DE3041582C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Ansteuern
einer Last mit Signalen hoher Spannung und großer Anstiegsgeschwin
digkeit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Schwierigkeit bei der Auslegung eines Verstärkers für an
nehmbare Ausgangsströme bei Spannungen von etwa 3 kV besteht
darin, daß einzelne Transistoren für solche Werte nicht erhält
lich und Techniken wie Reihenschaltung mehrerer Transistoren
erforderlich sind. Die an diese Ausgangstransistoren gekoppel
ten Schaltkreise müssen bis zu 3 kV Gleichspannung spannungs
fest sein, dürfen den Verstärkerausgang nicht nennenswert auf
laden und dürfen nicht gegenüber Signalen empfänglich sein, die
durch einen steilen Anstieg der Ausgangsspannung induziert wer
den. Herkömmliche Kopplungstechniken genügen nicht diesen Kri
terien. Außerdem ist die Gestalt jedes Ausgangselementes kri
tisch, da die hohen Anstiegsgeschwindigkeiten der Ausgangsspan
nung recht erhebliche Ströme auch in kleinen kapazitiven Lasten
verursachen.
Im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist eine bekannte Schal
tungsanordnung (US 38 29 788) berücksichtigt, bei der nieder
frequente Spannungen dadurch verstärkt werden, daß eine hoch
frequente Trägerwelle mit der niederfrequenten Spannung modu
liert und dann das hochfrequente Signal in zwei Brückengleich
richtern demoduliert wird, um den hohen Aufwand für die Ver
stärkung von niederfrequenten Signalen zu sparen. Mit der be
kannten Schaltungsanordnung wird somit eine hochfrequente Hoch
spannung nicht erzeugt.
Ferner ist ein Hochgeschwindigkeitsverstärker bekannt (US
31 89 839), bei dem ebenfalls eine Trägerwelle moduliert und
demoduliert wird. In einer anderen bekannten Schaltung (CH
3 68 824) werden die von einzelnen Transistoren einer Reihen
schaltung gelieferten Spannungen vergleichmäßigt, indem mittels
eines Potentiometers mit entsprechenden Anzapfungen, die zu der
Basis eines Transistors führen, die Anteile der Ausgangsspan
nung an zwei Transistoren konstant gehalten werden. Bei einem
bekannten Verstärker für Hochspannung und hohe Frequenz (US
35 01 712) sind zwei komplementäre Schaltungszweige für Push-
Pull-Betrieb vorgesehen, von denen jeder Zweig zwei in Reihe
geschaltete Transistorkombinationen aufweist.
Demgegenüber liegt die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
darin, sehr hohe Spannungen mit großer Anstiegsgeschwindigkeit
zu erzeugen.
So soll in einem Anwendungsbeispiel mit der Schaltungsanord
nung eine kapazitive Last von etwa 30 pf zwischen 0 und 6 kV
in zwei µs bei einer Wiederholfrequenz von 100 kHz angesteu
ert werden. Hierzu hat man eine Brückenschaltung mit insgesamt
20 Ausgangsgliedern in Doppelgegentaktschaltung verwendet.
Jedes Ausgangsglied kann bis zu 3 kV Gleichstrom zwischen Ein
gang und Masse haben, und jede kapazitive Kopplung infolge der
Eingangskreise würde als zusätzliche Last auf dem Ausgang er
scheinen. In einigen Anwendungsfällen wäre es möglich gewesen,
den erforderlichen Strom über eine Schnittstelle mit 3 kV
Gleichspannungsfertigkeit bei Verwendung einer Transformator
kopplung zu erzeugen. Zum Steuern eines Lichtmodulatorkristalls
in dem obenerwähnten Anwendungsfall war es erforderlich, daß
der Verstärker auch bei Gleichstrom arbeitet.
