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Etagentrockner
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Etagentrockner mit in einem Trocknungsraum
übereinander angeordneten Ebenen zur Aufnahme von zu trocknendem Gut, wobei zumindest
die oberste Ebene von einem oberen Trum eines Förderbandes gebildet ist, und mit
entlang der Ebenen strömender vorzugsweise erwärmter Luft.
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Eine entsprechende Trocknungsanlage für Halm- oder Blattgut ist der
DE-AS 16 32 847 zu entnehmen. Dabei werden sämtliche Ebenen von den Obertrumen von
übereinander angeordneten Förderbändern gebildet. Damit das Gut von einem Förderband
zum anderen Förderband gelangt, sind diese hinsichtlich ihrer Umlenkrollen gegeneinander
versetzt angeordnet. Demzufolge kann das von einem oberen Förderband transportierte
Gut an seinem Ende auf das darunter befindliche in entgegengesetzter Richtung sich
bewegende Förderband abgeworfen werden. Ein solcher Etagentrockner ist
relativ
raumaufwendig. Dies liegt unter anderem darin begründen, daß eine Vielzahl von Förderbändern
übereinander angeordnet werden, wobei jedoch stets nur der Obertrum zum Trocknungsvorgang
selbst herangezogen wird.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Etagentrockner der
eingangs genannten Art derart auszubilden, daß im Vergleich zu bekannten Etagentrocknern
bei gleicher Anzahl von Trocknungsebenen ein geringerer Raumbedarf erforderlich
ist, wobei gleichzeitig die Gewährleistung gegeben ist, daß ein überaus guter Trocknungsgrad
erzielt wird.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ebenen von
beweglich angeordneten Lamellen gebildet sind, die aus der Ebene zum Durchtritt
des Gutes klappbar sind.
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Dabei werden die beiden obersten Ebenen von den Trumen des oberen
Förderbandes gebildet. Daraus ergibt sich, daß beide Trumen des Förderbandes als
Ablage fläche für das zu trocknende Gut herangezogen werden. Im Vergleich zum Stand
der Technik werden demzufolge zwei Förderbänder durch ein einziges Förderband ersetzt,
ohne daß die Anzahl der Trocknungsebenen verringert wird. Das bedeutet, daß der
erfindungsgemäße Trockner im Vergleich zu bekannten Etagentrocknern viel weniger
Raum benötigt. Die lamellenartige Ausbildung der Ebenen hat den Vorteil, daß ohne
Schwierigketten das Gut von einer Ebene zur anderen Ebene gelangen kann. Soll das
Gut auf den von den Lamellen gebildeten Ebenen ruhen bzw. auf diesen gefördert werden,
so sind diese horizontal oder nahezu horizontal angeordnet. Soll dagegen das Gut
von einer Ebene zur anderen Ebene transportiert
werden, so kann
ein Teil der Lamellen aus der Ebene geklappt werden, um somit eine Durchtrittsöffnung
fiir das Gut zu ermöglichen.
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Als besonders vorteilnaft ist eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Etagentrockners, bei der sämtliche Ebenen von den Außenflächen von Obertrumen und
den Innenflächen von Untertrumen von iibereinander angeordneten Förderbändern gebildet
sind. Werden zum Beispiel sechs Trocknungsebenen benötigt, so bedarf es entsprechend
dieses Ausftihrungsbeispiels nur drei Förderbänder. Es ergibt sich dadurch sowohl
in der Höhe als auch in den Längenausmessungen eine Raumersparnis, da die Umlenkrollen
der Förderbänder nicht versetzt gegeneinander angeordnet sein müssen (wie es die
ns-AS 16 32 847 lehrt). Vielmehr können diese übereinander vorzugsweise fluchtend
positioniert sein. Dieser Umstand liegt in der Tatsache begründet, daß die Lamellen
der Förderbänder in Transportrichtung vor den Umlenkrollen aus der Ebene klappbar
sind, damit das Gut von einer Ebene zur anderen Ebene gelangen kann. Das heißt,
daß stets innerhalb der Umlenkrollen das Gut von einem Trum zum anderen Trum gelangt.
