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DE3047579A1 - Verfahren und vorrichtung zum maschinellen milchentzug - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum maschinellen milchentzug

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Publication number
DE3047579A1
DE3047579A1 DE19803047579 DE3047579A DE3047579A1 DE 3047579 A1 DE3047579 A1 DE 3047579A1 DE 19803047579 DE19803047579 DE 19803047579 DE 3047579 A DE3047579 A DE 3047579A DE 3047579 A1 DE3047579 A1 DE 3047579A1
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DE
Germany
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teat
line
negative pressure
phase
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803047579
Other languages
English (en)
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DE3047579C2 (de
Inventor
Tilmann 9052 Niederteufen Hoefelmayr
Jakob 8939 Türkheim Maier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bio Melktechnik Hoefelmayr and Co
Original Assignee
Bio Melktechnik Hoefelmayr and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Bio Melktechnik Hoefelmayr and Co filed Critical Bio Melktechnik Hoefelmayr and Co
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Priority to DK014281A priority patent/DK152321C/da
Priority to US06/225,938 priority patent/US4391221A/en
Priority to DD81227080A priority patent/DD157069A5/de
Priority to SU813233701A priority patent/RU1831272C/ru
Priority to NZ196054A priority patent/NZ196054A/en
Priority to CA000368877A priority patent/CA1160589A/en
Priority to AT81100427T priority patent/ATE8095T1/de
Priority to AU66400/81A priority patent/AU543381B2/en
Priority to EP81100427A priority patent/EP0032752B1/de
Publication of DE3047579A1 publication Critical patent/DE3047579A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3047579C2 publication Critical patent/DE3047579C2/de
Priority to LV920310A priority patent/LV5099A3/xx
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/10Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
    • A01J5/12Pulsators arranged otherwise than on teat-cups with membranes
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/10Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
    • A01J5/14Pulsators arranged otherwise than on teat-cups electromagnetically controlled

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

  • 3eschreibung
  • D. e Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen Milchentzug, bei dem zum Entziehen der Milch an dem Innenraum eines an eine Zitze angesetzten Melkbechers ein Unterdruck vorbestimmter Höhe angelegt wird und eine Pulsatkon eines Zitzengummis mit vorbestimmter Frequenz unl Stärke durchgeführt wird und bei angesetztem Melkbecher n einer Stimulationsphase während einer vorbestimmten teilt vor der Hauptmelkphase auf die Zitze stimulierend eingewirkt wird. Die Erfindung betrifft weiterhin e ne Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem mit einer Unterdruckquelle einerseits und zu den Pulsräumen der Dielkbecher führenden Pulsatorleitungren a:!dererseits verbundenen Pulsator mit zwei durch ef n Verbindungsgestänge miteinander verbundenen Membranen, die jeweils eine Druckdose in zwei getrennte Räume unter teilen, von denen zwei Räume über eine ggf. einstellbare Drossel miteinander in Verbindung stehen, während die beiden anderen Räume wechselweise über ein Steuerwerk mit der Unterdruckquelle verbindbar sind, und mit einer mit dem Verbindungsgestänge verbundenen Umsteuervorrichtung zum wechselweisen Verbinden einer oder zwei Gruppe(n) von Pulsatorleitungen mit der Unterdruckquelle und mit atmosphärischer Zuluft.
  • In der Patentanmeldung P 30 01 963 wurde ausführlich dargelegt, welche wichtige Rolle eine vollwertige Stimulation für einen guten Hilchentzug spielt. Eine vollwertige Stimulation bestimmt sehr weitgehend, ob überhaupt gemolken werden kann. Sie bestimmt weitgehend den Euterentleerungsgrad, wodurch hiermit zusammenhängend auch in günstiger eise die Nachgemelksmenge seeinfluß wird. Weiter wird durch eine gute Stimulation die Melkgeschwindigkeit erhöht, es wird das Drüsenwachstum zu Beginn der Laktation angeregt und es weriien die Jahresmilch- und clie Jahresfettleistung gesteigert.
  • Durch die Stimulation werden nach den jetzigen Erkenntnissen zwei wesentliche Reaktionen ausgelöst. Zunächst wird durch den Stimulationsreiz, insbesondere, wenn dieser an den berührungs- und drucke:npfindlichen Stellen an den Zitzen ausgeübt wird, über nervöse Reflexe die Spannung der glatten Muskulatur im Euter gelockert. Dadurch erweitern sich die Milchgänge und zu einem gewissen Grade auch der Fürstenbergtsche Venenring. Außerdem läßt die Schließspannung des Strichkanals nach. In einer folgenden Reaktion bewirkt nach etwa 40 bis 90 Sekunden nach Beginn der Stinulntion das von der Gehirnanhangdrüse in die Blutbahn ausgeschüttete Hormon Ocytocin eine Kontraktion der Körbchenzellen, die die milchbildenden Alveolen umgeben.
  • Die hierdurch bewirkte Milchejektion bewirkt eine Erhöhung des Euterinnendrucks in der Drüsenzisterne, wodurch unterstützt durch die durch die Tonuslockerung vermehrte Durch blutung die Engstelle zwischen der Zitzen- und der Drüsenzisterne in Form des Fürstenberg'schen Venenringes weit geöffnet wird und die Zitzen prall werden. Gleichzeitig verringert sich die Schließspannung des Strichkanals deutlich. Zu diesem Zeitpunkt ist das Tier melkbereit.
  • Wie in der Patentanmeldung P 30 01 963 ausführlich dargelegt worden ist, kommt es bei der Stimulation nicht so sehr auf die jeweilige Stimulationsart an, z.B. daß sie von Hand oder Maschine ausgeführt wird, sondern es kommt wesentlich auf die Verzögerungszeit zwischen dem Beginn der Stimulation und dem eigentlichen Milchentzug an. Diese Verzögerungs~eit ist deshalb so wichtig, weil von Beginn der Stimulation an bis zur vollen Wirkung der neuro-hornonellen Reaktion (Ejektion der Alveolarmilch) in der Regel 40 bis 60 Sekunden verstreichen, Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, daß die Verzögerungszeit bei manchen Kühen bis 90 Sekunden dauern kann. Dies bedeutet, daß sich die Melkbereitschaft und der volle Euterinnendruck, der für die optimale Öffnung der gesamten Milchgänge und das Prallwerden der Zitzen von ausschlaggebender Bedeutung ist, ebenfalls erst nach dieser Verzögerungszeit einstellt.
  • Aus diesen Erkenntnissen wurde die Lehre gezogen, daf3 mit den Milchentzug nicht begonnen werden darf, bevor das Tier nicht durch eine vollwertige Milchejektion melkbereit und .nelkinteressiert gemacht worden ist.
  • Das vorstehend beschriebene Melkverfahren führt bei den meisten Kühen zu hervorragenden Stimulationsergebnissen mit den sich daraus ergebenden oben angeführten eindeutigen Verbesserungen in mehrerer Hinsicht. ss hat sich ebenso herausgestellt, daß eine solche maschinelle Stimulation einer facngerechten 60 Sekunden dauernden Handstimulation deutlich überlegen ist. Dies läßt sich wahrscheinlich dadurch erklären, daß sich bei der maschinellen Stimulation eine Addition der Stimulationswirkungen ergibt, was offensichtlich darauf beruht, daß bei der maschinellen Stimulation immer alle vier Zitzen gleichzeitig stimuliert werden, während bei der Handstimulation jeweils nur zwei Zitzen gleichzeitig stimuliert werden. Eine günstige Stimulation drückt sich - unabhängig von den quantitativ me3baren Verbesserungen beim Milchentzug - bei den Kühen in der Regel in einem völligen ruhigen,"andächtigen" Stehen mit halbverschlossenen Augen und hänganden Ohren während der Stimulationsphase und der daran anschließenden Hauptmelkphase aus. Besonders sensible Tiere reagieren sogar oftmals mit einem längerfristigen Schwanzheben als Lustbezeugung.
  • Ein gewisser Teil der Kühe reagiert jedoch auf das vorbeschriebene Stirnulationsverfahren weniger günstig. Hier zeigt sich zu Beginn der Stimulationsphase ebenfalls das ruhige "andächtige" Stehen, das zum Teil mit einer Schwanzhebung verbunden ist. Auch bei diesen Kühen werden die euter und anschließend die Zitzen prall und verlängern sich. Alle diese Anzeichen deuten auf eine sehr wirksame Stimulation und eine optimale Melkwilligkeit hin. Bei diesen Kühen kommte es jedoch dann noch während der Stimulationsphase zu einem Rückgang der optimalen Melkwilligkeit. Es läßt sich in diesem Stadium eine deutliche Teilerschlaffung und eine Wiederverkürzung der Zitzen feststellen. Die Tiere werden gegen Ende der Stimulationsphase unruhig, während sie zu Beginn der Sti--ulation ruhig und "andächtig" stanlen.
  • In seltenen Fällen wurde sogar ein Ab schlagen des Melkzeugs genen Ende der Stimulationsphase beobachtet. Dieses Erscheinungsbild ar neist begieiCet von einer nachfolgenden langsameren oder verzögerten Milchabgabe sowie verbunden mit einem steigenden Nachgemelk.
