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DE3006580A1 - Ringinterferometer - Google Patents

Ringinterferometer

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Publication number
DE3006580A1
DE3006580A1 DE19803006580 DE3006580A DE3006580A1 DE 3006580 A1 DE3006580 A1 DE 3006580A1 DE 19803006580 DE19803006580 DE 19803006580 DE 3006580 A DE3006580 A DE 3006580A DE 3006580 A1 DE3006580 A1 DE 3006580A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
light
arrangement according
light path
light source
sections
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803006580
Other languages
English (en)
Other versions
DE3006580C2 (de
Inventor
Klaus Dr.-Ing. Petermann
Dr.techn. Peter 7900 Ulm Russer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE19803006580 priority Critical patent/DE3006580A1/de
Publication of DE3006580A1 publication Critical patent/DE3006580A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3006580C2 publication Critical patent/DE3006580C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/58Turn-sensitive devices without moving masses
    • G01C19/64Gyrometers using the Sagnac effect, i.e. rotation-induced shifts between counter-rotating electromagnetic beams
    • G01C19/72Gyrometers using the Sagnac effect, i.e. rotation-induced shifts between counter-rotating electromagnetic beams with counter-rotating light beams in a passive ring, e.g. fibre laser gyrometers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Instruments For Measurement Of Length By Optical Means (AREA)

Description

  • Ringinterferometer
  • Die Erfindung betrifft ein Ringinterferometer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ringinterferometer und deren Anwendung zur absoluten Bestimmung räumlicher Drehungen unter Ausnutzung des Sagnac-Effektes sind bekannt - siehe z. B. in der Druckschrift: " Reviews of Modern Physics" 39, No. 2 (1967), Seiten 475 - 493, Sagnac-effect von E.J. Post.
  • Zur Messung der Drehgeschwindigkeit wird ein Lichtweg benutzt, welcher eine Fläche einfach oder mehrfach umschließt. Die Führung des Lichts im Lichtweg erfolgt durch Spiegel und/oder Lichtleiter. Besonders vorteilhaft ist die Realisierung eines Lichtweges mit Hilfe von Lichtleitfasern, da hierdurch eine große Anzahl von Umläufen des Lichts ermöglicht werden.
  • Ringinterferometer sind aus der Literatur bekannt -siehe z. B. V. Vali, R.W. Shorthill, M.F. Berg: "Fresnel-Fizeau effect in a rotating optical fiber ring interferometer, Applied Optics 16, No. 10 (1977), Seiten 2605 - 2607. Bei den bekannten Ausführungen von Ringinterferometern treten Störungen und dadurch bedingte Verfälschungen der Meßergebnisse hauptsächlich durch Reflexionen im Lichtweg (z. B. auf Grund der Rayleighstreuung) und auf Grund von Polarisationsdrehungen in der Faser auf. Der störende Einfluß der Reflexionen wird in der Druckschrift: "Applied Optics" 18, No. 6 (1979), Seiten 915 - 931, "Sensitivity analysis of the Sagnac-effect optical-fiber ring interferometer" von S.-C. Lin und T.G. Giallorenzi behandelt. Der schädliche Einfluß der Polarisationsdrehungen wird in der Druckschrift: Bptics Letters 4 (1979), Seiten 152 - 154, "Fiber-ring interferometer: polarisation analysis" von R. Ulrich und M. Joluison beschrieben.
  • In dieser Druckschrift wurden auch Maßnahmen zur Reduktion der durch Polarisationsdrehungen hervorgerufenen Störungen durch Einschalten von Polarisationsfiltern beschrieben. Die volle Beseitigung der durch Polarisationsdrehungen hervorgerufenen Störungen macht jedoch den Einsatz einer Polarisationsregeleinrichtung erforderlich. Polarisationsregeleinrichtungen sind sowohl in der Druckschrift: "Applied Physics Letters" 35, No. 11 (1979), Seiten 840 - 842 "Polarisation stabilisation on single-mode fiber" von R. Ulrich beschrieben als auch in der deutschen Patentanmeldung P 29 34 794.2 ("Verfahren zur Messung absoluter Drehungen und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens") bereits vorgeschlagen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Ringinterferometer der beschriebenen Art anzugeben, bei dem mit einfachen Mitteln die störenden Einflüsse von Reflexion und Polarisationsdrehungen unterdrückt werden.