Nach dem Stand der Technik wird jedoch das Gut vollstandig über den Obertrum geführt,
um im Bereich außerhalb einer Umlenkrolle auf die darunterliegende Ebene gefördert
zu werden.
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In Ausgestaltung der Erfindung sind die Lamellen rechteckförmig ausgebildet
und um eine senkrecht zur Transportrichtung des Förderbandes verlaufende Achse vorzugsweise
im kantenbereich drehbar gelagert. Um die Lamellen in einer Ebene parallel oder
nahezu parallel zur Transportrichtung
des Förderbandes zu halten,
können zu j jeweils unterhalb der Trumen zu dIesen parallel verlaufende Schienen
oder ähnliche Flemente angeordnet sein, 4le durch Abstiitzen ein horizontales oder
nahezu horizontales Nebeneinanderliegen der Elemente bewirken. Dabei ist der Abstand
zweier benachbarter Achsen zumindest geringftis2;ig größer als die Breite einer
Lamelle. Im Bereich der Umlenkro]le, ;o das Gut auf den darunterliegenden Trum abgeworfen
werden soll, ist die entsprechende Schiene bzw. das gleichwi rkende Element unterbrochen,
so daß die Lamellen herunterklappen können.
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In einer weiteren Ausgestaltung Per Erfindung brauchen die Trocknungsebenen
jedoch nicht ausschließlich von den Trumen von Förderbändern gebildet werden. Vielmehr
sollten nur die oberen beiden Ebenen durch die Außen- bzw. Innenflächen des Ober-
bzw. des Untertrums eines Förderbandes bestehen. Die darunterliegenden Ebenen selbst
können durch vorzugsweise schuppenartig aufeinanderliegenden Lamellen zusammengesetzt
sein, die vorzugsweise aus rechteckförmigen Platten bestehen und um jeweils eine
Achse drehbar sind, die zu den anderen Achsen parallel verläuft und einen außerhalb
der Lamelle vorzugsweise von der Achse senkrecht abragenden Steg aufweist, mittels
dessen die Lamelle gedreht werden kann. Im Querschnitt sind demzufolge die Lamellen
mit Steg L-förmig ausgebildet. Der Verbindungspunkt der beiden Schenkel stellt die
Drehachse dar. Soll die Trocknungsebene geschlossen sein, so liegen die die Lamellen
darstellenden langen Schenkel aufeinander. Zu diesem Zweck werden die kurzen Schenkel,
die vorzugsweise sämtlichst untereinander mittels eines Gestanges verbunden werden,
derart positioniert, daß die langen Schenkel überlappend aufeinanderliegen.
Ist
ein hinreichender Trocknungsvorgang erfolgt, so kann durch Bewegen der kurzen Schenkel
ein Klappen der langen Schenkel aus der Ebene erfolgen. Dadurch werden nicht nur
()ffnungen in der Ebene frei, um das Gut von einer höheren zu einer tieferen Ebene
herabfallen zu lassen, sondern gleichzeitig folgt ein Wendevorgang für das Gut.
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Als Folge davon kann eine besonders gute Trocknung herbeigeftihrt
werden. Das Gestänge zum Bewegen der Stege und damit der Lamellen ist vorzugsweise
mit einem Zylinder verbunden, dessen Hubbewegung die Stellung der Lamellen zueinander
bestimmt. Selbstverständlich kann zum Austragen des Gutes aus dem Etagentrockner
im unteren Bereich gleichfalls ein Förderband Verwendung finden, auch wenn die darüber
angeordneten Ebenen aus den zuvor beschriebenen, einer Translationsbewegung nicht
unterliegenden Lamellen Verwendung finden.
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Der erfindungsgemäße Etagentrockner in den verschiedenen Ausführungsformen
ist für jedwedes zu trocknende Gut, also zum Beispiel aus der Lebensmittelindustrie
oder der Landwirtschaft geeignet.
