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DE3001980A1 - Vorrichtung zur kontrolle der beschaffenheit breiter bahnen - Google Patents

Vorrichtung zur kontrolle der beschaffenheit breiter bahnen

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DE3001980A1
DE3001980A1 DE19803001980 DE3001980A DE3001980A1 DE 3001980 A1 DE3001980 A1 DE 3001980A1 DE 19803001980 DE19803001980 DE 19803001980 DE 3001980 A DE3001980 A DE 3001980A DE 3001980 A1 DE3001980 A1 DE 3001980A1
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felt
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carriages
computer
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DE19803001980
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Heimbach GmbH and Co KG
Original Assignee
Thomas Josef Heimbach and Co GmbH
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Publication date
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Priority to DK113980A priority patent/DK113980A/da
Publication of DE3001980A1 publication Critical patent/DE3001980A1/de
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/34Paper
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  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen
  • Beschreibung: Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze, mit einer zweigeteilten Prüfvorrichtung, durch die die Bahnen hindurchgefördert werden.
  • Bei den steigenden Anforderungen an Papiermaschinenfilze, insbesondere Nadelfilze, bedingt durch den technischen Fortschritt des Papiermaschinenbaues, wird es unumgänglich, die Eigenschaften fertiger Papiermaschinenfilze meßtechnisch umfassender als bisher zu bestimmen, sofern diese überhaupt apparativ erfaßt werden können. Diese Eigenschaften sind z.B.
  • Filzdimensionen, wie Länge, Breite und Dicke, das Flächengewicht, die Luftdurchlässigkeit, die Markierfreiheit usw.
  • Für den Papiermacher ist es von erheblichem Interesse, daß der Papiermaschinenfilz, den er verwendet, an jeder beliebig herausgegriffenen Stelle die geforderten Eigenschaften aufweist. Der Hersteller der Papiermaschinenfilze möchte seinerseits aus den Meßergebnissen insgesamt auf den Vollkommenheitsgrad seines Fertigungsprozesses schließen.
  • Der technische Fortschritt beim Bau von Meßgeräten sowie bei der Auswertung von Meßergebnissen läßt den Bau einer Vorrichtung, die die Messung von Filzeigenschaften durch weitgehend automatische Meßabläufe und intensive statistische Auswertung der gemessenen Werte vereinfacht und verbessert, als Brgänzung der bisherigen Meßpraxis als durchweg brauchbar erscheinen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung zur automat11 schen Prüfung der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze zu schaffen, bei der eine zuverlässige Aussage über die Beschaffenheit der ganzen Fläche gemacht werden kann.
  • Gemäß der Erfindung gelingt dies dadurch, daß oberhalb und unterhalb der Bahnen quer zu deren Bewegungsrichtung in ständiger gegenseitiger Ausrichtung bewegbare Meßwagen angeordnet sind.
  • Zur Bestimmung der Filzeigenschaften stehen Meßgeräte zur Verfügung, die diese Eigenschaften an einem kleinen Filzausschnitt bestimmen, z.B. Flächengewicht über ca. 50 cm2, 2 Luftdurchlässigkeit über ca. 20 cm2. Der Vergleich mit der gesamten Filzfläche zeigt, daß diese Messungen nur an sehr begrenzten Stellen der Filzoberfläche erfolgen können.
  • Es versteht sich somit, daß ein quasi an einem Punkt ermittelter Meßwert nicht für den gesamten Filz gilt. Um Aussagen über den gesamten Filz machen zu können, sind viele Einzelmessungen erforderlich. Um eine Zuordnung von Meßwert und Meßort zu erhalten, ordnet man zweckmäßigerweise die Meßstellen so an, daß sie wie ein Gitter oder Raster die Filzoberfläche bedecken.
