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Abdeckmasken für die Herstellung von
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gedruckten Schaltungen
Die vorliegende Erfindung
betrifft ganz allgemein eine Harzmischung, die auf Isolierstoff und metallischen
Unterlagen druckfähig ist, und die eine besonders gute Haftfestigkeit auf Kupferoberflächen
aufweist, welche bekanntlich besonders schwierig haftfest abzudecken sind. Die erfindungsgemäße
Harzmischung kann ebenfalls als Schutzschicht bei der Herstellung gedruckter Schaltungen
verwendet werden und enthält als einen Bestandteil ein hochfunktionelles Harz, welches
einen Schmelzpunkt zwischen vorzugsweise 60 und 2000 C aufweist.
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Die bisher benutzten Abdeck- und Lötmasken wiesen ein Reihe von Nachteilen
auf. Für Leiterplatten mit hoher Leiterzugdichte wurden bisher Photodruck-Trockenfilmmasken
verwendet, die sehr kostspielig sind. Mit Siebdruckmasken, die wesentlich billiger
sind, war es bisher nicht möglich, das große Auflösungsvermögen, welches für hohe
Leiterzugdichten erforderlich ist, zu erzielen.
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Die bei der Verwendung der bekannten Lötmasken auftretenden Probleme
werden hier nachfolgend noch im einzelnen beschrieben; ebenfalls wird auf die Schwierigkeiten
bei Verwendung von bekannten, permanenten und wieder entfernbaren Abdeckmasken-Materialien
noch im einzelnen eingegangen werden.
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Ein Problem bei der Verwendeung der bisher bekannten und eingeführten
Abdeckmasken besteht darin, daß diese Harze eine sehr schlechte Haftfestigkeit auf
metallischen Kupferunterlagen aufweisen. Es ist allgemein bekannt, daß Kupfer selbst
nach dem Aufbringen einer Kunststoffschicht oxidiert, was eine
mangelhafte,Haftfestigkeit
zur Folge hat, da die Abdeckmaske auf der nurrlose mit der Kupferoberfläche verbundenen
Oxydschicht haftet. Die Abdeckmasken lösen sich nach einiger Zeit vollständig von
der Kupferoberfläche, weil Sauerstoff durch diese dringt und die Kupferoberfläche
oxidiert. Um das zu vermeiden, hat man beispielsweise vor dem Aufbringen der Kunststoffmaske
die Oberfläche mit einer festhaftenden Kupferoxydschicht überzogen, beispielsweise
durch Behandeln mit einer heißen alkalischen Hypochloritlösung, oder durch vorheriges
Aufbringen eines Zink- oder Messingüberzuges.
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Praktisch alle gedruckten Schaltungen, auch, wenn diese nur in kleinen
Produktionsserien hergestellt werden, werden durch Tauch- oder Lötwellenverfahren
gelötet. Bei Schaltungen mit hoher Leiterzugdichte traten hier Schwierigkeiten auf,
weil erstens die Löcher in solchen Platten sehr klein sind (die Durchmesser liegen
zwischen 0,35 und 1 mm), und zweitens der Abstand zwischen den einzelnen Löchern,
zumindest in einigen Bezirken, sehr gering sein kann. Gedruckte Schaltungen mit
durchplattierten Löchern besitzen auf einer oder mehreren Oberflächen ein Schaltbild.
Vor dem Lötvorgang wird eine Lötmaske in Registrierung aufgebracht. Diese Lötmaske
läßt die Löcher sowie deren Umrandungen und alle anderen Anschlußkontaktstellen
frei. Anschließend werden die Bauteile durch Eintauchen in ein Lötbad befestigt;
hierbei werden sowohl die Anschlußkontakte der Bauteile als auch die Anschluß stellen
auf der Schaltungsplatte mit Lötzinn überzogen. Die Lötmaske schützt die übrigen
Leiterplattenbereiche vor dem Lötzinn, um
das Entstehen von Kurz
schlüssen zu vermeiden Für #latten;mit hoher Leiterzugdichte werden sehr dünne Druckmaterialien
benutzt. Das hat zur Folge, daß selbst bei Anwendung aller Vorsichtsmaßnahmen eine
nicht geringe Wahrscheinlichkeit besteht, daß die Maske an einigen Stellen bricht,
wodurch das Lötzinn auf die Leiterplattenoberfläche dringt und Kurzschlüsse zwischen
den Leiterzügen verursacht.
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Werden nun dickere Masken konventioneller Art verwendet, so besteht
die Gefahr, daß die Löcher mit der Maskensubstanz ausgefüllt werden und nicht mehr
ordnungsgemäß verlötet werden kann.
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Bekanntlich werden für Abdeck- und Lötmasken wäremaushärtbare Harze
verwendet, wobei diese Harzmischungen niedrige Schmelzpunkte haben und bei Zimmertemperatur
flüssig sind. Solche Harzmischungen sind zum Aufdrucken einer Abdeckmaske bei Leiterzugabständen
von weniger als 0,6 mm unbrauchbar, da sie verlaufen und auch jene Bereiche abdecken,
die metallisiert werden sollen, oder auch in die Löcher laufen und so die Metallisierung
der Lochinnenwände verhindern; sie sind nämlich von Zimmertemperatur bis zu 1600
C flüssig. Diese Temperaturen werden während des Aushärtens zur Verdampfung der
Lösungsmittel erreicht, weshalb die Konturen verlaufen und ein scharfes Abbild mit
großem Auflösungsvermögen unmöglich machen.
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Auch als Lötmasken sind solche Harzmischungen unbrauchbar, weil sie
auch hier während des Aushärtvorganges verlaufen und jene Teile bedecken, die für
die Verlötung vorgesehen sind.
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Da sich die Harze erst nach diesem "Verlaufen" der aufgedruckten Maske
verfestigen, d.h. die Polymerisation eintritt, sind unscharfe Drucke und Lötfehlstellen
die Folge. Es ist aber selbstverständlich, daß bei großer Leiterzugdichte ein scharfes
Abbild mit hohem Auflösungsvermögen erforderlich ist.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Abdechmasken besteht darin, daß
sie gegen Chemikalien wie beispielsweise Chromschwefelsäure und hochaikalische Kupferbäder,
wie sie zur Vorbehandlung der Oberflächen zur Erzielung einer besseren Haftfestigkeit
verwendet werden, unbeständig sind. Als weiteren Nachteil weisen bisher in der Technik
eingeführte Abdeckmasken keine glatten, sondern sehr sehr rauhe Oberflächen auf.
Derart rauhe Oberflächen können aber leicht dazu führen, daß sich Kupfer oder Metall
aus stromlos arbeitenden Bädern an Stellen abscheidet, die nicht für die stromlose
Metallisierung vorbehandelt sind, was ebenfalls zu Fehlstellen führt.
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Das Aufbringen von Metallschichten aus stromlos Metall abscheidenden
Bädern wird auch als "Additiv"-Technik bezeichnet, worunter in der vorliegenden
Beschreibung verstanden werden soll, daß die Leiterzüge, mindestens zum Teil, durch
Metallabscheidung aus stromlos arbeitenden Bädern hergestellt werden.
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Hier nachfolgend sei für ein solches Verfahren ein Beispiel gegeben:
Eine geeignete Isolierstoffunterlage wird mit Löchern im Abstand von 2,5 mm oder
weniger versehen. Die Lochwandungen werden nach bekannten Verfahren für die Metallabscheidung
aus stromlos arbeitenden Bädern sensibilisiert, wozu eine bekannte
Sensibil#sierungslösung
aus Zinn(II>chlorid und Palladium(lI)chlorid verwendet wird. Eine Abdeckmaske
wird im Siebdruckverfahren aufgedruckt, wobei die zu verkupfernden Bezirke freigelassen
werden. Die Maske wird ausgehärtet und auf den nicht abgedeckten Bezirken der Platte
sowie auf den Lochwandungen wird stromlos Metall abgeschieden und so das Schaltbild
hergestellt.
