DE3005950C2 - Einrichtung zur Synchronisierung und Spannungsregelung für Netze, die über eine Kurzschlußschutzeinrichtung gekuppelt sind - Google Patents
Einrichtung zur Synchronisierung und Spannungsregelung für Netze, die über eine Kurzschlußschutzeinrichtung gekuppelt sindInfo
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- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Description
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Die Erfindung befaßt sich mit einer Einrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Die heutigen Leistungen von Bordnetzen auf Wasserfahrzeugen, insbesondere Offshore-Fahrzeugen,
haben in vielen Fällen bereits die Grenzleistung überschritten, die durch das Einschaltvermögen der
Schutzschalter im Niederspannungsbereich gegeben ist. Diese Grenzleistung von Bordnetzen von 5—6 MVA
muß aber noch niedriger angesetzt werden wegen der kompakten Bauweise mit relativ kurzen Kurzschlußbahnen. Die naheliegende Lösung, zwei getrennte
E-Werke für das Bordnetz vorzusehen, scheitert ebenso an der Wirtschaftlichkeit wie der Einsatz eines
Mittelspannungsnetzes. Vergl. Jahrbuch der STG 67. Band 1973 »Mittelspannungsbordnetze« von A. Wagerin.
Auch ist eine Kurzschlußstrom-Begrenzung in Niederspannungs-Bordnetzen bekannt, wie aus dem
,Calor-Emag-Mitteilungen 1«, 1965 »Betrachtungen
über die Anwendung von Is- Begrenzern in Drehstromanlagen« von C. Böttger hervorgeht Diese zwischen
zwei F-Werken angeordneten Schalter haben den Mangel, daß nach Auslösung des Schalters Reserve-Schalteinsätze montiert werden müssen und damit kein
Verbundbetrieb der E- Werke möglich ist.
Es ist ferner eine Kupplungsanordnung für zwei elektrische Netze aus der DE-AS 20 14 908 bekannt, die
über die Primärwicklung eines Reihentransformators miteinander verbunden sind. An die Sekundärwicklung
dieses Transformators ist ein Paralleltransformator gelegt der eine Primär-, Sekundär- und Tertiärwicklung
aufweist Der Primärwicklung des Paralleltransformators ist eine Induktivität der Sekundärwicklung eine
Kapazität in Reihe und der Tertiärwicklung eine Schaltvorrichtung parallel zugeordnet Durch Einschalten dieser Schaltvorrichtung wird die Tertiärwicklung
kurzgeschlossen, wodurch eine Summierung der Impedanzen und eine Strombegrenzung im Kruzschlußfall
bewirkt wird. Im normalen Betriebsfall kann durch diese Anordnung die Impedanz des Reihentransformators
verringert werden. Wenn die Netze außer Tritt fallen, werden sie über Kuppelschalter voneinander getrennt
Ein erneutes Zusammenschalten ist nur nach einem Synchronisiervorgang möglich. Ein erheblicher Mangel
muß allerdings in dein größeren technischen Aufwand gesehen werden.
In der US-PS 32 13 362 wird eine Phasenvergleichsschaltung beschrieben, wie sie bei der Einschaltung
größerer Schalteinheiten oder für Synchronisieningsmaßnahmen verwendet wird. Vor und hinter einem
offenen Kuppelschalter zwischen zwei Netzen werden gleiche Phasen an die Primärwicklung je eines
Transformators gelegt dessen Sekundärwicklung mit je einer Halbleiterbrücke mit einer Zenerdiode in der
Brückendiagonalen verbunden ist. Eine weitere VoII-weg-Gleichrichterbrücke, ein Potentiometer in einer
Station und ein Strommesser in einer anderen Station vervollkommnen die Anordnung. Insbesondere ist diese
Vergleichsschaltung für die Ferneinschaltung eines Netzkuppelschalters gedacht
Schließlich ist aus der DE-AS 27 10 625 eine Kurzschlußschutzeinrichtung für Bordnetze großer
Leistung bekannt bei dem mehrere Generatorgruppen auf eine Sammelschiene arbeiten, in die zwischen den
Gruppen ein Stromtransformator mit seiner Primärwicklung gelegt ist und in dessen Sekundärkreis ein
elektronischer Schnellschalter mit parallelem ohmschen Widerstand angeordnet ist der bei Überschreiten eines
Grenzstromes in den Stromkreis geschaltet wird. Mit dieser Einrichtung ist aber ein synchroner Betrieb der
Generatorgruppen nach einem Kurzschluß, der die Dauer von ca. 150 ms übersteigt nicht mehr gewährleistet
Hier setzt die Erfindung ein, und es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, eine Synchronisier- und Spannungsregeleinrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die bei geringem technischen Aufwand den Einsatzbereich der vorerwähnten Kurzschlußschutzeinrichtung wesentlich erweitert und ihre Funktion
verbessert
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Merkmale vorgesehen. Damit wird eine wirtschaftliche und technisch
weniger aufwendige Einrichtung geschaffen, da bisher nur ein teueres Hochspannungs-Bordnetz zur Lösung
dieses Problems für ausreichend gehalten wurde. Die Grenzleistung des Netzes kann mit der Einrichtung
nach der Erfindung nahezu verdoppelt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt. Von den vier Generatoren G1 bis
G 4 sind je zwei G1, G 2 und G 3, G 4 zu einer Gruppe
vereinigt Die Generatoren speisen über Generatorschutzschalter Sl bis 54 eine gemeinsame Sammelschiene B. Von der Sammelschiene B führen Leitungen
Vl bis V4 zu den angeschlossenen Verbrauchern. In
diesen Abgängen sind ebenfalls Selbstschalter vorgesehen.
