DE3003631A1 - Laufsohle fuer sportschuhe, insbesondere fuss- oder baseballschuhe - Google Patents
Laufsohle fuer sportschuhe, insbesondere fuss- oder baseballschuheInfo
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Description
-A-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Laufsohle für Sportschuhe, insbesondere Fuß- oder Baseballschuhe, mit lösbar angeordneten
Greifelementen, wobei die Greifelemente mittels Zapfenteilen
in Ausnehmungen der Sohle eingreifen.
Es ist allgemein bekannt, Stollen aus Leichtmetall oder Kunststoff
in Gewindebohrungen in der Sohle von Fußballschuhen einzuschrauben.
Eine entsprechende Befestigung ist auch hinsichtlich der bei Baseballschuhen zur Anwendung kommenden sogenannten
Eisen üblich.
Eine nach Art eines Bajonettverschlusses wirkende lösbare Verbindung
von Greifelement (in diesem Fall Spikes) und Laufsohle
ist bei Rennschuhen bekanntgeworden (DE-OS 25 43 268).
Eine weitere bekannte Möglichkeit der lösbaren Befestigung von Stahlspikes in Laufsohlen von Rennschuhen besteht darin, daß
die Spikes an ihren hinteren Enden Querbohrungen aufweisen, in die nach Einsetzen der Spikes in Aufnahmen der Laufsohle Stifte
seitlich eingeschoben werden. Zu diesem Stand der Technik wird beispielsweise auf die DE-OS 22 34 117 verwiesen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfachere, haltbarere, dem Sportler mehr Sicherheit bietende und zugleich
kostensparende Möglichkeit einer Verbindung Greifelement-Sohle
zu finden.
Diese aufgrund ihrer vielfältigen Teilprobleme sehr komplexe Aufgabe wird durch die Erfindung bei einer Laufsohle der eingangs
bezeichneten Art in überraschend einfacher Weise dadurch gelöst, daß als Zapfenteil eine geschlitzte Spannhülse dient,
die unter Vorspannung in die hierfür vorgesehene Ausnehmung der Sohle eingepreßt ist.
Durch die Erfindung werden gegenüber bekannten Laufsohlen für
Fußballschuhe bzw. Baseballschuhe folgende enorme Vorteile erzielt:
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■ BAD ORIQSMAt
_ 5 —
Die erfindungsgemäßen Stollen sind gegenüber Stollen
mit Schraubbefestigung erheblich schneller auszuwechseln. Hierzu genügt jeweils ein kurzzeitiges federndes
Zusammenklemmen der Spannhülse, z. B. mittels einer Flachzange.
2. Da das erfindungsgemäße Befestigungssystem keine Gewinde
aufweist, ist es vollkommen unempfindlich gegen Verschmutzung.
3. Die erfindungsgemäße Spannhülse bewirkt weiterhin, daß
das Greifelement, z. B. ein Stollen oder ein Baseballeisen,
bei Belastung auf Verdrehung nicht locker werden kann.
4. Da die erfindungsgemäße Spannhülse hohl ist, wird das
Gesamtgewicht des Greifelements gegenüber bekannten Greifelementen wesentlich verringert.
5. Durch die erfindungsgemäße Befestigung mittels Spannhülse
wird eine einfachere, schnellere und billigere Fertigung des Greifelements, z. B. eines Stollens, ermöglicht,
weil kein Sechskant oder andere Kanten an dem Greifelement zum Befestigen desselben mehr notwendig sind. Das
Greifelement kann vielmehr in einfacher Weise durch Drehen hergestellt werden.
6. Da das Greifelement, z. B. ein Stollen, wie im vorstehenden gesagt, keine geradlinigen Kanten zur Befestigung mehr
aufzuweisen braucht, ergibt sich eine vollkommen glatte Oberfläche des gesamten Greifelements. Dies wirkt sich
gegenüber_.±>ekannten Greifelementen dahingehend sehr günstig
aus, daß an dem Greifelement wesentlich weniger Schmutz anhaften kann.