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Ein weiteres Problem bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen
besteht in einer Verfärbung von Goldüberzügen, wie sie für Anschlußkontakte verwendet
werden, verursacht durch die Härter im Maskenmaterial.
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Ein erfinderischer Grundgedanke der vorliegenden Anmeldung besteht
darin, eine Abdeckmasse sowohl für permanente als auch für wieder entfernbare Abdeckmasken
bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen herzustellen Nach einem weiteren
erfinderischen Grundgedanken wird eine Abdeckmasse hergestellt, die ein großes Auflösungsvermögen
für gedruckte Schaltbilder ermöglicht Nach einem weiteren erfinderischen Grundgedanken
ist diese Abdeckmasse siebdruckfähig.
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Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Herstellung von Leiterplatten
mit einem Leiterzugabstand von höchstens 0,25 bis 0,1 mm ermöglicht.
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Ein weiterer erfindungsgemäßer Grundgedanke ist die Herstellung einer
Harzmischung mit einem Schmelzpunkt zwischen 60 und 2000 C.
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Ein weiterer Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Abdeckmasse herzustellen, die beim Aushärten direkt aus dem gel-artigen in
den festen Zustand übergeht, ohne sich zwischendurch zu verflüssigen und dadurch
weder verläuft noch in die Löcher fließen kann, sondern scharfe Ränder und Konturen
behält.
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Noch ein weiterer erfinderischer Grundgedanke besteht darin, daß die
erfindungsgemäße Mischung eine gute Haftfestigkeit sowohl auf Isolierstoffunterlagen
als auch auf metallischen Unterlagen, insbesondere auf Kupferunterlagen, aufweist
und daß sie dem Hitzeschock, der zwangsläufig beim Massenlötverfahren auftritt,
standhält.
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Weiterhin soll die erfindungsgemäße Abdeckmaske eine glatte, glänzende
Oberfläche aufweisen, um bei der Verwendung von stromlos Metall abscheidenden Bädern
unerwünschte Metallablagerungen zu vermeiden.
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Des weiteren soll die erfindungsgemäße Harzmischung auf Epoxydharzen
basieren und eine Abdeckmaske bilden, die als wieder entfernbare Maske bei der Herstellung
gedruckter Schaltungen nach dem Druck- und Ätzverfahren dienen kann.
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Schließlich soll nach einem weiteren erfindungsgemäßen Grundgedanken
die Abdeckmasse bis zur Wärmeaushärtung in einem gelartigen Zustand verbleiben und
während des Aushärtungsvorganges ihre Haftfestigkeit auf der metallischen Unterlage
unverändert beibehalten, auch wenn über einen längeren Zeitraum und bei Temperaturen
bis zu 160C C ausgehärtet wird.
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Nach der vorliegenden Erfindung wird eine Abdeckmasse aus organischem
Material mit verbesserter Haftfestigkeit auf metallischem Kupfer geschaffen; gleichzeitig
haben die erfindungsgemaßen Abdeckmasken den Vorzug, daß eine Verfärbung von Goldüberzügen,
wie sie bei den bekannten Abdeckmasken auftritt, ausbleibt.
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Die zuvor genannten Vorteile der erfindungsgemäßen Abdeckmasken werden
durch die folgende Zusammensetzung erzielt. Die Maskenschichten enthalten ein wäremaushärtbares
Harz bzw. eine wäremaushärtbare Harzmischung, die bei Temperaturen bis 600C und
vorzugsweise bei Zimmertemperatur in fester Form vorliegen, und einen Aushärter,
der in einem Lösungsmittel gelöst ist und mehr als drei funktionelle Gruppen trägt.
In Ihrem Ausgangszustand ist die Masse von hoher Viskosität oder befindet sich in
einem gel-artigen Zustand und geht beim Aushärtvorgang direkt und ohne sich zu verflüssigen
in die feste Form über.
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In einer vorzugsweisen Ausgestaltungsform der Erfidnung besteht die
Mischung aus Epoxydharzen mit einer Epoxydfunktionalität von weniger als 10 und
vorzugsweise von weniger als 7.
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Soll die erfindungsgemäße Maskenschicht als permanente Maske verwendet
werden, so besteht sie vorzugsweise aus einem Epoxydharz, das in einem Lösungsmittel
gelöst ist, und einem ersten Aushärter, der ein alizyklisches Amin enthält, das
metallisches Kupfer korrodiert; dabei ist dieser Aushärter in einer Menge vorhanden,
die ausreicht, um eine vollständige Aushärtung zu erzielen Diese Abdeckmaske ist
in ihrem ursprünglichen Zustand gel-artig oder eine Lösung sehr hoher Viskosität.
Beim
Aushärtvorgang geht sie direkt in den festen Zustand,iber, ohne, daß ein Verlaufen
der Konturen durch Verflüssigung der Maske eintritt. Ein zweiter Aushärter besteht
aus einem aromatischen Amin und sorgt dafür, daß die Maskenschicht gegen Reinigungsmittel,
wie sie z.B. zum Entfernen des Lötmittels verwendet werden, beständig ist. Die Maskenschicht
enthält außerdem ein Flußmittel, wenigstens ein Modifizierungsmittel sowie einen
Zusatz zur Verdickung der Masse und einen weiteren, der ihr die erforderliche Zähigkeit
verleiht.
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Es wird so viel Verdickungsmittel zugegeben, daß die Masse eine gel-artige
Beschaffenheit aufweist; des weiteren wird so viel einer organischen Säure zugesetzt,
daß zwar die Basizität des alizyklischen Amins neutralisiert wird, aber der thixotrope
Charakter erhalten bleibt.
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Es folgt die beispielhafte Beschreibung einer erfindungsgemäßen permanenten
Abdeckmaske bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen nach dem Additiv-Verfahren.
Die Oberfläche einer Kunststoffplatte als Trägerplatte für eine gedruckte Schaltung
wird mit der erfindungsgemäßen permanenten Abdeckmaskenschicht überzogen. Die Maskenschicht
ist gegen die bei der Herstellung gedruckter Schaltungen üblicherweise verwendeten
Chemikalien beständig und hat eine glatte und glänzende Oberfläche. Die Löcher an
den vorgesehenen Leiterkreuztrgspunkten werden entweder vor dem Aufbringen der Maskenschicht
oder anschließend daran nach einem Verfahren angebracht, das die Maskenschicht unbeschädigt
läßt, wie Bohren oder Stanzen.
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Die Oberfläche wird sodann mit einem starken Oxydationsz mittel geätzt,
um eine verbesserte Haftfestigkeit der auf den von der Maske nicht bedeckten Bezirken
aufzubringenden Metallschicht zu erzielen. Nach der Sensibilisierung wird die Trägerplatte
einem stromlos Metall abscheidenden Bad ausgesetzt, um die entsprechenden Metallschichten
auf den Lochwandungen und den Leiterzügen herzustellen. Die fertiggestellte Schaltungsplatte
wird mit einer permanenten Lötmaske nach der vorliegenden Erfindung bedruckt. Die
permanente Lötmaskenschicht zeigt eine glatte und glänzende Oberfläche. Die Lochwandungen
sowie - falls erwünscht - die Lochumrandungen und die Kontaktfinger, werden freigelassen.
