DE3046863A1 - Elektronisch gesteuertes kraftstoffzumesssystem fuer eine brennkraftmaschine - Google Patents
Elektronisch gesteuertes kraftstoffzumesssystem fuer eine brennkraftmaschineInfo
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Description
R- 6704
28.11.1980 Mü/Kn
ROBERT BOSCH GMBH, 7OOO STUTTGART 1
Elektronisch gesteuertes Kraftstoffzumeßsystem
für eine Brennkraftmaschine
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem elektronisch gesteuerten Kraftstoffzumeßsystem für eine Brennkraftmaschine nach der
Gattung des Hauptanspruchs. Bekannt ist zum Vermeiden von Drehmomentsprüngen und damit von unerwünschtem Ruckein der
Brennkraftmaschine die einzelnen Zumeßsignale zu überwachen
und Änderungen dieser Zumeßsignale zu begrenzen. Dies geschieht bei dem bekannten System dadurch, daß ausgehend von
einem bestimmten Zumeßsignal jeweils ein oberer und ein unterer Grenzwert für das nächstfolgende Zumeßsignal gebildet
wird und bei zu großen Änderungen dann eben diese Grenzwerte zum Tragen kommen.
Es hat sich nun gezeigt, daß dieses bekannte ''Antiruckel"-System
nicht immer zuiriedenstellend arbeitet, da die Änderungsbegrenzung bei Übergangsbetrieben wie Beschleunigung
und- Schub abschaltbar sein muß und speziell beim Auftreten dieser Bereiche Ungenauigkeiten entstehen.
β7-0
Vorteile der Erfindung
Mit dem erfindungsgemäßen elektronisch gesteuerten Kraftstoff
zumeßsystem mit den Merkmalen des Hauptanspruchs erhält man ein Antiruckelsystem, das auch bei kritischen
Betriebszuständen gute Ergebnisse hinsichtlich des Fahrverhaltens sowie der Abgaszusammensetzung erzielt. Insbesondere
ist es vorteilhaft, für unterschiedliche Betriebszustände unterschiedliche Begrenzungen zu wählen,
so daß sehr genau einzelne Forderungen berücksichtigt werden können.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und im folgenden näher beschrieben und erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein Drehzahl-Last-Diagramm mit Angabe
eines ruckelempfindlichen Bereichs, Fig. 2 verschiedene
Beispiele für die Wirkungsweise des Systems bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen, Fig. 3 ein Flußdiagramm
im Zusammenhang mit einer rechnergesteuerten Realisierung der Erfindung, Fig. It ein Blockschaltbild als Beispiel
einer Hardware-Lösung, und Fig. 5 eine Einzelheit zum Gegenstand von Fig. k.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
Das Ausführungsbeispiel betrifft ein elektrisch gesteuertes
Kraftstoffzumeßsystem bei einer Brennkraftmaschine mit
Fremdzündung, wobei der Kraftstoff über impulsweise angesteuerte Einspritzventile zugemessen wird.
Als Ruckein bezeichnet man einen Fahrbetrieb, bei dem das
Fahrzeug durch zyklische Drehmomentschwankungen jeweils abgebremst
und wieder beschleunigt wird. Die Ursache liegt in der Art der Lasterfassung. Das Lastsignal ti ist proportional
6 70 4
dem Luftdurchsatz im Ansaugrohr und damit proportional dem
Ausgangssignal des Luftmengenmeßgeräts und umgekehrt proportional
zur Drehzahl. Beim Ruckein kann von näherungsweise konstantem Luftmengensignal ausgegangen werden, während die
Drehzahl um einen Mittelwert schwankt. Bei konstanter Ausgangsspannung des Luftmengenmeßgeräts "bewirkt demnach eine
Drehzahlabnahme eine Anfettung des Gemische, während zunehmende
Drehzahl zur Abmagerung führt.
