DE3048048C2 - Schaltsperre zum Sperren eines Rückwärtsganges von Zahnradwechselgetriebe - Google Patents
Schaltsperre zum Sperren eines Rückwärtsganges von ZahnradwechselgetriebeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltsperre zum Sperren eines Rückwärtsganges von Zahnradwechselgetrieben
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Durch das DE-GM 70 24 355 ist eine derartige Schaltsperre bekanntgeworden, bei der die axiale Verschiebung
der Schiebemuffe über sich radial nach außen bewegende Sperrkörper, die sich in einem geschwindigkeitsabhängig
drehenden und axial feststehenden Bauteil befinden und über einen offenen Federring in Ruhestellung
gehalten werden, verhindert wird. Bei entsprechend hoher Geschwindigkeit dieses Bauteiles überwindet
die Fliehkraft die Federwirkung, und die Sperrkörper gelangen in den Bewegungsbereich der Schaltmuffe
zum Einlegen des Rückwärtsganges, wodurch deren Bewegung blockiert ist.
Die vorgenannte Schaltsperre ist bauaufwendig und kann nachträglich mit aufwendiger baulicher Veränderung
an einem Rückwärtsgangzahnrad eingebaut werden. Sie benötigt zusätzliche Vorkehrungen wie einen
an dem sich drehenden Bauteil beispielsweise über eine Mutter zu befestigenden Stützring zur radialen gleichmäßigen
Abstützung der Pliehkraftgewichte.
Es ist auch durch die DE-OS 29 36 009 eine fliehkraftkraftbetätigte
Schaltsperre bekanntgeworden, bei welchem zur Verhinderung des Einschaltens des Rückwärtsganges
bei Überschreiten einer vorgegebenen Fahrzeuggeschwindigkeit in der sich hierbei drehenden
Führungsmuffe Fliehgewicht-Sperrhebel derart um einen Bolzen nach außen schwenkbar vorgesehen sind,
daß sie bei Überschreiten der Grenzgeschwindigkeit in eine entsprechende Ausnehmung der auf der Führungsmuffe axial verschiebbar angeordneten Schaltmuffe ein
greifen und hierdurch eine axiale Verschiebung der Muffe, also einen Schaltvorgang verhindern.
Weiter ist speziell für eine Sperrsynchronisierung durch die DE-OS 29 15 965 eine Schaltsperre bekanntgeworden,
bei welcher im Kupplungskörper radialvorschiebliche Druckstücke derart angeordnet sind, daß sie
unter Einwirkung einer Druckfeder in eine entsprechende Ausnehmung einer Schiebemuffe eingreifen. Dabei
weist der Synchronring axiale Fortsetzungen auf, welehe
jeweils paarweise eines der Druckstücke umgreifen. Diese bekannte Schaltsperre ist speziell für mit Synchronkupplungen
ausgestattete Schaltgetriebe konzipiert
Neben derartigen Fliehkraft betätigten Schaltsperren sind auch andere Sperrvorrichtungen für Schaltgetriebe bekanntgeworden. So ht beispielsweise in der DE-AS 11 23 217 eine Sperrvorrichtung offenbart, bei welcher über einen Sperriegel ein Verschieben des Schalträderblockes unterbunden wird.
Neben derartigen Fliehkraft betätigten Schaltsperren sind auch andere Sperrvorrichtungen für Schaltgetriebe bekanntgeworden. So ht beispielsweise in der DE-AS 11 23 217 eine Sperrvorrichtung offenbart, bei welcher über einen Sperriegel ein Verschieben des Schalträderblockes unterbunden wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von einer Schaltsperre der erstgenannten Art eine Schaltsperre
zum Sperren eines Rückwärtsganges von Zahnradwechselgetrieben anzugeben, welche in einfacher Weise
und ohne Zuhilfenahme vieler Einzelteile aufgebaut ist, wobei im wesentlichen kein zusätzlicher Platzbedarf
auftritt. Die Schaltsperre soll ohne Fremdbetätigung (pneumatibch/hydraulisch/mechanisches Gestänge) arbeiten,
dabei wartungsfrei und einfach montier- und demoniierbar
sein.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Schaltsperre mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte konstruktive Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der Schaltsperre nach der Erfindung sind also die Sperrkörper an zwei Halbschalen angebracht, die zwischen
dem Rückwärtsgangzahnrad und der Kupplungsverzahnung angeordnet sind und durch entsprechende
Ausspaningen in der Kupplungsverzahnung unmittelbar auf die Schiebemuffe über eine mit der Stirnfläche
und Schräge der Sperrkörper korrespondierende Schräge einwirken. Eine derart aufgebaute Schaltsperre
benötigt nun wenige Teile, nämlich zwei Halbschalen mit entsprechend geformten Sperrkörpern. Darüber
hinaus muß lediglich die Kupplungsverzahnung mit zwei Aussparungen und die Schiebemuffe mit einer
Schräge ausgerüstet werden. Diese Anordnung kann dann auch jederzeit nachträglich in vorhandene Zahnradwechselgetriebe
eingebaut werden.
Wenn dabei beispielsweise bei einer so aufgebauten Schaltsperre bei einer Fahrgeschwindigkeit über
10 km/h die Halbschalen entgegen der Federkraft radial nach außen wandern, wird die Schiebemuffe während
ihrer Schaltbewegung mit ihrem Innendurchmesser zwar über die Ringfläche noch hinweggleiten, danach
jedoch mit der an ihr vorgesehenen Innenschräge an der Schräge der Stufe der Sperrkörper anstehen, so daß
eine Ausführung der Schaltbewegung verhindert wird.
Zur Bewegungsbegrenzung der Halbschalen, welche unter Einwirkung der Fliehkraft das Bestreben besitzen,
sich radial nach außen zu bewesen, sind gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens an der Stirnseite
des Rückwärtsgang-Zahnrades vorzugsweise drei Begrenzungsstifte derart vorgesehen, daß sie teilweise
aus der Stirnfläche herausragen, wodurch die Halbschalen bei ihrer der Fliehkraft folgenden Bewegung an diesen
Stiften mit den Außenflächen anstehen.
Der die Halbschalen zusammenhaltende Federring
Der die Halbschalen zusammenhaltende Federring
kann unterschiedlich ausgebildet sein, und zwar können
in erster Ausführung die Enden der Feder radial abgebogen sein, derart, daß bei Aufeinanderliegen der Halbschalen
mit ihren Trennflächen sich die abgebogenen Federenden berühren oder einen ganz kleinen Abstand
voneinander aufweisen. Die Federendi*:i können jeweils
in einer anderen Ausführung radial nach innen gebogen sein, wozu in den Trennflächen entsprechend radiale
Nuten vorgesehen sind, durch welche hindurch die Federenden üi das Innere des Sperringes hineingekrümmt
sind. Die Enden der Feder können auch derart ausgebildet sein, daß das eine Federende in Form einer Öse
ausgebildet ist, während das zweite Federende die Form eines Hakens aufweist, derart, daß bei Aufeinanderliegen
der Haibschaien mit ihren Trennflächen der Haken in die Öse derart eingehakt ist, daß zwischen den Innenflächen
des Hakens und der öse in tangentialer Richtung gesehen ein Abstand vorhanden ist, welcher der
maximalen Aufweitung der Halbschalen während deren Sperrposition entspricht Dabei kann die erfindungsgernäße
Feder einen runden, einen rechteckigen oder anderen zweckmäßigen Querschnitt aufweisen.
Weitere Merkmale der Schaltsperre nach der Erfindung werden im folgenden in Verbindung mit den in der
Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen erläutert In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen axialen Teilschnitt durch die Schaltsperre in eingebautem Zustand,
F i g. 2 eine Frontansicht auf die Schaltsperre mit teilweisem Schnitt wodurch die Anordnung der Sperrl.örper
verdeutlicht wird,
F i g. 3 einen radialen Schnitt durch die Schaltsperre in Höhe der Ringfeder und
F i g. 4 eine Teilansicht einer Ringfeder, deren Enden als Haken und öse ausgebildet sind.