  • Die Erfindung ist im Anspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der Erfindung.
  • Die Erfindung wird im folgenden näher erläutert.
  • FIG. 1 zeigt die Anordnung eines Ringinterferometers, welches in bekannter Weise besteht aus einer Lichtquelle (Q), einer strahlenaufteilenden Anordnung T, einem die Lichtquelle Q mit der strahl enauft eilenden Anordnung T verbindenden Lichtweg a, einem Lichtweg L, welcher eine Fläche F ein- oder mehrfach umschließt und welcher an beiden Enden in die strahlenaufteilende Anordnung T mündet, sowie einem Photodetektor D und einem Lichtweg b, welcher die strahlenaufteilende Anordnung g mit dem Photodetektor D verbindet, wobei das von Q emittierte Licht über a und T in beide Enden von L eingekoppelt wird, L in beiden Richtungen durchläuft und hernach über T wieder vereirigt und dadurch zur Interferenz gebracht wird und anschließend über b zu D weitergeleitet und dort detektiert wird. Die strahlenaufteilende Anordnung kann sowohl ein einfacher Strahlenteiler sein, als auch eine Anordnung, bestehend aus zwei Strahlentei.ern.
  • Ebenso kann U eine Anordnung mit Einseitenbanomodulatoren, wie in der deutschen Patentanmeldung P 29 34 794.2 vorgeschlagen, sein.
  • Die Störungen durch Reflexionen treten dadurch auf, daß die in L und T reflektierten Anteile des Lichtes in g ebenfalls interferieren und zu Fehlmessungen in D führen.
  • Zur Reduktion der reflexionsbedingten Störungen wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Lichtquelle Q mit geringer zeitlicher Kohärenz des emittierten Lichtes zu verwenden. Ist Rc die Kohärenzzeit der Lichtquelle Q und R die Laufzeit des Lichtes durch den Lichtweg L, so ist die Bedingung z, « rL (a) zu erfüllen. Dadurch sind nur Reflexions- und Streulichtanteile, deren Laufzeitdifferenz zwischen Q und D kleiner als #o ist, interferenzfähig. Sind die Streuzentren über L etwa gleichmäßig verteilt, so ist der Anteil des Streulichtes, welcher aus einem Ende von L kommt, nur mit einem-Bruchteil der Größe tc/ bL des aus dem anderen Faserende kommenden Streulichtes interferenzfähig.
  • Der interferenzfähige Streulichtanteil und der dadurch verursachte Meßfehler wird daher um #o/ tL reduziert.
  • Ebenso ist das in T reflektierte und von a nach b direkt weitergeleitete Licht mit dem über L geleiteten Licht nicht interferenzfähig und kann daher kein Störsignal verursachen.
  • Reale Monomode-Lichtleitfasern weisen eine herstellungsbedingte Abweichung von der Zylindersymmetrie auf. Das führt dazu, daß im Nonomode-Lichtwellenleiter die beiden Eigenwellen mit zueinander orthogonaler Polarisation unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeiten aufweisen.
  • Der Laufzeitunterschied der beiden Eigenwellen wird im folgenden mit aZL bezeichnet. Dementsprechend hat das Licht, welches sich in der ersten Eigenwelle 1 von L ausbreitet, durch L eine Laufzeit tLl und das Licht, welches sich in der Eigenwelle 2 ausbreitet eine Laufzeit durch L ZL2 = #L1 + ##L (2), wobei ##L klein gegen zL1 tL2 ist (typischerweise ist ß tL /#L # 10-6 ..... 10).
