DE3002129A1 - Einspritzventil fuer hubkolbenbrennkraftmaschinen - Google Patents
Einspritzventil fuer hubkolbenbrennkraftmaschinenInfo
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Description
• a·
P. 5396/St/Ma
Gebrüder Sulzer Aktiengesellschaft, Winterthur/Schweiz
Einspritzventil für Hubkolbenbrennkraftmaschinen
Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil für Hubkolbenbrennkraftmaschinen,
mit einem in den Brennraum des Zylinders ragenden Düsenkörper, der in seinem Innern eine mit einem
Ventilsitz zusammenwirkende Ventilnadel und über seinen Umfang
verteilt mehrere Düsenbohrungen aufweist, über die der Brennstoff taktweise unter Abheben der Ventilnadel von dem
Ventilsitz in den Brennraum austritt.
Einspritzventile werden im allgemeinen so dimensioniert, dass bei Vollast der Maschine eine gute Brennstoffstrahlbildung
und damit eine gute, rauchlose Verbrennung im Brennraum des Zylinders stattfindet. Bei der Dimensionierung ergibt sich
entweder eine Reihe von Düsenbohrungen mit relativ grossem Durchmesser oder die Düsenbohrungen werden in zwei Reihen angeordnet,
wobei der Bohrungsdurchmesser entsprechend kleiner gewählt wird. Wird die Brennkraftmaschine mit Teillast gefahren,
so bestehen bezüglich Strahlbildung und Verbrennung keine optimalen Bedingungen mehr, was man bisher in Kauf genommen
hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einspritzventil der eingangs genannten Art zu schaffen, das gestattet, auch
bei Teillast eine gute Strahlbildung und damit eine gute Verbrennung des Brennstoffs zu erhalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das
Einspritzventil mit einer von der Ventilnadel getrennten, bei
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Teillast der Maschine einen Teil des Querschnitts mindestens eines Teils der Düsenbohrungen freigebenden und bei Vollast
den ganzen Querschnitt aller Düsenbohrungen freigebenden Vorrichtung versehen ist.
Kit dieser Vorrichtung wird es auf einfache Weise möglich, bei Teillastbetrieb der Maschine den Querschnitt mindestens
eines Teils der Düsenbohrungen so zu verkleinern, dass eine gute Strahlbildung und damit eine gute Verbrennung des Brennstoffs
erhalten bleibt. Bei Vollast der Maschine wird die Vorrichtung dann so betätigt, dass der volle Querschnitt aller
Düsenbohrungen freigegeben ist.
Einige Ausführungsbeispiele sind in der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch ein Einspritzventil nach
der Erfindung,
Fig. 2a und 2b je einen Teil einer Abwicklung im Bereich der
Düsenbohrungen im grösserem Massstab als Fig» I,
Fig. 3a und 3b je einen Ausschnitt im Bereich der Düsenbohrungen
einer abgewandelten Ausführungsform des Einspritzventils
,
Fig. 3c einen Schnitt entsprechend der Linie III - III in
Fig. 3a,
Fig. 4a und 4b je einen Ausschnitt im Bereich der Düsenbohrungen
einer weiteren abgewandelten Ausführungsform,
Fig. 5a und 5b sowie Fig. 6a und 6b je einen Ausschnitt im
Bereich der Düsenbohrungen zweier x*eiterer abgewan-
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'Χ
delter Ausführungsformen.
Gemäss Fig. 1 weist das Einspritzventil einen Ventilkörper
auf, der aus einem oberen Teil Z und einem unteren Teil 3 besteht,
die durch eine Ueberwurfmutter 4 zusammengehalten
werden. Der Ventilkörper 1 ruht mit einem Flansch 5 auf dem Zylinderkopf 6, der den Brennraum 8 des Zylinders der Hubkolbenbrennkraftmaschine
nach oben abschliesst. Der Ventilkörper durchdringt den Zylinderkopf 6 und ragt mit dem unteren,
mehrere Düsenbohrungen 7 aufweisenden Ende seines Teils 3 in den Brennraum 8.
