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DE3000606A1 - Nutzfahrzeug mit abgefederten kabine - Google Patents

Nutzfahrzeug mit abgefederten kabine

Info

Publication number
DE3000606A1
DE3000606A1 DE19803000606 DE3000606A DE3000606A1 DE 3000606 A1 DE3000606 A1 DE 3000606A1 DE 19803000606 DE19803000606 DE 19803000606 DE 3000606 A DE3000606 A DE 3000606A DE 3000606 A1 DE3000606 A1 DE 3000606A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chassis
cabin
vehicle according
commercial vehicle
spring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803000606
Other languages
English (en)
Other versions
DE3000606C2 (de
Inventor
Wolfgang Dipl.-Ing. 1000 Berlin Kauß
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fritzmeier AG
Original Assignee
Fritzmeier AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fritzmeier AG filed Critical Fritzmeier AG
Priority to DE19803000606 priority Critical patent/DE3000606A1/de
Publication of DE3000606A1 publication Critical patent/DE3000606A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3000606C2 publication Critical patent/DE3000606C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D33/00Superstructures for load-carrying vehicles
    • B62D33/06Drivers' cabs
    • B62D33/0604Cabs insulated against vibrations or noise, e.g. with elastic suspension
    • B62D33/0608Cabs insulated against vibrations or noise, e.g. with elastic suspension pneumatic or hydraulic suspension
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D33/00Superstructures for load-carrying vehicles
    • B62D33/06Drivers' cabs
    • B62D33/0617Drivers' cabs for tractors or off-the-road vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Nutzfahrzeug mit abgefederter Kabine
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Nutzfahrzeug mit einem Chassis und einer Kabine, die gefedert und gedämpft vom Chassis getragen wird.
  • Ein solches Nutzfahrzeug, das beispielsweise ein Traktor sein kann, ist bekannt. Bei diesem bekannten Nutzfahrzeug ist die gesamte Kabine für den Fahrer abgefedert und gedämpft, um eine möglichst hohe Bedienungssicherheit zu erreichen, die gefährdet wäre, wenn lediglich der Fahrersitz abgefedert und gedämpft wäre, die vom Fahrer zu betätigenden Bedienungselemente jedoch starr mit dem in der Regel unabgefederten Chassis verbunden wären.
  • Bei einer solchen gefederten Kabine treten während der Fahrt des Nutzfahrzeuges Nickbewegungen, d.h. Schaukelbewegungen um eine quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Achse, sowie Wnnkbewegungen, d.h. Schaukelbewegungen um eine parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Achse, auf. Die Nick- und Wankbewegungen wirken sich störend sowohl auf die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers in der Kabine als auch auf die Bedienungssicherheit aus.
  • Dem Anmeldungsgegenstand liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Nutzfahrzeug derart auszubilden, daß die Wank- und Nickneigung möglichst gering ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch zwei Aufhängepunkte an der Kabine, die auf beiden Seiten der Kabine auf einer im wesentlichen quer zur Fahrzeuglängsachse durch den Kabinenschwerpunkt oder nahe diesem verlaufenden Querachse der Kabine liegen, zwei im wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsachse und horizontal verlaufende Schwingen, die jeweils an ihrem einen Ende an einem der Aufhängepunkte gelenkig mit der Kabine verbunden sind und an ihrem anderen Ende am Chassis so angebracht sind, daß sich die Aufhängepunkte im wesentlichen nur senkrecht translatorisch bezüglich des Chassis bewegen können, und Federelemente sowie Dämpfungselemente, die in senkrecht translatorischer Richtung sowie in Nick- und Wankrichtung der Kabine wirken.