  • Durch langzeitige Untersuchungen wude festgestellt, daß die o.g. Schwierigkeiten in der Tendenz häufiger be den folgenden Umständen auftraten: a) bei Kühen, die sich zum Teil bei der Vorbereitung zum Melken selbst anrüsten, d.h. bei denen vor Ansetzen des Melkzeuges bereits durch optische, akustische oder olfaktorische (z.B. Kraftfuttergabe im Nelkstand) Reize bedingte Reflexe ausgelöst werden. Eine vollwertige Selbstanrüstung ist allerdings sehr selten zu beobachten; b) bei Kühen, bei denen schon vor dem Melken trotz noch nicht erfolgter Milchejektion Milch abtropft (Leclühe); c) häufiger beim Morgenmelken als beim Abendmelken; d) bei Kühen, die sehr schnell und stark auf die Stimulation reagieren; e) bei Kühen, die sich im ersten Laktationsdrittel befanden häufiger als bei solchen im zweiten und vor allem im dritten Laktationsdrittel; f) bei Kühen, die sich in der zweiten oder dritten Laktation befanden, gegenüber solchen in der erstem Laktation; g) schließlich bei Kühen mit kleinem Euter und großer Milch leistung, d.h. sogenannten Baucheutern.
  • Nach einem längeren Rästelraten über den besonderen Verlauf der Stimulation in den o.g. Fällen wurde herausgefunden, daß sich in bestimmten Fällen offensichtlich zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Ocytocinausschüttung noch längst nicht voll ausgewirkt hat, ein sehr hoher Euterinnendruck einstellt, der auf den verschiedensten Gründen beruhen kann. Insbesondere wenn der (noch) zur Verfügung stehende Stapelraum in der Drüsenzisterne klein ist im Verhältnis zum Volumen der aus den Alveolen ausgepreßten Milch.(So kann das Verhältnis zwischen Alveolarvolumen und Drüsenzisternenvolumen zwischen 30 : <?O und 70 : 50 bei den einzelnen Kühen schwanken ) Diese Euterlnnendrucke können bis über 10 k Pa erreichen. Tritt j jedoch ein solcher hoher Euterinnendruck auf, so wird dieser hohe Innendruck der Kuh offensichtlich unangenehm oder schmerzt sie sogar. Dies kann noch während der Stimulationsphase zu einer Ausschüttung des Hormons Adrenalin und damit zu einem sofortigen Nachlassen der Tonuslockerung der F>latten Muskulatur im Euter führen, durch die die bis zu diesem Zeitpunkt bereits bewirkte Melkbereitschaft prak.
  • tisch schlagartig wieder verlorengeht. Außerdem kann das Adrenalin die noch nicht durch Ocytocin besetzten Rezep toren in der Alveolarmasse blockieren und damit eine vollwertige Milchejektion verhindern. Dieses ganze Geschehen kann im Ende manchmal soweit führen, daß sich die Kuh a:n Ende der Stimulationsphase in einem Zustand befindet, der ungünstiger ist, als wäre sie nicht stimuliert worden.
  • Wie durch mehrer Reihenuntersuchungen festgestellt wurde, liegt der Euterinnendruck am Ende einer vollwerrigen Stimulationsphase in der Regel bei etwa 3 bis 5 k Pa. Die Nessungen zeigen allerdings eine große Spannweite des Euterinnendruck von weniger als 1,5 k Pa bis über 11 k Pa.
  • Aus der DE-AS 19 56 196 ist bereits ein Melkverfahren bekanntgeworden, bei dem zu Beginn des PIelkvorganges zur schonenden Behandlung der Zitze sowohl an dem Innenraum des Zitzengummis wie an dem Pulsraum ein geringer Unterdruck angelegt wird, als bei der Hauptmelkphase. Dadurch wird erreicht, daß zu beginn des melkens in einer Art Stimulationsphase ein so niedriger, die Zite schonender Unterdruck an dem Innenraum des Zitzengummi0 und damit an die Zitze angelegt wird, , der praktisch notwendig ist, um die Sitzenschalen an den Zitzen zu halten. Eine Umsteuerung von der Stimulationsphase auf die eigentliche Hauptmelkphase erfolgt in Abhängigkeit von den Milchstrom der kontinuierlich gemessen wird. Sobald der Nilchstrom beginnt, wird der Unterdruck erhöht. Zusätzlich kann ebenfalls in Abhängigkeit von der Steuerung durch den Milchstrom bei ausbleibendem Milch strom die Frequenz der Pulsation niedrig gehalten werden und diese Frequenz auf die normale Frequenz erhöht werden, sobald der Nilchstrom zu fließen beginnt oder ansteigt.
  • Aus der DE-AS 1 482 320 ist auch bereits ein Melkverfahren bekanntgeworden, bei dem in einer ersten Stimulationsphase der normaterweise in des Pulsatorraum herrschende Druck während der Entlastungsphase um 0,3 bis 0,8 atü erhöht wird, so daß in der Entlastungsphase ein Pressdruck auf die Zitze ausgeübt wird. Diese Stimulationsphase soll so lange fortgesetzt werden, bis die Alveolarmlich in die Zisternen des Esters eingeschossen ist. Es ist jedoch nicht ausgeführt, wie dieses Einschießen festgestellt und die Steuerung in Abhängigkeit von diesem Vorgang erfolgen soll.
  • Aus der DE-OS 25 24 398 ist ferner ein Melkverfahren bekanntgeworden, bei dem entgegen dem früher bekannten Verfahren nach D-AS 19 55 196 der Unterdruck in dem Innenraum des Zitzengummis erhöht ist, um sicherzustellen, daß tatsächlich Milch freigegeben wird, was nach den bis dahin bekannten Verfahren offensichtlich bei sehr schwer mehr baren Tieren (zähmelkbaren Tieren) nicht immer mölgich war, weil das Melkvakuum zu Beginn des Melkvorganges zu niedrig war. Zur Schonung der Zitze wird jedoch zu Beginn des Melkvorganges, wenn noch keine oder nur wenig Milch fließt, ein entsprechend verringerter Unterdruck an den Pulsraum gelegt. Hierbei soll der in dem Pulsraum herrschende Unterdruck so bemessen sein, daß sich die Innenwand des Zitzengummis während der Saugperiode nicht mehr vollständig öffnet, so daß nur die Spitze der Zitze und nicht die gesamte Zitze dem Unterdruck ausgesetzt wird.
  • Außerdem soll durch dieses Verfahren das Rückströmen von Milch zurück gegen die Z'~ze, das als gefährlicher Faktor bei der Mastitisübertragung erscheint, erheblich eine schränkt werden. Bei diesem Vorgehen ist sichergestellt, daß auch in der Schon stufe selbst bei schwer melkbaren Tieren sicher Milch entzogen wird. Die Umsteuerung von der Eingangephase, in der der Unterdruck im Pulsraum verringert ist, auf die Hauptmelkphase erfolgt sodann auch in Abhängigkeit von dem Milchstrom.
  • Aus der US-PS 4 011 838 ist auch bereits ein Nelkverfahren benannt, bei dem in einer Stimulationsphase sowohl der Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis wie in dem Pulsraum gegenüber den @nterdrucken während der Hauptmelkphase herabgesetzt sind. So werden als Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis gemäß einer vorzugsweisen Ausführungsform 53 k Pa und im Pulsraum 27 k Pa als besonders geeignet für die Stimulationsphase angesehen. Bei diesen Drucken wird jeweils gewährleistet, daß bei normal melkbaren Kühen sofort nach der Tonuslockerung der Strichkanalmuskulatur d.h. nach ca. 5 bis 15 Sekunden Milch fließt. Dieser Vorgang ist völlig unabhängig vom Milchejektionsgeschehen, d.h. es fließt auch bei einer nicht stimulierten Kuh die Zisternenmilch. Dementsprechend erfolgt auch die Steuerung des Melkvorganges und somit die Umschaltung von der Stimulationsphase auf die Hauptmelkphase in Abhängigkeit von dem Milchfluß und insbesondere wenn dieser einen 'Jett von 0,2 kg pro ninite überschreitet. Lediglich bei schwer melkbaren Kühen ist als Hilfsmaßnahme vorgesehen, daß eine Unschaltung nach einer vorbestimmten Zeit von 61 Sekunden erfolgt, wenn bis zu diesem Zeitpunkt der Milchfluß den vorbestimmten Sch@ellwert nicht überschritten hat. Zusätzlich wird es für zxe 's ßig erachtet, daß in der Stimulationsphase die Pulsfr3quenz gegenüber der Pulsfrequenz in der Hauptmelkphase harabgesetzt wird.
