DE300334C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
KAISERLICHES Λ
PATENTAMT
. Nach vorliegender Erfindung wird eine Anode, welche hauptsächlich eine Legierung
von Kupfer und Nickel enthält, in einer Lösung von Nickelsulfat und einer schwachen
Säure elektrolysiert. Kupfer wird hierbei in der Lösung aufgelöst, von welcher es nachher
in größerem oder geringerem Umfang durch Zementation auf eine nickelhaltige Metallplatte
abgeschieden wird. Zu diesem
ίο Zweck kann. eine Platte aus reinem Nickel
oder aus einer Legierung von Nickel oder Kupfer verwendet werden. Unter gewöhnlichen
Umständen muß das verwendete Nickelmetall oder die Nickelkupferlegierung praktisch frei von Verunreinigungen . wie
Kohlenstoff, Silizium und Schwefel sein.
Es ist nun jedoch gefunden worden, daß unter gewissen Umständen die ■ Zementation
des Kupfers selbst auf Metallplatten bewirkt werden, kann, die eine große Menge von
Schwefel, Kohlenstoff.und Silizium enthalten. So wurde gefunden, daß, wenn Platten die-"
ser Beschaffenheit zunächst als Anoden in einer elektrolytischen Zelle benutzt wurden,
die Oberflächen der Platten eine solche Beschaffenheit annehmen, ' daß auf ihnen die
Ausscheidung des Kupfers durch Zementation eintritt. Wenn in dieser Weise vorgegangen
wird, kann die Zementation durch die Anwendung einer Platte durchgeführt werden,
welche etwa 4 bis 8 Prozent Schwefel enthält, d. h. eine Platte aus Nickelküpfer,
welche hergestellt ist durch Schmelzen von Nickelkupfermaterial in einem Schachtofen
und welche dieselbe Zusammensetzung hat, wie die in dem elektrolytischen Prozeß angewendeten
Anoden. Dies ist ein ganz bedeutender Vorteil, weil es viel kostspieliger ist, Nickelkupfermaterial zu reduzieren und
zu schmelzen und aus der entstehenden Legierung eine Platte zu gießen, welche von
Schwefel, Kohlenstoff und Silizium praktisch frei ist. Es ist gefunden worden, daß die
Herstellung solcher reinen Anodenplatten praktisch nur möglich ist durch Schmelzen
von Nickelkupfermaterial in einem Flammofen, und daß selbst in einem solchen Ofen
die Reduktion des Oxydes zu Metall schwierig zu erzielen ist. Auf der anderen Seite
wird eine solche Reduktion selbsttätig durch Schachtofenschmelzung bewirkt. Die Herstellung
einer praktisch reinen Legierung, die aus drei Teilen Nickel und einem Teil Kupfer
besteht, wie solche für den Gebrauch bei der Trennung des Kupfers von Nickel durch Zementation
geeignet ist, wird jedoch nur mit großer Schwierigkeit durch Schmelzen in einem Schachtofen bewirkt, so daß das Gie-Ben
der reinen Anodenplatten direkt aus dem in dem Schachtofen reduzierten Material
kein rationelles Verfahren darstellt. Auf der anderen Seite entsteht, wenn Nickelkupferanoden
hergestellt werden sollen, . welche Schwefel, Kohlenstoff und Silizium enthalten,
keine solche Schwierigkeit. Der Schwefel, im Mengenverhältnis von 4 bis 8 Prozent,
kann, zur Herstellung der Anode durch Zusatz von üngeröstetem Kupfernickelstein
(oder -lech) zu geröstetem und ausgelaugtem Kupfernickelstein (oder -lech) in die Legierung
eingeführt werden. Im Falle, daß das Verhältnis des Kupfers in dem Rohmaterial niedrig ist, wird kein Auslaugen des Materials
bewirkt und eine unvollkommeneRöstung läßt den nötigen Schwefel in dem Material.