Die erfindungsgemäße Lötmaskenschicht ist sowohl gegen den beim Lötvorgang auftretenden
Wärme schock als auch gegen Reinigungsmittel zum Entfernen der Lötmittelrückstände
beständig und weist eine sehr gute Haftfestigkeit auf der Kupferschicht auf, selbst
bei Temperaturen von 1600 C über 16 Stunden.
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An einem anderen Beispiel soll die erfindungsgemäße Abdeckmasse als
wieder entfernbare Maske bei der Herstellung gedruckter Schaltungen erläutert werden.
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In eine kupferkaschierte Kunststoffplatte werden Löcher gebohrt und
anschließend die Lochwandungen nach bekannten Verfahren für die Metallabscheidung
aus stromlos arbeitenden Bädern sensibilisiert und stromlos Kupfer abgeschieden.
Die abgeschiedene Kupferschicht auf der Oberfläche der Platte kann durch Sandstrahlen
leicht entfernt werden. Im Siebdruckverfahren wird eine wieder entfernbare Abdeckmaske
entsprechend
der vorliegenden Erfindung aufgedruckt. Die Maske
entspricht dem negativen Schaltbild und läßt die zu metallisierenden Leiterzüge
frei. Dann werden die Leiterzüge stromlos aufplattiert und mit Lötzinn versehen.
Die wieder entfernbare Maske wird mit einem Lösungsmittel abgelöst und die darunter
liegende dünne Kupferschicht weggeätzt.
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Bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen haben sich Siebdruckschablonen
bewährt, die aus einem rost#reien Stahlnetz mit einem Polyvinylüberzug bestehen.
Diese Siebdruckschablonen sind sehr widerstandsfähig und leicht herzustellen.
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Selbstverständlich kann das Stahlnetz auch mit einem anderen Kunststoffüberzug
versehen werden. Jede Siebdruckemulsion einschließ,lich sogenannter "Transfer-Filme"
kann verwendet werden, je nach Art der aufzudruckenden Maske. Unter Transfer-Filmen
soll hier allgemein ein filmartiger Überzug verstanden werden, der erst auf einer
Unterlage hergestellt und dann auf das Sieb übertragen wird. Wird eine Maske auf
eine Unterlage aufgedruckt, so kann jede Siebdruckmasse verwendet werden, die von
der aufzudruckenden Maske nicht gelöst wird. Als Siebmaterial eignet sich neben
rostfreiem Stahl auch Nickeldrahtgewebe mit Polyesterüberzug.
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Nach der vorliegenden Erfindung eignen sich wärmeaushärtbare Harze
mit einem hohen Schmelzpunkt und hoher Funktionalität für die erfindungsgemäßen
Abdeckmassen. Dadurch wird bewirkt, daß sich das Lösungsmittel leicht verf lüchtigt
und das Gemilch beim Aushärtvorgang vom gel-artigen direkt in den festen Zustand
übergeht, wodurch ein Verlaufen der Konturen vermieden wird.
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Es wird angenommen, daß die Viskosität der Masse beim Aüsz härtvorgang
zunächst ansteigt, bis diese in den festen Zustand übergeht. Die hohe Funktionalität
der Masse bewirkt ebenfalls, daß die Polymerisation sehr schnell erfolgt, wodurch
ein Verlaufen während des Aushärtvorganges vermieden wird; folglich zeigt die Maske
scharfe Konturen.
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Es konnte festgestellt werden, daß eine siebdruckfähige Epoxydharzmasse,
die eine hohe Funktionalität aufweist und in einem Lösungsmittel gelöst ist, dem
ein organischer alizyklischer Härter zugesetzt ist, die folgenden Eigenschaften
aufweist: 1) Die derart hergestellte Maskenschicht hat ein Auflösungsvermögen, das
für einen Leiterzugabstand und Leiterzugbreiten von o,23 mm ausreicht; 2) Die Maskenschicht
ist beständig gegenüber den in stromlos Metall abscheidenden Bädern verwendeten
Chemikalien; 3) Die Maskenschicht weist sowohl auf mit Haftvermittlern beschichteten
Basismaterialien als auch auf metallischen Unterlagen eine gute Haftfestigkeit auf;
4) Und schließlich widersteht sie dem beim Lötvorgang auftretenden Wärmeschock und
den zum Entfernen der Lötmittelrückstände verwendeten Reinigungsmitteln.
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In einer weiteren Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Abdeckmasse
wird diese als Lötmaske verwendet. Wie schon erwähnt, wirkt der erste Härter, ein
alizyklisches Amin, korrodierend auf Metalle, insbesondere auf Kupfer. Das wärmeaushärtbare
Harz ist bei Zimmertemperatur fest und schmilzt auch nicht bis zur Aushärttemperatur,
die zwischen 60 und 2000 C liegt.
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Durch einen einfachen Versuch kann festgeste7lt werden, ob ein wärmeaushärtbares
Harz die erfindungsgemäßen Bedingungen erfüllt Ein Stück des zu untersuchenden Harzes
zwischen 5 und 10 g Gewicht wird in einem Ofen auf 100 bis 1600C erhitzt. Nach Entnahme
aus dem Ofen wird es visuell untersucht und dabei festgestellt, ob irgendwelche
Anzeichen vorliegen, daß das Harz geschmolzen ist oder sich in seiner Form verändert
hat.
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Werden derartige Veränderungen festgestellte so ist das Harz für die
erfindungsgemäßen Maskenschichten unbrauchbar. Wenn andererseits die Harzoberfläche
nach der oben beschriebenen Prozedur klebrig bleibt, so ist es für die erfindungsgemäßen
Harzmischungen verwendbar.
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Bei der Beschreibung der vorliegenden Erfindung werden als hochfunktionelle
Harze solche bezeichnet, die mehr als drei und weniger als 10 funktionelle Gruppen
haben. Vorzugsweise liegt die Zahl der funktionellen Gruppen zwischen 4 und 7.
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Als brauchbare wärmeaushärtbare Harze haben sich solche aus den folgenden
Gruppen erwiesen: Epoxydharze,Melamine, Harnstoffabkömmlinae,Phenole, Polyamid-imide,
Polyimide, Alkydharze (Glyptale) und Polyurethane sowie Mischungen dieser Harze
mit einer mittleren Funktionalität zwischen drei und sieben und einem Schmelzpunkt
zwischen 60 und 2000 C.
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Von den Aminoharzen sind Melaminformaldehyde und Harnstoffformaldehyde
brauchbar.
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Ein brauchbares Harnstof-f-Formaldehyd-Harz ist unter dem Handelsnamen
Uformite F-240M und ein Melaminformaldehyd-Harz unter dem Handelsnamen Uformite
wt155 erhältlich. Andere
brauchbare MeLamin Harze sind beispielsweise
RESIMENE 812 (ein farbloses Pulver), des weiteren MEMAC 1077 (ein Melamin-Harz mit
Zellulose-Füllstoff), MELMAC 404 (ein durchscheinendes Melamin-Harz) und MELMAC
483 (ein Phenolderivat von Melamin-Harz) Brauchbare Phenol-Harze schließen öl-lösliche,
durch Erwärmen zur Reaktion zu bringende Phenolharze (Prepolymere) wie z.B.
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CK-12-82 und CK-16-34 ein mit einem Durran Erweichungspunkt von 180
bis 2100 F bzw. 190 - 2200 F sowie Prepolymere von Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukten,
wie z.B. RESINOX P-90 und RESINOX 3700, SP 8014 und SP 6600 mit einem Schmelzpunkt
von 160 bzw. 1500 F; SP 8014 hat ein spezifisches Gewicht von 1,25.