  • Weiterhin ist aus der US-PS 42 111 84 bereits ein Melkverfahren bekanntgeworden, bei dem das Ballooning-Problem, das Ein schnüren der Zitzenbasis durch die Ringlippe des Zitzengummlkopfes wie auch das Klettern des Melkbechers an der ZiFze gelöst werden soll. Dies soll dadurch erreicht werden, dsß die Höhe des Unterdrucks im Kopfraum des Zitzengummis gemessen wird und als Steuersignal für die Steuerung der Höhe des Unterdruck im Pulsraum und zwar in dem Sinne verwendet werden soll, daß bei einer Erhöhung des Unterdruck im Kopfraum eine Erniedrigung des Unterdruck im Pulsraum resultiert, so daß der Zitzengummi in der Saugphase nicht mehr voll öffnet. Beiläufig wird auch erwähnt, daß die Einrichtung auch für die Anfangsstimulation verwendbar sei. Geht man jedoch nach der dort angegebenen Lehre vor, so ergibt sich, daß beim Ansetzten eines Melkbechers an eine noch nicht mit Milch gefüllte und pralle Zitze, die Zitze noch nicht am Zitzen gummischaft anliegt, während im Zitzengummiinnenraum bereits volles Melkvakuum anliegt. Unter diesen Bedingungen klettert der Nelkbecher so weist an der Zitze hoch, bis seine kopfseitige Ringlippe an der Zitze Halt findet und gegen diese abdichten kann. Das ist in der Regel bei einer nicht angerüsteten Zitze erst in Höhe des Fürstenberg'schen Venenringes der Fall. Erst wenn der Melkbecher vollständig an der Zitze hochgeklettert ist, wird aufgrund des hohen Melkvakuums von etwa 50 k Pa im Kopfinnenraum der Unterdruck in dem Pulsraum auf etwa 17 k Pa verringert. Durch diese Verringerung kann jedoch das einmal erfolgte Klettern des i¢el1rbechers nachträglich nicht mehr rückgängig gemacht werden, so daß wie bereits in der Patentanmeldung P 30 01 963 beschrieben, durch die Einschnürung der empfindlichen Zitzenbasis in Höhe des Fürstenberg'schen Venenringes durch die Ringlippe des Zitz engummikopfes ein der Stitnula tion entgegenwirkender für die Kuh unangenehmer Druck auf die emplindlichen Druckrezeptoren an der Zitzenbasis ausgeübt wird. Hinsichtlich dieser Abschnürung der Zitzenbasis ist dieses bekannte Verfahren einer ganz normalen Melkmaschine, die an ein ebenfalls nicht angerüstetes Euter angesetzt wird vergleichbar. Hinsichtlich der Reizsetzung dürfte eine normale Melkmaschine durch ihre wesentlich stärkere Zitzenmassage diesem Verfahren sogar eher überlegen sein.
  • Aus der DE-OS 2 423 554 war auch bereits ein Melverfahren sowie eine Vorrichtung bekannt, bei denen durch Einfügung eines gesteuerten Ventils in jeweils die Pulsatorleitungen zu den Pulsräumen der Nelkbecher eine ungesteuerte Öffnungsbewegung des Zitzengummischlauches während der Melkphase verhindert werden soll, da durch diese Bewegung ein Rückfluß gegen die Zitze verursacht werden kann, welche eine Schlagkraft an der Zitzensoitze ergibt, was die Ursache von mechanischer Übertragung von Bakterien in das Innere der Zitzen an der Kuh sein kann. Aus diesem Grunde wird zu Beginn eines Melkvorganges, solange der Milchfluß noch unter einem vorbestimmten Schwellwert bleibt, in jeder Pulsatorleitung ein den Querschnitt der Pulsatorleitung wesentlich verengendes Steuerorgan eingeführt, das ledi lich einen geringen Querschnitt freiläßt. Dies führt dX u, daß sich in d er Saugphase der Unterdruck in dem Melkbecherzwiscnenraun nur langsam aufbauen kann, während beim U-schalten von der Saugphase auf die Entlastungphase schlagartig Luft einströmen kann, die den Druck im Pulsraum praktisch schlagartig auf Atrnosphärendruck erhöht. Ein solches Verfahren ist für eine Stimulation wenig geeignet, da auf die noch nicht stimulierte Zitze, C:ie noch keine Milch führt, sehr hohe Kräfte ausgeübt worden, die zu Verletzungen in der Zitzenzisterne führen können.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt n .nenr die Aufgabe zugrunde, eine optimale Stimulation einer Kuh vor der Hauptmelkphase zu erzielen, ohne daß vor dem Beginn der Hauptmelkphase ein die Melkbereitschaft wieder herabsetzender überhöhter Euterinnendruck auftritt.
  • Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähten Art erfindungsgemäß dadruch gelöst, daß während der Stimulationsphase die Fulsation des Zitzengummis mit einer um wenigstens 50 % gegenüber der Frequenz der Hauptmelkphase erhöhten Frequenz erfolgt und daß während dieses Zeitraumes der maximale Pulsunterdruck im Pulsraum des Melkbechers in Abhängigkeit von dem Unterdruck im innenraum des Zitzengummis und dem Einfaltdruck des Zitzengummis so gewählt wird, daß er in dem durch die Formel: Unterdruck Einfaltdruck im Zitzen- des Zitzengummiinnen- gummis raum Pulsunterdruck = 6 + + # 5 [k Pa] (Stimulationsphase) 3 4 angegebenen Bereich liegt.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durchgehend bei praktisch allen Kühen eine besonders günstige, dh. vollwertige Stimulation mit den sich daraus ergebenen günstigen Folgen erreicht. Dem Verfahren liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es offensichtlich besonders giinstig ist, wenn am Ende der Stimulationsphase, d.h.etwa nach 40 bis 90 Sekunden ab Beginn der Stimulation ein Euterinnendruck von etwa 3 bis 5 k Pa vorliegt. Das entspr c ht normalerweise einem mittleren Druckanstieg des Euterinnedruck während der Stimulationsphase von etwa 2,5 bis 3,5 k Pa. Es hat sich herausgestellt, daß einerseits ein solcher Druckanstieg bis zum Ende der StimulaUions?haJe möglichst erreicht sein sollte, daß aber andererseits auch kein weiterer wesentlich darüberhinausgehender Druckanstieg erfolgen sollte, da ein solcher weiterer Euterinnendruckanstieg die Melkbereitschaft der Kuh wieder herabsetzen kann, da er der Kuh unangenehm werden oder sie sogar schmerzei kann. Bei einem schnellen und vor allem vorzeitigen Erreichen eines überhöhten Euterinnendrucks, also vor Ablauf einer Zeit von 40 bis 90 Sekunden nach Beginn der Stimulation, hat es sich nicht als zweckmäßig erwiesen, vorzeitig die Stimulation abzubrechen und die Hauptmelkphase einzuleiten.
  • Für den Melkerfolg ebenso wie für die Langzeitwirkung ist es entscheidend wichtig, daß eine vollwertige Stimulationsphase mit einer Verzögerungszeit von 40 bis 90 Sekunden zwischen Stimulationsbeginn und Beginn der Hauptmelkphase durchgeführt wird. Das Stimulationsverfahren muß also so eingerichtet werden, daß möglichst alle Kühe am Ende der Stimulationsphase nach 40 bis -90 Sekunden einen Euterinnendruck von 3 bis 5 k Pa erreicnen, daß jedoch ein weiterer wesentlicher Anstieg es Euterinnendrucks über diesen Druck hinaus vermieden wird.
  • Dies wird nun dadurch erreicht, daß der maximaie Unterdruck im Pulsraum während der "Saugphase" in Abhangigkeit.
  • vr>n dem Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis und dem Einfaltdruck des Zitzengummis in Verbindung mit einer Erhöhung der Pulsfrequenz entsprechend gewählt wird.
  • Diese Maßnahme bewirkt, daß bis zu einem Euterinnendruck von etwa 3 bis 5 k Pa keine Milch entzogen wird, und bei einem darüberhinausgehenden Anstieg des Euterinnendrucks nur so viel Milch entzogen wird, daß dieser Euterinnendruck auf einer Innendruck von etwa 3 bis 5 k Pa über die Stimulationsphase gehalten wird.
  • Der Innendruck im Inneren des Zitzengummis kann dabei auf der Nöhe gehalten werden, wie sie ea für die normale Hauptmelkphase verwandt wird. Der Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis kann aber auca während der Stimulationsphase herabgesetzt werden. Das Verfahren selbst ist von der Höhe dieses Unterdrucks im Innenraum des Zitzengummis nicht abhängig, solange noch ein Unterdruck ausreichender Größe vorhanden ist, mit dem Milch abgeführt werden kann, sobald der Euterinnendruck den vorgenannten ert überschreitet. Eine wichtige Größe für die Durchführung des Verfahrens stellt jedoch die Wahl der Druckdifferenz zwisc'nen dem Innenraum des Zitzengummis und dem Pulsraum dar. Diese Druckdifferenz ergibt sich bei einem vorgegebenen Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis aus der angegebenen Beziehung, jedoch ist sie selbst verständlich abhangig von der Steifigkeit des verwandten Zitzengummis. Es hat sich als zweclrsaßig erwiesen, als Vergleichsgrö3e für die Steifigkeit eines Zitzengummis den Einfaltdrick zu verwenden. Unter dem Einfaltdruck wird hierbei lie Druckdifferenz zwischen dem Innenraum des Zitzengummis und dem Pulsraum verstanden, die den Zitzengummi so weit einfaltet, daß sich an einer Stelle eine Beruhrung zweier gegenüberliegender Wände ergibt.
