DE3006052C2 - Flüssigkristall-Anzeigezelle - Google Patents
Flüssigkristall-AnzeigezelleInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkristall-Anzeigezelle der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen
Gattung, die verbesserte Ableseeigenschaften besitzt
Im allgemeinen zeigen die Flüssigkristall-Anzeigezellen mit verdrehter nematischer Phase, die feldeffektab-
hängig betrieben werden können, wegen der verdrehten Anordnung der Flüssigkristallmoleküle ein von dem
Ablesewinkel oder dem Betrachtungswinkel abhängiges Verhalten. Der Ablesewinkel variiert in Abhängigkeit
von der an die Flüssigkristall-Anzeigezelle angelegten Steuerspannung. Man beobachtet eine bemerkenswerte
Ablesewinkelabhängigkeit dann, wenn die Anzeigeeinrichtung mit einem Signal niedriger effektiver Spannung
angesteuert wird.
Nach der DE-OS 28 47 320 gilt bereits eine eingangs genannte feldeffektsteuerbare Flüssigkristall-Anzeigezelle mit verdrehter nematischer Phase als bekannt,
welche zur Verbesserung des Anzeigekontrasts eine Faserplatte mit einer Vielzahl von optischen Fasern
aufweist, deren Achsen senkrecht zu der Ebene der Flüssigkristallschicht stehen.
Auch die DE-OS 27 11 015 offenbart eine elektrooptische Anzeigevorrichtung der eingangs genannten
Gattung, wie sie beispielsweise für Armbanduhren verwendet wird, die mit einer frontseitigen Faseroptik-Zellenplatte mit senkrecht zur Anzeigefläche verlaufenden lichtleitenden Fasern versehen ist, damit auch im
gekippten Zustand der Anzeigevorrichtung die volle Anzeigefläche ablesbar ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun
darin, bei einer Flüssigkristall-Anzeigezelle der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung
die Helligkeit der Anzeige ohne Einbuße des Kantenkontrastes zu erhöhen und damit eine Verbesserung der
Ableseeigenschaften zu erreichen.
Diese Aufgabe wird nun gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale der Flüssigkristall-Anzeigezelle gemäß Hauptanspruch, das heißt dadurch, daß die
Konfiguration und die Anordnung des offenen Kernendes der optischen Fasern im wesentlichen Jem jeweils
zugeordneten Bildelement entsprechen, das do-ch die zugeordnete transparente vordere Elektrode und die
zugeordnete hintere Elektrode definiert wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Flüssigkristall-Anzeigezelle eine
zwischen der optischen Faserplatte und der transparenten vorderen Elektrode angeordnete transparente
Platte auf, die als Verstärkungsschicht dient
Aus der US-PS 29 83 835 und der DE-OS 25 41 003 ist es bereits bekannt die räumliche Lage von optischen
Fasern an die abzubildenden Bildpunkte anzupassen.
Durch die erfindungsgemäße Anpassung sowohl der Konfiguration als auch der Anordnung des offenen
Kernendes der optischen Fasern an das jeweils zugeordnete Bildelement wird es möglich, die Helligkeit
der Anzeige ganz erheblich zu erhöhen, ohne daß durch die Vergrößerung der offenen Kernenden der optischen
Fasern eine Verminderung des Kantenkontrastes verursacht wird.
Die Erfindung sei im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert In den
Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung zur Verdeutlichung des Ablesewinkels;
F i g. 2 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung des ablesewinkelabhängigen Verhaltens von
herkömmlichen Flüssigkristall-Anzeigezellen mit verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig
betrieben werden können;
F i g. 3 eine schematische Schnittansicht des Grundaufbaus der bekannten Flüssigkrisinll-Anzeigezelle mit
verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig betrieben werden kann;
Fig.4 und 5 vergrößerte Schnittansichten eines Ausschnitts der in der F i g. 3 dargestellten Flüssigkristall-Anzeigezelle;
F i g. 6(A) und 6(B) schematische Draufsichten, die die relativen Positionen des Bildelements und der optischen
Fasern bei herkömmlichen Zellen verdeutlichen;
F i g. 7(A) und 7(B) schematische Draufsichten, die die relativen Anordnungen des Bildelements und der
optischen Fasern bei einer Ausführungsform der Erfindung wiedergeben; und
Fig.8 eine vergrößerte Schnittansicht eines Ausschnitts einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Flüssigkristall-Anzeigezelle mit verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig betrieben werden kann.
