DE3040670A1 - Luftabscheider fuer fluessigkeitsmengen-messeinrichtungen, insbesondere in einrichtungen zur uebernahme oder uebergabe von milch - Google Patents
Luftabscheider fuer fluessigkeitsmengen-messeinrichtungen, insbesondere in einrichtungen zur uebernahme oder uebergabe von milchInfo
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Description
PATLN' 1 A N W Λ LT E
7168 DR.-ING. R. DÖRING DIPL.-PHYS. DR. J. FRICKE
BRAUNSCHWEIG MÜNCHEN
Ahrens I Bode GnbK I Co.
Maschiner.- und Apparatetau Alversdcrfer Wee I»
3338 Schöningen
"Luftabscheider für Flüssigkpitsnengen-Meßeinrichtungen,
insbesondere in Einrichtungen zur Übernahme oder übergabe
von Milch"
Die Erfindung betrifft einen Luftabscheider für Flüssigkeitsmengen-Meßeinrichtungen,
insbesondere in Einrichtungen zur Übernahme oder Übergabe von Kilch, mit einen aufrechten, insbesondere
zylindrischen, Abscheidebehülter, in welchem ein oberer und
ein unterer Abschnitt größeren Durchstrür.querschnittes und
zvdschen diesen ein Abschnitt mit erheblicn verringertem freiem DurchPtrömquerschnitt vorgesehen sind, wobei im oberen Abschnitt
eine gesteuerte Luftauslaßöffnunr und ein Einströmstutzen
für die Flüssigkeit und in unteren Abschnitt in seinem sich verjüngenden Bodenbereich ein Abströnstutzen für die
Flüssigkeit angeordnet sind, und bei den eine auf verschiedene vorgegebene Standhöhen ansprechende Fühlereinrichtung, insbesondere
Schwimmeranordnung, vorgesehen ist, mittels der die Abströmgeschwindigkeit
der Flüssigkeit aus dem Abscheidebehäiter steuerbar ist.
üU4Ub/U
j -6-
I Luftabscheider der in Frage stehenden Art werden auch als
"Hochstandsluftabscheider" bezeichnet und werden insbesondere
in Milchsammelwagen, aber auch in stationärem Einsatz bei der Abtankung von Tankfahrzeugen verwendet. Luftabscheider dieser
Art sind aus der DE-AS 2k 37 306 oder der DE-OS 26 37 026 bekannt.
Bei diesen bekannten Abscheidern ist ein im Bereich
■ des großen Durchströmquerschnittes durchgehend zylindrischer
! Abscheidebehälter vorgesehen, dessen Boden sich schalenförmig ! oder kegelförmig nach unten verjüngt und einen Bodenablauf
• aufweist. Der große Querschnitt für den Abscheidebehälter ist I notwendig, damit die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
; in dem Abscheidebehälter kleiner gehalten werden kann, als j die Aufsteigegeschwindigkeit der in der Flüssigkeit einge-
! schlossenen Luft. Der große Querschnitt hat jedoch den Nachteil,
daß die Flüssigkeit nicht mit der bei solchen Anlagen erforder-I liehen Genauigkeit gemessen werden kann. So fordern die Eich-,
behörden häufig, daß der Meßfehler nur 1 % oder weniger der
■ kleinsten Menge an überführter Flüssigkeit beträgt.
! Während sich bei anderen bekannten Luftabscheidern ein gegen-1
über dem großen Querschnitt des Abscheidebehälters wesentlich verkleinerter Querschnitt im Bodenbereich des Behälters befindet,
1 in dem auch ein die Steuerung der Abführungsgeschwindigkeit
' übernehmender Schwimmer angeordnet ist, sehen die Luftabscheider der hier in Frage stehenden Art vor, daß ein gegenüber dem
normalen Querschnitt des Abscheidebehälters verkleinerter Querschnitt
in einem mittleren Höhenbereich des Abscheidebehälters
ORIGiNAL iNSPECTED
vorgesehen ist« Zu diesem Zweck ist in dem Abscheidebehälter ι
ein Einbau oder ein Verdrängungskörper angeordnet, welcher den >
freien Behälterquerschnitt erheblich reduziert..Der Verdrän- !
gungskörper ist dabei so vorgesehens daß zwischen diesem und j
der äußeren Behälterwand des Abseheidebehälters ein Ringspalt j
für den Durchtritt der Flüssigkeit gebildet wird, während an I
einer zentralen öffnung des Verdrängungskörper der Schwimmer
! angeordnet ist. Für die Meßgenauigkeit ist dabei der äußere · '
1 ' ■ . .j
i Ringspalt zwischen Verdrängungskörper und äußerer Wand des j
! ■ - ■ : I
I Abscheidebehälters maßgeblich. ;
I !
