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DE3042866A1 - Verfahren zur messtechnischen erfassung und darstellung von kapillar-aufsteigender feuchtigkeit - Google Patents

Verfahren zur messtechnischen erfassung und darstellung von kapillar-aufsteigender feuchtigkeit

Info

Publication number
DE3042866A1
DE3042866A1 DE19803042866 DE3042866A DE3042866A1 DE 3042866 A1 DE3042866 A1 DE 3042866A1 DE 19803042866 DE19803042866 DE 19803042866 DE 3042866 A DE3042866 A DE 3042866A DE 3042866 A1 DE3042866 A1 DE 3042866A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
approx
capillary
moisture
equipotential lines
measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803042866
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Werner 8025 Unterhaching Tenge
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TENGE HANS WERNER
Original Assignee
TENGE HANS WERNER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TENGE HANS WERNER filed Critical TENGE HANS WERNER
Priority to DE19803042866 priority Critical patent/DE3042866A1/de
Publication of DE3042866A1 publication Critical patent/DE3042866A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/56Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/72Investigating presence of flaws

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • PATENTBESCHREIBUNG
  • Verfahren zur meßtechnischen Erfassung und Darstellung von kapillar-aufsteigender Feuchtigkeit Die Erfindung betrifft Verfahren, sowie zugehörige Geräte und Sensoren mit definierten Eigenschaften und Genauigkeitsbereichen zur meßtechnischen Erfassung bzw. zur elektronenoptischen Darstellung von kapillar-aufsteigender Feuchtigkeit an porösen Werkstoffen bzw. Bauwerken, sowie Meßverfahren zur Abgrenzung dieser Meßdaten gegenüber überlagernden Störfaktoren.
  • Die Sanierung alter bzw. historischer Gebäude, sowie die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden schlechthin stellt besondere Anforderungen an die Planung der Sanierungsmaßnahmen. In der Praxis sind zahlreiche Fehlschläge bekannt, die auf Mängel bei den Planungsarbeiten zurückzuführen sind, wobei meist die erkennbaren Nässeschäden nicht den tatsächlichen Ursachen, sondern irrtümlich anderweitig zugeordnet wurden. So konnte bei der Untersuchung zahlreicher Mißerfolge von Sanierungsarbeiten festgestellt werden, daß zwar eine sog. Salzbekämpfung erfolgte, in der Annahme, die sichtbaren Nässeschäden seien auf hygroskopische Salz zurückzuführen, während in Wirklichkeit kapillar-aufsteigende Nässe vorlag, aber als Ursache unerkannt blieb.
  • Andererseits wurden häufig kostspielige Sanierungsmaßnahmen gegen kapillar-aufsteigende Nässe ausgeführt in der Annahme, sie sei Ursache für optisch erkennbare Nässeschäden, während tatsächlich Sickerwasser aus Leckstellen einer Wasserleitung vorlag oder Kondensnässe infolge mangelhafter Wärmedämmung auftrat.
  • In der Tat stellt sich die Aufgabe, Nässeschäden an Gebäuden korrekt zu untersuchen und ursächlich zuzuordnen, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, welche den Ursprung der Schäden eliminieren, als äußerst komplexes Problem dar. Die vorliegende Erfindung beschreibt Meßverfaiiren1 die auf anderen Gebieten der Technik, z.B. zum Aufsuchen von Wärmequellen, bereits im Prinzip bekannt sind. In erheblich verfeinerter Wirkungsweise und mit höherentwikkelten Sensoren sind diese Meßverfahren geeignet, zwischen signifikanten Merkmalen für verschiedene Arten von Nässeschäden, denen unterschiedliche Ursachen zuzuordnen sind, zu unterscheiden.
  • Zugleich gelingt es, zwischen Nässeschäden und z.B. Mängeln bei der Wärmedämmung von Gebäuden zu unterscheiden.
  • Aus der Fachliteratur sind bislang keine Veröffentlichungen bekannt, die die Möglichkeit, kapillar-aufsteigende Feuchtigkeit mit Hilfe thermo-elektrischer Meßverfahren oder Sensoren zu diskriminieren, aufzeigen, geschweige denn konkrete Hinweise geben, unter welchen Bedingungen, mit welchen Mitteln und innerhalb welcher Grenzen die Meßwerterfassung bei kapillar-aufsteigender Nässe möglich ist. Insbesondere sind keine Veröffentlichungen bekannt, die Angaben darüber machen, wie und mit welchen Mitteln und anhand welcher Merkmale zwischen den thermischen Daten verschiedener Feuchtigkeitsursachen einerseits, und diskreten Wärmequellen andererseits unterschieden werden kann.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren am ähnlichsten sind einige aus der Elektro-Medizin bekannte Verfahren, z.B. der Mammographie bzw. Krebsfrüherkennung durch thermographische oder elektronen-optische Meßverfahren. Sie geben aber keine Aufschlüsse zu den im vorliegenden Fall auftratenden Problemen.