Zunächst seien unter Bezugnahme auf die F i g. 1 die Parameter der θ und Φ der Ableserichtung erläutert
Die im rechten Winkel zueinander verlaufenden Koordinaten X und K definieren die Anzeigeoberfläche
einer Flussigkristall-Anzeigeeinrichtung 1 derart, daß die X-Achse parallel zu der Hauptachse der Flüssigkristallmoleküle, angrenzend an einem Substrat, in dem
Zustand verläuft, da kein elektrisches Feld an die Einrichtung angelegt ist. Die Achse Z definiert die auf
der An;seigeoberfläche senkrechte Richtung. Der Winkel θ steht für den Winkel zwischen dem
Ableserichtungsvektor Kund der Achse Z, während der Winkel Φ den Winkel zwischen der X-Achse und der
Projektion des Ablesevektors Kauf die Koordinatene-
beneATdarsteilL
Die F i g. 2 verdeutlicht das ableserichtungsabhängige
Verhalten der herkömmlichen Flüssigkristall-Anzeigezelle
mit verdrehter nemaüscher Phase, die feldeffektabhängig betrieben werden kann. Diese Fig.2 b
verdeutlicht das Anzeigekontrastverhältnis, das in Abhängigkeit von dem Winkel Φ bei konstant*.;^
Wmkei θ (θ = 20°) variiert, wobei die Kurve 1 den
Zustand wiedergibt, wenn der Effektivwert der angelegten Spannung 2^ Volt beträgt, die Kurve 2 den Zustand
verdeutlicht, wenn der Effektivwert der angelegten Spannung 3,U V'ol! beträgt und die Kurve 3 den Zustand
zeigt, da der Effektivwert der angelegten Spannung 6,0 Volt beträgt
Genauer definiert der durch die Kurve umgebene Bereich den Bereich eines guten Anzeigekontrastes,
während außerhalb des durch die Kurve definierten Bereiches kein guter Kontrast mehr festzustellen ist
Es ist aus der F i g. 2 deutlich zu erkennen, daß sich der Ablesewinkelbereich mit abnehmender angelegter
Spannung verkleinert Weiterhin erzielt man einen guten Kontrast in einer bestimmten Richtung der
Koordinatenebene XY.
Das in der F i g. 2 dargestellte Verhalten wurde wie folgt ermittelt Man verwendet eine Flüssigkristall-Anzeigezelle,
die als Flüssigkristallzubereitung eine Mischung der flüssigkristallinen Schiffschen Basen MBBA,
EBBA und BBAB enthält, wobei die Flüssigkristallschicht eine Dicke von 6 μΐη aufweist Der Neigungswinkel
der Flüssigkristallmoleküle gegenüber dem Substrat liegt dann, wenn kein elektrisches Feld
angelegt ist unterhalb 5°. Die transparente Elektrode besteht aus In2Oi während die Orientierungsschicht
eine SiOrSchicht umfaßt, die durch Reiben mit Mikrorillen versehen worden ist Die angewandte
Steuerspannung umfaßt ein rechteckiges Wechselspannungssignal mit einer Frequenz von 32 Hz.
Die Abhängigkeit des Anzeigekontrasts von dem Winkel Φ wird dann groß, wenn die Flüssigkristall-Anzeigezelle
mit verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig betrieben werden kann, im Multiplexbetrieb
oder dynamisch betrieben wird. Dies ergibt sich dadurch, daß die effektive Spannung mit zunehmendem
Multiplexverhältnis abnimmt
Zur Verminderung der oben angesprochenen Nachteile wurde in der DE-OS 28 47 320 bereits vorgeschlagen,
das vordere Substrat der Flüssigitristall-Anzeigezelle
mit einer Faserplatte zu versehen, die aus einer Vielzahl von optischen Fasern besteht, deren Achsen
senkrecht zu der Flüssigkristallschicht verlaufen. Die so Faserplatte besitzt eine der Flüssigkristallschicht gegenüberliegende
Oberfläche, die im wesentlichen parallel zu der Flüssigkristallschicht veriäuft. Oberhalb der Faserplatte
ist ein vorderer Polarisator angeordnet
Zum Ablesen der Anzeige befindet sich der Beobachter 2 vor der Flüssigkristall-Anzeigezelle mit
verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig betrieben werden kann, die einen vorderen Polarisator
3, eine optische Faserplatte 4, eine transparente vordere Elektrode 5, eine vordere Orientierungsschicht 6, eine
Flüssigkristallschicht 7, eine Dichtungseinrichtung 8, eine hintere Örientierungsschicht 9, eine transparente
hintere Elektrode 10, ein hinteres Glassubstrat 11, einen
hinteren Polarisator 12 und einen Reflektor U umfaßt.
