DE3000103C2 - Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum- ziehendes Trum und/oder Leertrum -führenden Rollen - Google Patents
Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum- ziehendes Trum und/oder Leertrum -führenden RollenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen
eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum — ziehendes Trum und/oder Leertrum — führenden
Rollen und wenigstens einem zur Anordnung dieser Rollen im Raum dienenden, gehäuseartigen Rollen bock,
zur Verwendung im Untertagebergbau. Eine solche Vorrichtung zum Führen von Zugmitteln bezeichnet
man besonders im Untertagebergbau als Rollenbock, wobei man wiederum zwischen Rollenböcken für die
Zugseite, also zur Finrung des Zugseiltrumes, und Rollenböcken
der Leerseite oder Leerseilseite, unterscheidet, wobei die letzteren das Leerseiltrum führen sollen.
Die Rollen zur Führung der Zugmittel — Zugseilseite und/oder Rücktrumseite (Leerseilseite) — sind in der
Regel an bzw. in einer Tragkonstruktion aus zusammengeschweißten Profileisen angeordnet Diese zumindest
zum Teil gehäuseartige Tragkonstruktion wird oftmals auch als Halter oder Rollenbockhalter bezeichnet und
ermöglicht die geeignete Anordnung der Rollen der Zugseite und der Leerseilseite im Raum, also in der
Regel im Bereich des Hangenden, z. B. neben der Fahrschiene einer Einschienenhäneebahr Dabei ist es auch
vorbekannt, solche Rollenbockhalter über Bockflansche auf der Fahrschiene einer Einschienenhängebahn zu lagern
und am Hangenden abzuspannen.
Zum Stande der Technik zählen auch Konstruktionen, bei welchen die Rollen zur Führung des Zugmitteltrumes
und die Rollen, die das Leerseiltrum führen, an ein und demselben schienenartigen Rollenbockhalter
angeordnet sind. Die Rollen, die das Zugtrum führen, bilden ebenso wie die Rollen, die das Leertrum führen,
jeweils ein Rollenfenster, wobei zur Ermöglichung des Seilarmdurchtritts auf der Zugtrumseite mindestens eine
der hier vorgesehenen Rollen — in der Regel gegen die Rückstellkraft einer Feder — ortsverlagerbar ist.
Von der Anmelderin wurden auch schon Rollenböcke vertrieben, bei denen die ortsverlagerbare Rolle des
Zugseilfensters an einer am Rollenbock über eine Achse schwenkbeweglichen Schwinge gelagert war.
Des weiteren wurden von der Anmelderin Rollenbökke zur Verwendung im Untertagebergbau vertrieben,
bei welchen der gehäuseartige Rollenhalter aus schweren U-Profilabschnitten zusammengeschweißt war.
Nachteilig bei allen bisher bekanntgewordenen Konstruktionen zum Führen von Zugmitteln zur Verwendung
im Untertagebergbau ist zunächst, daß derartige Vorrichtungen bei Reparaturen in der Regel insgesamt
ausgebaut und ins Herstellerwerk transportiert werden müssen.
Dies ist besonders dann notwendig, wenn es infolge von Betriebsstörungen oder durch unsachgemäße Bedienung
zu erheblichen Beschädigungen durch Gegen-
fahren des Zugseilarmes oder von überstehenden Lasten
kommt Da die bisher bekannten Rollenböcke insgesamt starr sind und in der Regel aus einer Schweißkonstruktion
bestehen, kommt es auch dann zu einer oft erheblichen Beschädigung der gesamten Tragkonstruktion
bzw. des gehäuseartigen Rollenhalters, wenn z. B. der Zugseilarm nur gegen eine der Rollen anfährt Dabei
wird ofimah die gesamte Konstruktion verbogen, so daß zunächst erhebliche Arbeiten aufgewendet werden
müssen, um den betreffenden Rollenbock — Zugseilseite und Leerseilseils. — auszubauen, ihn nach Obertage
zu transportieren, zum Herstellerwerk zu bringen und dort zu reparieren, bevor der betreffende Rollenbock
wieder nach Untertage gebracht und dort erneut eingebaut werden kann.
Bei einem Gegenfahren gegen bekannte Vorrichtungen dieser Art besteht aber auch die Gefahr, daß nicht
nur die Rollenböcke selbst beschädigt werden, sondern
wegen der Starrheit solcher Rollenböcke auch erhebliche Beschädigungen an der betreffenden Transportvorrichtung
und/oder deren Antriebsmittel selbst auftreten, so daß bereits vergleichsweise geringfügige Betriebsstörungen
zu erheblichen Reparaturarbeiten und damit zu hohen Kosten Anlaß geben können.