7. Die vollkommen glatte Oberfläche des Greifelements, die
durch die erfindungsgemäße Befestigung mittels Spannhül-
BAD ORIGINAL.
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se ermöglicht wird, bewirkt des weiteren eine wesentliche Herabsetzung der Unfall- bzw. Verletzungsgefahr im
Sportbetrieb.
Sollte sich im Sportbetrieb das Greifelement einmal bei extremer Belastung lösen, so tritt bei Entlastung kurz
darauf selbsttätig wieder die Spannwirkung der Spannhülse in Tätigkeit, und das Greifelement kann im übrigen
beim nächsten Schritt wieder in seine Betriebsstellung f eingedrückt werden. !
9. Die erfindungsgemäße Befestigung des Greifelements mittels
Spannhülse hat aber nicht nur Vorteile an dem Greifelement selbst, sondern bewirkt darüber hinaus
auch eine einfachere und billigere Herstellung der zur Aufnahme des Greifelements dienenden Sohlenausnehmung.
So kann als Aufnahme für das Greifelement bzw. für dessen Spannhülse in der Sohle eine glatte Bohrung dienen,
die gegenüber den bisher bekannten Gewindebohrungen nicht nur einfacher und billiger herstellbar, sondern
darüber hinaus auch wesentlich unempfindlicher gegen
Beschädigungen ist.
10. Da durch die erfindungsgemäße Befestigung der Greifelemente
mittels Spannhülsen die bisher üblichen Gewinde entfallen, entfällt gleichzeitig auch der bisherige
Nachteil, bei der Befestigung des Greifelements durch
zu starkes Anziehen die Gewinde zu überdrehen. Hieraus ergibt sich eine nicht unerhebliche Qualitätsverbesserung
der gesamten Laufsohle.
11. Selbst wenn die erfindungsgemäße Spannhülse - was mit Sicherheit sehr selten der Fall sein wird - einmal durch
überbelastung beschädigt werden sollte, so kann sie im Bedarfsfall mit einfachen Mitteln, z. B. durch Biegen,
wieder funktionsfähig gemacht werden.
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In weiterer Ausgestaltung ihres Grundgedankens schlägt die Erfindung
vor, die Spannhülse in eine in der Laufsohle angeordnete, vorzugsweise eingegossene oder eingespritzte metallische
Aufnahmehülse einzupressen. Nach einer sehr vorteilhaften Ausführungsform ist es hierbei möglich, daß die Spannhülse einerseits
in einer Ausnehmung des Greifelements eingreift, andererseits
in eine Ausnehmung der Sohle eingepreßt ist. In diesem Fall kann die Spannhülse eine im Maschinenbau an sich bekannte
genormte, einseitig geschlitzte Spannhülse sein. Sie braucht also nicht vom Hersteller der Sportschuhsohle bzw. der daran
zu befestigenden Greifelemente selbst hergestellt zu werden, sondern kann vielmehr im Fachhandel bezogen werden. Hierdurch
ergibt sich eine weitere Vereinfachung und Verbilligung der Herstellung.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung, der insbesondere für aus Leichtmetall bestehende Fußballschuhstollen geeignet
ist, kann die Spannhülse mit ihrem der Sohle abgewandten Ende in eine Ausnehmung des Greifelements, ζ. B. eines Stollens,
eingepreßt sein.
Bei Greifelementen, ζ. B. Stollen, aus Kunststoff wird jedoch
eine andere Ausführungsform bevorzugt, die sich dadurch auszeichnet, daß die Spannhülse an ihrem der Sohle abgewandten
Ende von dem Material des Greifelements umgössen oder umspritzt ist. Hierbei läßt sich der Halt der Spannhülse in dem aus Kunststoff
bestehenden Greifelement noch dadurch weiter verbessern, daß die Spannhülse an ihrem in das Greifelement hineinragenden
Ende aufgefaltet ist.