Für die Brennstoffzufuhr weist der Ventilkörper 1 einen Kanal
10 auf, der sich zunächst radial durch den Flansch 5 erstreckt und dann im wesentlichen in Längsrichtung des Ventilkörpers
durch die Teile 2 und 3 geführt ist, bis in den Bereich des unteren Endes des Teils 3. Der Kanal 10 endet dort
in einem Ringraum U. Im Zentrum des Ventilkörpers 1 ist eine axial verschiebbare Ventilnadel 12 vorgesehen, die sich -mit
ihrem oberen Ende über einen Federteller 13 an einer Druckfeder 14 abstützt. Am unteren Ende der Ventilnadel 12 weist
diese eine kegelige Sitzfläche 15 auf, die mit einer entsprechend kegeligen Sitzfläche in einer Hülse 16 zusammenwirkt,
die die Nadel 12 umgibt und in dem Teil 3 des Ventilkörpers 1 axial verschiebbar gelagert ist.
Im Bereich des Ringr-aumes 11 t/eist di© Hülse 16 mehrere Bohrungen
17 auf, die dem Uebertritt des Brennstoffes vom Ringraum
11 in einen Ringraum 19 dienen, der zwischen der Hülse
und einem Abschnitt 18 der Ventilnadel 12 freigelassen ist» Der Ringraum 19 grenzt an seinem unteren Ende an dl© Sitzfläche
15. Unterhalb der Bohrungen 17 weist die Hülse 16 ©Ine
kegelige Ventilsitzfläeh© 20 auf, dis mit alner entspreehen-
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BAD ORIGiNAt:
den Sitzfläche im Teil 3 des Ventilkörpers 1 zusammenwirkt. Unterhalb der Ventilsitzflächen 20 und 15 weist die Hülse 16
einen aussen zylindrischen Ansatz 21 auf, dessen unteres Ende als Steuerkante 22 ausgebildet ist, die mit den Düsenbohrungen
7 zusammenwirkt und abhängig von der Höhenlage der Hülse 16 den Querschnitt eines Teils der Düsenbohrungen 7
verändert, was in Fig. 2a und 2b besser zu erkennen ist.
Die gegen Verdrehung relativ zum Teil 3 gesicherte Hülse 16 stützt sich mit ihrem oberen Ende an einem kolbenartigen Zwischenstück
25 ab, das in einer Zylinderbohrung des Teils 2 des Ventilkörpers 1 gleitet und das mit seinem oberen Ende an
einer weiteren Hülse 26 anliegt. Das kolbenartige Zwischenstück 25 wie auch die weitere Hülse 26 umgeben ebenfalls die
Ventilnadel 12. Die Hülse 26 ihrerseits stützt sich über einen Federteller 27 an einer Druckfeder 28 ab, die mit ihrem
oberen Ende an einem Federteller 29 anliegt, der im Ventilkörper 1 unterhalb des Federtellers 13 der Druckfeder 14 angeordnet
ist. Der Federteller 29 wird über eine Distanzhülse 30 und eine hohle Schraube 31, die in den Flansch 5 eingeschraubt
ist, im Ventilkörper 1 fixiert. Die Hohlschraube 31 umgibt das obere Ende der Druckfeder 14, die an einer in die
Hohlschraube eingeschraubten Schraube 32 anliegt.
In dem das kolbenartige Zwischenstück 25 aufnehmenden Zylinderraum
mündet ein Kanal 36, der sich im wesentlichen in Längsrichtung durch den Ventilkörper 1 erstreckt und an seinem
oberen Ende radial im Flansch 5 beginnt. Der Kanal 36 steht mit einer nicht näher dargestellten Druckmittelquelle
in Verbindung, die am Flansch 5 unter Zwischenschaltung eines Ventils angeschlossen ist. Die obere Begrenzungsfläche 35 des
genannten Zylinderräumes bildet für die Bewegung des Zwischenstücks
25 einen Anschlag, der gewünschtenfalls verstellbar
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ausgebildet werden kann, wobei zum Verstellen mechanische oder auch hydraulische Mittel verwendet werden können.