Hinzu kommt daß die relativ schweren und sperrigen, unbequem zu handhabenden bekannten Rollenböcke
wegen ihrer Herstellung aus Profileisen relativ spitze bzw. scharfe Kanten aufweisen, was ihre Handhabung
weiter erschwert
Des weiteren ist auch die Herstellung lohnintensiv, weil zahlreiche Profile von Hand zusammengeschweißt
werden müssen. Dies wiederum erschwert die Reparatur, insbesondere wenn derartige Profile durch Einwirkung
erheblicher Kräfte verbogen sind. Dabei muß man in der Regel den gesamten gehäuseartigen Rollenhalter
austauschen, da sich einzelne Sektionen nicht ohne weiteres ersetzen lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung dei im Oberbegriff des Patentanspruches 1
vorausgesetzten Art zu verbessern. Insbesondere soll es ermöglicht werden, den Anteil der manuellen Arbeiten
durch Übertragung solcher Arbeiten auf Maschinen herabzusetzen, wodurch wiederum eine maschinelle Serienfertigung
ermöglicht werden soll bei Standardisierung der Erzeugnisse. Dabei sollen die vollständig oder
weitgehend maschinell gefertigten Teile einer derartigen Vorrichtung im Baukastensystem weitgehend gegeneinander
austauschbar bzw. vertauschbar sein, z. B. die Gehäuseteile einer solchen Vorrichtung, die auf der
Zugseilseite angeordnet sind auch für die Leerseilseite verwendet werden können, was wiederum die Möglichkeit
eröffnen soll, bei etwaigen Reparaturen bloß die beschädigten Einzelteile gegen neue Teile auszutauschen,
so daß nicht mehr — wie bisher — große und schwere Profile gerichtet oder praktisch alle Teile eines
gehäuseartigen Rollenhalters verschrottet zu werden brauchen. Dabei soll schon in der Konstruktion Vorsorge
getroffen sein, daß bei einem etwaigen Gegenfahren od. dgl. nicht die gesamte Konstruktion verzogen, verbogen
oder sonstwie beschädigt wird, sondern derartige Beschädigungen möglichst nur auf das Teil, gegen das
z. B. gegengefahren worden ist, beschränkt bleiben. Alles in allem wird somit eine Vorrichtung zum Führen
von Zugmitteln zur Verwendung im Untertagebergbau angestrebt, die sich besser auf die Verhältnisse im Untertagebergbau
einrichtei) faßt.
Die Aufgabe wird durch die in Patentanspruch I wiedergegebenen Merkmale gelöst.
Bei Anwendung des Erfindungsgedankens lassen sich Vorrichtungen bzw. Rollenböcke für den Untertagebergbau
fertigen, bei denen der eigentliche gehäuseartige Rollenhalter z. B. aus einem entsprechend zugeschnittenen
bzw. gestanzten Blech durch Pressen und/ oder Tiefziehen einstückig gefertigt werden kann.
Bei dieser Fertigungsmethode lassen sich erforderlichenfalls gleichzeitig oder aber in einem besonderen
Arbeitsgang entsprechend gestaltete und/oder angeordnete
Sicken anformen, so daß z. B. auch Seitenwände mit dem erforderlichen Widerstandsmoment hergestellt
werden können.
Beim Pressen und/oder Tiefziehen werden alle Übergänge
mit sanften Rundungen bzw. Radien ausgeführt so daß spitze bzw. scharfkantige Ecken vermieden werden.
Vielmehr sind die Gehäuseteile dss Rollenbockes in ihren Übergangsbereichen handfreundlich gestaltet so
daß Verletzungen bei späteren Reparaturen nicht möglich sind.
Es ist aber auch möglich, derartige Ro'lenhaher bzw.
Rollenbockgehäuse aus einer Blechabwicklung durch Biegen und/oder Abkanten zu fertigen.
Die so hergestellten Rollenbockgehäuse oder Rollenhalter sind hohlkastenförmig gestaltet Innerhalb dieser
Hohlkastenform lassen sich die erforderlichen Lager und Rollen anordnen. Zum Beipiel ist es möglich, das
gesamte Rollenfenster der Zugtrumseite und/oder der Leerseiltrumseite, bestehend jeweils aus den zugehörigen
Rollen mit Lagern, Achsen usw., als austauschfähige Einheit zu bilden. Infolgedessen läßt sich z. B. das Zugseilfenster
mit allen Rollen und Lagern als austauschfähige und insgesamt zu handhabende Einheit, z. B. mit
einer Schwinge versehen, in den betreffenden Hohlkasten des Rollenhalters ein- und ausbauen.
Es ist aber auch möglich, den Rollenhalter oder das jeweilige Gehäuse-Bauteil des gehäuseartigen Rollenhalters
nach einem Kunststofformungsverfthren herzustellen, z. B. derartige Gehäuse im Spritzgießverfahren
zu fertigen. Auf diese Weise braucht auf die Formgestaltun^
kaum noch Rücksicht genommen zu werden. Vielmehr lassen sich alle Gehäuseformen als relativ preiswerte
Massenartikel fertigen. Dabei kenn es im Bedarfsfalle
angezeigt sein, derartige Rollenhalter bzw. Gehäuse-Baueinheiten mit einer Armierung zu versehen. Zum
Beispiel lassen sich Glasfaser- und/oder Textilbahnen mit einformen. Infolge des geringen spezifischen Gewichtes
derartiger Werkstoffe lassen sich auch relativ große Wandstärken in Kauf nehmen, so daß die mechanische
und/oder dynamische Festigkeit in jedem Falle gewährleistet ist.
Der Erfindungsgedanke läßt sich auch ausführen, wenn <ievartige Rollenhalter oder Gehäuse-Baueinheiten
solcher Rollenbockgehäuse aus Kunststoffblechen gefertigt werden. Derartige Kunststoffbleche weisen als
Armierung dienende Einlagen, ζ .B. aus Glasfasern oder Glasfiber, auf.
Wird ein Kunststofformungsverfahren angewendet, so ist auch die Möglichkeit gegeben, durch Einfärben
den gehäuscartigen Rollenhaltern bzw. Gehäuse-Baueinheiten eine entsprechende Farbgebung. 7. B. in
Warnfarben, zu geben. Auch ist es denkbar, die einzelnen Gehäuse-Baueinheiten mit dauerhaften Kennzeichnungen
zu versehen, was für den späteren Austausch defekter Gehäuse-Baueinheiten von Vorteil sein kann.
