DE3040700A1 - Falzklappenzylinder - Google Patents
FalzklappenzylinderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Falzklappenzylinder für Falzapparate von Rotationsdruckmaschinen mit paarweise
angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Falzklappen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
de nachdem, ob sich an den Falzklappenzylinder ein 3. Falz oder Parallelfalz anschließt oder nachfolgend
direkt eine Produktauslage über das Schaufelrad erfolgt, muß die Stelle für die Produktabgabe vom FaIzklappenzylinder
und damit die Betätigung seiner Falzklappen in Abhängigkeit von der räumlichen Anordnung
der genannten Baugruppen im Falzapparat entsprechend variiert werden.
Dazu is-t es analog zur US-PS 2.941«,798 bekannt, neben
einer ungesteuerten, in Drehrichtung des Falzklappenzylinders nachlaufenden Falzkante eine vorlaufende
Falzklappe anzuordnen, die von einer mit zwei nebeneinander liegenden Kurvenscheiben zusammenarbeitenden
Doppelkurvenrolle betätigt wird. Von den beiden Kurvenscheiben ist eine fest mit dem Maschinengestell
verbunden, während die andere zur
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NACHGEREICHT]
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Variierung der Stelle für die Produktabgabe koaxial um einen Winkel oL verdrehbar ist. Um ein vorzeitiges
Freigeben der Produkte zu vermeiden, giltOC^ß,
wobei der Winkel ß> den Bereich der unteren Rast zwischen
Ab- und Anstieg der Kurve der Kurvenscheibe umfaßt. Daraus folgt, daß eine Verdrehung der 2. Kurvenscheibe
nur in begrenztem Umfang möglich ist, so daß bei dieser Lösung zur Realisierung aller geforderten
Verstellmöglichkeiten ein Auswechseln der Kurvenscheiben unumgänglich ist. Als weiterer Nachteil
ist der lange Bolzen für die Doppelkurvenrolle zu nennen, der sich unter maschinendynamischem Aspekt auf
eine Leistungssteigerung des Falzapparates negativ auswirkt.
In Abwandlung des beschriebenen Lösungsprinzipes ist es auch bekannt, die zwei nebeneinander liegenden
Kurvenscheiben auf unterschiedliche Stellen einer Produktabgabe fest einzustellen und die Doppelkurvenrolle
durch eine über beide Kurvenscheiben seitlich verschiebbare einfache Kurvenrolle, die immer
nur mit einer Kurvenscheibe zusammenwirkt, zu ersetzen. Auch hier treten das Erfordernis von 2 Kurvenscheiben
zur Steuerung der Produktabgabe sowie der lange Rollenbolzen als Nachteile auf.
Weiter ist es gemäß DE-PS 676 745 bekannt, beiderseits
des Falzklappenzylinders je eine Kurvenscheibe anzuordnen, die auf verschiedene Stellen der Produktübergabe eingestellt und wahlweise mit der Falzklappenspindel
kuppelbar sind. Nachteilig ist bei dieser Lösung der erhöhte technische Aufwand für den Kupplungsmechanismus
und daß nur eine bewegte Falzklappe vorhanden ist, für die zwei Kurvenscheiben erforderlich
sind.
f\ η τ ^ ι r« % "ι
I NACHGEREIOHT j
Ziel der Erfindung:
H-. 3CH070Q
Ziel der Erfindung ist es, für einen Falzklappenzylinder
mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten Falzklappen
die Einsatzmöglichkeiten innerhalb eines Falzapparates unter Beibehaltung des Fertigungsaufwandes zu erhöhen.
Wesen der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem derartigen Falzklappenzylinder eine Produktabgabe
an jeder gewünschten Stelle, beispielsweise an den dritten Falz bzw. zweiten Längsfalz, den Parallelfalz
bzw. zweiten Ouerfalz oder über das Schaufelrad in die Auslage, zu ermöglichen, wobei der dafür
benötigte Verstellmechanismus funktionssicher sein, einen einfachen Aufbau besitzen sowie keine auszutauschenden
Bauteile erfordern soll.
Dazu sind erfindungsgemäß die in Drehrichtung des
Falzklappenzylinders nachlaufenden Falzklappen jeweils nur bei der Produktübernahme und die vorlaufenden
Falzklappen jeweils nur bei der Produktabgabe durch je eine Kurvenscheibe, deren Kurve eine mit
einem Abstieg und einem Anstieg ausgestattete Betätigungszone besitzt, betätigbar und ist die Kurvenscheibe
für die vorlaufenden Falzklappen zur Variierung der Stelle für die Produktabgabe einstellbar.
