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Heizsystem zur Nutzung und Speicherung der Niedertemperaturwärme.
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beschreibung: Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die in gro3en
engen anfallende Niedertemperatur-Abwärme von Kraftwerken und industrieanlagen beliebiger
Art zu Beheizung von Räumen und Schwimmbädern nutzbar zu machen. Durch Ver-ertung
von verfügbarer Wärme und Rückgewinnung von Abwärme des Haushalts und der Wärmesumpen
soll die behelzbare Fläche vergrößert werden.
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Ein großer eil der Kraftwerke überträgt die Abwärme mit ilfe von Kühlturmen
ungenutzt an die Umgebungsluft ozw. de Flußwasser. emühangen, diese Abwärme zu nutzen
stoßen auf folgende Schwierigkeiten: Kraftwerke sind beruht, die Energie so weit
wie möglich für die Stromerzeugung zu nützen. Das ergibt Abwärme bei Temperaturen,
die für den Vorlauf von üblichen Radiatoren-Heizungen zu niedrig sind. In den langen
Leitungen bis zu den Wohngebieten entstehen verluste, die eine weitere Senkung der
Temperatur bewirken. Die Nutzung der Kraftwerksabwärme ist häufig mit dem Verzicht
auf die vclle verwertung der verfügoaren Energie zur Stromerzeugung verbunden.
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Der Wärmebedarf für Gebäudeheizung ist je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich.
Kraftwerke müßen uber das ganze Jahr Strom erzeugen, wobei zwangsläufig auch im
Sommer große Menge: an Abwärme entstehen, zu einer Zeit, als zur Gebäudeheizung
nur sehr wenig gebraucht wird. Auch in den übrigen Jahreszeiten stimmt der bedarf
an Heizenergie mit dem Anfall von Abwärme nur über relativ kurze Zeit überein. So
kann die gesamte Menge der täglich anfallenden Abwärme nur beim Spitzentedarf an
Heizenergie in wenigen Wochen des Jahres zur Gebäudeheizung eingesetzt werden. Die
übrige Wärmemenge muß der umgebungsluft oder an Flüße uebertragen werden. Dazu werden
große Kühltürme mit hohem Investitions- und Betriebsaufwand verwendet.
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Schwierigkeiten, die mit der örtlichen Erhöhung der Flußwasser-Temperatur
verbunden sind. kcmmen danu.
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Die Speicherung der Wärme nat sich bisher weitgehend auf Temperaturen
konzentriert, die für den vorlauf der eizanlage geeignet waren. Auch Niedertemperaturspeicher
mit verscniedenen chemischen Speichermedien sind bekannt. Latentspeicher mit Wasser
in kubischen oder rechteckigen behältern sind hinzugekommen. .eizsystemeS die einzelne
Vorteile solcher Komponenten nützen2 sind ebenfalls bekannt.
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Die Nachteile, der bisher bekannten Systeme sind: Wärmespeicher bei
Temperaturen von 50 - 900 C müssen für die ganzjährige Versorgung sehr groß sein.
Sie müssen sehr gut isoliert werden und verlieren über die lange Speicherzeit einen
beträchtlichen Anteil der gespeicherten Wärme.
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Sie müssen in teuren umbauten Räumen untergebracht werden. Die bisher
bekannten Latentspeicher haben zwar einige beträchtliche Vorteile aufzuweisen, aber
sie müssen auf bis zu 50 % der Latentwärme verzichten, um das Bersten des Speicherbehälters
bei der Volumenvergrößerung des Speichermediums während der Vereisung zu vermeiden.(Wärmepumpen,Verlag
C.F, Müller, Seite 177 und 178). Bisher bekannte Latentspeicher waren vorgesehen,bei
etwa im unter der Erdoberfläche eingegraben zu werden, wo sie einen Teil ihrer Wärmeverluste
bei der Entnahme von Wärme aus dem Erdreich zurückgewinnen konnten. Sie halten durch
ihre kühle Speichermasse ihre nähere Umgebung länger als die Umwelt kühl. Dadurch
werden die Wurzeln der Pflanzen über den Speicher langer als die der übrigen Pflanzen
kühl gehalten, mit entsprechenden folgen für ihr Wachstum Auch ihre Unterbringung
unter anderen Nutzflächen hat Nachteile für den Verkehr und Umgebung. Solche Latentspeicher,
knapp unter der Erdoberfläche untergebracht2 mit ungünstigem Verhältnis zwischen
ihrer Außenfläche zum Speichervolumen, entziehen dem Erdreich nur gringe
Mengen
an Wärme. Mit der Erfindung wird angestrebt, diese und andere Nachteile bisher bekannter
heizsysteme z vermeiden und gleiche zeitig andere Vorteile zu erarbeiten. Zur Lösung
der Probleme wird angestrebt, die Nutzung der Wärme besondersw aus der Tiefe des
Erdreichs, mit der Fähigkeit der Endmasse, Wärme langsfristig zu speichern, zu verbinden
und mittels Langszeitsteicher in liefbohrungen oder ändere Art den Spitzen zu decken.
