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Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen
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Beschreibung: Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kontrolle
der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze, mit
einer zweigeteilten Prüfvorrichtung, durch die die Bahnen hindurchgefördert werden.
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Bei den steigenden Anforderungen an Papiermaschinenfilze, insbesondere
Nadelfilze, bedingt durch den technischen Fortschritt des Papiermaschinenbaues,
wird es unumgänglich, die Eigenschaften fertiger Papiermaschinenfilze meßtechnisch
umfassender als bisher zu bestimmen, sofern diese überhaupt apparativ erfaßt werden
können. Diese Eigenschaften sind z.B.
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Filzdimensionen, wie Länge, Breite und Dicke, das Flächengewicht,
die Luftdurchlässigkeit, die Markierfreiheit usw.
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Für den Papiermacher ist es von erheblichem Interesse, daß der Papiermaschinenfilz,
den er verwendet, an jeder beliebig herausgegriffenen Stelle die geforderten Eigenschaften
aufweist. Der Hersteller der Papiermaschinenfilze möchte seinerseits aus den Meßergebnissen
insgesamt auf den Vollkommenheitsgrad seines Fertigungsprozesses schließen.
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Der technische Fortschritt beim Bau von Meßgeräten sowie bei der Auswertung
von Meßergebnissen läßt den Bau einer Vorrichtung, die die Messung von Filzeigenschaften
durch weitgehend automatische Meßabläufe und intensive statistische Auswertung der
gemessenen Werte vereinfacht und verbessert, als Brgänzung der bisherigen Meßpraxis
als durchweg brauchbar erscheinen.
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Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung zur automat11 schen
Prüfung der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze
zu schaffen, bei der eine zuverlässige Aussage über die Beschaffenheit der ganzen
Fläche gemacht werden kann.
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Gemäß der Erfindung gelingt dies dadurch, daß oberhalb und unterhalb
der Bahnen quer zu deren Bewegungsrichtung in ständiger gegenseitiger Ausrichtung
bewegbare Meßwagen angeordnet sind.
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Zur Bestimmung der Filzeigenschaften stehen Meßgeräte zur Verfügung,
die diese Eigenschaften an einem kleinen Filzausschnitt bestimmen, z.B. Flächengewicht
über ca. 50 cm2, 2 Luftdurchlässigkeit über ca. 20 cm2. Der Vergleich mit der gesamten
Filzfläche zeigt, daß diese Messungen nur an sehr begrenzten Stellen der Filzoberfläche
erfolgen können.
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Es versteht sich somit, daß ein quasi an einem Punkt ermittelter Meßwert
nicht für den gesamten Filz gilt. Um Aussagen über den gesamten Filz machen zu können,
sind viele Einzelmessungen erforderlich. Um eine Zuordnung von Meßwert und Meßort
zu erhalten, ordnet man zweckmäßigerweise die Meßstellen so an, daß sie wie ein
Gitter oder Raster die Filzoberfläche bedecken.
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Der Abstand der Gitter- oder Rasterlinien bestimmt die Orte der Einzelmessungen
und wird von den Anforderungen an die Messung sowie vom technischen Aufwand bestimmt:
Eine lückenlose Erfassung einer Filzeigenschaft entlang einer Linie ist möglich
durch Verschieben eines Meßgerätes entlang dieser Linie und durch analoges Aufzeichnen
des Meßwertes mit einem geeigneten Registiergerät, z.B. Schreiber oder Magnetband.
Einzelne Meßwerte werden den örtlichen Verlauf des Meßwertes ebenfalls wiedergeben,
wenn sie entlang dieser Linie in einem Abstand gemessen werden, der etwa 0,1 bis
1 x dem Durchmesser des vom Meßgerät erfaßten Filzstückes entspricht.
