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DE3042445A1 - Vorrichtung zum auswechseln der arbeitswalzen von walzgeruesten - Google Patents

Vorrichtung zum auswechseln der arbeitswalzen von walzgeruesten

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Publication number
DE3042445A1
DE3042445A1 DE19803042445 DE3042445A DE3042445A1 DE 3042445 A1 DE3042445 A1 DE 3042445A1 DE 19803042445 DE19803042445 DE 19803042445 DE 3042445 A DE3042445 A DE 3042445A DE 3042445 A1 DE3042445 A1 DE 3042445A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clamping
levers
work rolls
roll
fixed
Prior art date
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Granted
Application number
DE19803042445
Other languages
English (en)
Other versions
DE3042445C2 (de
Inventor
Gerhard W. 4030 Ratingen Fübi
Heinrich 4660 Gelsenkirchen Nienierza
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Masch & Werkzeugbau GmbH
Maschinen und Werkzeugbau GmbH
Original Assignee
Masch & Werkzeugbau GmbH
Maschinen und Werkzeugbau GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Masch & Werkzeugbau GmbH, Maschinen und Werkzeugbau GmbH filed Critical Masch & Werkzeugbau GmbH
Priority to DE19803042445 priority Critical patent/DE3042445C2/de
Publication of DE3042445A1 publication Critical patent/DE3042445A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3042445C2 publication Critical patent/DE3042445C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/08Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts
    • B21B31/10Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts by horizontally displacing, i.e. horizontal roll changing
    • B21B31/103Manipulators or carriages therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jigs For Machine Tools (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten
  • Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten, mit einem in Achsrichtung der Arbeitswalzen verfahrbaren Walzenausbauwagen, wobei der Walzenausbauwagen zwei Ausbaumuffen aufweist und jede Ausbaumuffe mindestens zwei gegeneinander verstellbare und an vorstehenden Zapfen der Arbeitswalzen anklemmbare Klemmstücke aufweist. (Die Erfindung bezieht sich auf den Walzenwechsel sowohl bei Duo-Walzgerüsten als auch, und zwar insbesondere bei Quatro-Walzgerüsten.) Walzgerüste bestehen in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem Walzenständer, aus Einbaustücken für die Arbeitswalzen und ggf. für Stützwalzen, aus Anstellvorrichtungen und (üblicherweise hydraulischen) Walzenentlastungsvorrichtungen. Die Arbeitswalzen und ggf. die Stützwalzen sind in den Einbaustücken gelagert, werden durch die an den Einbaustücken angreifenden Anstellvorrichtungen entgegen der Wirkung der Walzenentlastungsvorrichtungen auf das vorgesehene Maß des Walzspaltes zusammengefahren und zum Walzenwechsel bei gelösten Anstelivorrichtungen durch die Walzenentlastungsvorrichtungen auf ein - üblicherweise vorbestimmtes - Maß auseinandergefahren. Während die bei Quarto-Walzgerüsten vorhandenen Stützwalzen geringeren Beanspruchungen ausgesetzt sind und folglich nur verhältnismäßig selten ausgewechselt werden müssen, so daß man zum Auswechseln der Stützwalzen auch einen verhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand hinnimmt, müssen die im Betrieb hoch beanspruchten Arbeitswalzen häufig ausgewechselt werden, so daß man nach Vorrichtungen zum Auswechseln der Arbeitswalzen strebt, die einen weitgehend mechanisierten Arbeitsablauf beim Walzenwechsel mit entsprechend geringen Stillstandszeiten der entsprechenden Walzstraßen ermöglichen.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art (vgl. die DE-OS 19 13 771) ist ein in Achsrichtung der Arbeitswalzen verfahrbarer und mit Ausbaumuffen versehener Walzenausbauwagen vorgesehen. Die Ausbaumuffen werden an seitlich vorstehende Zapfen der Arbeitswalzen angeklemmt, und nach dem Klemmen werden die Arbeitswalzen durch den Walzenausbauwagen aus dem Walzgerüst seitlich herausgefahren. Neue bzw. überarbeitete Arbeitswalzen werden in entsprechender Weise mittels der Ausbaumuffen aufgenommen und durch Verfahren des Walzenausbauwagens in das Walzgerüst eingeführt. Diese bekannte Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art hat sich in der Praxis hervorragend bewährt, weil damit eine wesentliche Verkürzung der Stillstandszeiten beim Walzenwechsel errei-cht worden ist.
