DE3044619C2 - Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Großrohren aus Stahlblech - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Großrohren aus StahlblechInfo
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Description
— die für das Schweißen vorbereiteten Rohre werden nacheinander ohne Unterbrechung der
durch das Schweißen vorgegebenen Vorschubbewegung jeweils an das hintere Ende eines
vorhergehenden Rohres mit fluchtenden Längsspalten durch Heftschweißen vorübergehend
befestigt,
— die auf diese Weise einen Rohrstrang bildenden Rohre werden anschließend mit Hilfe von
Innen- und Außenrollen an ihren den Längsspalt begrenzenden Blechenden nachgerundet,
— danach wird der Rohrstrang an der Innenfuge fortlaufend verschweißt und
— nach dem Verschweißen wird Rohr für Rohr während der Vorschubbewegung vom Rohrstrang
abgetrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrstrang mit kontinuierlicher
Geschwindigkeit bewegt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sie in bezug auf die Bewegungsrichtung des Rohrstranges nacheinander folgende Hauptelemente
umfaßt:
a) eine parallel zur Rohrachse bewegbare Kopplungsvorrichtung (1) zum vorübergehenden
Verbinden durch Schweißen von zwei aufeinanderfolgenden Rohren, die sich jeweils nach dem
Anlegen eines Rohres an das Ende des vorhergehenden Rohres mit dein Rohrstrang
mitbewegt und nach Beendigung des Befestigungsvorganges in ihre Ausgangslage mit Hilfe
eines Antriebes (26) zurückbewegt wird,
b) eine Biegevorrichtung (2) mit Innenrollen (21) und wenigstens einer mittig zum Längsspalt (14)
am Rohr anliegenden Außenrolle (19), wobei die Außenrolle (19) mit einem Antrieb (20)
ausgestattet ist,
c) eine an sich bekannte Schweißeinrichtung (3) mit den üblichen Elementen für die Zufuhr von
Schweißstrom, Schweißdraht und Pulver durch den Längsspalt (14) zum vorkragenden
Schweißkopf(12),
d) eine an der Schweißstelle angeordnete Rollenslalion
(4) mit einem Paar Außenrollen (Ifi, 17)
mit waagerechten Drehachsen, die den Rohrkörper vollständig umschließen, wobei die
obere Rolle (16) gegen den Rohrkörper andrückbar ist und die untere Rolle (17) einen
Antrieb (18) aufweist und zusammen mit der Außenrolle (19) der Biegevorrichtung (2) den
Vorschub des Rohrstrances (6) bewirkt und
e) eine Trennvorrichtung (5), bestehend aus einem mitlaufenden und zurückbewegbaren Wagen
(10), auf dem ein Schweißbrenner (11) zum Trennen der Schweißverbindung an den Stoßstellen
der Rohre angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungsvorrichtung (1) auf
einem unterhalb des Rohrstranges mittels Schienen geführten Schlitten (25) angeordnet ist und daß ein
den Schlitten (25) hin- und herbewegbarer motorischer Antrieb (26) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (25) eine vordere, am
Ende des vorderen Rohres (8) angreifende und eine hintere, am Anfang des anschließenden Rohres (7)
angreifende Haltevorrichtung (28 bzw. 27) zum vorübergehenden Festlegen der Rohre in bezug auf
den Schlitten (25) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß jede Haltevorrichtung (27 bzw. 28) ein das Rohr umschlingendes Spannband (29) aufweist,
an deren Enden das öffnen und Zusammenziehen des Spannbandes bewirkende Betätigungsorgane
wie Hubzylinder (30) oder dergleichen angreifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (25)
ein auf die senkrechte Mittenebene des Rohrstranges (6) ausgerichtetes, hochstehendes Flacheisen (32)
angeordnet ist. welches sich im Längsspalt (14) erstreckt und in der Befestigungsstellung die
Stoßstelle von zwei zu verbindenden Rohren (7, 8) überbrückt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (25)
zum Höhenausgleich der Rohrenden höhenverstellbare Formbacken (33,34) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (25)
auf jeder Seite des Rohrstranges (6) eine Schweißeinrichtung (35 bzw. 36) zur Bildung einer die Stoßstelle
überbrückenden Verbindungsnaht angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Inncnseliwcißen von aus Stahlblech
geformten Großrohren mit einem Längsspalt, bei dem das zu verschweißende Rohr gegenüber einer ortsfesten
Lichtbogenschweißeinrichtung entsprechend der Schweißgeschwindigkeit bewegt wird, wobei das Rohr
an der Schweißstelle durch Walzen geformt wird und der Schweißkopf durch den Längsspalt in das Rohr
hinein bis zur Schweißstelle vorkragt. Als Großrohre bezeichnet man im allgemeinen Stahlrohre, deren
Rohrdurchmesser größer ist als 400 mm.