  • Eine Monomode-Lichtleitfaser mit dieser Eigenschaft wird als doppelbrechend bezeichnet. Da im allgemeinen im Lichtweg L in beiden Richtungen beide Eigenwellen angeregt werden, ist in T eine Interferenz von Teilstrahlen, die L in der einen Richtung in Eigenwelle 1 durchlaufen, mit Teilstrahlen, die L in der entgegengesetzten Umlaufrichtung in Eigenwelle 2 durchlaufen möglich. Eine derartige Interferenz führt zu Fehlmessungen. Zur Vermeidung derartig bedingter Fehlmessungen wird in einer Weiterbildung der Erfindung eine Lichtquelle mit einer Kohärenzzeit Zc « ##L L (3) verwendet. Das hat zur Folge, daß nur zwischen Licht.
  • strahlen, die sich in beiden Richtungen in der gleichen Eigenwelle ausbreiten, Interferenz möglich ist. Fehlmessungen auf Grund von Interferenz von Lichtstrahlen, welche sich in unterschiedlichen Eigenwellen ausgebreitet haben, sind dadurch ausgeschlossen. Wegen A TL bzw. tL2 ist mit der Ungleichung (3) auch die Ungleichung (2) erfüllt. Auf die Einschaltung von Polarisationsfiltern in den Strahlengang zur Unterdrückung einer Eigenwelle kann dabei verzichtet werden, wenngleich diese Maßnahme auch zu einer höheren Genauigkeit führen kann.
  • Die Einschaltung von Polarisationsfiltern ist dann sinnvoll, wenn #o nicht klein genug ist, daß am Ende von L c vollständige Depolarisation erzielt wird. Fehlmessungen werden dann durch Polarisationsfilter, die in den Lichtweg zwischen Q und w bzw. zwischen T und D eingefügt werden, vermieden. Derartige Anordnungen sind bereits in den deutschen Patentanmeldungen P 29 06 870, P 29 34 794.2, P 29 41 618.0 vorgeschlagen worden.
  • In FIG. 1 sind zwei Polarisatoren POL1 und POL2 gestrichelt angedeutet. Die durch kleines Tc bewirkte Depolarisation ist auch in diesem Fall sinnvoll, da Störungen durch Schwankungen der Polarisationsdrehung in L erheblich reduziert werden.
  • Die durch Ungleichung (3) formulierte Bedingung hat zur Folge, daß das Licht nach Durchlaufen des Lichtweges L vollständig depolarisiert ist. Das bedeutet, daß zwischen dem in beiden Eigenwellen von L geführten Licht keine Korrelation besteht und keine Interferenz zwischen den in verschiedenen Eigenwellen geführten Lichtstrahlen möglich ist. Den Mechanismus der Depolarisation des Lichtes während des Durchlaufs durch L veranschaulicht man sich in einfacher Weise mit Hilfe der in FIG. 2 dargestellten Põincare-Kugel. Die Darstellung von Polarisationszuständen mit Hilfe der Poincare-Kugel wird z. B.
  • in der Druckschrift: "Optics Letters" 1, No. 3 (1977), Seiten 109 - 111, "Representation of codirectional coupled waves" von R. Ulrich beschrieben.
  • In FIG. 2 sind folgende Polarisationszustände als Punkte auf der Kugeloberfläche hervorgehoben: G1 : horizontal polarisierte Welle, G2 : vertikal polarisierte Welle, H1, H2 : +450 polarisierte Wellen, F1, F2 : entgegengesetzt zirkular polarisierte Wellen.
  • Ist die als Lichtweg L verwendete Monomode-Lichtleitfaser z. -B. linear doppelbrechend mit den beiden horizontal und vertikal polarisierten Eigenwellen, so erfolgt während der Fortpflanzung des Lichtes durch L eine Rotation des auf der Oberfläche der PoincarB-Kugel dargestellten Polarisationszustandes um die x-Achse der Poincare-Kugel.
