DE3006792C2 - Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation - Google Patents
Antennenspeisesystem für DoppelpolarisationInfo
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Classifications
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- H01P1/165—Auxiliary devices for rotating the plane of polarisation
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Landscapes
- Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
- Waveguide Switches, Polarizers, And Phase Shifters (AREA)
Description
der 3-dB-K.oppIer und den zugehörigen Anschlüssen der
frequenzweiche einstellbare Phasendrehglieder angeordnet sind.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist in den Unteransprüchen angegeben.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird nachstehend die Erfindung noch näher erläutert Es zeigt in rler
Zeichnung
F i g. 1 einen Phasenschieber mit einstellbarer Phasendrehung als mögliche Ausgestaltung für den Einsatz
in den einleitend genannten Antennenspeisesysternen,
F i g. 2 das an sich bekannte elektrische Ersatzschaltbild
für einen Hohlleiter zur Erläuterung,
Fig.3 die mit einem Phasenschieber nach Fig. 1 erzielbare Phasendrehung als Beispiel für einen
Rechteckhohlleiter von 45,2 χ 13 mm, der einen Metallstab mit dem Durchmesser 4,1 mm und der Länge
105 mm enthält, wobei * die Querposition ist und ψ den
Phasenwinkel in Grad angibt,
F i g. 4 eine Phasenschieberkonfiguration zur Symmetrierung
der Phasenkurve,
Fig.5 eine mögliche Ausgestaltung eines Phasenschiebers
mit übereinander liegenden Hohlleitern zur Realisierung eines Gegentaktphasenschiebers,
F i g. 6 einen Gegentaktphasenschieber mit nebeneinander liegenden Hohlleitern,
Fi g. 7 ein Anwendungsbeispiel in einer Mikrowellenschaltung
mit 3-dB-K.opplern.
Im Prinzip ist die gestellte Aufgabe der regelbaren Phasenlage mit einstellbaren Phasendrehgliedern bekannler
Art zu lösen. Das im folgenden eingehend beschriebene Phasendrehglied ist wegen seiner Verlustarmiii:
und der günstigen Lage seiner Anschlüsse besonders vorteilhaft.
Allgemein läßt sich sagen, daß im beschriebenen Ausführungsbeispiel von der Überlegung ausgegangen
wird, im Zuge eines Rechteckhohlleiters eine Phasendrehung
in der Weise zu erzeugen, daß wenigstens ein metallischer Stab an solchen Stellen des Rechteckhohlleitens
vorgesehen wird, an denen der Stab entweder überwiegend elektrisches oder magnetisches Feld
verdrängt.
Im Ausführungsbeispiel von F i g. 1 ist ein Rechteckhohlleiter
1 zu erkennen mit seinen Schmal- und Breitseiten. In den Schmalseiten sind Haitevorrichtungen
ji und 3' vorgesehen, die parallel zu den Breitseiten
verlaufen. An diesen Haltevorrichtungen 3 und 3' ist ein metallischer Stab 2 befestigt, und es hängt die zu
erzidende Phasendrehung unter anderem von der Länge des Stabes 2 ab. Wie aus F i g. 1 ferner zu
erkennen ist, läßt es sich durch verhältnismäßig einfache konstruktive Ausgestaltungen erreichen, daß de- Stab 2
in Querrichtung des Rechteckhohlleiters, also parallel zu
den Hohlleiterbreitseiten, verschiebbar ist. Für die sich im Rtchteckhohlleiter ausbreitende elektromagnetische
Wellt: stellt der Stab 2 eine Reflexion dar. Störungen dieser Art können vermieden werden, wenn stirnseitig
an den metallischen Stab 2 noch getaperte oder AH/4-gestuf te Abschnitte 2' angesetzt werden, die
unmil telbar mit dem metallischen Stab 2 fluchten.