Die Fig.4 verdeutlicht die optische Faserplatte 4
genauer. Dabei entsprechen die angegebenen Bezugsziffern denen, die in der F i g. 3 angegeben sind.
Die in der Fig.4 darge-.'ellte optische Faserplatte 4
umfaßt eine Vielzahl von optischen Fasern, deren Achsen senkrecht zu der Schich'ftbers der Flüssigkristallschicht
7 verlaufen. Di? op·:hihi: Faserplatte 4
wmfp.Rt. eine innere Oberfläche 14, die im wesentlichen
p3.s!|e! zu der Schichfebene der Flüssigkristallschicht 7
verläuft
jede optische Faser besitzt eine Länge .', y're
ausreichend größer ist als der Radius r der Faser, wodurch die Ablesewinkelabhängigkeit gleichmäßiger
gemacht wird. Die innere Oberfläche 14 der Faserplatte
4 ist in einem Abstand m, der der Dicke der
transparenten vorderen Elektrode 5 und der vorderen Orientierungsschicht 6 entspricht von der FIüs£igkristallschicht
7 entfernt, wobei dieser Abstand vorzugsweise weniger als 40 r beträgt Wenn der Abstand m
größer als 40 r ist kann man durch die Faserplatte 4 kein Bild beobachten.
Die oben angesprochene, in der DE-OS 28 47 320 beschriebene Flüssigkristall-Anzeigezelle ist dazu geeignet
die Ablesewinkelabhängigkeit gleichmäßiger zu machen. Jedoch wird andererseits di<* Helligkeit der
Anzeige vermindert wenn die offenen Enden der optischen Fasern klein sind. Wenn andererseits die
offenen Enden der optischen Fasern groß sind, besteht die Möglichkeit, daß sich die optische Faser über das
aktivierte Bildelement und das nichtaktivierte Sildelement erstreckt, was zu einer Verminderung des
Anzeigekontrastes führt
Die F i g. 5 verdeutlicht die Beziehung zwischen den optischen Fasern und den Bildelementen der Flüssigkristall-Anzeigezelle,
die in der F i g. 3 dargestellt ist. Bei der in der F i g. 5 dargestellten Zelle sind die Elektroden
5 und 10 in Matrixform angeordnet, so daß sich eine Matrix-Anzeige ergibt
Genauer umfaßt die transparente vordere Elektrode 5 parallele X-Linienelektroden aus In2O3, während die
transparente hintere Elektrode 10 parallele Y-Linienelektroden
umfaßt, die senkrecht zu den X-Linienelektroden verlaufen und ebenfalls aus 1^O3 bestehen. Die
Kreuzungsstellen der X-Linienelektroden und der y-Linienelektroden wirken als Bildelemente 5'. Jede
optische Faser umfaßt einen Kernabschnitt und einen Hüllabschnitt In der F i g. 5 ist unter der Bezugsziffer 4'
die Konfiguration des offenen Endes des Kernabschnitts dargestellt während die Bezugsziffer 4" den Hüllabschnitt
wiedergibt. Die vorderen und hinte-en Orientierungsschichten 6 und 9 bestehen aus geriebenen
SiO2-Schichten mit einer Dicke von etwa 10 nm (1000 A) oder aus SiO-Schichten, die durch Schrägaufdampfen
gebildet worden sind. Die Flüssigkristallschicht 7 umfaßt cholesterische Flüssigkristalle mit positiver
dielektrischer Anisotropie und langer Neigung oder nematische Flüssigkristalle. Ein bevorzugtes Material ist
beispielsweise das Materia! »E-8« der Firma BDH Chemicals Ltd. oder das Material »ROTN 403« der
Firma F. Hoffmann-La Roche & Co. Im Fall einer Durchsicht-Anzeigeeinrichtung ist anstelle des Reflektors
13 an der Rückseite des hinteren Polarisators 12 eine Lichtquelle angeordnet.