Die Schaltsperre besteht im wesentlichen, wie aus F i g. 1 ersichtlich, aus einem durch zwei Halbschalen 24
und 25 gebildeten Sperring 20, der in dem Zwischenraum zwischen einem Rückwärtsgang-Zahnrad 22 und
einer mit ihm drehfest verbundenen oder in einem Stück mit ihm gefertigten Kupplungsverzahnung 23 angeordnet
ist Jede Halbschale 24 und 25 ist im Querschnitt L-förmig ausgebildet mit einem Flanschteil 21, das an
der Stirnfläche des Zahnrades 22 anliegt, und einer Ringstufe 17, welche in eine an dem Zahnrad 22 vorgesehene
Hinterdrehung hineinragt Die Kupplungsverzahnung 23 wert seinerseits eine Außenverzahnung 4
auf, welche mit einer Innenverzahnung 10 tiner Schiebemuffe 9 zusammenwirkt. Auf dem Umfang der Halbschalen
24 und 25 ist eine ringförmige Ausnehmung 2 vorgesehen, in welcher eine als offene Ringfeder ausgebildete
Feder 18 ruht. Die Trennflächen 26 zwischen den Halbschalen 24 und 25 liegen im Stillstand bzw. je nach
Auslegung der Ringfeder bei einer Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges bis zu 10 km/h aneinander.
Die beiden Halbschalen 24 und 25 weisen im wesentlichen mittig an ihrer der Schiebemuffe 9 zugewandten
Stirnseite Sperrkörper 15 mit einer Stirnfläche 13 und einer Schräge 14 auf. Die Schiebemuffe 9 weist ihrerseits
an ihrer Innenbohrung 7 eine mit der Schräge 14 korrespondierende Schräge 6 auf. Stirnfläche 13, Schräge
14, Schräge 6 und Innenbohrung 7 sind derart aufeinander abgestimmt, daß in der Sperrposition die Schiebemuffe
9 während ihrer Schaltbewegung in Schaltrichtung des Pfeiles 8 mit ihrer Innenbohrung 7 über die
Stirnfläche 13 gleiten kann bis die Schräge 6 an der Schräge 14 ansteht. Zur Wegbegrenzung der Halbschalen
24, 25 sind an der Stirnseite des Zahnrades 22 drei Anschlagstifte 1 vorgesehen, derart, daß beim radial
nach außen Wandern der Halbschalen 24,25 unter Einwirkung
der Fliehkräfte die Halbschalen relativ konzentrisch ausgerichtet bleiben.
Nach Fig.3 sind die Enden der offenen Feder 18
gebogen und zwar derart, daß sie durch jeweils eine in sich gegenüberliegenden und in den Trennflächen der
Halbschalen vorgesehenen Nut 23 bis in das Innere hindurchgeführt sind. Die nach innen eingebogenen Federenden
27 sind so ausgebildet, daß sie sich bei Aufeinanderliegen der Trennflächen 26 nur knapp berühren oder
einen kleinen Abstand aufweisen, während ihre Enden soweit zurückgebogen sind, daß sie mit einer durch den
Achsmittelpunkt führenden Tangenten zu dem Krümmungsradius einen Winkel«
> 0° bilden.
In F i g. 4 ist eine weitere Ausbildung der Enden der Feder 18 dargestellt. Das eine Ende weist die Form einer
Öse 29 auf, während das andere Ende als Haken 30 ausgebildet ist. Haken 30 und Öse 29 greifen dabei derart
ineinander, daß bei Aufeinanderliegen der Trennflächen 26 der Halbschalen 24,25 eine Aufweitung für die
Halbschalen 24,25 vorhanden ist.
