktionsprüfung
von der Länge des Anschlußkabels erreicht werden soll, dann ist es vorteilhaft,
wenn statt der Kurzschlußverbindung zwischen den Anschlüssen 1, i'und 3 eine Transistorschaltung
aus einem Transistor T5, Widerständen Rlo und Ril und einem Kondensator C3 vorgesehen
ist. Bei dieser Schaltungsvariante liegt die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors
T5 zwischen den Anschlüssen 1 und 3. Die Basis des Transistors T5 ist ferner mit
dem Anschluß 3 über den Widerstand lo verbunden und über den Widerstand Ril mit
dem Anschluß 1'. Dabei sorgt der Widerstand Rlo für die speziell bei höheren Temperaturen
wichtige niederohmige Verb in dung zwischen Emitter und Basis, während der Widerstand
Ril der Begrenzung des Basisstroms dient. Schließlich dient der Kondensator C3 zwischen
den Anschlüssen 1' und 3 als Siebglied zum Abblocken von Störspannungsspitzen,die
über das Anschlußkabel eintreffen können.
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Mit Hilfe des Kondensators C3 wird weiterhin die Rückkopplung von
Störspannungsimpulsen aufgrund von Ausgangsimpulsen der Kippstufe auf den Eingang
des
Näherungsschalters unterdrückt.
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Bei der betrachteten Schaltungsvariante wird der Transistor T5 beim
Schließen des Prüftasters Kileitend gesteuert, so daß der Wicklungsteil L1 über
die Schaltstrecke dieses Transistors kurzgeschlossen werden kann. In Ausgestaltung
der Erfindung besteht aber auch die Möglichkeit, in den Kollektorzweig des Transistors
T5 einen Widerstand R12 einzufügen, der so bemessen ist,daß die Bedämpfung des Schwingkreises
bzw. des Oszillators etwa ebenso groß ist wie die Dämpfung durch ein Metallteil
bei dem am Widerstand Rx eingestellten Ansprechabstand. Wenn dann beim Schließen
des PrüfschaltersKi das Relais Rel abfällt und beim Öffnen desselben wieder anzieht,
dann ist nicht nur sichergestellt, daß der Oszillator des Näherungsschalters überhaupt
bedämpft werden kann, sondern auch, daß der Ansprechabstand nicht zu klein geworden
ist, was dazu führen könnte, daß der Oszillator des Näherungsschalters weiterschwingt,
obwohl sich das zu überwachende Metallteil hinreichend weit genähert hat.
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Bei der Schaltung gemäß Fig. 2 der Zeichnung ist der Widerstand für
die Einstellung des Ansprechabstandes in zwei Teilwiderstände Rx und R'x unterteilt,
die in Serie geschaltet sind, wobei dem Teilwiderstand R'x die Schaltstrecke eines
Transistors T6 parallel geschaltet ist.Die Basis des Transistors T6 ist über einen
Widerstand R13 mit dem Kollektor desselben und mit dem Verbindungspunkt des Teliwiderstandes
R'x und des Emitters des Transistors T2 verbunden. Außerdem ist die Basis des Transistors
T6 mLt einem
Anschluß 8 des Näherungsschalters verbunden, der über
einen Prüftaster K2 mit Ruhekontakt mit dem Anschluß 4 des Näherungsschalters verbunden
ist. Die Anschlüsse 4 und 8 des Näherungsschalters können dabei mit den Anschlüssen
des Prüftasters K2 wieder über ein Kabel entsprechender Länge verbunden sein.
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Wenn in der Schaltung gemäß Fig. 2 der Oszillator des Näherungsschalters
durch ein zu überwachendes Metallteil, welches sich entsprechend dicht vor dem Tastkopf
befindet, bedämpft ist, dann kann der Transistor T6 durch die Betätigung des Prüftasters
K2 leitend gesteuert werden, wodurch der Teilwiderstand R'x überprüft wird. Hierdurch
wird der Widerstandswert des den Ansprechabstand bestimmenden Widerstandes Rx, R'x
derart verringert, daß der Oszillator bei einwandfreier Funktion des Näherungsschalters
wieder an schwingen müsste Wenn dies nicht der Fall ist, dann bedeutet dies, daß
sich der Ansprechabstand gegenüber dem ursprünglich eingestellten Ansprechabstand
verringert hat oder daß das Metallteil näher an den Tastkopf herangeführt wurde
als dies bei der Einstellung des Systems vorgesehen war. In beiden Fällen ist also
eine Überprüfung des Systems erforderlich, was dadurch angezeigt wird, daß der Oszillator
trotz der Tatsache, daß der Teilwiderstand R'x kurzgeschlossen wurde, nicht wieder
anschwingt. Im übrigen arbeitet die Schaltung gemäß Fig. 2 so wie dies oben für
die Schaltung gemäß Fig. 1 erläutert wurde.
