DE3042459A1 - Vorrichtung zum verankern einer schrittmacherleitung - Google Patents
Vorrichtung zum verankern einer schrittmacherleitungInfo
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Description
MEDTRONIC, INC. 3055 Old Highway Eight, Minneapolis, Minn. 55440/V.St.A.
Vorrichtung zum Verankern einer Schrittmacherleitung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verankern einer transvenösen Schrittmacherleitung sowie eine aus
einer Verankerungsvorrichtung und einer Schrittmacherleitung bestehende Kombination.
Bisher war es üblich, transvenöse Schrittmacherleitungen durch Anbinden der Leitung an eine Vene oder durch Verwendung
einer Verankerungshülse festzulegen. Wenn die transvenöse Schrittmacherleitung an eine Vene angebunden
wurde, machte sich die Leitung zuweilen frei, so daß keine Befestigung an der Anbindestelle mehr gegeben war.
Wurde die Leitung an einer Verankerungshülse festgemacht, konnte es vorkommen, daß sich die Leitung von der Verankerungshülse
löste. Außerdem führten weder das Anbinden der Schrittmacherleitung an der Vene noch der Einsatz einer
Verankerungshülse zu einer Spannungsverminderung oder Zugentlastung an der Festlegungsstelle.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend
skizzierten Probleme durch Schaffung einer besonders wir-
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kungsvollen Verankerungsvorrichtung auszuräumen.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen gekennzeichneten
Maßnahmen gelöst.
Die Verankerungsvorrichtung nach der Erfindung nimmt die transvenöse Schrittmacherleitung an der Eintrittsstelle
in das Körpergewebe auf. Sie erlaubt es insbesondere, auch Urethanleitungen sicher festzulegen, die
bisher wegen ihrer eine niedrige Haftreibung aufweisenden Oberfläche als besonders problematisch galten.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
weist die Verankerungsvorrichtung eine Spule mit einer Nut auf, welche die transvenöse Schrittmacherleitung
aufnimmt. Ein abgeflachter Abschnitt erstreckt sich quer über die Oberseite der Spule. Flügel verlaufen unter
einem schiefen Winkel mit Bezug aufeinander nach außen. Sie liegen im wesentlichen in Linie mit und parallel
zu dem oberen abgeflachten Abschnitt der Spule. Jeder der Flügel ist mit einer durchgehenden Öffnung, die im wesentlichen
parallel zu und in Linie mit dem abgeflachten oberen Abschnitt verläuft, sowie mit einem Schlitz versehen,
der für eine Verbindung der transvenösen Schrittmacherleitung
mit der Öffnung sorgt. Innerhalb des Umfangs der Nut der Spule befinden sich Nahtlöcher. Die
transvenöse Schrittmacherleitung wird durch den einen
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Schlitz hindurch eingesetzt und mit der Öffnung des einen Flügels in Eingriff gebracht, um die in der Spule
ausgebildete Nut unter Überlappung der Leitung herumgelegt und in die Öffnung des anderen Flügels durch den
zugehörigen Schlitz hindurch eingebracht. Auf diese Weise wird an der sichtbaren Eintrittsstelle einer Vene eine
auf der Spule festgezogene Schleife gebildet. Es wird für eine Spannungsentlastung der transvenösen Schrittmacherleitung
an der Eintrittsstellein die Vene gesorgt. Die transvenöse Schrittmacherleitung wird mit dem Gewebe
sicher verankert.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß die Verankerungsvorrichtung
für die Ausbildung einer sichtbaren Schleife in der transvenösen Schrittmacherleitung sorgt.
Diese Schleife kann nicht nur mit dem menschlichen Auge, sondern auch durch Röntgenstrahlen erkannt werden.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist darin zu sehen, daß'
die Verankerungsvorrichtung ein leichtes Herausziehen der transvenösen Schrittmacherleitung verhindert, weil
die Leitung an der Verankerungsvorrichtung sicher festgelegt ist und die Verankerungsvorrichtung ihrerseits
mit Körpergewebe vernäht wird.
Des weiteren ist wichtig, daß die Verankerungsvorrichtung als Spannungsentlastung wirkt und eine Verlagerung
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der Schrittmacherleitung innerhalb des menschlichen Körpers ausschließt.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den beiliegenden
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht
auf eine erfindungsgemäß ausgebildete Verankerungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht der Verankerungsvorrichtung von oben,
Fig. 3 eine Ansicht der Verankerungsvorrichtung von unten,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Verankerungsvorrichtung und
Fig. 5 einen Querschnitt entlang der Linie 5-5 der Fig. 1.
