DE3002285A1 - Anordnung zum abbremsen von in einem rohr mit grosser beschleunigung getriebenen freikolben - Google Patents
Anordnung zum abbremsen von in einem rohr mit grosser beschleunigung getriebenen freikolbenInfo
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Description
- Anordnung zum Abbremsen von in einem Rohr mit großer
- Beschleunigung getriebenen Freikolben Die Erfindung betrifft eine Anol dnung zum Abbremsen von in einem Rohr mit großer Beschleunigung getriebenen Freikolben, insbesondere bei rückstoßfreien Waffen und Streuwaffen, mit einem am Umfang eines im Außendurchmesser reduzierten Freilcolbenabschnitts angeordneten Schneidwerkzeug für eine Vernichtung der kinetischen Energie des Freikolbens durch Zerspanungsarbeit nach einem vorbestimmbaren Kolbenweg.
- Eine Anordnung eingangs genannter Gattung ist aus der DE-OS 27 58 713 bekannt. Bei dieser befindet sich am Umfang des Freikolbens - durch einen Kolbenflansch und einen Schraubflansch gegen axiale Längsverschiebungen gesichert - ein kalibergleiches Schneidwerkzeug mit in Richtung der Kolbenbeschleunigung weisenden Schneiden. Letztere sind im Rohr mit Spiel zu dessen innerem Mantel auf einem Teilkreis radial nach außen spreizbar angeordnet. Ihre Zweckbestimmung ist es, in dem Augenblick, in dem der beschleunigte Freikolben einen vorgegebenen Weg im Rohr zurtickgelegt hat, mittels einer Spreizvorrichtung an den Innenmantel des Rohrzylinders angedrückt zu werden, um durch anschließende Spanabscherung am Rohrzylinder die kinetische Energie der Kolbenmasse zu vernichten und somit den Freikolben zum Stillstand zu bringen. Als nachteilig wird hierbei empfunden, daß das Rohr aufgrund des vorbeschriebenen Zerspanungsvorganges lediglich einmal verwendbar ist.
- Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine konstruktiv einfache und zuverlässig funktionierende Anordnung eingangs genannter Gattung zu entwickeln, bei welcher in kostensparend Weise Gewähr für eine Wiederverwendung ein und desselben Rohres gegeben ist.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs niedergelegten Maßnahmen.
- Die erfindungsgemäß ergriffenen Maßnahmen sind einfach zu realisieren. Geschieht dies, ist das Resultat eine konstruktiv unaufwendige und zuverlässig funktionierende Anordnung, welche die Vorteile einer optimalen Belegung des jeweiligen Rohres, einer Wiederverwendbarkeit des letzteren nach einer vorangegangenen FreikolbenehUremiung und einer Renroduzierbarkeit des @@@@@@@@ Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 den mittleren Abschnitt eines beidseitig offen ausgebildeten Abschußrohres zum rückstoßfreien Verschießen von Munition mit zwei Freikolben, Figur 2 einen der beiden identisch ausgebildeten Endbereiche des Abschußrohres gemäß Fig. 1 zu Beginn der Abbremsung des in Richtung auf dieses Rohrende beschleunigten Freikolbens und Figur 3 den Rohrendbereich gemäß Fig. 2 nach beendeter Freikolbenabbremsung.
- Fig. 1 zeigt den mittleren Abschnitt eines beidseitig offen ausgebildeten Rohres 1 zum rückstoßfreien Verschießen von Munition mit zwei Freikolben 2 und 3, von denen jeder als Munitionstreibspiegel oder einer 2 als Munitionstreibspiegel und der andere 3 als Treibspiegel einer inerten Gegenmasse fungieren kann. Die beiden Freikolben 2 und 3 sind bei 4 zusammengeschraubt. In ihrem Innern 5 bieten sie einer Feststoffladung 6 für die Kolbenbeschleunigung samt zugehöriger Zündvorrichtung 7 Platz. Jeder Freikolben 2, 3 weist einen im Außendurchmesser reduzierten Abschnitt 8 auf, der sich vom in Beschleunigungsrichtung gesehen vorderen Kolbenendbereich bis zu einem radial vorspringenden Kolbenbund 9 erstreckt. Auf diesen Freikolbenabschnitt 8 ist ein Schneidring lo beispielsweise aufgeschrunipft, dessen Schneide 11 in Wirklcontakt mit dem Kolbenbund 9 steht. Der Schneidriii lo besitzt am Außenumfang 12 eine Ringnut 13, von der Kanäle 14 zum Einbauraum 5 der Feststoffladung 6 führen. In besagter Ringnut 13 ist ein mit Vorspannung am mit 15 bezeichneten Rohrinnenmantel anliegender -Kolbenring 16 angeordnet.