  • Gleiches gilt für Infrarotverfahren zur Überwachung von Schwangerschaftsabläufen.
  • Die besten der bislang verfügbaren Infrarot-Meßgeräte sind zu ungenau und besitzen eine zu geringe Empfindlichkeit, Auflösung und Wiederholgenauigkeit, um ohne weiteres als Sensoren geeignet zu sein. Die Grenzwerte der z.Zt. verfügbaren Geräte liegen z.B. bei einer Auflösung von ca. + o,150C bei einer Objekttemperatur von + 600C. Sinkt die Objekttem peratur aber auf ca. OOC ab, so verschlechtert sich die Auflösegenauigkeit des Meßgerätes auf ca. + 0,350C bis 0,40C.
  • Untersuchungen von Nässeschäden an Gebäuden müssen in der Regel bei Oberflächentemperaturen von ca. 10 0C und darunter erfolgen. Es ist leicht einzuschen, daß unter solchen Voraussetzungen Temperaturgradienten von ca. O,10C nicht mehr abgebildet, geschweige denn korrekt erkannt werden können.
  • Ähnlich liegen die Verhältnisse bei Meßgeräten mit Temperaturfühlern. Hier sind zwar ei-nzelne, hochauflösende Anzeigegeräte bekannt, die selbst eine Anzeigegenauigkeit von + O,10C besitzen, - doch blieb das Problem der Meßwertvcrfälschung durch den Sensor (Thermofühler) bestehen. Es ist leicht einzusehen, daß die Oberfläche von porösen Werkstoffen, welche von kapillar-aufsteigender Nässe durchfeuchtet ist und durch Verdunstung von Feuchtigkeit eine Abkühlung unterhalb der Umgebungs- oder Lufttemperatur erfährt, zwar eine deutlich verminderte Temperatur aufweist, daß es aber nur einer kurzen Berührung mit konventionellen, metallischen Thermofühlern bedarf, welche zwangsläufig die Temperatur der Umgebung angenommen haben, um die verminderte Temperatur eines Meßpunktes am Mauerwerk schlagartig zu verfälschen. Nachdem poröse Baustoffe außcrdem recht schlechte Wärmeleiter sind, kann die Wärme des Thermofühlers gar nicht schnell genug z.B. in die Wand eines Bauwerks abgeführt werden, um deren verminderte Oberflächentemperatur zu stabiliseren, weil dadurch ein Temperaturdefizit in der Masse des Thermofühlers entstehen müßte, welches infolge der hohen Wärmekapazität von Metall sofort durch Wärmeaufnahme aus der Umgebung ausgeglichen werden würde.
  • Man erkennt1 daß das Auflösungsvermögen von Meßgeräten mit Thermofühlern nur dann wirklich verfügbar ist, wenn ein Medium mit genügender Wärmekapazität oder entsprechend großer Masse - wie z.B. die Umgebungsluft - zur Verfügung steht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Meßverfahren und zugehörige Geräte und Sensoren zu finden, die es erlauben, sehr geringe Temperaturunterschiede und Thermogradienten an poröson Worlcstoffen, wie z.B. den Oberflächen von Mauerwerken bzw. Gebäuden, welche von kapillar-aufsteigender Nässe durchfeuchtet sind, zuverlässig - und mit nur unerheblichen Meßwertverfälschungen behaftet - zu erfassen.
  • Um Aufgabenstellung und Lösungsvorschläge besser verständlich zu machen, bedarf es einer kurzen, technischen Beschreibung der Aufgabe und der Erfassung der zur Lösung des Problems notwendigen Meßdaten.
  • Zunächst ist bekannt, daß poröse Werkstoffe in der Regel kapillare Feuchtigkeit aufnehmen und in Abhängigkeit von den Kapillar-Radien mehr oder weniger schnell transportieren köllnon, dabei zugleich aber Iclcinc?re bzw. größere Steighöhen erreichen.
  • Die Steighöhe von kreisförmigen Kapillaren ist definiert durch die Gleichung:
    1 h - 2.6 cos 8 [cm]2 .a
    max Pw . S . r cos e fcml
    mit hmax = max. Steighöhe der Kapillarflüssigkeit a = Oberflächenspannung der Flüssigkeit Pw = Dichte der Flüssigkeit g = Gravitationskonstante r = Kapillar-Radius Q = Randwinkel zwischen Flüssigkeit und Kapillarwandung Die Anfangs-Steiggeschwindigkeit ist definiert durch die Gleichung mit P = Viskosität der Flüssigkeit Diese Steiggeschwindigkeit nimmt mit zunehmender Steighöhe ab und wird bei Erreichen der max. Steighöhe zu NULL.