Die veranschaulichte Leitungsverankerungsspule 10 kann
zweckmäßig aus einem medizinischen Silikonkautschuk oder dergleichen gefertigt sein. Sie weist eine abgeflachte
Rundscheibe 12 mit einem seitlich abstehenden, entlang
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dem Umfang verlaufenden Ring 12g (Fig» 5) und eine ihr gegenüberstehend
angeordnete 'abgeflachte Rundschsibe 14 mit
einem sich in Umfangsrichiung erstreckenden, nach innen
stehenden Ring 14a auf..Zu der Verankerungsspule 10 gehört
ferner eine abgeflachte Rundscheibe 16, deren Durchmesser kleiner als derjenige der Scheiben 12 und 14 ist,, wodurch
zwischen den Scheiben 14 und ]6 eine Nut 18 gebildet wird. Nahtlöcher 20 und 22 reichen durch die Scheiben 12, 14
und ]6 hindurch. Ein linker Flügel 24 und ein rechter Flügel 26 sind an der Scheibe 14 angebracht und stehen
von dieser nach außen ab. Ein linker Kopf 28 und ein rechter Kopf 30 sitzen an dem linken bzw. dem rechten Flügel
24, 16. Der Kopf 28 ist mit einem Schlitz 32 versehen, der nach unten bis zu einer Längsöffnung 36 reicht. Der
rechte Kopf 30 weist einen Schlitz 34 auf, der sich nach unten bis zu einer Längsöffnung 38 erstreckt. Eine Längsstrebe
40 verbindet den oberen Teil des linken Kopfes 28 mit dem oberen Teil des rechten Kopfes 30; sie steht ferner
mit dem oberen Teil der Scheibe 14 in Verbindung. Die Längsstrebe 40 verleiht einer bei 42 angedeuteten Schrittmacherleitung
mechanische Festigkeit und sorgt für eine entsprechende Ausrichtung dieser Leitung; sie stellt jedoch
kein Zwangsmerkmal der vorliegenden Verankerungsvorrichtung dar.
Die transvenöse Schrittmacherleitung 42 greift durch den Schlitz 32 hindurch in die Öffnung 36 des Kopfs 28. Sie
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ist um die Spule 10 innerholb der Nut 18 zwischen den
Scheiben 12 und 14 herumgeschlungen, wobei sie sich an der Stelle 44 überlappt. Die Leitung 42 tritt dann durch
die Öffnung 38 des rechten Kopfes 30 wieder aus. Die Richtung der Schrittmacherleitung kann umgekehrt sein;
dies hängt im Einzelfall davon ab, ob die linke Seite oder die rechte Seite der Veneneintrittsstelle am nächsten
liegt.
Die Fig. 5 läßt erkennen, wie die Ringe 12a, 14a einen abgeschlossenen Bereich zur Aufnahme der Schrittmacherleitung
42 bilden.
Bei der Anwendung der Verankerungsvorrichtung wird die transvenöse Schrittmacherleitung 42 zunächst durch den
linken Schlitz 32 hindurch nach unten geschoben und mit der Längsöffnung 36 des linken Flügels 24 in Eingriff gebracht.
Dann wird die Leitung in die Nut 18 zwischen den seitlich vorstehenden Ringen 12a und 14a der Scheiben
12 und 14 eingelegt. Die Leitung legt sich dabei gegen die kleinere Scheibe 16 an und überlappt sich an der
Stelle 44. Schließlich wird die Leitung durch den Schlitz 34 in die Öffnung 38 des rechten Kopfs 30 eingebracht.
Gegebenenfalls erfolgt das Einlegen der Leitung in die Verankerungsvorrichtung in umgekehrter Richtung. Anschließend
wird die Leitung 42 mit der Spule 10 vernäht, während die Spule 10 ihrerseits durch Nähte am Körperge-
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webe festgelegt wird. Die Fäden werden dabei durch die
Nahtlöcher 20 und 22 hindurchgeführt. Die seitlich vorstehenden
Ringe 12a und 14a halten die Leitung 42 durch Reibeingriff in der Nut 18 zwischen den beiden Scheiben
12 und 14. Die Leitung 42 kann auch von rechts nach links um die Verankerungsspule herumgewunden sein.
Die Verankerungsspule 10 sorgt für eine stramm festgezogene Schleife der Schrittmacherleitung 42, die sich an
der Überlappungsstelle schließt und für einen sichtbaren Eintritt in die Vene sorgt. Die Vorrichtung bewirkt
ferner eine sichere Verankerung der Schrittmacherleitung 42 mit Bezug auf das Körpergewebe. Die geschlossene
Schleife der Schrittmacherleitung 42 hält sich durch Reibung um die Spule 10 herum selbst. Die geschlitzten Köpfe
28 und 30 bilden einander gegenüberliegende zusätzliche Halterungen, die für eine weitere Zugentlastung und
Festlegung der Leitung 42 im Bereich der Köpfe 28 und sorgen.
Die Verankerungsspule 10 kann aus Silikongummi oder einem anderen zweckentsprechenden Werkstoff gefertigt sein, der
sich sterilisieren und in menschlichen Körper implantieren läßt.
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■ -ft.