Wesentlich ist. daß zumindest die Oberfläche des Stabes 2 aus einem metallischen Material besteht,
deran, daß bei der jeweiligen Betriebsfrequenz eine ausrechende Leitschichtdicke für die Mikrowelle
gewährleistet ist. Es sollte also in an sich bekannter Weist.· dafür gesorgt sein, daß Jie Dicke der leitenden
Schicht des Stabes 2 für die tiefste Betriebsfrequenz etwa Dei der dreifachen Eindringtiefe des betreffenden
Leitermaterials liegt. So betrachtet, kann also der Stab 2 auch aus einem Rohr bestehen, an das stirnseitig die
Stufen oderTaperungen angesetzt werden können.
Der übrige Stabquerschnitt ist von beliebiger
-> Beschaffenheit. Der Außendurchrnesser d des leitenden
Stabes ist im Vergleich zur Hohlleiterhöhe nicht zu groß (etwa d< b/2). Die Anordnung des Stabe.1= etwa in einer
mittleren Hohlleiterhöhe ist wegen der Höhenunabhängigkeit des Mo-Feldes unkritisch. Die Wirkungsweise
in der Anordnung beruht nur darauf, daß der Stab
horizontal parallel verschiebbar ist.
Wird der Stab in die Mitte der Hohlleiterbreitseite geschoben
an eine Stelle des Quersch .Sites also, an der maximale
elektrische Querfeldstärke Ey herrscht, so verdrängt er j» hier fast nur kapazitive Feldenergie. Damit wird — wie
unmittelbar ersichtlich — der Querkapazitätsbelag Cq des Hohlleiters in seiner Ersatzschaltung nach Fig. 2
erhöht. Die A/io-Grenzwellenlänge des leeren Hohlleiters
XkH 10 steigt dadurch auf Xkcund die Phasenkonstan-
-, te wird auf
ßCq
Vl-
gegenüber jSo des leeren Hohlleiters erhöht.
in Eine andere Wirkung hat der Stab, wenn er in der
Position Xi = dl2 an einer der Hohlleiterschmalseiten
anliegt. Hier verdrängt der Stab fast nur magnetisches Längsfeld Hz, das hier sein Maximum hat. Dadurch wird
der Querinduktivitätsbelag Lq in F i g. 2 erniedrigt, und die A/io-Grenzwellenlänge XkL dieses Hohlleiters liegt
unter derjenigen des leeren Hohlleiters. Dies ist physikalisch daraus ersichtlich, daß der an der
Hohlleiterschmalseite anliegende Metallstab eine partielle (d. h. nicht über die ganze Hohlleiterhöhe Platz
greifende) Verengung der Breitseite des Hohlleiters herbeiführt. Die Phasenkonstante des so belasteten
Hohlleiters sinkt damit auf
ßLq
gegenüber der Phasenkonstante ßo des leeren Hohlleiters.
Mit dem Verlagern des Stabes von x\=a/2 nach X2 = d/2 ist also eine Änderung der Phasenkonstante
so Δβ — ßcq—ßLq verbunden. Dies ergibt eine zur aktiven
Stablänge / proportionale Gesanuphasenschiebung. Da die Phasenschiebung bei Stabposition x\ in der Mitte der
Hohlleiterbreitseite über der Phasenverschiebung ψο
des leeren Hohlleiters gleicher Länge liegt, bei Stabposition X2 an der Hohlleiterschmalseite dagegen
unter φο, so gibt es wegen des stetigen Übergangs
zwischen diesen Extremwerten der Phasenverschiebung eine Stabposition xo, bei der im Hohlleiter mit
Metallstab die gleiche Phasenschiebung φ0 auftritt wie
bo im leeren Hohlleiter. Der Phasenschieber nach Fig. 1
hat daher in dieser Stabgrundposition xo gegenüber dem
leereh Hohlleiter gleicher Länge keine Grundeinfügungsphase.
F i g. 3 zeigt den experimentellen N achweis des oben
ή beschriebenen Phasenverhaltens. Hier ist die in einem
als Ausführungsbeispiel realisierten Hohlleiter mit ax ö = 45,2 mm χ 13 mm gemessene Phasenschiebung in
Abhängigkeit von der Position α eines Metallstabns von
4,1 mm Durchmesser und einer Länge / von 105 mm aufgetragen.