Die Erfindung beschränkt sich aber keineswegs auf eine Variante, bei der das Greifelement und die Spannhülse separate Teile
sind. Vielmehr ist es auch möglich, Spannhülse und Greifelement einstückig als gemeinsames Bauteil auszubilden. Diese
Ausführungsform eignet sich besonders für den Fall, daß es
sich bei den Greifelementen um Eisen für Baseballschuhe han-
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delt. In Weiterbildung des vorstehenden Gedankens wird vorgeschlagen,
daß als Ausgangsteil für das gemeinsame Bauteil eine Hülse dient, die auf einem Teil ihrer Länge an zwei diametral
gegenüberliegenden Stellen längsgeschlitzt ist, und daß das Greifelement durch Zusammendrücken des ungeschlitzten
Teils der Hülse gebildet wird.
Die Erfindung ist nun anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung veranschaulicht und nachstehend näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1-3 - jeweils anhand eines vertikalen Längsschnittes drei verschiedene Ausführungsformen der Befestigung
von Greifelementen in der Laufsohle eines Sportschuhes,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 (hierbei ist die Laufsohle weggelassen) und
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 3 (Laufsohle ebenfalls weggelassen).
Nach Fig. 1-3 bezeichnet 10 einen Teil einer Laufschuhsohle eines
Sportschuhes, z. B. eines Fußballschuhes oder eines Baseballschuhes. Die Laufsohle 10 kann hierbei z. B. aus einem
thermoplastischen Kunststoff gefertigt sein. Die Laufsohle IO ist an ihrer Lauffläche 11 in üblicher Weise mit mehreren
Greifelementen bestückt, wobei es sich - wie bei den Ausführungsformen
nach Fig. 1 und 2 - um Fußballstollen 12 (Fig. 1) bzw. 13 (Fig. 2) oder - wie bei der Ausführungsform nach Fig.
3 - um ein Eisen 14 eines Baseballschuhes handeln kann.
Fig. 1-3 machen weiterhin deutlich, daß die Laufsohle 10 an den Stellen, an denen Greifelemente 12 bzw. 13 bzw. 14 sitzen,
jeweils eine Verdickung 15 aufweist, in die eine metallische Aufnahmehülse 16 eingegossen oder eingespritzt ist. Die metallische
Aufnahmehülse 16 weist hierbei einen Flansch 17 auf,
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der einen sicheren Halt der Aufnahmehülse 16 in der Laufsohle . 10 gewährleistet. , ;
Die Aufnahmehülse 16 besitzt jeweils eine zentrische glatte :
Bohrung 18, die zur Aufnahme eines zur Befestigung des Greif- ; elements 12 bzw. 13 bzw. 14 dienenden Zapfenteils vorgesehen ;
ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 dient als Zapfenteil jeweils eine einseitig geschlitzte Spannhülse 19, bei der <
es sich um ein genormtes Teil handeln kann. Der durchgehende Längsschlitz dieser Spannhülse 19 ist mit 20 bezeichnet. Gestrichelte
Linien 21 kennzeichnen die Wandstärke der Spannhülse 19.
Bei dem Greifelement 12 nach Fig. 1 handelt es sich z. B. um
einen Stollen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Der
z. B. als Guß- oder Spritzteil ausgebildete Stollen 12 weist j eine Sacklochausnehxnung 22 auf, in die die Spannhülse 19 mit i
ihrem oberen Ende eingepreßt ist. Mit ihrem unteren Ende ist ι
die Spannhülse 19 in entsprechender Weise, jedoch mit einer anderen Vorspannung, in die Bohrung 18 der Aufnahmehülse 16 eingepreßt.
Auch bei dem Greifelement 13 nach Fig. 2 handelt es sich um einen
Stollen eines Fußbai1schuhes. Der Stollen 13 besteht aber
im Gegensatz zu dem Stollen 12 nach Fig. 1 aus einem Kunststoff. Bei dieser Ausführungsform ist der obere Teil der Spannhülse 19
von dem Material des Stollens 13 umgössen bzii . umspritzt. Eine
Besonderheit der Ausführungsform nach Fig. 2 besteht darin,
daß die Spannhülse 19 an ihrem oberen Ende, bei 23, 24 auseinandergefaltet ist, um auf diese Weise einen sicheren Halt in
dem Stollen 13 zu gewährleisten.