Das beschriebene Einspritzventil arbeitet wie folgt: Bei Vollast der Brennkraftmaschine wird die Zufuhr von Druckmittel
über den Kanal 36 abgesperrt, so dass die Hülse 16 nur unter dem Druck der Druckfeder 28 steht. Der taktweise
und unter hohem Druck über den Kanal 10 zugeführte Brennstoff gelangt über die Bohrungen 17 in den Ringraum 19, wo zunächst
die Ventilnadel 12 gegen den Druck der Feder 14 angehoben wird. Damit hebt die Ventilsitzflache 15 von der entsprechenden
Sitzfläche in der Hülse 16 ab und der Brennstoff gelangt in den Raum vor den Düsenbohrungen 7. Da auf die Hülse 16
nur der Druck der Feder 28 wirkt, wird durch den Druck des Brennstoffs auch die Hülse 16 nach oben verschoben, so dass
deren Steuerkante 22 alle Düsenbohrungen 7 freigibt und der Brennstoff über den vollen Querschnitt der Bohrungen 7 in
den Brennraum 8 des Zylinders gelangt, ohne dabei von der Steuerkante 22 behindert zu werden (Fig. 2b). Danach gehen
wegen des abfallenden Brennstoffdruckes die Hülse 16 und die Ventilnadel 12 wieder in die in Fig. 1 gezeichnete Ausgangsstellung
zurück.
Soll die Brennkraftmaschine mit Teillast gefahren werden, so wird die Druckmittelzufuhr über den Kanal "56 eingeschaltet,
so dass auf die Hülse 16 ausser dem Druck der Feder 28 auch der Druck des Druckmittels über das kolbenförmige Zwischenstück
25 wirkt und die Hülse 16 in ihrer unteren Stellung blockiert. Der über den Kanal 10 zugeführte Brennstoff gelangt
wiederum in den Ringraum 11 und über die Bohrungen in den Ringraum 19, wo er die Nadel 12 gegen den Druck der
Feder I4 nach oben verschiebt, so dass er in den Raum vor den
Düsenbohrungen 7 weiterströmen kann. Von diesem Raum aus ge-
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langt dann der Brennstoff über jede zweite Bohrung 7 in den
Brennraum 8 des Zylinders, wobei der Querschnitt aller Bohrungen 7 verkleinert ist, weil die Steuerkante 22 der Hülse
16 einen Teil des Eintrittsquerschnitts jeder zweiten Düsenbohrung 7 überdeckt, während die Querschnitte der restlichen
Düsenbohrungen von der Hülse 16 ganz verschlossen bleiben (Fig. 2a).
Beim Ausführungsbeispiel gemass Fig. 3a - c ist das untere,
mit den Düsenbohrungen 7 zusammenwirkende Ende der Hülse 16 als Zackenkranz ausgebildet, der soviel Zacken 40 aufweist,
wie Düsenbohrungen vorhanden sind» Jede Zacke 40 verjüngt sich von der Hülse 16 ausgehend nach unten und vom äusseren
Hülsenumfang aus sum inneren Hülsenumfang hin, wo sie in eine spitzwinklige Schneide ausläuft. Die grösste Breite jeder
Zacke 40 ist etwa gleich dem Durchmesser einer Düsenbohrung und die Höhe jeder Zacke etwas grosser als dieser Durchmesser.
Bei Teillast nimmt die Hülse 16 die in Fig« 3a gezeigte
Position ein, in der vor jeder Düsenbohrung 7 eine Zacke 40 steht ο die einerseits einen Teil des Querschnitts der Bohrung
7 für den Brennstoff freigibt und andererseits den die Bohrung 7 passierenden Brennstoffstrahl zerfetzt, so dass im
Brennraum 8 der Luftsauerstoff guten Zugang zu den Brennstoff teilchen hat. Somit findet auch bei Teillast eine vollständige
Verbrennung statt. Bei Vollast hat die Hülse 16 die in Fig. 3b dargestellte Position inne, in der der Brennstoff
ungehindert durch den Zackenkranz zu den Düsenbohrungen 7 strömt ο
Bsi der Ausführungsform gemäss Fig„ 4a und 4b ist die Steuerkante
22 der Hülse 16 mit radialen Einschnitten 41 versehenp tos. denen jeweils einer einer Düsenbohrung 7 zugeordnet ist
di®
vmß. dreieckigen Querschnitt aufweisen. Auch hier wird bei
vmß. dreieckigen Querschnitt aufweisen. Auch hier wird bei
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Teillast nur ein Teil des Querschnitts jeder Düsenbohrung 7 freigegeben (Fig. 4a) und ausserdem der die Bohrung passierende
Brennstoffstrahl durch die Einschnitte 41 in viele kleine Teilchen aufgelöst, was eine gute Verbrennung zur FoI-ge
hat. Bei Vollast dagegen kann der Brennstoff ungehindert den ganzen Querschnitt aller Dusenbohrungen durchströmen
(Fig. 4b).