Claims (11)
- PATENTANWALT DlPL-ING. GERHARD SCHWANELFENSTRASSE32 · D-8000 MÜNCHEN 83Ansprüche(λ) Vorrichtung zum Verankern einer proximale und distale Enden aufweisenden transvenösen Schrittmacherleitung und zum Vernähen mit Körpergewebe, gekennzeichnet durch eine eine Schleife der Schrittmacherleitung (42) zwischen dem proximalen und distalen Leitungsende durch Reibeingriff festlegende Verankerung (12, 14, Ιό), mindestens eine benachbart der Verankerung (12, 14, 16) sitzende Halterung (24, 26), mittels deren die Schrittmacherleitung benachbart der Verankerung durch Reibeingriff festhaltbar ist, und eine Nahtaufnahme (20, 22) mittels deren die die Schrittmacherleitungsschleife haltende Verankerung mit dem Körpergewebe vernähbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerung (12, 14, 16) einen im wesentlichen kreisförmigen Umfang hat.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerung (12, 14, 16) zwei einander diametral gegenüberliegende Teilrundscheiben (12, 14) und eine abgeflachte Teilscheibe (16) von kleinerem Durch-130021/0877FERNSPRECHER.: 089/601203» ■ KABEL: ELECTRICPATENT MÜNCHENmesser als die beiden Rundscheiben (12, 14) aufweist, wobei die kleinere Scheibe (la) zwischen den beiden anderen Scheiben (12, 14) unter Bildung einer Nut (18) sitzt, innerhalb deren die Schrittmacherleitung (42) gehalten ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Innenrand der beiden einander gegenüberliegenden Teilscheiben (12, 14) größeren Durchmessers jeweils ein vorspringender Ring (12a, 14a) sitzt, die in Reibeingriff mit der innerhalb der Nut (18) befindlichen Schrittmacherleitung kommen.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (24, 26) mit mindestens einem von einer der beiden Teilrundscheiben (12, 14) nach außen reichenden Flügel (24 oder 26) versehen ist, der einen Kopf (28 bzw. 30) mit einer Öffnung (36, 38) und einem zu dieser Öffnung führenden Schlitz (32, 34) aufweist, wobei die Leitung (42) mittels der Öffnung in dem Kopf festgelegt ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen linken Flügel (24) und einen rechten Flügel (26), die von einer der beiden Teilrundscheiben (12, 14) nach außen abstehen und die Öffnung (36, 38) sowie den zu dieser Öffnung führenden Schlitz (32, 34) aufweisen,1 30Ö21/0677wobei jede Öffnung zusammen mit dem zugehörigen Schlitz jeweils auf beiden Seiten des Kopfes (28, 30) Vorsprünge für eine Zugentlastung der Schrittmacherleitung bildet.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (32, 34), die Öffnungen (36, 38) und die Köpfe (28, 30) jeweils in einer Linie ausgerichtet sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine von einer der beiden Teilrundscheiben (12, 14) nach außen vorspringende, die Köpfe (28, 30) verbindende Längsstrebe (40).
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schrittmacherleitung (42) an der Oberseite der kleineren Scheibe (16) überlappt.
- 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nahtaufnahme mindestens ein durch sämtliche Scheiben (12, 14, 16) hindurchreichendes Nahtloch (20, 22) aufweist, durch das ein die Vorrichtung mit dem Gewebe und die Leitung (42) mit der Vorrichtung verbindender Faden hindurch-führbar ist.130021/0877
- 11. Kombination aus einer Verankerungsvorrichtung und einer transvenösen Schrittmacherleitung zur Anwendung im menschlichen Körper, gekennzeichnet durch eine Verankerung (12, 14, 16) mit einer Umfangsnut (18) und einem über die Oberseite der Verankerung hinwegreichenden flachen abgestumpften Teil, nach außen reichenden, schiefwinklig voneinander abstehenden Flügeln (24, 26), die von jeweils einer Seite der Verankerung ausgehen und im wesentlichen parallel zu dem oberen abgestumpften Teil der Verankerung verlaufen sowie jeweils eine durchgehende Aufnahmeöffnung (36, 38), die im wesentlichen parallel zu und in Linie mit dem abgestumpften Teil verläuft, sowie einen durch den betreffenden Flügel zu der zugehörigen Halteöffnung reichenden Schlitz (32, 34) aufweisen, und innerhalb des Umfangs der Nut (18) liegenden Nahtlöchern (20, 22), sowie durch eine langgestreckte transvenöse Schrittmacherleitung (42), die durch den Schlitz eines Flügels in die zugehörige Halteöffnung eingelegt, um die Nut der Verankerung unter Überlappung an dem abgestumpften Teil herumgeschlungen sowie über den Schlitz des anderen Flügels in die zugehörige Halteöffnung unter Ausbildung einer auf der Verankerung sitzenden, festgezogenen Schleife eingesetzt ist.130021/0877
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |