DE3048468A1 - "trainingsgeraet zum abfangen von stoessen bei kampfsportarten" - Google Patents
"trainingsgeraet zum abfangen von stoessen bei kampfsportarten"Info
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät zum Abfangen von
Stößen bei Kampfsportarten, uiie beispielsweise beim Kontakt-Karate.
Bei derartigen Kampfsportarten dienen als Angriffs- und Verteidigungsmittel
im wesentlichen Schläge und Stöße mit der Faust und mit dem Fuß, wobei Fußstöße, angesetzt durch einen
Drehsprung, mit erheblicher Wucht auf den Körper des Gegners auftreffen können. Entsprechende Messungen haben.dabei schon
Stoßkräfte von bis zu 1000 kp ergeben.
Um derartige Stöße optimal anbringen und auch abwehren zu können, ist es erforderlich, daß diese Stöße unter möglichst realistischen
Bedingungen trainiert werden, ohne daß sich dabei noch ungeübtere Partner Schäden zufügen. Bisher war es daher
oft üblich, aktive Schläge und Stoße an einem Sandsack zu üben, was jedoch den Nachteil hat, daß ein derartiger Sandsack relativ
statisch ohne realistische Gegenreaktion ist. Wesentlich ist jedoch, daß auch der Gegner übt, sich auf solche Stöße
einzustellen und auch die zum Abfangen derartiger Stöße erforderliche Standkraft zu erlangen. Es war jedoch bisher ein entsprechendes
geeignetes Mittel zum schadlosen Abfangen und Mildern dieser Stöße - außer einer eventuellen Polsterung gefährdeter
Körperpartien- nicht bekannt,,
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Trainingsgerät
zu schaffen, das bei einfacher Handhabung einen optimalen Schutz beider am Kampfsport beteiligten Sportler gewährleistet,
und zwar ein Gerät, das neben einer einfachen
Herstellung auch eine lange Lebensdauer aufweist, ohne daß es in seiner Funktion nachläßt oder schadhaft wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist daher erfindungsgemäß vorgesehen,
daß dieses Trainingsgerät aus einem frei vor dem Körper des Sportlers zu haltenden Körperschutzkissen besteht, das angenähert
quaderförmig ausgebildet ist und einstückig aus Polyurethan-Integralschaum besteht, bei dem auf beiden Stirnseiten
im Bereich jeweils beider Schmalseitenkanten je eine Griffmulde in den quaderförmigen Grundkörper eingelassen ist.
Mit einem derartigen Körperschutzkissen, das leicht vor dem Körper gehalten werden kann, werden alle auf den Körper zielenden
Schläge und Stöße sicher aufgefangen, ohne daß es auch bei ungeübteren Sportlern zu Verletzungen käme.
Zweckmäßig ist es dabei, wenn das Körperschutzkissen eine zentral durchgehende, in die Stirnseiten ausmündende Ausnehmung
mit angenähert ellip-tischem Querschnitt aufweist. Dadurch wird
vermieden, daß kräftige Stöße durch das Kissen hinduxchgeleitet werden und sich noch auf den Körper des Haltenden auswirken,
da die auftreffenden Kräfte jetzt seitlich in die Randzonen des Körperschutzkissens abgeleitet werden.
Für eine optimale Größe des Körperschutzkissens sollen sich Länge : Breite : Dicke angenähert wie 3:2:1 verhalten, wodie
Länge etwa 40 bis 50 cm betragen kann. Dementsprechend sollen
sich die Querschnittsachsen auf etwa 0,3 bis 0,5 der Breite bzw. der Dicke des Körperschutzkissens erstrecken.
Für eine bessere Abstützung des Körperschutzkissens ist es ferner zweckmäßig, wenn die dem Körper des haltenden Sportlers zugewandte
Flachseite geringfügig konkav gewölbt ist. Ferner sollte die außenlisgende Flachseite des Kissens an seinen Längsseiten
schräg angefast sein.
Zur einfacheren Halterung des Körperschutzkissens ist es ferner zweckmäßig, wenn im Bereich der Griffmulden nach außen
führende Durchbrüche zur Aufnahme und Festlegung eines Trägerbandes
eingelassen sind. Damit kann das Körperschutzkissen um den Hals des Sportlers gehängt werden, so daß es rucksackartig
vor dem Körper des Trägers hängt.