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Eine lückenlose Erfassung von Filzeigenschaften ergibt bei 6 einem
Verhältnis von bis zu 1 : 106 zwischen gemessenem Filzstück zum-gesamten Filz einen
nicht zu vertretenden Met<-aufwand. Es können also nur ausgewählte Stellen des
Filzes gemessen werden. Da ein Filz regelmäßige Strukturen aufweist, wie Längs-
und Querfadensysteme sowie eine durch den Ilerstellungsprozess bedingte Faserorientierung
in der Vliesauflage, wird erwartet, daß ein Verzicht auf die lückenlose Messung
der Filzeigenschaften keinen Einfluß auf die Sicherheit der Aussage über die gemessenen
Filzeigenschaften hat.
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Da die Meßköpfe sich entlang einer Linie relativ zum Filz bewegen,
erscheint es zweckmäßig, bei dieser Bewegung mit Einzelmeßwerten die Filzeigenschaften
fast lückenlos wie oben beschrieben zu ermitteln, und diese Werte über durch Versuche
zu ermittelnde Strecken zu mitteln. Dieser Mittelwert soll in
einem
Rechner abgespeichert werden. Bei einer Länge dieser Strecken von 0,25 bis 1,0 m
wird sich eine beträchtliche Reduktion der Meßwertanzahl ergeben.
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Mit Hilfe des Rechners ist es leicht möglich, aus den einzelnen Meßwerten
die statistischen Kennwerte, wie Mittelwert und Streuung zu berechnen und anhand
der Verteilung der Meßwerte die Sicherheit dieser Aussagen zu untermauern.
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Die gespeicherten gemittelten Meßwerte erlauben die Meßergebnisse
anschaulich darzustellen, z.B. kann das Ergebnis der Filzdickenmessung als Oberflächenrelief
gezeichnet werden. Es kann durch Versuche gezeigt werden, wie sich die graphische
Darstellung durch Verändern der Längen, über die der Meßwert gemittelt wird, verändert.
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Die Bewegung der Meßgeräte relativ zum Filz ergibt sich zwangsläufig
durch über die Breite des Filzes verfahrbare, aber während der Messung stillstehende
Meßwagen als Linien in Längsrichtung des Filzes, und durch ständig über die Breite
des Filzes bewegte Meßköpfe während der Messung als windschief zu den Kanten des
Filzes stehende Linien. Wegen der oben erwähnten regelmäßigen Strukturen des Filzes
wird erwartet, daß außerhalb der von den Meßkopfen auf dem Filz beschriebenen Bahnen
ähnliche Meßwerte vorliegen, so daß die Aussagen über die gemessenen Filzeigenschaften
auch dort Gultigkeit besitzen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen beschrieben.
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Es zeigen Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine Prüfanlage,
bei der die erfindungsgemäße Vorrichtung anwendbar ist, Fig. 2 eine Vorrichtung
zum Bewegen von Meßwagen quer zur Bahn, Fig. 3 schematisch die Mittel für eine exakte
Ausrichtung der oberen und unteren Meßwagen, und Fig. 4 ein Blockdiagramm eines
Rechnersystems für die Steuerung und Auswertung der vorgenommenen Kontrolle.
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Prinzipiell ist die zu prüfende Bahn, also insbesondere bei dem Ausführungsbeispiel
der endlose Papiermaschinenfilz, so anzuordnen, daß die Ober- und Unterseite zugänglich
sind.
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Dies kann etwa durch Spannen des gesamten Filzes zwischen zwei Walzen
oder durch Spannen eines Filzabschnittes zwischen zwei Walzen geschehen. Durch Antrieb
der Spannwalzen wird der Filz an den Meßgeräten vorbei bewegt. Zur Bestimmung des
Meßortes in Filzlängsrichtung kann von dem Drehwinkel der Spannwalzen ein proportionales
elektrisches Signal abgeleitet werden. Der Transport des Filzes kann kontinuierlich
oder diskontinuierlich erfolgen.
