DE3006479C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von SchächtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufhängen
ίο und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und
Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten o.dgL mit zwischen
Ausbruch und Betonierscbalung auszugießenden Betonr-ngen,
wozu die Tragstangen mit dem Tragring an einem fertiggestellten und folglich erhärteten Betonring
aufgehängt werden, der Tragring dann zentriert wird und nach dem Gießen des neu fertigzustellenden
Betonrings die Tragstangen gelöst, mit dem Tragring abgesenkt und an dem nachfolgenden fertiggestellten
und folglich ebenfalls bereits erhärteten Betonring aufgehängt werden, dann die Betonierschaiung gelöst,
auf den Tragring abgesenkt und ausgerichtet wird.
Es ist ein derartiges Verfahren zum Verlegen einer Trageinheit und einer Betonierschalung für diese
Trageinheit bekannt, bei dem die Tragstangen wie die Betonierschalung auf der Innenseite der Betonringe
angeordnet sind Dazu weisen die über den Schachtumfang und damit den Tragring verteilt angeordneten
Tragstangen an ihren oberen Enden einerseits ausschwenkbare Ankerbarren auf, die andererseits zum
Aufhängen der Trageinheit zwischen bereits fertiggestellte Betonringe eingeschwenkt und dort mittels
Keilen verspannt werden. Aus dieser Art der Aufhängung resultieren extrem hohe Kantenpressungen an den
jeweils als Auflager für die Ankerbarren dienenden Betenringe. Unter Berücksichtigung der extrem hohen
Belastungen durch den gerade eingegossenen Betonring, die Betonierschalung und das Eigengewicht der
Trageinheit können die Kantenpressungen zu Beschädigungen der als Auflager dienenden Betonringe führen,
ist eine sichere Aufhängung nicht unbedingt gewährleistet und folglich Absturzgefahr für die Trageinheit, die
Betonierschalung und den neu eingegossenen Betonring nicht ausgeschlossen. — Hier will die Erfindung Abhilfe
schaffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufhängen und
Absenken einer Trageinheit für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten o. dgl.
anzugeben, wonach unter Vermeidung von Kantenpressungen eine gleichmäßige Verteilung der Kräfte im
Auflager und dadurch eine sichere Aufhängung für Trageinheit, Betonierschalung und gerade eingegossenem
Betonring an den bereits fertiggestellten Betonringen erreicht werden.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch, daß die Tragstangen
durch in den Betonringen hergestellte Auffädelkanäle hindurchgeführt werden und dazu jeweils vor dem
Gießen eines Betonrings die Schalungselemente zur Bildung der Auffädelkanäle mit einer zumindest der
Höhe des Betonrings entsprechenden oder seine Höhe übersteigenden Länge auf den Tragstangen angeordnet,
mit ihrem unteren Ende gegen den Tragring abgestützt und an ihrem oberen Ende zentriert und abgedichtet
werden.
Bei den Schalungselementen kann es sich grundsätzlich um wiederverwendbare Schalungselemente han-
dein. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit selbständiger Bedeutung ist jedoch
vorgesehen, daß als Schalungselemente Hüllrohre zur Bildung der Auffädelkanäle in den Betonring eingegossen
und dazu vor dem Gießen des Betonrings auf die Tragstangen aufgeschoben werden. Diese Hüllrohre
bilden gleichsam verlorene Schalungen. — Nach Lehre der Erfindung werden also in die Betonringe über die
Höhe der Betonnnge durchgehende Schalungseiemente bzw. Hüllrohre eingegossen, die ihrerseits auf den
Tragstangen in ihrer Position zentriert werden und damit in sämtlichen übereinander angeordneten bereits
fertiggestellten Betonringen fluchten bzw. die Herstellung fluchtender Auffädelkanäle ermöglichen, andererseits
können dadurch die Tragstangen unmittelbar durch die Betonringe hindurchgeführt werden und ist
folglich ihre Verankerung auf den bereits fertiggestellten Betonringen unter Vermeidung von Kantenpressungen
möglich. Die Tragstangen sind also nicht länger im Schachtinnenraum bzw. auf der Innenseite der Betonringe
angeordnet, so daß auch ein vergrößerter lichter Schachtquerschnitt bzw. Arbeitsquerschnitt für das
Verfahren der Schachtbühne zur Verfügung sieht Die obere Abdichtung der Schalungselemente bzw. Hüllrohre,
welche ein Eindringen des Betons während des Gießprozesses verhindert, wird nach dem Erhärten des
jeweils gegossenen Betonrings wieder entfernt Das gleiche gilt für den Einsatz wiederverwendbarer
Schalungselemente.
Die Erfindung geht jedenfalls von der Erkenntnis aus, daß eine im Auflager praktisch momentenfreie Aufhängung
der Trageinheit, Betonierschalung und schließlich des gerade eingegossenen Betonrings möglich ist Dabei
kann die Auskleidung der Schächte o. dgl. mit Betonringen schneller als bisher vorgenommen werden,
weil die für die erfindungsgemäße Aufhängung der
Trageinheit, Betonierschalung und des zu gießenden Betonringes erforderliche Betonfestigkeit ebenfalls
schneller erreicht wird, zumal Kantenpressungen nicht länger in Kauf genommen werden müssen. Denn auf
Kantenpressungen beanspruchte Betonringe verlangen eine höhere Betonfestigkeit als die nach Lehre der
Erfindung verwirklichte Aufhängung, folglich auch eine längere Zeit zum Abbinden bzw. Erhärten bis zum
Erreichen der erhöhten Betonfestigkeit
Die Lehre der Erfindung ist nicht lediglich auf das Auskleiden von Schächten mit Betonringen beschränkt,
sondern umfaßt in entsprechender Weise das Herstellen einer Betonauskleidung von Baugruben, Bunkern,
Brunnen und selbst das Herstellen von Betonwänden, so Bei geradlinig verlaufenden Betonauskleidungen wird
man einen an Tragstangen aufgehängten Tragbalken für die Betonkrschalung verwenden und die Tragstangen
durch Auffädelkanä'.e in der abschnittsweise hergestellten
Betonauskleidung oder darin eingegossene Hüllrohre hindurchführen.
Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind im folgenden aufgeführt So besteht grundsätzlich die
Möglichkeit, die Schalungselemente oder Hüllrohre von oben auf die Tragstangen gleichsam aufzufädeln. Man «>
kann aber auch zumindest die Hüllrohre von unten durch den Tragring hindurch auf die Tragstangen
aufschieben, jedenfalls werden erfindungsgemäß die Schalungselemente bzw. Hüllrohre auf bzw. an dem
Tragring angeordnet und mittels eines Klemmringes -55 zentriert sowie abgedichtet. Verwendet man Hüllrohre,
die sich von unten auf die Tragstangen durch den Traerine hindurch aufschieben lassen, so können die
Tragstangen stets in den Hiillrohren der übereinander angeordneten und bereits fertiggestellten Betonringe
verbleiben, wenn die Hülrohre für den jeweils zu
gießenden Betonring aufgefädelt werden müssen. Ferner besteht die Möglichkeit, die Hüllrohre auf auf
dem Tragring anzuordnende Abdeckbohlen aufzusetzen, welche zur Abdeckung insbesondere des Zwischenraumes
zwischen der Betonierschalung und dem unregelmäßigen Schachtaunbruch dienen, da der Ist-Ausbruch
im allgemeinen vom Soll-Ausbruch abweicht Um eine besonders gleichmäißige Verteilung der Kräfte
im Auflager zu erreichen, werden die Schalungselemente bzw. Hüllrohre mittig und mit der oberen Ringfläche
fluchtend in die Betongruppc eingegossen. Mittig meint
im wesentlichen in der Mitte der Betonringe bezogen auf deren Dicke.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens, die
sich durcb. besonders einfache und funktionsgerechte Bauweise auszeichnet Diese Vorrichtung aus einer
Trageinheit mit über den Schachtumiarg gleichmäßig verteilt angeordneten Tragstangen und dem am unteren
Ende der Tragstangen angeschlossenen Tragring als gleichsam Auflager für die Betonierschalung ist dadurch
gekennzeichnet, daß die oberen Enden und die unteren Enden der Tragstangen als G ewindebolzen oder andere
kraftschlußfähige Verbindungseinrichtungen ausgebildet sind und auf die Gewindebolzen Schraubenmuttern
mit Auflagerscheiben einerseits zum Aufhängen der Trageinheit auf dem jeweiligen Betonring, andererseits
zum Aufhängen des Tragrings an den Tragstangen aufgeschraubt sind.