  • Geht man etwa von gleichem Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis und dem Pulsraum aus, und ver:nindert den Unterdruck im Pulsraum, so führt dies zunächst dazu, daß sich die Innenwand des Zitzengummis mehr und mehr an die Zitze anschmiegt, bis schließlich bei einem weiteren Absenken des Unterdrucks im Pulsraum der Zitzengummi kollabiert, d.h., daß zei einander gegenüberliegende Innenwände des Zit-zerunn.mis in einem Abstand unterhalb der Zitze zur Anlage gegeneinander kommen. In diesem Zustand des Zitzengummis bleibt normalerweise noch ein ta im Querschnitt einer Gestreckten Acht entsprechender Durchgang frei, wodurch nach wie vor Milch abfließen kann.
  • Je steifer nun ein Zitzengummi.ist, desto größer kann die Keilkraft sein, die von der Gummiwanding auf die Zitzenspitze zum Zwecke des Schließens, d.h. des Zuhaltens, des Strichkanals übertragen werden kann. Ein sehr weicher Gummi (niedriger Einfaltdruck) kann zwar leicnt durch eine verhältnismäßig geringe Druckdifferenz zusammengedriickt werden, jedoch ist die Keilkraft, die er auf die Zitzenspitze in etwa radialer Richtung ausüben kann, gering. Ein solcher weicher Gummi legt sich vielmehr nur sanft um die Zitzenspitze herum und daraus ergibt sich im wesentlichen ein von allen Seiten wirkender Druck auf die Zitzenspitze, jedoch keine radial wirkende Keilkraft.
  • Untersuchungen haben gezeigt, daß zur Erzielung einer bestimmten Schlleßkraft auf die Zitzenspitze bei sonst gleichen Bedingungen die Druckdifferenz zwischen Pulsraum und Innenraum des Zitzengummis zur Erzielung einer gleichgroßen Schließkraft an der Zitzenspitze bei einem eichen Gummi mit niedrigem Einfaltdruck (6 k Pa) um etwa 10 So höher liegen muß, als bei einem steifen Gummi mit hohem Einfaltdruck (15 k Pa.
  • zur die Bestimmung der notwendigen Druckdifferenz zwischen @nterdruck im Pulsraum in der "Saugphase" und dem Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis derart, daß der Euterinnendruck während der Stimulationsphase auf einem Wert von etwa 3 3 bis 5 k Pa gehalten werden kann, während ein darüberhin aus ansteigender Euterinnendruck durch Milchabgabe au den genannten Euterinnendruck zurückgeführt wird, wurde davon ausgegangen, daß während der Stimulationsphase mit einem Unterdruck im Zitzengummiinnenraum gearbeitet wird, der etwa im Bereich zwischen 20 und 51 k Pa liegt und daß Zitzengummis verwandt werden, die einen Einfaltdruck aufweisen, der etwa zwischen 5 und 15 k Pa liegt.
  • Für die Stimulation kommt es nicht so sehr auf die Art der Stimulation an, solange sichergestellt ist, daß ein Yinimum an Reizniveau erreicht wird. Dieser Minimumwert @ann star schwan£en. Wird nun entsprechend dem erfindungagemäßen Verfahren die Zitzengummibewegung, d.h. die Amplitude der Bewegung herabgesetzt, um auf diese Weise eine Milchflußbegrenzung zu erreichen, so hat sich ergeben, da3 unter diesen Umständen keine opimale Stimulation mehr erfolgen kann. Geä3 der Erfindung wurde nun gefunden, daß aber auch unter diesen Umständen eine optimale Stimtlation dann erhalten werden kann, w3nn die Pulsfrequenz entsprechend gesteigert wird. Es hat sich herausgestellt, daß eine kleine Zitzengummibewegungsamplitude und eine höhere Pulsfrequenz gegenüber einer vollen Zitzengummibewegung und niedriger Frequenz vor allem eine bessere Tonuslockerung der Euter und speziell der Strichkanalmuskulatur ergibt. Dies bedeutet, daß man bei zunehmender Pu.sfrequenz den Druck aif die Zitze normalerweise eher verstärken muß, um den Milchfluß entsrrechend stark zu begrenzen. Es hat sich nun, insbesondere bei höheren Frequenzen (ab 120 Zyklen pro Minute) als sehr vorteilhaft erwiesen, die Flankenwinkel der PuAskurve in der Stimulationsphase möglichst flach zu wählen, d.h. aus der üblicherweise ehr rechteckigen Pulskurvenform während der Stimulationsphase eine mehr sägezahnförmige oder direkt dreieckige oder sogar gleichschenkligdreieckige Kurvenform zu machen. Je flacher der Anstieg bzw. Abfall des Pulsunterdruckes ist, umsomehr werden die Impulse verringert, die auf die Zitze einwirken. Außerdem kann der Gummi besser den T)ruckschwankungen folgen, so daß die Gefahr einer unkontrollierten und harten Gummibewegung (snappy pulsation) ausgeschlossen wird. Hinzu kommt der Vorteil, daß sich durch die Dreiecksform der Pulekurve der Saugphasenanteil in der Regel deutlich rer'leinert und daß der Zeitraum der geringsten Druckbelastung der Zitzen spitze sich sehr stark verkürzt. Damit kann der Unterdruck im Pulsraum vergrößert werden, ohne daß dabei mehr Milch fließt. Über diesen Kunstgriff läßt sich die Amplitude der Zitzengummibewegung und damit der Stimulationsreiz bei gleichbleibendem Milchfluß vergrößern.
  • Die Verbesserung der Tonuslockerung durch höhere Pulsfrequenzen und die Verringerung der Saugkraft an der Zitzenspitze durch die flachen Flankenwinkel gleichen sich weitgehnd aus. Tendenzmäßig zur der Druck auf die Zitze bei Enthung der Frequenz jedoch eher etwa erhöht werden. Als besonders günstige Pulsfrequenzen haben sich 140 bis 280 Zyklen pro Minute erwiesen. Kurzfristig erscheint eine möglichst intensive Stimulation, d.h. hohe Pulsfreauenz(bis 450 Zyklen pro Minute), und eine nicht zu kleine Amplitude am geeignetsten. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, daß eine etwas weniger intensive Stimulation vorzuziehen ist, um die Gefahr einer gewissen Uberstimulation oder Gewöhnung auch langfristig auszuschalten. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur auf Kühe, sondern in gleicher Weise auch auf Schafe und Zieren anwendbar, wobei in diesem letzteren Falle jedoch eher die sich aus der obigen Formel ergebenden niedrigeren Werte für die Druckdifferenz anzuwenden sind.
  • Die oben genannten Überlegungen bezogen sich auf einen sogenannten Zweiraumbecher, d.h. auf einen Melkbecher mit einem Zitzengummieinsatz, bei dem zwischen dem. Zitzen gummi dund den Melkbechergehäuse ein Zwischenraum zum Anschluß an einem Pulsator gebildet wird. Das erfindungsgetiäße Verfahren ist jedoch nuch mit einem sogenannten Einraummelkbecher durchführbar, d.h. einem Melkbecher, bei dem kein Wechsel von Saugtakt und Entlastungstakt stattfindet, sondern die Zitzenspitze ohne Zitzengummimassage vielmehr kontinuierlich einem Unterdruck ausgesetzt ist. In diese: alle rß bei angesetztem Melkbecher während der Stimulavionsphase der Unterdruck in Melkbecher so gewählt werden, da3 sich trotz des angelegten Unterdrucks der gewünschte Euterinnendruck in der Stimulationsphase aufbauen kann. Im Falle eines Einraumbechers wird deshalb das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt, daß während der Stimulationsphase ein Pulsvolumen am oberen Rand des Einraumbechers mit einer Frequenz von mehr als 53 % der Frequenz in der HauDtmelkphase pulsiert wird, und dan während dieses Zeitraumes der Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis auf etwa 13 bis 25 k Pa begrenzt wird.
  • Zur Stimulation ist es nicht notwendig, daß an der Zitze während der gesamten Stimulationsphase eine Pulsation ausgeführt wird. Vielmehr kann eine solche Pulsation lediglich während eines Teils der Stimulationsphase, d.h. zu Beginn der Stimulationsphase, ausgeführt werden. Wird die Pulsation etwa für den Rest der Stimulationsphase abgeschaltet, so sollte jedoch darauf geachtet werden, daß sich der Melkbecher sodann in der"Saugphasenstellung" befindet und daß, da er sich im statischen Zustand befindet, eine ausreichende Druckdifferenz zwischen Innenraum des Zitzengummis und Pulsraum vorliegt, Die Einstellung der Druckdifferenz zwischen dem Innenraum des Zitzengummis und dem Pulsraum kann auf einfache Weise mittels eines Unterdruckbegrenzungsventils erfolgen, das etwa in die Pulsatorverbindungsleitung eingeschaltet wird.
  • Die Stimulation kann auch derart erreicht werden, daß auf den Pulsraum des Nelkbechers während der Stimulationsphase ein pulsierender Druck gegeben wird, der nicht nur bis auf Atmosphärendruck, sondern auf einen Überdruck ansteigt.