6.J Außerdem trägt diese Ausbildung des Rollenhalters
bzw. Rollenbockgehäuses dazu bei, daß z. B. an das Gehäuse für die Zugtrumseite ein ebensolches Gehäuse
oder nur ein Teil eines solchen Gehäuses beispielsweise
nur eine Gehäuse-Bauart, angeordnet werden kann, die
dann zur Aufnahme der Rollen dient, die das Leerseilfenster bilden. Besonders leicht läßt sich in diesem Zusammenhang
der Gedanke verwirklichen, die Gehäuse-Baueinheiten so auszubilden und/oder anzuordnen, daß
eine der Rollen, die das Zugtrumfenster bilden, auch zur Bildung des Leerseilfensters dient.
Durch die Unterteilung des gesamten Gehäuses eines Rollenbockes wird im Falle des Ausbaus und/oder von
Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten auch die Handhabungssicherheit vergrößert und eine leichte Handhabung
durch z. B. nur eine Person gewährleistet.
In den Patentansprüchen 2 bis 9 sind vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben.
Die Abwicklung, aus der das jeweilige Rollenbockteil hergestellt werden kann, kann z. B. nur an einigen wenigen
Stellen oder überhaupt keine Schweißnähte aufweisen, die etwaige Spalten überdecken sollen. Es ist aber
auch möglich, die Abwicklung so zu gestalten, daß nach dem Abkanten und/oder Pressen der Abwicklung keine
Schweißarbeiten mehr durchzuführen sind.
Werden die gehäuseartigen Rolienböcke auf der Zugtrumseite
getrennt, so können die dadurch gebildeten Gehäuseteile aneinander angeordnet, z. B. zusammengeschraubt
und/oder über eine Sollbruchstelle miteinander verbunden sein.
Gehäuseteile der Rollenböcke oder Gehäuse Baueinheiten können jeweils austauschbar und untereinander
auch vertauschbar ausgebildet sein.
Vorteilhaft ist ferner, daß bei der Erfindung in einfacher Weise auch das Leerseilfenster unmittelbar an den
Gehäuseteilen für das Zugseilfenster angeordnet werden kann, und zwar mit den gleichen Konstruktionsteilen,
die auch für den Aufbau des Rollenbockes für das Zugtrum dienen.
Dabei können Gehäuseteile oder Gehäuse-Baueinheiten des erfindungsgemaßen Rollenbockes auch mit
Ausnehmungen und/oder AusKröpfunger. zum Anordnen von Abspannungen versehen sein. Derartige Auskröpfungen
oder Abspannungen lasser, sich beim Fertigen im Spritzgießverfahren odei Gußverfahren besonders
leicht anformen.
Im Falle von Reparaturen sind bei Anwendung der
Erfindung auch Irrtümer beim Einbau neuer Teile ausgeschlossen, zumal alle Gehäuseteile bzw. Gehäuse-Baueinheiten
des erfindungsgemäßeTi Rollenbockes untereinander vertauschbar sind, Sw daß sich eine geringe
Lagerhaltung ergibt.
Vorteilhaft ist ferner, daß erfindungsgemäße Rollenböcke ein hohes Widerstandsmoment bei geringem Gewicht
aufweisen. Außerdem sind die Sollbruchstellen in einen Bereich hineinzuverlegen, wo eine Trennung in
einzelne Baugruppen sowieso vorgesehen ist, so daß sich Einzelteile bei Beschädigungen leicht austauschen
lassen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen
veranschaulicht Es zeigt
F i g. 1 eine als Vierrollenbock ausgebildete Vorrichtung
zum Führen eines Seiltrums auf der Zugseite in der Seitenansicht,
F i g. 2 den aus F i g. 1 ersichtlichen Rollenbock mit geöffnetem Rollenfenster,
F i g. 3 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeils X in Fig. i, und zwar mit Ansicht auf die geöffneten Flansche,
F i g. 4 eine weitere Ausführungsform, und zwar ebenfalls einen Vierroilenboclc zur Verwendung auf der
Zugtrumseite,
F i g. 5 eine weitere Ausführungsform, mit geöffnetem Rollenfenster,
Fig. 6 eine Ansicht in Richtung des Pfeils Vin Fig. 4,
und zwar mit Ansicht auf die geöffneten Flansche,
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform in der Seitenansicht mit einem zusätzlichen Rollenfenster für das Leerseil auf der Lastseite und
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform in der Seitenansicht mit einem zusätzlichen Rollenfenster für das Leerseil auf der Lastseite und
F i g. 8 abermals eine weitere Ausführungsform.
In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf ίο Vorrichtungen zum Führen von als Seile ausgebildeten Zugmitteln veranschaulicht, die insbesondere zum Antrieb von üblicherweise im Untertagebergbau eingesetzten Transporteinrichtungen, z. B. Einschienenhängebahnen, dienen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf ίο Vorrichtungen zum Führen von als Seile ausgebildeten Zugmitteln veranschaulicht, die insbesondere zum Antrieb von üblicherweise im Untertagebergbau eingesetzten Transporteinrichtungen, z. B. Einschienenhängebahnen, dienen.
In Fig. 1 bis 3 ist eine Vorrichtung bzw. ein Rollenbock veranschaulicht, die bzw. der auf der Zugtrumseite
einer z. B. als Einschienenhängebahn ausgebildeten Transporteinrichtung angeordnet ist, wobei mit dem
Bezugszeichen 1 das zur Führung des nicht dargestellten Zugtrums dienende Zugseilfenster bezeichnet ist,
das bei der dargestellten Ausführungsform durch vier Rollen gebildet ist, und zwar durch zwei mit Abstand
zueinander angeordnete seitliche Rollen 2 und 3, die in der Zeichnungsebene um jeweils eine vertikale Achse 4
?> bzw. 5 in beiden Richtungen drehbar sind, und durch
zwei in senkrechter Ebene mit Abstand übereinander angeordneten Rollen 6 und 7. Die Rollen 6 und 7 sind
jeweils um eine in der Zeichnungsebene horizontal verlaufende Achse 8 bzw. 9 in beiden Richtungen drehbar.
Wie insbesondere Fig. 1 erkennen läßt, sind die vier Rollen 2,3,6 und 7 möglichst spaltfrei mit ihren Randbereichen
zueinander angeordnet, damit das Seil sicher in dem Zugseilfenster 1 geführt ist, wozu auch noch die
Form der Rollen selbst beitragen kann.
Die seitliche Rolle 3 ist an einer etwa U-förmigen oder kreisabschnittsförmigen Schwinge 10 angeordnet,
wie F i g. 3 erkennen läßt, isi die Schwinge 10 in der aus
Fig.3 ersichtlichen Seitenensicht ebenfalls U-förmig
ausgebildet und mit ihren U-Schenkeln (Fig.3) um in
der Zeichnungsebene horizontal verlaufende Achsen 11 bzw. 12 in Fig. 1 auf- und abschwenkbar gegen die
Rückstellkraft einer Druckfeder 13 gelagert. Fig.2
zeigt die Auslenkung der Schwinge 10 mit der daran befestigten Rolle 3 nach oben, so daß ein nicht dargesteliter
Seilarm durch den somit gebildeten Spalt 14 zwischen den beiden Rollen 3 und 7 hindurchzutreten
ve 'mag. Nach dem Durchgang des Seilarmes kehrt die Schwinge 10 mit der Rollt 3 wieder in ihre aus F i g. 1
ersichtliche Lage zurück, so daß das Zugseilfenster 1 wiederum vollkommen geschlossen ist
Auch die Rolle 6 ist bei dieser Ausführungsform an der Schwinge 10 angeordnet und wird beim Seilarmdurchgang
(F i g. 2) um ein begrenztes Maß nach oben seitlich verlagert
Wie F i g. 1 bis 3 erkennen lassen, weist diese Vorrichtung bzw. dieser Rollenbock 15 einen gehäuseartigen
Rollenhalter auf. F i g. 1 und 2 lassen außerdem erkennen, daß dieser gehäuseartige Rollenhalter in der aus
F i g. 1 und 2 ersichtlichen Seitenansicht etwa die Form eines U oder L mit unterschiedlich langen Schenkeln 16
bzw. 17 besitzt Man kann diese Form auch als liegendes L ansehen.
Der eir>e: obere, im Bereich des nicht dargestellten
Hangenden neben einer Fahrschiene 18 angeordnete Schenkel 16 besteht bei der dargestellten Ausführungsform
aus zwei Gehäuseteilen 19 bzw. 20, die jeweils durch zwei diametral einander gegenüberliegende Flansche
spaltdicht miteinander verbunden sind. In F i g. 1
und 2 sind lediglich die beiden Flansche 21 und 22 dargestellt, allerdings läßt F i g. 3 für das Gehäuseteil 20 auch
den auf der anderen Gehäuseseite angeordneten Flansch 23 und dessen Befestigungsbohrungen erkennen.
Dem Flansch 22 des Gehäuseteils 19 ist auf der diametral gegenüberliegenden Seite ein ebensolcher
Flansch« jugeordnet, so daß die aus F i g. 3 erkennbaren
Befestigungsbohrungen sämtlicher Flansche miteinander fluchten und hier z. B. Schraubbolzen oder Scherstifte
hindurchgeführt werden können.
Mit den Bezugszeichen 24 und 25 sind Lager für die Druckfeder 13 bezeichnet, während die Bezugszeichen
26 und 27 öffnungen für die Anordnung einer nicht dargestellten Abspannung dieses Rollenbockes bezeichnen.
Das Gehäuseteil 19 ist außerdem auf diametral einander gegenüberliegenden Seiten mit je einer großen
Längssickc versehen, vor. denen aus Fig.! und 2 allerdings
nur die Längssicke 28 erkennbar ist, die das Widerstandsmoment dieser Gehäuse-Baueinheit wesentlich
erhöht.
Auch das Gehäuseteil 20 weist solche Längssicken auf diametral einander gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses
auf, wobei F i g. 1 und 2 wiederum nur die Längssicke 29 erkennen lassen. Etwa im Abstand von einem
Drittel der Längssickenlänge werden beide Längssicken jeweils rechtwinklig zu ihrer Längsachse von einer
Quersicke 30 durchdrungen, die gewissermaßen ringförmig auch über die Oberseite dieses Gehäuseteils 20 verläuft
'v:r i g. 3) und auf der jeweils gegenüberliegenden
Gehäuseseite in die dort befindliche Längssicke, z. B. 29, einmündet. Auf diese Weise wird die Stabilität dieses
Gehäuseteils 20 erheblich erhöht. Mit 31 ist eine Montageklaue bezeichnet, die materialmäßig einstückig mit
dem Gehäuseteil 19 verbunden ist und einen Bockflansch 32 hintergreift, der durch Schweißnähte 33 auf
dem Oberflansch 34 der Fahrschiene 18 befestigt ist und sich somit auf dieser abstützt.
Auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Gehäuseteils 20 sind Verstärkungsplatten 35 und 36 zur Lagerung
der Achsen 11 und 12 der Schwinge 10 aufgeschweißt.
Auch innen sind auf diametral einander gegenüberliegenden Seiten des betreffenden Gehäuses derartige
Verstärkungsplatten 37 und 38 angeschweißt.