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Großrohren aus Stahlblech bekannt. Nach einem dieser
Verfahren werden Stahlbleche beispielsweise mit Hilfe einer Biegemaschine oder einer Presse zu Rohren mit
einem Längsspalt gclormt. wonach anschließend die am
Längsspalt einander gegenüberstehenden Kanten innen und außen verschweißt werden. 1 licibei geht man in der
Regel so vor, daß das Rohr mit dem Längsspalt zunächst
außen geheftet, dann innen geschweißt, danach die Heftnaht wieder ausgefugt und anschließend außen
fcrtiKceschwcißt wird. Das Heften. Fugen und Außen-
schweißen sind Arbeitsgänge, die im Durchlaufverfahren vorgenommen werden können. Für das Innenschweißen
solcher Rohre sind dagegen mehrere Arbeitsgänge notwendig.
Bei einem häufig angewendeten Verfahren zum Innenschweißen wird das Rohr zur.ächst auf einen
Wagen oder Rollgang gelegt und anschließend zur Ausführung der Innenschweißnaht auf einen der
Rohrlänge entsprechenden Holm gefahren, an des>sen vorkragendem Ende sich der Schweißkopf befindet.
Nach Beendigung der Innenschweißnaht muß das Rohr vom Holm wieder abgezogen und beiseite gelegt
werden, bevor das nächste Rohr in Schweißposition gebracht werden kann. Dieses Verfahren hat nicht nur
technische Nachteile, sondern ist auch umständlich und sehr zeitaufwendig.
Die Erfindung will hier Abhilfe schaffen. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zum kontinuierlichen
Innenschweißen von Großrohren aus Stahlblech zu entwickeln. Gegenstand der Erfindung ist ferner eine
Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Ausgehend von einem Verfahren zum Innenschweißen der Längskanten an Großrohren aus Stahlblech der
eingangs beschriebenen Art sieht die Erfindung zur Lösung der gestellten Aufgabe ein Verfahren mit
folgenden Verfahrensschritten vor:
— die für das Schweißen vorbereiteten Rohre werden nacheinander ohne Unterbrechung der durch das
Schweißen vorgegebenen Vorschubbewegung jeweils an das hintere Ende eines vorhergehenden
Rohres mit fluchtenden Längsspalten durch Heftschweißen vorübergehend befestigt,
— die auf diese Weise einen Rohrstrang bildenden Rohre werden anschließend mit Hilfe von Innen-
und Außenrollen an ihren den Längsspalt begrenzenden Blechenden nachgerundet,
— danach wird der Rohrstrang an der Innenfuge fortlaufend verschweißt und
— nach dem Verschweißen wird Rohr für Rohr während der Vorschubbewegung vom Rohrstrang
abgetrennt.
Zweckmäßigerweise wird der Rohrstrang mit kontinuierlicher Geschwindigkeit bewegt.
Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit, Großrohre aus Stahlblech innen im Durchlaufverfahren zu schweißen.