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Ein brauchbares Polyamid-imid-Harz ist Kerimid 501 und ein brauchbares
Polyimid-Harz Kerimid 601.
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Brauchbare Alkydharze (Glyptale) schließen Athylenglykolmalonsäurepolyester
wie z.B. PLASKON und DUREZ ein.
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Brauchbare Polyurethan-Harze schließen Prepolymere in Verbindung mit
Polyolen wie z.B. SOLITHANE 113 und POLYMIN U56 ein.
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Wäremaushärtbare Epoxydharze im Sinne der vorl#iegenden Erfindung
enthalten vorzugsweise 35 bis 37 % der trockenen Maske, wobei der Rest aus Härtern
und einem oder mehreren, die spezifischen Eigenschaften der Maske beeinflussenden
Zusätzen, besteht.
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Brauchbare Epoxydharze schließen auch Epoxynovolac und/oder Bisphenol-Harze
ein, die bei Zimmertemperatur fest sind, ein
Molekulargewicht zwischen
350 und 15 000 haben und einen Schmelzpunkt zwischen 60 und 2000 C. Aus Gründen
der Anschaulichkeit beschränkt sich die folgende Beschreibung auf auf wSrmeaushärtbaren
Harzen aufbauende Schutzüberzüge auf der Basis von Epoxydharzen, was allerdings
nicht als Einschränkung des Erfindungsumfanges ausgelegt werden soll.
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Besonders geeignte Epoxydharze weisen eine Funktionalität von über
3 auf und schließen die folgenden, im Handel erhältlichen Epoxydharze ein.
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TABELLE 1 Epoxydharz Mittlere Anzahl Mittleres Durran d. Epoxydfunkti-
quivalenz- Erweionen Gew. d. Oxyde chungs-~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
punkt EPON 1031 a 220 1780 F ECN 163 4 200 1780 F ENC 1273 5 225 730 C ECN 1280
4,1 230 70 - 800 C ECN 1299 6 235 990 C DEN 43 3,8 200 380 C Andere feste Epoxydharze,
von denen angenommen wird, daß sie hochfunktionelle wärmeaushärtbare Harze im Sinne
der Erfindung sind, sind zum Beispiel APOGEN 1013, EPI-REZ 512 mit einem durchschnittlichen
Äquivalenzgewicht der Epoxydgruppe von 200 und einem Durran Erweichungspunkt zwischen
70 und 800 C; EPI-REZ 5291 mit einem durchschnittlichen Äquivalenzgewicht der Epoxydgruppen
von 310 und einem Durran Erweichingspunkt zwischen 90 und 950 C; und EPOTURF 37-171
mit einem durchschnittlichen
Aquivalenzgewicht der Epoxydgruppen
von 150 und einem Durran Erweichungspunkt zwischen 172 und 1800 F Andere Epoxydharze
mit weniger funktionellen Gruppen können auf Wunsch der Abdeckmassezur Vermeidung
der Sprödigkeit der ausgehärteten Schicht zugesetzt werden Solche Epoxydharze schließen
Copolymere von Epichlorhydrin ein, die einen Schmelzpunkt zwischen 70 und 1910 C
und ein Molekulargewicht von ca. 350 bis 15 000 haben. Obgleich Epichlorhydrin der
Ausgangsstoff für die meisten wichtigen organischen Epoxyde zur Herstellung von
Epoxydharzen ist, können andere Oxyde wie z.B 1,2,3,4-diepoxybutan, verwendet werden.
Wenn auch Epichlorhydrin der bevorzugte Ausgangs stoff für die erfindungsgemäßen
Harze ist, eignen sich auch andere Epihalohydrine wie z,B, Epibromhydrid, durchaus
vorteilhaft. Desgleichen können Epoxydharze, die Derivate anderer Phenole als Bisphenol
A darstellen, verwendet werden, wie z.B das Reaktionsprodukt von Epichlorhydrin
mit Resorzin oder mit Phenolen, die aus pflanzlichen blen hergestellt werden, mit
Hydrochinon, mit 1 ,5-dihydroxynapthalin oder mit 2,2,5,5-tetrabis-(4-hydroxyphenyl)hexan.
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Phenolische Zwischenprodukte des Resoltyps, Hydrazine und Sulfonamide
wie z.B. 2,4-toluoldisulfonamid können auch zur Herstellung von im Sinne der Erfindung
brauchbaren Harzen durch Reaktion mit Epoxyden verwendet werden.
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Aliphatische Epoxydharze sind ebenfalls für die erfindungsgemäße Abdeckmasse
brauchbar, einschließlich beispielsweise der Reaktionsprodukte von Epichlorhydrin
mit Glyzerol, mit Äthylenglykol oder mit Pentaerythritol.
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Epoydharze mit weniger funktionellen Gruppen werden für die erfindungsgemäße
Abdeckmasse nur in geringen prozentsätzen von nicht mehr als 30%, vorzugsweise nur
10 - 15% der Gesamtmasse verwendet. Die Epoxydharze mit einer größeren Zahl funktioneller
Gruppen werden in einem Prozentsatz zwischen 50 und 90% und vorzugsweise von 70E
des Gesamtgewi chtes der Abdeckmasse zugesetzt. Hierzu wird das Epoxydharz in einem
geeigneten Lösungsmittel gelöst, beispielsweise in GlykolS äther oder -ester wie
Diätbylenglykoläthyläther, Xthylenglykol, Sthylen glykolmethyläthert Azetate von
Glykoläther, sekundäres Butylazetat, normales Butylazetat und primäres Amylazetat.
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Als Härter für die Epoxydharze mit einer großen Anzahl von funktionellen
Gruppen in der erfinderischen Abdeckmasse für metallische Oberflächenç z.B. als
Lötmaske, eignen sich primäre alizyklische Amine, die die metallische Oberfläche
und insbesondere tupfer angreifen. Aus diesem Grund wurden derartige Abdeckmasken
in der Vergangenheit für diese Zwecke nicht verwendet. Der Erfinder der vorliegenden
Anmeldung hat nun festgestellt, daß - im Gegensatz zur bisherigen Ansicht -ausgezeichnete
Haftfestigkeit auf Kupferunterlagen erzielt werden kann, wenn als Härter alizyklische
Polyamine verwendet werden, von denen bisher angenommen wurde, daß sie metallisches
Kupfer ebenfalls angreifen.
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Unter den alizyklischen Polyaminen haben sich die folgenden als brauchbar
erwiesen: Methandiamin, 1,3-diarninocyclohexan, Isophorondiamin, Triätyhyiendiamin,
und Hexamethylentetraamin. Die Zugabe dieser Härter erhöht die Hitzebeständigkeit
der
aufgebrachten Abdeckmaske auf metallischen Unterlagen Der Zusatz von Geliermitteln
beeinträchtig die günstigen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Abdeckmasse nicht,
sondern ist vielmehr geeignet, die Siebdruckfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der
Abdeckmaske zu verbessern. Sollen die mit der erfindungsgemäßen Abdeckmaske versehenen
Platten gelagert oder zum Zweck des Aushärtens oder anderer Fabrikationsschritte
vertikal angeordnet werden, so ist dies nur möglich, wenn der Abdeckmasse zusätzlich
Verdickungsmittel oder gelierende Zusätze beigegeben werden; andernfalls würde das
aufgedruckte Muster verlaufen Die Verdickungs- und Gelierzusätze, die den erfindungsgemäßen
Abdeckmassen beigegeben werden, verbessern deren Siebdruckfähigkeit, indem sie sie
in einen weichen, gelartigen Zustand versetzen.