  • Der Abstand der Gitter- oder Rasterlinien bestimmt die Orte der Einzelmessungen und wird von den Anforderungen an die Messung sowie vom technischen Aufwand bestimmt: Eine lückenlose Erfassung einer Filzeigenschaft entlang einer Linie ist möglich durch Verschieben eines Meßgerätes entlang dieser Linie und durch analoges Aufzeichnen des Meßwertes mit einem geeigneten Registiergerät, z.B. Schreiber oder Magnetband. Einzelne Meßwerte werden den örtlichen Verlauf des Meßwertes ebenfalls wiedergeben, wenn sie entlang dieser Linie in einem Abstand gemessen werden, der etwa 0,1 bis 1 x dem Durchmesser des vom Meßgerät erfaßten Filzstückes entspricht.
  • Eine lückenlose Erfassung von Filzeigenschaften ergibt bei 6 einem Verhältnis von bis zu 1 : 106 zwischen gemessenem Filzstück zum-gesamten Filz einen nicht zu vertretenden Met<-aufwand. Es können also nur ausgewählte Stellen des Filzes gemessen werden. Da ein Filz regelmäßige Strukturen aufweist, wie Längs- und Querfadensysteme sowie eine durch den Ilerstellungsprozess bedingte Faserorientierung in der Vliesauflage, wird erwartet, daß ein Verzicht auf die lückenlose Messung der Filzeigenschaften keinen Einfluß auf die Sicherheit der Aussage über die gemessenen Filzeigenschaften hat.
  • Da die Meßköpfe sich entlang einer Linie relativ zum Filz bewegen, erscheint es zweckmäßig, bei dieser Bewegung mit Einzelmeßwerten die Filzeigenschaften fast lückenlos wie oben beschrieben zu ermitteln, und diese Werte über durch Versuche zu ermittelnde Strecken zu mitteln. Dieser Mittelwert soll in einem Rechner abgespeichert werden. Bei einer Länge dieser Strecken von 0,25 bis 1,0 m wird sich eine beträchtliche Reduktion der Meßwertanzahl ergeben.
  • Mit Hilfe des Rechners ist es leicht möglich, aus den einzelnen Meßwerten die statistischen Kennwerte, wie Mittelwert und Streuung zu berechnen und anhand der Verteilung der Meßwerte die Sicherheit dieser Aussagen zu untermauern.
  • Die gespeicherten gemittelten Meßwerte erlauben die Meßergebnisse anschaulich darzustellen, z.B. kann das Ergebnis der Filzdickenmessung als Oberflächenrelief gezeichnet werden. Es kann durch Versuche gezeigt werden, wie sich die graphische Darstellung durch Verändern der Längen, über die der Meßwert gemittelt wird, verändert.
  • Die Bewegung der Meßgeräte relativ zum Filz ergibt sich zwangsläufig durch über die Breite des Filzes verfahrbare, aber während der Messung stillstehende Meßwagen als Linien in Längsrichtung des Filzes, und durch ständig über die Breite des Filzes bewegte Meßköpfe während der Messung als windschief zu den Kanten des Filzes stehende Linien. Wegen der oben erwähnten regelmäßigen Strukturen des Filzes wird erwartet, daß außerhalb der von den Meßkopfen auf dem Filz beschriebenen Bahnen ähnliche Meßwerte vorliegen, so daß die Aussagen über die gemessenen Filzeigenschaften auch dort Gultigkeit besitzen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
  • Es zeigen Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine Prüfanlage, bei der die erfindungsgemäße Vorrichtung anwendbar ist, Fig. 2 eine Vorrichtung zum Bewegen von Meßwagen quer zur Bahn, Fig. 3 schematisch die Mittel für eine exakte Ausrichtung der oberen und unteren Meßwagen, und Fig. 4 ein Blockdiagramm eines Rechnersystems für die Steuerung und Auswertung der vorgenommenen Kontrolle.
  • Prinzipiell ist die zu prüfende Bahn, also insbesondere bei dem Ausführungsbeispiel der endlose Papiermaschinenfilz, so anzuordnen, daß die Ober- und Unterseite zugänglich sind.
  • Dies kann etwa durch Spannen des gesamten Filzes zwischen zwei Walzen oder durch Spannen eines Filzabschnittes zwischen zwei Walzen geschehen. Durch Antrieb der Spannwalzen wird der Filz an den Meßgeräten vorbei bewegt. Zur Bestimmung des Meßortes in Filzlängsrichtung kann von dem Drehwinkel der Spannwalzen ein proportionales elektrisches Signal abgeleitet werden. Der Transport des Filzes kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen.
  • Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Prüfgestell, das zwei biegesteife untere Haupttragebalken 1 besitzt, die durch Querprofile 2 miteinander verbunden sind. An den Außenseiten der unteren Haupttragebalken 1 sind die Spannwalzen 3>', 4 befestigt. Die Spannwalze 3 zieht den Filz aus der Prüfzone ab, die Spannwalze 4 liefert den Filz zur Prüfzone. Während der Messung ruhen die unteren Haupttragebalken 1 auf den Stirnseitenwänden eines Stützwagens 5, die über eine Umlenkwalze 6 miteinander verbunden sind. Die Umlenkwalze 6 erhöht den Umschlingungswinkel des Filzes um die liefernde Spannwalze und richtet den Filz für eine Metallsuchgerät 7 aus. Eine Wickelmaschine 8 erhöht den Umschlingungswinkel des Filzes um die abziehende Spannwalze 3. über den Spannwalzen 3 und 4 befinden sich die oberen Haupttragebalken 9, welche durch Querprofile 10 verbunden sind.
  • Pür längere Prüflinge bildet die Grube 11 einen Filzzwischenspeicher.
  • Zwischen den unteren Haupttragebalken 1 sind auf den Querprofilen 2 Führungen für mindestens einen traversierenden Meßwagen 21 vorgesehen (vgl. auch Fig. 2). Der oder die Meßwagen 21 laufen auf schienenförmigen Führungen 22, 23, z.B.
  • Linearführungen mit offenen Kugelbüchsen oder Führungen mit Tragluftelementen. Die Führungen erstrecken sich über die ganze Breite des zu prüfenden Filzes, welche beispielsweise 12,5 m betragen kann.
  • Der Meßwagen 21 hat eine derartige Höhe, daß die an ihm angeordneten Meßvorrichtungen in geeigneter Nähe des über ihm vorbeigeführten Filzes 15 sind.
  • Eine ähnliche Anordnung ist für mindestens einen oberen Meßwagen 25 getroffen, der auf Führungsschienen 26, 27 läuft, welche auf den Querprofilen 10 für die oberen Haupttragebalken 9 angebracht sind.
  • Die Meßwagen 21 und 25 sind vorgesehen für zweiteilige Meßköpfe, deren Teile ober- und unterhalb des Filzes angeordnet werden müssen, z.B. Meßköpfe für radiometrische Plächengewichtsmessungen.
  • Wesentlich für die Erfindung ist, daß die Meßwagen 21 und 25 ständig zueinander ausgerichtet sein sollten. Unvermeidbare Abweichungen von der Sollposition zueinander werden - wie nachstehend beschrieben - gemessen und zur Korrektur des Meßwertes für diese Stelle herangezogen.
  • Prinzipiell kann die Ausrichtung durch elektronische Mittel eingeregelt werden, etwa durch eine "elektrische Welle". Eine spezielle Ausführungsform könnte darin bestehen, jeden Meßwagen mit einem eigenen Antrieb auszustatten und seinen Weg quer zum Filz 15 durch summierte Taktsignale festzulegen; diese können entweder vom Antrieb oder aber durch Taktmarkierungen abgeleitet werden, welche längs der Führungen 22, 23 bzw. 26, 27 angebracht sind.
  • Beim besonderen Ausführungsbeispiel wird eine mechanische Kupplung gewählt. Hierzu sind die Wagen 21, 25 mit Je einer Stahlseilschlaufe 31 bzw. 35 verbunden. Die Stahlseilschlaufen 31 und 35 sind einerseits um außerhalb des Förderweges des Filzes 15 angeordnete Umlenkrollen 32, 36 geführt0 Andererseits sind sie an der entgegengesetzten Seite der Förderbahn um eine beiden Stahlseilschlaufen gemeinsame Seiltrommel 34 gewunden. Durch mehrfaches Umschlingen ergibt sich somit durch Reibschluß eine mechanische Kupplung dar beiden Meßwagen 21, 25 miteinander.