Gegenüber dem bekannten diskontinuierlichen Verfahren entfallen bei dem neuen Verfahren die
Arbeitsvorgänge Heften und Fugen. Überdies werden Nebenzeiten, wie sie bislang durch das mehrfache
Umsetzen der Einzelrohre anfallen, weitgehend eliminiert. Dies bedeutet, daß die Arbeitsleistung Draktisch
nur noch von der Schweißgeschwindigkeit abhängt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens umfaßt nach der weiteren Erfindung in bezug auf die
Bewegungsrichtung des Rohrstranges nacheinander folgende Hauptelemente:
a) eine parallel zur Rohrachse bewegbare Kopplungsvorrichtung zum vorübergehenden Verbinden von
zwei aufeinanderfolgenden Rohren, die sich jeweils nach dem Anlegen eines Rohres an das Ende des
vorhergehenden Rohres mit dem Rohrstrang mitbewegt und nach Beendigung des Befestigungsvorganges in ihre Ausgangslage mit Hilfe eines
Antriebes zurückbewegt wird,
b) eine Biegevorrichtung mit Innenrollen und wenigstens
einer mittig zum Langsspalt am Rohr anliegenden Außenrolle, wobei dit Außenrolle mit
einem Antrieb ausgestattet ist,
c) eine an sich bekannte Schweißeinrichtung mit den -, üblichen Elementen für die Zufuhr von Schweißstrom,
Schweißdraht und Pulver durch den Längsspalt zum vorkragenden Schweißkopf,
d) eine an der Schweißstelle angeordnete Rollenstation mit einem Paar Außenroller, mit waagerechten
in Drehachsen, die den Rohrkörper vollständig umschließen, wobei die obere Rolle gegen den
Rohrkörper andrückbar ist und die untere Rolle einen Antrieb aufweist und zusammen mit der
Außenrolle der Biegevorrichtung den Vorschub des Rohrstranges bewirkt und
e) eine Trennvorrichtung, bestehend aus einem mitlaufenden und zurückbewegbaren Wagen, auf
dem ein Schweißbrenner zum Trennen der Schweißverbindung an den Stoßstellen der Rohre
:o angeordnet ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Kopplungsvorrichtung auf einem unterhalb des
Rohrstranges mittels Schienen geführten Wagen angeordnet, wobei ein motorischer Antrieb vorgesehen ist,
der zum Bevegen des Wagens in beiden Fahrtrichtungen dient.
Für das vorübergehende Festlegen bzw. Verbinden der Rohre mit dem Wagen sind nach einer anderen
Weiterbildung der Erfindung auf dem Wagen eine vordere, am Ende des vorderen Rohres angreifende und
eine hintere, am Anfang des anschließenden Rohres angreifende Haltevorrichtung angeordnet. Die Haltevorrichtung
kann zweckmäßigerweise so ausgebildet sein, daß sie ein das Rohr umschlingendes Spannband
aufweist, an deren Enden das öffnen und Zusammenziehen des Spannbandes bewirkende Betätigungsorgane
wie Hubzylinder oder dergleichen angreifen.
Damit die einzelnen Rohre in bezug auf ihren Längsspalt auf einfache Weise genau ausgerichtet
werden können, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auf dem Wagen ein auf die senkrechte
Mittenebene des Rohrstranges ausgerichtetes, hochstehendes Flacheisen angeordnet, welches sich im Längsspalt
erstreckt und in der Befestigungsstellung die Stoßstelle von zwei zu verbindenden Rohren überbrückt.
Zusätzlich sind auf dem Wagen höhenverstellbare Formbacken angeordnet, die zur gegenseitigen
Ausrichtung der aufeinanderfolgenden Rohre in der
so Höhenrichtung dienen. Die Verbindung von zwei aufeinanderfolgenden Rohren wird zweckmäßigerweise
mit zwei Schweißeinrichtungen bewirkt, die zu beiden Seiten des Rohrstranges auf dem Wagen angeordnet
sind und zur Erzeugung einer die Stoßstelle überbrükkenden kurzen Verbindungsnaht dienen.