Aus F i g. 3 ist auch entnehmbar, daß die Phasenschiebung bei X2 = d/2 mit ihrem absolutem Betrag nicht
gleich derjenigen bei X\=a/2 ist. Der Erfindung
zugrundeliegende Untersuchungen haben nun gezeigt, daß diese im gemessenen Beispiel nach F i g. 3 noch
auftretende Unsymmetrie beseitigt werden kann, wenn Ausführungsformen nach F i g. 4 verwendet werden. Zur
besseren Übersicht ist in Fig.4 lediglich der Quer- ίο
schnitt der Anordnung gezeigt, und es ist zu erkennen, daß der Rechteckhohlleiter 1 trapezförmig ausgebildet
ist und der Stab 2 eine von der Kreisform abweichende Querschnittsform hat.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 4 ist hierfür beispielsweise für den Stab 2 ein rechteckiger
■ Querschnitt gewählt. Weitere optimale Querschnittsformen lassen sich empirisch ermitteln.
Eine weitere für den Phasenschieber nach F i g. 1 und Fig.4 kennzeichnende Eigenschaft ist seine extreme
Verlustarmut. Die Anordnung hat keinerlei nennenswerten Strom führende Schiebekontakte, die Verluste
verursachen könnten. Werden die zunächst aus Metall bestehenden Querstreben 3,3' die den aktiven Stab 2,2'
in seiner jeweiligen Position halten, genügend dünn gemacht, so sind die auf ihnen fließenden Ströme
entsprechend klein. Selbst für relativ stärkere Streben 3, 3' können die auf solchen Streben fließenden Ströme
nach außen wie folgt abgeblockt werden. Beim Durchdringen der schmalen Hohlleiterwand bildet die
Strebe zusammen mit der Bohrung in dieser Wand eine Koaxialleitung, die möglichst niederohmig und λο/4 lang
gemacht wird. Gegebenenfalls ist hier eine dünnwandige Teflonhülse oder ähnliches zur Verbesserung der
mechanischen und elektrischen Eigenschaften nützlich. Die Streben können auch durch Kontaktfedern in der
Hohlleiterwand geführt werden. Ferner reichen zur Halterung in der Regel zwei Streben 3,3' die im übrigen
auch aus dielektrischem Materia!, z. B. Keramik, bestehen können, da das Gewicht des aktiven Stabes «o
erforderlichenfalls dadurch reduziert wird, daß er aus einem dünnwandigen Rohr besteht.
Ein weiterer Grund für die extreme Verlustarmut des Phasenschiebers nach den F i g. 1 und 4 besteht darin,
daß die Verlustdämpfung des zunächst leeren Rechteck- *5
hohlleiters selbst durch einen relativ dicken Stab, in F i g. 1 beispielsweise vom Durchmesser d= b/3, nur um
etwa 50% erhöht wird. Als Folge dieser »Stabverluste« erwärmt sich der Stab 2 bei hohen Durchgangsleistungen.
Es sei darauf hingewiesen, daß die vom Stab so verursachten Zusatzverluste nur etwa zur Hälfte im
Stab selbst in Wärme umgesetzt werden, während die andere Hälfte zusätzliche Verluste in der Wand des
Rechteckhohlleiters 1 sind, weil hier ja durch den Stab 1 zusätzliche Wandströme hervorgerufen werden.
Die vorstehend begründete extreme Verlustarmut des gezeigten Phasenschiebers läßt diesen für die hier
weiterhin betrachtete Anwendung als Adaptionsphasenschieber besonders geeignet erscheinen.
In den folgenden Ausführungen sollen noch die Anpassungsverhältnisse des Phasenschiebers nach
F i g. 1 besprochen werden. Dazu ist seine Eigenschaft hervorzuheben, daß die Phasenvariation Δφ mit ein und
demselben Körper, also dem Stab 2, erreicht wird, ohne
daß dieser oder/und der Hohlleiter in der Form verändert werden. Dazu wird nicht davon ausgegangen,
daß der aktive Stab 2 jeweils an seinen Endflächen eine Reflexion verursacht, die nach Betrag und Phase nicht
davon abhängig wäre, in welcher Position zwischen x\ und *2 sich der Stab befindet; es ist davon auszugehen,
daß der Stab bei X\=al2 in der Hohlleitermitte den Leitungswellenwiderstand des »Hohlleiters« gegenüber
demjenigen des zu beiden Stabenden angrenzenden, unbelasteten Hohlleiters niederohmiger macht und daß
der Stab aber ganz im Gegensatz dazu in seiner Randposition X2 = d/2 den »Hohlleiter« hochohmiger
macht. Es ist aber möglich, diese positionsabhängigen Stabendreflexionen unabhängig von der Stabposition
mit ein und derselben Maßnahme zu kompensieren.