Langszeitspeicher in Tieftbohrungen wurden unter P 30 03 007.0 beim Patentamt angewelder.
Die Vorteile dieser und anderer Komponenten zu Heizsystemen für die Wärmeversorgung
von Gebäuden beliebiger Größe zu vereinen, ist eines der Ziele dieser Erfindung.
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Bei ausreichender Temperatur der Trägerflüssigkeit aus Wärmequelle
(1) werden nacheinander die Heizanlage (11) mit Wärme versorgt, der Warmwasserbereiter
(9) und der Kurzeitsspeicher (10) aufgeladen und die überschwärme in den Langszeitspeicher
(65) eingebracht. Die eingebrachte Wärme trifft im Langszeitspeicher (65) auf des
vorgewärmte Speichermedium, Gewähnlich wird gegen Ende des Winters oder am Anfang
des Frühjahrs auf die Entnahme von Wärme aus dem Langszeitspeicher (65) verzichtet.
Dem abgekülten Speichermediums wird aus der umgebenden Erdmasse über die leitenden
Wände des Speicherbehälters Wärme aus dem Erdkern zugeführt. Bei größer Tiefe mit
dünnem Speicherbehälter findet eine schnelle zufuhr stat. Die Speicherung von überschlußwärme
wird erst @onate später beginnen als die Außentemperatur gestiegen sein wird. Auf
diese Weise wird bereits gegen Ende des Frungehrs im Speichermedium eine beträchtliche
Menge an Wärme gespeichert sein, die in nächsten Winter zusammen mit dem erhaltenden
Anteil der später zugeführten Wärme zur Deckung des Spitzenbedarfs zur Verfugung
stehen wird.
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Ein Teil der zugeführten Wärme wird über die leitenden Flächen des
Speicherbehälters (65) dem Erdreich (66) übertragen, das durch seine große Masse
sehr viel aufnehmen und dabei die Temperatur nur geringfügig erhöhen wird. Die große
Messe des Erdreichs (66) wird auch isolierend wirken; insbesondere dadurch, daß
ihr aus dem Erdkern ständig Wärme zugeführt wird. bei der Entnahme wird der prozess
umgekehrt verlaufen und dabei ein teil der Wärme aus dem Erdkern, in Form von Latentwarme
des Speichermediums, sowie Teile der zugeführten Wärme, teils in Speichermedium,
teils in der umgebenden Erdmasse werden zur verfügung stehen. Die entnommene Wärme
soll mittels Wärmepumpen auf die jeweils notwendige Vorlaufttemperatur angehoben
werden. Dabei soll wo es möglich ist, der Niedertemperatur Fußbodenheizung Vorrang
eingerumt werden, da bei geringen Temperaturunterschieden zwischen der Kalten und
der w.rmen Seite der Wärmepumpen diese wirtschaftlicher arbeiten. Für vorhandene
Heizungen, insbesondere im Altbau wird häufig die zusätzliche Erhöhung der Temperatur
über die Abwärme des zum Antrieb benutzten Verbrennungsmotor nützlich werden. Mehrstufige
Wärmepumpen söllen für höhere Verlauftemperaturen vorgesehen werden.
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Fig. 1 zeigt eine Variante des Heizsystems, das in der Lage ist, die
Hauptfunktionen zu erfüllen. Bei ausreichender Wärmemenge mit ausreichender Temperatur
wir die kühle Trägerflüssigkeit mittels Umwälzpumpe (17) durch den Kühlerwärmetauscher
(1) der Anlage befördert.
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wo sie die Wärme aufnimmt. Die erwärmte Trägerflüssigkeit gelangt
über Ventil (26) zu Heizanlage (11), wo sie über deren leitenden Flächen die Wärme
an den überträgt. Über Umwälzpumpe (12), Mischventil (27) und auf geraden Durchfluß
gestellten Ventilen (28-34) kehrt die abgekühlte Trägerflüssigkeit zurück zur Umwälzpumpe
(17), wo der Kreislauf von Vorne beginnt.
