DE3004593C2 - Wärmeschutzkleidung - Google Patents
WärmeschutzkleidungInfo
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Description
2. Wärmeschutzkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Verteiler (3) und
Sammler (4) der gleichen Gruppe von Kühlmittelschläuchen (2) gleich sind und nur efitgegengesetzte
durchströmt werden.
3. Wärmtschutzkleidung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daZ. die Kühlmittelschläuche (2) aufgeteilt an den gegenüberliegenden
Stirnseite (8,9) angeschlossen ind und das bzw. die Rohre (5) mit einer Ein- bzw. Ausströmung parallel
zu den Stirnseiten (8, 9) in Höhe der Mittelachse einer zu den Stirnseiten (8, 9) hin jeweils
gleichgestalteten Mischkammer (6) angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft eine Wärmeschutzkleidung, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Der menschliche Körper erzeugt durch den Stoffwechsel ständig Wärme. Die Wärme wird normalerweise durch Strahlung, Leitung, Konvektion und Verdampfung in die Umgebung abgeleitet. Das notwendige
Gleichgewicht, bei dem die Körpertemperatur nicht über die physiologische Grenze ansteigt, kann nur
erreicht werden, wenn die Umgebung die Wärme so schnell aufnehmen kann, wie sie entsteht. Die unmittelbare Ableitung der Wärme vom Körper wird jedoch
unmöglich, wenn die Umgebungstemperatur größer wird als die zulässige obere Grenze der Körpertemperatur des Menschen. Die Wärme wird in diesen Fällen
durch ein Kühlsystem, durch das eine Kühlflüssigkeit oder -gas durch Rohre hindurchgeleitet wird, abgeführt.
Dabei ist es aus gesundheitlichen und Tragekomfortgründen außerordentlich wichtig, daß die Kühlmittelmenge gleichmäßig über die ganze Kühlfläche verteilt
wird, Wäre dies nicht der Fall, so kann es zu partiellen Unterkühlungen und möglicherweise dauerhaften Gesundheitsschäden kommen.
Ein bekannter Wärmeschutzanzug wird bei Arbeiten in Gruben unter Havariebedingungen, wenn die
Temperaturen etwa 150" C erreichen und giftige Gase
oder kein Sauerstoff in der umgebenden Atmosphäre vorhanden sind, benutzt.
Der Schutzanzug besteht aus einem elastischen Gewebe. Er ist zusätzlich mit einer wärmeisolierenden
Dreischichtenumhüllung vollständig bedeckt An dem Schutzanzug sind außen, aber innerhalb der Umhüllung,
Rohre befestigt, die gleichfalls aus einem elastischen Stoff bestehen. Sie dienen dem Umlauf des Kälteträgers.
Die einzelnen Rohre werden über ein Sanwelrohr zu
einem Gesamtrohrnetz vereinigt Dazu sind die Enden der Rohre an dieses Sammelrohr angeschlossen. Das
Sammelrohr ist ein am Helm des Schutzanzuges befestigter rohrförmiger Ring, dessen Hohlraum durch
Scheidewände in zwei Raumteile getrennt ist Der Kälteträger wird einem Raumteil zugeführt und aus
dem anderen Raumteil wieder abgeführt Zum Durchlauf des Kählteträgers durch die Rohre sind diese
jeweils mit ihren beiden Enden an die Raumteile
angeschlossen. Das Sammelrohr ist mit entsprechend
flexiblen Schläuchen mit dem Kältesystem verbunden. Der Kälteträger läuft um und nimmt die Wärme auf
bzw. gibt sie ab. Die Verteilung des Kälteträgers auf die einzelnen Rohre und damit die Abkühlung der
Körperoberfläche ist von der Anordnung der Enden der Rohre an dem Sammelrohr und den sich dadurch
einstellenden Strömungsverhältnissen abhängig. Durch ein Rohr, das in der Nähe des Zuführungsschlauches
vom Kältesystem her an das Sammelrohr angeschlossen
ist wird eine andere Menge des Kälteträgers fließen, als durch ein Rohr, das diametral entgegengesetzt angeschlossen ist (DE-AS 24 19 524).