  • Durch die beiden Schwingen ist die Kabine so geführt, daß sie bezüglich des Chassis drei Freiheitsgrade der Bewegung hat, nämlich eine senkrecht translatorische Bewegung sowie eine Drehung um die Querachse und eine Drehung um eine Längsachse ausführen kann. Ansonsten ist die Kabine gefesselt, d.h. sie kann keine translatorischen Bewegungen in der Horizontalen sowie keine Drehung um eine Hochachse ausführen. Die Schwingen haben zwischen den Aufhängepunkten und ihrem am Chassis angebrachten Ende eine so große Länge, daß die von den Schwingen geführte senkrecht translatorische Bewegung der Aufhängepunkte annähernd auf einer Geraden erfolgt. Für jeden der vorhandenen drei Freiheitsgrade muß jeweils zumindest ein Federelement und zumindest ein Dämpfungselement vorhanden sein, wobei die Feder- und Dämpfungselemente jeweils in mehreren Bewegungsrichtungen wirksam sein können.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird dafür gesorgt, daß die Nick- und Wankbewegungen jeweils um eine Achse erfolgen, auf der oder nahe der der Kabinenschwerpunkt liegt, so daß das Trägheitsmoment der Kabine bezüglich der jeweiligen Achse seinen Kleinstwert oder annähernd seinen Kleinstwert hat und demzufolge die Nick- und Wankneigung minimal ist. Dies wird bei der Erfindung mit verhältnismäßig einfachen Mitteln erreicht, ohne daß eine komplizierte Befestigungs- und Führungskinematik notwendig ist, die unmittelbar oder mittelbar im Schwerpunkt der Kabine abstützt.
  • In den beiden Aufhängepunkten der Kabine muß zumindest eine Drehung der Kabine in Nickrichtung sowie eine Drehung um eine zur Fahrzeuglängsachse parallele Achse möglich sein. Vorzugsweise befindet sich an jedem Aufhängepunkt ein Kugelgelenk zwischen der Kabine und der entsprechenden Schwinge oder ein Zapfenlager mit einem konzentrischen, zylindrischen Gummi-Metall-Element zwischen der Kabine und der Schwinge. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, daß in den Auf hängepunkten Gelenke angeordnet sind, die die geforderten Bewegungsmöglichkeiten bieten, wenn diese durch entsprechende Beschaffenheit der übrigen Elemente gewährleistet sind. Beispielsweise können um ihre Längsachse tordierbare Schwingen dafür sorgen, daß die Drehung der Kabine im Aufhängepunkt um eine zur Fahrzeuglängsachse parallele Achse gewährleistet ist.
  • In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das andere Ende jeder Schwinge hinter dem zugehörigen Aufhängepunkt angeordnet ist, was beispielsweise bei einem Traktor in der Weise erfolgt, daß am hinteren Ende des Chassis in wesentlichen senkrechte Stützen befestigt sind, die die anderen Enden der Schwingen tragen und von denen aus die Schwingen nach vorne verlaufen.
  • In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung sind die Schwingen als Blattfedern ausgebildet, die an ihren anderen Enden am Chassis über die Stützen fest eingespannt sind. Diese Blattfedern wirken dann sowohl als Federelemente in senkrecht translatorischer Richtung als auch als Federelemente in Wankrichtung, so daß lediglich ein weiteres Federelement zum Abfedern in Nickrichtung notwendig ist.
  • In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung können die Schwingen auch als steife, an ihrem anderen Ende schwenkbar am Chassis gelagerte Stäbe ausgebildet sein, die zwar selber nicht als Federelement wirken, jedoch eine bessere Seitenführung ermöglichen als Blattfedern.