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Falls die Wärmemenge und die Temperatur ausreichen, wird auch Warmwasserbereiter
(9) aufgeladen Dazu muß Ventil (31) entsprechend umgestellt und Umwälzpumpe (14)
im Betrieb gesetzt werden. danach wird über Ventil (38) das kalte und über Ventil
(39) das warme Wasser reguliert und an den Warmwasserverbraucher (40) weitergeleitet.
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Der Kurzzeitspeicher (10) wird leber entsprechend umgestelltem Ventil
(30) und Umwälzpumpe (13) mit aufgewärmter Trägerflüssigkeit gefüllt.
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Diese wird bei Sedarf über das entprechend umgestellte Ventil (29)
und durch die Fördertätigkeit der .wälzpume il2i in die Reizanlage kil) gepumpt.
dadurch sieht heizenergie auch zu Zieten zur Verfügung als die Versorgung aus den
übrigen Komponenten nicht ausreichend ist, oder scnst nur mit Einsatz teuerer Antriebsenergie
möglich waren Ist nach Versorgung der Heizanlage (11) und Füllung des Warmwasserbereiters
(9) und des Kurzzeitsspeichers (10) Wärme verfügbar, wird Ventil (33) entprechend
umgestellt und Umwälzpumpe (15) in Betrieb gesetzt. Dadurch wird die Trägerflüssigkeit
über Ventil (24) durch die Übertragungsleitung (35) des Langzeitspeichers (65) geleitet,
wo sie ihre Wärme dem Speichermedium überträgt. Da die Trägerflüssigkeit nach ihrer
Wärmeabgabe in der Heizanlage (11) bzw. in dem Warmwasserbereiter (9) oder Kurzzeitspeicher
(10) durch die Übertragungsleitung (35) des kühleren Langszeitspeichers (65, fließt,
wird sie ihre Wärme jeweils in zwei Raten abgaben. dadurch wird sie gut abgekühlt.
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Wird eine Wärme benötigt5 so wird Ventil t32) umgestellt, wodurch
der Rückfluß aus den Verbrauchern (9, 10, 11) gesperrt wird. Nach Umstellen des
Ventils (25) und Inbetriebnahme der Umwälzpumpe (15) fließt die in Wärmequelle (1)
aufgewärmte Trägerflüssigkeit durch die Übertragungsleitung (35) und entsprechend
umgestelltes Ventil (33). Dadurch wird die gesamte zugeführte Wärme gespeichert.
es soll festgehalten werden, daß alle bIsher genannten Funktionen nur mit geringer
umwälzenerg-e durchgeführt werden.
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Ist die Temperatur der Trägerflüssigkeit zu niedrig, um damit den
Vorlauf der Verbraucher 9,10,11,67) zu speisen, wird der Verdichter (6) des Wärmepumpen-Systems
in Betrieb. Die über Verdampfer(5) entogene Wärme wird vom Arbeitsstoff des Wärmepumpensystems
aufgencmmen im Verdichter (6) kompriziert und über Verflüssiger (7) mit erhöhter
Temperatur an den Sekundärkreis des Heizsystems übergeben, wo sie den Verbrauchern
(9,10,11,67) zur Verfügung steht Bei diesem Vorgang muß Sperrventil (22) geöffnet
und Ventil (32) zu Verflüssiger (7) umgestellt sein.
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Will man dle Restwärme nach dem Verdampfer (5) speichern, muß Ventil
(33) zu Übertragungsleitung (35) umgestellt werden. Dadurch wird die Trägerflüssigkeit
über Umwälzpumpe (15) und Ventil (24) durch die Übertragungsleitung (35) geleitet,
wo sie die - besonders bei mäßigem Wärmeverbrauch - verbliebene Restwärme dem Speichermedium
überträgt.