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Der weiche, gel-artige Zustand kann auch als "Nicht-Newtonsche" Flüssigkeit
beschrieben werden; sie ist freistehend nicht fließfähig, fließt aber bei Anwendung
von Druck, wie etwa beim Siebdrucken. Wird der Druck entfernt, so kehrt die Masse
in den nicht-fließfähigen Zustand zurück.
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Es wurde auch festgestellt, daß bei Verwendung von alizyklischen Polyaminen
als Härter bei der Lötrnittelentfernung die aufgebrachte Schutzschicht Schaden erleiden
kann. Zur Entfernung der Lötmittelrückstände wird beispielsweise Methylenchlorid-Darpf
verwendet, oder das Lötmittel wird durch Scheuern in heißem Wasser oder mit Hilfe
von Barstenmaschinen entfernt.
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Um das zu vermeiden, wird der Masse ein aromatisches Amin als
weiterer
Härter zugegeben. Vorzugsweise werden die folgenden aromatischen Amine verwendet:
Tris-2-äth#lhexoat-Salz von Tris (dimethylaminomethyl) phenol D Diaminodiphenylsulfon,
Benzyl dimethylamin, Metaphenylendiamin und Methylendianilin. Aromatische Amine
werden verwendet, weil dann das gehärtete Epoxydharz eine Struktur aufweist, die
fester und widerstandsw fänger gegen hohe Temperaturen und Lösungsmitteleinflüsse
ist, was an sich bekannt ist Die stark basische Natur der alizyklischen Polymaine
zerstört die erforderliche thixotrope Gelstruktur der Abdeckmasse innerhalb von
5 Minuten und dies insbesondere dann, wenn Silica-Aerogel als Verdickungsmittel
verwendet wird. Um dies zu verm#eiden, werden der erfindungsgemäßen Abdeckmasse
organische Säuren zugesetzt, die direkt mit dem Harz oder mit dem Härter vermischt
werden. Als besonderes geeignet haben sich die folgender#organischen Säuren erwiesen:
a) endcarboxyliertes Butadienakrylonitrilpolymer, und endcarboxyliertes Butadienpolymer;
b) Fettsäuren wie Linolensäure, ölsäure und ähnliche; beispielsweise können als
Fettsäuren dimere oder trimere Fettsäuren mit zwei oder drei Carboxylgruppen pro
Molekül verwendet werden, die durch Polymerisation einer C18 Fettsäure, wie beispielsweise
EMPOL 1040, einer vorwiegend trimeren Fettsäure, hergestellt werden, mit einem Säuregrad
von 175 - 192, einem Benetzungswert von 192 - 200 und die zu 20% dimer und zu 80t
trimer ist; DIMAC S, einer dimeren Säure mit einem Säuregrad von 180 - 190, einem
Benetzungswert von 192-198 und die zu 8-10% aus monomerer, zu 65-69% aus dimerer
Säure und zum Rest von 26-30t aus höherpolymerer Säure besteht; und zweibasischen
Säuren
wie Adipinsäure, Glutarsäure, Azelainsäure, Sebazinsäure und Korksäure.
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Endcarboxylierte flüssige Åkrylonitrilgummi mit oder ohne Carboxylseitengruppen
bilden Aminsalze mit basischen alizyklischen Polymeren. Die Reaktion zum Salz verläuft
ohne Schwierigeiten und sehr schnell und leicht exotherm, wobei als Hauptvorteil
die Gelstruktur erhalten bleibt. Weitere Vorteile der Verwendung von carboxyliertem
Gummi sind: 1) durch die Reaktion der funktionellen Epoxydgruppen wird die Schicht
widerstandsfähiger; 2) die Bildung von Karbonaten wird vermieden oder zumindest
stark verzögert. Alizyklische Polyamine absorbieren Kohlensäure aus der Luft und
verwandeln sich so in ein unbrauchbares Karbonat.
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Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Abdeckmasse muß so viel
Härter zugesetzt werden, um alle funktionellen Gruppen des Epoxydharzes zu binden
und somit das Harz voll auszuhärten. Die erforderliche Merige läßt sich aus dem
Amin-Äquivalenzgewicht (A.E.W.) des Härters und dem Epoxyäquivalenzgewicht des Epoxydharzes
(E.E.W.) berechnen, und zwar nach der Formel Gewicht d. Härters
X Gewicht des Epoxydharzes Dem Epoxydharzlösungsmittel werden verschiedene Modifikatoren
zur Verbesserung der Fließfähigkeit oder Benetzung, der Siebdruckfähigkeit, der
Zähigkeit und, falls erwünscht, zur Erzielung eines Farbeffektes, Antioxydationsmittel
sowie Mittel zur Verhinderung des Verlaufens der aufgedruckten Maske zugesetzt.
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Mittel zur Verbesserung der Fließeigenschaften setzen die Oberflächenspannung
herab und verhindern so die Ausbildung von ringförmigen Fehlstellen und bewirken
eine glatte und fehlerfreie Oberfläche. Der Benetzer bewirkt die Ausbildung eines
glatten homogenen Filmes ohne störende Krater und Unregelmäßigkeiten, wie sie üblicherweise
bei der Verwendung dieser Harze auftreten. Brauchbare Benetzer sind beispielsweise
Alkylakrylatpolymere und Silikone. Von den handelsüblichen Benetzern seien beispielsweise
die folgenden genannt: MODAFLOW, RAYBO 15 und DC 840. MODAFLOW ist ein hochmolekulares
Polymer, von dem angenommen wird, daß es aus einer Mischung von Isobutylakrylat
und Äthylakrylatpolymeren oder Copolymeren besteht. MODAFLOW verbessert die Oberflächeneigenschaften
der Mischung und bewirkt eine gleichmäßige Verteilung auf der Unterlage, so daß
sich eine glatte Schicht ohne Rippen oder Blasen bildet und nach dem Trocknen eine
glatte glänzende Oberfläche entsteht. Diese Zusätze zu der erfindungsgemäßen Mischung
betragen etwa 6 Gew.-% der Gesamtmasse, vorzugsweise 4 Gew.-% und nach Gebrauch
mehr als 1 Gew.-% der Abdeckmasse nach der Erfindung.
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Die Siebdruckhilfen wirken als Schmiermittel und erleichtern den Siebdruckvorgang
mit der erfindungsgemäßen Abdeckmasse.
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Gleichzeitig bewirken sie eine glatte Oberfläche der auf gedruckten
Maskenschicht. Zu den verwendbaren Siebdruckhilfen gehören die bei Zimmertemperatur
flüssigen Epoxydharze, beispielsweise DER 330, DER 331, DER 332, EPON 820, EPOTUF
37-151, EPOTUF 37-134, EPOTUF 37-135, EPOTUF 37-250, EPIREZ 508 und EPIREZ 510,
und ARALDITE 6005 und 6010. Die Sieb#ruckhilfen
sind bis zu 60
Gew.-%, vorzugsweise bis zu 40 Gew.-%, und nach Gebrauch zu mehr als 1 Gew.-, vorzugsweise
zu mehr als 2 Gew.-% in der erfindungsgemäßenAb#ckmasse enthalten.
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Brauchbare Mittel zur Erhöhung der Zähigkeit sind beispielsweise Akrylonitrilbutadiengummi
sowie feste Epoxydharze mit großem Epoxydäquivalenzgewicht. Die gmnmihaltigen Substanzen
zur Erhöhung der Zähigkeit fallen während des Aushärtens aus; beispielsweise sind
die gummireichen Mikroglobuline nach dem Aushärten in dem Polymer gleichmüßig fein
verteilt. Die Mikroglobuline verhindern die Rißbildung im ausgehärteten Harz.