Liegt man nun mit der Auslegung eines Kraftstoffzumeßsystems
in einem TL -Bereich, in dem das Drehmoment proportional zum
Tl-Wert ist, dann bewirkt eine zunehmende Drehzahl eine Abmagerung
des Gemisches und dadurch ebenfalls eine, unter Umständen sehr starke, Drehmomentabnähme, die wiederum zu einem
verstärkten Drehzahlabfall führt. Diese Drehzahlabnahme
erzeugt nach der mathematischen Beziehung des Lastsignals ti ^- Q/n eine Anfettung des Gemisches und damit eine Drehmomentzunahme,
was einer Beschleunigung gleichkommt. Die Folge davon ist wiederum eine Drehzahlzunahme und der gesamte
Vorgang beginnt von neuem.
Dies führt, gekoppelt mit einem entsprechend schwingungsfähigen System (Motor - Kupplung - Getriebe - Kardanwelle Hinterachse
- Reifen) zum "ruckelnden Fahrbetrieb". Angeregt werden kann dieser Vorgang z.B. durch ein einzelnes zu
hohes Lastsignal ti oder durch eine Bodenwelle o.a., die eine schnelle Drehzahländerung anregt.
Im Hinblick auf das genannte schwingungsfähige System als '
solches gibt es im Last-Drehzahl-Kennfeld einer Brennkraftmaschine
verschiedene Bereiche.mit unterschiedlicher Ruckelneigung.
Ein derartiges Kennfeld ist in Fig. 1 dargestellt und in
diesem Kennfeld sind unterschiedliche Bereiche für verschiedene Gegenmaßnahmen eingezeichnet, sowie ein besonders kritischer
Bereich, in dem Ruckel aufgrund der Aiislegung von
Motor · ηά ir.hri.eug besonders kritisch ist.
Man kann Ruckelerscheinungen dämpfen, indem das ganze Gemisch fetter eingestellt wird. Im Einblick auf einen sparsamen
Verbrauch sovie gutes Abgas ist diese Methode jedoch nicht allgemein anwendbar. Beim Ausführungsgegenstand hingegen
wird vorzugsweise im ruckelgefährdeten Bereich eine Mittelwertbildung
der einzelnen Zumeßsignale vorgenommen, wobei in Übergangsbereichen eine Sonderregelung betroffen wird.
Fig. 2 zeigt verschiedene Diagramme zur Wirkungsweise des Ausführungsbeispieles bei unterschiedlichen Betriebszuständen,
So zeigt Fig. 2a ein recht unruhiges Laststignal (ti) dessen
Einzelwerte in ausgleichendem Sinne gemittelt werden.
Fig. 2b zeigt das Signalverhalten bei einem typischen Beschleunigungsvorgang,
wenn nämlich das Lastsignal stark ansteigt und gewisse Änderungsschwellwerte überschreitet. Die
Verhältnisse bei einer langsamen Lastzunahme zeigt Fig. c. Dort wirkt anfangs die Mittelwertbildung aufgrund der Tatsache,
daß ein bestimmter Änderungswert im Lastsignal noch nicht erreicht wird. Diese Mittelwertbildung würde im Endeffekt
zu einem immer stärkeren Auseinanderklaffen von tatsächlichem
und gemitteltem Wert führen, so daß für eine Annäherung dieser beiden unterschiedlichen Werte Sorge getragen
werden muß.
In entsprechender Weise zeigen die Figuren 2d und e die Verhältnisse bei einem Übergang in den Schubbetrieb sowie '
bei langsamer Lastabnahme.
Wesentlich ist, daß die einzelnen Fahrzustände erkannt, entsprechend
bewertet und nachfolgend die richtigen Schlußfolgerungen im Sinne einer Ruckel-Gegensteuerung gezogen werden.
Im Hinblick auf zunehmend üblicher werdende Kraftstoffzumeßsyste"me
mit Rechnersteuerungen zeigt Fig. 3 ein Flußdiagramm
für eine rechnergesteuerte Lösung des erfindungsgemäßen Kraftstoff
zumeßsystems.