Die Auflagerscheiben sind also ebenfalls auf die Tragstangen bzw. deren Enden gleichsam aufgefädelt
Die Auflagerscheiben auf den oberen Enden der Tragstangen können eine kugelkalottenartige Ausnehmung
zur Aufnahme einer Ausgleichscheibe mit kugelförmiger Lagerfläche aufweisen, so dtS im
Auflager eine gleichmäßige Verteilung der angreifenden Kräfte durch gleichsam selbständigen Zentriereffekx
erreicht wird. Zweckmäßigerweise weist der Tragring die Tragstangen umgebende Führungsbuchsen
zum Hindurchführen der Hüllrohre auf, damit diese
unschwer von unten durch den Tragring auf den Tragstangen hindurchgeschoben werden können. Der
Tragring besitzt vorzugsweise auf seiner Unterseite Lagerkäfige für die Auflagerscheiben, die auf den
Tragstangen verriegelbar und in Entriegelungsstellung von den Tragstangen abziehbar sind. Dadurch können
also unschwer die unteren Enden der Tragstangen zum Auffädeln bzw. Aufschieben der Hüllrohre freigegeben
werden. Selbstverständlich wird man das Auffädeln der Hüllr.'.hfc nacheinander vornehmen, so daß der
Tragring an den übrigen Tragstangen hinreichend gesichert bleibt. C«mit im Zuge des Aurfgdelns der
Hüllrohre von unten auf die Tragstangen dort nicht sämtliche Schraubenmuttern entfernt werden müssen,
ist zweckmäßigenveise der Außendurchmesser der auf die unteren Enden der Tragstangen aufgeschraubten
Schraubenmuttern kleiner als der Innendurchmesser der Hüllrohre gewählt.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine
Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten o. dgl. mit Betonringen verwirklicht sind,
wonach unter Vermeidung von Kantenpressungen und
Beschädigungen der Betonringe durch gleichmäßige Verteilung der Auflagerkräfte eine sichere Aufhängung
der Trageinheit mit der Betonierschalung und den jeweils frisch eingegossenen Betonringen erreicht wird.
Darüber hinaus läßt sich das Eingießen der Betonringe schneller als bisher durchführen, weil für die nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren verwirklichte Aufhängung mit einer geringeren Betonfestigkeit und folglich
kürzeren Abbinde- bzw. Erhärtungszeit gearbeitet werden kann. Hinzu kommt, daß der innere Schachtquerschnitt
nunmehr tragstangenfrei ist und folglich der gesamte lichte Schachtquerschnitt für das Verfahren der
Schachtbuh.;:* zur Verfügung steht.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch einen Schacht mit erfindungsgemäß aufgehängter
Trageinheit und Betonierschalung nach dem Eingießen des unteren Betonrings,
F i g. 2 und 3 einen Ausschnitt aus F i g. 1 im Zuge des
Lösens und Absenkens einer Tragstange mit dem Tragring nach ausreichendem Erhärten des eingegossenen
Betonrings,
F i g. 4 und 5 das erneute Aufhängen der Tragstange auf einem nachfolgenden, bereits fertiggestellten Betonring
sowie das Auffädeln und Abdichten des Hüllrohres und
F i g. 6 Trageinheit und Betonierschalung in gießbereiter Position.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen 1 und
Tragring 2 für eine Betonierschalung 3 im Zuge des Auskleidens eines Schachtes mit zwischen Ausbruch 4
und Betonierschalung 3 einzugießenden Betonringen 5 dargestellt Die Tragstangen 1 sind mit dem Tragring 2
an einem bereits fertiggestellten und folglich erhärteten
Betonring 5a aufgehängt. Der Tragring 2 wird mittels über seinen Umfang angeordneter und nicht gezeigter
Zentrierspindeln zentriert Nach dem Gießen des neu fertigzustellenden Betonrings 5c werden die Tragstangen
1 gelöst, mit dem Tragring 2 abgesenkt und an dem nachfolgenden, ebenfalls bereits fertiggestellten und
erhärteten Betonring 5b aufgehängt bzw. aufgelagert Dann wird die Betonierschalung 3 gelöst, auf den
Tragring 2 abgesenkt dort ausgerichtet und erneut verspannt usw. Das Absenken der Trageinheit 1, 2
erfolgt im allgemeinen mittels nicht gezeigter Hubbetriebsmittel, das Absenken der Betonierschalung 3 mit
Hilfe einer ebenfalls nicht dargestellten Schachtbühne. Die Tragstangen 1 sind durch in die Betonringe 5
eingegossene Hüllrohre 6 hindurchgeführt Dazu werden jeweils vor dem Gießen eines Betonrings 5c die ihm