Es ist eine andere Schutzkleidung bekannt, die zur
Wärmeübertragung flüssigkeitsdurchströmte Schläuche
aufweist Diese Schläuche besitzen eine Flüssigkeitszuleitung und eine Rückleitung. Die Schläuche sind, um
den Träger der Schutzkleidung in seiner Bewegungsfreiheit nicht oder nur wenig zu behindern, einzeln bzw. in
Gruppen in aus Kanälen bestehenden Haltemitteln frei
beweglich gehaltert Die Haltemittel bestehen aus am
Kleidungsstück angenähten Haltesireifen, die aus dem gleichen Material wie das übrige Kleidungsstück
hergestellt sind. Die Haltestreifen bilden dabei einen Kanal, in welchem der Schlauch frei beweglich ist Die
Flüssigkeitszuleitung verzweigt sich in einzelne Schläuche, die zu den Arm- und Beinenden führen und dort in
Verteilungsstücken enden. Von dort führen rückführende Schlauchgruppen in Form großflächiger Windungen
am Körper entlang bis zur Leibesmitte und enden dort
in Rücklaufsammdstücken. Die Rücklaufsammeistücke
haben dann Verbindungsleitungen und sind letztlich an die Rückleitung für die wärmeübertragende Flüssigkeit
angeschlossen. Die Aufteilung bzw. Zusammenfassung der wärmeübertragenden Flüssigkeit in den Verteiler
stücken und den Rücklaufsammelstücken erfolgt nach
der geometrischen Anordnung an diese. Die Menge der Flüssigkeit in den Schläuchen ist damit von dieser
abhängig. Eine gleichmäßige Temperierung der einzelnen Körperpartien ist nicht gesichert (DE-AS
16 10 647).
Eine weitere bekannte Schutzkleidung enthält zur Wärmeübertragung flüssigkeitsdurchströmte Schläuche, die in paralleler Anordnung zur Körperlängsachse
in regelmäßigen Abständen in ein Gewebe eingebunden
sind. An ihren Enden sind die Schläuche, gruppenweise
zusammengefaßt, an Verteiler oder Sammler parallel angeschlossen. Diese stellen, am Oberkörper angeordnet, die Verbindung zu einem Wärmetauscher her oder
dienen, in der Anordnung an Hand- und Fußgelenken, der Verbindung zwischen den hin- und rückführenden
Schlauchgruppen. Auch hier erfolgt mangels spezieller Vorkehrungen die Aufteilung der umlaufenden wärmeübertragenden
Flüssigkeit nach der räumlichen Anordnung der Anschlüsse an den Verteilern oder Sammlern.
Die Verteilung des Flüssigkeitsstromes auf die Schläuche hängt damit von dieser räumlichen Anordnung ab,
und eine gleichmäßige Temperierung des Körpers ist nicht gesichert (US-PS 36 08 09t),
Bei einem bekannten Sandfilterkasten für die Belüftung von Gasschutzräumen ist die Sandfüllung auf
eine Vielzahl parallel nebeneinander angeordneter, sandgefüllter Kammern aufgeteilt Diese bestehen aus
profilierten Schienen von U-förmigem Querschnitt, dessen Schenkel aufwärts gerichtet sind. Sie bilden
durch Anordnung in gegenseitigem Abstand, der etwa V3 der Profilbreite beträgt, zwischen sich Durchtrittsöffnungen
zu einem unterhalb der Kammern gelegenen, deren ganze Ausdehnung überdeckenden und nach
außen abgeschlossenen Luftsammeiraum. An den Luftsammeiraum ist in der Mitte einer Seitenwand eine
Luftsammelleitung angeschlossen. Oberhalb der sandgefüllten Kammern sind gleichartige profilierte Schienen
mit abwärts gerichteten Schenkeln derart symmetrisch über den Durchtrittsöffnungen angeordnet, daß
ihre Schenkel teilweise in die Sandfüllung eindringen. Dadurch werden in jeder sandgefüllten Kammer zwei
Strömungswege gebildet Im Innern jeder oberen profilierten Schiene liegt ein Hohlraum, der je einen
Strömungsweg der benachbarten sandgefüllten Kammern zusammenfaßt und mit einer der Durchtrittsöffnungen
verbindet Durch den einseitigen-Anschluß der
Luftsammelleitung ergibt sich eine ungleichmäßige Strömungsverteilung im Luftsammelraum. Es ist nachteilig,
daß sich diese ungleichmäßige Strömungsverteilung über die Durchtrittsöffnungen und die Hohlräume
bis zu den sandgefüllten Kammern fortsetzt und keine Möglichkeit eines Ausgleichs gegeben ist, weil die
Hohlräume gegeneinander abgeschlossen sind (DE-GM 19 77 299)
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Wärmeschutzkleidung mit kühlmitteldurchströmten Kühlmittelschläuchen
der eingangs genannten Art die Durchströmung der parallel geschalteten Schläuche, Kanäle bzw.
Rohre mit gleichen Kühlmittelmengen sicherzustellen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt gemäß dem
Kennzeichen des Anspruches 1.