Beim Flußdiagramm nach Fig. 3 werden zu Beginn in einem Block 10.einzelne Bereiche initialisiert, Zählerstände zurückgesetzt,
Speicherinhalte gelöscht usw. Nachfolgend wird dann in Block 11 eine Differenzbildung von aufeinanderfolgenden
Lastsignalen vorgenommen, der wiederum eine doppelte Abfrage in 12 und 13 nachfolgt. Die Abfrage im Block 12 dient der
Beschleunigungserkennung und ist sie gegeben, dann wird als neuer Lastwert auch jeweils der neueste Wert genommen (1^),
entsprechend weitergeleitet und verarbeitet.
Die zweite Abfrage in 13 betrifft die Schuberkennung. Liegt Übergang in den Schubbetrieb vor, dann wird entweder dieser
neueste Wert durchgeschaltet oder jedoch im Hinblick auf einen sanften Übergang ein angepaßter neuer Wert nach der
Formel
tineu = ti (k-1) +Ati/2
gewählt. Diese Alternativmoglichkeit ist durch ausgezogene und
gestrichelt gezeichnete Linien charakterisiert.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Mittelwertbildung
über die letzten maximal acht Lastwerte. Sie erfolgt ausgehend von den in einem Schieberegister gespeicherten Werten,
wobei im stationären Betrieb das Schieberegister in sogenannten Durchschiebebetrieb mit jeweils dem neuesten Wert beaufschlagt
wird, während der älteste verloren geht. Der Schiebebetriebssteuerung dient ein Zähler zur Festlegung der Rangfolge der
einzelnen Speicherwerte. Beim Flußdiagramm nach Fig. 3 ist mit 16 eine Abfrage nach dem Höchstzählerstand bezeichnet und
mit 17 eine Subtraktionstelle für den letzten Lastwert beim stationären Betrieb. Das Schieberegister ist mit seiner Steuerung
durch einen Block 18 gekennzeichnet, wobei nach 19 der jeweils neueste Lastwert den Schieberegisterplatz Z1 belegt.
In Block 20 findet eine Summation der jeweiligen Lastwerte statt. Die nachfolgende Division zur Bildung des Mittelwerts
~'gT """
3Π46863
erfolgt in Block 21. Da auch die Abweichung des jeweils neuesten Werts vom Mittelwert verarbeitet wird, ist eine
entsprechende Berechnung in einem Block 22 vorgesehen.
Der Bereichsklassifizierung dient die nächste Abfrageeinheit
23. Es folgen zwei Abfrageeinheiten 2\ und 25, mit
denen jeweils langsame Lastabnahmen und langsame Lastzunahmen im Sinne der Figuren 2c und e erfaßt werden. Solange die dort
eingezeichneten Schwellen noch nicht erreicht sind, entspricht der jeweils neueste Grundeinspritzmengenwert dem gemittelten
Lastsignal. Andernfalls kommt eine progressive Annäherung an den jeweiligen Lastwert nach .der Formel
tineu = tiM +Δ tiM/2
über den Block 26 zum tragen. Dies gilt auch für den Fall, daß über die Bereichserkennungsstufe 23 ein Spezialbereich
erkannt und in diesen Spezialbereich die Änderung einen bestimmten Schwellwert überschreitet (27). Ist der neue Grundeinspritzwert der gemittelte Wert, Block 28, dann wird die
laufende Hummer Z bis zum Erreichen eines Endwerts H laufend um Eins erhöht (30) und dann zum Ausgangspunkt A zurückgesprungen.
Wird hingegen als neuer Grundeinspritzwert ein vom Mittelwert abweichendes Signal erzeugt, so erfolgt eine
neue Mittelwertbildung und ein neues Einschreiben von Werten in das Schieberegister entsprechend Angaben in einem Block
29· Auch hier erfolgt im Anschluß daran ein Zurückspringen des gesamten Rechnungsablaufes nach A.