  • Hierbei kann der (Jberdrllck etwa zwischen 0 und 25 k Pa liegen. Dadurch daß der Druck im Pulsraum nunmehr zwischen einem maximalen Unterdruck und einem oberen Überdruck verändert wird, erreicht man eine vergrößerte Reizwirkung auf die Zitze, die bei weniger sensiblen und weniger durchgezüchteten Kühen von Vorteil sein kann.
  • Zur Durchführung des erfindungsgeräßen Verfahrens hat sich eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art als zweckmäßig erwiesen, die sich dadurch auszeichnet, daß in der zu der Unterdruckquelle führenden Hauptleitung eine eine erste steuerbare Durchlaßöffnung aufweisende Shuntleitung vorgesehen ist, daß eine die einstellbare Drossel umgehende Bypaseleitung vorgesehen ist und daß in der Hauptleitung eine durch die Shuntleitung umgangene und während der Stimulationsphase verschließbare erste Absperrvorrichtung und in der Bypaseleitung eine während der Hauptmelkphase verschließbarer zweite Absperrvorrichtung vorgesehen sind.
  • Durch eine derartige Ausgestaltung lassen sich die während der Stimulationsphase gegenüber der Hauptmelkphase veränderte Pulsfrequenz sowie der in dem Pulsraum auftretende Un- Unterdruck leicht und genau einstellen, ohne daß wesentliche Abänderungen an den bereits vorliegenden Pulsatoren vorgenommen werden müssen.
  • Fern er ist es für viele Anwendungen zweckmäßig, in der Leitung für die atmosphärische Zuluft zu der Umsteuervorrichtung des Pulsators eine dritte, in der Stimulationsphase verschließbarer Absperrvorrichtung vorzusehen und eine die Absperrvorrichtung umgehende zweite Shuntleitung mit einer zweiten steuerbaren Durchlaßöffnung vorzusehen. Auf diese Weise lassen sich die Steigung der Anstiegsflanke sowie der Abfall dar Kurve des Unterdrucks im Pulsraum genau und beliebig und insbesondere so einstellen, daß sowohl der Flankenanstieg wie auch Flankenabfall einander gleich sind oder daß etwa eine Art Nadelimpuls mit verhältnismäßig steilem 1ankenanstieg und -abfall erhalten wird.
  • Ges einer zweckmäßigen Ausgestaltung wird die erste Absperrvorrichtung in der Hauptleitung durch ein Membranventil gebildet, dessen Steuerseite sowohl mit eIner Leitung für die atmosphärische Zuluft wie über ein Drossel mit der Unterdruckquelle verbunden ist. Gemäß einer anderen Weiterbildung kann die zweite Absperrvorrichtung eine pneumatisch steuerbare Membran umfassen, deren Steuerseite sowohl mit einer Leitung für atmosphärische Zuluft wie über eine Drossel mit der Unterdruckquelle verbunden ist. In diesen Fällen läßt sich eine besonders einfache Zeitsteuerung der Stimulationsphase und eine zeitliche Umschaltung auf die Hauptmelkphase dadurch erreichen, daß in der Leitung für die atmosphärische Zuluft einevierte, in Abhängigkeit von einer Vorwahlzeitsteuerung schließbare Absperrvorrichtung vorgesehen wird.
  • Im folgenden soll die Erfindung nähe anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert werden. ½ der Zeichnung zeigen: Fig. 1 schematisch einen gemäß der Erfindung ausgebildet ten Pulsator, und Fig. 2 ein Beispiel für den Verlauf des Unterdrucks im Pulsraum mit der Zeit;, wobei auf der Ordinate der Unterdruck in Kilopascal abgetragen und auf der Abszisse die Zeit aufgetragen ist. (Konstanter Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis 50 k Pa; maximaler Unterdruck im Pulsraum 24 X Pa; Frequenz gleich 200 Zyklen pro Minute), und Fig. 3 in einer ausgezogenen Kurve eine ähnliche Darstellung wie in Figur 2 mit den Werten: Xonstanter Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis von 43 k Pa; maximaler Unterdruck im Pulsraum: 22,5 k Pa; Frequenz: 240 Zyklen pro Minute. Zusätzlich ist in Vergleich in gestrichelter Darstellung die normale Pulskurve während der Hauptmelkphase dargestellt.
  • Fig. 4 Schematisch einen in der Funktionsweise ähnlichen Pulsator wie in Fig. 1, der jedoch elektrisch gesteuert wird.
  • In Figur 1 ist schematisch ein Pulsator 1 dargestellt, der eine Verbindungsleitung 2 zu einer Unterdruckquelle, zwei zu den Pulsräumen von Melkbechern (nicht dargestellt) führenden Leitungen 3 und 4, sowie eine Zuleitung 5 für atmosphärische Zuluft aufweist. Als Hauptbestandteil weist der Pulsator zwei Druckdosen 6 und 7 auf, die jeweils durch Membranen 8 und 9 in jeweils zwei Räume 10 und 11 bzw. 12 und 13 unterteilt sind, Die Membranen sind durch eine mit ihren Enden mittig an den Membranen befestigte Stan @ 14 verbunden. An der Stange 14 ist ein Schieber 15 befestigt, der auf einer ~latte 16 gleitet, in der parallel zueinander und senkrecht zu der Achse der Stange 14 verlaufende Schlitze 17, 18, 19 ausgebildet sind. Die beiden außenliegenden Schlitze 17 und 19 sind mit der Leitung 3 bzw.
  • ier Leitung 4, die zu den Pulsräumen führen, verbunden, während der mittlere Schlitz 18 dichtend mit einer Leitung 20 verbunden ist, die mit der Verbindungsleitung 2, die zu einer nicht dargestellten Unterdruckquelle führt, in Ver-@@ndung steht.
  • Die beiden Räume 11 und 12 der Drucklosen 6 und 7 sind jeweils über Leitungen 21, 22 mit einem ansich beRsnnten Steuerwerk 23 verbunden. Das Steuerwerk 24 steht üner eine Leitung 24 mit der Leitung 2 Zu der Unterdruckquelle in Verbindung. Die beiden Raume 10 und 13 der Druckdose 6 und 7 sind über eine Verbindungsleitung 25 verbunden, in der eine einstellbare Drossel 26 etwa in Form eines in die Leitung vorstehenden verschraubbaren Dosierstiftes liegt. Die einstellbare Drossel dient zur Yeränderung des Durchgangsquerschnitts der Verbindungsleitung 25.
  • Der bisher beschriebene Pulsator ist mit Ausnahne der Zuleitung 5 für atmosphärishce Zuluft bekannt.
  • Gemäß der Erfindung ist nun die Verbindung zwischen der Leitung 2 und der Leitung 20 derart ausgebildet, daß die Leitung 2 in einem Ringraum 29 in einem Steuergerät 30 mündet. Der Ringraum ist zur selben Seite hin wie das Ende der Leitung 20 geöffnet und beide Öffnungen können durch eine Membran 31 verschlossen werden, wenn vliese gegen eine Fläche 32 anliegt. Befindet sich die Membran 31 in einer unausgelenkten Stellung, so steht das Ende der Leitung 20 mit dem Ringraum 29 und über diesen mit der Leitung 2 in Verbindung. Parallel zu dieser Verbindung liegt ein die Leitung 20 und den Ringraum 29 verbindende Durchgangsöffnung 33. Der Durchtrittsquerschnitt dieser Öffnung 33 kann mit Hilfe einer Steuerschraube 34 mit einer vorderen konischen Fläche 35 eingestellt werden.
  • Die Durchgansöffnung 33 in Verbindung mit der Steuerschraube 34 bilden ein Unterdruckreduzierventil.
  • Auf der dem Ende der Leitung 20 abgewandten Seite der Membran 31 ist ein weiterer Raum 36 gebildet, in dem die Zuleitung 5 für atmospharische Zuluft mündet. Die Zuleitung 5 für atmosphärische Zuluft ist normalerweise geöffnet. Diese Verbindungsleitung besteht vorzugsweise aus einem biegsamen Schlauch. Dieser kann durch das Ende 37 eines Hebels 38 abgeklemmt und damit verschlossen werden, wenn das Ende 37 den Schlauch der Leitung 5 gegen eine festlie,ende Anlage 39 drückt. Der Hebel 38 ist Teil einer Zeituhr, die auf eine bestimmte Vorlaufzeit entsprechend der Länge der Stimulationsphase voreingestellt werden kann. Während des Ablaufs der voreingestellten Zeit wird der Hebel 33 im Gegenuhrzeigersinn in Dichtung des Pfeiles 40 verdreht und der Hebel 38 kommt am Ende der vorbestimmten Zeit sodann zur anlage gegen die Leitung 5.