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Bei Gütern, die großvolumig sind und nur schwer trocknen, hat sich
der Nachteil gezeigt, daß bei einer zu schnellen Wärmebeeinflussung nur der äußere
Bereich trocknet, jedoch der Kern selbst einen Feuchtigkeitsgehalt beibehält, der
ein Verderben des Gutes nach sich ziehen kann.
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Aus diesem Grund ist in weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Lehre der zum Trocknen des Gutes herangezogene Luftstrom derart kontrollierbar durch
den Etagentrockner
führbar, daß dieser von unten nach oben der
Förderrichtung des Gutes entgegengesetzt strömbar ist. Mit anderen Worten überstreicht
das frisch in den Etagentrockner eingeführte Gut die kühlste Luft, wohingegen das
den Etagentrockner verlassende Gut die wärmste Luft wahrnimmt. Durch den graduellen
Anstieg der Wärmebeeinflussung von Beginn bis zum Ende des Förderweges durch den
Etagentrockner ist demzufolge sichergestellt, daß ein langsames Durchtrocknen vom
Kern bis zur äußeren Schale hin erfolgt.
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Eine kontrollierte Luftdurchströmung des Trockenraumes kann jedoch
auch dadurch erfolgen, daß zwischen den einzelnen Ebenen in Abhängigkeit von der
Temperatur gesteuerte Windleitbleche angeordnet sind, die eine mehr oder weniger
starke Durchströmung der vorzugsweise erwärmten Luft zulassen. Dadurch wird eine
rationelle Trocknung ermöglicht, die energiesparend ist. In weiterer Ausgestaltung
kann die Umluft in einem Kreislauf bewegt werden, um dadurch zusätzliche Energie
einzusparen, da die dem Trockenraum zu entnehmende Luft im Vergleich zur Frischluft
eine höhere Temperartur aufweist.
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Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung.
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Es zeigen: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Etagentrockners
im Längsschnitt,
Fie. 1 a ein vergrößerter Ausschnitt eines Förderbandes
von Fig. 1 in Draufsicht und Seitenansicht, Fig. 2 ein Etagentrockner gemaß Fig.
1 gleichfalls im Längsschnitt, bei dem eine spezielle Führung der Umluft erfolgt,
Fig. 3 ein weiteres Ausftihrungsbeispiel eines Etagentrockners gleichfalls im Längsschnitt,
Fig. 4 bis 4 e Ausschnitte verschiedener Ebenen des Etagentrockners gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung einer Umlenkrolle gemäß Fig. 4 a entlang der Linie
V-V, Fig. 6 eine Schnittdarstellung entlang der Linie VI-VI der Fig. 4 c.
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In den Fig. 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Etagentrockners
10 dargestellt, der im wesentlichen aus in einem Gehäuse 12 angeordneten übereinanderliegenden
Förderbändern 14, 16, 18 und 20 besteht. Das Förderband 14 wird über Umlenkrollen
22, 24, das Förderband 16 über Umlenkrollen 26, 28 und das Förderband 18 über Umlenkrollen
30, 32 geführt. Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, sind die linksseitigen Umlenkrollen
22, 26, 30 bzw. die rechtsseitigen Umlenkrollen 24, 28, 32 übereinander und vorzugsweise
fluchtend zueinander angeordnet. Das untere Förderband 20 wird über Umlenkrollen
34 und 36 geführt, wobei die Umlenkrolle 34 zu den Umlenkrollen 22, 26 und 30 ausgerichtet
ist.
Die rechtsseitige Umlenkrolle 36 liegt vorzugsweise außerhalb des Gehauses 12, um
das durch den Etagentrockner 10 geförderte Gut 38 auszutragen. Rei dem Förderband
20 handelt es sich vorzu;sweise um ein konventionelles Förderband, bei dem die Transport
flache aus rZurtmaterial besteht. Demzufolge wird das Gut 38 ausschließlich auf
dem Obertrum abgelagert und gefördert.
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Dahingegen sind die Förderbänder 14, 16 und 18 derart ausgebildet,
daß sowohl der Obertrum als auch der Untertrum als Ablage fläche für das Gut 38
herangezogen werden kann.