Weshalb die Zementation auf einer wie oben beschriebenen, behandelten Oberfläche
ίο eintreten wird und nicht auf einer frisch gewonnenen
Oberfläche, ist wahrscheinlich darauf •zurückzuführen, daß, wenn eine frische
Oberfläche der Zementation unterworfen wird, auf derselben eine zusammenhängende
Schicht von metallischem Kupfer gebildet wird, welche wenigstens zum Teil die weitere
Zementation verhindert, während eine Oberfläche, welche vorher als Anode in einem elektrolytischen
Bad gedient hat, eine poröse Oberfläche besitzt, die mit .Metallschlamm
und Sulfiden bedeckt ist, wobei das auf diesen Unreinlichkeiten durch Zementation gefällte
Kupfer als eine schwammige Masse sich absetzt, durch die die Flüssigkeit hindurchdringen
kann. Auf alle Fälle kommt die schwammige Masse bei der Oberfläche in metallische Berührung mit dem festen Teil
der Platte und kann so einfach durch seine größere Oberfläche die Zementation fördern.
Die Zementation ist aber unter gewöhnlichen Umständen selbst im besten Fall langsam
und ziemlich kostspielig, aber es ist nun gelungen, die Rentabilität des Verfahrens
dadurch zu verbessern, daß das Volumen der Flüssigkeit, welche dem Zementationsverfahren
unterworfen werden soll, vermindert wird oder mit anderen Worten durch die Auffindung von Mitteln, durch weiche die
Geschwindigkeit der Zirkulation der sauren Nickelsulfatlösung in der elektrolytischen
Zelle sehr erheblich reduziert werden kann und die Menge der dem Fällungsprozeß zu
unterwerfenden Lösung entsprechend vermindert wird. Die Kosten der Zementation stehen nämlich . in direktem Verhältnis zu
dem Volumen der zementierten Lösung und nicht zu der Menge des in der Lösung befindlichen
Kupfers. In der elektrolytischen Zelle ist die Anode von der Kathode durch ein FiI-ter
in der Form eines Diaphragmas getrennt, welches so durchlässig oder porös ist, daß,
wenn das Volumen der in Zirkulation befindlichen Lösung unter eine gewisse Grenze reduziert
. wird, der Filtriervorgang nur in demjenigen Teil des Filters stattfindet, welcher
dem Einlaß für die frische Lösung am nächsten ist. "Wo keine Filtertätigkeit
stattfindet, tritt Diffusion ein und Kupferionen gelangen in die Kathodenabteilung und
verursachen so Verunreinigung des Nickels. Wenn z. B. die Elektroden ungefähr 60 cm
Weite bei etwa 90 cm Tiefe haben und wenn die Lösung oben in die Kathodenabteilung
langsam einläuft, wird man bald finden, daß Kupfer an dem Boden eintritt und den imteren
Teil der Kathodenplatte verunreinigt. Wenn der Flüssigkeitsstrom an dem Boden der Abteilung eintritt, findet die Diffusion
und Verunreinigung oben statt.
Nach der vorliegenden Erfindung läßt man die Lösung abwechselnd oben und unten in
die Kathodenabteilung eintreten und erreicht dabei eine große Ersparnis in der Lösungs-
! menge, die nötig' ist, um zu verhindern, daß j das Kupfer durch Diffusion in die Kathodenabteilung
eindringt und das auf der Kathode ausgefällte Nickel verunreinigt. An folgendem Beispiel mag die Ausführung des Verfahrens
nähere Erläuterung finden.
In der elektrolytischen Zeile, die eine saure Nickelsulfatlösung enthält, wird eine Anodenplatte, die aus der zu zerlegenden Nickelkupferlegierung
besteht und eine Kathodenplatte angeordnet, auf welche das Nickel niedergeschlagen
werden soll. Die Kathode und Anode sind durch ein durchlässiges Diaphragma oder Filter voneinander getrennt.
Die kupferfreie saure Nickelsulfatlösung wird in" die Kathoclenabteilung abwechselnd
oben und unten eingeführt und fließt durch go das Diaphragma in gleichmäßiger Geschwinj
digkeit in die Anodenabteilung, aus welcher j die elektrolysierte Lösung abgeführt wird.
j Die abwechselnde Einführung der Lösung oben und unten 'kann beispielsweise stund-Hch
erfolgen. Die Operation geht ununterbrochen fort. Nickel wird auf der Kathodenplatte abgeschieden, bis ein genügend dicker
Belag auf dieser Platte vorhanden ist, welche alsdann entfernt und das Nickel davon beseitigt
wird. Während der Niederschlagung des Nickels findet gleichzeitig eine entsprechene
Auflösung des Nickels und Kupfers von der Anode statt, bis die letztere aufgelöst
ist worauf sie durch eine frische Anode von unreiner Nickelkupferlegierung ersetzt
wird.