  • Wenn in der Praxis ein Gebäude von kapillar-aufsteigender Nässe befallen ist, so stellt sich die max. Steighöhe nur in solchen Bereichen ein, an denen keine Verdunstung des Kapillarwassers stattfindet. Ist dies aber der Fall - so ergibt sich eine tatsächliche Steighöhe der kapillar transportierten Nässe, die sich als Gleichgewichtszustand aus dem kapillaren Saugvermögen des Mauerwerks, - d.h. der Menge und der Geschwindigkeit des transportierten Kapillarwassers, - einerseits, und der Wasserabgabe durch Verdunstung andererseits darstellt.
  • An alten Bauwerken kann zuweilen die Grenze, bis zu der Feuchtigkeit kapillar aufsteigt, als relativ scharfe Hell-Dunkel-Grenze optisch erkannt werden, weil im Laufe vieler Jahre innerhalb des Feuchtigkeitsbereiches hygroskopische Salze abgelagert werden, welche Sprengungen verursachen und Feuchtigkeit binden.
  • Im Anschluß an Sanierungsmaßnahmen, bei denen in der Regel vor allem der alte, versalzte Putz beseitigt und durch neuen, meist poren-hydrophoben Spezialputz ersetzt wurde, ist die Grenze, bis zu der kapillare Nässe aufsteigt, optisch nicht mehr zu erkennen. Die kapillare Feuchtigkeit ist wegen der Hydrophobie jener Spezialputze nicht in der Lage, in die Poren einzudringen und den Putz zu durchfeuchten und dabei dessen Farbe geringfügig zu verändern. Sie verdunstet bereits innerhalb des porenhydrophoben Putzes und passiert denselben als Wasserdampf.
  • Mangels optischer Anzeichen für kapillar-aufsteigende Nässe wird in solchen Fällen regelmäßig irreführcnd konstaticrt, die kapillare Feuchtigkeit sei erfolgreich saniert. Tatsächlich wurde der Schaden nur kaschiert, nicht aber die Ursache beseitigt.
  • Nun ist bekannt, daß jede Verdunstung ein Vorgang ist, welcher Wärme benötigt und diese aus der Umgebung abzieht. Man spricht - technisch nicht ganz korrekt - von Verdunstungskälte, die entsteht.
  • An porösen Werkstoffen, wie z.B. Mauerwerk, entzieht die kapillar-aufsteigende Feuchtigkeit bei der Verdunstung tatsächlich den oberfltichennahen Schichten, z.13. dem Putz, Wärme. Im Bereich starker Durchfeuchtung, d.h. in Bodennähe, ist dieser Wärmeentzug deutlich größer als an der oberen Grenze der Durchfeuchtung. Oberhalb der Durchfeuchtungszone findet eine Verdunstung praktisch nicht mehr statt.
  • Umfassende Versuchsreihen zeigen, daß bei Gebäuden, deren Mauerwerk von kapillar-aufsteigender Nässe durchfeuchtet ist, die Temperaturen an der Oberfläche des Mauerwerks in Bodennähe meist geringfügig unterhalb der Temperatur des Erdbodens selbst liegen, daß in vertikaler Richtung aufsteigend meist ein temperatur-Gradient von + 0,05 bis + 0,15°C pro 1o cm Meßintervall vorliegt, d.h. daß die Temperatur an der Oberfläche des Mauerwerks allmählich ansteigt, und daß sich an der Grenze der kapillaren Durchfeuchtung ein kräftiger Teniperatursprung ausbildet, der - je nach Umgebungstemperatur - meist zwischen ca. o,40C und ca. 20C pro 1o cm liegt.
  • Diese signifikanten Thermodaten bilden sich prinzipiell auch dann aus, wenn die kapillare Nässe durch "optische Sanierungsmaßnahmen", z.B. durch Aufbringen eines den Schaden kaschierenden neuen Putzes verborgen worden ist.
  • Signifikante Meßdaten körnigen sich hingegen nicht ausbilden, wlsnn z.13. die Umgebungsluft zu kühl oder die relativ Luftfeuchte zu hoch sind, so daß eine ausreichend starke Verdunstung nicht stattfinden kann.
  • Trägt man nun die an einem von kapillar-aufsteigender Nässe betroffenen und infolge Verdunstung leicht abgekühlten Mauerwerk gewonnenen Meßdaten in einer geometrischen Darstellung, einer Zeichnung oder einem Foto des betreffenden Gebäudes maßstäblich ein und verbindet die gefundenen Thermopunkte gleicher Wertigkeit miteinander, so erhält man im Idealfall Linien gleicher Temperatur, Thermo-Äquipotential Linien gcnnnnt, welche quasi-parallel und in nahezu regelmaßigen Abstande zum Erdboden horizontal verlaufen.