Wie F i g. 3 erkennen läßt, sind die Gehäuseteile 19 und 20 in einem senkrecht zu deren Längsachsen geführten
Querschnitt hohlkastenförmig ausgebildet und besitzen in diesem Querschnitt etwa rechteckförmige
Gestalt mit an ihrer geschlossenen Oberseite abgerundeten Kantenbereichen. Nach innen, das heißt in Richtung
auf das Zugseilfenster 1 hin, sind alle Gehäuse-Baueinheiten offen ausgebildet
Auch der nach unten weisende, senkrechte Schenkel des Gehäuseteils 20, in dem die seitliche Rolle 2 gelagert
ist, besitzt diesen Querschnitt mit dem Unterschied, daß bei dieser Baueinheit keine Sicken dargestellt sind.
Selbstverständlich ist es aber möglich, auch diese Gehäuse-Baueinheit
mit Längs- und/oder Quersicken zu versehen, wie dies im Zusammenhang mit den Gehäuseteilen
19 und 20 veranschaulicht und beschrieben wurde.
Weiterhin ist es denkbar, mehr als eine Längssicke auf jeder Seite der Gehäuse-Baueinheiten vorzusehen und/
oder mehr als eine Quersicke anzuordnen. Auch brauchen
die Quersicken nicht unbedingt die Längssicken zu durchdringen oder in diese überzugehen. Vielmehr können
die Sicken im Abstand voneinander enden und/oder auch kreuzweise verlaufen.
Bei der Ausführungsform nach den Ansprüchen I bis 3 besteht der gesamte gehäuseartige Rollenbock 15, also
die beiden Gehäuseteile 19 und 20, jeweils material· mäßig einstückig aus Blech. Diese Gehäuseteile 19 und
20 sind zu diesem Zweck durch Pressen und/oder Tiefziehen aus Blech von z. B. 6 bis 8 Millimetern Wanddikke
jeweils in einem Arbeitsgang hergestellt, allerdings bis auf die aufgeschweißten Verstärkungsplatten 35 bis
38 für die Achsen 11 und 12 der Schwinge 10 die nachträglich aufgeschweißt sind.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 befindet sich an den Befestigungsstellen der Flansche 21, 22, 23
und an dem nicht aus der Zeichnung ersichtlichen Flansch mindestens eine Sollbruchstelle, so daß z. B.
beim unbeabsichtigten Gegenfahren gegen diese Vorrichtung das betreffende Teil gewollt abbricht und z. B.
auf das Liegende fällt, so daß es nicht mehr von der Transportvorrichtung, z. B. dem Seilarm einer Einschienenhängebahn,
mitgenommen und gegen einen darauffolgenden Rollenbock geschlagen werden kann.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 ist das gesamte Rollenkreuz, bestehend aus den vier Rollen 2,3,
6 und 7, der Schwinge 10 und ihren Achsen 11 und 12, als austauschfähige Einheit in das aus den Gehäuseteilen 19
und 20 gebildete hohle Gehäuse — in der Zeichnungsebene gesehen — von unten eingesetzt und kann auch
in ebensolcher Weise wieder aus diesem Gehäuse nach unten insgesamt herausgenommen werden, wenn die
entsprechenden Befestigungsmittel gelöst worden sind.
Auf diese Weise läßt sich z. B. das gesamte Rollenkreuz
als eine Baueinheit austauschen, was bei schnellen Reparaturen von Vorteil sein kann.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 4 sind für Teile,
die der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 entsprechen, gleiche Bezugszeichen verwendet, so daß nachfolgend
nur auf die Unterschiede abgestellt werden kann. Die Ausführungsform nach Fig.4 unterscheidet sich von
der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 im wesentlichen dadurch, daß das Gehäuseteil 20 der vorbeschriebenen
Ausführungsform in drei Gehäuseteile 39, 40 und 41 unterteilt ist. Die Gehäuseteile 39, 40 und 41 sind mit
zueinander gerichteten Flanschen versehen, von denen aus F i g. 4 nur die Flansche 42 43,44 und 45 zu erkennen
sind. Auf der nicht dargestellten, diametral gegenüberliegenden Gehäuseseite sind ebensolche Flansche vorgesehen.
Alle Flansche besitzen mehrere Bohrungen, die jeweils mit den Bohrungen des gegenüberliegenden
Flansches der anderen Gehäuse-Baueinheit fluchten, so daß geeignete Befestigungsmittel, z. B. Schraubbolzen,
Paßstifte oder Scherbolzen hindurchgesteckt werden können. Zum Beispiel sind die Flanschpaare 42 und 43
durch Scherbolzen miteinander verbunden, so daß beim Gegenfahren gegen den unteren Teil des Rollenbockes
diese Gehäuse-Baueinheiten zusammen mit dem RoI-lenkreuz und der Schwinge 10 nach unten herabfallen
können und weitere Beschädigungen der darüberliegenden Vorrichtungsteile und insbesondere des in Fahrtrichtung
folgenden Rollenbockes ausgeschlossen sind. Zusätzlich oder stattdessen können auch die Flansche
44 und 45 und die auf deren Gehäuseseite liegenden Flansche über Sollbruchstellen bzw. Scherbolzen miteinander
verbunden sein, so daß bereits hier der gewollte Bruch eintritt, wenn z. B. mit überstehender Last
od. dgL gegen den Rollenbock angefahren wird.
Ein weiterer Unterschied der Ausführungsform nach F i g. 4 zur Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 besteht
darin, daß die Gehäuseteile 19,39 und 40 aus Kunststoffblechen
mit eingelagerten Glasfaserverstäxkungen be-
stehen. Es steht dem jedoch nichts im Wege, diese Gehäuseteile materialmäßig einstückig aus Blechen tiefzuziehen
und/oder in einem Arbeitsgang zu pressen, selbstverständlich wiederum bis auf die angeschweißten
Verstärkungen, d'e im Falle der Herstellung von Kunststoffteilen durch angespritzte oder angeformte Teile gebildet
werden können.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 5 sind wiederum für Teile gleicher Funktion entsprechende Bezugszeichen
der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 verwendet. Die Ausführungsform nach Fig.5 unterscheidet sich
von der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 dadurch, daß das Gehäuseteil 20 in die beiden Gehäuse-Baueinheiten
46 und 47 unterteilt wurde. Diese beiden Gehäuse-Baueinheiten 46 und 47 sind wiederum durch Flansche
ohne Spalt miteinander gekuppelt. Die Flansche sind wiederum auf diametral einander gegenüberliegenden
Seiten paarweise angeordnet. Von diesen Flanschen sind aus F i g. 5 nur die beiden Flansche 48 und 49 erkennbar.
