DE3007280C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer mit einem unter Druck
stehenden Fluid, insbesondere Drucköl betreibbaren Radialkolben-
Maschine entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Radialkolben-Maschinen, die mit einem unter Druck stehenden
Fluid betrieben werden, sind aus FR-500 365 oder FR-PS-976 857 bekannt. Z. B. wird bei
einem Hydraulik-Motor dessen Rotor durch den Reaktions-Effekt
der sich auf einer Kurvenbahn abstützenden Kolben in
Rotation versetzt. Die Schubkraft des Kolbens wird auf
Rollen übertragen, die auf der Kurvenbahn ablaufen, indem
man den Kolben auf eine als Tragteil dienende Trag-Brücke
wirken läßt, die an ihren beiden Enden je eine dieser
Rollen aufweist. Diese Trag-Brücke ist andererseits auch
noch an den Wänden einer Nut abgestützt, die sich in dem
Zylinder-Block befindet.
Um das Gleiten der Brücke in der Nut zu erleichtern, ist
zwischen den betreffenden Wänden der Nut bzw. der Brücke
je eine Gleitplatte, vorzugsweise aus Bronze, angebracht.
Bei der aus FR-500 365 bekannten Ausführung ist die Gleitplatte an der
Wand der Nut befestigt. Sofern jedoch die im Betrieb auftretenden
Beanspruchungen sowie, im Falle des Betriebes
mit Hydraulik-Drucköl, die sich hieraus ergebenden Erschwernisse
berücksichtigt werden, ist die Befestigung
der Gleitplatten nicht einfach. Bei den bekannten Lösungen
erfordern die Stützflächen sehr genaue und kostspielige
Fertigungsmethoden. Vielfach sind auch besondere Befestigungen,
beispielsweise Keil-Ansätze, an den Gleitplatten
erforderlich. Obwohl solche Lösungen sehr kostspielig
sind, erbringen sie doch nicht immer den gewünschten
Erfolg.
Aufgabe der dem Anspruch 1 entnehmbaren Erfindung ist es
demnach, die bekannten fluid-betriebenen Radialkolben-Maschinen
insbesondere in Richtung Vereinfachung sowie erleichterter
und verbilligter Fertigung weiterzuentwickeln.
Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, daß diejenigen Elemente der Brücke, die in
der Nut gleiten, einerseits korrekt an der entsprechenden Fläche der Nut anliegen und
andererseits diese Fläche der Nut keine besonders hohe Oberflächengüte aufweisen,
um einen großzügigen Grad für die Rauhtiefe zu ermöglichen.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 in
Kombination mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 gelöst.
Es ergeben sich insbesondere folgende Vereinfachungen bei den Fertigungsverfahren:
- - Einfaches Fräsen der Nute,
- - einfaches Fertigen der Nute auf einer Drehbank und
- - vereinfachte Fertigung der Lappen zu den Plättchen in einem einfachen Schnitt mit anschließendem Kanten.
Durchgeführte Versuche haben bewiesen, daß die vorgeschlagene Lösung gleichzeitig
sehr effizient bei geringem Kostenaufwand ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich das Einhalten folgender
Werte des Rauhigkeitsgrades erwiesen:
Ra = 0,32 µ;
Rt zwischen 20 und 30 µ sowie
Rp zwischen 10 und 15 µ.
Rt zwischen 20 und 30 µ sowie
Rp zwischen 10 und 15 µ.
In vorteilhafter Weise kann jedes Plättchen mit zwei sich
senkrecht zu einer Hauptebene erstreckenden Lappen versehen
sein, die in je eine Sitz-Nut in dem das Plättchen
tragenden Teil eingreifen und damit der Befestigung des
Plättchens dienen.
Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, daß das Plättchen
am Zylinder-Block befestigt ist, wobei die Sitze
durch Ring-Nute gebildet sind, die sich in den Flächen
des Zylinder-Blockes befinden, die senkrecht zu den
Stütz-Flächen für das Plättchen stehen.
Die erwähnten Nute sind koaxial der Drehachse der Maschine.
Auch ist wenigstens eine Oberfläche des Plättchens in
Bronze ausgeführt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sowie mit dieser
erzielte Vorteile gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles sowie aus der zugehörigen
schematischen Zeichnung hervor; in dieser zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch die Hydraulik-Maschine,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß III-III in Fig. 2,
Fig. 4 die Draufsicht auf eines der Plättchen,
Fig. 5 eine Seitenansicht gemäß Pfeil F in Fig. 4 und
Fig. 6 eine Seitenansicht gemäß Pfeil G in Fig. 4.