Zur besseren Halterung des KÖrperschutzkissens sollten die
Griffmulden nach außen gerichtete Hinterschneidungen aufweisen, um die Finger besser anlegen zu können. Es ist aber auch
möglich, daß die Ausnehmungen der Griffmulden nach außen zu den Schmalseiten durchgehend ausgebildet sind derart, daß die
stehenbleibenden seitlichen Kanten der Stirnseiten als Griffleisten dienen.
An Hand einer schematischen Zeichnung sind Aufbau und Wirkungsweise
eines Ausführungsbeispiels nach der Erfindung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein Körperschutzkissen in seiner Gesamtheit in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 2 eine Aufsicht auf eine der Stirnseiten und Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Körperschutzkissen entsprechend
der SchnittlinieIII-innach Fig. 2.
Das in den Figuren insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 versehene Körperschutzkissen besteht aus einem einstückig ausgeschäumten
Formteil aus einem weichen Polyurethan-Integralschaum. Der wesentliche Vorteil eines derartigen Integralschaumes besteht
in seiner geschlossenen Oberflächenhaut, die während des Schäumvorganges als verdichtete Randzone entsteht, die sandwichartig
in den zelligen Kern übergeht. Die dabei vorhandene regelmäßige molekulare Vernetzung bewirkt eine außergewöhnlich
hohe Elastizität. Bei einer Verformung bzw. einem Aufprall
nimmt der Polyurethan—Integralschaum die kinetische Energie
auf und stellt sich nach Entlastung völlig in seine ursprüngliche Form zurück. Dies wird dadurch erreicht, daß durch die
geschlossene Zellstruktur und die nicht richtungsorientierten Zellwände sich ein Luftkissen—Bremseffekt einstellt, der eine
Absorption der Stöße und eine optimale Rückfederung gewährleistet. Die massive, dichte Haut des Formteils, die sandwichartig
in den zelligen Kern übergeht, entsteht bei dem formgeschäumten Werkstück in einem Arbeitsgang aus demselben
Material.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht das Körperschutzkissen aus einem in etwa quaderförmigen Grundkörper 1 won etua 40 bis
50 cm Länge. Die dem zu schützenden Sportler zugeujandte Flachseite
2 ist leicht konkav gewölbt, um ein besseres Anliegen am Körper zu gewährleisten, während die außenliegende Flachseite
3 eben ist und nur an den Längsseitenkanten schräge Anfasungen 4 und 5 aufweist.
Die beiden Stirnseiten 6 und 7 weisen die gleiche Ausgestaltung auf und sind in der Mähe ihrer Schmalseitenkanten mit
insgesamt 4 Griffmulden 10, 11, 12 und 13 versehen, die - wie
insb. aus Fig. 3 ersichtlich - nach außen zu den Schmalseiten 8 und 9 gerichtete Hinterschneidungen 14 bis 17 aufweisen, um
eine bessere Griffmöglichkeit für die das Kissen 1 haltenden Hände zu gewährleisten. Zusätzlich gehen von den Griffmulden
10 bis 13 horizontale oder schräg geneigte Durchbrüche 18,19, 20 und 21 aus, durch die ein in Fig. 1 cheinatisch angedeutetes
Halteband 22 gezogen werden kann, mit dem das Körperschutzkissen 1 dem Sportler umhängbar ist.
Um die Fähigkeit des Körperschutzkissens zur Stoßabsorption
zu erhöhen und um zu vermeiden, daß kräftige Stöße trotz der
relativ dicken Polsterung und des sehr elastischen Materials
auf den Körper des haltenden Sportlers durchschlagen, weist das Körperschutzkissen eine zentrale, durchgehende Ausnehmung
23 auf, die an den Stirnseiten 6 und 7 offen ist. Dadurch wird bei auf die Außenfläche 3 auftreffenden Stoßen nur das äußere
Kissenteil 24 nach innen durchgebogen und federt anschließend zurück, während die Stoßkräfte seitlich um die Ausnehmung 23
herum in die massiven Seitenbereiche des Körperschutzkissens abgeleitet u/erden· Diese zusätzliche Stoßabsorption ist besonders
wichtig, da auftreffende Stöße, insbesondere mit dem Fuß aus Drehsprüngen, Kräfte bis zu 1000 kp aufweisen können. Derart
massive Kräfte würden bei kompakter Ausbildung des Körperschutzkissens aus Vollschaum bis auf den Körper des Sportlers
durchschlagen.