Diese vorteilhafte und einfache Lösung sichert den gleichmäßigen Fluß durch alle Kühlmittelschläuche. Die
Ausführung der Mischkammer nach den angegebenen Bedingungen garantiert dazu vor den einzelnen
Anschlüssen der Kühlmiuelschläuche in dem Kühlmittel
gleiche Bedingungen. Die Aufteilung der Mischkammer durch die in Reihen hintereinander angeordneten
Verbindungsstege führt dabei trotzdem nicht zu störenden Widerstandserhöhungen für das strömende
Kühlmittel. Die Ausführung aus Folien zeichnet sich neben einfacher Herstellung durch eine hohe Flexibilität
und damit einen guten Tragekomfort aus. Dabei wird die Tiefe der Verteiler bzw. Sammler im wesentlichen
durch den Durchmesser der Schläuche und Rohre bestimmt, geht also nicht über die Dicke der übrgen
Wärmeschutzkleidung hinaus, Behinderungen beim Tragen sind dadurch ausgeschlossen.
Das Kennzeichen des Anspruchs 2 zeigt eine vorteilhafte Ausbildung, die die Herstellung weiter
vereinfacht
Die Lösung aus dem Anspruch 3 zeigt darüberhinaus eine vorteilhafte Weiterbildung, mit der der anteilhafte
Raumbedarf für die Verteiler und Sammler dort, wo es zweckmäßig ist noch verringert werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Wärmeschutzanzug mit Kühlsystem,
F i g. 2 einen Schnitt durch den Verteiler.
Der Wärmeschutzanzug 1 ist mit den Kühlmittelschläuchen 2 ausgerüstet Die Kühlmiuelschläuche 2
beginnen an den Verteilern 3 und enden in den Sammlern 4. Nach der F i g. 1 befL-ien sich die Verteiler
3 an den Armen und Beinen und die Sammler 4 in der Körpermitte. Die Verteiler 3 und Sammler 4 können
auch entgegengesetzt oder noch anders angeordnet sein. Verteiler 3 und Sammler 4 sind in der Ausführung
gleich, lediglich die Kühlmittelführung ist entgegengesetzt Das nachfolgend für den Verteiler 3 Gesagte gilt
entsprechend für den Sammler 4.
Die Versorgung der parallel zueinander verlaufenden und so an die Stirnseite 8 angeschlossenen Kühlmittelschläuche
2 erfolgt über das mit einer Einströmung parallel zur entgegengesetzten Stirnseite 9 funktionierende
Rohr 5 und eine Strömung durch die Mischkammer 6. Die Mischkammer 6 besteht aus zusammengeschweißten
Folien. Die gegenüberliegenden Seitenwände der Mischkammer 6 sind mehrfach durch Verbindungsstege
7 aus Längsschweißungen verbunden. Die Verbindungsstege 7 mit der Länge b sind dabei mit dem
Abstand c voneinander und in parallelen Reihen 10 hintereinander vorhanden. Die Reihen 10 haben einen
Abstand a voneinander. Durch die parallel zur Strömungsrichtung aus dem Rohr 5 angeordneten
Verbindungsstege 7 und durch die Reihen 10 nebeneinander wird das Kühlmittel gezwungen, eich über die
ganze Breite der Mischkammer 6 zu verteilen, um erst dann gleichmäßig verteilt und damit jeweils in gleicher
Menge in die Kühlmittelschläuche 2 einzuströmen.
Eine gleichmäßige Verteilung des Kühlmittels erfolgt, wenn mit A als Anzahl der parallel angeordneten
Kühlmiuelschläuche 2 und B als Anzahl der Reihen 10 der Verbindungsstege 7 sowie CaIs Anzahl der Rohre 5
: B: Ci 12:3:1
a:b:c< \ :
erfüllt ist.
erfüllt ist.
Claims (1)
- Patentansprüche:1, Wärmeschutzkleidung mit in Gruppen angeordneten kühlmitteldurchströmten Kühlmittelschläuchen, die in Verteilern beginnen und in Sammlern enden, die jeweils eine Mischkammer mit den an einer Stirnseite parallel angeschlossenen Kühlmittelschläuchen und mindestens ein Rohr mit einer Ein- bzw. Ausströmung parallel zur entgegengesetzten Stirnseite aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der aus Folien bestehenden Mischkammer (6) durch parallel zu der, der die Kühlmittelschläuche (2) der Anzahl A enthaltenden Stirnseite (8) entgegengesetzten Stirnseite (9) in parallelen Reihen (10) hintereinander mit dem Abstand c voneinander und der Länge b durch Schweißung entstandene Verbindungsstece (7) miteinander verbunden sind und die Reihen (10) einen Abstand a voneinander haben, wobei mit B als Anzahl der Reihen (10) und als C als Anzahl der Rohre (5)A: B: C S 12:3:!undi sind.1:3:1
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