DE3004208A1 - Fahrgestell fuer allradgetriebene kraftfahrzeuge - Google Patents
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Description
Steyr-Daimler-Puch AG
Kärtnerring 7 A-1010 Wien
Stuttgart, den 5. Febr. 1980 P 3814 St
Vertreter:
Kohler-Schwindling-Späth
Patentanwälte Hohentwielstraße 7000 Stuttgart
Fahrgestell für allradgetriebene Kraftfahrzeuge
030037/0611
Fahrgestell für allradgetriebene Fahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrgestell für allradgetriebene Kraftfahrzeuge, das aus einem
zentralen, die zu den getriebenen Achsen führende Antriebsivelle aufnehmenden, verdrehsteifen Rahmenrohr
mit Tragelementen für den Fahrzeugaufbau besteht, wobei jede Achse zwei Kegeltriebe und ein Ausgleichgetriebe
in einem am zentralen Rahmenrohr angeflanschten Getriebegehäuse aufweist.
Derartige Fahrgestelle sind bereits bekannt. Dabei sind die Tragelemente konsolenartig an bestimmten Stellen
des zentralen Rahmenrohres angeordnet, so daß der Aufbau diesen Tragelementen angepaßt sein muß und es nicht möglich
ist, ein und dasselbe Fahrgestell für ganz verschiedene Aufbauten zu verwenden. Da jede Achse zwei
Kegeltriebe aufweist, wird über jeden der beiden Kegeltriebe nur das halbe Antriebsmoment auf die zugehörige
Halbachse übertragen, und es können daher kleinere Tellerräder zur Verwendung kommen, die x-jiederum die Bodenfreiheit
vergrößern. Dabei liegt aber das Ausgleichgetriebe zwischen den beiden Tellerrädem, -so daß diese einen
vergleichsweise großen Abstand voneinander erhalten, der zu großen Kegelritzeldurchmessern führt, die das Übersetzungsverhältnis
ungünstig beeinflussen, so daß entweder die Tellerräder erst wieder vergrößert oder an
den Rädern Stirnradendgetriebe vorgesehen werden müssen, wenn eine entsprechende Bodenfreiheit beibehalten werden
soll. Die Stirnradendgetriebe vergrößern die ungefederten
Massen, was zu verschlechterten Fahreigenschaften führt.
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Bei dem bekannten !Fahrgestell sind ferner Pendelhalbachsen
vorgesehen, wobei die Tellerräder der Kegeltriebe im Achskörper gelagert sind und die Halbachse um die
zentrale Antriebswelle schwingt. Solche Pendelhalbachsen haben den Machteil, daß sich bei der Pendelbewegung
stets der Radsturz ändert, was zu vorzeitigem Verschleiß der Bereifung führt, und daß die Führung
der Halbachsen bei hohen Belastungen zu wünschen übrig läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs geschilderte Fahrgestell derart zu verbessern, daß
es ohne Umbau für verschiedene Aufbauten geeignet ist, eine erhöhte Bodenfreiheit ohne Stirnradendgetriebe besitzt
und gute Fahreigenschaften aufweist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß als Tragelemente wenigstens zxvei mit dem Rahmenrohr
verbundene Querträger und zwei an diesen befestigte Längsträger angeordnet sind und die Räder einzeln mittels
an den Querträgern in an sich bekannter Weise um Fahrzeugquerachsen schwenkbar gelagerte Längslenker geführt
sind, die an den Achskörpern jedes Rades angreifen, wobei, wie ebenfalls an sich bekannt, für den Antrieb der beiden
Räder jeder Achse Gelenkwellen vorgesehen sind, denen im Anschluß an ein Stirnradausgleichgetriebe je ein
Kegeltrieb mit im Kegelrad-Getriebegehäuse gelagertem Tellerrad zugeordnet ist.
