DE307844C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
- D05C7/06—Special-purpose or automatic embroidering machines for embroidering festoons
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, bei der Herstellung einer den Stoff einfassenden Naht durch einen besonderen
Fänger die zur Nahtbildung dienenden Fadenschleifen zu vom Stoffrand abstehenden
Schleifen auszuziehen. Die zu diesem Zweck dienenden bekannten Anordnungen besaßen gewöhnlich zwei starr miteinander
verbundene Fadenvorleger, die einen besonderen zusätzlichen Faden quer zur eigentliehen
Naht legen, der dann von der aus dem Nähfaden und dem Greiferfaden gebildeten
Naht schleifenartig festgenäht wurde und die der Stoffkante zunächst liegenden Schleifen zu
einer über die Kante überstehenden Schleife ausgezogen wurden. Hierdurch wurde an der
Stoffkante eine ununterbrochene Kette von vorstehenden Schleifen gebildet.
Im Gegensatz hierzu soll die Vorrichtung nach der Erfindung dazu dienen, aus den die
Naht bildenden Fäden der Nadeln oder der Greifer von Zeit zu Zeit eine einzelne Schleife
zum Picot auszuziehen. Das geschieht dadurch, daß aus der Naht durch einen besonderen
Fänger einzelne Schleifen beim Nähen zum Zweck der Picotbildung zurückgehalten werden. Hierdurch entsteht eine Naht, bei
der nach Belieben nur jede zweite, dritte oder folgende Schleife über den Stoffrand gezogen
und zur Picotschleife geformt wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Stoffrand innerhalb der
Saumstiche nach innen umgefaltet wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt;
es zeigen Fig. 1 die neue Vorrichtung mit dem benähten Werkstück von oben, Fig. 2 das
Werkstück von unten, Fig. 3 und 4 schematisch die neue Naht nach Fig. 1, Fig. 5 eine
abweichende Ausführungsform der neuen Naht von oben, Fig. 6 schematisch die Naht nach
Fig. 5, Fig. 7 eine Naht gemäß Fig. 1 mit umgefalteter Stoffkante, Fig. 8 eine dritte
Ausführungsform von oben mit den Werkzeugen, Fig. 9 in schematischer Darstellung
die Naht nach Fig. 8, Fig. 10 eine etwas abweichende Ausführungsart der Naht.
Die in Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsform des Picotsaumes wird aus zwei Fäden,
einem Nadelfaden 1 und einem Greiferfaden 2 an der Kante eines Stoffstücks 7 hergestellt. 5«
An dem Nadelfaden werden Schleifen 3 gebildet, welche an "den Punkten 4 durch den
Stoff 'hindurchgeführt (Fig. 2) und nach der Stoffkante hin gezogen werden. Der Greiferfaden
bildet Schleifen 5, welche durch die zugehörenden, von dem Nadelfaden gebildeten
Schleifen geführt sind. Die Greiferfadenschleifen werden hierbei auf der Oberseite des
Stoffes flach gelegt und die Nadelfadenschleife geht durch sie nach unten. Diese Fadenverbindung
ist für Zweifädensaummaschinen allgemein gebräuchlich und bedarf hier keiner
näheren Erläuterung.
Die Nadel ist in Fig. 1 mit N, der Greifer mit L und der Fänger zum Ausziehen der
Picotschleifen mit S bezeichnet. Mit der
Nadel, dem Greifer und dem Fänger wirkt noch ein Spreizer R zusammen, welcher die
Schleife zurückhält. Die Bewegung des Spreizers R ist derart zeitlich geregelt, daß er
nur jede dritte Nadelfadenschleife zurückhält. Er hält die Nadelfadenschleife, wenn der
Stich festgezogen wird, derart zurück, daß sie erweitert in die Breite gezogen wird, wie bei 6
in Fig. ι ersichtlich. Diese erweiterte Schleife 6 steht nach Fertigstellung der Naht über die
Stoff kante in deren Ebene vor (Fig. 4). Auf diese Weise wird ein Picotsaum nach Fig. 1
bis 4 gebildet.
In Fig. 5 und 6 ist ein etwas abweichender Picotsaum gezeigt, bei dem der Spreizer R
statt einer Nadelfadenschleife eine Greiferfadenschleife 7 auszieht. Auch hier wird nur
jede dritte Schleife ausgezogen, jedoch kann auch hier die Entfernung der einzelnen Picotschleifen
eine mehr oder weniger große Anzahl von. Stichen betragen. Eine Änderung
der Entfernung kann dadurch erreicht werden, daß man die Bewegung des Spreizers zeitlich
entsprechend anders regelt.
In Fig. 7 ist eine dritte Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der die Kante
des Stoffes bei F1 umgefaltet ist. Diese Umfaltung
der Stoffkante wird von den Stichreihen vollständig eingeschlossen.
' Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere abgeänderte Ausführungsform der Erfindung insofern, als
die Naht aus drei Fäden gebildet wird. Der Nadelfaden 1 wird in eine Reihe von Schleifen
3 gelegt, welche durch den Stoff hindurch-
• geführt sind. Auf der unteren, Seite des Stoffes wird ein Unterfaden 8 in eine Reihe
von Schleifen gelegt, welche durch die zugehörigen Nadelfadenschleifen hindurch und
nach der Kante des Stoffes geführt werden, wo der vom Greifer L geführte Faden 2 in
eine Reihe von Schleifen gelegt ist, von denen jede durch eine Schleife in dem Unterfaden 8
gelegt ist; der Greiferfaden 2 verläuft auf der Oberseite des Stoffes und wird durch den
Nadelfaden, wie an der Hand der Fig. 1 beschrieben, befestigt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung (Fig. 8) wird an Stelle des
Fängers 5 ein zweiter den Faden 8 führender Greifer X1 verwendet, und die Bewegung des
Spreizers R ist zeitlich so geregelt, daß er mit dem Greiferfaden 8 des Greifers L1 in Eingriff
kommt. Der Spreizer erweitert die Schleifen und bildet aus ihnen die Picotschleifen 9, in
dem gezeigten Beispiel bei jedem dritten Stich. Diese Entfernung der Schleifen voneinander
kann natürlich, wie oben erwähnt, geändert werden.
Ih Fig. 10 ist eine Naht angegeben, deren
Picotschleifen ähnlich wie in Fig. 8 und 9 angeordnet sind, jedoch mit dem Unterschied,
daß die Spannung der Fäden geändert ist, so daß die Nadelfadenschleifen nach der Stoffkante
gezogen werden und der Faden, aus welchem die Picotschleifen gebildet werden, vollständig längs der Stoffkante verläuft. Es
ist ersichtlich, daß der andere Greiferfaden wie bei dem Zweifadenstich gewünschtenfalls
ausgezogen werden kann, um vorspringende Schleifen zu bilden.
Claims (2)
1. Vorrichtung an Nähmaschinen zur Herstellung von Picot-Saumnähten, dadurch
gekennzeichnet, daß die Greiferfäden mit den Nadelfaden in der beim Saumstich
gebräuchlichen Weise gebunden werden, daß aber durch einen besonderen Schleifenfänger
jede zweite, dritte oder folgende Schleife eines dieser Fäden über den Stoffrand gezogen und zur Picotschleife
geformt wird.
2. Saumnaht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffrand innerhalb
der Saumstiche nach innen umgefaltet ist.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR482042T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE307844C true DE307844C (de) |
Family
ID=8903614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT307844D Active DE307844C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE307844C (de) |
| FR (1) | FR482042A (de) |
-
0
- DE DENDAT307844D patent/DE307844C/de active Active
-
1916
- 1916-06-15 FR FR482042A patent/FR482042A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR482042A (fr) | 1917-02-13 |
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