Der Flanschverbindung können geeignete Sollbruchstellen, insbesondere Scherstifte, zugeordnet
sein, so daß bei einer übermäßigen Beanspruchung z. B. die Gehäuse-Baueinheit 47 gewollt abbrechen und mit
hierin befindlichen Teile nach unten auf das Liegende fallen kann.
In F i g. 5 ist das Zugseilfenster 1 geöffnet dargestellt.
Ein weiterer Unterschied zu der Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3 besteht noch darin, daß die Gehäuse-Baueinheiten
der Ausführungsform nach Fig.5 sämtlich im Spritzgießverfahren aus Kunststoff, insbesondere
aus Polyamid oder Polyurethan, hergestellt wurden.
Wenn in den Anmeldungsunterlagen von Kunststoffen die Rede ist, so sind damit Kunststoffe gemeint, die
den Anforderungen im Untertagebetrieb genügen, also im ausreichenden Maße antistatische Eigenschaften besitzen,
nicht brennbar, sondern mindestens flammwidrig sind, ozonbeständig sind, ausreichende Quellbeständigkeit
und Beständigkeit gegen aggressive Wässer, öle und Fette aufweisen.
F i g. 6 läßt deutlich die Anordnung von Scherstiften als Sollbruchstellen 50 ucd 51 zwischen den Gehäuse-Baueinheiten
46 und 47 erkennen.
Auch bei der Ausführungsform nach F i g. 7 sind wiederum für Teile gleicher Funktion die gleichen Bezugszeichen wie bei der Ausführungsform nach F i g. 5 verwendet
Die Ausführungsform nach F i g. 7 weist gegenüber allen anderen vorbeschriebenen Ausführungsformen
mehrere erfinderische Besonderheiten auf. Zunächst ist an das Gehäuseteil 39 ein ebensolches Gehäuseteil
39a angeflanscht Zu diesem Zweck sind die aus Fig.7 ersichtlichen Bohrungen fluchtend angeordnet
und hier geeignete Befestigungsmittel, z. B. Scherstifte als Sollbruchstellen, angeordnet
Es können aber auch sonstige geeignete Befestigungselemente, z. B. normale Schrauben, hier angeordnet
und befestigt sein. Das Gehäuseteil 39a stimmt somit äußerlich identisch mit dem Gehäuseteil 39 überein, so
daß diese Teile vertauschbar sind und nur eines der Teile am Lager gehalten zu werden braucht Auf eine
Besonderheit wird nachfolgend noch eingegangen.
Mit dem Gehäuseteil 39a ist ein Gehäuseteil 40a über Flansche verbunden, die den Flanschen 42 und 43 des
Gehäuseteils 40 entsprechen. Demgemäß stimmt auch das Gehäuseteil 40a identisch mit dem Gehäuseteil 40
überein, so daß diese Bauteile ebenfalls vertauschbar sind und nur eines der Teile am Lager gehalten zu werden
braucht Durch die Anordnung der Gehäuseteile 39a und 40a kann eine Führung zur Schaffung des Leerseiles,
also des Rucktrumes, gebildet werden, wobei der Rollenbock für die Führung des Leerseiles unmittelbar
an dem Rollenbock zur Führung des Zugtrums angeordnet ist. Eine Rolle 52 zur Führung des Leertrumes ist in
dem Gehäuseteil 39<> angeordnet. Zu diesem Zweck
braucht in dem Gehäuseteil 39a lediglich ein Winkel 53 angeordnet, z. B. eingeschraubt zu werden, wo die Rolle
52 gelagert ist. Dies ist der einzige Unterschied des Gehäuseteils 39a gegenüber dem Gehäuseteil 39, so daß
ίο das Gehäuseteil 39 leicht auf das Gehäuseteil 39a umgerüstet
werden kann.
Mit 54 ist wiederum eine seitliche Rolle zur Führung des Leerseiles mit vertikaler Drehachse bezeichnet,
während 55 wiederum eine Rolle mit horizontaler Drehachse darstellt die parallel zur Drehachse der Rolle 5?
verläuft. Die vierte Rolle, also die zweite seitliche Rolle, die das Leerseilfenster 56 begrenzt, ist eine der .seitlichen
Rollen 2, die auch des Zugs<?'!f<?nster' Hilden.
Selbstverständlich können auch alle anderen Ausführungsformen, die vorstehend Deschrieben wurden, auf der Rücktrumseite vorgesehen werden, was auch für die Ausbildung und Anordnung etwaiger Sicken und Sollbruchstellen gilt. Zum Beispiel können zwischen den Flanschen, an denen die Gehäuseteile 39a und 40a zusammengeflanscht sind, ebenfalls Sollbruchstellen, z. B. Scherstifte, vorgesehen werden, die bei Überschreitung einer vorbestimmten Beanspruchung abgeschert werden bzw. abbrechen, so daß das untere Gehäuseteil 40a und gegebenenfalls die damit zusammenhängenden Rollen seitlich und/oder nach unten wegklappen oder abfallen und keine größeren Beschädigungen hier mehr entstehen können.