Die Erfindung hat erkannt, daß ein fortlaufendes Innenschweißen von Stahlrohren mit einem Längsspalt
am einfachsten zu verwirklichen ist, wenn die Rohre für den Schweißvorgang vorübergehend zu einem durchgehe)
henden Rohrstrang miteinander verbunden werden. Um keine Unterbrechung im Schweißvorgang eintreten zu
lassen, ist es notwendig, das vorübergehende Verbinden
der Rohre während der Bewegung durchzuführen. Wesentliche Voraussetzung für eine Verbindung ohne
b5 Unterbrechung der Vorschubbewegung ist die vorstehend
beschriebene Kopplungsvorrichtung. Zudem wird auch das Trennen der Rohre nach dem Innenschweißen
mit einer verfahrbaren Vorrichtung, die vorzugsweise
mit einem Schneidbrenner ausgestattet ist, bewirkt, so daß auch durch das Abtrennen der fertiggeschweißten
Rohre der Schweißvorgang nicht unterbrochen werden muß.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum kontinuierlichen Innenschweißen schematisch dargestellt ist. näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Gesamtvorrichtung,
F i g. 2 einen Querschnitt am Ort der Schweißstelle in der Ebene der Linie 1-1,
Fig. 3 einen Querschnitt in Höhe der Schweißvorrichtung
in der Ebene der Linie H-II,
F i g. 4 einen Querschnitt irn Bereich der Biegevor
richtung in der Ebene IH-IlI,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Kopplungsvorrichtung in einem größeren Maßstab,
Fig. 6 einen Querschnitt der Kopplungsvorrichtung in der Ebene der Linie IV-IV und
Fig. 7 einen Querschnitt der Kopplungsvorrichtung in der Ebene der Linie V-V.
Die dargestellte Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Stahlrohren umfaßt in bezug auf
die Vorschubrichtung der Rohre nacheinander eine verfahrbare Kopplungsvorrichtung 1, eine Biegevorrichtung
2, eine Lichtbogenschweißeinrichtung 3, eine Rollenstation 4 am Ort der Schweißstelle und eine
verfahrbare Trennvorrichtung 5. !n der Zeichnung ist ein Rohrstrang 6 dargestellt, der sich aus einzelnen
Rohren 7,8 und 9 zusammensetzt.
Die Trennvorrichtung 5 besteht im wesentlichen aus einem auf Schienen geführten Wagen !0 mit einem auf
dem Wagen montierten Brennschweißgerät 11 zum Auftrennen der Verbindungsschweißnähte. Der Wagen
10 wird während des Trennvorganges vom Rohrstrang 6 mitbewegt und nach dem Trennen der Verbindungsnähte durch einen geeigneten Antrieb in seine
Ausgangsposition zurückbewegt.
Am Ort der Schweißstelle befindet sich im Innern des Rohres 8 der Schweißkopf 12, der über einen Holm 13
mit der ortsfesten Lichtbogenschweißeinrichtung 3 in Verbindung steht. Schweißstrom. Schweißdraht und
Pulver werden dem Schweißkopf 12 durch den an der Unterseite des Rohres vorhandenen Längsspalt 14. in
dem sich ein schwertartiger Halter 15 erstreckt, zugeführt (vgl. Fig. 3). Die Lichtbogenschweißeinrichtung
3 ist an sich bekannt und braucht hier nicht erläutert zu werden.