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Da für den Antrieb des Verdichters (6) häufig hochwertige elektrische
Energie verwendet wird, Ist es zweckmäßig, diese während der Gültigkeit des Schwachlasttarifs
zu entsprechend niedrigem preis in Anspruch zu nehmen und die so gewonnene Wärme
im Kurzzeitspeicher (10) aufzuhaben. Wird Kühlbetrieb gewünscht, müssen die Ventile
(26 und 26) zu Übertragungsleitung (36) umgestellt werden. Durch den Betrieb der
Umwälzpumpe (12) wird die Trägerflüssigkeit von der Heizanlage (11) über Mischventil
(27), Ventil (28), Übertragungsleitung (36) und Ventil (2b) umgewälzt. Es ist zweckmäßig
zum Kühlbetrieb einen ralten, noch nicht aufgeladenen Lengzeitspeicher zu benützen,
um durch möglichst niedrige temperaturen der Trägerflüssigkeit entsprechend effektive
Kühlung zu erreichen. Der relat-iv geringe Temperaturunterschied zwischen Langszeitspeicher
(65) mit 0 - 5° C und Heizanlage mit 22 - 300 C kann nur entsprechende Kuhlwirkung
möglich mohen. In
vielen Fällen wird dieser relativ einfache Kühlbetrieb
mit nur Umwlz energie ausreichen. Die Speicherung der entzogenen Wär:t:e Ist ein
weiterer Vorteil.
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Zur Entnahme der Wärme, nur aus dem Langzeitspeicher (65) muß Verdichter
(6) in Betrieb sein, Sperrventil (22) geöffnet, Vnetil (33) zu Ubertragungsleitung
(35) und Mischventil (3) ganz zu Verdampfer (5) umgestellt werden.
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Zur gleichzeitigen Entnahme aus dem Langszeitspeicher (65) nd Wärmequ11e
(1) muß über Mischventil (34) das Verrältnis der Entnahme aus dem Langzeitspeicher
(65) zur Wärmequelle (1) getegelt verden.
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Zur Entnahme aus einem anderen Langzeitspeicher (65) muß cas Ventil
(24) zur bbertragungsleitung (36) umgestellt und sperrventil (23) geöffnet werden.
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Das dargestellte Heizsystem eignet sich je nach Auslegung für Ein-und
Mehrfamilienhäuser. Durch Parallelanschluß (67) sollen weitere Verbraucher wie (11)
oder beliebiger anderer Art, in beliebiger Anzahl angeschlossen werden.
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Die auf Fig. 1 dargestellte Variante soll je nach örtlichen Möglichketten
und Bedarf an Wärme, um weitere Komponenten erweitert werden.
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Fig. 2 zeigt eine Variante mit zusätzlicher Nutzung der AbNrn.e aus
dem aushalt (41 und 42) und den Antrieb mit 2 Wärmepumpen k3 und 6) unterschiedlicher
Größe.
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Das gebrauchte warme Wasser aus Ead (40) und Hausgerät (42) wird über
Wärmetauscher (43) geleitet, wo seine Wärme der trägerflüssigkeit des Systems übertragen
wird. Durch den 3etrieb der mwälzpumpe (46) bei geöffnetem Sperrventil (45) wird
die rückgewcnnene Warme in den Speicher (65) eingebracht. Nach Abkühlung des Abwassers
wird Sperrventil (44) temperaturabhängig gesteuert, geöffnet und das Abwasser in
die Kanalisation geleitet.
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Der bedarf an eizwärme unterliegt je nach Außentemperatur großen Schwankungen.
Mit einer kleineren Wärmepumpe, bestehend sus Verdampfer (2), verdichter (3), Verflüssiger
(4) und Expansionsventil (16) soll der mäßige Bedarf gedeckt werden. Mit einer zweiten
größeren Wärmepumpe, bestehend aus Verdampfer (5), verdichter t6), verflüssiger
(7) und Expansionsventil (8) soll der erhöhte Bedarf gedeckt werden.
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bei Spitzenbedarf sollen beide Wärmepumpen gleichzeitig arbeiten.
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Fig. 3 zeigt eine variante, die geeignet ist, die Vermischung der
Trägerflüssigkeiten der Wärmequelle (1) und des Heizsystems zu vermeiden, die Abwärme
des Verdichters (6) und die unterkühlungswärme des Wärmepumpenprozesses zu nutzen,
sowie die zusätzliche Gewinnung von Wärme über Luftwarmetauscher (55) zu bewältigen.
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Durch den insatz des Wärmetauschers (20) wird der Kreislauf der Wärmequelle
(1) mit den dazugehörigen Komponenten t25,22,5,15,24,S5,33,S4, 17bzw. 64,53,54,55,52)
von der übrigen Heizanlage getrennt. Dadurch wird die verwendung von Trägerflüssigkeiten
unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung ermöglicht. Übertragungsleitung (63)
soll über die Trennung der Kreisläufe im Langzeitspeicher (65) das gleiche Ziel
verfolgen.