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Zu den brauchbaren Mitteln zur Erhöhung der Zähigkeit gehören die
handelsüblichen flüssigen monomeren reaktionsfähigen Gummi wie CTB, CTBN, CTBNX
und ATBN. Die festen Expodyharze erhöhen die Zähigkeit durch größere Elastizität
der Vernetzung der ansich starren Struktur. Vorzugsweise verwendbare feste Epoxydharze,
die bei Zimmertemperatur eine feste Struktur haben und deren Epoxyäquivalenzge#wicht
größer als 350 ist, sind in Tabelle 2 aufgeführt: TABELLE 2 Harz E.E.W. . Erweichungspunkt
DER 661 475-575 70 - 800 C DER 667 1000-2000 113 - 1230 C EPON 1001 450-550 65 -
740 C ARALDITE 7097 1650-2000 113 - 1230 C Diese Mittel zur Erhöhung der Zähigkeit
werden zu etwa 10 Gew.-% der erfindungsgemäßen Abdeckmasse zugegeben. Vorzugsweise
werden
7 Gew. -% beigemischt, und die fertige Schicht enthält mehr als 1 Gew.-.
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Brauchbare Pigmente zur Färbung der erfindungsgemäßen Abdeckmassen
sind beispielsweise Cyan Green B-15-3100, Cyan Green Y-15-3040, Titaniumdioxyd (Rutil)
OR-600, Irgazin Yellow 2GILT, Monastral Red TR-79D und Blue BT-417.
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Mittel zur Hemmung der Oxydation werden der Mischung nach der Erfindung
zugegeben, wenn die Maskenschicht für längere Zeiträume Temperaturen von über 1000
C ausgesetzt wird, da sie übermäßige Luftoxydation der Maske bei derartigen Temperaturem
verhindern, was zu einer Verfärbung der Maske führen würde.
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Brüchigkeit und mangelnde Haftfestigkeit werden durch diesen Zusatz
ebenfalls vermieden.
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Geeignete Mittel zur Hemmung der Oxydation sind Thioester wie Dialkylthiodipropionat,
Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiopropionat, und Dimyristylthiodìpropionat;
Phosphite wie Tris (nonylphenol) phosphit und Alkarylphosphit; Phenole wie z.B.
solche, die mit Fettsäuren, deren Derivaten oder Substitutionsprodukten substituiert
sind, phosphetilierte sterisch gehinderte Phenole und sterisch gehinderte Phenole
mit hohem Molekulargewicht, wie z.B. Butylhydroxytoluol, und Mischungen der genannten
Verbindungen.
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Besonders geeignete Mittel zur Hemmung der Oxydation sind z.B.
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die Mischung eines Thioesters mit einem sterisch gehinderten Phenol
in einem Mischungsverhältnis von 9 : 1. Antioxydationsmittel sind in der erfindungsgemäßen
Mischung zu mehr als 1 Gew.-%, vorzugsweise zu mehr als 3 Gew.-%, aber zu weniger
als
10 GewO=t und vorzugsweise zu weniger als 7 Gew,- enthalten.
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Geeignete Verdickungsmittel oder gelierende Mittel sind z#B.
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Siliziumdioxyd-Aerosile mit einer mikroskopischen Teilchengröße und
einer Gesamtoberfläche von 200 bis 400 m2/g wie z.B.
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Cab-O-sil, organische modifizierte Montmorillonite wie z.B.
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BENTONE 27, ein Trialkylarylammoniumsmektit und BENTONE 38, ein Tetraalkylammoniumsmektat,die
Amin-behandelte Bentonite sind; ein kolloidales Kieselsäure-Anhydrid wie LUDOX,
ein Kieselsäure-Aerogel mit mikroskopischer Teilchengröße und einer Gesamtoberfläche
von 280 m2/g wie z.B. SANTOCEL 2.
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Die Verdickungs- oder gelierenden Mittel sind zu etwa 5 Gew. -% enthalten,
und nach Anwendung enthält die Schicht mehr als 1 GewO-t und vorzugsweise mehr als
2 Gew.- des Gewichtes des festen Epoxydharzes der erfindungsgemäßen Abdeckmasse
Beim Aushärten der ein Verdickungs- oder gelierendes Mittel enthaltenden Abdeckmaske
bleibt diese in einem weichen, gelartigen Zustand, bis sie vollkommen ausgehärtet
ist und verfestigt sich erst dann "in situ", ohne zu verlaufen, zu flie-Ben oder
sich zu verformen.
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Aerosil kann auch dem primären Härter zugegeben werden, um eine höhere
Konsistenz und bessere Gießfähigkeit ohne Spritzen zu erreichen. Der Hauptvorteil
solcher Beimischungen besteht in der Verminderung möglicher Wiegefehler, die bei
der Zugabe des Primärhärters zur Abdeckmasse nach der Erfindung auftreten können.
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Für im Siebdruckverfahren aufzubringende Masken eignen sich vor allem
Epoxydharze mit einer Viskosität von zwischen 10 000
und ungefähr
200 000 Centipoise, vorzugsweise zwischen 15 000 und 100 000 Centipoise. Zum Messen
der Viskosität der erfindungsgemäßen Abeckmasse für Kontrollzwecke eignet sich das
Brookfield Viscometer bei 10 upm mit einer Spindel No. 7.
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Als brauchbare zusätzliche Härter, die ebenfalls mit den funktionellen
Gruppen des Epoxydharzes in der erfindungsgemäßen Abdechmasse reagieren, sind die
folgenden zu nennen: Phenolartige Harze, Polamid-Harze oder Melaminformaldehyd-Harze;
oder fallweise auch zweibasische Säuren. Brauchbare Härter sind beispielsweise Amine
wie Methylendianilin, Diäthylentriamin, oder Metyphenylendiamin; oder Amide wie
z.B.
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Dicyandiamid. Als ganz besonders geeignet hat sich das 3-(DimethylaminomethylZphenol-Salz
der Diäthylezuckersäure eines tertiären Amins oder 50 Gew.-% eines der oben beschriebenen
Salze in Kombination mit einem anderen Amin erwiesen. Derartige Härter gestatten
eine Aufbewahrungszeit von bis zu 8 Stunden und dennoch ein schnelles Aushärten.
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Beim Herstellen der erfindungsgemäßen Abdeckmasse für eine permanente
Maske kann die Menge an Härter, wie zuvor auf Seite 26, Zeile 21, beschrieben, nach
der Formel Gewicht d. Härters
X Gewicht d. Epoxydharzes bestimmt werden. Diese Formel ist in der Praxis nur anwendbar,
wenn das Äquivalenzgewicht des Härters leicht bestimmt werden kann, was z.B. bei
Dicyandiamid nicht der Fall ist; hier muß die Menge an Härter experiemtell bestimmt
werden.
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Ist die erfindungsgemäße Abdeckmasse für eine wieder entfernbare Maske
bestimmt, so soll der Zusatz an Härter so gering
gehalten werden,
daß ein vollständiges Aushärten unterbleibt, da, wie festgestellt werden konnte,
bei einem geringeren als zur vollständigen Aushärtung erforderlichen Zusatz an Härter
die Maske nur für einen bestimmten Zeitraum beständig ist.
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Für ein teilweises Aushärten der Abdeckmaske sind mehr als 10 Gew.-%,
vorzugsweise 20 Gew.-%, meistens ca. 30 Gew.-%, und manchmal sogar 40 Gew.-% der
Menge an Aushärter erforderlich, wie sie zum vollständigen Aushärten gebraucht wird.