  • Ein Nachteil der zuvor beschriebenen bekannten Vorrichtung besteht darin, daß die Ausbaumuffen verhältnismäßig kompliziert aufgebaut sind. Dies führt in Verbindung mit den hohen Beanspruchungen der Ausbaumuffen, die sich aus der einseitigen Klemmung der Arbeitswalzen und den damit verbundenen, an den Ausbaumuffen wirksamen Momenten ergeben, zu einer aufwendigen Auslegung der Ausbaumuffen. Tatsächlich sind im Stand der Technik die Ausbaumuffen nach Art herkömmlicher Spannzangen mit einer Mehrzahl von Klemmstücken versehen, die sämtlich zum Spannen gegenüber der Ausbaumuffe synchron verstellt werden. Die Verstellung der Klemmstücke erfolgt - wie auch im Rahmen der Erfindung - üblicherweise mittels hydraulischer Zylinderkolbenanordnungen. Bei dieser Auslegung der Ausbaumuffen bei der bekannten Vorrichtung ist man davon ausgegangen, daß unter Berücksichtigung der in der Praxis möglichen Schwankungen der Zapfendurchmesser ein zentrisches Spannen notwendig sei.
  • Zur Lösung der Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die sich durch einfachen und weniger kostenaufwendigen Aufbau bei geringerer Störanfälligkeit auszeichnet, ist bereits eine Vorrichtung vorgeschlagen worden (vgl. die Patentanmeldung P 30 18 997.0-14), die dadurch gekennzeichnet ist, daß jede Ausbaumuffe mindestens ein festes und mindestens ein bewegliches Klemmstück aufweist und das feste Klemmstück mit der Ausbaumuffe verbunden ist. Vorzugsweise weist jede der Ausbaumuffen genau ein festes und genau ein bewegliches Klemmstück auf. Mit dieser Ausgestaltung ist also vorgesehen, daß die Klemmung der Zapfen der auszuwechselnden Arbeitswalzen nicht mehr symmetrisch erfolgt, sondern vielmehr asymmetrisch, indem das bewegliche Klemmstück bzw. die beweglichen Klemmstücke gegenüber dem festen bzw. den festen, mit der Ausbaumuffe verbundenen Klemmstücken unter Einspannung der Zapfen der Arbeitswalzen verstellt werden. Verringerter Aufwand bei erhöhter Zuverlässigkeit ergibt sich dabei zunächst daraus, daß die Anzahl der Betätigungseinrichtungen für die Verstellung der Klemmstücke sich verringert hat. Zugleich bietet sich dabei die Möglichkeit, die Betätigungseinrichtungen einfacher und robuster aufzubauen als das bisher möglich war, was nachfolgend im einzelnen erläutert wird. Außerdem führt die Klemmung der Zapfen an einem mit der Ausbaumuffe verbundenen Klemmstück insgesamt zu einer verbesserten Einspannung der Arbeitswalzen beim Auswechseln.
  • Im einzelnen sind in Verbindung mit der zuvor beschriebenen Vorrichtung zahlreiche Ausgestaltungsmöglichkeiten vorgeschlagen worden. So ist eine konstruktiv und festigkeitsmäßig besonders vorteilhafte Ausführungsform der Klemmstücke dadurch gekennzeichnet, daß das feste und das bewegliche Klemmstück jeder Ausbaumuffe U-förmig ausgebildet, mit einander zugewandten U-Innenräumen angeordnet und an der Innenseite der U-Stege mit Zapfenauflagern versehen sind. Während der Zapfen der jeweils aufzunehmenden Arbeitswalze zwischen den Zapfenauflagern geklemmt und damit eingespannt wird, können Betätigungs- und Führungsglieder für die Klemmstücke an den U-Schenkeln angreifen. Im übrigen ist vorgesehen, die U-Schenkel mindestens der festen Klemmstücke an ihren freien Enden zu verbinden, so daß sich eine geschlossene Struktur von hoher Stabilität ergibt. Weiter ist vorgesehen, das feste Klemmstück bzw. die festen Klemmstücke jeweils unterhalb als Auflager anzuordnen, während die beweglichen Klemmstücke von oben her am jeweiligen Zapfen angreifen.