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Die Verlustwärme des Wärmepumpen-Verdichters t6) wird dadurch gewonnen,
daß der Raum zwischen Kühlflüssigkeits-Mantel (19) und Verdichterkorper mit Trägerflüssigkeit
gefüllt, die durch Umwälzpumpe (18) bei geöffnetem Thermostatventil (21) in den
verdampfer-Wärmetauscher (5) eingebracht wird. Die dort entzogene Wärme wird anschließend
auf höhere Temperatur gebracht und den Verbrauchern (9,10,11,67) zur Verfügung gestellt.
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In den Kreislauf des N-irmepumpen-Arbeitsstoffes wird zwischen Verflüssiger
(7) und Expansionsventil die Übertragungsleitung (37) eingesetzt wodurch die Unterkühlungswärme
des Wärmepumpen-prozesses nach
bekanntem Verfahren in den Speicher
eingebracht wird.
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Bei Betrieb des Gebläses (54) und der Umwalzpumpe (53) bei geöffne
tem Sperrventil (64) und auf geradem Durchfluß gestelltem Ventil (52) wird die über
Luft-Wärmetauscher (55) gewonnene Wärme mittels Übertragungsleitung (35) in den
Langspeicher (65) eingebracht.
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Während des Betriebs der Wärmepumpe (6) wird Ventil (52) n?cW Verdampfer
(5) umgestellt und somit die Temperatur der geonnenen Wärme angehoben.
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Fig. 4 zeigt eine Variante, die die Nutzung der Wärme des Grundwassers
(50) zum Ziel h-t Das Grundwasser (50) wird über Ur.wälzpumpe (47) in die elastische
Ubertragunssleitung (48) gepumpt, von wo es - nachdem ihre Wrrme in den Langszeitspeicher
(65) eingebracht wurde - anschließend in einen Brunnen (49) geleitet wird. Durch
den Höhenunterschied (H) des Wasserspeigels in der beiden Brunnen (49 und 50) sickert
das Wasser zum nahegelegenen Brunnen (50) zurück und nimmt dabei aus dem Erdreich
(65) Wärme auf. i>'-r Kreislauf kann nur bis knapp über dem Gefrierpunkt erhalten
werden. Überdrcukventil t51) soll bei beginnender Vereisung des Grundwassers vcr
Schäden schützen.
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Fig. 5 zeigt eine Variante, die zusätzlich die Wärme aus Gewerbe und
Industrie nutzen soll. Gewerbetriebe (56) (wie Wäschereien, Großküchen, Kühlanlagen
in Metzgereien u. a. ) sollen be' Ventil (57) Umwälzpumpe (58) und Ubertragungsleitung
k59) ihre Abwärme im Lange zeitspeicher (65) sammeln. Das gleiche gilt für Industrieanlagen
beliebiger Art. Diese scllen inre Abwärme über Ventil (61), Umwälzpumpe (62) und
Ubertragungsleitung (63) in den Langszeitspeicher (55) einbrin en.
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Fig. 6 zeigt eine Variante, bei der, der Wärmepumpenverdichter (6)
nach bekannter Art von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Die Abwärme des
Antriebsmotors t69) wird über Umwälzpumpe (70) in den Wärmetauscher (71i eingebracht,
dessen Sekundärseite mit dem Verflüssiger (7) der Wärmepumpe in serie geschaltet
ist. Dadurch ird die Temperatur der Trägerflüssigkeit weiter erhöht. Das gleicne
gilt für die Kühlung des Auspuff-Sammelrohrs (72) von welchem die künlflüssig keit
mittels ümwälzpumpe (73) über den Wärmetauscher i74i geleitet wird. Die auspuffgase
über Wärmetauscher (75) geleitet, geben inre Wärme als letzte Stufe der Temperaturerhohung
ab. Der Kurzzeitspeicher (10) soll die Möglichkeit scnaffen, den Verbrennungsmotor
,6) zu bestimmten zeiten, als seine Geräusche empfunden werden, abzustellen.
