DE3002666A1 - Elastische halterung fuer stosstangen von kraftfahrzeugen - Google Patents
Elastische halterung fuer stosstangen von kraftfahrzeugenInfo
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Description
Elas.tische Halterung für Stoßstangen von Kraftfahrzeugen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elastische Halterung für Stoßstangen von Kraftfahrzeugen.
Derartige Stoßstangen oder Stoßfänger bestehen in letzter Zeit mehr und mehr aus thermoplastischen oder thermohärtbaren
Materialien, wobei ihr Aufbau so gewählt wird, daß sie elastische Deformationen ausführen können, wenn ein Aufprall
bei geringer Geschwindigkeit stattfindet. Nach dem Annehmen ihrer ursprünglichen Form zeigen die Stoßstangen kaum
merkliche Spuren ihrer Deformation.
Schwierigkeiten treten noch auf bei der Anbringung derartiger Stoßstangen am Kraftfahrzeug, da bei der Verwendung metallischer
Halterungen, wie es noch oftmals der Fall ist, diese eine bleibende Deformation erleiden, wenn ein Aufprall stattfindet.
Das bedeutet, daß, selbst wenn die Stoßstange ihre ursprüngliche Form bewahrt, sie bezüglich der Karosserie verschoben ist, wodurch
der vorhergehende Aufprall bleibende Spuren hinterläßt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es , eine Halterung für Stoßstangen zu schaffen, die einfach und wirtschaftlich
herzustellen ist, aus einem Stück besteht und beim Auftreten einer Kraft bis zu einer bestimmten Größe ein elastisches Verhalten
aufweist, sowie jenseits dieses Schwellwertes die auftretende Energie durch dauernde Verformung eines Unterteils vernichtet
und welche im Moment der Entlastung einen großen Teil der Deformation wieder rückgängig macht.
Eine derartige Halterung, die sowohl wie eine Feder als auch
wie ein Dämpfungselement wirkt, kann zwar ohne weiteres aus mehreren Einzelteilen bestehen, wird jedoch erfindungsgemäß
aus einem einzigen gegossenen Stück gefertigt, das aus einem
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thermoplastischen Material wie z.B. Polyolefin, Polyamid, Polyoxymethylan, Polyester usw. besteht.
Grundsätzlich besteht diese elastische federnde Halterung aus einem relativ dicken (2 bis 8 mm) gebogenen Teil, das elastisch
verformbar ist und dessen eines Ende mit der Karosserie fest verbunden werden kann, während das andere Ende mit der Stoßstange
verbunden ist. Das dämpfende Teil besteht aus mehreren relativ dünnen "(0,5 bis 2 mm) ebenen Wandteilen, mit vorgegebenen
Knickstellen, deren Lage durch die Verbindung mit dem gebogenen elastischen Teil oder durch zusätzliches Aufbringen
von Versteifungsrippen vorgegeben sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt
sind. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht der Anbringung einer herkömmlichen Stoßstange,
Figur 2 ein Diagramm etwa auftretender Kräfte auf die Stoßstange, die gemäß Figur 1 gehalten ist, sowie
die zugehörigen Verschiebungen,
Figur 3 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anbringung
einer Stoßstange,
Figur 4 ein Diagramm eventuell auftretender Kräfte auf die Stoßstange, die gemäß Figur 3 befestigt ist sowie
die zugehörigen Verschiebungen,
Figuren
5a,5b,5c
5a,5b,5c
eine perspektivische Ansicht sowie eine Draufsicht und eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Halterung,
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Figuren
6a,6b,6c ein anderes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Halterung in perspektivischer Ansicht, in Draufsicht und in Seitenansicht,
Figuren
■7a#7b#7c und
Figuren
8a,8b,8c zwei weitere erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele,
Wie Figur 1 zeigt ist eine Stoßstange 1 mit einem Fahrzeug 2 mittels einer metallischen U-förmigen Halterung 3 verbunden.
Mit einem Stempel 4 werden nun in Richtung des eingezeichneten Pfeiles nach und nach bestimmte Kräfte auf die Stoßstange ausgeübt,
so daß diese eine Folge von Deformationen erleidet.
Figur 2 zeigt das Diagramm für drei ausgewählte Stoßzyklen,
wobei die vom Teil 3 ausgeführten Verschiebungen mit OA",
OB" und OC" bezeichnet sind.
OB" und OC" bezeichnet sind.
vJährend des Einwirkens einer ersten beschränkten Kraft erhält
man die Verschiebung OA", wobei die beinahe elastische Phase noch eingehalten wird, aber trotzdem eine bleibende,nicht vernachlässigbare
Deformation OA0 nach der Entlastung verbleibt. Nach dem Einwirken einer zweiten Kraft bis B, die um ein geringes
größer ist,erhält man eine stärkere Deformation OB' .
Eine noch stärkere Kraft bis C führt zu einer beträchtlichen bleibenden Deformation OC' .
In Figur 3 ist gezeigt, daß das herkömmliche Blechteil 3 durch eine erfindungsgemäße Halterung 13 ersetzt ist, wie sie noch
im einzelnen beschrieben wird- Wiederholt man nun das Einwirken der drei Kräfte , so erhält man ein Diagramm wie es in
Figur 4 dargestellt ist.
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Beim Einwirken der ersten beschränkten Kraft verbleibt das Kunststoffteil im elastischen Bereich, so daß es nach Durchlaufen
des Weges OA1 in die Ursprungsstellung zurückkehrt.
Beim Einwirken einer etwas größeren Kraft, erfolgt ein Einknicken der ebenen Wandteile mit beginnender bleibender Deformation,
die jedoch durch die elastische Rückstellkraft der dicken Teile der Halterung kompensiert wird, die ihrerseits
im elastischen Bereich verbleiben. Nach Durchlaufen des Weges OB1 kehrt das Teil in die mit B ' bezeichnete Stellung
zurück, so daß also nur eine geringe bleibende Deformation auftritt.
Beim Einwirken einer noch größeren Kraft verringert sich der
Widerstand aufgrund der stärkeren Knickung oder Faltung der ebenen Wandteile dermaßen, daß die Kraft nicht weiter wächst.
Die Kurve B1' B1 C1 entspricht also einer im wesentlichen
konstanten Kraft und zeigt eine gute Energieabsorption. Nach der Entlastung nimmt das Teil die Stellung C1' ein, die einer
bleibenden Deformation entspricht, welche durch die elastische Federwirkung der dicken Teile begrenzt ist.
Durch die erfindungsgemäße Vereinigung eines oder mehrerer
dicker Teile mit elastischer Formänderung mit einem oder mehreren dünnen Teile, deren zeitweise und teilweise Deformationen
durch die Rückholwirkung der elastischen Teile kompensiert werden kann zu einer einzigen Halterung, kann
man also ein energieverzehrendes Bauteil erhalten, das trotz des Auftretens von Kräften oder Einwirkungen bis zu einer
bestimmten Größe seine Gestalt beibehält. Ein vorteilhaftes
Dickenverhältnis zwischen den dicken und den dünnen Teilen liegt in der Größenordnung von 4 bis 5 und kann je nach Anwendung
zwischen 2 und 10 betragen.
In den Figuren 5a bis 5c ist eine erfindungsgemäße Halterung
im einzelnen dargestellt. Diese weist ein dickes t als elastische
Feder wirkendesTeil 21 mit halbkreisförmigem Querschnitt auf,
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in dessen Inneren wenigstens zwei dünne Wandteile 22 und 23 vorgesehen sind, die das Dämpfungsteil mit den vorgegebenen
Knickstellen bilden. Die Öffnungen 24, 25 und 26 dienen zur Befestigung der Halterung an der Stoßstange und an dem Wagenaufbau,
während die Öffnung 2 7 vorgesehen sein kann um auf die Bolzen oder Halteschrauben einwirken zu können.
Die beiden dünnen Wandteile 22 und 23 können auch durch ein
Verbindungsteil 28 verbunden sein, welches die Steifigkeit der Anordnung erhöht. Wie Figur 5c zeigt, ist die Stoßstange
bei 29 befestigt und die Anordnung bei 30 mit einem Kraftfahrzeug verbunden.
Die Figuren 6a bis 6c zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel,
das ähnlich wie das vorhergehende ausgeführt ist. Die Form des elastischen dicken Teils 31 ist u-förmig, wobei die geschlossene
Seite zur Stoßstange 39 weist und die gegenüberliegende Seite zwei Befestigungslaschen aufweist, die mit der
Karosserie des Fahrzeuges 40 verbunden sind.
Die dünnen Querwände 32-32" und 33-33" sind jeweils doppelt
ausgeführt und untereinander durch Versteifungsrippen 37 und verbunden. Das dicke elastische Teil 31 weist Befestigungslöcher 34, 3 5 und 36 im Wandteil auf.
Die Figuren 7a bis 7c zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, das in analoger Weise wie die beiden vorhergehenden Ausführungsbeispiele mit dem Fahrzeug verbunden ist.
Das dicke elastische Teil 41 weist in diesem Fall einen geschlossenen,
fast kreisförmigen Querschnitt auf, dessen abgeflachte Stellen parallel zur Stoßstange verlaufen, sowie zur
Karosserie , mit der es verbunden ist.
Mit 54, 55*und 56 sind Versteifungsteile geringer Höhe bezeichnet,
mit 44, 45 und 46 Befestigungslöcher und mit 47
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eine Öffnung um ein Werkzeug bis in die Nähe des Loches
zu führen. Zu diesem Zweck sind die Wandteile 42-42" und 43 zueinander verschoben. Durch die vorgesehenen Öffnungen
48 bis 53 kann das Regenwasser aus der Halterung ablaufen.
Die Figuren 8a bis 8c zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Halterung , wobei das dicke elastische
Teil durch Ubereinanderlagerung mehrerer, vorzugsweise drei, Halbringe 61, 62 und 63 besteht, die umgekehrt zueinander
angeordnet sind und mittels ihrer ebenen gemeinsamem Flächen 64, 65 miteinander verbunden sind. Die dünnen Wandteile
66, 67 mit den Knickstellen sind zu ihnen und ihren Verbindungen senkrecht angeordnet. Auch hier ist die Halterung
wie beim vorhergehenden Beispiel mit Befestigungsöffnungen und Zugangsöffnungen versehen, wobei es dann analog zwischen
der Stoßstange 68 und der Karosserie 69 angeordnet wird.
Es sei betont, daß in allen beschriebenen Ausführungsbeispielen bleibende Deformationen aufgrund der Haltung der
dünnen Wandteile durch die elastische Rückholfeder der dicken Teile zum großen Teil kompensiert wird.
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Claims (8)
- Uwe M. HaftMaximilianstrasse 15 D-8000 München 22Tel.: (089)294818 Telex: 523514 Telegr.: NOVAPATH 508Regie Nationale des Usines Renault, 92109 Boulogne Billancourt, FrankreichPatentansprüche"Κ/Halterung zur Befestigung von Stoßstangen an Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet , daß sie aus einem dicken, sich elastisch oder quasi-elastisch verformbaren Teil und aus einem oder mehreren, damit verbundenen, dünnen, durch Knickung Energie absorbierenden Teil besteht, wobei dessen bleibende Verformungen durch die elastische Federwirkung des dicken Teils weitgehend kompensiert ist.
- 2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem einzigen gegossenen Stück aus einem thermoplastischen Material, vorzugsweise einem Polyamid,besteht.
- 3. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dickenverhältnis zwischen dem dicken und den dünnen Teil in der Größenordnung von 2 bis 10 und vorzugsweise zwischen 4 und 5 liegt.030032/069 1
- 4. Halterung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in ihrer Wandung öffnungen vorgesehen sind zur Befestigung der Halterung zum Durchlaß von Werkzeugen und zum' Ablaufen von Flüssigkeiten.
- 5. Halterung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das dicke elastische Teil einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweist, in das eine oder mehrere dünne Querwände eingesetzt sind, die mit mit Soll-Knickstellen versehen sind und die über eine quer angeordnete Verbindungsrippe verbunden sein können zur Erhöhung der Steifigkeit der Halterung.
- 6. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dicke elastische Teil einen U-förmigen Querschnitt aufweist und dessen Enden an der Kraftfahrzeugkarosserie befestigt sind und das doppelt ausgestaltete,vorzugsweise durch Verstärkungsringe versteifte(dünne Querwände umgibt.
- 7. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dicke elastische Teil einen geschlossenen beinahe kreisförmigen Querschnitt aufweist mit zwei parallelen AbfLachungen und daß es dünne senkrecht und waagrecht angeordnete Querwände umgibt.
- 8. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dicke elastische Teil aus der überlagerung von mehreren, vorzugsweise drei, Halbringen besteht, die umgekehrt zueinandej angeordnet sind und an ihren ebenen Seiten miteinander verbunden sind und daß in ihnen die dünnen Wänden mit den SoIl-Knickstellen senkrecht zu den Verbindungsstellen der Halbringe angeordnet sind.030032/0691
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