Mit Hilfe des in Fig. 3 als Flußdiagramm dargestellten Programmablaufs
werden somit verschiedene Grenzwerte für das Grundeinspritzsignal erzeugt und abgefragt, die je nach den
aus Fig. 2 ersichtlichen Fällen zum tragen kommen. Wesentlich ist die fortlaufende Mittelwertbildung während des stationären
Betriebs, das Verhalten in den jeweiligen übergangsbetrieben wie Beschleunigung und Schub, wobei im Hinblick auf eine
möglichst gute Beschleunigung der jeweilige Fahrerwunsch unmittelbar zum tragen kommt, während bei Schubbetrieb zum Erreichen
eines weichen Übergangs ein flacherer Abfall gewählt
verden kann. Darüber hinaus werden langsame Beschleunigungsvorgänge
und Lastabnahmen erkannt und eine entsprechende Signalverarbeitung vorgenommen.
Insgesamt gibt es für den neuen Grundeinspritzwert vier verschiedene
Möglichkeiten:
- ti neu = ti (k) für Beschleunigungsfälle und gegebenenfalls
für den Schubbetrieb.
- ti neu = ti (k-1) + <&ti/2 für einen weichen Übergang in
den Schubbetrieb.
- ti neu = tiM als gemittelten Wert im stationären Fahrbetrieb,
und
- ti neu = tiM +AtiM/2 zur sukzessiven 'Annäherung des
Mittelwertsignals an das Lastsignal im Falle langsamer Beschleunigungsvorgänge und flacher Lastabschwächungen.
Ein Beispiel einer hardware-mäßigen Realisierungsmöglichkeit
zeigt Fig. k. Der besseren Übersicht halber sind die einzelnen
"Blöcke dieser Fig. k mit den aus Fig. 3 bekannten Bezugsziffern
versehen, sofern sie übereinstimmen, obwohl die Blöcke des Flußdiagramms im Grunde genommen reine Rechnenoperationen
darstellen, während diejenigen von Fig. k Schaltungsanordnungen zur Realisierung der speziellen Funktion
markieren.
Um die Schaltungsanordnung nach Fig. 1» im Ginne eines Kraftstoff
zumeßsy stems zu vervollständigen, findet r.ich noch ein Zeitglied 35 zum Erzeugen des Quotienten aus Luftdurchsatz
und Drehzahl ausgehend von Signalen eines Drehzahlgebers 36 und, eines Luftmengenmeßgeräts 37· Außerdem findet sich
noch eine Auswahllogik 38 für eine wunschgemäße Durchschaltung der einzelnen Größen abhängig von den einzelnen Fahrzuständen,
und schließlich ist die Ventilwicklung eines Einspritzventils 39 angedeutet. In der Signalleitung zu
diesem Einspritzventil liegen in der Regel noch Korrekturstufen für wenigstens die Temperatur und die Batteriespannung.
- 67 0
Im einzelnen ergibt sich folgender Aufbau. Der Ausgang des Zeitgliedes 35, an dem der jeweils neueste ti(k)-Wert anliegt,
ist zwangsläufig mit all jenen Stufen gekoppelt, die
den aktuellen Grundeinspritzwert bzw. Lastwert verarbeiten oder weitergeben. Dies sind die Auswahllogik 38, die Differenzbildungsstufe
11 für aufeinander folgende Lastsignale, eine Speicherstufe Ii-O für das jeweils vorausgegangene Lastsignal,
einen Zähler 30, der Steuersignal für ein Addierglied 20 sowie die Dividxerstufe 21 liefert, ferner eine Subtraktionsstufe 22 zum Bilden der Differenz zwischen dem aktuellen Lastwert und dem aktuellen Mittelwert sowie eine Schwellwert—
stufe 23 zur Bereichsabfrage.