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Aus der vorstehenden Erläuterung der Funktion der Schaltung gemäß
Fig. 2 wird deutlich, daß auch die PrUfung, ob sich der Oszillator des Näherungsschalters
überhaupt
bedämpfen lässt, mit den beschriebenen Schaltungskomponenten R'x, T6, R13 und K2
durchgeführt werden kann, wenn man nämlich den Transistor T6 normalerweise im leitenden
Zustand hält und ihn dann zu Prüfzwecken sperrt, wobei durch das zusätzliche Wirksamwerden
des Teilwiderstandes R'x bei entsprechender Dimensionierung bei einwandfreier Funktion
des Näherungsschalters eine Dämpfung der Schwingungen des Oszillators eintreten
müsste. Damit ist aber auch klar, daß in Abwandlung der Funktion der Schaltung gemäß
Fig. 1 der Widerstand R12 so bemessen werden könnte, daß der Oszillator bei leitendem
Transistor T5 schwingen und bei Annäherung eines Metallteils an den Tastkopf bedämpft
würde. Wenn dann die bei leitendem Transistor T5 durch den Kurzschlußzweig mit dem
Widerstand R12 bewirkte Bedämpfung durch Sperren des Transistors T5 aufgehoben würde,
dann könnte der Oszillator bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2 wieder anschwingen,
obwohl sein Schwingkreis durch ein Metallteil von außen bedämpft ist. Die Funktionsfähigkeit
des Näherungsschalters ließe sich also auch auf diese Weise überprüfen.
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Fig. 3 der Zeichnung zeigt schließlich einen Näherungsschalter gemäß
der Erfindung, welcher als Schließer einsetzbar ist und eine Kippschaltung aufweist,
deren Ausgangstransistor T4 ein npn-Transistor ist. Die Schaltung gemäß Fig. 3 arbeitet
völlig analog zu der Schaltung gemäß Fig. 2, mit dem einzigen Unterschied, daß der
Leitfähigkeitstyp der Transistoren T3 und T4 vertauscht ist und daß das Relais Rel
an den Anschlüssen 4 und 5 des Näherungsschalters folglich anzieht wenn der Oszillator
ausreichend bedämpft ist und abfällt, wenn der Oszillator frei schwingt.
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Bei den Näherungsschaltern gemäß Fig. 1 und 2 lassen sich alle Fehler,
die in der Schaltung und im Tastkopf auftreten können, einwandfrei erkennen. Insbesondere
werden folgende Fehler sicher erkannt, die auch bei bedämpftem Näherungsschalter
eine Schwingung vortäuschen könnten: 1. Kondensator C2 ist durchgeschlagen (Kurzschluß);
2. Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors T2 ist durchgeschlagen; 3. der Widerstandswert
des Widerstandes Rx bzw. der Teilwiderstände Rx, R'x ist unter den Sollwert abgesunken
(wenn beispielsweise einer der Widerstände verschmort ist); 4. die Kollektor-Emitter-Strecke
des Ausgangstransistors T4 ist durchgeschlagen; 5. die Kollektor-Emitter-Strecke
des Eingangstransistors T3 ist durchgeschlagen.
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Dabei ist es, wie ein Vergleich der als Öffner dienenden Schaltervarianten
mit der als Schließer dienenden Schaltervariante ohne weiteres ergibt, besonders
vorteilhaft, daß jeweils gerade die Fehler erkannt werden können, die wirklich zu
einer ernsthaften Betriebsstörung bzw. zu einem Unfall führen können. Während nämlich
bei den Öffner-Varianten die Kurzschlüsse bereits im Schalter selbst erkannt werden,
können bei der Schließer-Variante kalte Lötstellen oder Risse in einem die Bauelemente
und Verbindungsleitungen tragenden Träger, insbesondere einen Dickschicht-Substrat
erkannt werden, die dort fälschlicherweise zu Schwingungen führen.
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