- Das Rohr 1 ist an beiden Enden gleich ausgebildet. In seinen Endbereichen besitzt es - wie aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich -als Ergebnls einer abschnittsweisen Überkalibrierung 17 einen Kolbenringanschlag 18 in Form einer vom betreffenden Rohrende abgewandten Ringschulter. Im überkalibrierten Rohrabschnitt 17, der sich beispielsweise zum Kolbenringanschlag 18 hin konisch erweitert, befindet sich ein Dämpfungsring 19. Letzterer weist dabei ein Kaliber auf, das zumindest ebenso groß ist wie das Rohrkaliber.
- Die Funktionsweise der vorbeschriebenen Anordnung ist wie folgt: Beim Anzünden der Feststoffladung 6 kommt es durch das von letzterer erzeugte Druckgas zunächst zu einer Lösung der Schraubverbindung 4 zwischen den beiden Freikolben 2 und 3. Im Anschluß daran wird der Freikolben 2 in Pfeilrichtung 20 und der Freikolben 3 in Pfeilrichtung 21 beschleunigt. Sobald der Schneidring lo den konischen überkalibrierten Rohrahschnitt 17 erreicht hat, wird der über die Kanäle 14 vom Gasdruck aus dem Innenraum 5 beaufsohlagte Kolbenring 16 in diesen gedrückt. Mit seiner Ringfläche 22 trifft letzterer sodann auf den Dämpfungsring 19. Die kinetische Energie des Schneid- bzw. Kolbenringes lo bzw. 16 wird dabei über diesen Dämpfungsring 19 abgebaut, wobei letzterer - wie aus Fig. 3 ersichtlich - eine Verformung erfährt. Der beschleunigte Freikolben 2 bzw. 3 schneidet sich durch den auf vorbeschriebene Art und Weise blockierten Schneidring lo und baut seine kinetische Energie über die in Fig. 3 zum Abschluß gekommene Spanabnahme (Späne 23) am Freikolbenumfang ab. Verbunden ist dies mit einer Freigabe der Kanäle 14, so daß die Druckgase aus dem Rohr 1 entweichen können. Das Abschußrohr 1 selbst bleibt bei der Freikolbenabbremsung unbeschädigt. Seiner Wiederverwendung nach erfolgter Entfernung der abgebremsten Freikolben 2 und 3 steht folglich nichts im Wege. Leerseite
Claims (1)
- Anordnung zum Abbremsen von in einem Rohr mit großer Beschleunigung getriebenen Freikolben Patentanspruch Anordnung zum Abbremsen von in einem Rohr mit großer Beschleunigung getriebenen Freikolben, insbesondere bei rückstoßfreien Waffen und Streuwaffen, mit einem am Umfang eines im Außendurc!.messer reduzierten Freikolbenabschnitts angeordneten Schneidwe kzeug für eine Vernichtung der kinetischen Energie des Freikolbens durch Zerspannungsarbeit nach einem vorbestimmbaren Kolbenweg, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß sich der Freikolbenabschnitt (8) für das Schneidwerkzeug vom in Beschleunigungsrichtung (20 bzw. 21) gesehen vorderen Kolbenendbereich bis zu einem radial vorspringenden Bund (9) des Freikolbens (2 bzw. 3) erstreckt, als Schneidwerkzeug ein geschlossener Ring (lo) mit einer am Bund (9) des Freikolbens (2 bzw. 3) angreifenden Schneide (11) dient, der Schneidring (lo) am Außenumfang (12) eine Ringnut (13) aufweist, von der Kanäle (14) durch die Kolbenwandung zur in Beschleunigungsrichtung gesehen hinteren Kolbenstirnseite führen, in der Ringnut (13) des Schneidrings (lo) ein mit Vorspannung am Rohrinnenmantel (15) anliegender Kolbenring (16) zugeordnet ist, das Rohr (1) im Bereich desjenigen Endes, auf das sich der abzubremsende Freikolben (2 bzw. 3) zubewegt, als Ergebnis einer abschnittsweisen Überkalibrierung (17) einen Kolbenringanschlag (18) in Form einer vom betreffenden Rohrende abgewandten Ringschulter besitzt und im überkalibrierten Rohrabschnitt (17) ein Dämpfungsring (19) angeordnet ist, dessen Kaliber zumindest so groß ist wie das Rohrkaliber.
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| CN115823945A (zh) * | 2022-11-25 | 2023-03-21 | 中南大学 | 一种发射装置 |
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| DE2750313A1 (de) * | 1977-11-10 | 1979-05-17 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Anordnung zum abbremsen von in einem rohr mit grosser beschleunigung getriebenen freikolben |
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- 1980-01-23 DE DE19803002285 patent/DE3002285C2/de not_active Expired
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