DE3049139A1 - Verfahren und vorrichtung zum stillsetzen einer offenend-rotorspinnvorrichtung - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum stillsetzen einer offenend-rotorspinnvorrichtungInfo
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- D01H4/04—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
- D01H4/08—Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor
- D01H4/12—Rotor bearings; Arrangements for driving or stopping
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Description
P + Gm 80/642
Verfahren und Vorrichtung zum Stillsetzen einer Offenend-Rotorspinnvorrichtung
Die vorliegende"Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stillsetzen
einer Offenend-Rotorspinnvorrichtung, wobei der im Betrieb in dem durch frei drehbare Stützrollen gebildeten Keilspalt gelagerte
und von einem Tangentialriemen gegen die Stützrollen gedruckte und angetriebene Schaft des Rotors nach dem Abheben
des Tangentialriemens von den Stützrollen wegbewegt und gegen als Stützlager ausgebildete Anschläge gedrückt und abgebremst
wird, sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
Aus der DE-AS 25 25 435, von der die Erfindung ausgeht, ist es bekannt, das Stillsetzen des Rotors einer Offenend-Spinnvorrichtung
dadurch zu bewirken, daß zunächst der Tangentialriemen, der im laufenden Betrieb den Schaft des Rotors in den durch frei
drehbare Stützrollen gebildeten Keilspalt drückt, vom Schaft abgehoben und danach der Schaft von den Stützrollen wegbewegt
und gegen als Stützlager ausgebildete Anschläge gedrückt wird. Die bekannte Vorrichtung sieht für diesen Stillselzvorgang einen
um eine Achse schwenkbaren Hebel vor, der eine den Schaft aufnehmende
Auflage mit einem Bremsbelag sowie eine Riemenabheberolle trägt. Damit ist ein schnelles und schonendes Stillsetzen des
Rotors in vorbestimmter, von der Bedienungsperson nicht beeinflußbarer Aufeinanderfolge des Trennens des Tangentialriemens und des
Bremsvorganges möglich. Als nachteilig hat sich jedoch erwiesen, daß bei der Wiederinbetriebnahme der Vorrichtung nach einer nur
kurzen Stillstandszeit, beispielsweise für das Beheben eines Fadenbruches, der Schaft auf die sich drehenden Stützrollen
aufgesetzt wird und diese dabei stoßartig abbremst. Die Kunst-
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stoffbeläge der Stützrollen und der Schaft sind dadurch einem
starken und zudem ungleichmäßigen Verschleiß ausgesetzt, der bei nicht rechtzeitigem, kostenaufwendigem Ersatz dieser Teile den
Rundlauf des Rotors und damit die Spinnqualität beeinträchtigen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig dadurch gelöst, daß nach dem Wegbewegen des Schaftes von den Stützrollen eine Bremskraft auf
die Achsen der Stützrollen aufgebracht wird.
Damit werden sowohl der Schaft als auch die Stützrollen schnell und schonend stillgesetzt, so daß eine schonende Inbetriebnahme
der Vorrichtung auch nach kurzer Stillstandszeit möglich ist.
Ein annähernd gleichzeitiger Stillstand der Stützrollen und des wesentlich schneller als diese rotierenden Schaftes wird dadurch
erreicht, daß das Aufbringen der Bremskraft auf die Stützrollen nach dem Aufbringen der Bremskraft auf den Schaft erfolgt. Dadurch,
daß eine einzige Kraft zeitlich nacheinander zum Abbremsen des Schaftes und der Stützrollen aufgeteilt wird, wird eine
definierte gewünschte Bremskraft auf den Schaft und die Stützrollen aufgebracht.
Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens mit einem um eine Achse schwenkbaren Hebel, der eine den Schaft aufnehmende Auflage
mit einem Bremsbelag sowie eine Riemenabheberolle aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage elastisch am Hebel
angeordnet ist, und daß der Hebel Bremsbacken trägt, die nach dem Andrücken des Schaftes an die Anschläge unter Überwindung der
Kraft einer Feder gegen die Achsen der Stützrollen drückbar sind.
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ORSGlNAL !MSPECTED
Eine gute Führung der Auflage und gleLchmäßige Anlage ihres
Bremsbelages am Schaft wird dadurch erreicht, daß die Feder U-förmig ist. Zweckmäßig sind die Bremsbacken auf einer gemeinsamen
Halterung befestigt. Dadurch, daß die Halterung pendelnd am Hebel gelagert ist, können sich die Bremsbacken selbst zentrieren
und üben einen gleichmäßigen Druck auf die Achsen der Stützrollen aus.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der beigefügten
Zeichnung erläutert, die eine Rotorlagerung im Querschnitt mit den erfindungswesentlichen Teilen zum Stillsetzen der Spinnvorrichtung
zeigt.