  • In der Praxis wird die Ausbildung dieser Thermo-Äquipotential-Linien durch zahlreiche Störfaktoren behindert bzw.
  • verzerrt, die zu allem Überfluß teilweise erheblich stärkere Temperaturunterschiede aufweisen.
  • Das erfindungsgemäße Meßverfahren ist auch darauf gerichtet, solche Störfaktoren zu erfassen und zu diskriminieren, so daß die Thermo-Äquipotential-Linien sicher und eindeutig ermittelt werden können.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe wird dadurch erreicht, daß poröse Werkstoffe bzw. Bauwerke in vertikaler Richtung und in Moßintürvallen von ca. 5 cm bis ca. 50 cm, vorzugsweise in Meßabständen von ca. lo cm bis ca. 20 cm mit auf Temperatur reagierenden Sensoren abgetastet werden, welche einerseits der Oberfläche der Porösen Werkstoffe praktisch weder Wärme entziehen noch Wärme zuführen, und die eine Auflösung von mind. 0,20C, vorzugsweise von besser als + 0,01°C, und damit eine Anzeigesicherheit von ca. 0,3°C, vorzugsweise von 0,1°C oder besser aufweisen, daß ferner die ermittelten Thermodaten tabellarisch oder graphisch oder phototechnisch in Relation zur geometrischen Ausdehnung der porösen Werkstoffe aufgetragen und die dadurch erkennbaren-Thermogradienten festgestellt werden1 wobei weiter der Bereich der porösen Werkstoffe, in dem kapillar-aufsteigende Nässe vorliegt, infolge Verdunstungskälte durch einen signifikanten Thermogradienten von ca. 0,01°C bis ca. o,30C pro 1o cm Meßintervall, meist von ca. o,o5 C bis ca. o,150C gekennzeichnet ist, und daß schließlich die Obergrenze der kapillar-aufsteigenden Nässe durch einen kräftigeren Temperatursprung von ca. 0,4°C bis ca. 2°C, meist von ca.
  • o,50C bis ca. o,70C pro 1o cm Meßintervall angezeigt wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zieht Rückschlüsse aus der Tatsache, daß Mauerwerksbereiche, die unter kapillar-aufsteigender Nässe leiden, von Linien gle icher Temperatur (Thermo-Äquipotential-Linien) gekennzeichnet sind, die quasi-parallel mit der Gelände-Oberkante verlaufen.
  • Dabei wird berücksichtigt, daß in der Praxis die Thermo-Äquipotential-Linien verzerrt vorliegen und überlagert werden können durch störende Wärmeeinflüsse aus anderen Ursachen, sowie durch örtlich unterschiedliche, kapillare Saugfähigkeit der porösen Werkstoffe, wobei diese Störfaktoren an Abweichungen der Therino-Äquipotential-Linien erkannt werden können und zu berücksichtigen sind.
  • Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften von porösen Werkstoffen haben zur Folge, daß örtliche Unterschiede in der kapillaren Saugfähigkeit von porösen Werkstoffen eine Spreizung der Thermo-Äquipotential-Linien in Abhängigkeit von der veränderten Transportgeschwindigkeit des Kapillarwassers bewirken, so daß Rückschlüsse auf das Porengefüge der kapillaren Werkstoffe gezogen werden können.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Störfaktoren, verursacht durch Hygroskopie, dadurch diskriminiert, daß Feuchtigkeit, die durch liygroskopie verursacht ist, in der Regel durch quasi-konzentrisch angeordnete Thermo-Äquipotential-Linien gekennzeichnet ist, und bei der Auswertung der Meßdaten berücksichtigt wird.
  • Störfaktoren und Meßwertfehler, die aus diskreten Feuchtigkeitsquellen stammen, werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch erkannt und berücksichtigt, daß Feuchtigkeit, die aus örtlichen Fehlerquellen, wie z.B. Rohrleitungs-Leckstellen, resultiert, gleichfalls durch quasikonzentrisch angeordnete, meist aber ausgeprägtere Thermo-Äquipotential-Linien gekennzeichnet ist, welche sich nach unten, d.h. in Richtung der Gravitationskraft parabelförmig ausbreiten, oberhalb der Ursprungstelle, jedoch meist korbbogenförmig abgeplattet sind, und bei der Auswertung der Thermo-Äquipotential-Linien berücksichtigt werden.
  • Es kommt hinzu, daß Feuchtigkeit aus Sickerwasser meist durch Thermo-Äquipotential-Linien gekennzeichnet ist, deren Thermogradient in senkrecht-aufsteigender Richtung ein entgegengesetztes Vorzeichen aufweist. Diese Tatsache erleichtert das Diskriminieren dieser Störgrößen und verbessert die Sicherheit der Verfahrensauswertung.