  • Stets, insbesondere aber bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist es vorteilhaft, die Zapfenauflager, die im Querschnitt selbstverständlich an die Zapfen angepaßt sind, mit zur Längsachse der Zapfen im wesentlichen parallelen Freinuten zu versehen, um auch bei Durchmesserabweichungen zwischen den Zapfenauflagern und den Zapfen, die sich beispielsweise durch im Rahmen der Überarbeitung der Arbeitswalzen vorgenommenes Abdrehen der Zapfen ergeben können, eine einwandfreie und zentrierte Mehrpunktauflage zu erreichen. Die Freinuten sind vorzugsweise gleichmäßig über den Zapfenumfang verteilt und verlaufen etwa bei der bevorzugten Ausführung mit einem festen und einem beweglichen Klemmstück um 90° gegeneinander versetzt, und zwar einerseits im Bereich der Trennfuge zwischen den-Klemmstücken, - so daß die Zapfenauflager sich jeweils über einen Winkel von entsprechend weniger als 1800 erstrecken -, andererseits im wesentlichen mittig über die Zapfenauflager.
  • Üblicherweise werden beim Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten beide Arbeitswalzen eines Walzensatzes jeweils paarweise gemeinsam ausgewechselt und dementsprechend weist der Walzenausbauwagen in der Regel zwei Ausbaumuffen auf, die in festem gegenseitigem Abstand, der dem Walzenabstand bei gelösten Anstellvorrichtungen entspricht, angeordnet sind; eine üblicherweise vorgesehene Höhenverstellung der Ausbaumuffen erfolgt dabei für beide Ausbaumuffen gemeinsam. Bei einer solchen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die festen Klemmstücke miteinander zu einem Walzenträger verbunden und vorzugsweise einstückig ausgeführt sind. Der Walzenträger bildet dabei gleichsam ein gemeinsames tragendes Teil der Ausbaumuffen.
  • Die Höhenverstellung der Ausbaumuffen erfolgt in besonders vorteilhafter Weise dadurch, daß der Walzenträger mit Lenkern, vorzugsweise mit Parallelogrammlenkern, am Walzenausbauwagen angelenkt und mittels eines Stelltriebs, vorzugsweise einer im folgenden kurz als Hubzylinder bezeichneten hydraulischen Zylinderkolbenanordnung höhenverstellbar ist. Aus Platzgründen empfiehlt sich eine horizontale Anordnung von Hubzylinder und Lenkern, wobei der Hubzylinder an einem an einen der Lenker angeschlossenen Arm oder direkt am Walzenträger angreift und im übrigen am Walzenausbauwagen angelenkt ist. Unter Umständen kann es sich empfehlen, den Walzenträger mit einstellbaren seitlichen Führungsrollen am Walzenausbauwagen zu führen.
  • Die Betätigung der beweglichen Klemmstücke zur Klemmung der Zapfen der Arbeitswalzen erfolgt vorzugsweise dadurch, daß die beweglichen Klemmstücke mit je mindestens einem Spannhebel verbunden und die Spannhebel an den festen Klemmstücken bzw. am Walzenträger schwenkbar gelagert und durch mindestens einen Ste-lltrieb, vorzugsweise eine im folgenden kurz als Klemmzylinder bezeichnete hydraulische Zylinderkolbenanordnung verstellbar sind. Da bei der üblichen Walzenanordnung die Verstellung der beweglichen Klemmstücke vorzugsweise, wie erläutert, in senkrechter Richtung erfolgt, aus Platzgründen aber eine nahezu horizontale Anordnung des Klemmzylinders vorteilhaft ist, empfiehlt sich eine knieförmig abgewinkelte Ausbildung der Spannhebel, wobei die beweglichen Klemmstücke an einen im wesentlichen horizontalen Schenkel des entsprechenden Spannhebel angeschlossen sind und der bzw. die Klemmzylinder an mehr oder minder geneigt verlaufende Schenkel der Spannhebel angreifen. Der bzw. die Klemmzylinder können ohne weiteres ortsfest am Walzenausbauwagen angeienkt werden, wobei eine Höhenverstellung der Ausbaumuffen unter Klemmung, falls dies erforderlich sein sollte, durch entsprechend gesteuerte Druckbeaufschlagung des bzw. der Klemmzylinder möglich ist. Im übrigen besteht die Möglichkeit, den bzw.