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Demzufolge genügen drei der nachstehend beschriebenen speziell ausgebildeten
Förderbändern 14, 16, 18, um insgesamt sechs Ebenen zum Trocknen des Gutes 38 zur
Verfügung zu stellen.
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Wie in den Fig. 1 und 2 angedeutet und in Fig. 1 a näher dargestellt
ist, besteht das jeweilige Förderband 14 bzw.
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16 bzw. 18 aus beweglich angeordneten Lamellen 42, die aus der Förderebene
herausklappbar sind. Dabei sind die Lamellen 42 vorzugsweise rechteckförmig ausgebildet
und weisen im Längskantenbereich eine Drehachse 142 auf, die senkrecht zur Transportrichtung
verläuft. Diese Drehachsen 142 können von seitlichen Transportelementen wie zum
Beispiel Ketten 144 aufgenommen werden, die über die IJmlenkrollen 22 und 24 geführt
werden. Um das Gut 38 zum Beispiel auf den Obertrum des Förderbandes 14 über eine
Zuführeinrichtung 40, die im Ausführungsbeispiel trichterförmig ausgebildet ist,
aufbringen zu können, sind die Lamellen 42 horizontal oder nahezu horizontal nebeneinanderliegend
angeordnet, um eine geschlossene Ebene zu bilden. Demzufolge
kann
zum Beispiel bei im Urzeigersinn verlaufender Transportrichtung des Förderbandes
14 das Gut 38 gleichmäßig auf dem Ohertrum aufgetragen werden. Die gleichmäßige
Verteilung kann im übrigen dadurch erhöht werden, daß an der AuslaBffnung des Trichters
4n ein Schieber 44 verstellbar angeordnet ist, dessen Abstand zurn Obertrum den
Anforderungen entsprechend gewählt werden kann. Damit die Lamellen 42 nebeneinanderliegend
zumindest über einen Teil des Bereichs des Obertrums angeordnet sind, kann eine
nicht dargestellte Schiene oder ahnliche Einrichtung parallel und unterhalb des
Obertrums derart angeordnet sein, daß die freien Enden der Lamellen 42 auf dieser
entlanggleiten. Im Endbereich des Obertrums kurz vor der Umlenkrolle 24 wird dann
die Beeinflussung der Schiene auf die Lamellen 42 aufgehoben, so daß die Lamellen
42 entsprechend der Schwerkraft aus der Ebene nach unten herunterklappen, so daß
das Gut 38 auf die Innenfläche des Untertrums desselben Förderbandes 14 herabfallen
kann. Die Breite b der Lamellen 42 in Bezug auf die Drehachsen 142 angrenzenden
Lamellen 42 ist so gewählt, daß der Abstand zweier benachbarter Drehachsen 142 zumindest
geringfügig größer als die Breite b ist.
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Es sei ergänzend noch erwähnt, daß die Längenabmessung 1 der Lamellen
geringer als der Innenabstand der Umlenkrollenwandungen sein sollte, zwischen denen
diese frei beweglich herumlaufen müssen.
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Nachdem das Gut 38 auf die Innenfläche des von den Lamellen 42 gebildeten
Untertrums gefallen ist, erfolgt ein Transport von der Umlenkrolle 24 in Richtung
auf die Umlenkrolle 22. Gleichfalls im Endbereich des Untertrums können die Lamellen
42 von der nahezu horizontalen Stellung in die
vertikale Stellung
herunterklappen, um das Gut 38 auf den Obertrum des nächstfolgenden Förderbands
26 abzugeben. Eine solche Zick-Zack-Bewegung des zu trocknenden Gutes erfolgt bis
hinunter zum Obertrum des Förderbandes 20, von dem aus das Gut aus dem Etagentrockner
10 ausgetragen wird.
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Um eine gute Trocknung des Gutes 38 herbeizuführen, wird dem Etagentrockner
10 im unteren Bereich des Gehäuses 12 über einen Einlaßkanal 46 vorzugsweise Warmluft
zugeführt.