  • Ein Zustand P der Poincaré-Kugel wird in FIG. 2 um einen Winkel # um die x-Achse in einen Zustand P' der Poincare-Kugel gedreht. Ist die Laufzeitdifferenz der beiden Eigenwellen A rL, so gilt = 2# f0 A ZL (4), wobei f0 die mittlere Frequenz des von der Lichtquelle Q emittierten Lichtes ist. Hat die Lichtquelle Q eine endliche Kohärenzzeit tc so entspricht dem die endliche spektrale Breite Af = 1 (5), o Z, c wobei Gleichung (5) bis auf einen definitionsabhängigen Faktor von der Größenordnung 1 gilt. Da der Drehwinkel # von der Lichtfrequenz abhängt, variiert die Polarisationsdrehung in einem Winkelbereich A +, gegeben durch Setzt man Gleichung (5) in Gleichung (6) ein, so gilt mit der Ungleichung (3) Das heißt, für Zc # OZL variiert die Drehung des Polarisationszustandes innerhalb des Spektralbereiches #fo um einen Betrag groß gegen 2#. Liegt der Polarisationszustand des in L eingekoppelten Lichtes auf dem in der y-z-Ebene der Poincaré-Kugel liegenden Großkreis, so wird das Licht vollständig depolarisiert. Allgemein gilt: Wird der Polarisationszustand in der Poincaré-Kugel um irgendeine Achse gedreht, ist die Variation des Drehwinkels innerhalb des Spektralbereichs des Lichtes groß gegen 2# und liegt der ursprüngliche Polarisationszustand auf einem Großkreis der Poincaré-Kugel, welcher in der Ebene normal zur Drehachse liegt, so tritt vollständige Depolarisation ein.
  • In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung wird daher als Lichtweg L eine doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser verwendet und das aus Q stammende vollständig oder teilweise polarisierte Licht in L in der Weise eingekoppelt, daß sich der Polarisationszustand des in L eingekoppelten Lichtes auf einem Großkreis der Poincare-Kugel befindet, welcher in einer Fläche normal zur Drehachse liegt, die gebildet wird durch die Verbindungslinie zwischen den beiden Eigenzuständen von L (d. h. die Polarisationszustände der Eigenwellen von L).
  • In einer speziellen Ausführungsform wird als Lichtweg L eine linear doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser mit den beiden horizontal und vertikal polarisierten Eigenwellen verwendet und das in L eingekoppelte Licht ist zirkular polarisiert oder unter +450 oder unter -4-50 linear polarisiert oder mit unter +45° geneigter Hauptachse elliptisch polarisiert.
  • Zur Realisierung einer linearen doppelbrechenden Faser wird vorteilhafterweise eine Monomode-Lichtleitfaser mit elliptischem Kern verwendet. Derartige Lichtleitfasern sind aus der Literatur bekannt und z. B. in der Druckschrift:"Electronics Letters" 15, No. 13 (1979), Seiten 380 - 382 "Preservation of polarisation in optical-fibre waveguides with elliptical cores" von R.B. Dyott, J.R.
  • Cozeus und D.G. Morris beschrieben. Die in dieser Arbeit beschriebene Monomode-Lichtleitfaser hat eine Laufzeitdifferenz von AtL = 5.10 ZLl. Hat L eine Länge von etwa 200 m, so ist tL1 10-6s und AZ L = 5x?o 10 Daraus folgt, daß die spektrale Breite Afo der Lichtquelle Q in diesem Beispiel groß gegen 2 GHz sein muß.
  • Zur Realisierung linear doppelbrechender Fasern sind noch weitere Vorschläge bekannt, z. B. aus der Druckschrift: "Appl. Phys. Bett." 33, No. 8 (1978), Seiten 699 - 701 "Linear polarisation in birefringent singlemode fibers" von R.H. Stolen, V. Ramasway, P. Kaiser und W. Pleibel und aus den deutschen Patentanmeldungen P 29 30 781.1, P 29 30 791.3, P 29 30 704.8 und P 29 34 794.2.
