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DE3006905A1 - Energieabsorberanlage - Google Patents

Energieabsorberanlage

Info

Publication number
DE3006905A1
DE3006905A1 DE19803006905 DE3006905A DE3006905A1 DE 3006905 A1 DE3006905 A1 DE 3006905A1 DE 19803006905 DE19803006905 DE 19803006905 DE 3006905 A DE3006905 A DE 3006905A DE 3006905 A1 DE3006905 A1 DE 3006905A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
absorber
air
roof
heat
energy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19803006905
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dipl.-Chem. Dr. 4330 Mülheim Ritter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Original Assignee
Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV filed Critical Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Priority to DE19803006905 priority Critical patent/DE3006905A1/de
Publication of DE3006905A1 publication Critical patent/DE3006905A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24VCOLLECTION, PRODUCTION OR USE OF HEAT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F24V50/00Use of heat from natural sources, e.g. from the sea
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24SSOLAR HEAT COLLECTORS; SOLAR HEAT SYSTEMS
    • F24S20/00Solar heat collectors specially adapted for particular uses or environments
    • F24S20/60Solar heat collectors integrated in fixed constructions, e.g. in buildings
    • F24S20/67Solar heat collectors integrated in fixed constructions, e.g. in buildings in the form of roof constructions
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02BCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO BUILDINGS, e.g. HOUSING, HOUSE APPLIANCES OR RELATED END-USER APPLICATIONS
    • Y02B10/00Integration of renewable energy sources in buildings
    • Y02B10/20Solar thermal
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/40Solar thermal energy, e.g. solar towers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

  • Energieabsorberanlage
  • Die Erfindung betrifft eine Energieabsorberanlage für Gebäude, zur Gewinnung von Wärmeenergie aus der Umgebungsluft und von an der Außenhaut des Gebäudes in Wärmeenergie umgewandelter Solarstrahlungsenergie, mit einem von einer Wärmeübertragungsflüssigkeit durchflossenen Absorber, der an den Verdampfer einer Wärmepumpe angeschlossen ist, und einer hinter dem Absorber angeordneten Isolierschicht.
  • Es ist bekannt, mit Hilfe von Wärmepumpen der Umgebungsluft (Außenluft) Wärme zu entziehen, diese Wärmeenergie auf ein höheres Temperaturniveau anzuheben und zu Heizungszwecken, z.B. zur Beheizung von Gebäuden, zu nutzen.
  • Zu diesem Zweck kann man z.B. mit Hilfe eines Gebläses Außen luft über einen kompakten Rippenrohrwärmetauscher leiten, der gleichzeitig Bestandteil des Verdampfers der Wärmepumpe ist. Das System arbeitet auch noch bei eisiger Außenluft, wenngleich mit einer geringeren Leistungszahl als wenn die Luft Sommertemperaturen aufweist.
  • Die Rippenrohre solcher oder anderer komptakt gebauter Wärmetauscher können als Bestandteil des kalten Teils der Wärmepumpe bei Zufuhr feuchter und kühler Außenluft sehr schnell total vereisen, wobei die Leistung des Systems auf unpraktisch kleine Werte sinkt, so daß man auf ein anderes Heizsystem umschalten muß.In alternativ bivalenten Heizungssystemen tut man das auch.
  • Nun sind von den Investitionskosten her monovalente Heizsysteme den bivalenten vorzuziehen. In monovalenten Heizsystemen mit Wärmepumpenbetrieb benötigt man zur Vermeidung des oben beschriebenen Nachteils große und glatte Absorberflächen, die bei Zufuhr kühler und feuchter Luft zwar auch vereisen, wo aber trotz eines Eispanzers von einigen Zentimetern aufgrund der ausreichenden Wärmeleitfähigkeit des Eises und praktisch unvermindert großer Oberfläche keine wesentliche Leistungseinbuße des Systems resultiert. Man hat solcher große Flächen benötigenden Luftwärmetauscher schon vielfach eingesetzt, z.B. auf Dächern in Form von kühlsoledurchspülten Rohren, Schläuchen oder Platten, in Form von Blechen mit ein- oder untergelegten Kühlsoleleitungen, als Ersatz von Ziegeldächern oder -fassaden, als soledurchflossene Kunststoffmatten auf Flachdächern oder in Form von soledurchflossenen Rohren oder Platten als Zäune und spricht allgemein von Energie-Dächern, -Fassaden oder -Zäunen. Die Kühlsole wird in einem gesonderten Kreislauf von den Wärmeabsorbern zum Verdampfer der Wärmepumpe geleitet, dort abgekühlt und dann zu den Wärmeabsorbern zurückgeführt. Bei einem Wärmepumpenbetrieb in Kombination mit solchen kühlsoledurchflossenen Absorbern hat man den Vorteil, auch solare Strahlungsenergie, die auf die Absorber trifft, einfangen zu können. Die Intensität der Solarstrahlung unterliegt bekanntlich sehr starken jahreszeitlichen, tageszeitlichen und wetterabhängigen Schwankungen. Hat man aber die Solarstrahlungsenergie - wenn auch sehr unregelmäßig - zur Verfügung, so kann sie, besonders in der kalten Jahreszeit, die Gesamtwirtschaftlichkeit einer Wärmepumpenheizung beträchtlich erhöhen.