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ur gewinnung von Wärme aus beliebigen Quellen i wie Milchühlung, Bierkühlung,
Gewässern oder auch Kollektoren ) ist der Abschluß (77) über Vnetil (76)sowie Anschluß
(78) vorgesehen. Hier können verschiedene geräte uber Schlauch oder Rohr angescnlossen
werden, die mittels der vorhandenen Wärmepumpe (5,6,7,8) gleichzeitig nutzliche
sünlarbeit und Wärmegewinnung leisten sonnen. Für die Angliederung verschiedener
Wärmeverbraucher ( wie Beheizung von Schwimmbädern, Nebenräumen u. a. ) ist auf
der Warmseite des Systems der Anschluß (80) über Vnetil (79), Umwälzpumpe (82) sowie
Anschluß (81) vorgesehen. Fig. 7 zeigt eine der einfachsten Varianten der Nutzung
der Niedertemperaturwärme mit dem Erdreich (56) als Wärmequelle, die im Laufe der
wärmeren Monate des Jahres dem Langzeitspeicher (65) langsam aber stetig Wärme zuführt.
Das Speichermedium nimmt die Wärme auf und geht in den flüssigen Aggregatzustand
über.
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Seine Temperatur wird dem er Erdmasse angenähert. Bei dr Entnahme
der Wärme werden Wärmepumpen-verdichter (6) und Umwälzpumpe (15) in Betrieb gesetzt.
Uber Ventil (24) wird die im Verdampfer (5) abgekühlte Trägerflüssigkeit durch die
Ubertragungsleitung (35) geleitet wo sie aus dem Langzeitspeicher (65) Wärme entnimmt
und diese dem
Wärmetauscher des Verdampfers (5) überträgt. Durch
die Tätigkeit der Warmepumpe (5,6,7,8) wird die Temperatur der Wärme augehoben und
den Speichern (9 und 10) bzw. der Heizanlage (11) übergeben. Durch umstuern des
ventils (24) zu übertragungsleitung (36) wird aus weiteren Langszeitspeichern (65)
Wärze entnommen. Da durch Abkühlung des Speichermediums als unter dessen Gefrierpunkt
die hohe latentwärme entzogen wird, ist eine beträchtliche Wärmereserve zur Deckung
des Spitzenbedarfs verfügbar. Diese wird um die in der großen Erdmasse in der näheren
Umgebung des Langszeitspeichers (55) vorhandene Wärme erweitert, ds nach Abkürzung
des Speichermediums diesem aus dem Erdreich (66) weitere Wärme zufließt. Da das
Erdreich als einzige Wärmequelle - neben der Antriebsenergie der Wärmepumpe r ist,
muß das gesamte Volumen der Langzeitspelcher (65) entsprechend hoch ausgelegt werden.
Zur Verminderung des Gesamtvolumens der Langzeitspeicrer stehen Komponenten zur
Rückgewinnung (1;, 43, 71, 74, 75) sowie zur Erweiterung der Wärmemenge (50, 55,
55, 50) wie in Fig. 2 - 6 dargestellt, zur Verfugung.
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Die beschriebenen Varianten werden dadurch gekennzeichnet, daß sie
jeweils die Hauptkomponenten eines variablen Heizsystema mit anderen nach Bedarf
kombinieren.
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Die Erfindung bringt folgende Vorteile: Weitgehende Nutzung von Niedertemperatur-Abwärme.
Große Mengen von bisher nicht nutzbarer Warme beliebiger Herkunft werde mit relativ
einfachen Mitteln gespeichert und zur Deckung des Spitzenbedarfs zur Verfügung gestellt.
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Die Wärme des Erdreichs (66) wird zusätzlich genutzt. Die Fläche über
den Langzeitspeichern (65) bleibt beliebig nutzbar. Die geringe Grundfläche und
die große Tiefe für den Langszeitspeicher ist überall vorhanden. Die langsfristige
Speicherung der Wärme braucht nur wenig Umwälzenergie und verbleibt ohne weiteren
Aufwand. Langzeitsei ober bis zu beträchtlichen Tiefen vorgefertigt und versenkt,
verursache: relativ niedrige Investitionen. Langzeltspeicher arweiten ungefährlich,
$geräusschlos und unweltfreundlich. Kühltürme entfallen. Ia der Langzei~speicher
bis unter 0 ° C abgekühlt wird, kann Wärme bei sehr niedrigen Temperaturen eingebracht
werden. Durch Einsatz größer Mengen an gespeicherter Wärme ist da gleiche Kraftwerk
in der Lage bein S itzenbedarf erheblich mehr Raum zu beheizen als bisher. Durch
die Fä:igkeit aus großer Tiefe Wärme zu entnehmen, sint relativ einfache Ausführungen
in der Lag mit Närmegewinnung nur aus dem Erdreich '6 ) bei entsprechender Auslegung
mittels Wärme pumpen die Raumheizung in bereich der gemäßigten Klimazone zu tewältigen.
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L e e r s e i t e