Die Schaltsperre funktioniert im wesentlichen folgendermaßen:
Bei Stillstand des Getriebes bzw. des Fahrzeuges und auch bei nach vorwärts ausrollendem Fahrzeug mit einer
Geschwindigkeit unter 10 km/h befinden sich die Halbschalen 24,25 durch die Kraft der Feder 18 zusammengehalten
in ihrer Ruheposition, d. hu daß ihre Trennflächen 26 satt aufeinanderliegen. Wird in diesem Zustand
der Rückwärtsgang eingelegt, so wird dabei die Schiebemuffe 9 in Richtung des Pfeiles 8, also auf die
Kupplungsverzahnung 23 zu. geschoben, durch welche die Sperrkörper 15 hindurchragen. Hierbei wird die
Schiebemuffe 9 mit ihrer Innenbohrung 7 über die Stufe der Sperrkörper 15 hinweggleiten, wodurch die Innenverzahnung
10 der Schiebemuffe 9 zum Eingriff mit der Außenverzahnung 4 der Kupplungsverzahnung 23 gelangen.
Der Rückwärtsgang ist hiermit eingelegt.
Rollt das Fahrzeug nach vorwärts mit einer Geschwindigkeit größer als 10 km/h aus, so werden die
Halbschalen 24, 25 unter Einwirkung der Fliehkräfte bereits so stark radial nach außen gepreßt, daß sie die
sie zusammenhaltende Kraft de· Feder 18 überwinden und sich radial nach außen bewegen, bis sie mit der
Außenfläche ihrer Flanschteile 21 an den Stiften 1 anstehen und in dieser Position verharren. Versucht nun der
Fahrer des Fahrzeuges den Rückwärtsgang einzulegen, so wird die Schiebemuffe in Richtung des Pfeiles 8 auf
den Kupplungsverzahnung 23 geschoben. Hierbei wird die Schiebemuffe 9 mit ihrer Innenbohrung 7 über die
Stirnfläche 13 der aus der Kupplungsverzahnung 23 herausragenden Sperrkörper 15 hinweggleiten, um
schließlich mit ihrer Schräge 6 an den Schrägen 14 der Sperrkörper 15 anzustehen. Hierdurch wird eine Weiterführung
der Schaltbewegung, also ein Eingriff in die Kupplungsverzahnung verhindert. Erst wenn der Fahrer
das Fahrzeug entsprechend abgebremst hat, werden auch die auf die Halbschalen einwirkenden Fliehkräfte
entsprechend verringert, wodurch die Feder die beiden Halbschalen wieder in ihre Ruheposition mit aufeinanderliegenden
Trennflächen 26 zurückführen kann. Hiernach kann der Fahrer problemlos die Schaltbewegung
zu Ende führen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schaltsperre zum Sperren eine Rückwärtsganges von Zahsirsda-eefeseigetrieben mit zur Verhinderung
der axialen Verschiebung einer Schiebemuffe (9) in einem geschwindigkeitsabhängig sich drehenden
und axial feststehenden Bauteil (22) angeordneten, unter Einwirkung der Fliehkraft sich radial nach
außen bewegenden Sperrkörpern, die über einen offenen Federring (18) in Ruhestellung gehalten werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil das mit einer Kupplungsverzahnung (23) versehene Rückwärtsgangzahnrad (22) ist, daß die
Sperrkörper eine Stirnfläche (13) und eine Schräge (14) aufweisen und an zwei Halbschalen (23, 25) angebracht
sind, die zwischen c"em Rückwärtsgangzahnrad (22) und der Kupplungsverzahnung (23) angeordnet
sind, welche mindestens zwei axiale Aussparungen (16) aufweist, durch die der jeweilige
Sperrkörper (15) hindurchgeführt ist, und daß die Schiebemuffe (9) an ihrer zur Stirnfläche (13) parallelen
Bohrung (7) eine mit der Schräge (14) korrespondierende Schräge (6) aufweist.
2. Schaltsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Halbschale im Querschnitt etwa
L-förmig ist.
3. Schaltsperre nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegungsbegrenzung der
Halbschalen (24,25) am Rückwärtsgangzahnrad Begrenzungsstifte
(1) befestigt sind.
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