  • Der große Flächen erfordernde Energieabsorber mit den Funktionen eines Luftwärmetauschers und Solarstrahlungsabsorbers, der in der Regel aus Metall oder Kunststoffen gefertigt ist, erfordert im Vergleich zum Kompaktwärmetauscher höhere Unvestitionskosten. Metalle als Material sind an sich schon teuer. Kunststoffe als Material müssenstabil gegen die ultraviolette Strahlung der Sonne sein.
  • Das bedingt einen höheren Preis als für Kunststoffe, die nur den hydrostatischen Druck der Sole und den Pumpendruck aushalten können müssen und ansonsten praktisch nur gewisse Wärme- und Kältegrade vertragen müssen. Die sturmsichere Verankerung auf dem Dach, an der Fassade oder als Zaun fordern auch ihren Preis. Energiedächer mit großflächigen Absorbern funktionieren auch noch bei einer Bedeckung mit Schnee; 10 cm Schnee führen noch zu keiner ernsthaften Beeinträchtigung einer wohldimensionierten Dachabsorber-Wärmepumpen-heizung. Nun gibt es aber viele sonnenreiche Gegenden, die im Winter recht kalt sind, in denen es gelegentlich so kräftig schneit, daß sich auf den Dächern dortiger Häuser Schneelagen von 30 oder 50 oder mehr Zentimetern bilden und dort wochenlang bestehen bleiben. -Schneelagen dieser Stärke beeinträchtigen nun doch wegen der Isolierwirkung des Schnees das Funktio- nieren der Dachabsorber-Wärmepumpenheizung in erheblichem Maße.
  • Bei einer Wärmepumpenheizung in Verbindung mit Kühlsoledächern, -fassaden oder -zäunen kann die in Wärme umgewandelte Solarstrahlung zu starken Temperaturschwankungen der Kühlsole führen. Bei starkem Solarstrahlungsangebot und gleichzeitig geringem Wärmebedarf beim Verbraucher kann die für die Wärmepumpe noch erträgliche Temperaturobergrenze am Verdampfer überschritten werden. Um das zu verhindern, baut man entweder ein Mischventil zwischen die Zu- und Ableitungen der Kühlsole zur Wärmepumpe - und nimmt so die Überschußenergie am Absorber nicht ab - oder man führt die überschußenergie einem Wärmespeicher zu, aus dem sie nach Abklingen der Solarstrahlung, z.B. nachts, der Wärmepumpe zugeführt wird - was technisch vorteilhaft ist. Ob ein solcher Wärmespeicher auch ökonomisch sinnvoll ist, hängt neben den die Gesamtkosten erhöhenden Investitionskosten für die Speicher und die zugehörigen Meß- und Regeleinrichtungen von der Qualität des Speichers und besonders von lokalen Klimafaktoren ab. Die Frage kann aber von Fachleuten entschieden werden. Eine Anlage ohne Speicher ist aber in jedem Fall weniger kapitalaufwendig und deshalb leichter allgemein einzuführen.
  • Zum Gesamtkomplex gehört auch das Problem der Ästhetik.
  • Bei historischen Gebäuden ist dieser Gesichtspunkt besonders wichtig. Aber auch bei Wohnhäusern können z.B. Energiedächer, die sich im Aussehen von herkömmlichen Ziegel- oder Schieferdächern stark unterscheiden, als häßlich empfunden und daher abgelehnt werden. Daher sind kühlsoleführende Hohldachziegel vorgeschlagen worden.