  • In einer weiteren Ausführungsform wird vorgeschlagen, als Lichtweg L eine zirkular doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser zu verwenden und in den Lichtweg L vollständig oder teilweise linear polarisiertes Licht einzukoppeln.
  • Die Realisierung einer zirkular doppelbrechenden Monomode-Lichtleitfaser erfolgt z. B. in bekannter Weise durch Verdrillen einer Monomode-Lichtleitfaser.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,-den Lichtweg L in der Weise auszubilden, daß er aus zwei oder mehreren jeweils doppelbrechenden Abschnitten besteht, wobei jeder dieser Abschnitte die Polarisation um eine andere Achse der Poincaré-Eugel dreht. In den einzelnen Abschnitten des Lichtweges L wird der Polarisationszustand um verschiedene Achsen der Poincaré-Kugel gedreht.
  • Für eine bestimmte Lichtfrequenz wird der Polarisationszustand P nach Durchlaufen von L in den Zustand P' gedreht, wobei die Winkelkoordinaten 20 und 2 wien 2§' und 24)' übergeführt werden, vgl. FIG. 3. Bei einer endlichen spektralen Breite sind sowohl ' als auch 0' frequenzabhängig. Die Doppelbrechung der einzelnen Faserabschnitte hat zur Folge, daß bei einem bestimmten Afo unabhängig vom Polarisationszustand des in L eingekoppelten Lichtes, das Licht am Ausgang von L vollständig depolarisiert ist.
  • Eine notwendige Bedingung dafür ist P' soll als Funktion von fO bei Variation von fO auf der Poincaré-Kugel eine Kurve beschreiben, welche die Poincaré-Kugel möglichst symmetrisch zum Koordinatenursprung überdeckt. Zusätzlich zur Bedingung (8a), (8b) wird daher geordert, daß P' auf der Poincaré-Kugel keine geschlossene Kurve beschreibt. Das ist z. B. dadurch zu erreichen, daß die Größen von stark unterschiedlich gewählt werden. Die Bedingung der Uberdeckung der Poincaré-Kugel sgmmetrisch zum Ursprung läßt sich mathematisch durch ausüben, wobei 1(f0) die spektrale Leistungsdichte von Q ist und P(fO) ) der vom Koordinatenursprung zum Punkt P'(fO) der Poincaré-Kugel gerichtete Vektor. Die Forderung der nullpunkt symmetrischen tiberdeckung ist schwächer als die der gleichmäßigen Uberdeckung.
  • FIG. 4 zeigt die schematische Darstellung einer Anordnung eines Ringinterferometers mit verschiedenen Abschnitten von L. Der Lichtweg L besteht aus zwei Abschnitten L1 und L2, wobei einer der beiden Abschnitte aus einer linear doppelbrechenden Monomode-Lichtleitfaser und der andere der beiden Abschnitte aus einer zirkular doppelbrechenden Faser besteht.
  • Die unterschiedlichen Werte von werden durch unterschiedliche Längen von L1 und L2 erreicht. Zur praktischen Realisierung wird z. B. von einer linear doppelbrechenden Monomode-Lichtleitfaser ausgegangen und diese in einem der beiden Abschnitte verdrillt, so daß die Lichtleitfaser in diesem Abschnitt zirkular doppelbrechend wird.
  • Zur Erläuterung der Anordnung nach FIG. 4 gehen wir davon aus, daß der Abschnitt L1 wesentlich kürzer ist als L2, daß L1 zirkular doppelbrechend ist und linear doppelbrechend ist. Im Abschnitt L1 erfolgt eine Drehung des Polarisationszustandes um die z-Achse der Poincare-Kugel, wobei {' von o abhängt. Im Abschnitt L2 erfolgt eine Drehung um eine Achse in der x-y-Ebene der Poincard-Kugel, wobei ' von fO abhängt. Da L2 wesentlich länger als L1 vorausgesetzt ist, gilt Der Polarisationszustand P des in L1 am Ende 1 von L eingekoppelten Lichtes wird in Abhängigkeit von f0 in den Zustand P am Ende 2 von L übergeführt (FIG. 4).