  • Besonders kräftige Störfaktoren stellen diskrete Wärmequellen dar, welche im Gegensatz zu den verfahrenstypischen Meßdaten erhöhte Temperaturen ausbilden. Sie werden bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch berücksichtigt, daß Temperatursprüngc, die durch mangelhafte Wärmeisolierungen an Fassaden auftreten, oder die durch sog. Kältebrücken verursacht sind,im Netz der Thermo-Äquipotential-Linien als örtliche1 meist unregelmäßige Bereiche, die der Geometrie der Fehlerursachen entsprechen, erkennbar sind, deren Thermogradient zwischen ca. 0,2°C bis ca. 5°C pro 10 cm Meßintervall liegen kann, meist bei ca.
  • o,3° bis ca. 1°C pro lo cm festzustellen ist, und im Absolutwert als Temperaturerhöhung erscheinen.
  • Die Durchführung bzw. Anwendung des erfindungsgemäßen Meßverfahrens setzt voraus, daß temperatur-stabilisierte Anzeigegeräte mit einem elektronischen Auflösungsvermögen von ß T = ca. + o,o5°C oder besser und einer Anzeigegenauigkeit von o,lOC oder besser verwendet werden.
  • Diese Anforderungen an die Meßgeräte können vorzugsweise erfüllt werden, indem filiniatur-Koax-Sensoren mit einer Kontaktfläche von unter ca. 5 mm , vorzugsweise Masse von unter ca. o,8 mm2 verwendet werden und die des eigentlichen Sensors unter ca. 50 mg, vorzugsweise unter 5 mg gehalten wird.
  • Die vorstehend genannte Gruppe der anzeigenden Meßgeräte bedingt bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß die ermittelten Meßdaten tabellarisch festgehalten und hernach zur Ermittlung der Thermo-Äquipotential-Linien und ihrer Störfaktoren in eine räumliche Abbildung des Gebäudes übertragen werden. Dieser Vorgang ist zeitraubend und gestattet erst zum Schluß, Störfaktoren zu erkennen und eventuell näher zu untersuchen.
  • Vorteile ergeben sich daher beim Einsatz von abbildenden Meßgeräten, unter der Voraussetzung, daß temperatur-stabilisierte elektronen-optische Infrarot-Sensor-Meßgeräte mit einer Auflösung von ß T = ca. + o,oSOC oder besser und einer Darstellungsgenauigkeit auf dem Bildschirm von ca. 0,1°C oder besser verwendet werden.
  • Natürlich ist es auch möglich, Infrarot-MeBgeräte, die nach dem Prinzip der Fernseh-Übertragungsgeräte arbeiten, einzusetzen Dabei ist zusätzlich zur Vermeidung von Meßfehlern zu fordern, daß die optische Abbildung der Thermo-Äquipotential-Linien wahlweise auf direktem Wege, als Rotbild oder als Schattenrasterbild, oder als Kathodenstrahl-Fernsehbild erfolgt, wobei die Meßwertverfälschung infolge Signalumsetzung und Bilderzeugung max. + o,1°C betragen darf.
  • Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens sei anhand zweier Beispiele gezeigt. Dabei sind die Meßdaten von zwei historischen Bauwerken tabellarisch wiedergegeben, die unter relativ ungünstigen Bedingungen ermittelt wurden. Man erkennt sowohl die signifikanten Temperatursprünge an der oberen Grenze des kapillaren Wassertransportes, als auch unregelmäßigc iteihenfolgen von Meßdaten, welche primär auf extreme Inhomogenitäten der betreffenden Mauerwerke und auf Störfaktoren zurückzuführen sind. Eine Wiedergabe von Abbildungen der betreffenden Mauerwerke, welche die jewei ligen Thermo-Äquipotential-Linien samt Störfaktoren weit besser sichtbar machen, aus technischen Gründen hier nicht möglich.
  • Mit dem vorstehend beschriebenen Meßverfahren können wertvolle Hinweisc auf die Ursachen von Nässeschäden gewonnen werden. Dadurch vermindert sich die Gefahr von Sanierungsfchlern und Folgeschäden erheblich. Wciter ergeben sich Möglichkciten, im Falle von Mißcrfolgen bei Sanierungen zweifelsfrei und dokumentierbar das Ausmaß der Mängel bereits im Frühstadium, d.h. vor Ablauf der Gewährleistungsfrist, sowie die Ursachen dafür festzustellen. Zugleich wird spekulativen Beurteilungen und Fehleinschätzungen von Bauschäden - sowohl im Vorfeld von geplanten Sanierungen als bei der Bewertung und Behebung von Fehlern entgegengewirkt, bei denen bislang die Seite mit der wirtschaftlich bzw. technisch schwächeren Position meist in Beweisnot war. Der Einsatz des erfindungsgemäßen Meßverfahrens bei der Planung von Sanierungsmaßnahmen erlaubt nicht zuletzt, die erforderlichen Restaurierungsarbeiten zu optimieren und hilft überflüssige Maßnahmen zu vermeiden. Die Einsparungen an Aufwendungen, die sich dabei ergeben, sind gleichfalls erheblich.