Das gleiche gilt auch für die Ausführungsform geroäss Fig. 5a
(Teillast) und Fig. 5b (Vollast), bei der die Steuerkante 22
der Hülse 16 im Bereich jeder Düsenöffnung mit einem doppelten Einschnitt 42 in radialer Richtung versehen ist.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 6a und 6b ist die Steuerkante
22 als umlaufende glatte Kante der Hülse 16 ausgebildet, und die Düsenbohrungen 7 sind in zwei übereinander angeordneten
Reihen im Teil 3 angebracht. Bei Teillast wird der Querschnitt der Düsenbohrungen der oberen Reihe nur zum Teil
freigegeben und gleichzeitig alle Düsenbohrungen der unteren Reihe (Fig. 6a). Bei Vollast sind ausser der unteren Reihe
auch alle Düsenbohrungen der oberen Reihe mit ihrem vollen Querschnitt frei für das Durchströmen des Brennstoffes
(Fig. 6b).
Wenn - wie schon erwähnt - die Anschlagfläche 55 verstellbar ist, lässt sich bei den Ausführungsformen gemäss Fig. 3a - 6a
erreichen, dass beim Einspritzen des Brennstoffes auch Zwischenstellungen
der Steuerkante 22 eingenommen werden, so daes die Aenderung des Querschnitts der Düsenbohrungen etwae
weniger gross, als in den erwähnten Figuren geE©ieöjaet9 s@±ja
können.
Eine weitere Abwandlung der erfinduagsgesiäss©a
kann darin bestehen, dass di@ Ventilnadel als kohle Nadol aus-
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gebildet ist und dass die Funktion der den Querschnitt der Düsenbohrungen verändernden Hülse von einer in der hohlen
Ventilnadel gelagerten Stange übernommen wird, wie dies gemäss Fig. 4 und 5 der früheren Patentanmeldung 10653/77 der
Fall ist.
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Das Einspritzventil weist eine axial verschiebbare Hülse (16) auf, die zwischen dem Düsenkörper (2,3) und der Ventilnadel
(12) angeordnet ist. Die Hülse (16) hat am unteren Ende einen Ansatz (21), der mit einer mit den Düsenbohrungen
(7) im Ventilkörper (2,3) zusammenwirkenden Steuerkante (22) versehen ist. Bei Vollast der Maschine wird die Hülse (16)
vom Druck des Brennstoffs soweit angehoben, dass alle Düsenbohrungen für das Durchströmen von Brennstoff: freigegeben
sind. Bei Teillast wird die Hülse (16) durch Druckmittelbeaufschlagung in ihrer unteren Stellung blockiert, in der
sie mit ihrer Steuerkante 22 den Querschnitt eines Teils der Düsenbohrungen (7) nur teilweise freigibt. Hierdurch wird
auch bei Teillast eine gute Brennstoffstrahlbildung ermöglicht.
(Pig. D
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Claims (3)
1. Einspritzventil für Hubkolbenbrennkraftmaschinen, mit einem in den Brennraum des Zylinders ragenden Düsenkörper,
der in seinem Innern eine mit einem Ventilsitz zusammenwirkende Ventilnadel und über seinen Umfang verteilt mehrere
Düsenbohrungen aufweist, über die der Brennstoff taktweise unter Abheben der Ventilnadel· von dem Ventilsitz
in den Brennraum austritt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Einspritzventil mit einer von der Ventilnadel getrennten, bei Teillast der Maschine einen Teil
des Querschnitts mindestens eines Teils der Düsenbohrungen freigebenden und bei Vollast den ganzen Querschnitt aller
Düsenbohrungen freigebenden Vorrichtung versehen ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Ventilkörper axial verschiebbar angeordnete Vorrichtung
eine Steuerkante aufweist, die bei Teillast den Querschnitt mindestens eines Teils der Düsenbohrungen auf deren
Eintrittsseite verändert.
3. Ventil nach Anspruch λ, dadurch gekennzeichnet, dass die
Steuerkante eine Form aufweist, die ein Zerfetzen des BrennstoffStrahles bewirkt.
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