Die Längsträger geben die Möglichkeit, verschiedenste Fahrzeugaufbauten zu verwenden, ohne das Fahrgestell
abändern zu müssen und ohne die Aufbauten in ungünstiger Weise zu beanspruchen. Dies wird durch das zentrale
Rahmenrohr erreicht, das Verwindungsbeanspruchungen von dem aus den Längs- und Querträgern bestehenden
Rahmen fernhält. Rahmenrohr und Rahmen haben zusammen ein geringeres Gewicht als ein lediglich aus Längs- und
Querträgern bestehender Rahmen gleicher Verwindungs-
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steifigkeit. Durch die an den Querträgern schwenkbar
gelagerten Längslenker ergibt sich eine gute Führung der Räder bzw. Halbachsen. Durch die Gelenkwellen wird
dabei verhindert,, daß die Eäder beim Durchschwingen der Halbachsen verschiedene Schräglagen einnehmen oder daß
sich die Spurweite ändert. Da ein Stirnradausgleichgetriebe
vorgesehen und dieses den Kegeltrieben vorgeordnet ist, können die beiden Tellerräder der beiden Kegeltriebe
mit kurzem Abstand voneinander angeordnet werden, so daß die Antriebskegelritzel einen vergleichsweise kleinen
Durchmesser erhalten können, der ein günstiges Übersetzungsverhältnis auch dann sichert, wenn die Tellerräder
zu einer Verbesserung der Bodenfreiheit einen kleineren Durchmesser erhalten. Stirnradendgetriebe sind
dabei nicht erforderlich, so daß sich nicht nur eine Verminderung des technischen Aufwandes ergibt, sondern
auch die ungefederten Massen verringert werden. Im übrigen kann die Bodenfreiheit dadurch erhöht werden,
daß der mittlere Teil der Halbachsen eine von der Mitte schräg abwärts gerichtete Grundstellung erhält, was
durch die Gelenkwellen gewährleistet ist, wobei auch die Möglichkeit besteht, für verschiedene Gegebenheiten
verschiedene Bodenfreiheiten zu erreichen. Es ist selbstverständlich, daß alle Achsaggregate zur Vereinfachung
der Herstellung gleich ausgebildet sein können und daß es möglich ist, wahlweise zwei oder mehrere Hinterachsen
vorzusehen, ohne die Grundkonstruktion verändern zu müssen.
Um eine noch größere Bodenfreiheit zu erhalten, schließen die Achsen der Tellerräder einer Achse mit
der durch die Teilkegelspitze des Tellerrades verlaufenden Horizontalen einen sich nach unten öffenden spitzen
Winkel ein.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist jede Gelenkwelle von einem einerseits im Achskörper, anderseits
am Kegelrad-Getriebegehäuse kugelgelenkig, einenends in einer axial nachgiebigen Ringdichtung gelagerten
Mantelrohr spritzwasserdicht umschlossen. Dadurch werden die Gelenkwellen vor Verschmutzung geschützt, wobei das
Mantelrohr die Schwingbewegungen der Gelenkwelle und die axiale Verstellbewegung nicht behindert.
Dabei besteht erfindungsgemäß das Mantelrohr aus zwei miteinander verschraubten, nach Lösen der Schrauben
ineinanderschiebbaren Teilen, und die Verbindung zwischen den Querträgern und dem zentralen Rahmenrohr ist durch
Schrauben od.dgl. leicht lösbar ausgebildet. Dadurch ist es möglich, das zentrale Rahmenrohr mit den Getriebegehäusen
vom übrigen Fahrzeug zu lösen; es brauchen nur die beiden Teile der Mantelrohre ineinandergeschoben zu
werden, um das eine Gleichlaufgelenk der Gelenkwellen demontieren zu können, so daß beim Abbauen des zentralen
Rahmenrohres nach unten das Fahrzeug auf seinen Rädern stehen bleibt.
In der Zeichnung ist der Erfindung s ge genstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen
Fig.1 ein Fahrgestell für allradgetriebene Kraftfahrzeuge
in Seitenansicht,
Fig.2 in Draufsicht,
Fig.2 in Draufsicht,
Fig. 3 das Stirnrad ausgleichgetriebe und die beiden Kegeltriebe
einer Achse im größeren Maßstab im Längsschnitt ,
Fig.4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig.3 und
Fig.4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig.3 und
Fig.5 eine Halbachse im Teilschnitt in einem anderen
Maßstab.
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Das erfindungsgemäße Fahrgestell weist ein verdrehsteifes
zentrales Rahmenrohr 1 auf, an dem die beiden Getriebegehäuse 2 für die Vorder- und Hinterachse angeflanscht
sind. Im zentralen Rahmenrohr ist die zu den Achsen führende Antriebswelle 3 angeordnet. Als Tragelemente
für den Wagenaufbau dienen zwei Querträger 4, die am zentralen Rahmenrohr 1 befestigt und mit zwei
Iängsträgern 5 verbunden sind. An den Querträgern 4 sind Längslenker 6 gelagert, die je ein Fahrzeugrad 7
führen. Die Hinterachse ist über Blattfedern 8 an den Längsträgern abgestützt, wogegen für die "Vorderachse
Schraubenfedern 9 dienen. Mit 10 ist jeweils ein Stabilisator bezeichnet.