In jedem Fall liegt die Menge an Härter, die ein teilweises Aushärten bewirkt, unter
80 e der Menge, die zum vollständigen Aushärten erforderlich ist, und vorzugsweise
unter 50 Gew.-%. Die teilweise ausgehärteten Maskenschichten können nach Gebrauch
leicht mit alkalischen Reinigern oder Lösungsmitteln entfernt werden.
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Wird die erfindungsgemäße Abdeckmasse als Maske für den Eletroplattiervorgang
benutzt, so kann bei geeigneter Wahl der Aushärtetemperatur, die unterhalb des Schmelzpunktes
des verwendeten Epoxydharzes liegt, auch ganz ohne Härterzusatz ausgekommen werden;
dennoch bleiben die günstigen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Schutzschicht
erhalten und es werden scharfe Konturen und ein sehr hohes Auflösungsvermögen erzielt,
so daß mit Hilfe dieser Abdeckschicht Feinleiterplatten hergestellt werden können.
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Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Abdeckmasse sowohl als wieder
entfernbare als auch als permanente Abdeckmaske tritt beim Aushärten weder ein Verlaufen
noch eine Ausdehnung der Maskenschicht auf, so daß die bisher bestehenden Schwierigkeiten
bei
der Verwendung herkömmlicher harzhaltiger Abdeckmasken entfallen, mit denen die
Herstellung von Leiterplattem mit Leiterzügen geringer Breite und geringen Abständen
aufgrund der o.a. Nachteile nicht möglich war.
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Noch weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Abdeckmasse werden beim
Arbeiten mit den erfindungsgemäßen Harzmischungen offenbar werden.
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Die nachstehenden Beispiele zeigen, soweit bisher bekannt, mindestens
einige der vorteilhaftesten Ausführungsformen und Verfahren nach der Erfindung.
Es folgen 7 typische Zusammensetzungen der erfindungsgemäßen Abdeckmasse, die als
permanente Abdeckmaske verwendet werden.
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BEISPIEL 1 Zusammensetzung 1O Zur Verwendung als permanente Abdeckmaske
für die Herstellung gedruckter Schaltungen nach der Additiv-Technik Ausgangsstoffe
Gewicht (g) 70 % Epoxynovolac, Funktionalität 5,4, Schmelzpunkt 990 C gelöst in
Diäthylenglykoläthyläther 643 Epoxynovolac-Phenolformaldehyd-Harz> Äquivalenzgew.
ton 172-179; Viskosität von 11 000 - 14 000 Centipoise bei 250 C (flüssige Siebdruckhilfe)
20 25 % Kupferphthalocyaninpigment in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz,
Epoxyäquivalenzgew. von 180-190, Viskosität von 11 000 bis 14 000 Centipoise bei
25a C zur Grünfärbung 40 MODAFLOW (zur Verbesserung der Fließfähigkeit) 12 Endcarboxyliertes
Acrylonitrilgummi, durschnittliches Molekulargew. 3 500 Carboxylgehalt von 2,3 Gew.-%
Funktionalität 1,85 und 18 Gew.- gebundenes Acrylonitril (flüssiger Gummi zur Erhöhung
der Zähigkeit) 25 Diäthylenglykoläthyläther 40 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz
d.
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Diäthylzuckersäure (Härter) 50
Zusammensetzung 2:
Permanente Abdeckmaske Ausgangsstoffe Gewicht (g) Vierfunktionelles Bisphenol A
Epoxydharz mit einem Erweichungspunkt von 800C 100,0 Epoxynovolacphenolformaldehyd-Harz;
Epoxyäquivalenzgew. von 172 - 179, Viskosität von 1400 - 2000 Centipoise bei 250
C (flüssige Sieb-druckhilfe) 85,0 MODAFLOW (Fließmittel) 3,4 Butylcellosolveazetat
(Lösungsmittel) 20,0 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz d.
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Diäthylzuckersäure (Härter) 23,8 Zusammensetzung 3: Permanente Abdeckmaske
~~~~~~~~~~~~~~ ~~~ Ausgangsstoffe Gewicht (g) Difunktionelles Bisphenol A Epoxydharz
mit einem Durran Erweichungspunkt von etwa 750 C und einem Epoxyäquivalenzgewicht
von 475-575, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther (Modifizierungsmittel) 75 Vierfunktionelles
Bisphenol A Epoxydharz mit einem Erweichungspunkt von 800 C 25 25 % Kupferphthalocyaninpigment
fein verteilt in Bisphenol A Epoxydharz, Epoxyäquivalenzgewicht von 180-190; Viskosität
von 11 000 -14 000 Centipoise bei 250 C zur Grünfärbung 2,5 MODAFLOW (Fließmittel)
4,5 Endcarboxyliertes Acrylonitrilgummi mit durchschnittlichem Molekulargewicht
von 3 500, Carboxylgehalt von 2,3 Gew.-%, Funktionalität von 1,85 und 18 Gew.-%
gebundenes Acrylonitril (flüssiger Gummi zur Erhöhung der Zähigkeit) 11,3 Butylcellosolveazetat
(Lösungsmittel) 35,0 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz d. Diäthylzuckersäure (Härter)
26,3
Zusammensetzung 4: Permanente Abdeckmaske Ausgangsstoffe Gewicht
(g) Difunktionelles Bisphenol A Epoxydharz mit einem Erweichungspunkt von etwa 750
C und einem Epoxyäquivalenzgewicht von 475-575, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther
(Modifizierungsmittel) 48,9 70 % Epoxynovolac, Funktionalität 5,4, Schmelzpunkt
990 C, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther 227,2 25 % Kupferphthalocyaninpigment
in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz, Epoxyäquivalenzgew. 180-190;
Viskosität 11 000 - 14 000 Centipoise bei 250 C als Grünfärber 34,1 MODAFLOW (Fließmittel)
13,1 Diäthylenglykoläthyläther (Lösungsmittel) 33,0 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz
der Diäthylzucker#säure (Härter) 26,4 Methylendianilin (Härter) 11,3 Zusammensetzung
5 Permanente Abdeckmaske für die Elektroplattierung Ausgangsstoffe Gewicht (g) Difunktionelles
Bisphenol A Epoxydharz mit einem Erweichungspunkt von etwa 750 C und einem Epoxyäquivalenzgewicht
von 475-575, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther (Modifizierungsmittel) 50 70 %
Epoxynovolac; Funktionalität 5,4, Schmelzpunkt 990 C, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther
60 Epoxynovolac-?henolformaldehyd-Harz; Äquivalenzgewicht 172-179; Viskosität 1400
- 2000 Centipoise bei 250 C (flüssige Siebdruckhilfe) 10 25 % Kupferphthalocyanin-Pigment
in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz; Epoxyäquivaienzgew. 180-190 und
Viskosität von 11 000 - 14 000 Centipoise bei 250 C zur Grün färbung 2 MODAFLOW
(Fließmittel) 4 Diäthylenglykoläthyläther (Lösungsmittel) 20 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz
d.
-
Diäthylzuckersäure (Härter) 2 Methylendianilin (Härter) 1
Zusammensetzung
6: Permanente Abdeckmaske Ausgangsstoffe Gewicht (g) 70 % zweifunktionelles Bisphenol
A Epoxydharz mit einem Durran Erweichungspunkt von etwa 750 C und einem Epoxyäquivalenzgewicht
von 475-575, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther (Mittel zur Erhöhung d.
