DE3048764C2 - Vorrichtung zum Entfernen radioaktiver Feststoffteilchen aus Naßgas - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen radioaktiver Feststoffteilchen aus NaßgasInfo
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- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
- G21F9/00—Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
- G21F9/02—Treating gases
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Description
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ofen (U) als Zwischenabschnitt der Leitungsanordnung (10) vorgesehen ist, wobei die
Feststoff-Gas-Trennfilter (16) in dem Ofen (11) angeordnet
sind, und die Wellenleitung (14) mit dem Ofen (11) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feststoff-Gas-Trennfilter (6; 16) aus einem Material hergestellt sind, das die Mikrowellen
durchläßt.
Die Erfindung betrifft eine Vcrichtung zum Entfernen
radioaktiver Feststoffteilchen aus Naßgas mit in einer Leitungsanordnung angcordf Men Feststoff-Gas-Trennfiltern.
Eine derartige aus »Proceedings of the International Conference on the Peaceful Uses of Atomic Energy«
BdIX, P/571 (1955) Seite 727-735 bekannte Vorrichtung
dient insbesondere zum Reinigen von kontaminierten Gasen, die beim Trocknen, Verdampfen, Destillieren
von radioaktive Substanzen enthaltenden Lösungen beispielsweise bei der direkten Denitrierung und der
Behandlung von analytischen Ablaufflüssigkeiten erzeugt werden.
Die Verwendung von Feststoff-Gas-Trennfiltern zum Entfernen der radioaktiven Feststoffteilchen aus einem
Naßgas, wie es bei der obigen bekannten Vorrichtung der Fall ist, hat jedoch den Nachteil, daß die Filter sehr
schnell verstopfen und dadurch die Vorrichtung unbenutzbar wird.
Aus der DE-OS 27 28 469 ist es weiterhin bekannt, zum Verfestigen von radioaktiven Feststoffteilchen zu
lagerfähigen Massen, die in einer Flüssigkeit suspendierten radioaktiven Feststoffteilchen auf einem Anschwemmfilter
gefrierzutrocknen, wobei die zum Verdampfen der Flüssigkeit erforderliche Verdampfungswärme durch Mikrowellen zugeführt wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht demgegenüber darin, die Vorrichtung der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß das Verstopfen der Trennfilter vermindert ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß ein Mikrowellengenerator zur Verdampfung
von Feuchtigkeitskondensat in den Trennfiltern über eine Wellenleitung mit der Leitungsanordnung verbunden
ist, und in der Wellenleitung eine Abschirmplatte aneeordnet ist. welche die Mikrowellen durchtreten
läßt, aber ein Ausbreiten von Komponenten des Naßgases
verhindert
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Trennfilter durch Mikrowellen erwärmt, so daß das daran
kondensierte Feuchtigkeitskondensat verdampft wird und dadurch ein Verstopfen der Trennfiiter aufgrund
des Feuchtigkeitskondensats vermieden wird.
Vorzugsweise ist ein Ofen als Zwischenabschnitt der Leitungsanordnung vorgesehen, wobei die Feststoff-Gas-Trennfilter
in dem Ofen angeordnet sind und die Wellenleitung mit dem Ofen verbunden ist.
Die Feststoff-Gas-Trennfilter können insbesondere aus einem Material hergestellt sein, das die Mikrowellen
durchläßt
Im folgenden werden anhand der Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 in einer schematischen Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entfernen von radioaktiven Feststoffteilchen aus
Naßgas und
F i g. 2 eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entfernen von radioaktiven Feststoffteilchen aus
Naßgas.
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind ein innerhalb
eines geschlossenen Raumes, z. B. einer Handschuhbox 1, angeordneter Verdampfer 2 und ein außerhalb des
geschlossenen Raumes 1 angeordneter Mikrowcllcngcnerator 3 durch eine Wellenleitung 4 verbunden, in der
eine Abschirmplatte 5 angeordnet ist, die eine Ausbreitung von Komponenten des Naßgases verhindert. Die
Abschirmplatte 5 besteht aus einem Material, das Mikrowellen gut leitet und einen hohen Korrosionswiderstand
hat, wie z. B. aus einem Fluor enthaltenden Harz, Silikonharz, Glas oder Keramik, und das verhindern
kann, daß radioaktive Feststoffteilchen in den Mikrowellengenerator 3 gelangen, während gleichzeitig die
vom Mikrowellengenerator 3 kommti.den Mikrowellen
hindurchgehen können. Ein Feststoff-Gas-Trennfiltcr 6 ist zwischen dem Verdampfer 2 und der Abschirmplatlc
5 angeordnet. Der Filter 6 besteht aus einem Material, das Mikrowellen durchläßt, wie z. B. aus einem Glas
enthaltenden Asbest Eine Abgasleitung 7 liegt zwischen dem Filter 6 und der Abschirmplatte 5 und führt zu einer
nicht dargestellten Abgasbehandlungsanlage.