  • die Klemmzylinder am Walzenträger gelenkig anzuschließen, wobei Klemmung und Höhenverstellung vollständig unabhängig sind.
  • Die beweglichen Klemmstücke sind bei einer zu bevorzugenden Ausführungsform der zuvor beschriebenen Vorrichtung gelenkig mit den Spannhebeln verbunden, so daß sie sich - bei möglichen Durchmesserabweichungen zwischen.
  • Zapfen und Zapfenauflagern - ohne Kantenpressung an die Zapfen der Arbeitswalzen anlegen können. Eine einwandfreie Parallelfuhrung der beweglichen Klemmstücke läßt sich dabei dadurch erreichenj daß diese durch zu den Spannhebeln parallele Führungslenker im Rahmen eines Lenkerparallelogramms gegenüber dem entsprechenden festen Klemmstück geführt ist.
  • Im rauhen Walzwerksbetrieb ist eine absolut genaue Ausrichtung der Ausbaumuffen auf die Zapfen der auszuwechselnden Arbeitswalzen nicht immer gewährleistet. Um gleichwohl unter allen Umständen eine einwandfreie und feste Klemmung der Zapfen der Arbeitswaizen zu gewährleisten, ist weiter vorgesehen, die Spannhebel an den festen Klemmstücken bzw. am Walzenträger und/oder an den beweglichen Klemmstücken mittels Kugelgelenken zu lagern.
  • In diesem Zusammenhang ist es weiter vorteilhaft, die Spannhebel als Hebelpaare mit je zwei in einer zur Klemmrichtung senkrechten, d. h. also in der Regel horizontalen Ebene nebeneinander angeordneten Spannhebeln auszubilden. Diese Ausbildung hat zur Folge, daß auch dann, wenn die Klemmstücke sich bei einer anfänglichen Exzentrität von Zapfen und Zapfenauflagern auf den Zapfen eingestellt und dabei möglicherweise eine gegenseitige Schieflage eingenommen haben, eine eindeutige Klemmstellung gegeben ist.
  • Um die Beanspruchung der Ausbaumuffen bzw. der Zapfenauflager möglichst gering zu halten, ist eine platzsparende Ausbildung der Ausbaumuffen vorteilhaft, um die Zapfen dicht an der Walze zu klemmen. Unter diesem Gesichtspunkt ist zunächst vorgesehen, daß die Spannhebel an den U-Schenkeln der festen Klemmstücke gelagert sind. Eine in Achsrichtung der Arbeitswalzen besonders gedrungene und stabile Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die U-Schenkel des festen Klemmstücks und das bewegliche Klemmstück jeder Ausbaumuffe in Längsrichtung hintereinander, das bewegliche Klemmstück an der den Arbeitswalzen abgewandten Seite, angeordnet sind und daß das Zapfenauflager des festen Klemmstücks unter dem beweglichen Klemmstück angeordnet ist und sich im wesentlichen über die gemeinsame (in Achsrichtung der Arbeitswalzen gemessene) Länge des beweglichen Klemmstücks und der Schenkel des festen Klemmstücks erstreckt. Der Angriffspunkt des be-weglichen Klemmstücks am Zapfen ist dabei entsprechend der Breite der U-Schenkel des festen Klemmstücks zurückverlegt, wodurch sich eine vorteilhafte Hebelwirkung bei gleichzeitig gedrungenem Aufbau ergibt.
  • Im Rahmen der vorstehend erläuterten Vorrichtung können die beweglichen Klemmstücke der üblicherweise vorgesehenen zwei Ausbaumuffen durch jeweils einen eigenen Klemmzylinder betätigt werden. In konstruktiver und steuerungstechnischer Hinsicht vorteilhaft ist jedoch eine Ausführungsform, bei der die Spannhebel der miteinander verbundenen Ausbaumuffen durch einen Verbindungsarm gelenkig verbunden sind und ein gemeinsamer Klemmzylinder am Verbindungsarm angreift, - und zwar selbstverständlich außerhalb der Anlenkpunkte zwischen Verbindungsarm und Spannhebeln, so daß beide Spannhebel durch den gemeinsamen Klemmzylinder betätigt werden.
  • Hierbei empfiehlt es sich weiter, den Verbindungsarm mit einem der Spannhebel unmittelbar und mit dem anderen Spannhebel gelenkig über einen Ausgleichslenker zu verbinden. Diese weitere Ausgestaltung erlaubt es, daß auch bei unterschiedlichen Durchmessern der Zapfen von zwei auszuwechselnden Arbeitswalzen und/oder der Zapfenauflager der beiden Ausbaumuffen beide Zapfen einwandfrei geklemmt werden. Dies gelingt dadurch, daß der Verbindungsarm nach Klemmung eines Zapfens gegenüber.dem entsprechenden Spannhebel weitergeschwenkt werden kann, bis auch der andere Zapfen geklemmt ist.
  • Die zuvor beschriebene Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten, bei der ein Stellantrieb für die Klemmung der Zapfen der Arbeitswalzen zwischen den festen Klemmstücken und den beweglichen Klemmstücken und ein weiterer Stelltrieb für die Höhenverstellung-der aus den festen und den beweglichen Klemmstücken bestehenden Ausbaumuffen vorgesehen ist, kann noch einfacher und damit weniger kostenaufwendig ausgeführt werden; das zu lehren, ist die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten, mit einem in Achsrichtung der Arbeitswalzen verfahrbaren Walzenausbauwagen, wobei der Walzenausbauwagen zwei Ausbaumuffen aufweist, jede Ausbaumuffe mindestens zwei gegeneinander verstellbare und an vorstehenden Zapfen der Arbeitswalzen anklemmbare Klemmstücke aufweist, nämlich jede Ausbaumuffe mindestens ein festes Klemmstück und mindestens ein bewegliches Klemmstück aufweist, die festen Klemmstücke mit den Ausbaumuffen verbunden und mit Lenkern, vorzugsweise mit Parallelogrammlenkern, am Walzenausbauwagen angelenkt sind und die beweglichen Klemmstücke mit je mindestens einem Spannhebel gelenkig verbunden und vorzugsweise durch zu den Spannhebeln parallele Führungslenker im Rahmen eines Lenkerparallelogramms gegenüber dem entsprechenden festen Klemmstück parallel geführt sind, wobei ferner die Spannhebel schwenkbar an den festen Klemmstücken gelagert und durch einen Stelltrieb, vorzugsweise durch eine hydraulische Zylinderkolbenanordnung verstellbar sind und wobei schließlich der Stelltrieb gelenkig am Walzenausbauwagen angeschlossen ist. Dabei ist die zuvor aufgezeigte Aufgabe zunächst und im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Spannhebel über je mindestens einen Kniehebel- gelenkig an den Stelltrieb angeschlossen sind. Dadurch ist erfindungsgemäß erreicht, daß nur ein einziger Stelltrieb benötigt wird, mit dem sowohl die Klemmung der Zapfen der Arbeitswalzen zwischen den festen Klemmstücken und den beweglichen Klemmstücken als auch die Höhenverstellung der aus den festen und den beweglichen Klemmstücken bestehenden Ausbaumuffen erfolgen kann.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung führt eine Betätigung des einzigen Stelltriebs zunächst zu einer Klemmung der Zapfen der Arbeitswalzen zwischen den festen Klemmstücken und den beweglichen Klemmstücken. Dabei wird. ohne-weiteres auch dann eine einwandfreie Klemmung der Zapfen der beiden Arbeitswalzen erreicht, wenn die Durchmesser der Zapfen unterschiedlich sind. Tatsächlich verliert nämlich dann der an sich schwenkbar gelagerte Spannhebel seine Schwenkbarkeit, wenn sich das mit ihm gelenkig verbundene bewegliche Klemmstück nicht mehr bewegen kann, - weil nämlich der zwischen diesem beweglichen Klemmstück und dem zugeordneten festen Klemmstück sich befindende Zapfen festgeklemmt ist. Ist in der erläuterten Weise ein - an sich an einem festen Klemmstück schwenkbar gelagerter -Spannhebel relativ zu dem entsprechenden festen Klemmstück unbeweglich geworden, so erlauben die Kniehebel, mit denen die Spannhebel gelenkig an den Stelltrieb angeschlossen sind, eine weitere Verstellung des anderen Spannhebels - und damit eine einwandfreie Klemmung auch des Zapfens der anderen Arbeitswalze. Ist dann auch der Zapfen der anderen Arbeitswalze festgeklemmt, so ist auch der entsprechende - an sich an dem entsprechenden festen Klemmstück schwenkbar gelagerte - Spannhebel relativ zu dem entsprechenden festen Klemmstück unbeweglich geworden Jede weitere Betätigung des einzigen Stelltriebs führt nun zu einer Höhenverstellung der aus den festen und den beweglichen Klemmstücken bestehenden Ausbaumuffen.