Während bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2 Greifelement
und Spannhülse jeweils gesonderte Bauteile sind, ist beider
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Ausführungsform nach Fig. 3-5 das Greifelement 14 zusammen mit der zugehörigen Spannhülse einstückig als gemeinsames Bauteil
ausgebildet. Ausgangsmaterial ist hierbei eine Hülse mit Kreisquerschnitt, die an ihrem unteren Ende zwei diametral gegenüberliegende
Längsschlitze 25, 26 aufweist. Dieses mit 27 bezeichnete untere Teil diental^,SpannJiüJLae_.zur Befestigung
des Greifelements 14 in der Aufnahmehülse 16. An dem aus der
Aufnahmehülse 16 herausragenden Teil 28 ist das Greifelement 14 - wie insbesondere Fig. 4 und 5 verdeutlichen - flach zusammengedrückt
und dient dort als Eisen für einen Baseballschuh.
In den Ausführungsformen nach Fig. 1-3 ist die zur Aufnahme der Spannhülse 19 bzw. 27 dienende Aufnahmebohrung 18 in der Aufnahmehülse
16 jeweils als zylindrische Bohrung mit gleichmäßigem Durchmesser dargestellt. Es ist aber auch denkbar, die
Aufnahmebohrung 18 an ihrem äußeren Ende leicht konisch zu erweitern, um so das Einsetzen und Befestigen der Greifelemente
12 bar. 13 bz/ : 14 zu erleichtern. Das Greifelement kann dann
von Hand in die Aufnahmebohrung 18 eingesetzt und anschließend durch Auftreten mit dem Schuh auf den Boden vollends in seine
aus Fig. 1-3 ersichtliche Montagestellung gebracht werden.
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Claims (10)
1. Laufsohle für Sportschuhe, insbesondere Fuß- oder Baseballschuhe,
mit lösbar angeordneten Greifelementen, wobei die Greifelemente mittels Zapfenteilen in Ausnehmungen
der Sohle eingreifen,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zapfenteil eine geschlitzte Spannhülse (19, 27) dient, die unter Vorspannung in die
hierfür vorgesehene Ausnehmung (18) der Sohle (10) eingepreßt ist.
2. Laufsohle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (19) in eine in der Laufsohle (10) angeordnete, vorzugsweise eingegossene
oder eingespritzte, metallische Aufnahmehülse (16) eingepreßt ist.
3. Laufsohle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (19) einerseits in eine Ausnehmung (22) des Greifelements (12, 13) eingreift,
andererseits in eine Ausnehmung (18) der Sohle (10) eingepreßt ist (Fig. 1 und 2).
4. Laufsohle nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zapfenteil eine im Maschi-
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nenbau an sich bekannte genormte, einseitig geschlitzte Spannhülse (19) dient (Fig. 1 und 2).
5. Laufsohle nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (19) mit ihrem der Sohle (10) abgewandten Ende in eine Ausnehmung (18)
des Greifelements (12) eingepreßt ist (Fig. 1).
6. Laufsohle nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (19) an ihrem der Sohle (10) abgewandten Ende von dem Material des Greifelements
(13) umgössen oder umspritzt ist, wobei das Greifelement (13) aus Kunststoff besteht (Fig. 2).
7. Laufsohle nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse (19) an ihrem in das Greifelement (13) hineinragenden Ende aufgefaltet
ist (23, 24).
8. Laufsohle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Spannhülse (27) und Greifelement
(28) einstückig als gemeinsames Bauteil (14) ausgebildet sind (Fig. 3-5).
9. Laufsohle nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsteil für das gemeinsame Bauteil (14) eine Hülse dient, die auf einem
Teil (27) ihrer Länge an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen (25, 26) längsgeschlitzt ist, und daß das
Greifelement (14) durch Zusammendrücken des ungeschlitzten
Teils (28) der Hülse gebildet wird.
10. Laufsohle nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet, daß die für die Aufnahme der Spannhülse (19, 27) vorgesehene Ausnehmung (18) in der Sohle
(10) zumindest an ihrem äußeren Ende eine, z. B. leicht ko-
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Legal Events
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