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Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Prüfgestell, das zwei biegesteife
untere Haupttragebalken 1 besitzt, die durch Querprofile 2 miteinander verbunden
sind. An den Außenseiten der unteren Haupttragebalken 1 sind die Spannwalzen 3>',
4 befestigt. Die Spannwalze 3 zieht den Filz aus der Prüfzone ab, die Spannwalze
4 liefert den Filz zur Prüfzone. Während der Messung ruhen die unteren Haupttragebalken
1 auf den Stirnseitenwänden eines Stützwagens 5, die über eine Umlenkwalze 6 miteinander
verbunden sind. Die Umlenkwalze 6 erhöht den
Umschlingungswinkel
des Filzes um die liefernde Spannwalze und richtet den Filz für eine Metallsuchgerät
7 aus. Eine Wickelmaschine 8 erhöht den Umschlingungswinkel des Filzes um die abziehende
Spannwalze 3. über den Spannwalzen 3 und 4 befinden sich die oberen Haupttragebalken
9, welche durch Querprofile 10 verbunden sind.
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Pür längere Prüflinge bildet die Grube 11 einen Filzzwischenspeicher.
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Zwischen den unteren Haupttragebalken 1 sind auf den Querprofilen
2 Führungen für mindestens einen traversierenden Meßwagen 21 vorgesehen (vgl. auch
Fig. 2). Der oder die Meßwagen 21 laufen auf schienenförmigen Führungen 22, 23,
z.B.
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Linearführungen mit offenen Kugelbüchsen oder Führungen mit Tragluftelementen.
Die Führungen erstrecken sich über die ganze Breite des zu prüfenden Filzes, welche
beispielsweise 12,5 m betragen kann.
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Der Meßwagen 21 hat eine derartige Höhe, daß die an ihm angeordneten
Meßvorrichtungen in geeigneter Nähe des über ihm vorbeigeführten Filzes 15 sind.
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Eine ähnliche Anordnung ist für mindestens einen oberen Meßwagen 25
getroffen, der auf Führungsschienen 26, 27 läuft, welche auf den Querprofilen 10
für die oberen Haupttragebalken 9 angebracht sind.
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Die Meßwagen 21 und 25 sind vorgesehen für zweiteilige Meßköpfe, deren
Teile ober- und unterhalb des Filzes angeordnet werden müssen, z.B. Meßköpfe für
radiometrische Plächengewichtsmessungen.
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Wesentlich für die Erfindung ist, daß die Meßwagen 21 und 25 ständig
zueinander ausgerichtet sein sollten. Unvermeidbare Abweichungen von der Sollposition
zueinander werden - wie nachstehend beschrieben - gemessen und zur Korrektur des
Meßwertes für diese Stelle herangezogen.
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Prinzipiell kann die Ausrichtung durch elektronische Mittel eingeregelt
werden, etwa durch eine "elektrische Welle". Eine spezielle Ausführungsform könnte
darin bestehen, jeden Meßwagen mit einem eigenen Antrieb auszustatten und seinen
Weg quer zum Filz 15 durch summierte Taktsignale festzulegen; diese können entweder
vom Antrieb oder aber durch Taktmarkierungen abgeleitet werden, welche längs der
Führungen 22, 23 bzw. 26, 27 angebracht sind.
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Beim besonderen Ausführungsbeispiel wird eine mechanische Kupplung
gewählt. Hierzu sind die Wagen 21, 25 mit Je einer Stahlseilschlaufe 31 bzw. 35
verbunden. Die Stahlseilschlaufen 31 und 35 sind einerseits um außerhalb des Förderweges
des Filzes 15 angeordnete Umlenkrollen 32, 36 geführt0 Andererseits sind sie an
der entgegengesetzten Seite der Förderbahn um eine beiden Stahlseilschlaufen gemeinsame
Seiltrommel 34 gewunden. Durch mehrfaches Umschlingen ergibt sich somit durch Reibschluß
eine mechanische Kupplung dar beiden Meßwagen 21, 25 miteinander.
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Der Antrieb der beiden Meßwagen 21, 25 kann durch die Drehung der
Seiltrommel 34 erfolgen.
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Um Fehler beim Beschleunigen bzw. Verzögern der Bewegung der Meßwagen
21, 25 zu verringern, wird angestrebt, daß die beiden Meßwagen annähernd die gleiche
Masse besitzen.