Der horizontal angeordnete Schaft 1 eines Offenend-Spinnrotors (nicht gezeigt) ist im laufenden Betrieb in bekannter Weise in
einem durch zwei im Abstand voneinander angeordneten Stützrollenpaaren gebildeten Keilspalt gelagert und wird durch ein (nicht
sichtbares) Axiallager in axialer Richtung gesichert. Nur das hintere, dem Axiallager benachbarte Stützrollenpaar 3, 4 mit
zugehörigen Achsen 30, 40, die an jedem Ende eine drehfest mit ihnen verbundene Stützrolle tragen und auf einer Lagerplatte 2
drehbar gelagert sind, ist in der Zeichnung zu sehen. Der Antrieb des Schaftes 1 erfolgt durch einen Tangentialriemen 5, der mittels
einer Spannrolle (nicht gezeigt) gegen den Schaft 1 gedrückt wird, so daß der Schaft 1 im laufenden Betrieb durch den Tangentialriemen
5 im Keilspalt der Stützrollenpaare in radialer Richtung fixiert ist. Dabei läuft der Schaft, dessen Durchmesser
erheblich geringer als der der Stützrollen ist, mit einer um ein Mehrfaches höheren Drehzahl als die Stützrollen um, beispielsweise
mit einer achtfach höheren Drehzahl. Dem Schaft 1 ist ein ortsfester Anschlag 6 und ein weiterer Anschlag in Nähe des
Spinnrotors zugeordnet, die den Schaft in einem vorbestimmten, dem zulässigen Abhebeweg des Schaftes entsprechenden Abstand
ringförmig umgeben und als Stützlager ausgebildet sind.
Die Vorrichtung zum Stillsetzen der Spinnvorrichtung enthält einen Hebel 7, der auf einer ortsfest auf der Lagerplatte 2
angeordneten Achse 70 schwenkbar gelagert ist. An dem Hebel 7 sind eine Riemenabheberolle 72 und eine mit einem Bremsbelag
versehene Auflage 73 für den Schaft 1 befestigt. Die Auflage 73 ist jedoch nicht starr am Hebel 7 angeordnet, sondern elastisch
mittels einer Feder 74. Im Ausführungsbeispiel ist die Feder 74
eine U-förmig gebotene Blattfeder, deren einer Schenkel mit dem
Hebel 7 fest verbunden ist und deren anderer Schenkel die Auflage 73 trägt. Anstelle einer U-förmigen Feder kann gegebenenfalls
auch eine Blattfeder mit nur einem Schenkel vorgesehen werden, der einseitig am Hebel 7 eingespannt ist und an seinem freien
Ende die Auflage 73 trägt, oder auch eine Druckfeder. Der U-förmigen Feder wird jedoch der Vorzug gegeben, das sie gegenüber
anderen Federformen eine bessere Führung der Auflage 73 und eine gleichmäßige Anlage ihres Bremsbelages über seine ganze Länge am
Schaft 1 gewährleistet.
Am Hebel 7 ist ferner eine Halterung 8 in Art einer Waage angeordnet,
die um einen ortsfesten Zapfen 80 pendeln kann und für
jede der beiden drehfest mit den Stützrollen verbundenen Achsen 30 und 40 einen Bremsbacken 81 und 82 aufweist. Dabei sind die
Bremsbacken 81 und 82 in einem solchen Abstand von den Achsen 30 und 40 angeordnet, daß sie erst nach dem Wegbewegen des Schaftes
1 von den Stützrollen 3, 4 zum Aufbringen einer Bremskraft in Kontakt mit den Achsen 30, 40 kommen. Vorzugsweise wird die
Bremskraft auf die Achsen 30 und 40 der Stützrollen aufgebracht, nachdem auf den Schaft 1 durch Anlage an den Anschlag 6 und den
in Nähe des Spinnrotors befindlichen Anschlag eine Bremskraft aufgebracht wurde.
Der Hebel 7 wird durch eine arretierbare Zugstange 9 in der in der Zeichnung gezeigten Bereitschaftsstellung gehalten, aus der
ihn eine Feder 90, deren Federkraft größer als die der Feder 74 ist, zu ziehen versucht.