zugeordneten Hüllrohre 6 mit einer zumindest der Höhe //dieses Betonrings 5c entsprechenden oder seine Höhe
übersteigenden Länge L auf die Tragstangen 1 aufgefädelt bzw. aufgeschoben, mit ihrem unteren Ende
gegen den Tragring 2 abgestützt und an ihrem oberen Ende zentriert und abgedichtet. Die Abdichtung 7 ist
angedeutet und wird nach dem Erhärten des jeweils
fertiggestellten Betonrings 5c wieder entfernt. Nach dem Ausführungsbeispiel werden die Hüllrohre 6 von
unten durch den Tragring 2 hindurch auf die Tragstangen 1 aufgeschoben und auf danach auf dem
Tragring anzuordnende Abdeckbohlen 8 aufgesetzt Die
ίο Abdeckbohlen 8 dienen dazu, den Zwischenraum
zwischen dem Tragring 2 und dem ungleichmäßigen Ausbruch 4 abzudecken und bilden gleichsam einen
Bodenteil für die Betonierschalung 3. Außerdem ist der Tragring 2 mit einem Klemmring 9 ausgerüstet, der
mittels eines Hydraulikhebers 10 gegen die Unterkante der Betonierschalung 3 andrückbar ist und ebenfalls in
den Zwischenraum zwischen Betonierschalung 3 sowie Ausbruch 4 vorkragt, folglich auch einen Bedentei! für
die Betonierschalung 3 bildet, jedoch nicht mit dem
Μ Ausbruch 4 abschließt. Die Abdeckbohlen 8 werden
zwischen dem Klemmring 9 und dem Tragring 2 eingeklemmt. Die Hüllrohre 6 werden mittig und mit der
oberen Ringfläche fluchtend in die Betonringe 5 eingegossen. Bei den Hüllrohren 6 handelt es sich
vorzugsweise um Kunststoffrohre, z. B. PVC-Rohre.
Die cberen Enden und die unteren Enden der Tragstangen 1 sind als Gewindebolzen 11 ausgebildet.
Auf die Gewindebolzen 11 sind Schraubenmuttern 12 mit Auflagerscheiben 13, 14 einerseits zum Aufhängen
der Trageinheit 1, 2 auf den jeweiligen Betonring 5a bzw. 5b, andererseits zum Aufhängen des Tragrings 2 an
den Tragstangen 1 aufgeschraubt. Die Auflagerscheiben 13 auf den oberen Enden der Tragstangen 1 weisen eine
kugelkalottenartige Ausnehmung 15 zur Aufnahme
einer Ausgleichsscheibe 16 mit kugelförmiger Lagerfläche 17 auf. Dadurch wird ein Zentriereffekt erreicht Die
Tragstangen 1 können in einzelne Stangenabsdinitte 18
unterteilt sein, welche unter Zwischenschaltung muffenartiger Gewindebüchsen 19 miteinander verschraubt
sind Der Tragring 2 weist die Tragstangen 1 umgebende Führungsbuchsen 20 zum Hindurchführen
der Hüllrohre 6 auf. Auf seiner Unterseite besitzt der Tragring 2 Lagerkäfige 21 für die Auflagerscheiben 14,
die auf den Tragstangen 1 verriegelbar und in Entriegelungsstellung von den Tragstangen 1 abziehbar
sind, um die Hüllrohre 6 auffädeln bzw. von unten durch den Tragring 2 hindurch auf die Tragstangen 1
aufschieben zu können. Dazu ist ferner der Außendurchmesser der auf die unteren Enden der Tragstangen 1
aufgeschraubten Schraubenmuttern 12 kleiner als uer Innendurchmesser der Hüllrohre 6 gewählt — Die
■einzelnen Verfahrensschritte im Zuge des Aufhängens, Lösens, Absenkens usw. der Trageinheit 1,2 sowie der
Betonierschalung 3 sind unmittelbar den Figuren zu entnehmen und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine
Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten o.dgL mit zwischen Ausbruch und
Betonierschalung auszugießenden Betonringen, wozu die Tragstangen mit dem Tragring an einem
fertiggestellten Betonring aufgehängt werden und nach dem Gießen des fertigzustellenden Betonrings
die Tragstangen gelöst, mit dem Tragring abgesenkt und an dem nachfolgenden fertiggestellten Betonring
aufgehängt werden und dann die Betonierschalung gelöst, auf den Tragring abgesenkt und
verspannt wird usw, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstangen durch in den Betonringen
hergestellte Auffädelkanäle hindurchgeführt werden und dazu jeweils vor dem Gießen eines Betonrings
Schalungselemente zur Bildung der Auffädelkanäle mit einer zumindest der Höhe des Betonrings
entsprechenden Länge auf den Tragstangen angeordnet,
mit ihren unteren Enden gegen den Tragring abgestützt und an ihren oberen Enden zentriert und abgedichtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schalungselemente Hüllrohre zur Bildung der Auffädelkanäle verwendet und in die
Betonringe eingegossen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalungselemente bzw.