  • Der Antrieb der beiden Meßwagen 21, 25 kann durch die Drehung der Seiltrommel 34 erfolgen.
  • Um Fehler beim Beschleunigen bzw. Verzögern der Bewegung der Meßwagen 21, 25 zu verringern, wird angestrebt, daß die beiden Meßwagen annähernd die gleiche Masse besitzen.
  • Obwohl auf diese Weise, nämlich durch den gemeinsamen Antrieb eine gewisse Ausrichtung erreicht werden kann, ergeben sich dennoch zwangsläufig Schwankungen in der Position der Meßkopfhälften zueinander, bedingt durch ungleichmäßige Durchbiegung der Führungen 26, 27 bzw. 22, 23 und durch ungleichmäßige Dehnungen der Stahlseilschlaufen 31, 35. Gemäß der Erfindung werden deshalb Mittel vorgesehen, die die genaue Bestimmung der Position der Wagen zueinander ermöglichen.
  • Diese Mittel sind aus Fig. 3 ersichtlich.
  • Für die genaue Abstandbestimmung ist ein an sich bekannter berührungslos arbeitender Meßkopf oder Aufnehmer 41 an einem der Wagen (beim Ausführungsbeispiel am oberen Wagen 25) vorgesehen, dem bei entsprechender Ausrichtung der Wagen 21 und 25 ein ''ignalgeber, etwa eine ferromagnetische Platte 42 gegenüberliegt, die auf der Oberseite des Wagens 21 angebracht ist. Die ferromagnetische Platte 42 besitzt eine gewisse Breite, so daß sich seitliche Verschiebungen zwischen den beiden Wagen 21, 25 nicht bemerkbar machen, d.h. eine Änderung in dem im Aufnehmer 41 erzeugten Signal beruht nur auf einer Änderung des senkrechten Abstandes der Wagen zueinander.
  • Zur Feststellung von seitlichen Verschiebungen zwischen den Wagen 21 und 25 sind in einem gewissen Abstand zwei Meßköpfe oder Aufnehmer 44, 45 auf der Unterseite des Wagens 25 vorgesehen. Bei genauer Ausrichtung der beiden Wagen 21 und 25 liegt den Aufnehmern 44 und 45 ein Signalgeber gegenüber, welcher aus einem trapezförmigen Körper 46 besteht, welcher ebenfalls aus ferromagnetischen Material hergestellt sein kann.
  • Während die ferromagnetische Platte 42 parallel zum Filz 15 verläuft, sind bei dem trapezförmigen Körper 46 die Gegenplatten 47, 48 an den Schrägen des Trapezes angebracht, wobei diese Gegenplatten 47, 48 bei genauer Ausrichtung genau den Aufnehmern 44 bzw. 45 gegenüber liegen. Bei einer seitlichen Verschiebung, etwa des Wagens 21 gemäß Fig. 3 nach links, verringert sich der Abstand zwischen der Gegenplatte 47 und ihrem Aufnehmer 44 während sich der Abstand des Aufnehmers 45 von der Gegenplatte 48 vergrößert. Während sich bei genauer Ausrichtung gleiche Signale an den Aufnehmern 44 bzw. 45 ergeben, bewirkt eine seitliche Verschiebung der beiden Wagen 21, 25 gegeneinander die ~erzeugung unterschiedlicher Ausgangesignale, die die Lage der Meßkopfwagen zueinander angeben. Die Einflüsse einer Verlagerung der beiden Meßkopfhälften auf die sich in den Wagen befindlichen Meßvorrichtungen sind entweder bekannt oder können durch Versuche ermittelt werden. Es ist dann möglich, die Signale der Aufnehmer 44, 45 zur Korrektur der Meßsignale nach bekannten Verfahren heran zuziehen. Es sei noch erwähnt, daß eine ewisse Abstandsänderung zwischen den beiden Wagen 21 und 5 auf die Positionsbestimmung mit den Aufnehmern 44, 45 keinen Einfluß hat.
  • Wie bereits erwähnt, werden zur Kontrolle der Beschaffenheit der Bahnen verschiedene Gitterlinien nach einem statistic festgelegten Muster abgetastet, wobei die Wagen 21 und 25 ständig quer zur Filzlaufrichtung verfahren werden. Die Wagen 21,25 bewegen sich also gegenüber dem Filz auf Linien, die windschief zur Längs- und Querrichtung des Filzes sind. Linie Position der Wagen 21,25 muß in Breitenrichtung des Filzes ständig bekannt sein. Dies geschieht z.B. durch Drehwinkelmessung der Seiltrommel 34 oder durch inkrementale I.ängerlmeßsysteme, die an die Führungen 22,23 oder 26,27 gekuppelt sind. Da der Förderweg des Filzes ständig gemessen wird, ist di-e Position der Meßwagen 21,25 zum Filz jederzeit bekannt.
  • Während die Meßwagen 21 und 25 ständig traversieren, sind weitere Meßwagen 121 und 125 vorgesehen. Diese Meßwagen 121,125 sind in Führungen 122,123 und 126,127 analog zu clen Führungen 22,23 und 26,27 gesetzt und besitzen vorzugsweise einen eigenen motorischen Antrieb. Die Meßwagen werden Zli Beginn der Filzprüfung über der Filzbreite positioniert und bewegen sich während der Prüfung nicht mehr.
  • Zur Positionierung der Wagen 21,25 bzw. 121,125 können etitweder entsprechende Koordinaten in einem Rechner berechnet und gespeichert sein, die abhängig von der Filzbreite die Warzen in die entsprechende Stellung steuern, oder aber es sind längs des Wagenweges in i'esten oder einstellbaren Abständen Vorrichtungen vorgesehen, mit denen die Wagen vorzugsweise formschlüssig zentriert werden können. Die einzelnen Vorrichtungen sind über entsprechende Codierungen vom Wagen aus erkennbar. Wird von dem Rechner oder einer anderen Steuerelektronik dem Wagen die anzulaufende Position eingegeben, dann liest dieser beim Befahren der Führung die Codierung der möglichen Verriegelungsstellen und zentriert sich selbst, wenn er die angegebene Position erreicht hat.
  • Befinden sich mehrere Wagen auf einer Führung, muß durch Lichtschranken od. dgl. die Möglichkeit von Zusammenstößen ausgeschlossen werden. Die elektrische Energie, die die Wagen 21,25 bzw. 121,125 verbrauchen, wird über ein zweipoliges Schleppkabel zugeführt, über das auch die Meßwerte übertragen werden können. Von den einzelnen Meßgeräten werden diejenigen Baueinheiten in den Wagen eingebaut, die erforderlich sind um ein unempfindliches elektrisches Signal zu erzeugen. Vorzugsweise sind in dem Wagen auch entsprechende Speichervorrichtungen vorgesehen, welche die Augenblicksmeßwerte speichern.
  • Auf den Befehl der externen Steuerung können dann die Meßwerte in entsprechender Form über die Stromversorgungskabel abgerufen und an eine zentrale Steuerelektronik, etwa einen Rechner, übertragen werden. Für eine derartige übertragung kann z.B. eine an sich bekannte Datenübertragungseinrichtung verwendet werden.
  • Prinzipiell können eine oder mehrere der folgenden Messungen vorgenommen werden: Das Flächengewicht kann bevorzugt radiometrisch durch einen Meßkopf festgestellt werden, der aus zwei Teilen besteht, die axial miteinander ausgerichtet sein müssen. Da dies mechanisch nicht gewährleistet werden kann, ist die vorstehend beschriebene Vorrichtung zur Messung der Ausrichtung für die Position der Wagen 21, 25 zueinander erforderlich.
  • Die Filzdicke könnte mit Hilfe eines Meßrades ermittelt werden. Der Filz 15 gleitet über eine leicht konvex gewölbte Platte. Im Scheitelpunkt der Platte tastet das Meßrad die Filzdicke ab. Es ist starr mit einem berührungslosen Wegaufnehmer gekoppelt. Der von diesem von der Berührungslinie Filz - Meßrad zur konvexen Platte ermittelte Abstand ist ein Maß für die Filzdicke.