In der Sammelschiene B sind ein Kuppelschalter K und eine Kurzschlußsehutz- Einrichtung E angeordnet
Diese besteht aus einem Stromtransformatcr Tr, dessen Primärwicklung von dem Sammelschienenstrom durchflossen
wird. Der Sekundärstrom wird über eine Drehstromdiodenbrücke GX gleichgerichtet und mit
einem Thyristorschalter 55 im Normalfall kurzgeschlossen. Parallel zum Schalter S 5 ist ein Widerstand
R1 gelegt Im normalen Betrieb arbeitet der Stromtransformator
ohne Last mit minimalen Kurzschlußverlusten. Der Spannungsabfall im Netz, also vor und hinter
dem Stromtransformator ist sehr gering, der Wirkwiderstand des Transformators ist klein.
Parallel zur Primärwicklung des Stromtransformators Tr ist ein Widerstandsteiler, bestehend aus den
Widerständen R2\ und Λ22 vorgesehen. An einem
Mittenabgriff zwischen den beiden Widerständen kann die Spannung Um abgenommen werden. An die
Anschlußklemmen des Widerstandteilers ist ebenfalls ein Phasenmeßgerät Ph gelegt, dessen Funktion später
erläutert wird.
Die Ist-Spannung UKl wird einer Vergleichsstelle 1
zugeführt und mit der Soll-Spannung U50Ii verglichen.
Eine Spannungsabweichung wird im Block 2 ausgeregelt und als Erregerstrom-Sollwer* einem weiteren
Vergleichsglied 3 zugeführt. Eine Erregerstromabweichung steht an einem Stromregler 4 an und wird über
eine Impulsformerstufe 5 den Erregerwicklungen der Generatoren G 3 und G 4 zugeführt.
Im folgenden soll die Wirkungsweise der Einrichtung erläutert werden. Es wird vorausgesetzt, daß in der
Ausgangsleitung Vl ein Kurzschluß eingetreten ist und daß jede Generatorgruppe einen Leitgenerator aufweist
Im Kurzschlußfall wird mit Erreichen des zweifachen Nennstromes in der Sammelschiene B der
Thyristorschalter 55 in etwa 50 μ s abgeschaltet und der Strom auf den Widerstand R 1 kommutiert Dieser
gleichsam in die Sammelschiene eingekoppelte Widerstand begrenzt den zur gestörten Generatorgruppe
fließenden Strom. Als ohmscher Anteil des Kurzschlußstromes in der gestörten Generatorgruppe wird er
diesen unwesentlich erhöhen, verbessert aber den Kurzschlußstrom-Leistungsfaktor, so daß das Einschaltvermögen
der Selbstschalter ansteigt Durch den eingekoppelten Widerstand R 1 werden die Generatorgruppen
teilweise gekuppelt, so daß eine Phasenverschiebung stattfindet, weil der Wirkstromausgleich die
Lastwinkel der Generatorgruppen gegensinnig laufen läßt Das Phasenmeßgerät Ph gibt bei Phasengleichheit
in gleichen Phasen der Generatorgruppen ein Zündsignal an den Schalter 55. Da die Kupplung der Netze
innerhalb weniger μ Sekunden erfolgt ist es nicht erforderlich, Schaltereigenzeiten zu berücksichtigen.
Ein synchroner Weiterlauf im Verbundbetrieb ist selbst dann möglich, wenn ein Kurzschluß längere Zeit,
d h. bis zur Auslösung der Generatorschalter angestanden hat Bei eingeschaltetem Widerstand R1 wird die
Phasenlage einer Phase beider Generatorgruppen überprüft Durch die Widerstandsentkopplung der
Generatorgruppen tritt auch hier ein Wirkstromausgleich auf, der die Lastwinkel der Generatoren
gegensinnig verändert und sehr schnell eine Phasengleichheit feststellt Dann wird der Schnellschalter 55
gezündet und der Widerstand herausgeschaltet. Versuche iiaben gezeigt daß sich eine Kurzschlußstrombedämpfung
auf etwa 17% einstellt Eine Oberlagerung dieses Stromverlaufes mit dem der ungestörten rechten
Generatorgruppe nach der Figur ergibt einen Gesamtstromstoß des E-Werk-Verbundes mit Strombedämpfung
von ca. 58% des Stromstoßes ohne Bedämpfung.
Für diese Belastung ist das Einschaltvermögen der Schalter in den Abgängen zu den Verbrauchern ausreichend.