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Eine gleichmäßige Trocknung wird dadurch herbeigeführt, daß das am
meisten getrocknete Gut mit der wärmsten und das noch feuchte Gut mit der kühlsten
Luft beaufschlagt wird.
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Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß eine gleichmäßige Durchtrocknung
vom Kern bis nach außen hin erfolgt. Würde dagegen die Wärmebeeinflussung umgekehrt
erfolgen, so kann bei bestimmten Giitern der Vorteil auftreten, daß der Außenbereich
aushärtet, ohne daß anschließend die im Inneren vorherrschende Feuchtigkeit abgeführt
werden kann.
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Um einen entsprechend kontrollierten Luftstrom herbeizuführen, sind
im Bereich der Umlenkrollen innerhalb der Förderbänder Windleitbleche angeordnet,
die beispielhaft mit den Bezugszeichen 48 bzw. 50 bezeichnet sind. Dabei können
die Windleitbleche spezielle Formen aufweisen, also in Bezug auf die ankommende
Luft konkav gewölbt sein, um eine gute Umlenkung herbeizuführen. Wie des weiteren
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zu entnehmen ist, gelangt die Luft über eine
Auslaßöffnung 52 aus dem Etagentrockner 10. Getrennt davon kann über eine Einlaßöffnung
54 Frischluft über einen Filter 56 und einem Warmluftgebläse dem
Einlaßkanal
46 zugeüihrt werden. Die Ein- bzw. Auslaßöffnungen 52 bzw. 54 können jedoch auch
durch eine Klappe 60 derart verschlossen werden, daß die zum Trocknen verwendete
Luft in einem Kreislauf bewegt wird, wodurch eine Energieersparnis erfolgt. Nur
die zu Beginn des Trocknungsvorgangs benötigte Frischluft muß dann erheblich erwärmt
werden, wohingegen die irn Kreislauf strömende Luft bei Neuverwendung nur eine geringere
Erwärmung bedarf.
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Der Etagentrockner 10 nach Fig. 2 ist dem nach Fig. 1 entsprechend
aufgebaut, jedoch wird die zur Trocknung benötigte Luft zwischen den Ebenen anders
geführt. So werden gleichmäßig die Ebenen zwischen dem Untertrum des Förderbandes
14 und dem Obertrum des Förderbandes 20 von Warmluft beaufschlagt, um die Luft anschließend
zwischen dem Unter-und Obertrum des Förderbandes 14 gezielt abströmen zu lassen.
Zu diesem Zweck wird über einen Einlaßkanal 62, der vorzugsweise mittig an einer
Stirnfront des Gehäuses 12 angeordnet ist, gleichmäßig Warmluft zwischen die erwähnten
Ebenen geschickt. Entsprechend des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2 kann zum Trocknen
stets Frischluft verwendet werden. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, im sogenannten
IJmlaufverfahren die zum Trocknen benötigte Luft strömen zu lassen.
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In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Etagentrockners 70 dargestellt, der gleichfalls in einem Gehäuse 72 angeordnet ist.
Wie nach den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 2 wird das zu trocknende
Gut 38 über einen Trichter 74 dem Obertrum eines
Förderbandes 76
zugefilhrt. Auch iri diesem Fall besteht das Förderband 76 aus Lamellen, die nebeneinanderliegend
angeordnet sind, um eine nahezu geschlossene Ebene zuin Ablagern des Gutes 38 zur
Verfiigung zu stellen. Zum Austragen des zu trocknenden Gutes 38 ist ein Förderband
78 vorgesehen, welches konventioneller Bauart sein kann, da aus schließlich der
Obertrum zum Transport benötigt wird.