Die Rollenstation 4 besteht aus einem Paar
16, 17 ΓΓιϊΐ Waagerechten DrciiSCnSCPi, ui
den Rohrkörper vollständig umschließen. Die obere Rolle 16 ist gegen den Rohrkörper andrückbar. Die
untere Rolle 17 ist über ihre Antriebswelle mit einem regelbaren Antriebsmotor 18 gekuppelt. Sie bewirkt
allein oder in Verbindung mit einer Außenrolle der Biegevorrichtung 2 den Vorschub des Rohrstrangs 6 mit
der gewünschten Schweißgeschwindigkeit. Mit Hilfe der Rollen 16,17 wird das Rohr an der Schweißstelle so
zusammengedrückt, daß die den Längsspalt 14 begrenzenden Kanten an der Schweißstelle unmittelbar
voreinander stehen.
Bei der Herstellung von Rohren aus Stahlblechen durch Walzen bereitet es Schwierigkeiten, die Enden,
die den Längsspalt begrenzen, voll auszurunden. Es ist daher bekannt, die geraden Enden vor dem Verschwelßen
der Längsnaht nachzurunden. Dies wird bei der in der Zeichnung veranschaulichten Vorrichtung durch die
Biegevorrichtung 2 bewirkt. Sie enthält auf der Unterseite des Rohrstranges eine Außenrolle 19, die mit
einem Antriebsmotor 20 gekuppelt ist. Im Innern des Rohrstranges 6 befindet sich ein Paar innenrollen 21, die
an einem in der Längsrichtung des Rohrsiranges sich erstreckenden Längsbalken 22 gelagert sind. Dieser
Längsbalken 22 ist als einarmiger Hebel ausgebildet und an einem Ende an einer ortsfesten Konsole 23
angelenkt, die durch den Längsspalt 14 in das Innere des Rohrstranges 6 hineinragt. Am anderen Ende des
Längsbalkens greift eine Kraft P an, die den für das Nachrunden der Enden erforderlichen Anpreßdruck der
Innenrollen 21 erzeugt.
Die Kopplungsvorrichtung 1 ist auf einem auf Schienen 24 geführten Schlitten 25 angeordnet. Für das
Bewegen des Schlittens in entgegengesetzten Bewegungsrichtungen ist ein Antrieb 26 in der Art eines
Spindelantriebes mit Servomotor vorgesehen.
Zum vorübergehenden Verbinden der Rohre 8, 7 mit dem Schlitten 25 sind zwei voneinander unabhängige
Haltevorrichtungen 27, 28 auf dem Schlitten angeordnet. Diese Haltevorrichtungen bestehen im wesentlichen
aus einem das Rohr umschlingenden Spannband 29 an deren unterhalb des Rohrstranges sich befindenden
Enden das Öffnen und Zusammenziehen des Spannbandes 29 bewirkende Hubzylinder 30 über geeignete
Verbindungslaschen 31 angreifen. F i g. 7 zeigt die Haltevorrichtung 27 in der Schließstellung, in der die
Kolben der Hubzylinder 30 in Richtung auf das Rohr 7 ausgefahren sind.
Auf dem Schlitten 25 ist weiterhin ein auf die senkrechte Mittenebene des Rohrstranges 6 ausgerichtetes,
hochstehendes Flacheisen 32 feststehend angebracht, welches sich im Bereich der Stoßstelle im
Längsspalt der aufeinanderfolgenden Rohre 7, 8 erstreckt. Beim Spannen der Haltevorrichtungen 28 und
27 werden die den Längsspalt begrenzenden Blechkanten gegen das Flacheisen 32 gedrückt, womit zugleich
eine Ausrichtung des nächstfolgenden Rohres 7 auf das vorhergehende Rohr 8 erzielt wird dahingehend, daß
der Längsspalt des Rohres 7 genau mit dem Längsspalt des Rohres 8 fluchtet.
Auf dem Schlitten 25 sind weiterhin im Bereich der Stoßstelle höhenverstellbare Formbacken 33, 34 angeordnet,
mit deren Hilfe die Rohrenden im Hinblick auf eine gleiche Höhenlage ausgerichtet werden können.