  • Im einzelnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Walzgerüsten auszugestalten und weiterzubilden, was im folgenden nur beispielhaft erläutert werden soll.
  • Zunächst kann die erfindungsgemäße Vorrichtung im wesentlichen so ausgestaltet und weitergebildet werden, wie die bereits vorgeschlagene Vorrichtung (nach der Patentanmeldung P 30 18 997.0-14) ausgestaltet und weitergebildet worden ist. Insoweit kann bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung realisiert sein, daß jede Ausbaumuffe ein festes Klemmstück und ein bewegliches Klemmstück aufweist und/oder daß das feste Klemmstück und das bewegliche Klemmstück jeder Ausbaumuffe U-förmig ausgebildet, mit einander zugewandten U-Innenräumen angeordnet und an der Innenseite der U-Stege mit Zapfenauflagern versehen sind und daß ggf. die Zapfenauflager im Querschnitt an die Zapfen angepaßt und mit zur Längsachse der Zapfen im wesentlichen parallelen Freinuten versehen sind und/oder daß die festen Klemmstücke miteinander zu einem Walzenträger verbunden und vorzugsweise einstückig ausgeführt sind. Auch kann es zweckmäßig sein, die Spannhebel an den festen Klemmstücken bzw. am Walzenträger und/oder an den beweglichen Klemmstücken mittels Kugelgelenken zu lagern und/oder die Spannhebel als Hebelpaare auszubilden, also in einer zur Klemmrichtung senkrechten Ebene nebeneinander je zwei Spannhebel anzuordnen und/oder die Spannhebel an den U-Schenkein der festen Klemmstücke zu lagern und/oder die U-Schenkel des festen Klemmstücks und das bewegliche Klemmstück jeder Ausbaumuffe in Längsrichtung hintereinander und das Zapfenlager des festen Klemmstücks unter dem beweglichen Klemmstück anzuordnen.
  • Im übrigen kann es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zweckmäßig sein, die Kniehebel als Hebelpaare auszubilden, also in einer zur Klemmrichtung senkrechten Ebene nebeneinander jeweils zwei Kniehebel anzuordnen. Von dieser Lehre kann Gebrauch gemacht werden, unabhängig davon, ob auf die Spannhebel als Hebelpaare ausgebildet sind oder nicht.
  • Schließlich empfiehlt es sich, bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Stelltrieb im wesentlichen senkrecht anzuordnen, d. h. dafür zu soren, daß der Anlenkpunkt, an dem der Stelltrieb am Walzenausbauwagen angeschlossen ist, etwa senkrecht unter dem Anlenkpunkt vorzusehen, an dem die Kniehebel an den Stelltrieb angelenkt sind.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigt Fig. 1 schematisch eine Vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen eines Walzgerüstes, in Seitenansicht, Fig. 2 in einer vereinfachten schematischen Darstellung die Betätigung der Ausbaumuffen des Gegenstands nach Fig. 1, Fig. 3 ein konkretes Ausführungsbeispiel der in Fig. 2 schematisch dargestellten Anordnung, in Seitenansicht, teilweise geschnitten, und Fig. 4 einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 3 längs der Linie fV - IV bzw. IV a - IV a.
  • Die Fig. 1 zeigt die grundsätzliche Anordnung einer Vorrichtung 1 zum Auswechseln der Arbeitswalzen 2 eines Walzgerüsts 3. Bei dem Walzgerüst 3 handelt es sich um ein Quarto-Walzgerüst, bei dem folglich zusätzlich zu den Arbeitswalzen 2 Stützwalzen 4 vorgesehen sind. Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung sind die (im einzelnen nicht dargestellten) Anstellvorrichtungen des Walzgerüsts 3 gelöst, so daß die Arbeitswalzen 2 durch (gleichfalls nicht dargestellte) hydraulische Walzenentlastungsvorrichtungen auf einen vorbestimmten Ausbauabstand auseinandergefahren sind. In der Fig. 1 ist in ausgezogenen Linien dargestellt, wie die Arbeitswalzen 2 bereits zusammen mit ihren Einbaustücken, in denen sie gelagert sind, aus leiii Walzgerlisl 3 tlus(Jel)allt sind. In gestrichelten Linien ist die Einbaustellung der Arbeitswalzen 2 bei gelösten Anstellvorrichtungen angedeutet.