  • Als Federelemente und Dämpfungselemente kommen sowohl herkömmliche passive Federn und Dämpfer als auch aktive Federn mit hoher inhärenter Dämpfung und der Möglichkeit zur Einstellung der Federlänge in Frage. Als Federelemente für die Nick- und Wankbewegungen kommen ferner Stabilisatoren in Frage.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Allen Ausführungsformen der Erfindung ist gemeinsam, daß der Nick- und Wankneigung mit einer sehr einfachen Kinematik in Form der Schwingen vorgebeugt ist und daß zur Aufhängung,Führung, Federung und Dämpfung der Kabine nur wenig Bauraum zwischen Chassis und Kabine benötigt wird.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung in Anwendung auf einen Traktor; Figur 2 eine schematische Rückansicht des Traktors gemäß Figur 1; Figur 3 eine schematische, ausschnittsweise Draufsicht auf das Chassis des Traktors gemäß den Figuren 1 und 2 unterhalb von dessen Kabine; Figur 4 eine Figur 1 entsprechende Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; Figur 5 eine Figur 2 entsprechende Rückansicht der zweiten Ausführungsform der Erfindung; Figur 6 eine Figur 3 entsprechende Draufsicht auf das Chassis der zweiten Auführungsform gemäß den Figuren 4 und 5; Figur 7 eine Figur 1 entsprechende Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung; Figur 8 eine Figur 2 entsprechende Rückansicht der dritten Ausführungsform der Erfindung; Figur 9 eine Figur 1 entsprechende Seitenansicht einer vierten Ausführungsform der Erfindung; Figur 10 eine Figur 2 entsprechende Rückansicht-einer fünften Ausführungsform der Erfindung, die etne Abwandlung der vierten Ausführungsform gemäß Figur 9 darstellt; Figur 11 eine Figur 1 entsprechende Seitenansicht einer sechsten Ausführungsform der Erfindung; und Figur 12 eine Figur 2 entsprechende Rückansicht der sechsten Ausführungsform.
  • In den Figuren 1 bis 3 ist als erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nutzfahrzeuges schematisch ein Traktor dargestellt, der ein Chassis 2 aufweist, mit dem ungefedert Hinterräder 4 verbunden sind. Mit seinem vorderen-Abschnitt trägt das Chassis 2 einen von einer Motorhaube 6 verkleideten Motor, und über dem hinteren Abschnitt des Chassis 2 ist eine Kabine 8 angeordnet, in der sich ein nicht dargestellter Fahrersitz sowie nicht dargestellte Lenk- und Bedienungselemente des Traktors befinden. Die Kabine 8 ist als Ganzes gefedert und gedämpft bewegbar am Chassis 2 aufgehängt, so daß alle Lenk- und Bedienungselemente des Traktors bezüglich des Chassis die gleichen Relativbewegungen wie der Fahrersitz in der Kabine ausführen und dadurch die Fahrsicherheit wesentlich erhöht ist.
  • Die Kabine weist auf ihren beiden Seiten je eine einen Radkasten 10 bildende Aussparung für die Hinterräder 4 auf. Auf ihrer Unterseite wird die Kabine 8 durch einen zweifach abgewinkelten Boden 12 begrenzt, der zur Vereinfachung der Darstellung der Feder- und Dämpfungselemente in den Figuren 1 und 2 weiter nach oben gezogen dargestellt ist, als dies bei einem praktisch ausgeführten Traktor gemäß der Erfindung der Fall ist Auf jeder Seit weist die Kabine 8 einen Aufhängepunkt 16 auf, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Zapfenlager 18, dessen Zapfen 20 quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufend an der Kabine befestigt ist, mit einem konzentrischen, zylindrischen-Gummi-Metall-Element 22 ausgebildet ist. Die beiden Aufhängepunkte 16 liegen auf einer waagerecht und quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufenden Querachse A, die durch den Schwerpunkt S der Kabine,8 verläuft, wobei der Schwerpunkt vorzugsweise durch das Gewicht der vollständig ausgerüsteten leeren Kabine zuzüglich einer mittleren Zuladung bestimmt ist. Die beiden Auf hängepunkte 16 haben seitlich vom mittig liegenden Schwerpunkt S gleiche Abstände.
  • In den Auf hängepunkten 16 kann die Kabine 8 aufgrund der Zapfenlager 18 eine Drehung in Nickrichtung 24 ausführen, die in Figur 1 durch einen Doppelpfeil angedeutet ist. Die Bewegung in Nickrichtung ist eine Drehung um die Querachse A. Ferner ist in den beiden Aufhängepunkten 16 jeweils eine Drehung in Richtung eines Doppelpfeiles 26 aufgrund der Gummi-Metall-Elemente 22 möglich, so daß die Kabine 8 von nXoch zu beschreibenden Schwingen geführt auch eine Bewegung in Wankrichtung 28 ausführen kann, die in Figur 2 als Doppelpfeil dargestellt ist.