  • Der Raum 36 des Steuergerätes 30 ist ferner über eine Leitung 43 mit einer pneumatischen Schlauchklemme 44 verbunden. Die Schlaucliklemme 44 besteht aus einem Druckdosengehäuse 45, das durch eine Membran 46 in zwei Räume unterteilt wird. In dem Raum 47 mündet die Leitung 4). Der Raum 48 ist gegen die Atmosphäre hin geöffnet, da sich durch die Wandung des Gehäuses ein Haken 49 erstreckt, der an der Membran 46 befestigt ist. Der Haken 49 hintergreift mit seinem gebogenen nde eine in Fortn eines biegsamen Schlauches ausgebildete Bypassleitung 50, die eine Umgehungsleitung für die einstellbare Drossel 26 in der Verbindungsleitung 25 darstellt. Die Bypassleitung 50 kann ihrerseits mit @ner @instellbaren Drossel 71 ausgestattet sein.
  • In dem Steuergerät 30 ist ferner noch eine Verbindungsleitung 53 zwischen der Leitung 2 und dem Raum 36 vorgesehen. In dieser Verbindungsleitung 53 liegt eine Drossel 54, die einen wesentlich geringeren Querschnitt als die Leitung 5 aufweist.
  • Die Funktionsweise des Pulsators ist wie folgt: Zu Beginn einer Stimulationsphase wird die Zeituhr 52 durch Verdrehung des Hebels 38 im Uhrzeigersinn auf die vorbestimmte Stimulationszeit eingestellt. Hierbei wird die Verbindungsleitung 5 geöffnet, so daß Atmosphärendruck in dem Raum 36 des Steuergerätes 30 und über die Leitung 43 auch in dem Raum 4' der pneumatischen Schlauchkleme 44 herrscht. In diesem Zustand gibt die pneumatische Schlauchklemme 44 die Bypassleitung 50 frei. Ferner ist in dem Steuergerät 30, da auf den beiden verschiedenen Seiten der membran 31 einerseits Atmosphärendruck und auf der anderen Seite ein Unterdruck über die Leitung 2 herrscht, die Membran 31 derart ausgelenkt, daß sie gegen die Fläche 32 anliegt und damit den direkten Durchgang zwischen der Leitung 2 über den Ringraum 29 zu der @ i t @ SO verschließt. In diesem Falle kann somit der Unterdruck aus der Leitung 2 lediglich nur noch über den Ringraum 29 und die Durchgangs öffnung 33 in die Leitung 20 und über den Schlitz 18 wechselweise in eine der Pulsleitungen 3 und 4 gelangen.
  • Für eine korrekte Arbeitsweise des Steuerwerks 23 ist es wichtig, daß dieses unmittelbar mit der -zu der Unterdruckquelle führenden Leitung 2 und nich mit der Leitung 20 verbunden ist. Durch das Steuerwerk 23 wird der in der leitung 2 herrschende Unterdruck von der Unterdruckquelle über die Leitung c'4 abwechselnd über die Leitung 22 in den Raum 12 bzw. über die Leitung 21 in den Raum 11 der Druckdosen 7 bzw. 6 eingeleitet. Demtentsprechend werden die Membrenen 8 und 9 und die daran befestigte Stange 14 wechselweise nach rechts und links ausgelenkt. Das Fluid, das sich in den Räumen 13 und 10 der Druckdosen 5 und 7 befindet, kann sich hierbei über die Verbindungsleitung 25 und insbesondere über die Bypassleitung 50, die zu diesem Zeitpunkt offen ist, ausgleichen. Aufgr'nd der geöffneten Bypasaleitung 50 kann dieser Ausgleich sehr schnell erfolßen, so daß eine sehr schnelle Hin- und Herbewegung der Stange 20, d.h. eine hohe Pulsationsfrequenz ermöglicht wird. Durch die einstellbare Drossel 71 in der Bypassleitung 50 kann die gewünschte Pulsationsfrequenz in der Stimulationschase eingestellt werden. Bei jeder Hin- und Herbewegung ler Stange 14 wird der an dieser befestigte Schieber 15 ein und herbewegt, wodurch etwa in der in der Zeichnung dergestellten linken Endstellung des Schiebers die Schlitze 17 und 18 miteinander verbunden werden, so daß der Unterdruck aus der Leitung 20 in die Pulsatorleitung 3 gelangen kann, während Atmosphärendruck über den freiliegenden Schlitz 19 in die Pulsatorleitung 4 gelangen kann.
  • In der rechten Endstellung der Stange 14 liegt sodann der Schieber 15 derart, da er eine Verbindung zwischen den Schlitzen 18 und 19 der Platte 16 bewirkt, wodurch der Unterdruck aus der Leitung 20 in diePulsatorleltung 4 gelangen kann, während nunnehn der Schlitz 17 freiliegt, so daß Atmosphärendruck in die Pulsatorleitung 3 gelan-t.
  • Durch die Einstellung der Größe der Durchgangsöffnung 33 wird bestimmt, wie schnell sich ein Unterdruck in der Leitung 20 aufbauen kann und gleichzeitig damit auch, welche Höhe dieser Unterdruck erreichen kann, bevor bereits wieder eine Umsteuerung durch eine Verschiebung der Stange 14 stattfindet. Auf diese Weise kann genau die Flankensteigung beim Anstieg des Unterdrucks im Pulsraum mit der Zeit eingestellt werden. Eine Einstellung der Steigung des Flankenabfalls der Pulsatorkurve, wie sie näher in der Figuren 2 und 3 gezeigt sind, kann in ähnlicher Weise durch eine gezielte Einstellung der atmosphärischen Zuluft zu den Schlitzen 17 bzw. 19 erfolgen. Eine solche Vorrichtung ist einfach herzustellen und ist deshalb nicht ausführlicher noch dargestellt.
  • Am Ende der Stimulationsphase, deren Zeit durch die Zeituhr 52 eingestellt ist, kommt das Ende 37 des Hebels 38 zur Anlage gegen den Schlauch der Verbindungsleitung 5, wodurch der Schlauch abgeklemmt wird und damit die atmosphärische Zuluft unterbunden wird. Ab diesem Zeitpunkt kann sich nunmchr in dem Raum 36 des Steuergerätes ,) der Unterdruck aus der Leitung 2 über die Drossel 54 aufb@uen. Sobald in dem Raum 36 der gleiche Unterdr@ck erreicht ist wie in der Leitung 2, kommt die Membran 31 in ihre unausgelenkte Lage, wodurch eine Verbindung mit großem Querschnitt zwischen der Le tung 2 über den Ringraum 29 mit der Unterdruckleitung @0 hergestellt wird.
  • Dadurch wird bewirkt, daß sich jeweils bei einer Umste@erung des Schiebers 15 in verhiltnismäßig kurzer Zeit ein hoher Unterdruck in der Leitung 3 bzw. der Leitung 4 und somit in den entsprechenden Pulsräumen der Melkbecher aufbauen kann, wobe- die Höhe des Unterdrucks in den Saugphasen jeweils dem Melkvakuum entspricht.
  • während sich der Unterdruck in dem Raum 36 des Steuergerätes 30 ausbildet, setzt sich dieser auch über die Leitung 43 in den Raum 47 fort und bewirkt, daß die Membran 46 in der Figur 1 nach aufwärts ausgelenkt wind. Hierdurch wird der Haken 49 nach aufwärts gezogen, wodurch er den Schlauch 50 gegen dLe Außenseite der pneumatischen Schlauchklemme zieht und damit den Schlauch 50 abklemmt. Hierdurch ist die Bypassleitung 50 verschlossen.
  • In diesem Stadium kann somit ein Druckausgleich zwischen den Räumen 10 und 13 der Druckdosen 6 und 7 nunmehr über die Leitung 25 und die einstellbare Drossel 26 erfolgen.
  • Die Drossel 26 ist jedoch von vorherein so eingestellt, daß der Pulsator lediglich nur noch mit einer Frequenz von etwa 60 Zyklen pro Minute schwingen kann. Diese Frequenz entspricht der üblichen Pulsationsfrequenz während der Hauptmelkphase.
  • Der erfindungsgemäße Pulsator ermöglicht also eine genaue Einstellung dar MelXparaméter während der Stimulationsphase und gleichzeitig eine automatische Umschaltung nach Ablauf der Zeit für die Stimulationsphase auf die Melkparameter in der Hauptmelkphase.
  • Bes Steuergerät 30 muß nicht unbedingt in der Leitung ° zu der Unterdruckquelle angeordnet sein. Vielmehr könnten auch je ein solches Steuergerät in der Pulsatorleitung 3 und 4 angeordnet sein (Wechseltaktbetrieb). Bei Gleichttaktbetrieb wäre lediglich ein Steuergerät für alle Pulsatorleitungen gemeinsam nötig. Ein Vorteil dieser Anordnungen würde darin bestahen, daß die vorhandenen Pulsatoren praktisch kaum verandert zu werden brauchten.
  • In den Figuren 2 und 3 ist der Verlauf des Drucks in dem Pulsraum eines Melkbechers, dessen Pulsation mit dem in Figur 1 gezeigten Pulsator gesteuert wird, in der Stimulationsphase gezeigt.