Für diese Belastung ist das Einschaltvermögen der Schalter in den Abgängen zu den Verbrauchern ausreichend.
Die Versuche haben ebenfalls ergeben, daß die Momentenbeanspruchung der auf den Kurzschluß
direkt speisenden Generatorgruppe und der über die Primärwicklung des Stromtransformators speisenden
Generatoren annähernd gleich ist und sich ein Polradwinkelunterschied von nur wenigen °el einstellt,
der einen synchronen Betrieb nach der Freischaltung des Kurzschlusses gewährleistet.
Schließlich soll mit der Erfindung eine gemeinsame Spannungsregelung bei gekuppelten Generatorgruppen
erfolgen. Hierfür wird der Istwert der Spannung Ui51 von
der Mittenanzapfung an der Primärwicklung des Stromtransformators oder ersatzweise von dem künstlichen
Mittelpunkt zwischen den Widerständen R 21 und R22 abgenommen. Dieser Spannungsweri wird einer
Vergleichsstelle 1 zugeführt, an der ein Spannungs-Sollwert Usoii ansteht. Eine bestehende Spannungsabweichung
wird in einem Block 2 ausgeregelt und als Sollwert für den Erregerstrom ;>«,« für die Generatoren
ausgegeben. Diesem Wert steht im Vergleichsglied 3 der Erregerstrom-Istwert />
,« gegenüber. Eine Stromabweichung wird im Regler 4 ausgeregelt und über
einen Impulsformer 5 an die Erregerwicklungen der Generatoren G 3 und G 4 weitergeleitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Synchronisier- und Spannungsregelungseinrichtung für ein elektrisches Netz großer Leistung, die
einen synchronen Weiterlauf des Netzes nach einem s Kurzschluß gestattet, wobei mehrere in Gruppen
zusammengefaßte Generatoren auf eine gemeinsame Sammelschiene mit Verbraucheranschlüssen
arbeiten, wobei in die Sammelschiene zwischen den Gruppen ein Kuppelschalter und eine Kurzschluß-Schutzeinrichtung eingebaut sind, die einen Stromtransformator mit einer Primärwicklung aufweist, in
dessen Sekundärkreis ein Thyristorschalter mit parallelem ohmschem Widerstand angeordnet ist,
der bei Oberschreiten eines Grenzstromes in den is Sekundärkreis einschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung des
Stromtransformators (Tr) einen Mittenabgriff aufweist, an dem im ungestörten Betrieb ein Spannungs-Istwert (Um) für eine Spannungsregelung
abgreifbar ist, und daß eine Phasenmeßeinrichtung (Ph) vorgesehen ist, die nach einer Kurzschlußfortschaltung die Phasenlage einer Phasenspannung der
Generatorgruppen Gl, G 2; G 3, G 4 ermittelt und
daß bei Phasengleichheit durch Ausschalten des Parallelwiderstandes (R 1) eine Synchronisation der
Generatorgruppen erfolgt
2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß eine Synchronisierung der Generatorgruppen nach dem Schließen des Kuppelschalters K
durch Überwachung einer Phasenspannung der Generatorgruppen G1, G 2; G 3, G 4 und Zündung
des Thyristorschalters 55 vornehmbar ist
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittenabgriff an der Primärwick-
lung des Stromtransformators Tr durch einen Widerstandsteiler R2i,R22 gebildet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803005950 DE3005950C2 (de) | 1980-02-16 | 1980-02-16 | Einrichtung zur Synchronisierung und Spannungsregelung für Netze, die über eine Kurzschlußschutzeinrichtung gekuppelt sind |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803005950 DE3005950C2 (de) | 1980-02-16 | 1980-02-16 | Einrichtung zur Synchronisierung und Spannungsregelung für Netze, die über eine Kurzschlußschutzeinrichtung gekuppelt sind |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3005950A1 DE3005950A1 (de) | 1981-08-27 |
| DE3005950C2 true DE3005950C2 (de) | 1982-11-04 |
Family
ID=6094868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803005950 Expired DE3005950C2 (de) | 1980-02-16 | 1980-02-16 | Einrichtung zur Synchronisierung und Spannungsregelung für Netze, die über eine Kurzschlußschutzeinrichtung gekuppelt sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (3)
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| DE4325061A1 (de) * | 1993-07-26 | 1995-02-02 | Siemens Ag | Verfahren zur Kurzschlußstrombegrenzung und Anordnung für einen Schrägtransformator |
| FR3105627B1 (fr) * | 2019-12-19 | 2023-07-14 | Electricite De France | compensateur synchrone statique série moyenne tension pour réseau électrique de distribution. |
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| US3213362A (en) * | 1962-01-24 | 1965-10-19 | Westinghouse Electric Corp | Phase detector using zener diode bridges and a summing network |
| DE2710625C3 (de) * | 1977-03-11 | 1981-02-12 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | ,Kurzschlußschutzeinrichtung für ein Bordnetz großer Leistung |
-
1980
- 1980-02-16 DE DE19803005950 patent/DE3005950C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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