Gemäß Fig.3 ist mit der Antriebswelle 3 über eine
Hülse der verschiebbare Umlaufradträger 11 eines Stirnradausgleichgetriebes drehfest verbunden. Es sind jeweils
zwei miteinander kämmende, gegeneinander winkelversetzte Umlaufräder 12,13 vorgesehen, die eine verschiedene
Zahnbreite aufweisen. Die Räder 12 kämmen mit einer Verzahnung 14, die sich auf der hohlen Nabe 15 des einen
Kegelritzels 16 befindet. Die Stirnräder 13 stehen mit einem Stirnrad 17 in Eingriff, das drehfest mit einer
Hohlwelle 18 verbunden ist, auf der das zweite Kegelritzel 19 drehfest sitzt. Wird der Umlaufradträger 11 gemäß
Fig.3 nach rechts verschoben, so kommen die Stirnräder
in Eingriff mit der Verzahnung 14, so daß die Umlaufräder 12 und 13 keine Relativbewegung mehr ausführen
können und das Ausgleichsgetriebe gesperrt ist. Mit den beiden Kegelritzeln 16,19 kämmen die beiden Tellerräder
20,21, von denen der Antrieb zu den beiden Rädern bzw. Halbachsen abgeleitet wird. Es hat also jede Achse zwei
Kegeltriebe, nämlich den Kegeltrieb 16,20 einerseits und den Kegeltrieb 19,21 anderseits, wobei die Tellerräder
20,21 im Kegelradgetriebegehäuse 2 fest gelagert sind. Diesen beiden Kegeltrieben ist das Stirnrad-
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ausgleichgetriebe vorgeordnet.
Vie Pig.5 zeigt, sind für den Antrieb der beiden
Eäder jeder Achse Gelenkwellen 22 vorgesehen, die zwei homokinetische Gelenke 23,24 besitzen. Die Achsen der
Tellerräder 20,21 schließen mit der durch die Teilkegelspitze des Tellerrades verlaufenden Horizontalen einen
sich nach unten öffnenden, spitzen Winkel ein. Jede Gelenkwelle 22 ist von einem einerseits im Achskörper 25,
anderseits am Kegelrad-Getriebegehäuse 2 kugelgelenkig gelagerten Mantelrohr 26,27 umschlossen, wobei der
Teil 27 in einer nachgiebigen Ringdichtung 28 sitzt«, Die beiden Teile 26,27 äes Mantelrohres können nach
Lösen der Schrauben zusammengeschoben werden, so daß sich das homokinetische Gelenk 23 auseinandernehmen läßt.
Werden dann auch noch die Schraubverbindungen zwischen den Querträgern 4 und dem zentralen Rahmenrohr 1 gelöst,
so kann das zentrale Rahmenrohr nach unten ausgebaut werden, wobei das Fahrzeug auf seinen Rädern 7 stehen
bleibt.
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Claims (3)
- Patentansp r ü eheFahrgestell für allradgetriebene Kraftfahrzeuge, estehend aus einem zentralen, die zu den getriebenen Achsen führende Antriebswelle aufnehmenden, verdrehsteifen Rahmenrohr mit Tragelementen für den Fahrzeugaufbau, wobei Jede Achse zwei Kegeltriebe und ein Ausgleichgetriebe in einem am zentralen Rahmenrohr angeflanschten Getriebegehäuse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß als Tragelemente wenigstens zwei mit dem Rahmenrohr (1) verbundene Querträger (4) und zwei an diesen befestigte Längsträger (5) angeordnet sind und die Räder (7) einzeln mittels an den Querträgern (4) in an sich bekannter Weise um Fahr zeugquer achsen schwenkbar gelagerte Längslenker (6) geführt sind, die an den Achskörpern (25) Jedes Rades (7) angreifen, wobei, wie ebenfalls an sich bekannt, für den Antrieb der beiden Räder (7) Jeder Achse Gelenkwellen (22) vorgesehen sind, denen im Anschluß an ein Stirnradausgleichgetriebe (11 bis 14; 17) Je ein Kegeltrieb (16,2O;19,21) mit im Kegelrad-Getriebehäuse (2) gelagertem Tellerrad (20,21) zugeordnet ist.
- 2. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Tellerräder (20,21) einer Achse mit der durch die Teilkegelspitze des Tellerrades verlaufenden Horizontalen einen sich nach unten öffnenden spitzen Winkel einschließen.
- 3. Fahrgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Jede Gelenkwelle (22) von einem einerseits im Achskörper (25), anderseits am Kegelrad-Getriebegehäuse (2) kugelgelenkig, einenends in einer.axial nachgiebigen Ringdichtung (28) gelagerten Mantelrohr (26,27) spritzwasserdicht umschlossen ist.030037/06194·. Fahrgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mantelrohr aus zwei miteinander verschraubten, nach Lösen der Schrauben ineinanderschiebbaren Teilen (26,27) besteht und die Verbindung zwischen den Querträgern (4) und dem zentralen Rahmenrohr (1) durch Schrauben od.dgl. leicht lösbar ausgebildet ist.030037/0611
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |