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Vorrichtung zur Sicherung von Schubladen in Schubla-
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denschränken
Vorrichtung zur Sicherung von Schubladen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung von Schubladen in Schubladenschränken,
in denen mehrere Schubladen gleicher oder unterschiedlicher Schubladenhöhe übereinanderliegend
angeordnet und geführt sind, wobei die Sicherung der Schubladen einzeln erfolgt.
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Schubladenschränke werden in vielen Ausführungen für Handel und Industrie
hergestellt. Entsprechend den Anforderungen in den verschiedenen Arbeitsgebieten
müssen die Schubladenschränke in einzelnen Teilen angepasst werden können. Dies
hat zur Folge, dass die entsprechenden Anpassungsmöglichkeiten bereits in der Fabrikation
vorgesehen werden müssen, was einen vermehrten Aufwand in der Fabrikation und in
der Lagerung und dementsprechend eine Erhöhung der Kosten zur Folge hat.
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Abgesehen von der Verwendung verschiedener Schubladenhöhen in verschiedener
Anordnung und der Einteilung der einzelnen Schubladen wird beispielsweise eine Schubladensperre
verlangt, die das Ausziehen nur einer einzigen Schublade zulässt. Eine solche Ausführung
wird vor allem dort verlangt, wo in den Schubladen verhältnismässig schwere Stücke,
z.B.
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Werkzeuge oder Werkstücke, gelagert werden müssen. Wird nur leichtes
Material in den Schubladen abgelegt, kann auf die Schubladensperre verzichtet werden,
doch genügt es in verschiedenen Anwendungsfällen nicht, wenn nur ein zentraler Verschluss
vorliegt, mit dem entweder alle Schubladen entriegelt oder gesperrt werden können.
Vielmehr wünscht oft ein Benützer, dass einzelne Schubladen zusätzlich gesichert
werden können, so dass sie nur geöffnet werden können, wenn die Sicherung gelöst
wird. Es wäre zwar möglich, für jede Schublade ein separates Schloss vorzusehen.
Eine solche Lösung ist aber sehr aufwendig, da sowohl an den Schubladen als auch
an den Gestellen die für die Verriegelung erforderlichen Teile angeordnet werden
müssen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die individuelle Sicherung
von Schubladen eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten,
dass sie in der Herstellung einfach ist, dass sie das wahlweise Anbringen an einzelnen
Schubladen und das leichte Entfernen derselben ermöglicht und die Fabrikation praktisch
nicht kompliziert.
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Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass an der
Vorderwand der Schublade ein parallel zur Vorderwand verschiebbarer Riegel gelagert
und an der Vorderseite der Schrankseitenwand innenseitig eine gegen die Seitenwand
der Schublade offene Sicherungsnut angeordnet ist, in die der Riegel bei geschlossener
Schublade eingreift.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt
und nachfolgend beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Teilansicht der Vorderseite
eines Schubladenschranks, wobei jedoch nur eine
Schublade teilweise
dargestellt ist, Fig. 2 eine Ansicht aus Richtung II in Fig. 1 auf die Vorderseite
des Schubladenschranks nach Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
eines Riegels zur Sicherung von Schubladen und Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie
IV - IV in Fig. 3.
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Der in Fig. 1 und 2 nur teilweise dargestellte Schubladenschrank besteht
aus einem Gehäuse, in dem die einzelnen Schubladen in Schubladenführungen ein- und
ausziehbar gelagert sind, deren Zahl und Höhe je nach Bedarf gewählt werden kann.
In Fig. 1 und 2 ist ein Teil einer Seitenwand 1, und zwar der rechten Seitenwand
des Gehäuses, dargestellt.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist die Seitenwand 1 eine Verlängerung
2 auf, die hohlprofilförmig an die Seitenwand 1 angeformt ist und einerseits eine
rahmenförmige Vorderseite 3 des Rahmens und andererseits eine, Innenwand 4 bildet.
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Am Uebergang von der Vorderseite 3 zur Innenwand 4 ist eine Sicherungsnut
5 angeformt, deren Seitenwände 6, 7 annähernd parallel verlaufen. Die zur Vorderseite
3 der Seitenwand 1 näherliegende Seitenwand 7 der Sicherungsnut 5 ist etwas kürzer
als die andere Seitenwand 6 und geht in eine zur Vorderseite 3 schräg verlaufende
Fläche 8 über, die ihrerseits an der Vorderseite 3 anschliesst.
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In Fig. 1 und 2 ist eine teilweise dargestellte Schublade 10
zu
sehen, deren Vorderwand 11 mit einer Griffleiste 12 versehen ist, die von der Vorderwand
11 absteht und eine nach unten offene Rinne zum Einführen der Finger beim Oeffnen
der Schublade bildet.
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In der durch die Griffleiste 12 gebildeten Rinne ist ein Riegel 15
angeordnet, der anhand von Fig. 3 und 4 beschrieben wird. Der Riegel 15 weist ein
Gehäuse 16 mit einer Bohrung 17 auf. In der Bohrung 17 ist ein Riegelnocken 18 verschiebbar
gelagert, der unter der Wirkung einer in der Bohrung 17 gelagerten Druckfeder 19
steht, die sich einerseits auf der Rückseite des Riegelnockens 18 und andererseits
an einer vom Gehäuse 16 gebildeten Gehäusewand 20 abstützt. Der Riegelnocken 18
weist eine Führungsstange 21 auf, die sich durch eine in der Gehäusewand 20 angeordnete
Bohrung 22 erstreckt und an ihrem Ende mit einem flachen Griff 23 in nicht näher
dargestellter Weise fest verbunden ist. Da die Teile des Riegels 15 zweckmässig
aus Kunststoff hergestellt werden, kann das Ende der Führungsstange 21 als Keil
ausgebildet werden, der in einen entsprechenden Schlitz des Griffes 23 eingesetzt
ist. Wenn der Griff 23 durch die Druckfeder 19 an die Gehäusewand 20 angedrückt
wird, steht der Riegelnocken 18 am weitesten vor.
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Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind die Seitenwände des Gehäuses
16 schräg zueinander angeordnet. Diese Begrenzung entspricht der durch die Griffleiste
12 an der Vorderwand 11 der Schublade 10 gebildeten Rinne. In diese Rinne wird das
Gehäuse 16 eingeschoben und dort gehalten, wie dies aus Fig. 1 und 2 ersichtlich
ist. Damit das Gehäuse 16 zuverlässig fixiert ist, sind Nocken 24 vorgesehen, die
in entsprechende Bohrungen in der Vorderwand 11 einrasten. Trotzdem kann das Gehäuse
16 und damit der Riegel 15 wieder
entfernt werden, falls dies erforderlich
ist. In Fig. 1 und 2 ist der Riegel 15 auf der rechten Seite der Schublade 10 angeordnet,
jedoch kann er auch ohne Schwierigkeit auf der linken Seite in gleicher Weise eingeführt
und fixiert werden. Es ist hierbei lediglich dafür zu sorgen, dass die Teile des
Riegels bzw. die für die Herstellung dieser Teile benötigten Werkzeuge so ausgeführt
sind, dass sie zu einem Riegel 15 für die linke Schubladenseite montiert werden
können.
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Die beschriebene Sicherungsvorrichtung ist sehr einfach und erlaubt
deren Verwendung unabhängig von der Zahl und der Bauhöhe der Schubladen 10. Dadurch,
dass die Nut 5 sich über die ganze Höhe des Schubladenschranks erstreckt, hat man
auf die Höhe der Schubladen keine Rücksicht zu nehmen.
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Das Oeffnen der Schublade stellt ebenfalls keine Probleme.
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Der Griff 23 wird hierbei vom Gehäuse 16 weggedrückt, wodurch sich
der Riegelnocken 18 aus der Nut 5 entfernt.
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Die beschriebene Vorrichtung ist im Zusammenhang mit einem Schubladenschrank
beschrieben. Die Verlängerung 2 kann zusammen mit einem Teil der Seitenwand 1 leicht
zu einem Pfosten ausgebildet werden, ohne dass sich an der Sicherungsvorrichtung
etwas ändern würde. Dies bedeutet, dass die Sicherungsvorrichtung nicht nur bei
einem Schubladenschrank, sondern auch bei einem Schubladengestell, d.h. einem Gestell
ohne Wände, angeordnet werden kann. Zweckmässig ist es, dass die Nut 5 an beiden
Seiten der Schublade 10 vorgesehen wird, da dann der Riegel 15 auf der einen oder
der anderen Seite der Schublade 10 angeordnet werden kann Es kann aber auch auf
jeder Seite der Schublade 10 ein Riegel 15 angeordnet
werden. Die
Schrägfläche 8 dient dazu, dass die Schublade 10 ohne Betätigung des Griffs 23 geschlossen
werden kann.
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Der Riegelnocken 18 gleitet beim Schliessen der Schublade entlang
der Schrägfläche 8 und schnappt in der Schliesslage in die Nut 5 ein.
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Der zusätzliche Materialaufwand für die Herstellung der Sicherungsnut
5 ist verhältnismässig gering, so dass die Nut zweckmässig immer vorgesehen wird.
Dagegen wird der Riegel 15 nur dann angeordnet, wenn dies ausdrücklich verlangt
wird.