  • Bei einem Sturm muß man hierbei mit Leckagen rechnen. Auch Doppeldächer sind zur Lösung vorgeschlagen worden. Hier liegen Kühlsoleleitungen oder -schläuche auf einem Unterdach und werden von Spezialziegeln, die auf ihrer Unterseite Aussparungen zur Aufnahme der Leitungen aufweisen, zugedeckt.
  • Nun besteht ein weiteres großes Problem darin, den vorhandenen Althausbestand mit Energiedächern oder -fassaden nachzurüsten. Die vorbeschriebenen Vorrichtungen sind geeignet, alte Dächer völlig zu ersetzen, wobei natürlich in jedem Fall die soledurchströmte Dachfläche mit einer guten und wasserdichten Wärmeisolierung zu hinterlegen ist. Die meisten Althausdächer haben jedoch noch eine so lange Lebenserwartung, daß man ihren Ersatz aus wirtschaftlichen Gründen nicht gern ins Auge faßt. Diese Nachteile werden gemäß der nicht vorveröffentlichten älteren Patentanmeldung P 29 T7 098.7 dadurch vermieden, daß ein nachrüstbarer Absorber unter der Dachhaut (z.B. Dachziegeln) angebracht wird. Der Absorber wird über Wärmeleitelemente wenigstens teilweise in wärmeleitenden Kontakt mit der Dachhaut gebracht.
  • Dabei kann die Rückseite des Absorbers, die dem Dachraum zugewandt ist, außerdem noch zur Aufnahme von Konvektionswärme aus der Luft ausgebildet sein.
  • Mit dieser nachrüstbaren Anordnung werden die Probleme der Asthetik,der Vereisung und der großen Schneeschichten gelöst. Auch braucht der Wärmeabsorber nicht mehr stabil gegen ultraviolette Sonnenstrahlung zu sein. Allerdings bringt die Herstellung einer guten Wärmeleitung zwischen der Dachhaut und dem darunterliegenden Absorber Probleme mit sich, die insbe- sondere den ausführenden Handwerkern nicht geläufig sind und deren Überwindung Zeit und Geld kosten kann Auch für eventuell später notwendig werdende Reparaturen des Daches lassen sich Schwierigkeiten mit den Wärmeleitelementen vorhersehen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Energiekollektoranlage der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der Absorber aus einfachen Materialien hergestellt werden kann, die nicht UV-stabil sein müssen, und unter Vermeidung von Wärmeleitelementen eine einfache Montage des Absorbers möglich ist.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zwischen der Außenhaut und dem Absorber ein in selbsttätiger Lüftungsverbindung zur Außenluft stehender Luftspalt vorgesehen ist.
  • Bei fehlender Sonneneinstrahlung fließt die am Absorber abgekühlte Luft aufgrund ihrer höheren Dichte aus dem Spalt ab und wird durch etwas wärmere Außenluft ersetzt.
  • Ferner wird etwas Energie durch Strahlung und durch Konvektion von der Dachhaut auf den kühleren Absorber übertragen. Bei Sonneneinstrahlung erhöht sich die Temperaturdifferenz zwischen Außenhaut und Absorber. Die auf den Absorber übertragbare Energiemenge aus Strahlungs- und Konvektionswärme wird entsprechend vergrößert.
  • Durch das Fortlassen von Wärmeleitelementen zwischen Außenhaut und Absorber wird der Wärmeübergang von der Außenhaut auf den Absorber vermindert. Diese Verminderung wird jedoch teilweise durch das ständige Nachziehen der wärmeren Außenluft kompensiert. Wesentlich ist die Möglichkeit der einfachen Herstellung und Montage des Absorbers. Durch die räumliche Trennung des Absorbers von der Dachhaut sind für den Architekten und Bauherrn die Zuständigkeiten von Dachdeckern (für die Außenhaut) und Installateuren (für den Absorber) klar zu erkenen. Außerdem brauchen die für die einzelnen Gewerke zuständigen Handwerker keine für sie neuen Techniken zu erlernen.
  • Durch die räumliche Trennung des Absorbers von der Dachhaut ist die Belastung der Dachfläche durch Temperaturschwankungen geringer als bei den bekannten Absorberdächern, wodurch die Lebensdauer des Dachbelages erhöht wird.
  • Bei starker Sonneneinstrahlung und abgeschalteter Wärmepumpe wird die Luft im Spalt wärmer als die Außenluft. Sie steigt daher aus dem Spalt auf und zieht kühlere Luft nach. Hierdurch wird die Wärmebelastung der Dachräume reduziert.