Die dargestellte Hydraulik-Maschine besteht im wesentlichen
aus einem Gehäuse 1, einer zweispurigen Kurvenbahn
2, die Bestandteil des Gehäuses 1 bildet, ferner einer
Welle 3 mit Dreh-Achse 4, sowie aus einem Zylinder-
Block 5, der um die Dreh-Achse 4 drehbar mit der Welle
3 über Längsnute 6 verbunden ist. Zylinder 7, von denen
die Zeichnung lediglich einen zeigt, sind durch Bohrungen
im Zylinder-Block 5 dargestellt. Ihre Längs-Achsen
8 erstrecken sich radial in Bezug auf die Dreh-Achse 4.
Im übrigen sind die Zylinder wie üblich in Sternform
gleichmäßig um die Achse 4 herum angeordnet.
In jedem der Zylinder 7 ist ein Kolben 9 gleitbar
geführt. Nach diesem Beispiel weist eine Verteilerscheibe
10 eine Planfläche 11 auf, die sich gegen eine
Planfläche 12 des Zylinder-Blockes 5 anlegt. Beide Planflächen
11 und 12 stehen senkrecht zur Drehachse 4.
Zwischen der Kurvenbahn 2 und der Verteilerscheibe 10
besteht im Hinblick auf das Rotieren Formschluß.
Im Zylinder-Block 5 befinden sich ferner Leitungen 13,
um den jeweiligen Zylinder 7 mit der Planfläche 12 zu
verbinden.
In der Verteilerscheibe 10 sind entsprechend den Mündungen
der Leitungen 13 in der Planfläche 12 des Zylinder-
Blockes 5 Leitungen 14 verteilt angeordnet. Während
der Relativ-Drehbewegung des Zylinder-Blockes 5 gegenüber
der Verteilerscheibe 10 werden die Leitungen 14
periodisch mit den Leitungen 13 des Zylinder-Blockes 5
verbunden. Andererseits sind die paarweise vorhandenen
Leitungen 14 in bekannter Weise, wie mit 15 symbolisiert,
mit einer Drucköl-Quelle bzw. mit einem Rücklauf-
Sammler verbunden.
Es ist anzumerken, daß in den Zylinder-Block 5 eine Nut
16, die durch zwei der Radialmittelebene des Zylinders
parallele Flächen 17 begrenzt wird und in der Verlängerung
des Zylinders 7 liegt, eingearbeitet ist. Jede der
Flächen 17 der Nut ist mit einem planen, aus Bronze
gefertigten Plättchen 18 bedeckt. In jede der zur
Dreh-Achse 4 senkrechten Seiten-Flächen 20 des Zylinder-
Blockes ist eine Nut 19 eingearbeitet, die in jede
Fläche 17 der Nut 16 mündet. Ferner ist jedes Plättchen
18, das im übrigen zwei Lappen 21 aufweist, die sich
senkrecht zur (Haupt-)Fläche des Plättchens erstrecken,
gegenüber dem Zylinder-Block 5 durch die in die Nute 19
eingeführten Lappen 21 in seiner Lage gehalten.
Ein brückenartiges Tragteil, das im wesentlichen Parallelipedform
aufweist, einen geraden Teil mit Rechteckquerschnitt
hat und nachstehend kurz mit Brücke 22
bezeichnet wird, ist wenigstens zum Teil innerhalb der
Nut 16 angeordnet. Die Längsachse 23 der Brücke 22
liegt parallel der Dreh-Achse 4. Außerdem sind im Bereich
25 zwei parallele Flächen der Brücke parallel den
Flächen 17 der Nut und stützen sich auf den Flächen 26
der Plättchen 18 ab. Diese sind parallel den Stütz-
Flächen 27 der Plättchen 18, die auf den Flächen 17
der Nut liegen. In der Längs-Achse 23 der Brücke 22 ist
an deren Enden, einander gegenüberliegend, ein Paar
Rollen 28 drehbar gelagert. Unter der Wirkung der Druckflüssigkeit
im Zylinder 7 legt sich der Kolben 9 gegen
die Unterseite 29 der Brücke 22 an und drückt sie
derart, daß die an der Kurvenbahn 2 anliegenden Rollen
28 auf der Kurvenbahn 2 abrollen.
Wesentlich ist, daß die Oberflächen der Stütz-Flächen
17 der Nut erfindungsgemäß einen ganz bestimmten Rauhigkeitsgrad
haben, der durch nachstehende normgerechte
Mindestwerte bestimmt ist:
Ra = 0,25 µ:
Rt = 15 µ und
Rp = 8 µ.
Rt = 15 µ und
Rp = 8 µ.
Vorzugsweise liegt aber Ra bei 0,32 µ, Rt zwischen 20
und 30 µ sowie Rp zwischen 10 und 15 µ.
Die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit wird übrigens
sehr einfach bei der Fertigung der Nut 16 durch Fräsen
erhalten, indem man auf den Flächen 17 die Fras-Reifen
30 beläßt.