Das vorübergehende Verbinden von zwei aufeinanderfolgenden Rohren 8,7 wird mit zwei Schweißeinrichtungen
35, 36 auf jeder Seite des Rohrstranges bewirkt. Diese Schweißeinrichtungen 35, 36 erzeugen nach dem
zr\ A ..„_:^U.^— J~~ r>-,U-^^ 7 ;.-, Un-,,.π «..f ^nr DnKr fl or» /-!or
Unterseite der Rohre auf beiden Seiten des Längsspaltes 14 je eine kurze, zum Längsspalt 14 parallel
verlaufende Verbindungsnaht, die später mit Hilfe der Trennvorrichtung 5 wieder aufgetrennt wird.
Während des Betriebes der Schweißvorrichtung wird die Kopplungsvorrichtung 1 aus der in F i g. 5
dargestellten rückwärtigen Endstellung mit dem jeweils letzten Rohr mitbewegt und mit Hilfe der Haltevorrichtung
28 mit diesem verbunden. Danach wird das nächstfolgende Rohr von hinten in Richtung auf den
Rohrstrang 6 herangeführt, bis es mit seiner vorderen Stirnfläche an der hinteren Stirnfläche des vorhergehenden
Rohres anliegt. Nun wird die Haltevorrichtung 27 betätigt und auf diese Weise das herangeführte Rohr
mit dem sich bewegenden Rohrstrang gekoppelt. Soweit erforderlich, wird vorher noch eine Ausrichtung
in bezug auf die Höhenlage mit Hilfe der Formbacken 33, 34 durchgeführt. Anschließend werden mit den
Schweißeinrichtungen 35, 36, deren Schweißköpfe gegenüber dem Schlitten 25 in Rohrlängsrichtung
begrenzt bewegbar sind, die beiden Verbindungsnähte erzeugt, die die Stoßstelle überbrücken. Danach werden
beide Haltevorrichtungen 27,28 gelöst und der Schlitten 25 kann nun mit Hilfe seines Antriebes 26 in die
Ausgangslage zurückbewegt werden.
Die Länge der Vorschubbewegung des Schlittens 25 beträgt bei einer Rohrlänge von z. B. 12 in ca. 2 m. Die
Schweißgeschwindigkeit und damit die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung des Rohrstranges liegt bei
ca. 0,03 m/s.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zum Innenschweißen der Längskanten an Großrohren, die aus einzelnen Blechtafeln
hergestellt werden, bei dem das vorgeformte Rohr gegenüber einer ortsfesten Lichtbogenschweißeinrichtung
entsprechend der Schweißgeschwindigkeit bewegt wird und das Rohr vor Erreichen der
Schweißstelle durch Schließwalzen geführt wird, wobei der Schweißkopf durch den Längsspalt in das
Rohr hinein bis zur Schweißstelle vorkragt, g e kennzeichnet durch folgenden Verfahrensablauf:
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803044619 DE3044619C2 (de) | 1980-11-27 | 1980-11-27 | Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Großrohren aus Stahlblech |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803044619 DE3044619C2 (de) | 1980-11-27 | 1980-11-27 | Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Großrohren aus Stahlblech |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3044619A1 DE3044619A1 (de) | 1982-06-03 |
| DE3044619C2 true DE3044619C2 (de) | 1984-04-26 |
Family
ID=6117671
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803044619 Expired DE3044619C2 (de) | 1980-11-27 | 1980-11-27 | Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Innenschweißen von Großrohren aus Stahlblech |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3044619C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3507010A1 (de) * | 1985-02-28 | 1986-08-28 | Fa. Eisenbau Krämer mbH, 5912 Hilchenbach | Verfahren zur herstellung von insbesondere dickwandigen rohren |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD80614A (de) * |
-
1980
- 1980-11-27 DE DE19803044619 patent/DE3044619C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3507010A1 (de) * | 1985-02-28 | 1986-08-28 | Fa. Eisenbau Krämer mbH, 5912 Hilchenbach | Verfahren zur herstellung von insbesondere dickwandigen rohren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3044619A1 (de) | 1982-06-03 |
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