  • FIG. 5 zeigt die Kurve, die P' in Abhängigkeit von f0 auf der Poincaré-Kugel beschreibt. Durch Rotation um z in L1 wird zunächst P in Zustände auf der Kurve C1 übergeführt. Jeder auf C1 liegende Zustand wird anschließend um die Drehachse f von L2 gedreht. Wegen der Ungleichung (10) entsprechen einem Umlauf um z in L1 viele Umläufe um f in L2 so daß die Kurve C2 resultiert.
  • FIG. 6 zeigt eine weitere Anordnung mit verschiedenen Abschnitten von L.
  • Der Lichtweg L besteht aus einer Anzahl N von Abschnitten L1 . LN, wobei jeder der Abschnitte doppelbrechend ist und in den einzelnen Abschnitten Drehungen um unterschiedliche Achsen der Poincaré-Kugel erfolgen. Es ist dabei vorteilhaft, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten LK, LK+1 mit K = 1 ... N-1 eine Drehung um zueinander orthogonale Achsen erfolgt. Die Realisierung des Lichtweges L erfolgt erfindungsgemäß z. B. durch eine linear doppelbrechende Faser, die in gewissen Abständen um jeweils 450 verdreht (achsenparallel tordiert) wird. Die einzelnen Abschnitte drehen um Polarisationsachsen in der x-y-Ebene der Poincare-Kugel, wobei die achsenparallele Verdrehung der Faser um 450 an der Grenze zweier Abschnitte die Polarisationsachse in der Poincare-Kugel in der x-y-Ebene der PoincarO-Kugel um 900 verdreht. Als weitere Ausführungsform der Anordnung nach FIG. 6 wird vorgeschlagen,Lichtwege L in aufeinanderfolgenden Abschnitten abwechselnd linear und zirkular doppelbrechend auszubilden. Dadurch erfolgt in den linear doppelbrechenden Abschnitten eine Drehung um eine Polarisationsachse in der x-y-Ebene der Poincare-Kugel und in den zirkular doppelbrechenden Abschnitten eine Drehung um die z-Achse der Poincaré-Eugel. Die zirkular doppelbrechenden Abschnitte werden z. B. in bekannter Weise durch Verdrillen der Monomode-Lichtleitfaser realisiert, so daß L aus einer einzigen Monomode-Lichtleitfaser besteht, die in jedem zweiten Abschnitt verdrillt wird.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, den Lichtweg L so auszubilden, daß L auf seiner ganzen Länge doppelbrechend ist, die Polarisationsdrehachse der Poincaré-Kugel aber über die ganze Länge von L kontinuierlich variiert, wobei die Variation der Polarisationsdrehachse eine regelmäßige oder zufällige Funktion der Faserlänge sein kann. Die Herstellung eines derartigen Lichtweges L erfolgt z. B. durch systematisches oder regelloses Verdrehen und/oder Verdrillen eines Monomode-Lichtwellenleiters über seine ganze Länge.
  • Wegen der geforderten kleinen Kohärenzzeit tc sind als Lichtquelle Q vorteilhaft Halbleiter-Inåektionslaser oder zeitlich inkohärente Lichtquellen zu verwenden. Werden Halbleiterlaser als Quelle Q verwendet, so ist vorteilhafterweise die notwendige Inkohärenz für äede einzelne Laserschwingung zu erfüllen, wobei dieses auch mit Hilfe einer Modulation erreicht werden kann.
  • Bei zeitlich inkohärenten Lichtquellen ist nur bei kleiner lichtemittierender Fläche ein befriedigender Einkoppelwirkungsgrad in den Lichtweg L erzielbar.