  • Auch die Filzlänge kann über handelsübliche Meßräder ermittelt werden. Alternativ dazu bietet sich an, die Drehung der Spannwalzen 9 oder 4 in Verbindung mit einer Laufetreifenabtastung zur erzeugung eines Rechnersignals zur Längenmessung auszunutzen.
  • Die Messung der Filzbreite erfolgt dadurch, daß in dem traversierenden Wagenpaar eine Lichtschranke eingebaut ist, die in Verbindung mit der Messung der Position der traversierenden Wagen 21, 25 die Filzbreite ermittelt. An die Stelle der Lichtschranke können auch andere Mittel treten, die durch das Vorhandensein des Filzes deutlich unterbrochen werden.
  • Bei der Prüfung der Buftdurchlässigkeit muß der Filz 15 eingespannt, und daher der Transport des Prüflings unterbrochen werden. Die Meßköpfe sind zweigeteilt und die beiden elften werden zur Messung gegen den Filz 15 gedrückt, was pneumatisch, magnetisch oder federnd geschehen kann. Geeignete Luftmengenmesser sind bekannt.
  • Als Metallsuchgerät 7 kann eine Vorrichtung verwendet werden, die die gesamte Breite des Prüflings abtastet oder aber eine ebenfalls quer zur Förderrichtung des Filzes 15 verfahrbare Vorrichtung mit geringerer Breite. Da der Filz mehrfach umläuft, ist eine Prüfung des gesamten Filzes 15 durch Querverschieben des schmäleren Gerätes möglich. Ein entdecktes Metallteilchen löst einen Impuls aus, der in Verbindung mit der Erfassung des Förderweges des Filzes 15 die Speicherung des entsprechenden Rasterpunktes ermöglicht, der dann dazu herangezogen wird, an der entsprechenden Stelle den Filz anzuhalten. In dieser Position kann das Metallteilchen manuell entfernt werden.
  • Ein weiteres Meßwagenpaar kann eine Vorrichtung zur Prüfung des Filzes auf Markierfreiheit aufnehmen. Hierzu wird der Filz zwischen zwei Preßwalzen hindurchbewegt, wobei sich im Preßspalt gleichzeitig mit dem Filz ein Streifen Markierpapier befindet. Die Art der Preßwalzen, z.B. glatte, gerillte oder gelochte Walzen sowie der Liniendruck kann variiert werden, um den Filz ähnlichen Belastungen wie in der Papiermaschine auszusetzen. Ungleichmäßigkeiten im Filz werden auf dem Markierpapier sichtbar; ein ungleichmäßiger Narkierdruck deutet darauf hin, daß der Filz ein mit seiner Hilfe produziertes Papier mit Markierungen versehen wird.
  • Nach dieser Prüfung kann eine Filzdickenmessung Informationen über das Wiederaufstehvermögen des Filzes geben.
  • Zusätzlich zu diesen Prüfungen soll der Filz über einem Lichtkasten visuell geprüft werden, in dem sich lichtempfindliche Elemente befinden. Bisher gab es noch keine Meßverfahren, die diese optische Kontrolle mit vertretbarem Aufwand, z.B. unter Verwendung von Fernsehkameras, ersetzen können.
  • Fig. 4 veranschaulicht -in einem Blockdiagramm die verschiedenen Einheiten eines Rechnersystems für die Aufnahme, Speicherung und Auswertung der Meßdaten sowie gegebenenfalls zur Steuerung des Wechselvorgangs für den Filz 15. Obwohl ein eigener Rechner vorgesehen sein kann, besteht auch die Möglichkeit eine größere Anlage zu verwenden, die neben den Kontrollaufgaben noch andere Arbeiten durchführt.
  • Für den Prüflingswechsel ist ein mobiles kabelloses Steuerpult 51 vorgesehen, über das von Hand Befehle zur Auslösung der verschiedenen Vorgänge eingegeben werden können. Zusätzlich dazu oder alternativ kann auch ein festes Steuerpult 52 vorgesehen sein. Die Baueinheit 53 ist für die Steuerung der verschiedenen Vorrichtungen zum Filzwechsel aufgrund der über die Einheit 51 bzw. 52 eingegebenen Befehle ausgestattet.
  • Fehlbedienungen am Steuerpult werden von der Recheneinheit 5 nicht angenommen. Die Baueinheit 53 steuert die Bewegung dej Stützwagens, den Antrieb der Wickelmaschine sowie die Detätigung des Maschinenöffnungszylinders und die Handhabung der Filzeinzugshilfen. Sie gibt ferner über eine Preigabeleitung 54 die Recheneinheit 55 für die Steuerung des Transports des Filzes i5 nach ordnungsgemäßen Prüflingswechsel frei. Diese Baueinheit 55 steuert den Antrieb für die Förderung des Filzes 15, sie stellt die Filzlänge fest und spricht auf das Metallsuchgerät an. Sie steht ferner mit einer Recheneinheit 56 in Verbindung, über die die Meßkopfpositionierung und der Datenempfang gesteuert wird. Auch diese Recheneinheit 56 kann nur arbeiten, wenn ein Freigabesignal über die Leitung 54 empfangen wird.
  • Die Recheneinheit 56 erhält vom traversierenden Meßwagen die Information, wo sich die Filzkanten in Bezug auf die Breite der Prüfvorrichtung befinden. Aus diesen Daten berechnet die Einheit die erforderlichen Positionen der Meßkopfwagen 121 bzw.125 und leitet die entsprechende Verschiebung der Meßköpfe ein. Alternativ können die Meßkopfwagen über das Steuerpult und den Auswerterechner auf frei wählbare Orte gefahren werden.
  • Die Recheneinheit 56 steuert den Datenempfang bzw. -abruf.
  • Die Meßwerte werden, falls erforderlich, umgerechnet, z.B.
  • linearisiert oder entsprechend der Position von geteilten Meßköpfen korrigiert. Die über bestimmte Meßlängen gemittelten Meßwerte werden im externen Festkörperspeicher 57 abgespeichert.
  • Auf diese Weise werden mit Hilfe der Hecheneinheiten zunächst alle Meßwerte abgespeichert, so daß keine nicht flüchtige Ausgabe von laufend ermittelten Meßwerten erfolgt. Nachdem der gesamte Filz 15 gemessen worden ist, können die einzelnen Meßwerte auf einem Bildschirm dargestellt werden, und zwar beispielsweise als einzelne Linien des Meßpunktrasters oder das gesamte Meßpunktraster. Die vom Speicher gelesenen Daten werden von einer Bedienungsperson auf dem Bildschirm betrachtet; sie legt fest, in welcher Form die Daten ausgegeben werden sollen. Möglich sind reliefartige Darstellungen beim Ausgeben sämtlicher Meßwerte; andere Möglichkeiten sind gemittelte Längs- und Querprofile. Kann man auf eine graphische Darstellung verzichten, z.B. bei gleichmäßigen Meßprofilen, dann können statistische Kennwerte wie Mittelwerte oder Streuungen angegeben werden. Für eine derartige Ausgabe sowie deren Steuerung ist an den Auswerterechner 58 ein Bildschirm 59, ein Drucker 60 für Digitalausgabe, Plotter 61 zur graphischen Darstellung und eine magnetische Speichereinheit etwa eine Platten- oder Bandeinheit angeschlossen, welch letztere es ermöglicht, die Meßwerte zu speichern, um Basismaterial für spätere Untersuchungen zur Verfügung zu haben.
  • Dieses Rechnersystem ermöglicht es, einen Filz zu prüfen und während dieser Prüfung die Daten eines anderen Filzes im Auswerterechner zu verarbeiten. Es besteht die Möglichkeit, auf diese Weise auch Daten über eine Filzserie zu verarbeiten.
  • Mit dem Rechnersystem gemäß der Erfindung wie es anhand der Fig. 4 erläutert wurde, ergibt sich somit die Möglichkeit, die gesamte Kontrolle und Prüfung automatisch durchzuführen.