Der zweite Teil der Operation besteht darin, das gelöste Kupfer aus der Lösung zu
entfernen, welche aus dem elektrolytischen 110. Behälter herausfließt. Zu diesem Zweck fließt
die Lösung in einen' Behälter, in welchem sie· mit eingehängten Platten von Nickelkupferlegierung·
in Berührung kommt, die nach Form und Zusammensetzung den oben erwähnten Anoden ähnlich sind, wobei die
Legierung ungefähr 4 bis 8 Prozent Schwefel enthält. Bevor diese Platten in den Behälter
eingehängt werden, werden sie als Anoden in einer elektrolytischen Zelle für eine genügende
Zeit, so z; B. 24 Stunden angewendet, damit ihre Oberfläche mehr oder weniger
porös und mit Metallschlamm und Sulfiden, wie bereits erwähnt, bedeckt wird. In dem
Gefäß wird Kupfer aus der Lösung durch einfache Zementation auf die Platten gefällt,
von denen eine äquivalente Menge Nickel gelöst wird. Die entstehende kupferfreie
Lösung wird dann wieder, wie oben beschrieben, in die elektrolytische Zelle eingeführt.
Die Anodenplatten werden, wie erwähnt,
Die Anodenplatten werden, wie erwähnt,
ίο aus geröstetem Material hergestellt. Auch
kann man ausgelaugtes Kupfernickelmaterial verwenden; dasselbe wird geschmolzen entweder
allein oder unter; Zusatz von ungerösteter Matte (bzw. ungeröstetem Lech). Wenn
das Rohmaterial beträchtliche Mengen von Kupfer enthält, wird die geröstete Matte
(bzw. der geröstete Lech) zunächst in verdünnter Schwefelsäure behufs Entfernung
der Hauptmasse des Kupfers ausgelaugt. Bei diesem Auslaugen des Kupfers werden geringe
Mengen von Nickel gleichzeitig gelöst und die Trennung des Kupfers von dem Nickel in dieser Lösung kann am besten
durch Elektrolyse der sauren Lösung bewirkt werden, bis sämtliches Kupfer praktisch entfernt
ist. Die entstehende saure Nickelsulfatlösung wird nachher destilliert, so daß das
Nickelsulfat von der Schwefelsäure getrennt wird; das erhaltene unreine Nickelsulfat wird
dann zu dem Elektrolyt zugefügt, um die s:iure Nickelsulfatlösung zu erzeugen, oder es
wird geschmolzen zur Bildung von Anoden, dadurch, daß es mit geröstetem Lech im Schachtofen geschmolzen wird.
Claims (2)
1. Verfahren zum Trennen von Nickel und Kupfer in Kupfernickelstein und
anderen Produkten unter. Anwendung einer Elektrolyse mit aus dem Kupfernickelmaterial
dargestellten Anoden in einer Nickelsulfatlösung, woraus das aufgenommene
Kupfer nachträglich abgeschieden wird durch. Zementation auf nickelhaltige Metallplatten, dadurch gekennzeichnet,
daß schwefelhaltige Zementationsplatten verwendet werden, welche vor der Verwendung für Zementationszwecke durch Anwendung als Anoden in
einem elektrolytischen Bade . vorbereitet worden sind. .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der elektrolytischen
Zelle, in welcher die Elektrolyse der Nickelküpferanoden vorgenommen wird,
der Elektrolyt, der von der Kathode zu der Anode durch ein die Anode von der Kathode trennen fies Filter fließt, abwechselnd oben und unten dem Kathodenraum
zugeführt wird. · .'
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300334C true DE300334C (de) |
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ID=554331
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300334C (de) |
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- DE DENDAT300334D patent/DE300334C/de active Active
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