Es ist ferner bemerkenswert, daß die Nut 19, die ja ringförmig
um die Dreh-Achse 4 liegt, einfach dadurch zu fertigen
ist, daß man den Zylinder-Block auf der Drehbank
entsprechend der Achse 4 spannt.
Gestützt auf die mit Bezugszahlen versehene Gegenstandsbeschreibung
lassen sich nachstehende Vorteile der Erfindung
feststellen.
Die Maschine arbeitet in bewährter Weise zufolge einer
guten Führung der Brücke 22 in der Nut 16. Das Gleiten
der Flächen (Bereich 25) der Brücke 22 auf den Flächen 26
der Plättchen 18 erfolgt mit geringem Reibbeiwert, was
durch Versuche erhärtet ist.
Besonders bemerkenswert ist, wie die Plättchen 18 im
Zylinder-Block gehalten sind. Die gewählte Rauhigkeit der
Flächen 17 der Nut 16 im Zylinder-Block aus Stahl unterdrückt
die Bildung eines Ölfilmes zwischen den Flächen 27
der Plättchen 18 und den Flächen 17 der Nut, denn es kann
eventuell eingedrungenes Öl durch die Reifen 30, entsprechend
der gewählten Rauhtiefe, entweichen. Jedes Plättchen
18 liegt daher korrekt an der entsprechenden Fläche 17
der Nut 16 an. Die Lappen 21 haben lediglich die richtige
Lage des betreffenden Plättchens 18 einzuregeln, müssen
aber keine nennenswerten Kräfte aufnehmen, die das
Plättchen verschieben möchten. Die Sicherung und feste
Abstützung eines jeden Plättchens 18 verunmöglicht das
Auftreten von solchen Verschiebekräften.
Besonders zu bemerken ist, daß die Erfindung anstatt eine
besonders hohe Oberflächengüte der Flächen 17 der Nut 16
vorzuschreiben, ganz im Gegenteil großzügig einen Rauhigkeitsgrad
vorsieht, der von überkommenen Vorstellungen in
dieser Hinsicht abweicht.
Claims (7)
1. Hydraulische Radialkolben-Maschine, insbesondere
Radialkolbenmotor oder -pumpe mit
- - einer Kurvenbahn (2),
- - einem bezogen auf die Kurvenbahn (2) sowie auf eine Drehachse (4) drehbar angeordneten Zylinder-Block (5),
- - wenigstens einem in einem Zylinder (7) im Zylinder-Block (5) radial gleitbar angeordneten Kolben (9),
- - einer Brücke (22), die
- - mit dem Kolben (9) kraftschlüssig verbunden ist,
- in einer im Zylinder-Block (5) in der Verlängerung des Zylinders (7) angebrachten Radial-Nut (16) gleitbar geführt ist und
- - auf Flächen (17) der Nut (16), die der Längs-Achse (8) des Zylinders
(7) parallel sind, mittels je eines zwischenliegenden, umbeweglichen
Plättchens (18) abgestützt ist,
- - das zwischen jeder Fläche (17) der Nut (16) und dem Bereich (25) der Brücke (22) angeordnet sowie an einem der beiden Teile (Zylinder-Block 5 oder Brücke 22) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche wenigstens eines der einander zugeordneten
Bereiche, nämlich der Fläche (17) im Block (5), auf der das Plättchen
(18) befestigt ist oder der Fläche (z. B. 26) des Plättchens (18) selbst,
einen Rauhigkeitsgrad aufweist, der wenigstens nachfolgenden
Normwerten genügt:
Ra = 0,25 µ
Rt = 15 µ und
Rp = 8 µ
Rt = 15 µ und
Rp = 8 µ
2. Radialkolben-Maschine nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
die Rauhigkeits-Norm-Werte Ra=0,32 µ; Rt zwischen 20 und 30 µ sowie
Rp zwischen 10 und 15 µ.
3. Radialkolben-Maschine nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Plättchen (18) zwei sich senkrecht zu seinen Hauptflächen
(26, 27) erstreckende Lappen (21) hat und daß das Plättchen (18) durch
diese in zwei im Block (5) befindliche Sitze (z. B. 19) eingelegten Lappen
(21) befestigt ist.
4. Radialkolben-Maschine nach Anspruch 3, wobei das Plättchen am
Zylinder-Block befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sitze durch in den Seiten-Flächen (20) des Zylinder-Blockes (5)
befindliche, senkrecht zu den Stütz-Flächen (17) für die Plättchen (18)
liegende Ring-Nute (19) gebildet sind.
5. Radialkolben-Maschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ring-Nute (19) koaxial zur Dreh-Achse (4) liegen.
6. Radialkolben-Maschine nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plättchen (18) mit einer Bronze-Oberfläche versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3007280C2 true DE3007280C2 (de) | 1991-12-19 |
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