  • Vor dem Walzgerüst 3 ist ein Walzenausbauwagen 5 in Achsrichtung der Arbeitswaizen 2 verfahrbar. Der Walzenausbauwagen 5 weist zwei Ausbaumuffen 6 auf, die in dem vorbestimmten Ausbauabstand der Arbeitswalzen 2 entsprechendem Abstand übereinander angeordnet und miteinander verbunden sind. Die Ausbaumuffen 6 weisen - nachfolgend eingehend erläuterte - gegeneinander verstellbare Klemmstücke 7, 8 auf, zwischen denen zum Ausbau der Arbeitswalzen 2 aus dem Walzgerüst 3 vorstehende Zapfen 9 der Arbeitswalzen 2 eingeklemmt werden können. Sind auf diese Weise die Arbeitswalzen 2 durch die Ausbaumuffen 6 aufgenommen, so wird der Walzenausbauwagen 5 zurückgefahren in die in Fig. 1 dargestellte Stellung. In dieser Stellung werden die ausgebauten, zu überholenden Arbeitswalzen 2 abgelegt, neue bzw. überholte Arbeitswalzen 2 mit den Ausbaumuffen 6 am Walzenausbauwagen 5 aufgenommen und anschließend die neuen Arbeitswalzen 2 in das Walzgerüst 3 eingefahren. (Dies alles ist in der DE-OS 19 13 771 beschrieben und braucht daher hier nicht im einzelnen erläutert'zu werden.) Aufbau und Betätigung der Ausbaumuffen 6 werden anhand einer schematischen Darstellung gemäß Fig. 2 sowie eines in den Fig. 3 und 4 dargestellten konkreten Ausführungsbeispiels nachfolgend im einzelnen erläutert.
  • Die Ausbaumuffen 6 weisen, wie bereits ausgeführt, je zwei Klemmstücke 7, 8 auf, nämlich ein festes Klemmstück 7 und bewegliches Klemmstück 8, die zur Klemmung jeweils eines Zapfens 9 der Arbeitswalzen 2 gegeneinander verstellbar sind. Die festen Klemmstücke 7 sind miteinander zu einem Walzenträger 10 verbunden, und zwar derart, daß der gegenseitige Abstand der beiden Ausbaumuffen 6 dem Ausbauabstand der jeweils gemeinsam auszuwechselnden Arbeitswalzen 2 eines Walzensatzes entspricht; der Walzenträger 10 ist mit Parallelogrammlenkern 11 am Walzenausbauwagen 5 angelenkt. Die beweglichen Klemmstücke 8 sind jeweils gelenkig mit einem Spannhebel 12 verbunden und durch zu den Spannhebeln 12 parallele Führungslenker 13 im Rahmen jeweils eines Lenkerparallelogramms zu sich selbst und gegenüber den zugeordneten festen Klemmstücken 7 parallel geführt. Die Spannhebel 12 sind schwenkbar an den festen Klemmstücken 7 gelagert und durch einen Stelltrieb 14, im dargestellten Ausführungsbeispiel als hydraulische Zylinderkolbenanordnung ausgeführt, verstellbar. Der Stelltrieb 14 ist gelenkig am Walzenausbauwagen 5 angeschlossen.
  • Erfindungsgemäß sind die Spannhebel 12 über je mindestens einen Kniehebel 15 gelenkig an den Stelltrieb 14 angeschlossen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Kniehebel 15 als Hebelpaare ausgebildet, sind also in einer zur Klemmrichtung senkrechten Ebene nebeneinander jeweils zwei Kniehebel 15 angeordnet. Im übrigen ist erkennbar, daß der Stelltrieb 14 im wesentlichen senkrecht angeordnet ist.