  • Die Wankbewegung stellt sich als Drehung der Kabine 8 um eine zur Fahrzeuglängsachse parallele, ungefähr durch den Schwerpunkt S verlaufende Achse dar.
  • Am hinteren Ende des Chassis 2 sind zwei senkrecht verlaufende Stützen 14 befestigt, die vom Chassis aus nach oben verlaufen und an ihren oberen Enden mittels einer Querstrebe 30 fest miteinander verbunden sind. Von jedem äußeren Ende der Querstrebe 30 verläuft annähernd parallel zur Fahrzeuglängsachse nach vorne eine als Schwinge dienende Blattfeder 32, die an ihrem hinteren Ende fest an der Querstrebe 30 und somit am Chassis 2 eingespannt ist und die an ihrem vorderen Ende in einem Aufhängepunkt 16 gelenkig mit der Kabine 8 verbunden ist, wobei dies beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch feste Verbindung des vorderen Endes der Blattfeder 32 mit dem recht bezeichneten äußeren Zylinder des Gummi-Metall-Elemente 22 erfolgt. Der Abstand zwischen den eingespannten Enden der Blattfedern 32 und den Aufhängepunkten 16 ist im Verhältnis zur zugelassenen Bewegung der Kabine 8 in senkrechter Richtung so groß, daß sich die Aufhängepunkte 16 beim Nachgeben der Blattfedern 32 annähernd auf einer senkrechten Geraden bewegen.
  • Aufgrund der beschriebenen Ausbildung der Aufhängepunkte 16 und der als Schwingen dienenden Blattfedern 32 hat die Kabine 8 bezüglich des Chassis 2 drei Freiheitsgrade der Bewegung: Die Kabine kann sich senkrecht translatorisch, in Nickrichtung 24 und in Wankrichtung 28 bewegen. Dagegen sind eine Drehung um eine Hochachse sowie translatorische Bewegungen in waagerechter Richtung unmöglich. An diesen Bewegungen ist die Kabine durch die Schwingen gehindert, so daß sie insoweit gefesselt ist.
  • Die Bewegungen der Kabine 8 in den zugelassenen Bewegungsrichtungen müssen von Federelementen und Dämpfungselementen gefedert und gedämpft werden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel erfüllen die Blattfedern 32 sowohl die Funktion des Federelementes in senkrecht translatorischer Richtung als auch in Wankrichtung, da sie die Kabine 8 in die in Figur 2 dargestellte Stellung aufzurichten versuchen. Da die Blattfedern 32 außerdem die die Kabine 8 führenden Schwingen bilden, ist der konstruktive Aufwand zur Erfüllung der genannten Funktionen äußerst gering.
  • Als in Nickrichtung wirkendes Federelement ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine zweiteilige Feder 34 vorgesehen (siehe auch Figur 3), die parallel zur Fahrzeuglängsachse gespannt ist und mit ihren beiden Enden an Federlagern 36 am Chassis 2 aufgehängt ist. In ihrer Mitte greift die Feder 34 an einem Sporn 38 an, der am Boden 12 der Kabine 8 befestigt ist und von diesem aus in der senkrechten Längsmittelebene des Traktors nach unten verläuft Die dargestellte zweiteilige Feder 34 kann durch eine einteilige Feder ersetzt sein, wenn diese sowohl auf Zug als auch auf Druck beanspruchbar ist.
  • Als allein in senkrecht translatorischer Richtung wirkendes Dämpfungselement ist ein Dämpfer 40 vorgesehen, der senkrecht verlaufend mit seinem einen Ende am Chassis 2 und mit seinem anderen Ende am Boden 12 der Kabine 8 angelenkt ist. Der in Figur 3 nicht dargestellte Dämpfer 40 verläuft in der senkrechten Längsmittelebene des Traktors. Zum Dämpfen in Nick- und Wankrichtung dienen zwei weitere Dämpfer 42 und 44, die von einem mittigen Anlenkpunkt 46 unter dem Boden 12 der Kabine schräg nach unten und schräg nach hinten seitwärts rechts bzw. seitwärts links verlaufen, wie dies in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist, und an den Stützen 14 angelenkt sind. Außer in Nick- und Wankrichtung wirken die Dämpfer 42 und 44 in geringerem Maße auch in senkrecht translatorischer Richtung.