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Obwohl auf diese Weise, nämlich durch den gemeinsamen Antrieb eine
gewisse Ausrichtung erreicht werden kann, ergeben sich dennoch zwangsläufig Schwankungen
in der Position der Meßkopfhälften zueinander, bedingt durch ungleichmäßige Durchbiegung
der Führungen 26, 27 bzw. 22, 23 und durch ungleichmäßige Dehnungen der Stahlseilschlaufen
31, 35. Gemäß der Erfindung werden deshalb Mittel vorgesehen, die die genaue Bestimmung
der Position der Wagen zueinander ermöglichen.
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Diese Mittel sind aus Fig. 3 ersichtlich.
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Für die genaue Abstandbestimmung ist ein an sich bekannter berührungslos
arbeitender Meßkopf oder Aufnehmer 41 an einem der Wagen (beim Ausführungsbeispiel
am oberen Wagen 25) vorgesehen, dem bei entsprechender Ausrichtung der Wagen 21
und 25 ein ''ignalgeber, etwa eine ferromagnetische Platte 42 gegenüberliegt, die
auf der Oberseite des Wagens 21 angebracht ist. Die ferromagnetische Platte 42 besitzt
eine gewisse Breite, so daß sich seitliche Verschiebungen zwischen den beiden Wagen
21, 25 nicht bemerkbar machen, d.h. eine Änderung in dem im Aufnehmer 41 erzeugten
Signal beruht nur auf einer Änderung des senkrechten Abstandes der Wagen zueinander.
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Zur Feststellung von seitlichen Verschiebungen zwischen den Wagen
21 und 25 sind in einem gewissen Abstand zwei Meßköpfe oder Aufnehmer 44, 45 auf
der Unterseite des Wagens 25 vorgesehen. Bei genauer Ausrichtung der beiden Wagen
21 und 25 liegt den Aufnehmern 44 und 45 ein Signalgeber gegenüber, welcher aus
einem trapezförmigen Körper 46 besteht, welcher ebenfalls aus ferromagnetischen
Material hergestellt sein kann.
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Während die ferromagnetische Platte 42 parallel zum Filz 15 verläuft,
sind bei dem trapezförmigen Körper 46 die Gegenplatten 47, 48 an den Schrägen des
Trapezes angebracht, wobei diese Gegenplatten 47, 48 bei genauer Ausrichtung genau
den Aufnehmern 44 bzw. 45 gegenüber liegen. Bei einer seitlichen Verschiebung, etwa
des Wagens 21 gemäß Fig. 3 nach links, verringert sich der Abstand zwischen der
Gegenplatte 47 und ihrem Aufnehmer 44 während sich der Abstand des Aufnehmers 45
von der Gegenplatte 48 vergrößert. Während sich bei genauer Ausrichtung gleiche
Signale an den Aufnehmern 44 bzw. 45 ergeben, bewirkt eine seitliche Verschiebung
der beiden Wagen 21, 25 gegeneinander die ~erzeugung unterschiedlicher Ausgangesignale,
die die Lage der Meßkopfwagen zueinander
angeben. Die Einflüsse
einer Verlagerung der beiden Meßkopfhälften auf die sich in den Wagen befindlichen
Meßvorrichtungen sind entweder bekannt oder können durch Versuche ermittelt werden.
Es ist dann möglich, die Signale der Aufnehmer 44, 45 zur Korrektur der Meßsignale
nach bekannten Verfahren heran zuziehen. Es sei noch erwähnt, daß eine ewisse Abstandsänderung
zwischen den beiden Wagen 21 und 5 auf die Positionsbestimmung mit den Aufnehmern
44, 45 keinen Einfluß hat.