Selbstverständlich können auch alle anderen Ausführungsformen, die vorstehend Deschrieben wurden, auf der Rücktrumseite vorgesehen werden, was auch für die Ausbildung und Anordnung etwaiger Sicken und Sollbruchstellen gilt. Zum Beispiel können zwischen den Flanschen, an denen die Gehäuseteile 39a und 40a zusammengeflanscht sind, ebenfalls Sollbruchstellen, z. B. Scherstifte, vorgesehen werden, die bei Überschreitung einer vorbestimmten Beanspruchung abgeschert werden bzw. abbrechen, so daß das untere Gehäuseteil 40a und gegebenenfalls die damit zusammenhängenden Rollen seitlich und/oder nach unten wegklappen oder abfallen und keine größeren Beschädigungen hier mehr entstehen können.
Auf eine andere Besonderheit ist ebenfalls hinzuweisen: Das Gehäuseteil 19 kann bei den Ausführungsformen
nach F i g. 4, 5 und 7 auch für die Gehäuseteile 41, 47,40,40a verwendet werden. In diesem Falle ist es z. B.
möglich, diese Gehäuseteile identisch auszubilden, so daß sie vertauschbar sind. Im Bedarfsfalle brauchen lediglich
die Verstärkungen für die Lagerung der Schwingenachsen 11,12 angeschweißt oder in sonstiger Weise
angeformt bzw. befestigt zu werden. Auch ist es möglich, die Montageklaue 31 für alle Fälle mit anzuformen,
da sie z. B. bei den Gehäuseteilen 40,40a, 41 und 47 nicht stört Dadurch wird die Lagerhaltung weiter vereinfacht.
Außerdem wird die Anzahl der Werkzeuge verringert und eine relativ preiswerte Massenfabrikation
erleichtert Auf diese Weise erhält man einen Bausatz der vielfältig vertauschbar ist
Fig.8 läßt erkennen, daß das Gehäuseteil 19 auch
so losgelöst von der Ausführungsform nach F i g. 7 als Gehäuse für die Anordnung von Rollen eines Leerseiltrumes
dienen kann. Bei der Ausführungsform nach F i g. 8 ist das Gehäuseteil materialmäßig einstückig als Kunststoff-Spritzgießteil
hergestellt
Sofern in den Anmeldungsunterlagen Herstellungsverfahren wie Pressen und/oder Tiefziehen erörtert
wurden, so sind darunter auch solche Verfahren zu verstehen, die neuerdings unter dem Begriff »Hochleistungsumformung«
beschrieben werden. Derartige Umformungsverfahren wurden in früheren Zeiten durch
Explosionsumformung erzielt neuerdings aber durch Kombination geeigneter Schaltungen mit Pneumatik-
und/oder Hydraulikpolstern. Solche Verfahren sind z. B. aus der DE-OS 28 18 008, DE-OS 27 33 399 und aus der
DE-AS 26 00 948 vorbekannt.
Die genannten Verfahren, die zum Gebiet der sogenannten Hochleistungsumformtechnik zählen, ermöglichen
z. B. eine Umformung von Blechen im Dickenbe-
11
reich von 5 bis 15 Millimetern, vorzugsweise von etwa 6
bis 8 Millimetern Stahlblech, innerhalb weniger Milliseiiunden.
Zum Beispiel dauert ein gesamtes Lastspiel zur Herstellung einer Gehäuse-Baueinheit nur etwa "* Millisekunden.
Die betreffende Gehäuse-Baueinheit verläßt das Gesenk vollständig fertig. Es braucht nicht nachgearbeitet
zu werden, es sei denn, es würde für zweckmäßig gehalten, an der einen oder anderen Stelle Verstärkungsbleche
zur Anordnung von Lagern anzuordnen und/oder Löcher vorzusehen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise
auch Gehäuse-Baueinheiten auf pulvermetallurgischem Wege herstellen, beispielsweise durch isostatisches
Pressen, indem zunächst durch einen Vorpreßvorgang das Pulver verdichtet, anschließend kurz
entlüftet und darauf durch Hochleistungsumformung innerhalb weniger Millisekunden das betreffende Gehäuseteil
geformt wird.
Bei den Ausführungsformen nach F i g. 1 bis 6 und 8 verlaufen Las seile und Leerseil auf verschiedenen Seiten
der Fahrschiene 18. Zu diesem Zweck können bei den Ausführungsformen nach F i g. 1 bis 6 und 8 Genäuseteile
19 mit z. B. 2 Rollen, die ein Leerseilrollenfenster bilden, auf der einen Seite der Fahrschiene, z. B. ebenfalls
üb^T Bockflansche 32 auf dem Oberflansch 34 der
Fahrschiene 18, angeordnet werden, während die Zugseilfenster die aus F i g. 1 bis 6 ersichtliche Ausbildung
erhalten können.