  • Aufgrund der beschriebenen Ausbildung der Aufhängung der Kabine am übrigen Traktor ist das Trägheitsmoment der Kabine 8 bezüglich der Nickachse, die mit der Querachse A zusammenfällt, minimal, da der Schwerpunkt 5 ebenfalls auf der Querachse A oder zumindest nahe bei dieser Querachse liegt. Auch das Trägheitsmoment der Kabine 8 um die Wankachse ist minimal, da auch die Wankachse, die parallel zur Fahrzeuglängsachse verläuft, zumindest angenähert durch den Schwerpunkt S der Kabine verläuft. Die Nick- und Wankneigung der Kabine 8 ist daher denkbar klein. Der konstruktive Aufwand zur Aufhängung, Führung, Dämpfung und Federung der Kabine ist gering, und die entsprechenden Bauelemente erfordern nur geringen Bauraum, insbesondere zwischen der Kabine 8 und dem Chassis 2.
  • Im folgenden wird die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte zweite Ausführungsorm der Erfindung erläutert, wobei mit der ersten Ausführungsform übereinstimmende Elemente mit gleichem Bezugs zeichen bezeichnet sind und nicht erneut beschrieben werden. Es wird daher nur auf die Unterschiede zur ersten Ausführungsform eingegangen.
  • Bei der zweiten Ausführungsform ist der Dämpfer 40 ebenfalls am Anlenkpunkt 46 angelenkt, und er verläuft von diesem aus nach vorne und schräg nach unten, so daß die drei Dämpfer 40, 42 und 44 in Form eines Sterns angeordnet sind (siehe Figur 6) und sämtlich sowohl in senkrecht translatorischer Richtung, in Nickrichtung und in Wankrichtung wirken. Diese Dämpferanordnung kann auch bei der vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsform vorgesehen sein.
  • Als in Nickrichtung 24 wirkendes Federelement ist bei der zweiten Ausführungsform statt der Feder 34 ein Stabilisator 48 vorgesehen, der parallel zur Fahrzeuglängsachse drehbar am Chassis 2 in Lagern 50 gelagert ist und dessen Enden am Boden 12 der Kabine 8 mit Hilfe von Widerlagern 52 mit Langschlitz angelenkt sind. Die Widerlager 52 sind in der senkrechten Längsmittelebene des Traktors angeordnet. Ferner ist ein zweiter Stabilisator 54 als zusätzliches Federelement zur Abfederung in Wankrichtung vorgesehen, der in dieser Funktion die Blattfedern 32 unterstützt und unterschiedliche Federsteifigkeit für die Federung in senkrecht translatorischer und in Wankrichtung ermöglicht. Dieser Stabilisator 54 verläuft parallel zur Querachse A und ist in Lagern 56 an den Stützen 14 und somit am Chassis 2 schwenkbar gelagert. Die Enden des Stabilisators 54 sind in Widerlagern 58 mit Langschlitzen angelenkt, die am Boden 12 der Kabine 8 befestigt sind und in der senkrechten, die Querachse A enthaltenden Ebene angeordnet sind. Die beim dargestellten Ausführungsbeispiel einstükkig ausgebildeten Stabilisatoren 48 und 54 können in bekannter Weise jeweils durch zwei Hebelarme, die in den Lagern der Sta- bilisatoren schwenkbar gelagert sind, und einen in die Hebelarme eingespannten Torsionsstab ersetzt sein.
  • Wenn die inhärente Dämpfung der Stabilisatoren 48 und 54 groß genug ist, so daß sie für ausreichende Dämpfung in Wank- und Nickrichtung sorgen, kann die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Anordnung der Dämpfer ersetzt sein durch einen einzigen Dämpfer 40, der in in Figur 1 dargestellter Weise angeordnet ist.
  • Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 7 und 8 eine dritte Ausführungsform der Erfindung beschrieben, wobei wiederum für mit der ersten Ausführungsform übereinstimmende Teile und Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet und lediglich die Unterschiede zur ersten Ausführungsform erläutert werden.
  • Bei der dritten Ausführungsform sind die BlattEedern 32 an ihrem anderen Ende nicht am Chassis fest eingespannt, sondern sie gehen dort in einen steifen Hebelarm 60 über, der an einem freien Ende der Querstrebe 30 schwenkbar gelagert ist. Am freien Ende jedes Hebelarmes 60 ist ein doppeltwirkender Zylinder 62 angelenkt, dessen anderes Ende unten an der zugehörigen Stütze 14 angelenkt ist. Mittels der doppeltwirkenden, hydraulischen Zylinder 62 kann die Stellung der Hebelarme 60 eingestellt werden, was wiederum eine Niveauregulierung der Kabine 8 ermöglicht.
  • Im übrigen stimmt die Anordnung der Federelemente und Dämpfungselemente bei der dritten Ausführungsform mit der Anordnung bei der ersten Ausführungsform überein.
  • Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Figur 9 die vierte Ausführungsform der Erfindung erläutert, wobei wiederum für übereinstimmende Elemente gleiche Bezugszeichen wie bei der ersten A; führungsform verwendet werden und lediglich die Unterschiede beschrieben werden. Bei der in Figur 9 dargestellten vierten Ausführungsform sind die Schwingen nicht als Blattfedern sondern als steife Stäbe 64 ausgebildet, die an ihren anderen Enden schwenkbar an den freien Enden der Querstrebe 30 gelagert sind. Die steifen Stäbe S4 können somit keine Federwirkung ausüben. Zwischen dem Boden 12 der Kabine 8 und dem Chassis 2 sind ungefähr an den Ecken des Bodens 12 vier Federn 66 und 68 sowie vier Dämpfer 70 und 72 angeordnet, die jeweils ungefähr senkrecht verlaufen, wobei in Figur 9 nur die Federn und Dämpfer auf der rechten Seite des Traktors erkennbar sind.
  • An jeder Ecke des Bodens 12 der Kabine wirken die dort angeordnete Feder und der zugehörige Dämpfer entlang derselben Achse. Die vier Federn und die vier Dämpfer dämpfen und federn gemeinsam in allen drei möglichen Bewegungsrichtungen, d.h. in senkrecht translatorischer Richtung, in Wankrichtung und in Nickrichtung.
  • Statt der bei der vierten Ausführungsform vorgesehenen vier Paare aus Dämpfer und Federn können auch lediglich drei Paare aus Dämpfer und Federn vorgesehen sein, die im Dreieck angeordnet sind.
  • Figur 10 zeigt eine fünfte Ausführungsform der Erfindung, die eine Abwandlung der vierten Ausführungsform gemäß Figur 9 darstellt und sich von dieser im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß die steifen Stäbe 64 nicht schwenkbar an den freien Enden der Strebe 30 angelenkt sind, sondern fest verbunden mit den Enden eines in den Stützen 14 gelagerten Torsionsstabes 74 sind, der die Funktion des Federelementes in Wankrichtung 28 übernimmt. Für die Dämpfung in Wankrichtung sorgt ein parallel zur Querachse A verlaufender Dämpfer 76, der einerseits am Sporn 38 und andererseits am Chassis angelenkt ist. Die Federung und Dämpfung der Kabine 8 in senkrecht translatorischer sowie in Nickrichtung übernehmen bei der fünften Ausführungs- form zwei Paare aus einer Feder 66 und einem Dämpfer 70, die auf der Fahrzeuglängsachse zwischen dem Chassis 2 und dem Boden 12 der Kabine 8 mit Abstand in Richtung der Fahrzeuglängsachse voneinander angeordnet sind. In Figur 10 sind lediglich die hintere Feder 66 sowie der hintere Dämpfer 70 erkennbar.
  • Bei der in den Figuren 11 und 12 dargestellten sechsten Ausführungsform, bei der wiederum gleiche Bezugszeichen für mit der ersten Ausführungsform übereinstimmende Teile und Elemente verwendet sind und für die lediglich die Unterschiede zur ersten Ausführungsform beschrieben werden, sind die Schwingen als steife Stäbe 64 ausgebildet, die schwenkbar an den Enden der Querstrebe 30 gelagert sind, jedoch über ihre Lagerstelle hinaus nach hinten verlängert sind. Am freien Ende jedes Stabes 64 greift eine auf Zug beanspruchbare Feder 76 sowie ein Dämpfer 78 an, die unten an der benachbarten Stütze 14 angelenkt sind. Die Federn 76 und die Dämpfer 78 federn und dämpfen die Kabine 8 in senkrecht translatorischer sowie in Wankrichtung, so daß außerdem lediglich für Federung und Dämpfung in Nickrichtung gesorgt zu sein braucht. Dies erfolgt beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch die geteilte, parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Feder 34, die zwischen den Federlagern 36 am Chassis 2 gespannt ist und in ihrer Mitte am Sporn 38 angreift, der am Boden 12 befestigt ist, sowie durch einen Dämpfer 80, der auf derselben Achse wie die Feder 34 angeordnet ist. Die in den Figuren 11 und 12 dargestellte sechste Ausführungsform zeichnet sich durch konstruktiv besonders einfache Ausbildung und geringen benötigten Bauraum, insbesondere unter der Kabine 8, aus.
  • Ohne die Dämpfer 78 stimmt die Wirkung der Kombinatlon aus den steifen Stäben 64 und den Federn 76 mit der Wirkung der fest eingespannten Blattfeder 32 der ersten und zweiten Ausführungsform überein, so daß in diesem Fall die Anordnung der Dämpfer und der übrigen Federelemente wie bei der ersten oder zweiten >ìsführungsform getroffen werden kann.
  • Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen zwei bis sechs haben die gleiche Wirkung wie die erste Ausführungsform, daß nämlich die Kabine 8 so aufgehängt und geführt ist, daß die Nick- und Wankneigung aufgrund der minimalen Trägheitsmomente um die Nick- und Wankachse äußerst gering ist.
  • Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen können die Federn sowohl als herköinrnliche passive Federn als auch als aktive Federn ausgebildet sein, die hohe inhärente Dämpfung haben und daher Schwingungen vorbeugen und die die Möglichkeit zur Längeneinstellung bieten, was beispielsweise bei den Ausführungsformen gemäß den Figuren 9 bis 12 zur Niveauregulierung der Kabine ausgenutzt werden kann.

Claims (17)

  1. Patentansprüche Nutzfahrzeug mit einem Chassis und einer Kabine, die gefedert und gedämpft vom Chassis getragen wird, gekennzeichnet durch zwei Aufhängepunkte (16) an der Kabine (8), die auf beiden Seiten der Kabine auf einer im wesentlichen quer zur Fahrzeuglängsachse durch den Kabinenschwerpunkt (S) oder nahe diesem verlaufenden Querachse (A) der Kabine liegen, zwei im wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsachse und horizontal verlaufende Schwingen (32, 64), die jeweils an ihrem einen Ende an einem der Aufhängepunkte gelenkig mit der Kabine verbunden sind und an ihrem anderen Ende am Chassis (2) so angebracht sind, daß sich die Aufhängepunkte im wesentlichen nur senkrecht translatorisch bezüglich des Chassis bewegen können, und Federelemente (32, 34, 48, 54, 66, 68, 76) sowie Dämpfungselemente (40, 42, 44, 70, 72, 78), die in senkrecht translatorischer Richtung sowie in Nick- und Wankrichtung der Kabine wirken.
  2. 2. Nutzfahrzeug nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Kugelgelenk zwischen der Kabine (8) und der Schwinge (32, 64) an jedem Aufhängepunkt (16).
  3. 3. Nutzfahrzeug nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Zapfenlager (18) mit einem konzentrischen, zylindrischen Gummi-Metall-Element (22) zwischen der Kabine (8) und der Schwinge (32, 64) an jedem Aufhängepunkt (16).