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Wie bereits erwähnt, werden zur Kontrolle der Beschaffenheit der Bahnen
verschiedene Gitterlinien nach einem statistic festgelegten Muster abgetastet, wobei
die Wagen 21 und 25 ständig quer zur Filzlaufrichtung verfahren werden. Die Wagen
21,25 bewegen sich also gegenüber dem Filz auf Linien, die windschief zur Längs-
und Querrichtung des Filzes sind. Linie Position der Wagen 21,25 muß in Breitenrichtung
des Filzes ständig bekannt sein. Dies geschieht z.B. durch Drehwinkelmessung der
Seiltrommel 34 oder durch inkrementale I.ängerlmeßsysteme, die an die Führungen
22,23 oder 26,27 gekuppelt sind. Da der Förderweg des Filzes ständig gemessen wird,
ist di-e Position der Meßwagen 21,25 zum Filz jederzeit bekannt.
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Während die Meßwagen 21 und 25 ständig traversieren, sind weitere
Meßwagen 121 und 125 vorgesehen. Diese Meßwagen 121,125 sind in Führungen 122,123
und 126,127 analog zu clen Führungen 22,23 und 26,27 gesetzt und besitzen vorzugsweise
einen eigenen motorischen Antrieb. Die Meßwagen werden Zli Beginn der Filzprüfung
über der Filzbreite positioniert und bewegen sich während der Prüfung nicht mehr.
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Zur Positionierung der Wagen 21,25 bzw. 121,125 können etitweder entsprechende
Koordinaten in einem Rechner berechnet und gespeichert sein, die abhängig von der
Filzbreite die
Warzen in die entsprechende Stellung steuern, oder
aber es sind längs des Wagenweges in i'esten oder einstellbaren Abständen Vorrichtungen
vorgesehen, mit denen die Wagen vorzugsweise formschlüssig zentriert werden können.
Die einzelnen Vorrichtungen sind über entsprechende Codierungen vom Wagen aus erkennbar.
Wird von dem Rechner oder einer anderen Steuerelektronik dem Wagen die anzulaufende
Position eingegeben, dann liest dieser beim Befahren der Führung die Codierung der
möglichen Verriegelungsstellen und zentriert sich selbst, wenn er die angegebene
Position erreicht hat.
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Befinden sich mehrere Wagen auf einer Führung, muß durch Lichtschranken
od. dgl. die Möglichkeit von Zusammenstößen ausgeschlossen werden. Die elektrische
Energie, die die Wagen 21,25 bzw. 121,125 verbrauchen, wird über ein zweipoliges
Schleppkabel zugeführt, über das auch die Meßwerte übertragen werden können. Von
den einzelnen Meßgeräten werden diejenigen Baueinheiten in den Wagen eingebaut,
die erforderlich sind um ein unempfindliches elektrisches Signal zu erzeugen. Vorzugsweise
sind in dem Wagen auch entsprechende Speichervorrichtungen vorgesehen, welche die
Augenblicksmeßwerte speichern.
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Auf den Befehl der externen Steuerung können dann die Meßwerte in
entsprechender Form über die Stromversorgungskabel abgerufen und an eine zentrale
Steuerelektronik, etwa einen Rechner, übertragen werden. Für eine derartige übertragung
kann z.B. eine an sich bekannte Datenübertragungseinrichtung verwendet werden.
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Prinzipiell können eine oder mehrere der folgenden Messungen vorgenommen
werden: Das Flächengewicht kann bevorzugt radiometrisch durch einen Meßkopf festgestellt
werden, der aus zwei Teilen besteht, die axial miteinander ausgerichtet sein müssen.
Da dies mechanisch nicht gewährleistet werden kann, ist die vorstehend beschriebene
Vorrichtung zur Messung der Ausrichtung für die Position der Wagen 21, 25 zueinander
erforderlich.
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Die Filzdicke könnte mit Hilfe eines Meßrades ermittelt werden. Der
Filz 15 gleitet über eine leicht konvex gewölbte Platte. Im Scheitelpunkt der Platte
tastet das Meßrad die Filzdicke ab. Es ist starr mit einem berührungslosen Wegaufnehmer
gekoppelt. Der von diesem von der Berührungslinie Filz - Meßrad zur konvexen Platte
ermittelte Abstand ist ein Maß für die Filzdicke.
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Auch die Filzlänge kann über handelsübliche Meßräder ermittelt werden.
Alternativ dazu bietet sich an, die Drehung der Spannwalzen 9 oder 4 in Verbindung
mit einer Laufetreifenabtastung zur erzeugung eines Rechnersignals zur Längenmessung
auszunutzen.
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Die Messung der Filzbreite erfolgt dadurch, daß in dem traversierenden
Wagenpaar eine Lichtschranke eingebaut ist, die in Verbindung mit der Messung der
Position der traversierenden Wagen 21, 25 die Filzbreite ermittelt. An die Stelle
der Lichtschranke können auch andere Mittel treten, die durch das Vorhandensein
des Filzes deutlich unterbrochen werden.
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Bei der Prüfung der Buftdurchlässigkeit muß der Filz 15 eingespannt,
und daher der Transport des Prüflings unterbrochen werden. Die Meßköpfe sind zweigeteilt
und die beiden elften werden zur Messung gegen den Filz 15 gedrückt, was pneumatisch,
magnetisch oder federnd geschehen kann. Geeignete Luftmengenmesser sind bekannt.
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Als Metallsuchgerät 7 kann eine Vorrichtung verwendet werden, die
die gesamte Breite des Prüflings abtastet oder aber eine ebenfalls quer zur Förderrichtung
des Filzes 15 verfahrbare Vorrichtung mit geringerer Breite. Da der Filz mehrfach
umläuft, ist eine Prüfung des gesamten Filzes 15 durch Querverschieben des schmäleren
Gerätes möglich. Ein entdecktes Metallteilchen löst einen Impuls aus, der in Verbindung
mit
der Erfassung des Förderweges des Filzes 15 die Speicherung
des entsprechenden Rasterpunktes ermöglicht, der dann dazu herangezogen wird, an
der entsprechenden Stelle den Filz anzuhalten. In dieser Position kann das Metallteilchen
manuell entfernt werden.
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Ein weiteres Meßwagenpaar kann eine Vorrichtung zur Prüfung des Filzes
auf Markierfreiheit aufnehmen. Hierzu wird der Filz zwischen zwei Preßwalzen hindurchbewegt,
wobei sich im Preßspalt gleichzeitig mit dem Filz ein Streifen Markierpapier befindet.
Die Art der Preßwalzen, z.B. glatte, gerillte oder gelochte Walzen sowie der Liniendruck
kann variiert werden, um den Filz ähnlichen Belastungen wie in der Papiermaschine
auszusetzen. Ungleichmäßigkeiten im Filz werden auf dem Markierpapier sichtbar;
ein ungleichmäßiger Narkierdruck deutet darauf hin, daß der Filz ein mit seiner
Hilfe produziertes Papier mit Markierungen versehen wird.
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Nach dieser Prüfung kann eine Filzdickenmessung Informationen über
das Wiederaufstehvermögen des Filzes geben.
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Zusätzlich zu diesen Prüfungen soll der Filz über einem Lichtkasten
visuell geprüft werden, in dem sich lichtempfindliche Elemente befinden. Bisher
gab es noch keine Meßverfahren, die diese optische Kontrolle mit vertretbarem Aufwand,
z.B. unter Verwendung von Fernsehkameras, ersetzen können.
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Fig. 4 veranschaulicht -in einem Blockdiagramm die verschiedenen Einheiten
eines Rechnersystems für die Aufnahme, Speicherung und Auswertung der Meßdaten sowie
gegebenenfalls zur Steuerung des Wechselvorgangs für den Filz 15. Obwohl ein eigener
Rechner vorgesehen sein kann, besteht auch die Möglichkeit eine größere Anlage zu
verwenden, die neben den Kontrollaufgaben noch andere Arbeiten durchführt.
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Für den Prüflingswechsel ist ein mobiles kabelloses Steuerpult 51
vorgesehen, über das von Hand Befehle zur Auslösung der verschiedenen Vorgänge eingegeben
werden können. Zusätzlich dazu oder alternativ kann auch ein festes Steuerpult 52
vorgesehen sein. Die Baueinheit 53 ist für die Steuerung der verschiedenen Vorrichtungen
zum Filzwechsel aufgrund der über die Einheit 51 bzw. 52 eingegebenen Befehle ausgestattet.
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Fehlbedienungen am Steuerpult werden von der Recheneinheit 5 nicht
angenommen. Die Baueinheit 53 steuert die Bewegung dej Stützwagens, den Antrieb
der Wickelmaschine sowie die Detätigung des Maschinenöffnungszylinders und die Handhabung
der Filzeinzugshilfen. Sie gibt ferner über eine Preigabeleitung 54 die Recheneinheit
55 für die Steuerung des Transports des Filzes i5 nach ordnungsgemäßen Prüflingswechsel
frei. Diese Baueinheit 55 steuert den Antrieb für die Förderung des Filzes 15, sie
stellt die Filzlänge fest und spricht auf das Metallsuchgerät an. Sie steht ferner
mit einer Recheneinheit 56 in Verbindung, über die die Meßkopfpositionierung und
der Datenempfang gesteuert wird. Auch diese Recheneinheit 56 kann nur arbeiten,
wenn ein Freigabesignal über die Leitung 54 empfangen wird.
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Die Recheneinheit 56 erhält vom traversierenden Meßwagen die Information,
wo sich die Filzkanten in Bezug auf die Breite der Prüfvorrichtung befinden. Aus
diesen Daten berechnet die Einheit die erforderlichen Positionen der Meßkopfwagen
121 bzw.125 und leitet die entsprechende Verschiebung der Meßköpfe ein. Alternativ
können die Meßkopfwagen über das Steuerpult und den Auswerterechner auf frei wählbare
Orte gefahren werden.
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Die Recheneinheit 56 steuert den Datenempfang bzw. -abruf.
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Die Meßwerte werden, falls erforderlich, umgerechnet, z.B.
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linearisiert oder entsprechend der Position von geteilten Meßköpfen
korrigiert. Die über bestimmte Meßlängen gemittelten Meßwerte werden im externen
Festkörperspeicher 57 abgespeichert.
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Auf diese Weise werden mit Hilfe der Hecheneinheiten zunächst alle
Meßwerte abgespeichert, so daß keine nicht flüchtige Ausgabe von laufend ermittelten
Meßwerten erfolgt. Nachdem der gesamte Filz 15 gemessen worden ist, können die einzelnen
Meßwerte auf einem Bildschirm dargestellt werden, und zwar beispielsweise als einzelne
Linien des Meßpunktrasters oder das gesamte Meßpunktraster. Die vom Speicher gelesenen
Daten werden von einer Bedienungsperson auf dem Bildschirm betrachtet; sie legt
fest, in welcher Form die Daten ausgegeben werden sollen. Möglich sind reliefartige
Darstellungen beim Ausgeben sämtlicher Meßwerte; andere Möglichkeiten sind gemittelte
Längs- und Querprofile. Kann man auf eine graphische Darstellung verzichten, z.B.
bei gleichmäßigen Meßprofilen, dann können statistische Kennwerte wie Mittelwerte
oder Streuungen angegeben werden. Für eine derartige Ausgabe sowie deren Steuerung
ist an den Auswerterechner 58 ein Bildschirm 59, ein Drucker 60 für Digitalausgabe,
Plotter 61 zur graphischen Darstellung und eine magnetische Speichereinheit etwa
eine Platten- oder Bandeinheit angeschlossen, welch letztere es ermöglicht, die
Meßwerte zu speichern, um Basismaterial für spätere Untersuchungen zur Verfügung
zu haben.
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Dieses Rechnersystem ermöglicht es, einen Filz zu prüfen und während
dieser Prüfung die Daten eines anderen Filzes im Auswerterechner zu verarbeiten.
Es besteht die Möglichkeit, auf diese Weise auch Daten über eine Filzserie zu verarbeiten.
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Mit dem Rechnersystem gemäß der Erfindung wie es anhand der Fig. 4
erläutert wurde, ergibt sich somit die Möglichkeit, die gesamte Kontrolle und Prüfung
automatisch durchzuführen.