Hüllrohre auf ;'ώπ Tragring in einem Klemmring zentriert und abgedichtet werden
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sk-balur.gselemente
bzw. Hüllrohre mittig und mit der oueren Ringfläche fluchtend in die Betonringe eingegossen werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer
Trageinheit aus über den Schachtumfang verteilt angeordneten Tragstangen und einem an die
unteren Enden der Tragstangen angeschlossenen Tragring für eine Betonierschalung, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Enden und die unteren Enden der Tragstangen (1) als Gewindebolzen (11)
oder andere kraftschlußfähige Verbindungseinrichtungen ausgebildet sind und auf die Gewindebolzen
(11) Schraubenmuttern (12) mit Auflagerscheiben (13,14) einerseits zum Aufhängen der Trageinheit (1,
2) auf den jeweiligen Betonring (5), andererseits zum Aufhängen des Tragrings (2) an den Tragstangen (1)
aufgeschraubt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagerscheiben (13) auf den
oberen Enden der Tragstangen (1) eine kugelkalottenartige Ausnehmung (15) zur Aufnahme einer
Ausgleichsscheibe (16) mit kugelförmiger Lagerfläche (17) aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring (2) die Tragstangen
(1) umgebende Führungsbuchsen (20) zum Hindurchführen der Hüllrohre (6) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring (2) auf
seiner Unterseite Lagerkäfige (21) für die Auflagerscheiben (14) aufweist, die auf den Tragstangen (1)
verriegelbar und in Entriegelungsstellung von den Tragstangen (1) abziehbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der auf die unteren Enden der Tragstangen (1)
aufgeschraubten Schraubenmuttern kleiner als der Innendurchmesser der Hüllrohre (6) gewählt ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803006479 DE3006479C2 (de) | 1980-02-21 | 1980-02-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803006479 DE3006479C2 (de) | 1980-02-21 | 1980-02-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3006479B1 DE3006479B1 (de) | 1980-12-18 |
| DE3006479C2 true DE3006479C2 (de) | 1985-08-29 |
Family
ID=6095180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803006479 Expired DE3006479C2 (de) | 1980-02-21 | 1980-02-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufhängen und Absenken einer Trageinheit mit Tragstangen und Tragring für eine Betonierschalung im Zuge des Auskleidens von Schächten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3006479C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT1915B (de) * | 1899-01-19 | 1900-08-10 | Karl Kiffmann |
-
1980
- 1980-02-21 DE DE19803006479 patent/DE3006479C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT1915B (de) * | 1899-01-19 | 1900-08-10 | Karl Kiffmann |
Non-Patent Citations (10)
| Title |
|---|
| "Shaft Sinking after Drilling an axial Hole" Session 11 of the Symposium of the Institute of the Mining Engineers London 15.-17.Juni 1959, S. 468-481 * |
| Beton, Herstellung und Verwendung, 5/1960, S. 193-195 * |
| Engineering and Mining Journal, August 1957, S. 80-82 * |
| Fa. Ahl u. Co mbH Köln: "Gleitbau-Merkblatt Nr.1" * |
| Glückauf 98(1962), H. 5, S. 265-267 * |
| Katalog: Betomax 73, S. 12, 26 u. 27 * |
| Schlägel u. Eisen 3/1968, S. 134 u. 135 * |
| Technische Mitteilungen 9/1961, S. 332-336 * |
| The Canadian Mining a. Metallurgical Bulletin, 12/1968, S. 1, 12-14 u. 16 * |
| Werkszeitschrift der Firmen Deilmann-Haniel, Gebhardt u. König, Wix u. Liesenhoff: "Unser Betrieb" 1979/Nr. 23, S. 20/21 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3006479B1 (de) | 1980-12-18 |
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