  4. 4. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß das andere Ende jeder Schwinge (32, 64) hinter dem zugehörigen Aufhängepunkt (16) angeordnet ist.
  5. 5. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Schwingen als Blattfedern (32) ausgebildet sind.
  6. 6. Nutzfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Blattfedern (32) an ihren anderen Enden am Chassis (2) fest eingespannt sind.
  7. 7. Nutzfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Blattfedern (32) an ihren anderen Enden in einen steifen Hebelarm (60) übergehen und schwenkbar am Chassis (2) gelagert sind und daß zwischen jedem steifen Hebelarm und dem Chassis ein doppeltwirkender Zylinder (62) eingesetzt ist.
  8. 8. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Schwingen als steife Stäbe (64) ausgebildet sind, die an ihren anderen Enden am Chassis (2) schwenkbar gelagert sind, und daß zwischen jedem Stab und dem Chassis eine der Schwenkbewegung des Stabes nach unten entgegenwirkende Feder (76) anbeordnet ist.
  9. 9. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 8, gekennzeichnet durch eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende, zwischen der Kabine (8) und dem Chassis (2) wirkende Feder (34) als Federelement zum Abfedern in Nickrichtung.
  10. 10. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 8, gekennzeichnet durch einen in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden, am Chassis (2) gelagerten Stabilisator (48) als Federelement zum Abfedern in Nickrichtung, dessen Enden an der Kabine (8) angelenkt sind.
  11. 11. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 10, gekennzeichnet durch einen in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden, am Chassis (2) gelagerten Stabilisator (54) als Federelement zum Abfedern in Wankrichtung, dessen Enden an der Kabine (8) angelenkt sind.
  12. 12. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen zwischen der Kabine (8) und dem Chassis (2) senkrecht angeordneten Dämpfer (40) sowie zwei von einem Anlenkpunkt (46) am Boden (12) der Kabine (8) schräg nach unten und seitwärts hinten rechts bzw. links zum Chassis verlaufende Dämpfer (42, 44).
  13. 13. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch drei von einem Anlenkpunkt (46) am Boden (12) der Ka- bine (8) schräg nach unten zum Chassis (2) verlaufende Dämpfer (40, 42, 44), von denen einer in Fahrzeuglängsrichtung nach vorn und die beiden anderen schräg nach seitwärts hinten rechts bzw. links verlaufen.
  14. 14. Nutzfahrzeug nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen parallel zu jeder der beiden Federn (76) angeordneten Dämpfer (78), eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende, zwischen der Kabine (8) und dem Chassis (2) wirkende Feder (34) als Federelement zum Abfedern in Nickrichtung sowie einen in Fahrzeuglängsrichtung wirkenden Dämpfer (80) zwischen der Kabine und dem Chassis.
  15. 15. Nutzfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Schwingen als steife Stäbe (64) ausgebildet sind, die an ihren anderen Enden am Chassis (2) schwenkbar gelagert sind.
  16. 16. Nutzfahrzeug nach Anspruch 15, g e k e n n z e .i c h n e t durch zumindest drei Federn (66, 68) und zumindest drei Dämpfer (70, 72), die sämtlich im wesentlichen senkrecht verlaufend am Chassis (2) und an der Kabine (8) angelenkt sind.
  17. 17. Nutzfahrzeug nach Anspruch 15, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die am Chassis (2) schwenkbar gelagerten Enden der Stäbe (64) an einem quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Torsionsstab (74) befestigt sind, daß zwischen der Kabine (8) und dem Chassis (2) zwei im wesentlichen senkrecht verlaufende, in Fahrzeuglängsrichtung Abstand voneinander aufweisende Federn (66) und Dämpfer (70) angeordnet sind -lnd daß zwischen der Kabine und dem Chassis ein im wesentlichen in Querrichtung horizontal verlaufender Dämpfer (76) angeordnet ist.
DE19803000606 1980-01-09 1980-01-09 Nutzfahrzeug mit abgefederten kabine Granted DE3000606A1 (de)

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