Eine wirksame, positionsunabhängige Kompensationsmethode besteht darin, daß die Reflexion an jedem
Stabende für sich kompensiert wird. Dies ist zunächst mit zugespitzten Stabenden möglich, wobei die
Taperung beispielsweise eine Wellenlänge lang sein kann. Geringere Baulänge und auch bessere elektrische
Eigenschaften bei nicht zu großen Bandbreiten werden mit ein- oder mehrstufigen A/y/4-Transformatoren an
beiden Stabenden erreicht.
Im übrigen nimmt die von den Stabenden verursachte Reflexion mit sinkendem Stabdurchmesser stark ab,
wovon im Kompromiß mit der Baulänge des Phasenschiebers Gebrauch gemacht werden kann.
Die Steuerung des Phasen«^' .bers nach F i g. 1
erfolgt von außen her mit einer Hubbewegung, die über die Haltestreben 3, 3' auf den Stab 2 im Inneren des
Hohlleiters 1 übertragen werden. Diese Bewegung kann z. B. mit Stellmotor, Tauchspule oder auch durch direkte
magnetische Beeinflussung des dann aus Eisen anzufertigenden Stabes in eine elektrische Größe umgesetzt
werden.
F i g. 5 zeigt in schematischer Darstellung eine Anordnung, die sich zum direkten Anschluß am
Breitwandkoppler eignet
Solche Breitwandkoppler sowie auch ihre Anwendung in Antennenspeisesystemen für Doppelpolarisation
sind beispielsweise in den deutschen Offenlegungsschriften 27 19 283 und 27 47 632 gezeigt. Im Ausführungsbeispiel
nach Fig.5 sowie auch dem noch zu beschreibenden Ausführungsbeispiel nach Fig.6 sind
an sich die gleichen Bezugsziffern für wirkungsgleiche Elemente wie bisher verwendet und sind lediglich die
Einzelbestandteile mit dem Zusatz »a« bzw. dem Zusatz »tx< gemäß Fig. 1 versehen. Im übrigen ist aus den
gezeichneten Ausführungsbeispielen unmittelbar zu erkennen, daß die zu F i g. 1 gegebenen Erläuterungen
ebenfalls Gültigkeit haben.
Die gesamte Phasenvariation wird im Beispiel von F i g. 5 von zwei im Gegentakt gesteuerten Einzelphasenschiebern
la und Xb nach Fig. 1 erbracht. Damit
wird gegenüber dem Einzelphasenschieber eine bestimmte geforderte Phasenvariation Δφ entweder bei
konstanter Reflexion mit halber Baulänge oder bei gleicher Baulänge mit wesentlich reduzierter Reflexion
erreicht
Mit den in F i g. 5 gezeigten Stabpositionen ergibt sich eine zusätzliche Phasendrehung des oberen Hohlleiters
Xb gegenüber dem unteren Hohlleiter la von (ßc—ßul-Werden
beide Metallstäbe 2a und 2b durch Drehen eines Steuerhebels 4 um den Winkel Δχ im Gegentakt
umgesteuert, so sinkt die Phasendrehung im oberen Hohlleiter Xb unter j3o des leeren Hohlleiters, während
sie im unteren la über diese ansteigt Die mit diesem Gegentaktphasenschieber insgesamt erreichbare Phasenvariation
beträgt also Δφ=2 (ßc—ßi)l·
Fig.6 zeigt eine mechanisch besonders einfache Variante eines Gegentaktphasenschiebers. In diesem
Falle liegen die beiden Einzelphasenschieber nebeneinander, und sie sind durch eine Wand mit der Wandstärke
A voneinander getrennt. Auf ein und demselben Paar von Haltestreben sind hier zwei Metallstäbe 2a, 2b im