  • Zur Vergrößerung der wirksamen Absorberfläche kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung der Absorber und die Isolierschicht durch einen weiteren Luftspalt getrennt sein, welcher ebenfalls in selbsttätiger Lüftungsverbindung mit der Außenluft steht.
  • Bei fehlender Sonneneinstrahlung ist es zweckmäßig, den Luftspalt offen zu halten. Bei Sonneneinstrahlung kann die der Wärmepumpe zur Verfügung gestellte Eingangstemperatur dadurch erhöht werden, daß der Luftspalt durch eine Klappe geschlossen wird. Hierdurch wird verhindert, daß die bei Sonneneinstrahlung wärmere Luft im Spalt zu schnell abfließt und durch die dann kältere Außenluft ersetzt wird.
  • Die Klappe kann derart angeordnet sein, daß sie sowohl den Luftspalt zwischen Dachhaut und Absorber als auch den Luftspalt zwischen Absorber und Isolierung absperrt. Es kann auch für jeden der Luftspalte eine eigene Klappe vorgesehen sein.
  • Die Erfindung eignet sich insbesondere für Dächer, kann aber auch für Fassaden in gleicher Weise angewandt werden. Der Energieabsorber ist nicht nur für feststehende Gebäude geeignet, sondern auch für bewegliche Objekte, wie Wohnwagen, Schiffe u. dgl.
  • Durch die Anordnung des Absorbers hinter der wetterfesten Dachhaut kann selbst bei großen Schneeschichten auf der Dachhaut eine ausreichende Belüftung und damit auch ein ausreichender Wärmeaustausch am Absorber sichergestellt werden.
  • Die geschilderte einfachste Anordnung eines Absorbers im Luftspalt zwischen Dachhaut bzw. Fassade und wasserdichter Wärmeisolierung eines Gebäudes ist bereits gut geeignet, Flachdächer in Energiedächer umzurüsten. Man kann vorteilhaft in den unteren Luftspalt eines solchen Energiedaches warme und verbrauchte Luft aus dem Gebäude führen, so dort abkühlen und so einen Teil der Energie zurückgewinnen, die bei der Belüftung von Räumen verloren geht. Bei schrägen Energiedächern und senkrechten Fassaden kann man analog vorgehen.
  • Bei einem Schrägdach ist die Breite des durch den Absorber zu teilenden Luftspalts im einfachsten Fall die Dachbalkenbreite. Die Feuchtigkeits- und Wärmeisolierung wird dann unter den Dachbalken angebracht.
  • Bei Energiefassaden wird man ähnliche Dimensionen wählen.
  • Bei einem Schrägdach empfiehlt es sich im allgemeinen, den Luftspalt zwischen Dachhaut und Isolierung seitlich zu verschließen, es sei denn, man hat einen gewissen Dachüberstand über die Seiten des Gebäudes oder kann einen solchen wählen. Bei verschlossenen Seiten bleibt der durch den Absorber geteilte Luftspalt nach unten hin offen. Auch nach oben hin muß für eine - falls erforderlich, schneesichere - Lüftungsöffnung am Dach oder an der Fassade gesorgt werden, damit die kalte Luft am Absorber abfließen und warme Luft von außen nachfließen kann. Als obere Lüftungsöffnung im Schrägdach kann man z.B. eine Reihe von Lüftungsziegeln wählen oder Lüftungsschornsteine oder einen unter dem First verlaufenden Lüftungskanal mit einer öffnung im Giebel.
  • Es kann auch die gesamte Dachfläche mit einer großen Zahl von Lüftungsöffnungen versehen werden, was neue Möglichkeiten zur architektonischen Gestaltung der Dachflächen eröffnet.
  • In vorteilhafter Weise lassen sich in dieser Anordnung als Gebäudeaußenhaut, die Solarstrahlung in Wärme umwandelt, Ziegeldächer oder -fassaden verwenden.
  • Sie wirken aufgrund der ihnen eigenen Masse und Wärmekapazität wärmespeichernd und temperaturausgleichend, was für einen Wärmepumpenbetrieb von Vorteil ist.
  • Die hier nicht näher angeführten Einzelheiten der Konstruktion der Energiekollektorelemente sind jedem Fachmann geläufig und erlauben ihm eine weitgehende Gestaltungsfreiheit im Rahmen dieser Konstruktion.
  • Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Figuren einige Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
  • Es zeigen: Figur 1 einen schematischen Querschnitt durch ein Dach, das mit einer Energieabsorberanlage ausgestattet ist, wobei die Belüftung der Luftspalte durch zahlreiche Belüftungsziegel erfolgt, Figur 2 einen Schnitt durch eine andere Dachkonstruktion mit einem Belüftungsschornstein und Figur 3 einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Daches mit einer Kollektoranlage, wobei die Belüftung durch eine öffnung in der Giebelwand des Daches erfolgt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 besteht die Dachhaut 10 aus Ziegeln, bei denen es sich zum Teil um die üblichen flachen oder strukturierten Ziegel 11 und zu einem anderen Teil um Lüftungsiiegel 12 handelt. Die Lüftungsziegel 12 weisen nach außen gerichtete Ausbauchungen auf und haben an ihren Außenseiten Öffnungen 13, durch die hindurch Luft in den Raum hinter der Dachhaut 10 einströmen kann. Die Dachziegel 11 und 12 sind in der üblichen Weise an Dachlatten 14 befestigt, die horizontal in Längsrichtung des Daches verlaufen.
  • Die die Dach latten tragenden Balken sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
  • Unterhalb der aus den Dachziegeln 11, 12 gebildeten Dachhaut 10 befindet sich, mit Abstand von der Dachhaut 10 und parallel zu dieser der Wärmeabsorber 15. Bei diesem handelt es sich um einen flachen Behälter mit ebener Oberfläche, der von einer Wärmeübertragungsflässigkeit, z.B. Sole, durchflossen ist. Die Zulaufleitung und die Ablaufleitung des Wärmeabsorbers 15 sind nicht dargestellt.
  • Diese beiden Leitungen sind an den Verdampfer einer Wärmepumpe angeschlossen. Die Wärmeübertragungsflüssigkeit nimmt im Wärmeabsorber 15 Wärme auf und erwärmt sich.
  • Sie verläßt daher den Wärmeabsorber 15 mit höherer Temperatur als sie bei ihrem Eintritt hatte. Im Luftspalt 16 zwischen der Dachhaut 10 und dem Wärmeabsorber 15 gibt die dort befindliche Luft Wärme an den Wärmeabsorber 15 ab, wodurch sie sich abkühlt. Die kältere Luft sinkt im Luftspalt 16 ab und verläßt diesen durch den unteren Auslaßschlitz 17 an der Dachtraufe. Dadurch wird aus den Öffnungen 13 Außenluft nachgezogen, die wärmer ist als die zuvor abgesunkene Luft und die jetzt ebenfalls Wärmeenergie an den Wärmeabsorber 15 abgibt.
  • Hinter dem Wärmeabsorber 15 ist eine Isolierschicht 18 angeordnet, die Wärmeverluste des Gebäudes verhindert und eine Isolierung zwischen dem Wärmeabsorber 15 und dem Gebäudeinneren bewirkt. Zwischen dem flächenförmigen Wärmeabsorber 15 und der Isolierschicht 18 befindet sich der zweite Luftspalt 19. Durch ihn wird die in Kontakt mit der Luft stehende wirksame Oberfläche des Wärmeabsorbers 15 vergrößert.
  • Den oberen Abschluß des Daches bildet im vorliegenden Fall der Firstbalken 20, der mit den Firstziegeln 21 überdeckt ist. Die beiden Dachschrägen sind in ihrem konstruktiven Aufbau einander gleich. Dies bedeutet, daß unter jeder Schrägfläche ein flächenförmiger Wärmekollektor 15 und dahinter eine Isolierschicht 18 angeordnet ist. Der Wärme- absorber 15 hat keinen wärmeleitenden Kontakt zur Dachhaut 10.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist die Dachhaut 10 in flacher Form dargestellt, sie kann jedoch auch aus einzelnen Ziegeln bestehen, die auf den Dachlatten 14 auf liegen Die Anordnung des Wärmeabsorbers 15 und der Isolierschicht 18 in Bezug auf die Dachhaut 10 ist die gleiche wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1, jedoch weist bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 die Dachhaut 10 keine Belüftungsöffnungen auf. Die Belüftung der Spalte 16 und 19 erfolgt durch einen speziellen Belüftungsschornstein 22, der oberhalb des Firstbalkens 20 angeordnet ist und durch eine auf Stützen befestigte Haube oder Platte 23 gegen einfallenden Regen oder Schnee geschützt ist. Auch bei einer auf der Dachhaut 10 liegenden hohen Schneelage bleibt die Öffnung des Belüftungsschornsteins 22 frei, so daß eine ausreichende Luftnachlieferung in die Spalte 16 und 19 hinein sichergestellt ist. Die Luft, die Wärme an den Wärmeabsorber 15 abgegeben hat, sinkt auch hier anschließend ab und verläßt den Raum zwischen Dachhaut 10 und Isolierschicht 18 durch den unteren Schlitz 17 an der Traufe. Dadurch wird Außenluft durch den Belüftungsschornstein 22 hindurch nachgezogen.