Ausgangsseitig ist die Subtraktionsstufe 11 mit zwei Komparator
en 12 und 13 zum Erkennen der Beschleunigung und des Übergangs in den Schubbetrieb gekuppelt, deren Ausgangssignale
wiederum auf zwei Steuereingänge k"\ und It2 der Auswahllogik
38 schaltbar sind. Ferner liefern diese Komparatoren 12 und 13 Rücksetzsignale für die Addierstufe 20. Dies deshalb, weil
die Mittelwertbildung beim speziellen Beispiel nach Fig. it
jeweils bei diesen Übergangsbetriebszuständen gestoppt und entsprechende Additionswerte gelöscht werden sollen. Das
gleiche Rücksetzsignal erhält auch das Schieberegister 18 sowie der Zähler 30. Der jeweilige Zählerstand des
Zählers 30 steuert die Addierstufe 20, das Fortschreiten der Inhalte des Schieberegisters 18 sowie die Dividierstufe
21. Ausgangssignal dieser Dividierstufe 21 ist ein Mittelwert der Grundeinspritzzeit tiM, der wiederum als
Eingangsgröße für die Subtraktionsstufe 22, die Divisionsund
Additionsstufe 26 sowie für die Auswahllogik 38 dient.
Eine weitere Divisions- und Subtraktionsstufe 15 liefert ein
ti(k-i) + ti/2-Signal für einen weiteren Eingang der Auswahllogik
38. Die Differenz zwischen aktuellem Lastwert und momentanem Mittelwert liefert die Subtraktionsstufe 22, die ihrerseits
wieder das Ausgangssignal an die Divisions- und Additionsstufe 26 sowie eine Vorzeichenerkennungsstufe U2 weitergibt.
Ihr folgen zwei Schwellwertschalter 2^ und 25 zur
Abfrage von Schwellen in Verbindung mit langsamen Beschleunigungsvorgängen sowie flachen Lastabnahmen. Ein weiterer
Steuereingang 1*5 der Auswahllogik 38 erhält Ausgangssignale der Schwellwertschalter 2k, 25 und 27 s wobei deren Ausgangssignale ebenfalls das Zurücksetzen des Addiergliedes 20 und des Zählers 30 bewirken. Die Steuerstufe 29 stellt sicher,
daß abhängig von Eingangssignalen an ihren drei Eingängen
1*7» 1*8, 1*9 der jeweils neueste Lastwert tineu in den Speicher 1*0 für den vorausgegangenen Lastwert als neuester Wert eingeschrieben wird. Dabei steht der Eingang 1*7 mit dem Steuereingang 1*5 der Auswahllogik 38 in Verbindung, der Eingang 1*8 mit /*"*· dem Steuereingang 1*1 und schließlich der Eingang 1+9 mit dem Steuereingang 1*2. Realisierbar ist die Steuereinrichtung 29 mittels eines Dreifach-Odergatters für die einzelnen Eingangsgrößen.
Abfrage von Schwellen in Verbindung mit langsamen Beschleunigungsvorgängen sowie flachen Lastabnahmen. Ein weiterer
Steuereingang 1*5 der Auswahllogik 38 erhält Ausgangssignale der Schwellwertschalter 2k, 25 und 27 s wobei deren Ausgangssignale ebenfalls das Zurücksetzen des Addiergliedes 20 und des Zählers 30 bewirken. Die Steuerstufe 29 stellt sicher,
daß abhängig von Eingangssignalen an ihren drei Eingängen
1*7» 1*8, 1*9 der jeweils neueste Lastwert tineu in den Speicher 1*0 für den vorausgegangenen Lastwert als neuester Wert eingeschrieben wird. Dabei steht der Eingang 1*7 mit dem Steuereingang 1*5 der Auswahllogik 38 in Verbindung, der Eingang 1*8 mit /*"*· dem Steuereingang 1*1 und schließlich der Eingang 1+9 mit dem Steuereingang 1*2. Realisierbar ist die Steuereinrichtung 29 mittels eines Dreifach-Odergatters für die einzelnen Eingangsgrößen.