Um einen ausreichenden Körperschutz zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, wenn sich bei einer Länge des Körperschutzkissens
von etwa AO bis 50 cm Länge : Breite : Dicke wie etwa 3:2:1
verhalten und die Querachsen der Ausnehmung 23 etwa 0,3 bis 0,5 der Breite bzw· der Dicke des Körperschutzkissens betragen.
Neben einer Verstärkung der Schutzwirkung durch die Ausnehmung 23 tritt damit auch eine Gewichtsersparnis auf, so
daß das Körperschutzkissen etwa 3 bis 4 kg wiegt»
Beim Einsatz wird dasKÖrperschutzkissen im allgemeinen an den diagonal entgegengesetzten Griffmulden gehalten; so kann beispielsweise
die linke Hand des Sportlers in die Griffmulde 12 links oben und die rechte Hand in die Griffmulde 10 rechts
unten eingreifen. Zusätzlich kann das Körperschutzkissen 1 über das um den Hals des Sportlers gelegte Halteband 22 gehalten
werden, so daß es dann rucksackartig vor dem Körper hängt.
Das erfindungsgemäße Körperschutzkissen stellt somit ein ideales Trainingsgerät für alle Sportler von Kampfsportarten dar,
die mit Händen, Fäusten und/oder Füßen kämpfen, wie beispielsweise
beim Kontakt-Karate bis hin zum herkömmlichen Boxsport. Mit dem Kissen können aktive Schläge und Stöße optimal geübt
werden, wobei der passive Trainingsgegner weitgehend geschützt ist, gleichzeitig aber realistische Bewegungsreaktionen und
die erforderliche Standfestigkeit auch bei sehr harten Schlägen
und Stoßen üben kann.
Darüberhinaus hat es sich noch als vorteilhaft erwiesen, wenn
das gesamte Formstück aus Polyurethan-Integralschaum trotz seiner relativ dichten Oberfläche noch mit einem elastischen
Lack überzogen wird, um auch die kleinsten Poren der Oberfläche zu schließen. Damit wird neben einem besseren Finish
verhindert, daß sich Schmutz oder· Schweiß an der Oberfläche
festsetzen können. Das Körperschutzkissen kann dann durch einfaches Abwaschen leicht gereinigt werden und ist somit
stets einsatzbereit.
Claims (10)
- Patentansprüche[1 ,J Trainingsgerät zum Abfangen won Stoßen bei Kampfsportarten, uiie insbesondere Kontakt-Karate, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem frei vor dem Körper des Sportlers zu haltenden Körperschutzkissen (1) besteht, das angenähert quaderförmig ausgebildet ist und einstückig aus Polyurethan-Integralschaum besteht, und bei dem auf beiden Stirnseiten (6,7) im Bereich jeweils beider Schmalseitenkanten je eine Griffmulde (10,11,12,13) in den quaderförmigen Grundkörper (1) eingelassen ist.
- 2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine zentral durchgehende, in die Stirnseiten (6,7) ausmündende Ausnehmung (23) mit angenähert elliptischem Querschnitt aufweist·
- 3. Trainingsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich seine Länge : Breite : Dicke angenähert wie 3:2:1 verhalten.
- 4. Trainingsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsachsen der Ausnehmung (23) etwa 0,3 bis 0,5 der Breite bzw. der Dicke des Körperschutzkissens (1)
betragen. - 5. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß'die dem Körper des Sportlers zugewandte Flachseite (2) geringfügig konkav gewölbt ist.
- 6· Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchORIGINAL INSPECTEDgekennzeichnet, daß die außenliegende Flachseite (3) an ihren Längskanten (A,5) schräg angefast ist·
- 7. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Griffmulden (10...13) nach außen führende Durchbrüche (18...21) zur Aufnahme eines Trägerbandes (22) eingelassen sind.
- 8. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen für die Griffmulden (10...13) nach außen gerichtete Hinterschneidungen (14..,17) aufweisen.
- 9. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen der Griffmulden nach außen zu den Schmalseiten durchgehend ausgebildet sind derart, daß die stehenbleibenden Kanten der Stirnseiten als Griffleisten dienen.
- 10. Trainingsgerät nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- und Innenflächen mit einem elastischen Lack überzogen sind.
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