  • Vorteilhaft ist hier die Verwendung sogenannter superlumineszenter Edge-Emitter-Lumineszenzdioden. Eine derartige Lumineszenzdiode wird z. B. in der Druckschrift: "NTG-Bachberichte" Band 59 (1977), Seiten 148 - 150, "Superluminescent Diode as Light Source in Optical Fibre Systems" von M.-C. Amann und W. Harth beschrieben.
  • Der Linienbreite von 10 nm bei einer Emissionswellenlänge von 800 nm entsprechen die Werte f0 = 3.75 x 1614 dz Afo = 4,7 x 10 Hz und etc = 2 x 10 Ds, so daß die Ungleichungen (1), (3), (7), (8a), (8b), (10) in allen Fällen ohne Schwierigkeiten erfüllt werden können, ohne daß eine stark doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser verwendet werden muß. Wegen der kleinen etc eignen sich Ringinterferometeranordnungen, bei denen auf das Interferenzmaximum nullter Ordnung abgeglichen wird besonders gut im Zusammenhang mit den hier beschriebenen Verfahren.
  • Ringinterferometer mit Abgleich auf Interferenzmaximum nullter Ordnung sind z. B. in den deutschen Patentanmeldungen P 29 06 870, P 29 34 794.2 und P 29 41 618.0 vorgeschlagen.
  • Ist Tc nicht ausreichend klein zur Erfüllung der Bedingungen (Gl. (1), (3), (7), (8a), (8b), (10)), so ist die Einschaltung äe eines Polarisators in a und b oder in T vorteilhaft (wie in P 29 06 870). Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung einer unpolarisierten Lichtquelle Q oder eines Depolarisators in Lichtweg a, wenn #o nicht ausreichend klein ist.

Claims (28)

  1. Patentansprüche 1.Ringinterferometer mit einer Lichtquelle (Q), einer < rahlenaufteilenden Anordnung (T), einem Lichtweg (L), welcher eine Fläche (F) ein- oder mehrfach umschließt und welcher an beiden Enden in die strahlenaufteilende Anordnung (T) mündet, sowie mit einem Photodetektor (D), wobei das von der Lichtquelle (Q) emittierte Licht über die strahlenaufteilende Anordnung (U) in beiden Enden des Lichtweges (L) eingekoppelt wird, diesen in beiden Richtungen durchläuft und hernach die strahlenaufteilende Anordnung (T) wieder vereinigt und dadurch zur Interferenz gebracht wird, und anschließend zum Photodetektor (D) weitergeleitet und dort detektiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (Q) eine Lichtquelle mit einer Kohärenzzeit #o lt c ist, wobei c wesentlich kleiner als die Laufzeit #L des Lichtes durch den Lichtweg (L) ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohärenzzeit tc der Lichtquelle (Q) wesentlich kleiner ist, als der Laufzeitunterschied az, derbeiden Eigenwellen des Lichtweges (L).
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Lichtquelle (Q) kommende Licht vor der Einkopplung in den Lichtweg (L) einen Polarisator (POL1) durchläuft und nach der Auskopplung aus dem Lichtweg (L) den gleichen oder einen anderen Polarisator (POL2) durchläuft.
  4. 4. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) eine doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser ist und daß das aus der Lichtquelle (Q) stammende vollständig oder teilweise polarisierte Licht in der Weise eingekoppelt ist, daß sich der Polarisationszustand des in den Lichtweg (L) eingekoppelten Lichtes auf einem Großkreis der Poincare-Kugel befindet, welcher in einer Fläche normal zur Drehachse liegt, die gebildet wird durch die Verbindungslinie zwischen den beiden Eigenzuständen des Lichtwegs (L) (d. h. die Polarisationszustände der Eigenwellen).