Der Verdampfer 2 wird mit einer Lösung, einem Schlamm oder einem ähnlichen Material 8 beschickt.
so das erhitzt werden soll, um ein Naßgas zu erzeugen, das
radioaktive Feststoffteilchen enthält. Der Mikrowellengenerator 3 erzeugt Mikrowellen mit einer Frequenz
von z. B. 915 MHz oder 2450 MHz, die auf das Material 8 im Verdampfer 2 über die Abschirmplatte 5 und den
Filter 6 einwirken. Dadurch wird das Material 8 verdampft und es wird ein Naßgas erzeugt, das über den
Filter 6 in die Abgasleitung 7 strömt. Der Abschnitt der Wellenleitung 4 im Bereich des Filters 6, der vom Verdampfer
2 zur Abgasleitung 7 verläuft, dient auch als Gasleitung. Das Feuchtigkeitskondensat am Filter 6, das
die Hauptursache für ein Verstopfen des Filters 6 darstellt, wird durch die Mikrowellen erhitzt und verdampft,
so daß verhindert wird, daß sich das Filter 6 zusetzt. Es kann eine Anzahl von Filterstufen je nach
dem Grad der Verunreinigung der zu behandelnden Gase verwandt werden.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung hat den Vorteil, daß sein Aufbau als Ganzes
sehr vereinfacht ist, da die Erwärmung des Filters 6 und
die Erwärmung des Materials 8 im Verdampfer 2 gleichzeitig über einen einzigen Mikrowellengenerator 3 erfolgen
können.
Das in Fig.2 dargestellte Ausführungsbeispiel der
Erfindung eignet sich zur Verwendung bei einer Anlage, bei der die Quelle des Naßgases, das die radioaktiven
Feststoffteilchen enthält, sich an einer entfernt liegenden Stelle befindet In F i g. 2 ist ein Ofen 11 in einem
Zwischenabschnitt einer Gasleitung 10 angeordnet, die eine nicht dargestellte Abgasquelle und eine nicht dargestellte
Abgasbehandlungsanlage verbindet Das Feststoff-Gas-Trennfilter 16 ist gleich dem Filter 6 in F i g. 1
und im Ofen 11 angeordnet Der Ofen 11 ist mit einem
Mikroweliengenerator 13 über eine Welienleitung 14 verbunden, in der eine Abschirmplatte 15 angeordnet
ist, die ein Eintreten von Verunreinigungen verhindert.
Bei dei;i Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2 können
zwei Filter 16 an der Einlaßseite bzw. der Auslaßseite im Ofen 11 angeordnet sein, wobei die Wellenleitung 14 mit
dem Ofen ! 1 an einer Stelle zwischen den beiden Filtern 16 verbunden, ist.
Das Kondensat am Filter 16 wird durch die Mikrowellen erhitzt und verdampft, so daß ein unerwünschtes
Zusetzen des Filters 16 vermieden wird. Eine Zuführung von Zusatzluft kann erforderlichenfalls über Zuleitungsrohre 12 erfolgen. Falls es notwendig ist, kann der Filter
16 aus einem Material, das eine hohe Beständigkeit gegenüber chemischen Stoffen hat, beispielsweise aus
Glasfaser enthaltendem Asbest bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
60
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Entfernen radioaktiver Feststoffteilchen aus Naßgas mit in einer Leitungsanordnung
angeordneten Feststoff-Gas-Trennfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß
— ein Mikrowellengenerator (3; 13) zur Verdampfung von Feuchtigkeitskondensat in den Trennfiltern
(6; 16) Ober eine Wellenleitung (4; 14) mit der Leitungsanordnung (2, 4, 7; 10) verbunden
ist, und
— in der Wellenleitung (4; 14) eine Abschirmplatte
(5; 15) angeordnet ist, welche die Mikrowellen durchtreten läßt, aber ein Ausbreiten von Komponenten
des Naßgases verhindert
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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