  • In Figur 2 ist auf der Ordinate der Unterdruck in dem Allsraum in k Pa angegeben. Der Wert 0 bedeutet dnrnnach Atmosphärendruck. Die Linie 50 k Pa zeigt die Höhe des Unterdrucks an, der in der Hauptmelkphase sowohl konstant auf den Innenraum des Zitzengummis wie auch maximal in der Saugphase auf den Pulsraum gegeben wird. Betrachtet man einen Zyklus des Pulsunterdrucks in der Stimulationsphase, so steigt etwa von dem Punkt P 1 ausgehend, an dem im Pulsraum Atmosphärendruck herrscht, der Unterdruck kontinuierlich zn, bis er im Punkte P 2 einen maximalen Wert von 24 k Pa erreicht. Nach dem Erreichen dieses maximalen Unterdruckes erfolgt sodann wieder ein kontinuierlicher Abbau des Un-Unterdrucks bis im Zeitpunkt P 3 wieder Atmosphärendruck erreicht wird. Wie aus der Kurve deutlich wird, erfolgt aer Aufbau des Unterdrucks in der Zeit zwischen P 1 und P 2 sowie der Abbau des Unterdrucks zwischen den Punkten ? 2 und AD 3 in annähernd ähnlicher Diese. D.h. die Steigung des Flankenanstieges 61 der Kurve 60 entspricht etwas der Steigung des Flankenabfalls 62 der Kurve 60. Außerdem ist diese Steigung verhältnismäßig gering. Das bedeutet aber, daß :jhrend jedes Zyklus eie abrupte Druckänderung in dem Pulsraum erfolgt, so daß während jedes Zyklus auch kein großer Impuls auf die Zitze einwirkt.
  • Weiterhin wird aus der Kurve 60 deutlich, daß der maximale Unterdruck in dem Pulsraum nur zu einem ganz kurzen Zeitpunkt, nämlich lediglich während der Zeit im Punkte P 2 erreicht und aufrechterhalten wird. Wie oben ausgeführt wurde, bestimmt die Differenz zwischen dem in Innenrau des Zitzengummis herrschenden Druck ud dem maximalen Unterdruck im Pulsraum unter @erücksichtigung des Einfaltdruckes des Zitzengummis die minimale Zuhaltekraft an der Zitzenspitez während jedes Pulszyklus. Je länger die Zeit ist, während der nur eine geringe Zuhaltekraft auf die Zitzenspitze wirkt, um so mehr Milch kann bei dem anliegenden Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis abgezogen werden. Dadurch, daß der maximale Unterdruck im Pulsraum immer nur äußers@ kurzzeitig erreicht wird, kann die tatsächlich aus der Zitze gezogene Milch sehr genau gesteuert werden und sehr Klein geh.zlten werden. Dadurch kann insgesamt der Euterinnendruck auf de gewünschten Wert während der Stimulationsphase gehalten werden. Die in Figur 2 gezeigte Kurve -; zeigt eine Pulsationskurve mit einer Frequenz von 200 Zyklen pro Minute. Eine solche Pulsationsfrequenz hat sich für die Stimulation als sehr gut erwiesen.
  • In Figur 3 ist in ausfflezogenen Linien eine ähnliche Pulsationskurve wie in Figur 2 dargestellt. Bei dieser Stimulation wurde im Innenraum des Zitzengummis ein Un-Unterdruck von 43 k Pa aufrechterhalten. Der Unterdruck im Pulsraum wurde entsprechend der Kurve 7G derart gesteuert, daß er zwischen Atmosphärendruck und eie maximalen Unterdruck von 22,5 k Pa zyklisch schwankte.
  • Auch bei dieter Kurve sind die Anstiegs- und Abfallflanke der Kurve während eines Zyklus etwa gleich steil und verhältnismäßig flach. Der maximale Unterdruck von 22,5 k Pa wird ebenfalls jeweils lediglich während eines äußerst kurzen Zeitpunktes aufrechterhalten. Die Frequenz der Pulsation lag bei 240 Zyklen pro Minute. Die vorgenannten 3edingungen für die Stimulationsphase haben sich als besonders günstig erwiesen. In Figur 3 ist weiterhin in gestrichelten Linien eine Kurve 80 zum Vergleich darsestellt. Diese Kurve 80 entsoricht der üblicherweise angewandten Pulsationskurve während der Hauptmelkphase.
  • Die Besonderheiten dieser Kurve sind, daß der maximale Unterdruck bei 50 k Pa liegt, daP die Pulsation eine Frequenz von 60 Zyklen pro Minute aufweist und daß die Saugphasenim Verhaltnis zu den Entlastunsphasen langer sind.
  • In Figur 4 ist schematisch eine weitere mögliche Ausführungsform für einen Pulsator dargestellt, mit dem durch elektrische Steuerung die Melkparameter während der Stimulationaphase sowie in der Hauptmelkphase eintellbar sind. Tn einer Leitung 90, die von der Unter-@ruckquelle herkommt, liegt ein erstes Magnetventil 91.
  • Die Ausgangsleitung 92 des ersten Magnetventils 91 ist über ein zweites Magnetventil 93 mit der zu den Pulsräumen fahrenden Leitung 94 verbunden. Das erste tagnetventil 91 weist einen Anker 95 auf, an dessen unterem Ende ein Ventilteller 96 ausgebildet ist. Der Ventiltellar 96 wird, wenn sich der Magnet 97 im erregten Zustand befindet, entgegen der Kraft einer Feder 98, die das Magnetventil im unbetätigten Zustand in einer geöffneten Stellung hält, @egen eine Ventilfläche 99 gezogen. aus diese Weise wird in erregten Zustand das Magneten 9z die Verbindung zwischen der Leitung 90 und der Leitung 92 über das Magnetventil 91 unterbunden.
  • In einer das Magnetventil 91 umgehenden Leitung 100, die eine Verbindung zwischen der Leitung 90 und der Leitung 92 bildet, liegt eine einstellbare Drossel 101.
  • Die Verbindungsleitung zwischen den Leitungen 92 und 94 ist durch ein zweites Magnetventil 93 verschließbar. Der Anker 162 dieses zweiten Magnetventils, der an seinem unteren Ende ebenfalls einen Ventilteller 103 aufweist, ist durch eine Feder 104 gegen einen Ventilsitz 105 vorgespannt. Sofern die Magnetspule 106 des Magnetventils 93 nicht erregt ist, ist somit die Verbindung zwischen den Leitungen 92 und 94 verschlossen.
  • Der Anker 102 ist parallel zu seiner Achse mit einer nach oben offenen Blindbohrung 107 versehen. In diese mündet eine Querbohrung 108. Die Öffnung der Querbohrung 108 liegt dann, wenn die Magnetspule 106 nicht erregt ist und das Magnetventil deshalb geschlossen ist, in einer Lage, in der sie mit der Leitung 94 unmittellar in Verbindung steht.
  • Dagegen ist ie außenliegende Öffnung der Querbohrung 103 dichtend durch eine Rohrhülse 109 verschlossen, wenn die Magnetspule 106 erregt ist und sich der Anker 102 in einer angehobenen Stellung befindet. Bei aer Eewiegung des Ankers 102 in senkrechter Richtung in Figur 4 in der Zeichenebene wird dieser durch die Rohrhülse 109 geführt. Im erregten Zustand der Magnetspule 106 gibt somit der Ventilteller 103 den Durchgang zwischen den Leitungen 92 und 94 frei.
  • Die Funktionsweise des In Figur 4 gezeigten Pulsators ist wie folgt: Vor Beginn der Stimulation wird die einstellbare Drossel auf einen vo@bestimmten Durchlaß eingestellt. Die @@@@@@ spule 27 wird erregt, so daß das erste Magnetventil@ 91 geschlossen ist. Sodann wird während der Stimulationsphase das Magnetventil 93 mit der gewünschten Pulsfrequenz steuert, so daß dieses Lagnetventil sich im Takt der gewünschten Pulsfrequenz öffnet und schließ. Bei jeder Schließen dieses zweiten Magnetventils 93 wird eine ;erbindung zwischen der Leitung 94 über die Leitung 92 und die Leitung 100 mit der Leitung 90, die mit der Unterdruckquelle (nicht dargestellt) in Verbindung steht, unterbrochen. In dieser Stellung des zweiten Magnetventils 93 wird jedoch die Öffnung der Querbohrung 108 von der Rohhülse 109 freigegeben. Auf diese Weise wird eine 7erbindung zwischen der Leitung 94 über die Querbohrung 108 und die Blindbohrung 107 mit Atmosphärendruck hergestellt.
  • so daß sich in der Leitung 94 ein Atmosphärendruck aufbauen kann. Wird sodann die Nagnetspule 106 erregt, so wird der Anker 102 in den Magneten hineingezogen, wodurch die Öffnung der Querbohrung 108 durch die Rohrhülse 109 verschlossen wird. Gleichzeitig wird der Ventilteller 103 von seinem Ventilsitz 105 abgehoben, so daß nunmehr die Leitung 94 über die Leitung 92 und die Leitung 100 mit der Leitung 90 in Verbindung stcht. Aufgrund der Drossel 101 in der Leitung 100 kann sich sodann entsprechend diesem verringerten Durchgang langsam der gewünschte Unterdruck in der Leitung 94 aufbauen. Dadurch kann die Steigung der Anstiegsflanke der Pulskurve vom Atmosphärendruck auf den gewünschten Unterdruck beliebig und genau eingestellt werden. Die Steigung der Abfallflanke von dem maximalen Pulsunterdruck wieder zurück auf Attnosphärendruck könnten in entsprechender Weise d-'t.durch gesteuert werden, daß an dem oberen Ende der Roh-@ülse 109 gleichfalls eine einstellbare Drossel vorgesehen wird.