Demgegenüber befinden sich bei der Ausführungsform nach F i g. 7 Leerseil und Lastseil auf ein und der-
selben Seite der Fahrschiene 18.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
35
40
45
50
55
to
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum — ziehendes
Trum und/oder Leertrum — führenden Rollen und wenigstens einem zur Anordnung dieser Rollen im
Raum dienenden, gehäuseartigen Rollenbock, zur Verwendung im Untertagebergbau, dadurch
gekennzeichnet, daß der gehäuseartige Rollenbock (15) oder die miteinander verbundenen, den
gehäuseartigen Rollenbock (15) bildenden Gehäuseteile (19, 20) jeweils hohlkastenförmig ausgebildet
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem gehäuseartigen Rollenbock (15) wenigstens eine Sollbruchstelle (50, 51) zugeordnet
ist oder daß die Gehäuseteile (19 bzw. 20) an einer Stelle oder «n mehreren Stellen durch jeweils eine
SoHbruchsterte (5Q bzw. 51) miteinander verbunden
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäuseartige Rollenbock
(15) oder die den gehäuseartigen Rollenbock bildenden Gehäuseteile (19,20) mehrere bekannte Versteifungssicken
(28, 30) und/oder bekannte Versteifungsrippen aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspmch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der gehäuserinige Rollenbock (15) oder die den gehäuseartigen
Rollenbock (15) bildenden Gehäuseteile (19, 20) auf der Seite des ziehenden Trums aus
zwei Gehäuseteilen (19, M) gebildet ist bzw. sind, die
an einer etwa senkrechten Trt.mebene über dem Zugseilfenster (1) über Flansche (21.22) und Befestigungselemente
lösbar miteinander verbunden sind, derart, daß das eine Gehäuseteil (20) etwa eine U-
oder L-förmige Gestalt aufweist, dessen über dem Zugseilfenster (1) angeordneter Schenkel auf gegenüberliegenden
Seiten des betreffenden Gehäuseteils (20) die Flansche (21) aufweist, die mit Flanschen (22V
korrespondieren, die an einem hier befestigten, an einer Fahrschiene (18) — gegebenenfalls mittelbar
— angeordneten Rollenbockhalterteil befestigt sind, der das andere Gehäuseteil (19) bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Schenkel des Gehäuse
teils (20) nochmals unterteilt ist und aus mindestens zwei über Flansche (48, 49) miteinander verbundenen
Gehäuseteilen (46,47) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das eine, oberhalb des Zugseilfensters (1) befindliche Gehäuseteil (20) des gehäuseartigen Rollenbockes
(i5) auf seiner dem Leertrum zugekehrten Seite Befestigungsflansche
zum lösbaren Befestigen wenigstens eines ebensolchen gehäuseartigen Rollenbokkes
(15) oder eines ebensolchen Gehäuseteils (39a) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich an dem dem Leertrum zugekehrten
Gehäuseteil (39a^ein vertikales, parallel zu dem einen U- oder L-Schenkel verlaufendes Gehäuseteil
(40a,} lösbar anschließt und daß dieses Gehäuseteil (40a) einem Gehäuseteil (40) am Zugseilfenster (1)
des ziehenden Trums und/oder einem anderen Gehäuseteil (19) des Rollenbockes auf der Seite des
ziehenden Trums entspricht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Gehäuseteile des Rollenbocks (15) sowohl für das ziehende Trum als auch für das Leertrum ein
Baukastensystem bilden und untereinander austauschbar sind.
9. Verrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäuseartige Rollenbock (15) bzw. die Gehäuseteile
(19,20) im wesentlichen nur an ihren jeweils nach innen, in Richtung auf das betreffende Rollenfenster
weisenden Seiten offen ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803000103 DE3000103C2 (de) | 1980-01-03 | 1980-01-03 | Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum- ziehendes Trum und/oder Leertrum -führenden Rollen |
| BE0/202631A BE885924A (fr) | 1980-01-03 | 1980-10-29 | Dispositif pour guider un moyen de traction |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803000103 DE3000103C2 (de) | 1980-01-03 | 1980-01-03 | Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum- ziehendes Trum und/oder Leertrum -führenden Rollen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3000103A1 DE3000103A1 (de) | 1981-07-09 |
| DE3000103C2 true DE3000103C2 (de) | 1986-04-24 |
Family
ID=6091493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803000103 Expired DE3000103C2 (de) | 1980-01-03 | 1980-01-03 | Vorrichtung zum Führen eines Zugmittels mit mehreren das jeweilige Zugmitteltrum- ziehendes Trum und/oder Leertrum -führenden Rollen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE885924A (de) |
| DE (1) | DE3000103C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3834116A1 (de) * | 1987-11-04 | 1989-05-24 | Scharf Gmbh Maschf | Anordnung zur fuehrung eines zugseils |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3321309A1 (de) * | 1983-06-13 | 1984-12-13 | Muckenhaupt GmbH, 4320 Hattingen | Vorrichtung zum allseitigen fuehren eines eine zweischienenhaenge- oder standbahn betreibenden zugseiles |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2225895A1 (de) * | 1972-05-27 | 1973-12-13 | Krampe & Co | Vorrichtung fuer an ein zugseil angeschlossene einschienenhaenge- bzw. -standbahn des untertagebetriebes zur fuehrung des zugseiles der bahn |
| DE2600948C3 (de) * | 1976-01-13 | 1984-04-19 | Knäbel, Horst, Ing.(grad.), 4005 Meerbusch | Krafteinheit als Arbeitsorgan, z.B. für Pressen zum Formgeben, Verdichten usw. |
| DE2733399C2 (de) * | 1977-07-23 | 1983-04-14 | Horst Ing.(grad.) 4005 Meerbusch Knäbel | Krafteinheit als Arbeitsorgan, z.B. für Pressen zum Formgeben, Verdichten usw. |
| DE2818008A1 (de) * | 1978-04-25 | 1979-11-08 | Knaebel Horst | Vorrichtung fuer die umformtechnik zum erzeugen einer schlagartigen belastung oder verformung (arbeitsphase) - jeweils innerhalb weniger millisekunden oder innerhalb von bruchteilen davon - eines zu bearbeitenden und/oder zu verformenden koerpers und steuerung |
-
1980
- 1980-01-03 DE DE19803000103 patent/DE3000103C2/de not_active Expired
- 1980-10-29 BE BE0/202631A patent/BE885924A/fr not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3834116A1 (de) * | 1987-11-04 | 1989-05-24 | Scharf Gmbh Maschf | Anordnung zur fuehrung eines zugseils |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3000103A1 (de) | 1981-07-09 |
| BE885924A (fr) | 1981-02-16 |
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