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) eine linear doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser mit den beiden horizontal und vertikal polarisierten Eigenwellen ist und daß das eingekoppelte Licht zirkular polarisiert oder unter +4/in bzw. unter -45° linear polarisiert oder mit unter +45° geneigter Hauptachse elliptisch polarisiert ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) eine zirkular doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser ist und in den Lichtweg (L) vollständig oder teilweise linear polarisiertes Licht eingekoppelt wird.
  7. 7. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) durch eine doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser realisiert ist, derart, daß für zwei orthogonale Winkel 0 und w der Poincaré-Kugel die Beziehungen gelten, wobei Afo die spektrale Breite der Lichtquelle (Q) bezeichnet.
  8. 8. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) aus zwei oder mehr jeweils doppelbrechenden Abschnitten besteht, wobei jeder dieser Abschnitte die Polarisation aa eine andere Achse der Poincaré-Eugel dreht.
  9. 9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) aus zwei Abschnitten (L1 und L2) besteht, wobei einer der beiden Abschnitte aus einer linear doppelbrechenden Monomode-Lichtleitfaser und der andere der beiden Abschnitte aus einer zirkular doppelbrechenden Faser besteht.
  10. 10, Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) aus zwei unter 450 gegeneinander verdrehten Abschnitten linear doppelbrechende Fasern unterschiedlicher Länge besteht.
  11. 11. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der-Lichtweg (L) aus einer Anzahl (N) von Abschnitten (L1 ... ) besteht, wobei jeder der Abschnitte doppelbrechend ist und in den einzelnen Abschnitten Drehungen um unterschiedliche Achsen der Poincaré-Eugel erfolgen.
  12. 12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten ( LK+1) eine Drehung des Polarisationszustandes um zueinander orthogonale Achsen der Poincaré-Kugel erfolgt.
  13. 13. Anordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine lineare doppelbrechende Monomode-Lichtleitfaser als Lichtweg verwendet ist und daß aufeinanderfolgende Abschnitte gegeneinander axial verdreht sind.
  14. 14. Anordnung nach Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß aufeinanderfolgende linear doppelbrechende Nonomode-Lichtleftfaserabschnitte um 450 gegeneinander axial verdreht sind.
  15. 15. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zirkular und linear doppelbrechende Abschnitte abwechseln.
  16. 16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtweg (L) aus einer einzigen linear doppelbrechenden Monomode-Lichtleitfaser hergestellt ist und daß die Doppelbrechungseigenschaften der Faser durch axiales Verdrehen und/oder Verdrillen der Monomode-Lichtleitfaser beeinflußt sind.
  17. 17. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Polarisationsachse der Poincaré-Eugel über die Faserlänge kontinuierlich ändert.
  18. 18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Änderung der Polarisationsachse der Poincare-Kugel regellos ändert.
  19. 19. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Lichtquelle (Q) ein Halbleiter-Injektionslaser verwendet ist.
  20. 20. Anordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiter-Injektionslaser longitudinal vielwellig ist.
  21. 21. Anordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohärenzzeit tc bzw. die spektrale Breite AfO jeder einzelnen Laserschwingung den in den Ansprüchen 1, 2 oder 7 gestellten Bedingungen genügt.
  22. 22. Anordnung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterlaser zur Verschlechterung der Kohärenz moduliert wird.
  23. 23. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß als Lichtquelle (Q) eine zeitlich inkohärente Lichtquelle verwendet ist.
  24. 24. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 und 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (Q) eine lichtemittierende Halbleiterdiode ist.
  25. 25. Anordnung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (Q) eine Superlumineszenzdiode ist.
  26. 26. Anordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (Q) eine Superlumineszenzdiode vom Edge-Emitter-Typ ist.
  27. 27. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (Q) unpolarisiertes Licht emittiert.
  28. 28. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtquelle (Q) eine Anordnung zur Depolarisation des Lichtes nachgeschaltet ist.
DE19803006580 1980-02-22 1980-02-22 Ringinterferometer Granted DE3006580A1 (de)

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