-
Zähigkeit) 1 692 70 % vierfunktionelles Epoxydharz mit einem Epoxyäquivalenzgew.
von 200-240 und einem Durran Erweichungspunkt von #0-800C, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther
(ein Epoxydgrundharz) 1 427 MODAFLOW (Fließmittel) 96 25 % Kupferphthalocyanin-Pigment
in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz; Epoxyäquivalenzgew. 180-190;
Viskosität 11 000 - 14 000 Centipoise bei 250 C zur Grünfärbung 83 Aerosil mit einer
mittleren Teilchengröße von 0,015 ßm und einer Gesamtoberfläche von 200 m2/g (Verdickungs-
und Erstarrungsmittel) 159 Benzitriazol (Metalldeaktivator) gelöst in 140 g Diäthylenglykoläthyläther
218 3- (Dimethylaminomethyl) phenol-Salz der Diäthylezuckersäure (Härter) 143 Zusammensetzung
7: Permanente Abdeckmaske Ausgangsstoffe Gewicht (g) 70 % Epoxynovolac; Funktionalität
5,4, Schmelzpunkt 990 C, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther 1 427 70 % zweifunktionelles
Bisphenol A Epoxydharz mit einem Durran Erweichungspunkt von etwa 750 C und einem
Epoxyäquivalenzgew. von 475-575, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther (Mittel zur
Erhöhung der Zähigkeit) 1 692 MODAFLOW (Fließmittel) 96 25 % Kupferphthalocyanín-Pigment
in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz; Epoxyäquivalenzgew. 180-190;
Viskosität 11 000 - 14 000 Centipoise bei 250 C zur Grünfärbung 83
Ausgangsstoffe
Gewicht (g) Diäthylenglykoläthyläther (Lösungsmittel) 140 Trialkylarylammoniumsmektit(Erstarrungs-und
Verdickungsmittel) 150 Hochmolekulares Phenol (Åntioxydationsmittel) 11 20 Gew.-%
Dilaurylthiodipropionat in Butylcellosolveazetat (Antioxydationsmittel) 54 Tertiäres
Amin (Härter) 133 In den oben angegebenen Zusammensetzungen ist MODAFLOW ein hochmolekulares
Polymer, was, wie angenommen wird, aus einer Mischung von Isobutylakrylat und Athylakrylat-Polymeren
oder deren Copolymeren besteht; es ist im Handel erhältlich von der Firma Monsanto
Chemical Co., St. Louis, Missouri.
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MODAFLOW verbessert die Oberflächeneigenschaften, so daß eine gleichmäßige
glatte Oberfläche entsteht und Rippen- und Blasenbildung vermieden werden. Die trockene
Maskenschicht hat eine gleichmäßig glatte und glänzende Oberfläche.
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Die folgenden Beispiele zeigen einige der vorteilhaftesten Ausgestaltungsformen
der vorliegenden Abdeckmassen, und zwar in ihrer Anwendung als Lötmasken.
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Fünf typische Beispiele folgen: Zusammensetzung 1: Mischung für eine
Lötmaske A. Zusammensetzung Ausgangsstoffe Gewicht (g) 50 Gew.-% zweifunktionelles
Bisphenol A Epoxydharz mit einem Durran Erweichungspunkt von etwa 750 C und einem
Epoxyäquivalenzgewicht von 475-575 gelöst in Diäthylenglykoläthyläther (Modifizierungsmittel)
537
Ausgangsstoffe Gewicht (g) 70 Gew.-% Epoxynovolac-diglycidiläther
Bisphenol A Harz, gelöst in Diäthylenglykoläthyläther; mittlere Epoxydfunktionalität
4,4; Schmelzpunkt von 996 C 83,4 Diäthylenglykoläthyläther (Lösungsmittel) 29,1
25 Gew.-% Kupferphthalocyanin-Pigment in fein verteilter Form in Bisphenol A Epoxydharz;
Epoxyäquivalenzgew. 180-190; Viskosität 11 000 - 14 000 bei 250 C zur Grünfärbung
18,3 Aerosil mit einer mittleren Teilchengröße von 0,15 ijm und einer Gesamtoberfläche
von 200 m2/g (Verdickungsmittel) 33,3 Polyisobutylakrylat (Fließmittel) 4,2 Flüssiges
Epoxyphenolformaldehydharz; Epoxyäquivalenzgew. 172-179; Viskosität 1400-2000 Centipoise
bei 250 C (Siebdruckhilfe) 18,2 Synthetisches Silica, trockenes weißes Pulver mit
einer Oberfläche von 150 m2/g und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,021
ßm (Glättungsmittel) t4,5 B. Erster Härter (Mischung); mit A vermischen Ausgangsstoffe
Gewicht (g) Methandiamin 61,0 3- (Dimethylaminomethyl) phenol-Salz der DiäthyUzuckersäure
7,9 Endcarboxyliertes Akrylonitrilbutadien mit Carboxylseitengruppen mit einem mittleren
Molekulargewicht von 3500, einem Carboxylgehalt von 2,37 Gew.-%, einer Funktionalität
von 1,85 und 18 Gew.-% gebundenem Akrylonitril 16,5 C. Zu A. und B. können weitere
Zusätze gegeben werden, um der Abdeckmasse bestimmte Eigenschaften zu verleihen
(Hier beispielsweise zur Hemmung der Oxydation und zur Herabsetzung der Entflammbarkeit)
Ausgangsstoffe Gewicht (g) Tetrabrombisphenol A (bromiertes Phenol zur Herabsetzung
der Entflammbarkeit) 181,0
Ausgangsstoffe Gewicht (g) Nicht-flüchtiges
Phenol (Antioxydierungsmittel) 2,2 20 Gew.-%Dilaurylthiodipropionat gelöst in Äthylenglykolbutylätherazetat
(Antioxydationsmittel) 11 ~1 Zusammensetzunq 2: Mischung für eine Lötmaske A. Zusammensetzung
entsprechend Zusammensetzung 1 B. Erster Härter mit Zusammensetzung A zu mischen
Ausgangsstoffe Gewicht (g) 50 Gew.-% Triäthylendiamin gelöst in Methylcellosolve
127,0 Endcarboxyliertes Akrylonitrilbutadien mit Carboxylseitengruppen und einem
durchscnittlichen Molekulargewicht von 3500, einem Carboxylgehalt von 2,37 %, einer
Funktionalität von 1,85 und 18 % gebundenes Akrylonitril 16,5 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz
der Diäthylzuckersäure (Zweiter Härter) 4,6 Aerosil mit einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 0,015 Wm und einer Gesamtoberfläche von 200 m2/g (Verdickungsmittel)
10,0 Zusammensetzung 3: Mischung für eine Lötmaske A und B entsprechen der Zusammensetzung
2 mit dem Unterschied, daß anstelle von 127 g 50 Gew.-% Triäthylendiamin in Methylcellosolve
65 g N-(2-aminoäthyl)-piperedin verwendet werden.
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Zusammensetzung 4: Mischung für eine Lötmaske A und B entsprechen
der Zusammensetzung 2 mit dem Unterschied, daß anstelle von 127 g 5O Gew.-% Triäthylendiamin
in Methylcellosolve 60 g bis-(P-aminocyclohexyl)methan verwendet werden.
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Zusammensetzung 5: Mischung für eine Lötmaske A. Zusammensetzung entsprechend
--Zusammensetzung 1 B. Erster Härter mit Zusammensetzung A zu mischen Ausga gsstoffe
Gewicht (g) Methandiamin 47 Dimere Säure (bestehend aus C zweibasischer Säure mit
einem Molekulargewicht von ca. 565) 13 3-(Dimethylaminomethyl)phenol-Salz der Diäthylzuckersäure
(zweiter Härter) 6