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Zwischen den Förderbändern 76 und 78 befinden sich nach dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 keine Förderbänder, sondern vielmehr in Ebenen angeordnete Lamellen
80, die in den Fig. 4 und 6 näher beschrieben werden. Diese ermöglichen, daß das
zu trocknende Gut 38 von Ebene zu Ebene herabfallen kann und dabei gewendet wird,
so daß, wie bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 2, auf das unterste
Förderband 78 ein gut getrocknetes Gut 38 anfällt. Zum Aufbau des Etagentrockners
nach Fig. 3 sei noch erwähnt, daß über einen Einlaßkanal 82 vorgewärmte Luft dem
Etagentrockner 70 zugeführt wird. Dabei kann die Luft gezielt zwischen bestimmten
tagen geführt werden, und zwar in Abhängigkeit von der Stellung von thermostatisch
steuerbaren Windleitblechen 84. Grundsätzlich sollte die Luft von unten nach oben
den Etagentrockner 70 durchströmen. Stellt sich jedoch heraus, daß bereits in unteren
Ebenen ein hinreichender Trocknungsgrad erzielt ist, so kann zum Beispiel das Windleitblech
86 in eine vertikale Stellung verschoben werden, so daß die zur Trocknung benötigte
Luft nicht über die unterste, sondern erst über die darüber angeordnete Ebene streicht.
Wie gesagt, können die Windleitbleche thermostatisch gesteuert werden, so daß eine
optimale Ausnutzung der Warmluft erfolgen kann. Nach Durchlaufen des Etagentrockners
70 kann über einen Auslaß A8 die
Luft nach außen abgeführt werden.
Die benötigte Frischluft wird über einen Kanal 90 angesaugt, um über einen Filter
92 und ein Warmluftgebläse zum Einlaßkanal 82 zu gelangen.
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Jedoch können die nebeneinander liegenden Kanäle 88, 90, mittels einer
diO. Trennwand bildenden Klappe 94 verschlossen werden, so daß die zum Trocknen
benötigte Luft im Kreislauf strömt.
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Der Aufbau des lamellartigen Förderbandes 76 bzw. der darunter angeordneten
Ebenen ist den Fig. 4 bis 6 zu entnehmen.
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In der Fig. 4 a ist das Förderband 76 vergrößert und im Ausschrtitt
dargestellt. Über eine lJmlenkrolle 94 wird das Förderband 76 bewegt, welches aus
rechteckförmigen Lamellen 96 besteht. Die Lamellen 96 sind dabei jeweils um eine
Achse 98 drehbar gelagert. Die Randbereiche der Achsen werden dabei zum Beispiel
von einem Kettenförderer 100 aufgenommen, der über die Wandungen 102 bzw. 104 der
Umlenkrollen 94 geführt wird. Die Lamellen 96 sind dabei in ihren Längsabmessungen
geringer als der Innenabstand der Umlenkrollenwandungen 102, 104. Dadurch kann eine
freie Rewegung zwischen den Wandungen 102 und 104 erfolgen. Wie des weiteren der
Fig. 4 zu entnehmen ist, gelangt der Obertrum des Förderbandes 76 im geschlossenen
Zustand, also bei nebeneinanderliegenden Lamellen 96 zum Trichter 74, durch den
das Gut 38 dem Förderband 76 zugeführt wird. Eine gleichmäßige Verteilung des Gutes
38 kann durch ein vor der Öffnung des Trichters angeordneten Schieber 106 erfolgen.
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Nachdem eine gleichmäßige Verteilung nahezu auf dem gesamten
Obertrum
erfolgt ist, gelangt das Gut 38 auf die Innenflächen des IJntertrums 108 durch Herunterkl?npen
der Lamellen 96. Um dies zu ermöglichen, werden die Lamellen 96 nicht mehr durch
eine Schiene 110 oder eine ähnliche Einrichtung in ihrer horizontalen bzw. nahezu
horizontalen Stellung gehalten, so daß sie aufgrund der Schwerkraft herunterklappen.
Wie der Darstellung in der Fig. 4 a des weiteren zu entnehmen ist, ist die BreiLe
einer Lamelle 96 geringer als der Abstand zweier aufeinanderliegender Achsen 98.
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Um das Gut 38 auf die Innenfläche des Untertrums 108 ablagern zu können,
werden die Lamellen 96 mittels einer Schiene 112, die unterhalb des Untertrums des
Förderbandes 76 vorliegt, wieder in ihre horizontale Lage angehoben.