Durch diese Lösung kann die Kurvenscheibe zur Steuerung der vorlaufenden Falzklappen ohne Beeinträchtigung
der Produktübernahme in jede gewünschte Stelle zur Produktabgabe, z. B. an den 3. Falz, den Parallelfalz
oder über das Schaufelrad in die Auslage, verdreht werden. Dadurch ist es möglich, bei der Lö-
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NAGHQ~.REICHT
sung mit zwei sich überdeckenden, gegeneinander verdrehbaren
Kurvenscheiben eine Kurvenscheibe ,inclusive
Kurvenrolle,entfallen zu lassen. Abgesehen von der Reduzierung des Fertigungsaufwandes kann der
Rollenbolzen eine Leistungssteigerung des Faisapparates begünstigend kurzer und stabiler ausgeführt
werden.
Auch ist vergleichsweise zu einer anderen Lösung nicht mehr das manuell aufwendige Wechseln der Kurvenscheiben
erforderlich.
Weitere Vorteile sind die universelle Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Falzklappenzylinders
für alle Falzapparate, was eine rationelle Fertigung und Lagerhaltung gewährleistet, sowie
die Möglichkeit seines nachträglichen Einsatzes in bereits gebaute Falzapparate auf Grund des geringen
Platzbedarfes.
Letztlich ist noch die Erhöhung des Bedienungskomfortes sowie die Zeitersparnis für die Umstellung
von einer auf eine andere Produktionsmöglxchkeit zu nennen, wobei eine besonders günstige Lösungsvariante darin besteht, daß erfindungsgemäß die
Kurvenscheibe zur Betätigung der vorlaufenden Falzklappen koaxial drehbar gelagert, in verschiedenen
Stellungen mit Hilfe eines Klemmstückes gegenüber der Seitenwand des Falzapparates fixierbar und mit
einer Verzahnung ausgestattet ist, in die ein Ritzel eingreift, dessen fest mit ihm verbundener,
in der Seitenwand gelagerter Zapfen verdrehbar ist.
Ausführungsbeispiel:
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Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungs-
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j Λ 6 304070Q
beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen
Zeichnung zeigen:
Fig. 1: einen Längsschnitt durch einen Falzklappenzylinder
Fig. 2: eine Seitenansicht des Falzklappenzylinders gemäß Fig. i von links
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in teilweise schematischer Darstellung.
Gemäß Fig. 1 ist der Falzklappenzylinder 1 mit seiner Welle 2 beiderseitig in je einer Seitenwand 3,
4 des Falzapparates gelagert.
Auf der rechten Seite des Falzklappenzylinders 1 ist die nach der Ersteinstellung fest mit der Seitenwand
3 verbundene Kurvenscheibe 5 zur Steuerung der in Drehrichtung des Falzklappenzylinders 1
nachlaufenden, starren Falzklappen 6 und auf dessen linker Seite die koaxial drehbar gelagerte
Kurvenscheibe 7 zur Steuerung der in Drehrichtung des Falzklappenzylinders 1 vorlaufenden flexiblen
Falzklappen 8 angeordnet (Fig. Iu. 2). Die Kurvenscheibe
7 besitzt einen sich über ihren gesamten Umfang erstreckenden Absatz, gegen den sich
ein mit der Seitenwand 4 verschraubtes Klemmstück 9 abstützt, dessen Klemmkraft mit Hilfe der Schraube
10 variierbar ist (Fig. 1). Außerdem ist die Kurvenscheibe 7 an ihren» Umfang mit einer Verzahnung
11 ausgestattet, in die ein Ritzel 12 eingreift, dessen fest mit ihm verbundener, in der
Seitenwand 4 gelagerter Zapfen 13 rait Hilfe eines formschlüssig aufsteckbaren Werkzeuges verdrehbar
ist.
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Die Kurven 14; 15 (Fig. 2) der Kurvenscheiben 5; 7
(Fig. 1) sind als Nutkurven 16; 17 ausgebildet, in die jeweils eine an einem mit der Falzklappe 6; 8
starr verbundenen Rollenhebel 18; 19 drehbar gelagerte Kurvenrolle 20; 21 eingreift. In Fig. 1 sind
aus Gründen einer übersichtlicheren Darstellung die Rollenhebel 18; 19 in gedrehter Stellung und
die Kurvenrollen 20; 21 außer Eingriff mit den Nutkurven 16; 17 dargestellt.