-5-
ORIGINAL INSPECTED
Zum Stillsetzen wird die Arretierung der Zugstange 9 gelöst, so daß der Hebel 7 durch den Zug der Feder 90 um die Achse 70
schwenkt. Dadurch hebt zunächst die zwischen der Achse 70 und der Auflage 73 angeordnete Riemenabheberolle 72 den Tangentialriemen
5 vom Schaft 1 ab. Anschließend wird der Schaft 1 mittels der Auflage 73 aus dem Keilspalt der Stützrollen herausgehoben
und gegen den Anschlag 6 sowie den in Nähe des Spinnrotors befindlichen Anschlag gedrückt. Dadurch wird ein durch die Kraft
der Feder 90 bestimmter Bremsdruck auf den Schaft ausgeübt und seine Drehzahl entsprechend herabgesetzt. Nach dem Wegbewegen des
Schaftes von den Stützrollen, vorzugsweise nach dem Aufbringen der Bremskraft auf den Schaft, wird eine Bremskraft auf die
Achsen 30, 40 der Stützrollen ausgeübt, indem die durch die Feder 90 bewirkte Schwenkbewegung des Hebels 7 fortgesetzt wird. Dies
erfolgt unter Überwindung der Kraft der Feder 74. Die Bremsbacken 81 und 82 werden damit gegen die Achsen 30 und 40.gedrückt und
üben ihre Bremswirkung bis zum Stillstand der Achsen und damit der Stützrollen aus, während der Bremsdruck der Auflage 73 auf
den Schaft 1 andauert. Dabei bewirkt die pendelnde Lagerung der Halterung 8, daß sich die Bremsbacken selbst zentrieren gleichmäßig
auf beide Achsen 30 und 40 drücken. Die auf die Achsen und den Schaft 1 ausgeübte Bremskraft hat eine definierte Größe, da
als einzige Kraft für deren Stillsetzen die Kraft der Feder 90 verwendet und diese zeitlich nacheinander zum Abbremsen des
Schaftes und der Stützrollen aufj',0 Li; i 11 wird.
Die Erfindung ermöglicht damit auf einfache Weise ein schnelles und schonendes Stillsetzen des Schaftes und der Stützrollen.
Nach Beheben eines Fadenbruches oder anderweitiger Tätigkeiten, die eine nur kurze Stillstandszeit der Vorrichtung erfordern,
wird der stillstehende Schaft in den Keilspalt der ebenfalls stillstehenden Stützrollen eingelegt, so daß ein praktisch verschleißfreier
Wechsel von der Ruhelage in die Betriebslage erfolgt.
ORiGiNAL INSPECTED
Leerseite
Claims (7)
1. Verfahren zum Stillsetzen einer Offenend-Rotorspinnvorrichtung,
wobei der im Betrieb in dem durch frei drehbare Stützrollen gebildeten Keilspalt gelagerte und von einem Tangentialriemen
gegen die Stützrollen gedruckte und angetriebene Schaft des Rotors nach dem Abheben des Tangentialriemens von
den Stützrollen wegbewegt und. gegen als Stützlager ausgebildete Anschläge gedrückt und abgebremst wird, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Wegbewegen des Schaftes von den Stützrollen eine Bremskraft auf die Achsen der Stützrollen aufgebracht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen der Bremskraft auf die Stützrollen nach dem Aufbringen
der Bremskraft auf den Schaft erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Kraft zeitlich nacheinander zum Abbremsen des
Schaftes und der Stützrollen aufgeteilt wird.
4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, mit einem um eine Achse schwenkbaren Hebel, der eine
den Schaft aufnehmende Auflage mit einem Bremsbelag sowie eine Riemenabheberolle aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auflage (73) elastisch (74) am Hebel (7) angeordnet ist, und daß der Hebel (7) Bremsbacken (81, 82) trägt, die nach dem
Andrücken des Schaftes (1) an die Anschläge (6) unter Überwindung der Kraft einer. Feder (74) gegen die Achsen (30, 40) der
Stützrollen (3, 4) drückbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (74) U-förmig ist.
-2-
INSPECTED
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsbacken (81, 82) auf einer gemeinsamen Halterung (8) befestigt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (8) pendelnd am Hebel (7) gelagert ist.
Priority Applications (8)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19803049139 DE3049139A1 (de) | 1980-12-24 | 1980-12-24 | Verfahren und vorrichtung zum stillsetzen einer offenend-rotorspinnvorrichtung |
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| FR (1) | FR2496711B1 (de) |
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