  • Wenn Sonnenstrahlung auf die Dachhaut 10 auftrifft, erwärmt sich die in den Spalten 16 und 19 befindliche Luft. Um zu verhindern, daß diese Luft zu schnell dadurch entweicht, daß sie aufsteigt und durch den Belüftungsschornstein 22 nach außen gelangt, ist im unteren Bereich des Belüftungsschornsteins 22 eine Luftklappe 24 angeordnet, mit der der Belüftungsschornstein abgesperrt werden kann. Dadurch wird auch die obere Verbindung der Spalte 16 und 19 mit der Außenluft verschlossen. Die Klappe 14 kann entweder zwischen auf und zu verstellt werden, jedoch kann ihre Stellung auch kontinuierlich verändert werden, so daß als Drosselklappe wirkt.
  • Die Spalte 16 und 19 beider Dachschrägen vereinigen sich im Bereich des Firstbalkens 22 und stehen dort mit dem Belüftungsschornstein 22 in Verbindung.
  • Figur 3 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine andere Ausführungsform eines Daches, mit Blick gegen die Giebelwand 24. Im oberen Bereich der Giebelwand 24 ist eine öffnung 25 vorgesehen, durch die Außenluft in den Bereich zwischen den Isolierschichten 18 und der Außenhaut 10 gelangen kann, wo sie um die freischwebend montierten Wärmekollektoren 15 herumströmt. Zweckmäßigerweise befindet sich eine entsprechende Öffnung 25 auch auf der gegenüberliegenden Giebelseite, so daß das Dach auf seiner gesamten Länge durchlüftet wird.
  • Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen stoßen die Isolierschichten 18 beider Dachschrägen entlang ihrer oberen Längskanten gegeneinander. Sie sind zweckmäßigerweise nicht nur wärmeisolierend, sondern auch feuchtigkeitsisolierend ausgebildet.
  • Leerseite

Claims (8)

  1. A n 5 p r ü c h e 1. Energieabsorberanalage für Gebäude zur Gewinnung von Wärmeenergie aus der Umgebungsluft und von an der Außenhaut des Gebäudes in Wärmeenergie umgewandelter Solarstrahlungsenergie, mit einem von einer Wärmeübertragungsflüssigkeit durchflossenen Absorber, der an den Verdampfer einer Wärmepumpe angeschlossen ist, und einer hinter dem Absorber angeordneten Isolierschicht, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß zwischen der Außenhaut (10) und dem Absorber (15) ein in selbsttätiger Lüftungsverbindung zur Außenluft stehender Luftspalt (16) vorgesehen ist.
  2. 2. Energieabsorberanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absorber (15)und die Isolierschicht (18) durch einen weiteren Luftspalt (19) getrennt sind, welcher ebenfalls in selbsttätiger Lüftungsverbindung mit der Außenluft steht.
  3. 3. Energieabsorberanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt (16) durch eine Klappe ganz oder teilweise absperrbar ist.
  4. 4. Energieabsorberanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Luftspalte (16, 19) durch mindestens eine Klappe (24) gegenüber der Außenluft ganz oder teilweise absperrbar sind.
  5. 5. Energieabsorberanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (24) am oberen Ende des Luftspaltes (16, 19) angeordnet ist.
  6. 6. Energieabsorberanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut (10) eine Dachziegelfläche ist.
  7. 7. Energieabsorberanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt (16, 19) in einem unter dem Dachfirst gebildeten Luftraum endet, der an einen Lüftungsschornstein (22) angeschlossen ist.
  8. 8. Energieabsorberanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt (16, 19) in einem unter dem Dachfirst gebildeten Luftraum endet der über giebelseitige Öffnungen (25) mit der Außenluft in Verbindung steht.
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