Gemäß Fig. 2 besitzt jede Kurve 14j 15 eine mit einem
Abstieg 24 bzw. 25 und einem Anstieg 28 bzw. ausgestattete Betätigungszone 34 bzw. 35. Die die
Kurve 15 zur Steuerung der vorlaufenden Falzklappe 8 komplettierende obere Rast 23 und untere Rast 27
sind logischerweise so zu bemessen, daß die vorlaufende Falzklappe 8 an der Stelle B; C oder D zur
Produktabgabe geöffnet und vor der Stelle A zur Produktübernahne wieder geschlossen wird. Die obere
Rast 22 und untere Rast 26 der die nachlaufende Falz klappe 6 steuernden Kurve 14 sind so zu wählen, daß
die nachlaufende Falzklappe 6 erst nach der Stelle D geöffnet und bei der Produktübernahme an der Stelle
A wieder geschlossen wird.
Der Falzklappenzylinder 1 besitzt vier um 90 zueinander versetzte Falzklappenpaare (Fig. 2), wobei
auch in Abhängigkeit vom Anwendungsfall eine andere Anzahl Falzklappenpaare gewählt werden kann. In
jedem Fall erfolgt an der Stelle A die Produktübernahme vom Falzmesserzylinder 30 bei gleichzeitiger
Querfalzung des Produktes durch das Zusammenwirken des Falzmessers 31 des Falzmesserzylinders 30 mit
den Falzklappen 6; 8 des Falzklappenzylinders 1, wobei jedoch ausschließlich die zuvor geöffnete
nachlaufende Falzklappe 6 das Produkt ergreifend betätigt, d. h. geschlossen wird, während die vorlaufende
Falzklappe 8 in der geschlossenen Stellung verharrt. Die Kurvenscheibe 7 (Fig. 1) ist so ein-
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gestellt, daß die vorlaufende Falzklappe 8 lediglich an der Stelle B (Fig. 2) zur Produktabgabe geöffnet
wird, während die nachlaufende Falzklappe in der geschlossenen Stelle verharrt. Machfolgend
wird das freigegebene Produkt zwischen den Transportbändern 32 und den Abstreifern 33 über das
nicht dargestellte Schaufelrad der Auslage zugeleitet.
Durch Lösen der Schraube IO und damit dem Klemm-Stückes
9 kann die Kurvenscheibe 7 mit Hilfe eines auf den Zapfen 13 des Ritzels 12 formschlüssig aufsteckbaren
Werkzeuges so verdreht werden, daß die Falzklappe 8 entweder im Punkt C zu der Produktabgabe
an den dritten Falz bzw. zweiten Längsfalz oder im Punkt D zu der Produktabgabe an den Parallel
falz bzw. zweiten Ouerfalz geöffnet wird. (Fig. 2)
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Leerseite
Claims (2)
1. Falzklappenzylinder für Falzapparate von Rotationsdruckmaschinen
mit paarweise angeordneten, schwenkbaren, durch feststehende Kurvenscheiben gesteuerten
Falzklappen, gekennzeichnet dadurch, daß die in Drehrichtung des Falzklappenzylinders (1) nachlaufenden
Falzklappen (6) jeweils nur bei der Produkt-Übernahme und die vorlaufenden Falzklappen (8) jeweils
nur bei der Produktabgabe durch je eine Kurvenscheibe (5; 7), deren Kurve (14 bzw. 15) eine
mit einem Abstieg (24 bzw. 25) und einem Anstieg (28 bzw. 29) ausgestattete Betätigungszone (34 bzw.
35) besitzt, betätigbar sind und die Kurvenscheibe
(7) für die vorlaufenden Falzklappen (S) zur Variierung der Stelle für die Produktabgabe einstellbar
ist.
2. Falzklappenzylinder nach Punkt I1 gekennzeichnet dadurch,
daß die Kurvenscheibe (7) zur Betätigung der vorlaufenden Falzklappen (3) koaxial drehbar gelagert,
in verschiedenen Stellungen mit Hilfe eines Klemmstückes (9) gegenüber der Seitenwand (4) des
Falzapparates fixierbar und mit einer Verzahnung
(11) ausgestattet ist, in die ein Ritzel (12) eingreift, dessen fest mit ihm verbundener, in der
Seitenwand (4) gelagerter Zapfen (13) verdrehbar ist.
130037/0610 ORIGINAL INSPECTED
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- 1979-12-27 DD DD21812979A patent/DD146810A1/de not_active IP Right Cessation
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- 1980-11-25 SU SU807771491A patent/SU1110667A1/ru active
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| GB2067170B (en) | 1983-09-21 |
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