Die Γ i g. 6(A) und *{Β) verdeutlichen die unerwünschte
Beziehung zwischen dem offenen Kernende 4' der optischen Fas>.r und dem Bildelement 5'. Wenn lediglich
ein Teil des offenen Kernendes 4' sich über einen Teil des einen Bildelements 5' erstreckt, wie es in der
Fig.6(A) darges 'ir '■■■.'., ergibt sich eine Verschlechterung
lies Arrisigekont ?sls. Wenn das offene Keii.^ryie
4' eine Größe besitzt, die wesentlich kleiner ist als di' des Bildelementes 5', wie es in der F i g. 6(B) dargestellt
ist, ergibt sich eine Verminderung der Helligkeit der
Anzeige.
Zur Beseitigung der oben erwähnten Nachteile ist die Faserplatte 4 erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß
das offene Kernende 4' im wesentlichen dem Bildelement 5' entspricht, wie es in den Fig. 7(A) und 7(B)
dargestellt, ist. In dieser Weise werden sowohl der Anzeigekontrast als auch die Anzeigehelligkeit deutlich
verbessert.
Wenn das offene Kernende 4' relativ groß ist, ist es bevorzugt, eine Verstärkungsplatte 14 zwischen der
optischen Faserplatte 4 und der transparenten vorderen Elektrode 5 anzuordnen, wie es in der F i g. 8 gezeigt ist.
Die Verstärkiingsplatte 14 muß transparent sein und
optisch isotrope Eigenschaften aufweisen. Der vordere Polarisator 3 kann zwischen der optischen Faserplatte 4
und der Verstärkungsplatte 14 angeordnet sein. In diesem Fall muß die Verstärkungsplatte 14 möglichst
dünn sein, um eine saubere Anzeige zu ermöglichen, und muß eine Dicke aufweisen, die im Höchstfall im
wesentlichen identisch ist mit dem Durchmesser oder dem Rand des offenen Kernendes 4'. Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform kann eine weitere Verstärkungsplatte zwischen dem vorderen
Polarisator 3 und der optischen Faserplatte 4 angeordnet werden. Die Verstärkungsplatte muß transparent
sein und optisch isotrope Eigenschaften besitzen und besteht vorzugsweise aus Glas.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Flüssigkristall-Anzeigezelle mit verdrehter nematischer Phase, die feldeffektabhängig betrieben
werden kann, mit einem vorderen Polarisator, einem transparenten vorderen Substrat, einem hinteren
Substrat, einer zwischen dem transparenten vorderen Substrat und dem hinteren Substrat angeordneten Flüssigkristallschicht, auf dem transparenten
vorderen Substrat ausgebildeten transparenten vorderen Elektroden, auf dem hinteren Substrat
ausgebildeten hinteren Elektroden, wobei die transparenten vorderen Elektroden und die hinteren
Elektroden gemeinsam Bildelemente zu Anzeigezwecken definieren, und wobei das transparente
Substrat eine Vielzahl von optischen Fasern umfaßt, deren Achsen senkrecht zu der Ebene der
Flüssigkristallschicht verlaufen und die jeweils ein
der Flüssigkristallschicht gegenüberliegendes offenes Ende aufweisen, dadurch gekennzeich-
net, daß die Konfiguration und die Anordnung des offenen Kernendes der optischen Fasern im
wesentlichen dem jeweils zugeordneten Bildelement entsprechen, das durch die zugeordnete transparente vordere Elektrode (5) und ah zugeordnete hintere
Elektrode (10) definiert wird.
2. Flüssigkristall-Anzeigezelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zwischen der
optischen Faserplatte (4) und den transparenten vorderen Elekiroden (5) angeordnete transparente
Platte (Verstärkungsplatte 14) umfaßt
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