  • Die Frequenz, mit der das zweite Magnetventil 93 in Vibriation gesetzt wird, kann zwischen 93 und 400 Zyklen pro minute liegen.
  • wenn von der Stimulationsphase auf die Hauptmelkphase umgeschaltet wird, wird die Piagnetspule 97 erregt, so daf3 das Magnetventil 91 geöffnet wird. Dadurch wird eine Hauptverbindung zwischen der Leitung 90 und der Leitung, 92 hergestellt, so daß nunmehr ein schneller Aufbau eines ausreichenden Unterdrucks in des Pulsräumen stattfinden kann. Gleichzeitig wird die Frequenz des zweiten Magnetventils 93 auf die übliche Frequenz von 60 ZykLen pro Minute für die Hauptmelkphase herabgesetzt.

Claims (19)

  1. Verfahren und Vorrichtun zum inaschinellen Milchentzug Patentansprüche 1. Verfahren zum maschinellen Milchentzug, bei dem zum Entziehen der Milch an dein Innenraum eines an eine Zitze angesetztem Melkbechers ein Unterdruck vorbestimmter Höhe angelegt wird und eine Pulsation eines Zitzengummis mit vorbestimrter Frequenz und Stärke durchgeführt wird und bei angesetztem Melkbecher in einer Stimulationsphase während einer vorbestimmten Zeit vor cter Hauptmelkphase auf die Zitze stimulierend eingewirkt wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß während der Stimulationsphase die Pulsation des Zitzengummis mit einer um weinigstens 50 % gegenüber der Frequenz der Hauptmelkphase erhöhten Frequenz erfolgt und daß während dieses Zeitraumes der maximale Pulsunterdruck im Pulsraum des Melkbechers in Abhängigkeit von dem Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis und dem Einfaltdruck des Zitzengummis so wewajilt wird, daß er in dem durch die Formel: Unterdruck Einfaltdruck im Zitzen- des Zitzengummiinnen- gummis raum Pulsunterdruck = 6 + + # 5[k Pa] (Stimulationsphase) 3 4 angegebenen Bereich liegt.
  2. 2. Verfahren zum maschinellen Milchentzug, bei dem zum Entziehen der Milch an dem Innenraum eines an eine Zitze angesetzten sogenannten Einraummelkbechers ein Unterdruck vobestimmter Höhe angelegt wird und bei angesetztem Melkbecher in einer Stimulationsphase während einer vorbestimmten Zeit vor der Hauptmelkphase auf die Zitze stimulierend eingewirkt wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß während der Stimulationsphase ein Pulsvolumen am oberen Rand des Einraumbechers mit einer um wenigstens 50 % gegenüber der Hauptmelkphase erhöhten Frequenz pulsiert wird und daß während dieses Zeitraumes der Unterdruck im Innenraum des Zitzengummis auf 18 bis 25 k Pa begrenzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Stimulationsphase 40 bis 90 Sekunden dauert.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Pulsation des Zitzengummis in der Stimulationsphase mit einer Frequenz von 40 bis 280, und vorzugsweise von 160 bis 220 Zyklen pro Minute erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß nur während eines Teils der vorbestimmten Zeit der Stimulationsphase stimulierend auf die Zitze eingewirkt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Anstieg und der Abfall des Unterdrucks ia Pulsraum des Melkbechers so gesteuert wird, daß sich jeweils ein weitgehend konstanter Anstieg .fie auch Abfall des Unterdrucks während der Stimulationsphase ergibt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n -z eichn et, daß der Anstieg und der Abfall des Unterdrucks praktisch den gleichen zeitlichen Verlauf haben.
  8. 8. Verfahren nach eine der vorhergehenden Ansprüche, dadurch G e k e n n z e i c h n e t, daß bei Erreichen des vorbestimmten Unterdrucks im Pulsraum des Melkbechers unmittelbar eine Umsteuerung von Anstieg auf Abfall des Unterdrucks erfolgt.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Einstellung des maximalen Unterdrucks in dem Pulsraum während der Stimulationsphase mittels eines mit der Pulsatorleitung in Verbindung stehenden UnterdruckbegrenzunOsventils erfolgt.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß während der Stimulationsphase an den Pulsraum ein Druck angelegt wird, der zwischen dem aus der Formel in Anspruch 1 errechenbaren Pulsunterdruck und einem im Bereich von 0 bis 15 k Pa liegenden Überdruck pulsiert.
  11. 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem mit einer Unterdruckquelle einerseits und zu den Pulsräumen der Melkbecher führenden Pulsatorleitungen andererseits verbundenen Pulsator mit zwei durch ein Verbindungsgestänge mite~nander verbundenen Membranen, die jeweils eine Druckdose in zwei getrennte Räume unterteilen, von denen zwei Räune über eine ggf. einstellbare Drossel miteinander in Verbindung stehen, während die beiden anderen Räume wechselweise über ein Steuerwerk mit der Unterdruckquelle verbindbar sind, und mit einer mit dem Verbindungsgestänge verbundenen Umsteuervorrichtung zum wechselweisen Verbinden einer oder zwei Grunpe(n) von Pulsatorleitungen mit der Unterdruckquelle und mit atmosphärischer Zuluft, dadurch G e k e n n z e i c h n e :;, daß in der zu der Unterdruckquelle führenden Hauptleitung (2) eine eine erste steuerbare Durchlaßöffnung (35) aufweisende Shuntleitung vorgesehen ist, daß eine die einstellbare Drossel (26) umgehende Bypassleitung (50) vorgesehen ist, daß in der Bypassleitung eine zweite einstellbare Drossel (71) vorgesehen ist, und daß in der Hauptleitung (2) eine durch die Shuntleitung (33) umgangene und während der Stinulationsphase verschließbare erste Absperrvorrichtung (31, 32) und in der Bypassleltung (50) eine während der Hauptmelkphase verschließbare zweite Absperrvorrichtung (44) vorgesehen sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das Steuerwerk (23) unmittelbar mit der zu der Unterdruckquelle führenden Hauptleitung (2) verbunden ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch g e -k e n n z e l C h n e t, daß in der Leitung für atmosphärische Zuluft zu der Umsteuervorrichtung (15, 16, 17, 18, 19) des Pulsators (1) eine dritte, in der Stimulationsphase verschließba:e Absperrvorrichtung vorgesehen ist, und daß eine die Absperrvorrichtung umgehende zweite Shuntleitung mit einer zweiten steuerbaren Durchlaßöfftung vorgesehen ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die erste Absperrvorrichtung in der Hauptleitung (2) durch ein Xembranventil (30) gebildet wird, dessen Steuerseite (36) sowohl mit einer Leitung (5) für atmosphärische Zuluft wie über eine Drossel (54) mit der Unterdruckquelle verbunden ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch g e @ e n n z e i c h n e t, daß die zweite Absperrvorrichtung eine pneumatisch @teuerbare Membran (46) umfaßt, deren Steuerseite sowohl mit einer Leitung (5) für atmosphärische Zuluft wie über eine Drossel (54) mit der Unterdruckquelle verbunden ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14 und/oder 15, dadurch g e k e n n 3 e i c h n e t, da3 in der Leitung (5) für die atmosphärische Zuluft eine vierte, in Abhängigkeit von einer Vorwahlzeitsteuerung (52) schließbare Absperrvorrichtung (37, 38, 9) vorgesehen ist.
  17. 17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem mit einer Unter druckquelle einerseits und zu den Pulsräumen der Melkbecher führenden Pulsatorleitungen andererseits verbundenen Pulsator, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß in der von der Unterdruckquelle zu den Pulsatorleitungen (94) führenden Leitung (90) ein erstes und zweites elektromagnetisches Ventil (91, 93) angeordnet sind, daß eine dns erste elektromagnetische Ventil (91) umgehende Rypassleitung (100) mit einer eins'Qellbaren Drossel (101) vorgesehen ist, und daß das zweite elektromagnetische Ventil (93) in einer ersten Stellung die Verbindung zwischen der UnterdruckqueLle und den Pulsatorleitungen (94) verschließt und die Pulsatorleitungen mit der Atmosphäre verbindet und in einer zweiten Stellung die Pulsatorleitungen (94) mit der Unterdruckquelie verbindet und die Verbindung der Pulsatorleitungen mit der Atmosphäre unterbricht.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch G e k e n n -z e i c h n e t, daß das zweite elektromagnetische Vertil (93) mit einer Frequenz bis zu 400 Zyklen/min zwlschen seiner ersten und zweiten Stellung umsteuerbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 oder 18, durch g e r; e n n z e i c h n e t, daß eine Zeitsteuervorrichtung vorgesehen ist, durch die das erste elektromagnetische Ventil (91) während der Stimulationsphase in seiner geschlossenen und während der Hauptmelkphase in der geöffneten Stellung haltbar ist.
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