  • Beispiel 1 In Tabelle 1 sind 8 Temperatur-Gradienten aus Innenräumen eines etwa 300 Jahre alten Gebäudes zusammengestellt. Sie sind einem Gutachten entnommen, das zu dem Zweck erstellt wurde, Schadensursachen und Möglichkeiten der Sanierung zu untersuchen.
  • Man erkennt, daß an etlichen Meßstellen die Feuchtigkeit offensichtlich bis zum jeweiligen höchsten, mit Meßgeräten erreichbaren Punkt des Mauerwerks aufgestiegen ist. Die Meßstellen T5, T7 und T8 hingegen zeigen einen signifikanten Temperatursprung, der für die Obergrenze der Verdunstung kapillarer Nässe kennzeichnend ist.
  • Beispiel 2 In Tabelle 2 sind Temperatur-Gradienten zusammengestellt, die an den Außenmauern eines ca. 5'oo Jahre alten Klostergebäudes mit sehr inhomogenen Mauern und örtlich extrem hoher Versalzung ermittelt wurden.
  • Man erkennt einerseits, daß die Steighöhen der Kapillarnässe durchwegs höher als 2 m liegen, - andererseits sind signifikante Temperatursprünge festzustellen, die in unregelmäßigen Abständen und Höhen auftreten, welche auf Inhomogenitäten des Mauerwerks und auf örtliche Konzentrationon hygroskopischer Salze zurückzuführen sind.
  • Einzige Ausnahme ist die Meßstelle T11, bei der der typischo Temperatursprung, dor die Aufstiegsgrenzo des Kapillarwassers kennzeichnet, in etwa 1,4 m Höhe liegt.
  • Würde man parallel zu solchen, durch Einzelmeßdaten ermittelten Temperaturgradienten ein Infrarotbild erstellen, so würden zu den beiden ausgewählten und besonders extrem gelagerten Beispielen augenfällige Merkmale in Form von Thermo-Äquipotential-Linien erkennbar.
  • In Fig. 1 ist der typische Verlauf von Thermo-Äquipotential-Linien an Gebäuden mit homogenem Mauerwerk und fast ausschließlich kapillar-aufsteigender Nässe vereinfacht dargestellt.
  • In Fig. 2 ist der typische Verlauf von Thermo-Äquipotential-Linien mit inhomogenem Mauerwerk und/oder örtlichen Salzkonzentrationen dargestellt. (i) In Fig. 3 wurden typische Thermo-Äquipotential-Linien eingezeichnet für relativ homogen-durchnäßtes Mauerwerk, bei dem Störfaktoren auftreten. Man erkennt, daß eine örtliche Quelle für Sickerwasser vorliegt (2), und daß ein Bereich besonders kräftiger Kapillartätigkeit (3) vorhanden ist, dessen Ursache in der Regel in vagabundierenden Fehlerströmen oder Korrosionsströmen liegen wird.
  • Tabelle 1
    Temperatur-Gradienten # h = ca. 20 cm Datum: 5.2.1980
    Bezeichnung, Entnahmestelle TLuft temperatur Tn in Hähe hn [°C]
    h0 h1 h2 h3 h4 h5 h6 h7 8h 9h h10
    T 1 UG. Bar, NO-Ecke 6,7 4,9 4,1 4,5 4,3 4,8 4,5 4,0 4,5 4,5 - -
    T 2 UG. Gang Mittel-Geb. 6,3 3,8 3,1 3,2 3,1 3,3 3,3 3,5 - - -
    T3 UG. Inst. Gang 7,1 4,8 4,2 4,2 4,3 4,5 4,7 4,6 4,7 4,8 - -
    T 4 UG. Pfeiler, Gang 5,8 4,2 3,6 3,3 3,2 3,2 3,2 3,2 3,3 3,6 3,5 -
    T 5 OG. Foyer 8,2 6,5 5,5 5,3 5,7 5,78 6,0 6,3 6,8 6,8 7,0 -
    T 6 OG. Hist. Treppe 6,9 6,0 4,3 4,4 4,4 4,5 4,6 4,8 5,3 5,3 - -
    T 7 OG. Schwemme 8,5 6,5 5,1 5,2 5,4 5,2 5,4 5,9 6,0 6,0 - -
    T 8 OG. Innenhof 8,4 5,9 5,0 5,3 5,1 5,2 5,4 5,5 7,0 7,0 - -
    T 9
    T 10
    T 11
    T 12
    T 13
    T 14
    T 15
    Tabelle 2
    Temperatur-Gradienten #h= 20 cm Datum: 28.3.1980
    Bezeichnung, Entnahmestelle TLuft Temperatur Tn in Höhe hn [°C]
    h0 h1 h2 h3 h4 h5 h6 h7 h8 h9 h10
    T 1 lt. Grundriß E 5 18,8 14,3 13,1 13,2 13,5 13,2 13,1 13,6 13,2 13,7 13,6 13,5
    T 2 E 10 18,6 14,1 13,0 13,4 13,2 13,2 13,3 13,5 13,3 13,5 13,5 13,6
    T 3 E 11 18,9 15,3 13,5 13,6 13,5 13,8 13,9 13,7 13,9 13,6 13,8 14,1,
    T 4 E 13 18,7 15,7 13,2 13,2 13,5 13,6 13,7 13,6 13,6 13,8 13,9
    T 5 E 14 18,7 15,3 13,5 13,5 13,4 13,6 13,5 13,6 13,6 13,7 13,6 13,7
    T 6 E 15 18,8 16,5 15,1 15,3 15,3 15,4 15,5 15,7 15,6 15,7 15,7 15,7
    T 7 E 17 18,7 16,4 14,0 14,1 14,4 14,3 14,3 14,5 14,4 14,5 14,6 14,6
    T 8 E 19 18,8 16,0 15,2 15,3 15,5 15,3 15,4 15,6 15,7 16,3 16,5 16,5
    T 9 E 20 18,6 16,9 16,8 17,1 17,2 17,2 17,23 17,2 17,3 17,4 17,3 17,3
    T 10 E 24 18,8 16,1 14,3 14,2 14,4 14,3 14,5 14,4 14,4 14,5 14,4
    T 11 E 26 18,7 15,5 13,8 13,8 13,9 14,1 14,0 14,1 14,9 15,0 15,1 15,3
    T 12 E 27 18,6 15,2 13,6 13,7 13,6 13,7 13,8 13,8 13,5 14,1 13,8
    T 13 E 30 17,9 17,0 15,4 15,5 15,4 15,6 15,7 15,8 15,7 15,9 15,8
    T 14 E 32 17,7 16,4 13,7 13,6 13,7 13,7 13,8 13,7 13,6 13,9 13,9 13,8
    T 15 E 36 17,6 16,5 15,2 15,1 15,3 15,2 15,8 15,3 15,4 15,6 15,6 15,7
    Leerseite

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur meßtechnischen Erfassung sowie zur elektronen-optischen Darstellung von kapillar-aufsteigender Feuchtigkeit an porösen Werkstoffen oder Bauwerken, dadurch gekennzeichnet1 daß poröse Werkstoffe bzw. Bauwerke in vertikaler Richtung und in Meßintervallen von ca. 5 cm bis ca. 50 cm, vorzugsweise in Meßabständen von ca. io cm bis ca. 20 cm mit auf Temperatur reagierenden Sensoren abgetastet werden, welche einerseits der Oberfläche der porösen Werkstoffe praktisch weder Wärme entziehen noch Wärme zuführen, und die eine Auflösung von mind. o,20C, vorzugsweise von besser als + 0,01°C, und damit eine Anzeigesicherheit von ca. 0,3°C, borzugsweise von 0,1°C oder besser aufweisen, daß ferner die ermittelten Thermodaten tabellarisch oder graphisch oder phototechnisch in Relation zur geometrischen Ausdehnung der porösen Werkstoffe aufgetragen und die dadurch erkennbaren Thermogradienten festgestellt werden1 wobei weiter der Bereich der porösen Werkstoffe, in dem kapillar-aufsteigende Nässe vorliegt, infolge Verdunstungskälte durch einen signifikanten Thermogradienten von ca.
    0,01°C bis ca. 0,3°C pro 10 cm Meßintervall, meist von ca. 0,05 bis ca. o,15 C gekennzeichnet ist, und daß schließlich die Obergrenze der kapillar-aufsteigenden Nässe durch einen kräftigeren Temperatursprung von ca.
    o,40C bis ca. 20C, meist von ca. o,50C bis ca. o,70C pro lo cm Meßintervall angezeigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mauerwerksbereiche, die unter kapillar-aufsteigender Nässe leiden, von Linien gleicher Temperatur (Thermo-Aquipotential-Linien) gekennzeichnet sind, die quasi-parallel mit der Gelände-Oberkante verlaufen.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Praxis die Thermo-Äquipotential-Linien verzerrt vorliegen und überlagert werden können durch störende Wärmeeinflüsse aus anderen Ursachen, sowie durch örtlich unterschiedliche, kapillare Saugfähigkeit der porösen Werkstoffe, wobei diese Störfaktoren an Abweichungen der Thermo-Aquipotential-Linien erkannt werden können und zu berücksichtigen sind.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß örtliche Unterschiede in der kapillaren Saugfähigkeit von porösen Werkstoffen eine Spreizung der Thermo-Äquipotential-Linien in Abhängigkeit von der veränderten Transportgeschwindig keit des Kapillarwassers bewirken, so daß Rückschlüsse auf das Porengefüge der kapillaren Werkstoffe gezogen werden können.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Feuchtigkeit, die durch Hygroskopie verursacht ist, in der Regel durch quasi-konzentrisch angeordnete Thermo-'A'quipotentiål-Linien gekennzeichnet ist, und bei der Auswertung der Meßdaten berücksichtigt wird.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Feuchtigkeit, die aus örtlichen Fehlerquellen, wie z.B. Rohrleitungs-Leckstellen resultiert, gleichfalls durch quasi-lçonzentrisch angeordnete, meist aber ausgeprägtere Thermo-'A'quipotential-Linien gekennzeichnet ist, welche sich nach unten, d.h.
    in Richtung der Gravitationskraft parabelförmig ausbreiten, oberhalb der Ursprungsstelle, jedoch meist korbbogenförmig abgeplattet sind, und bei der Auswertung der Thermo-Äquipotential-Linien berücksichtigt werden.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Feuchtigkeit aus Sickerwasser meist durch Thermo-Äquipotential-Linien gekennzeichnet ist, deren Thermogradient in senkrecht-aufsteigender Richtung ein entgegengesetztes Vorzeichen aufweist.
  8. 8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Tcmperatursprünge, die durch mangelhafte Wärmeisolierungen an Fassaden auftreten, oder die durch sog. Kältebrücken verursacht sind, im Netz der Thermo-Äquipotential-Linien als örtliche, meist unregelmäßige Bereiche, die der Geometrie der Fehlerursachen entsprechen, erkennbar sind, deren Thermogradient zwischen ca. 0,2°C bis ca. 5°C pro 10 cm Meßintervall liegen kann, meist bei ca. 0,3°C bis ca.
    10C pro lo cm festzustellen ist, und im Absolutwert als Temperaturerhöhung erscheinen.
  9. 9. Meßgeräte zur Durchführung des Meß-Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß temperatur-stabilisierte Anzeigegeräte mit einem elektronischen Auflösungsvermögen von ß T = ca. + o,o5 oC oder besser und einer Anzeigegenauigkeit von o,1°C oder besser verwendet werden.
  10. lo. Sensoren zur Durchführung des Meß-Verfahrens nach Anspruch 1 mit Meßgeräten nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Miniatur-Koax-Sensoren mit 2 einer Kontaktfläche von unter ca. 5 mm , vorzugsweise 2 Masse von unter ca. o,8 mm verwendet werden und die des eigentlichen Sensors unter ca. 50 mg, vorzugsweise unter 5 mg gehalten wird.
  11. 11. Meßgeräte zur Durchführung des Meßverfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß temperaturstabilisierte elektronen-optische Infrarot-Sensor-Meßgeräte mit einer Auflösung von T = ca. # 0,05°C oder besser und einer Darstellungsgenauigkeit auf dem Bildschirm von ca. o,10C oder besser verwendet werden.
  12. 12. Meßgeräte zur Durchführung des Meßverfahrens nach Ansprüchen 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Abbildung der Thermo-Äquipotential-Linien wahlweise auf direktem Wege, als Rotbild oder als Schattenrasterbild, oder als Kathodenstrahl-Fernsehbild erfolgt, wobei die Meßwertverfälschung infolge Signalumsetzung und Bilderzeugung max. + o,1 C betragen darf.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3502068A1 (de) * 1985-01-23 1986-07-24 Ernst Dipl.-Ing. 3584 Zwesten Träbing Baulicher feuchte-warner, entfeuchtungsregler und feuchtebelastungserfassung
DE4427245A1 (de) * 1994-08-03 1996-02-08 Prozesautomation Kohler Gmbh Verfahren zur Trocknung von Gebäudeteilen und Dämmschichten
DE102008048949A1 (de) * 2008-09-25 2010-04-29 Usk Karl Utz Sondermaschinen Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen von behandelten und unbehandelten Flächenbereichen

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DE102008048949B4 (de) * 2008-09-25 2010-10-28 Usk Karl Utz Sondermaschinen Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen von behandelten und unbehandelten Flächenbereichen

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