In der Auswahllogik 38 muß nun dafür Sorge getragen werden, daß je nach Betriebszustand die einzelnen berechneten Größe
auf den Ausgang als neuer Grundeinspritzmengenwert durchgeschaltet
werden. Die erforderliche Verknüpfung zeigt Fig. wobei in Fig. 5a nochmals das Schema der Auswahllogik 38 mit
den einzelnen Daten- und Werteeingängen dargestellt ist,
während Fig. 5b eine Logiktabelle zeigt, nach der die einzelnen aus Fig. 5a ersichtlichen Schalter zu schließen sind. Dabei zeigt die erste Zeile der Tabelle nach Fig. 5b den Fall der Beschleunigung, die zweite Zeile die Signalabgabe beim Übergang in den Schubbetrieb und die Zeilen 3 und k kennzeichnen verschiedene Fälle des mehr oder weniger stationären Betriebes. Nach der dritten Zeile werden für das Ausgangssignal die in den Figuren 2c und 2e getriehelten Kurvenverläufe nachgefahren.
während Fig. 5b eine Logiktabelle zeigt, nach der die einzelnen aus Fig. 5a ersichtlichen Schalter zu schließen sind. Dabei zeigt die erste Zeile der Tabelle nach Fig. 5b den Fall der Beschleunigung, die zweite Zeile die Signalabgabe beim Übergang in den Schubbetrieb und die Zeilen 3 und k kennzeichnen verschiedene Fälle des mehr oder weniger stationären Betriebes. Nach der dritten Zeile werden für das Ausgangssignal die in den Figuren 2c und 2e getriehelten Kurvenverläufe nachgefahren.
Unabhängig von der jeweiligen Realisierung, ob rechnergesteuert oder mit einer mit diskreten Bausteinen aufgebauten
Schaltunganordnung, zeichnet sich das oben beschriebene Kraftstoff
zumeßsystem dadurch aus, daß es sehr gutes Fahrverhalten
β 7 O 4
"bei allen vorkommenden BetrieTsszuständen in allen möglichen
Betriehshereichen ermöglicht.
Claims (6)
- o 4.28.11.198Ö Mü/KnROBERT BOSCH GMBH, 7000 STUTTGART 1Ansprüche1J Elektronisch gesteuertes Kraftstoffzumeßsystem für eine Brennkraftmaschine mit einer Zumeßsignal-Erzeugerstufe zum Bilden eines Grundzumeßsignals, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise alle vier der Signale ti (k) (aktuelles Lastsignal), tiM (gemitteltes Lastsignal), ti (k-i) + <4ti/2 (Sondersignal vorzugsweise für einen weichen Übergang in den Schubbetrieb) und tiM + ^tiM/2 (Armäherungssi gnal an aktuellen Wert) gebildet werden, und wenigstens die Signale ti (k) und tiM je nach Betriebszustand der weiteren Zumeßsignalerzeugung zugrunde liegen.
- 2. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwertbildung vorzugsweise mit Ende eines Übergangsbetriebs (Beschleunigung und/oder Schub) neu beginnt.ff/ö
- 3. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei langsamen, kontinuierlichen Änderungen des Lastsignals ab einer vorgegebenen Differenz von aktuellem Lastsignal und gemitteltem Wert eine progressive Annäherung an den aktuellen Wert stattfindet.
- k. Kraftstoffzumeßsystem nach Anspruch 3, dadurch gekenn-zeichnet, daß die progressive Annäherung nach der Formel tiM +4tiM/2 erfolgt.
- 5. Einrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß je nach Drehzahl-Last-Bereich eine Mittelwertbildung oder eine progressive Annäherung an den jeweils aktuellen Lastwert (siehe Fig. 1) erfolgt.
- 6. Kraftstoffzumeßsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwertbildung vorzugsweise über höchstens die letzten acht Signalwerte vorgenommen wird.
Priority Applications (5)
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