  • In der Fig. 2 ist in ausgezogenen Linien die gelöste Stellung der Ausbaumuffen 6 angedeutet. In strichpunktierten Linien ist die Klemmstellung der Ausbaumuffen 6 mit entsprechend betätigtem Stelltrieb 14 dargestellt.
  • Die außerdem mögliche Höhenverstellung der Ausbaumuffen 6 (durch eine weitere Betätigung des Stelltriebes 14) ist in gestrichelten Linien angedeutet.
  • Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, weist jede der beiden Ausbaumuffen 6 ein festes Klemmstück 7 auf, die beide miteinander zum Walzenträger 10 verbunden sind. Sowohl die festen Klemmstücke 7 als auch die beweglichen Klemmstücke 8 sind U-förmig ausgebildet, mit einander zugewandten U-Innenräumen angeordnet und an der Innenseite der U-Stege mit Zapfenauflagern 16 versehen, die entsprechend der Ausbildung der (in Fig. 4 nicht dargestellten) Zapfen 9 zylindrisch ausgebildet sind. Die Zåpfenaulager 16 weisen zur Längsachse im wesentlichen parallel verlaufende Freinuten 17 auf, die einerseits im Bereich der Trennfuge zwischen festem und beweglichem Klemmstück 7 bzw. 8 und andererseits im wesentlichen mittig über die Klemmstücke 7, 8 verlaufen und damit im wesentlichen um jeweils 900 versetzt angeordnet sind. Im übrigen sind die U-Schenkel 18 der festen Klemmstücke 7, die den Walzenträger 10 bilden, jeweils durch eine Brücke 19 verbunden, die festen Klemmstücke 7 also zu einem geschlossenen Rahmen ausgestaltet. Der durch die festen Klemmstücke 7 gebildete Walzenträger 10 ist, wie bereits erläutert, durch Parallelogrammlenker 11 gegenüber dem Walzenausbauwagen 5 geführt. Die beweglichen Klemmstücke 8 sind mit jeweils einem Paar von in einer horizontalen Ebene nebeneinander angeordneten Spannhebeln 12 gelenkig verbunden. Im einzelnen sind die Spannhebel 12 an den festen Klemmstücken 7 bzw. am Walzenträger 10 und an den beweglichen Klemmstücken 8 mittels Kugelgelenken 20 gelagert. Wie die Fig. 3 erkennen läßt, sind die U-Schenkel 18 der festen Klemmstücke 7 und die beweglichen Klemmstücke 8 in Längsrichtung hintereinander und die Zapfenauflager 16 der festen Klemmstücke 7 unter den beweglichen Klemmstücken 8 angeordnet.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: vorrichtung zum Auswechseln der Arbeitswalzen von Ualzgerüsten, mit einem in Achsrichtung der Arbeitswalzen verfahrbaren Walzenausbauwagen, wobei der Walzenausbauwagen zwei Ausbaumuffen aufweist, jede Ausbaumuffe mindestens zwei gegeneinander verstellbare und an vorstehenden Zapfen der Arbeitswalzen anklemmbare Klemmstücke aufweist, nämlich jede Ausbaumuffe mindestens ein festes Klemmstück und mindestens ein bewegliches Klemmstück aufweist, die festen Klemmstücke mit den Ausbaumuffen verbunden und mit Lenkern, vorzugsweise mit Parallelogrammlenkern, am Walzenausbauwagen angelenkt sind und die beweglichen Klemmstücke mit je mindestens einem Spannhebel gelenkig verbunden und vorzugsweise durch zu den Spannhebeln parallele Führungslenker im Rahmen eines Lenkerparallelogramms gegenüber dem entsprechenden festen Klemmstück parallel geführt sind, wobei ferner die Spannhebel schwenkbar an den festen Klemmstücken gelagert und durch einen Stelltrieb, vorzugsweise durch eine hydraulische Zylinderkolbenanordnung verstellbar sind und wobei schließlichder Stelltrieb gelenkig am Walzenausbauwagen angeschlossen ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Spannhebel (12) über je mindestens einen Kniehebel (15) gelenkig an den Stelltrieb (14) angeschlossen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebel (15) als Hebelpaare ausgebildet sind, daß also in einer zur Klemmrichtung senkrechten Ebene nebeneinander jeweils zwei Kniehebel (15) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stelltrieb (14) im wesentlichen senkrecht angeordnet ist.
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Cited By (3)

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