gegenseitigen Abstand a/2 + d/2 + o angebracht, so daß bei einer von außen vermittelten Hubbewegung der
Stab 2b im rechten Hohlleiter Ii die linke Hälfte dieser
Hohlleilerbreitseite überstreicht, und der Stab 2a im linken Hohlleiter ta die rechte Hälfte desselben. Mit den
in F i g. 6 gezeigten Stabpositionen wird die Phasendrehung im rechten Hohlleiter Xb erhöht und im linken la
reduziert, nach der Umsteuerung beider Stäbe ist es umgekehrt. Diese Konstruktion des Gegentaktphasenschiebers
ist zum direkten Anschluß z, B, an die bekannten Kurzschlitzkoppler geeignet, wie sie beispielsweise
in der Zeitschrift »Frequenz«, Band 14 (1960), N r. 4, Seite 117 ff beschrieben sind.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Erfiindungsgegenstandes
ist in F i g. 7 gezeigt, die den Charakter eines Universalkopplers hat Im Ausföhrungsbeispiel
von Fig. 7 ist eine Kettenschaltung gezeigt, bei der ein erster 3-dB-KoppIer K1, ein erster
Phasenschieber PX, ein zweiter 3-dB-Koppler K 2 und ein zweiter Phasenschieber P 2 aufeinander folgen. Wie
aus Fig.7 ohne weiteres ersichtlich, sind dabei Phasenschieber verwendet, wie sie im Ausführungsbeispiel
von F i g. 6 bereits gezeigt sind. Selbstverständlich sind Ausgestaltungen gemäß Fig. 7 auch dann möglich,
wenn ein Phasenschieber gemäß F i g. 5 verwendet wird oder ein anderer Phasenschieber bekannter Art
Ausführungsbeispiele in Form von Universaikopplern gemäß F i g. 7 lassen sich vorteilhaft in Sendeempfangsweichen
einsetzen, wie sie beispielsweise in den bereits erwähnten deutschen Offenlegungsschriften 27 19 283
und 27 47 632 sowie auch in der deutschen Offenlegungsschrift 28 28 878 beschrieben sind, in den genannten
Offenlegungsschriften sind einfache 3-dB-Koppler verwendet und es können dort anstelle dieser einfachen
3-dB-Koppler solche Universalkoppler gemäß Fig.7
eingeführt werden.
Mit einer in dieser Art erweiterten Sende-Empfangsweiche
ist es beispielsweise möglich, durch Einstellen des Phasenschiebers Pl auf 0° Differenzphase oder
Weglassen desselben eine Sende-Empfangsweiche für einfache oder doppelte Linearpolarisation zu bilden,
wobei die Polarisationsebene mit dem Phasenschieber PX nach Fig.7 kontinuierlich, z.B. elektronisch
gesteuert gedreht werden kann. Dabei bewirkt z. B. eine Variation der Differenzphase von 180° am
Phasenschieber P1 eine Drehung der Polarisationsebene
über 90°. Bei Verwendung eines symmetrischen Gegentaktphasenschiebers, der die Eigenschaft hat, daß
bei einer bestimmten Phasenänderung im einen Hohlleiter der Phasenwinkel im anderen Hohlleiter um
den gleichen Betrag aber mit entgegengesetztem Vorzeichen geändert wird, ist der Winkel der Polarisationsdrehung
gleich dem Phasenänderungswinkel in einem Hohlleiter oder gleich der Hälfte des gesamten
Differenzphasenwinkels. Bemerkenswert ist ferner, daß die bei Einspeisung an einem Universalkopplerarm
erzeugte Linearpolarisation zu derjenigen des anderen Kopplerarmes stets orthogonal ist.
Die Betriebseinstellung eines Universalpolarisators zur Umsetzung zirkularer Polarisationen ist mit den durch die Universalkoppler gemäß Fig. 7 erweiterten Sende-Empfangsweichen an Stelle ihrer 3-dB-Koppler wie folgt zu gestalten. Die Teile Pi, KX und K2 der gezeigten Anordnung wirken als variierbarer Leistungsteiler des Universalkopplers. Dieser Leistungsteiler besteht aus den 3-dB-Kopplern K X und K 2, zwischen die ein regelbarer Gegentaktphasenschieber geschaltet ist. Die Wirkungsweise dieses Leistungsteilers beruht darauf, daß durch Hintereinanderschalten zweier 3-dB-Koppler vier Teilkomponenten entstehen, deren vektorielle Summen in Fig. 7 am Doppelflansch zwischen K 2 und P2 jeweils mit den Phasenwinkeln φι und ψ2 beider Zweige des Phasenschiebers PX beeinflußt werden können.
Die Betriebseinstellung eines Universalpolarisators zur Umsetzung zirkularer Polarisationen ist mit den durch die Universalkoppler gemäß Fig. 7 erweiterten Sende-Empfangsweichen an Stelle ihrer 3-dB-Koppler wie folgt zu gestalten. Die Teile Pi, KX und K2 der gezeigten Anordnung wirken als variierbarer Leistungsteiler des Universalkopplers. Dieser Leistungsteiler besteht aus den 3-dB-Kopplern K X und K 2, zwischen die ein regelbarer Gegentaktphasenschieber geschaltet ist. Die Wirkungsweise dieses Leistungsteilers beruht darauf, daß durch Hintereinanderschalten zweier 3-dB-Koppler vier Teilkomponenten entstehen, deren vektorielle Summen in Fig. 7 am Doppelflansch zwischen K 2 und P2 jeweils mit den Phasenwinkeln φι und ψ2 beider Zweige des Phasenschiebers PX beeinflußt werden können.
Die vorstehend beschriebene Anwendungsform hat den Vorteil, daß eine ursprünglich zirkuläre Polarisation,
die durch unterschiedliche Dämpfung ihre orthogonalen Komponenten, wie sie z. B. durch Regen
verursacht werden kann, elliptisch verzerrt ist, adaptiv und verlustfrei entzerrt werden kann.
Bei der Verarbeitung elektromagnetischer Weilen mit zirkularer Polarisation folgt aus der 90°-Phase
zwischen ihren Teilwellen, daß dem Leistungsteiler ein 90°-Phasenschieber z.B. nach Fig.5 oder 6 nachzuschalten
ist Dieser Phasenschieber kann durch Ändern des Vorzeichens der 90°-Differenzphase — herbeizuführen
durch Umsteuern der aktiven Metallstäbe in F i g. 5 oder 6 — zur Umpolung des Drehsinns der
zirkulären Polarisation benützt werden. Abhängig davon, ob die aktiven Stäbe des Phasenschiebers PX im
Universalkoppler nach F i g. 7 aus ihrer Grundposition,
die der Differenzphase 0° entspricht in der einen oder in der anderen Richtung herausgefahren werden (φι
> 0 oder φι < 0), sind die Teilwellen untereinander gleich-
«0 oder gegenphasig. Dies bedeutet, daß sich auch bei
unverändertem Phasenwinkel des nachgeschalteten Phasenschiebers P 2 der Drehsinn der zirkulären
Polarisationen am Ausgang einer Polarisationsweiche umpolen läßt, die an den in Fig.7 nach links oben
weisenden Doppelzugang angeschlossen ist
Im vorstehenden wurden Phasenschieberanordnungen beschrieben, bei denen vom Prinzip der Verdrängung
des elektromagnetischen Feldes Gebrauch gemacht wird. Wie bereits erwähnt, haben solche
so Anordnungen den Vorteil, daß sie bei einem verhältnismäßig
geringen konstruktiven Aufwand auch als adaptive Phasenschieber ausgestaltet werden können.
Es ist je nach den Anforderungen jedoch möglich, auch an sich bekannte Phasendrehglieder zu verwenden,
wenn sie nur die Bedingung erfüllen, daß die mit ihnen
zu erzielende Phasendrehung einstellbar ist, so daß die gesamte Anordnung den jeweils gegebenen, z. B.
witterungsabhängigen Polarisationsverhältnissen, angepaßt werden kann.
Claims (3)
1. Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation in je zwei hochfrequenten Bändern unterschiedlicher Frequenzlage, bestehend aus einer Polarisationsweiche mit einem für beide Frequenzbänder
gemeinsamen antennenseitigen Anschluß und zwei jeweiis einer Polarisationsrichtung zugeordneten
Richtanschlüssen für jeweils eine Frequenzweiche, deren den beiden Frequenzbändern gemeinsamer
Anschluß jeweils mit einem der Richtanschlüsse der Polarisationsweiche verbunden ist, aus einem ersten
3-dB-Richtungskoppler für das untere Frequenzband, dessen Doppelzugang init jeweils einem dem
unteren Frequenzband zugeordneten weiteren Anschluß beider Frequenzweichen verbunden ist, und
aus einem 3-dB-Richtungskoppler für das obere Frequenzband, der mit jeweils einem dem oberen
Frequenzband zugeordneten weiteren Anschluß der Frequenzweichen verbunden ist, und bei dem
weiterhin die Polarisationsweiche hinsichtlich ihrer Durchgangswege phasensymmetrisch aufgebaut ist,
derart, daß die Richtanschlüsse der Polarisationsweiche unmittelbar bzw. über zwei exakt aufbausymmetrische 45°-Verdrallstücke unterschiedlicher Verdrallungsrichtung mit den Frequenzweichen verbunden sind und daß die Verbindungsleitungen zwischen
den Frequenzweichen und den 3-dB-Richtkopplern für jeweils zwei in dualen Polarisationsrichtungen
vorliegende Frequenzbänder des gleichen Frequenzbereiches als phasensymmetrische Leitungspaare mit paarweise übereinstimmenden Verbindungselementen am jeweils gleichen Leitungsort
aufgebaut sind, nach Patent 27 19 283, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen wenigstens
einem der 3-dB-K.oppler (RK 1 und/oder RK 2) und
den zugehörigen Anschlüssen der Fiequenzweiche (FWX und FW2) einstellbare Phasendrehglieder
(P\,P2) angeordnet sind.
2. Antennenspeisesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne 3-dB-Koppler
(RK X und/oder RK 2) ersetzt sind durch die Kettenschaltung aus einem ersten 3-dB-K.oppler
(KX), einem ersten Phasenschieber (Pi), einem zweiten 3-dB-KoDpler (K 2) und einem zweiten
Phasenschieber (P 2).
3. Antennenspeisesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasendrehglieder
(PX, P2) als im Rechteckhohlleiter (1, Xa, Xb) mit parallel zur Rechteckhohlleiterbreitseite verschiebbarem
Metallstab (2,2a, 2b)ausgebildet sind.
Die Erfindung betrifh ein Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation in je zwei hochfrequenten Bändern
unterschiedlicher Frequenzlage, bestehend aus einer Polarisationsweiche mit einem für beide Frequenzbänder
gemeinsamen antennenseitigen Anschluß und zwei jeweils einer Polarisationsrichtung zugeordneten Richtanschlüssen
für jeweils eine Frequenzweiche, deren den beiden Frequenzbändern gemeinsamer Anschluß jeweils
mit einem der Richtanschlüsse der Polarisationsweiche verbunden ist, aus einem ersten 3-dB-Richtungskoppler
für das untere Frequenzband, dessen Doppelzugang mit jeweils einem dem unteren Frequenzband
zugeordneten weiteren Anschluß beider Frequenzweichen verbunden ist, und aus einem 3-dB-Richtungskoppler für das obere Frequenzband, der mit jeweils einem
dem oberen Frequenzband zugeordneten weiteren Anschluß der Frequenzweichen verbunden ist und bei
dem weiterhin die Polarisationsweiche hinsichtlich ihrer Durchgangswege phasensymmetrisch aufgebaut ist,
derart, daß die Richtanschlüsse der Polarisationsweiche unmittelbar bzw. über zwei exakt aufbausymmetrische
45°-Verdrallstücke unterschiedlicher Verdrallungsrichtung mit den Frequenzweichen verbunden sind und daß
die Verbindungsleitungen zwischen den Frequenzweichen und den 3-dB-Richtkopplern für jeweils zwei in
duaien Polarisationsrichtungen vorliegende Frequenzbänder des gleichen Frequenzbereiches als phasensymmetrische Leitungspaare mit paarweise übereinstimmenden Verbindungselementen am jeweils gleichen
Leitungsort aufgebaut sind.
Antennenspeisesysteme der vorgenannten Art sind durch das Hauptpatent (DE-OS 27 19 283) und die
beiden dazugehörigen Zusatzanmeldungen, nämlich die De-OS 27 47 632 und die DE-OS 28 28 878 bereits
bekannt geworden. Diese Speisesysteme haben unter anderem den Vorteil einer kompakten mechanischen
Aufbauweise. Im praktischen Betrieb können jedoch bei solchen Antennenspeisesystemen durch nachfolgend
beschriebene Störeinwirkungen von außen unerwünschte Betriebszustände auftreten, deren Vermeidung bzw. Kompensation Aufgabe der Erfindung ist.
Der Satellitenfunk mit je zwei orthogonalen Sende- und Empfangspolarisationen wird durch meteorologisch bedingte Schwankungen der atmosphärischen
Eigenschaften im Sende- und im Empfangsstrahl empfindlich beeinträchtigt. Nach Angaben in der
Literaturstelle »Intelsat 2nd Earth Station Technology Seminar«, Athens, Greece, 24. bis 26. Oktober 1977,
ESS-2 3 A/10/77 (Titel: »Update of Technology«), und dort insbesondere Fig. 14, besteht die Hauptstörung
darin, daß Regenfäile je nach ihrer Stärke wegen der unrunden Form der fallenden Tropfen eine polarisationsabhängige Phasenkonstante des beregneten Mediums verursachen. Dadurch treten z. B. bei der im
Satellitenfunk meistens benützten Zirkularpolarisation Verzerrungen der 90°-Sollphase zwischen den Komponenten dieser Polarisation auf, und die ursprünglich
zirkuläre Welle wird elliptisch deformiert. Daraus folgt, daß die primär vollständig voneinander entkoppelten,
rein recht- bzw. linkszirkularen Übertragungskanäle nach der elliptischen Verformung durch Regen nicht
mehr voneinander entkoppelt sind. Nach der vorgenannten Literaturstelle wird diese Entkopplung durch
starke Regenfälle bei 4GHz bis auf 1OdB und bei 6GHz bis auf 6 dB verschlechtert. Damit wäre der
Doppelpolarisationsbetrieb, der ja zum Ziel hat, die vorgegebenen Frequenzbänder in je zwei voneinander
unabhängigen Polarisationen zu nutzen, illusorisch.
Die vorgenannte Dezimierung der Polarisationsentkopplung in den derzeit viel verwendeten Frequenzbändern
von 4 und 6 GHz auf 10 dB bei 4 GHz und auf 6 dB bei 6 GHz durch starke Regenfälle (150 mm/h) verlangt
zur Wiederherstellung der vollständigen Entkopplung eine gesamte Phasenkorrektur von 34' bei 4GHz und
von 60° bei 6GHz. Zur Korrektur der wiuerungsbcdingten
Störungen genügen für die Phasenverschiebung Zeitkonstanten in der Größenordnung von 1 see.
Ausgehend von den einleitend genannten Antennenspeisesystemen wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß zwischen wenigstens einem
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803006792 DE3006792C2 (de) | 1977-04-29 | 1980-02-22 | Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2719283A DE2719283C2 (de) | 1977-04-29 | 1977-04-29 | Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation |
| DE19803006792 DE3006792C2 (de) | 1977-04-29 | 1980-02-22 | Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3006792A1 DE3006792A1 (de) | 1981-08-27 |
| DE3006792C2 true DE3006792C2 (de) | 1984-04-05 |
Family
ID=25771948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803006792 Expired DE3006792C2 (de) | 1977-04-29 | 1980-02-22 | Antennenspeisesystem für Doppelpolarisation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3006792C2 (de) |
-
1980
- 1980-02-22 DE DE19803006792 patent/DE3006792C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3006792A1 (de) | 1981-08-27 |
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