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Damit dieser Vorgang stetig vonstatten geht, weist die Schiene 112
zu Beginn eine Schräge auf.
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Nachdem die Innenfläche des gesamten Untertrums 108 mit Gut 38 bedeckt
ist, kann die Schiene 112 derart bewegt werden, daß sämtliche Lamellen 96 in die
vertikale Stellung klappen können, so daß das Gut auf die nächstfolgende Ebene fällt.
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Zu diesem Zweck ist die Schiene beweglich angeordnet und vorzugsweise
über einen Zylinder in Bezug auf den Untertrum 108 derart einstellbar, daß sich
die Lamellen 96 entweder in einer nahezu horizontalen oder in einer vertikalen Lage
befinden.
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Die unterhalb des Förderbands 76 angeordneten Ebenen bestehen ausschließlich
aus Lamellen 80, die um Achsen 116 drehbar gelagert sind. Dabei sind in den Fig.
4 b bis 4 e
verschiedene Stellungen der Lamellen 114 dargestellt,
um zu verdeutlichen, wie das Gut t 3R unter gleich zeitigcm Wenden von einer Ebene
zur anderen Ebene gelangen kann.
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In der Fig. 4 b ist eine von den Lamellen 80 verschlossene Ebene dargestellt.,
auf die das Gut 38 abgelagert wird. Zum P.etspiel kann die der Fig. 4 b entsprechende
Ebene unterhalb des Förderbands 76 angeordnet sein. Um eine geschlossene Ebene herbeizufiihrer"
sind die freien Kanten der Lamelle 80 überlappend angeordnet. Die Drehung der Lamellen
80 kann nun dadurch erfolgen, daß die Achse 116 iber Stege 118 derart gedreht wird,
daß die Lamellen 80 aus der Horizontalen in die Vertikale geklappt werden (sowohl
bei mittiger Anordnung der Achse oder wenn diese im Vantenbereich verlauft), um
das Gut in die nächstfolgende Ebene herabfallen zu lassen. Durch dieses Hochklappen
erfolgt gleichzeitig ein Wenden des Gutes 38. Das synchron Hochklappen der Lamellen
80 ist dadurch durchführbar, daß die rni t den Achsen 116 verbundenen Stege 118
über ein Gestänge 120 mit einem Zylinder verbunden sind, dessen Stellung die Lage
der Lamellen 80 bestimrnt. In Fig. 4 b befindet sich der Zylinder in seiner Grundstellung.
Das bedeutet, daß die Lamellen 80 aufeinanderliegen (nahezu horizontal, und die
so gebildete Ebene geschlossen ist. In der Fig. 4 c befindet sich der Zylinder in
seiner ausgefahrenen Stellung, so daß die Lamellen nahezu in einer senkrechten Position
vorliegen, so daP ein Durchtritt für das Gut 38 zur Verfügung steht. Die Fig. 4
d verdeutliciit, daß die Lamellen 30 erneut eine geschlossene Ebene bilden, um das
Gut darauf sammeln zu können. Zwischen den Fig. 4 c und 4 d ist ein
Zustand
dargestellt, der erkennen läßt, wie das Gut auf die nachfolgende Ebene fällt. Nachdem
sämtliches Gut auf die Ebene 4 e gelangt, kann es ber eine bestimmte einstellbare
Verweildauer dort lagern, bis ein gewünschter Trocknungsgrad erzielt worden ist.
Sodann kann gleichfalls, wie in der Fig. 4 c angedeutet, die aus den Larnellen 80
bestehende Ebene zum Durchtritt des Gutes 38 geöffnet werden.
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Durch die Ausführungsformen nach den Fig. 3 bis 6 wird erkennbar,
daß - wie bei den Ausftihrungsformen nach den Fig. 1 bis 2 - ein kompakter Etagentrockner
zur Verfügung gestellt wird, der im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen bei gleicher
Anzahl von Ebenen mit etwa dem halben Raumbedarf auskommt.
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L e e r s e i t e