Es wurde auch ein Opto-Isolator in Betracht gezogen, der jedoch
nicht geeignet ist, da für eine annehmbare Übertragungsleistung
und Linearität ein Fototransistor als Empfänger benutzt werden
muß, und da die Streukopplungskapazität in die Basis des Tran
sistors zu Schwierigkeiten bei Anstiegen von 1500 Volt/µs
führte.
Die vorgenannte Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Form des bevorzugten Verstärkers,
Fig. 2 eine vereinfachte Form einer Ausgangsstufe des bevor
zugten Verstärkers,
Fig. 3a die Art und Weise, in welcher die Steuersignale für
die Ausgangsstufen abgenommen werden,
Fig. 3b die Art und Weise, in welcher die Steuersignale auf
die Ausgangsstufen übertragen werden,
Fig. 4 den Schaltkreis einer Ausgangsstufe,
Fig. 5 eine Vorrichtung der Art, auf die die Erfindung vor
teilhaft Anwendung finden kann.
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt zwei Gegenphasen
federspannung ϕ und , die Außen- bzw. Innenpaare von Modulen
8 steuern, die in Reihenschaltung zwischen einer positiven 3 kv
Spannungsleitung und einer negativen 3 kv Spannungsleitung
verbunden sind. Die kapazitive Last ist von der Verbindung
der ersten und zweiten Module an die Verbindung der dritten
und vierten Module angeschlossen. Es ist zu beachten, daß die
ser Schaltkreis als eine Brückenanordnung umgezeichnet werden
kann. Jedes Modul enthält fünf reihengeschaltete Transistoren.
Fig. 2 zeigt die grundlegende Form für jede der zwanzig Aus
gangsstufen zusammen mit der Eingangskupplungskapazitanz. Es
wird ein in der Amplitude moduliertes rf-Signal über einen Kon
densator 10 von einem pf auf ein abgestimmtes Filter 12 über
tragen, welches das induzierte Signal aufgrund der Schnellnach
führung zurückweist. Das resultierende Signal steuert eine Strom
quelle 14 in Reihenschaltung mit einem Transistor 16, wobei die
Stromquelle und der Transistor in Parallelschaltung mit einem
Verstärkerkreis 18 liegen. Der 1 pf Kondensator 10 überträgt auf
den Verstärker eine sehr geringe zusätzliche Last und stellt
dennoch eine ziemlich niedrige Impedanz gegenüber dem modulier
ten rf-Signal dar, welches in diesem Falle eine Trägerfrequenz
von 20 MHz hat.
Fig. 3 zeigt die Art und Weise, in welcher die Gegenphasenfehler
signale abgenommen werden, zusammen mit den Ausgangsstufen des
Lastkreises, der hier als Brückenanordnung nachgezeichnet ist.
In Fig. 3a wird ein Befehlssignal mit einer Amplitude von 3 Volt
auf eine Anschlußklemme des Verstärkers 24 übertragen. Es werden
außerdem zwei Rückkopplungsverbindungen 20 und 22 von entgegen
gesetzten Seiten der Last auf den Verstärker 24 übertragen. Das
resultierende Fehlersignal, das als ein Wechselsignal mit einer
Amplitude von plus oder minus 1 Volt gezeigt ist, steuert einen
Amplitudenmodulator 26, der auch die 20 MHz von einem Oszilla
tor 28 empfängt. Der Ausgang ist ein modulierter Träger, welcher
auf jeden von zwei Multiplierkreisen 30 und 32 übertragen wird,
die als Trägerschalter arbeiten.
Das Fehlersignal wird auch auf einen Komparator 34 übertragen,
welcher die Polarität des Fehlers feststellt und entsprechende in
der Phase versetzte Signale auf seinen beiden Ausgangsleitungen
36 und 38 erzeugt. Diese Ausgangsleitungen bilden zweite Eingänge
zu den Multipliern oder Trägerschaltern 30 bzw. 32, die demzu
folge Halbperioden eines in der Amplitude modulierten Trägers
erzeugen, wobei ein Multiplierausgang einen positiven Fehler und
der andere einen negativen Fehler darstellt und die beiden Aus
gänge in der Phase versetzt sind.
Diese Fehlersignale steuern nach Verstärkung die Demodulatoren
über die 1 pf Kondensatoren.
Das Kristall 40 (Fig. 3b) ist zwischen den Mittelpunkten der
zwei Ketten der Ausgangsstufen 42 über Entkopplungswiderstände
44 angeschlossen. Wenn das Kristall 40 in einem Sinne gesteuert
werden soll, dann strömt durch die beiden oberen Stufen der links
seitigen Kette und die unteren Stufen der rechtsseitigen Kette
ein verstärkter Strom. Dieser Strom, oder wenigstens ein Teil
von ihm, strömt in die Last ein. Die Lage ist umgekehrt, wenn
das Kristall in dem anderen Sinne gesteuert werden soll.
Fig. 4 zeigt eine einzige Ausgangsstufe in größeren Einzelhei
ten. Das modulierte Trägerfehlersignal mit einer Frequenz von
20 MHz und einer Amplitude von Spitze zu Spitze von 14 Volt geht
durch den 1 pf Kondensator 10 hindurch zu dem abgestimmten Fil
terkreis 12 einschließlich des Transformators 46 mit der ange
zapften Ausgangswicklung, die das induzierte Signal aufgrund der
Ausgangsschnellnachführung zurückweist. Die gegenüberliegenden
Enden dieser Wicklung erstrecken sich zu den Basen von zwei paral
lelen Transistoren 48 und 50 in einem Fünftransistoren-Reihen
schaltkreis (Type SL3145), die so angeordnet sind, daß der Stift
3 des Schaltkreises eine Vollweggleichrichtung des Trägers auf
weist. Das gleichgerichtete Signal wird durch den Kondensator
52 und den Widerstand 54 geglättet und an dem Stift 6 auf die
Basis des ersten Transistors 56 des Rechenverstärkers übertragen,
welcher den Differentialverstärker einschließlich des genannten
Transistoren 56 und der Transistoren 58 und 60 enthält. Diese Ver
stärkerform ist derart, daß das Signal bei dem Stift 9 gezwungen
wird, gleich dem an dem Stift 6 zu sein und somit ein Strom pro
portional zu der Amplitude des modulierten Trägers in den Hoch
spannungstransistor 62 (BU 206) eingesteuert wird, welcher dem
Transistor 16 in Fig. 2 entspricht. Der Widerstand 63 ist ein
68 k Verstärkungswiderstand, und der Transistor 66 bildet eine
Gegensättigungsgrenze für den Transistor 62.
Fig. 5 zeigt eine Bildreproduktionsvorrichtung einschließlich
eines elektronischen Verstärkers der hier beschriebenen Art, so
wie auch eines Modulatorkristalls.
In Fig. 5 empfängt das Modulatorkristall 40 eine planpolarisierte
elektromagnetische Strahlung von einem Laseroszillator 70. Der
Block 72 stellt den Hochspannungsmodulatorverstärker dar, welcher
bereits in Verbindung mit den Fig. 1 bis 4 beschrieben wurde
und das Modulationssignal auf das Kristall 40 überträgt. Die re
sultierende modulierte planpolarisierte Strahlung erreicht einen
Brewster-Platten-Analysator 74, von welchem der reflektierte
Strahl durch eine Viertel-Wellenplatte 76 und ein Schmalbandfil
ter 78 zu einem weiteren Reflektor 80 in Form eines Goldspiegels
geht. Die Strahlung geht nun durch einen Lagerverstärker 82 zu
einem Teilübertragungsspiegel 84. Das reflektierte Licht von dem
Spiegel 84 wird weiter durch einen Goldspiegel 86 über eine Zink
selenlinse 88 auf einen Tiefdruckzylinder 90 reflektiert, der eine
Bildempfangsfläche trägt. Der Zylinder 90 ist auf einer Welle 92
gelagert, welche in einer Drehbewegung angetrieben wird, und die
Elemente 86 und 88 sind auf einer Leitspindel 94 zur langsamen
axialen Bewegung gelagert, wobei die Kombination der Drehbewegung
der Welle 92 und der die langsamen axialen Bewegungen die modulierte
elektromagnetische Strahlung zum Abtasten der Bildempfangsfläche
in einer Reihe eng beabstandeter Linsen veranlaßt.
Der Rückkopplungsdetektor 96 empfängt durch den Teilübertragungs
spiegel 84 hindurchgehendes Licht und überträgt ein Rückkopplungs
signal auf einen Kreis 98, in welchem es mit dem Videosignal zur
Übertragung auf den Verstärker 72 kombiniert wird. Der Teil des
Laserstrahls, welcher durch den Analysator 74 hindurchgeht, wird
durch eine Laserstrahlablaßvorrichtung 100 ("dump") absorbiert.
Claims (11)
1. Schaltungsanordnung zum Ansteuern einer Last mit Signa
len hoher Spannung und großer Anstiegsgeschwindigkeit, bei der
aus einem Sollwert und dem Spannungsistwert an der Last ein
Fehlersignal gebildet wird, mit dem eine hochfrequente Träger
welle amplitudenmoduliert wird, und bei der die amplitudenmodu
lierte Trägerwelle demoduliert wird und mit dem demodulierten
Signal eine die Hochspannung an die Last anlegende Einrichtung
angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere voneinander unabhängige Ausgangsstufen (42) jeweils
zwischen der Last (40) und der Hochspannung in Reihe geschaltet
sind und daß die Ansteuersignale aus einer gemeinsamen Quelle
über jeweils eine Koppelkapazität (10) von sehr kleinem Wert
an die Ausgangsstufen geschaltet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Koppelkapazität einen Wert
von weniger als 3 pf hat.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Koppelkapazität einen Wert
von etwa 1 pf hat.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine Anschluß
der Last (40) mittig zwischen den Ausgangsstufen (42) der Seri
enschaltung angeschlossen ist und die Ausgangsstufen auf jeder
Seite des Anschlußpunktes der Last mit gegenphasigen amplitu
denmodulierten Trägerwellen (A und B) über die Koppelkapazitä
ten (10) gespeist sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ausgangsstufen (42) in
Brückenschaltung angeordnet sind und jeweils die gegenphasigen
amplitudenmodulierten Trägerwellen den Ausgangsstufen derart
zugeführt sind, daß bei einem Anstieg der demodulierten Span
nung an dem einen Anschluß der Last die Spannung am anderen
Anschluß der Last abnimmt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Istwertrückführung die
Spannungen an beiden Anschlüssen der Last abgegriffen werden.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
gekennzeichnet durch eine Vergleichsstufe (34)
zum Erzeugen von gegenphasigen Signalfolgen entsprechend einem
positiven Fehlersignal und einem negativen Fehlersignal und
durch Multiplizierstufen (33, 32) um aus der mit dem Fehlersi
gnal amplitudenmodulierten Trägerwelle die gegenphasigen Träger
wellen zur Ansteuerung der Ausgangsstufen (42) zu erzeugen.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kop
pelkapazität (10) und jeder Ausgangsstufe (42) ein Filter (12)
zum Zurückweisen von infolge der großen Anstiegsgeschwindigkeit
der Ausgangsspannung induzierter Signale geschaltet ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Ausgangsstufe
(42) eine Stromquelle (14) in Reihe mit einem Transistor (16)
aufweist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerwelle
eine Frequenz in der Größenordnung von 20 MHz hat.
11. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Last ein
elektrooptischer Kristall ist, der zur Lichtmodulation in einer
elektrooptischen Bildreproduktionsanlage vorgesehen ist.
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