Claims (18)

  1. Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze> mit einer zweigeteilten Auswertevorrichtung, durch die die Bahnen hindurchgefördert werden, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb und unterhalb der Bahn (15) quer zu deren Bewegungerichtung in ständiger gegenseitiger Ausrichtung bewegbare (traversierende) Meßwagen (21,25) angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daJ3 zumindest je ein oberer und ein unterer in AusrichtunzZ befindlicher Meßwagen (21,25) mechanisch miteinander gekuppelt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere und untere Meßwagen (21 bzw. 25) mit je einem Seilzug (31,35) verbunden ist, die einerseits um je eine Umlenkrolle (32,36) und auf der anderen Seite um eine gemeinsame Seiltrommel (34) gewunden sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest je ein oberer und unterer in Ausrichtung befindlicher Meßwagen (21,25 bzw. 121,125) elektrisch miteinander gekoppelt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Meßwagenbewegung mittels eines an zumindest einem der Meßwagen vorgesehenen Elektromotors erfolgt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Meßwagen (21,25 bzw. 121,125) durch Drehung der gemeinsamen Seiltrommel (34) erfolgt.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen und oder am unteren Meßwagen ein eigener Meßkopf (Fig.3) zur Feststellung der gegenseitigen Ausrichtung und/oder des gegenseitigen Abstands vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen oder am unteren Meßwagen zwei Meßköpfe (44,45) in einem bestimmten Abstand in Bewegungsrichtung der Meßwagen (21) angeordnet sind und daß am gegenüberliegenden Wagen (25) ein trapezförmiger Körper (46) vorgesehen ist, dessen Seitenkanten (47) bei exakter Ausrichtung den beiden Meßköpfen (44,45) gegenüberliegen, und daß bei einer seitlichen Verschiebung die beiden Meßköpfe (44,45) unterschiedliche Abstände von dem trapezförmigen Körper (46) feststellen und unterschiedliche Signale abgeben, welche zur Korrektur der eigentlichen Meßsignale bezüglich der Beschaffenheit der Eahn (15) verwendet werden.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse der jeweils gegenüber liegenden Meßwagen (21,25 bzw. 121,125) möglichst gleich ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorherehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Bewegungsrichtung der Bahn (15) konkrete Meßpositionen vorgesehen sind, welche die Meßwagen (121,125) aufgrund von einer an der MeJ3position angebrachten Codierung oder unter Rechnersteuerung anlaufen.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (15) koordinatenmäßig gerastert ist, wobei die Rasterung durch Signale gekennzeichnet wird, die einerseits von den Fördermitteln (3,4) für die Bahnen und andererseits von den Fördermitteln (z.834) für die Meßwagen (21,25 bzw. 121,125) abgeleitet werden.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch il, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rechner (Fig. 4) vorgesehen ist, der nach einem gewählten statistischen Muster Rasterpunkte für die Messungen auswählt und die Ansteuerung dieser Rasterpunkte durch die Meßwagen (2-1,25 bzw. 121,125) steuert.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner nach Anlauf der gewählten Mleßposition, die in den Meßwagenbefindlichen Meßvorrichtungen wirksam macht und die Meßdaten gemaß der koordinatenmäßigen Rasterung speichert.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwagen (21,25 bzw. 121,125) mit Speichervorrichtungen für die Meßwerte versehen sind, welche vom Rechner zur gewünschten Zeit abgerufen werden.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (Fig. 4) mit Speichern und Ausgabevorrichtungen (59 bis 62) ausgestattet ist.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (Fig. 4) auch den Prüflingswechsel sowie den Transport des Prüflings steuert.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Metallsuchvorrichtung (7) vorgesehen ist, die bei Feststellung eines Metallteiles für den entsprechenden Rasterpunkt ein Signal erzeugt.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen zum Messen des Flächengewichte, der Bahndicke, der Bahnlänge, der Bahnbreite, der Luft- und/oder der Lichtdurchlässigkeit vorgesehen sind.
DE19803001980 1979-03-19 1980-01-21 Vorrichtung zur Kontrolle der Beschaffenheit breiter Bahnen, insbesondere endloser Papiermaschinenfilze Expired DE3001980C2 (de)

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