I ■ ■ i
j Diese Anordnung hat verschiedene Nachteile, So zeigt SiCh9 daß j
j bei einer Schräglage des Luftabscheiderss wie sie beim Einbau '
ι I
i in Fahrzeugen durchaus häufig auftreten kann, der Flüssigkeits- j
i . j
j spiegel im Ringspalt den Meßniveaubereich unterschreiten kann. ;■
: In diesem Fall ist die erforderliche Meßgenauigkeit nicht mehr ι
; I
i gewährleistet j weil der vorgesehene Durchströmauerschnitt nicht !
ι !
!eingehalten ist. Hinzu kommts daß der Ringspalt einen erhöhten
; Strömungswiderstand aufweist. Da der übergang von dem großen
j freien Querschnitt des Abscheidebehälters zu dem Ringspalt sehr '
abrupt erfolgt, treten bezüglich der Lage des Flüssigkeitsspie=
. gels Stabilitätsprobleme auf. Ddes erschwert oder beeinträch-
! tigt die Regelung der Abströmgeschwindigkeit. Wird der Luft at·-
. gels Stabilitätsprobleme auf. Ddes erschwert oder beeinträch-
! tigt die Regelung der Abströmgeschwindigkeit. Wird der Luft at·-
, scheider z.B. für Milch eingesetzt, können auch hygienische i
Probleme auftreten, da Undichtigkeiten an dem eingebauten :
Verdrängungskörper nicht mehr ohne weiteres festgestellt werden \
können, was bei Einsickern von Milch in den Verdräncungskörper
U 4 ϋ b 7 U
zu großen Problemen und der Gefahr der Infektion der gesamten durch den Luftabscheider strömenden Milch führen kann. Es wird
daher gefordert, daß, soweit dies vermeidbar ist, Hohlkörper als Einbauten in den Luftabscheider vermieden werden. Es kommt
auch hinzu, daß durch die zugeführte oder zuströmende Flüssigkeit der Flüssigkeitsspiegel im Bereich des Meßniveaus stark
beeinflußt wird, was ebenfalls zu erheblichen Meßungenauigkeiten
und Störungen führen kann. Dies gilt insbesondere bei hohen Ubernahmegeschwindigkeiten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Luftabscheider der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, daß die aufgezeigten
Probleme und Schwierigkeiten und Gefahren vermieden werden, während gleichzeitig eine noch bessere und schnellere Abscheidung
der Luft ermöglicht und die Meßgenauigkeit noch wesentlich verbessert werden soll.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die beiden Behälterabschnitte
von größerem Durchstromquerschnitt und größerem Durchmesser durch einen eingeschnürten Mittelabschnitt von erheblich
verringertem Durchmesser getrennt sind und dem oberen Behälterabschnitt von größerem Durchmesser die Flüssigkeit von
einem zentralen Verteilerbereich von vergleichsweise kleinem Durchmesser aus über Verteilerflächen in schirmartiger Strömung
zuführbar ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der obere Behälterabschnitt von größerem Durchmesser einen sich nach
ORIGiMAL if4SPECTED
3043670
unten verjüngenden Bodenabschnitt aufweist.
Durch die Verlagerung des verengten Strömungsquerschnittes von dem äußeren Umfangsbereich des Abscheidebehälters bei den
bekannten Luftabscheidern in einen zentralen Bereich von vergleichsweise stark verringertem Durchmesser werden die oben
aufgezeigten Nachteile vermieden. So bedarf es bei dieser Ausbildung nicht mehr des Einbaues eines hohlen Verdrängungskörpers in den Abseheidebehälter. Vielmehr wird im Bereich des
Meßniveaus die Außenwandung des Abscheidebehälters halsartig nach innen eingezogen. Schräglagen des Luftabscheiders in Fahrzeugen
wirken sich daher wesentlich weniger auf die Meßgenauigkeit aus. Außerdem ist der Strömungswiderstand durch den verengten
Mittelbereich wesentlich kleiner als bei der Durchströmung eines äußeren Ringspaltes von insgesamt gleichem Durchströmquerschnitt.
Da ein hohler Verdrängungskörper entfällt, treten auch keine hygienischen Probleme auf. Der Einfluß der
zuströmenden Flüssigkeit auf die Meßgenauigkeit wird wesentlich dadurch verringert, daß die Zufuhr von einem zentralen Ringbereich
innerhalb des oberen Abschnittes von großem Durchmesser aus erfolgt, und zwar über einen Ringspalt und über die zuströmende
Flüssigkeit schirmartig über den Querschnitt des Behälters ausbreitende Leitflächen. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit
der zuströmenden Flüssigkeit rasch und stetig herabgesetzt und zugleich ein laminares Fließen erreicht. Dadurch wird die
Gefahr von Schaumbildung oder des Einschiagens von Luftblasen
ORIGINAL IWSPEGTED
-ΙΟΙ in die Flüssigkeit stark verringert. Auch wird der Meßniveau-
bereich gegenüber den Strömungseinflüssen der zuströmenden
Flüssigkeit im wesentlichen abgeschirmt. Man erhält dadurch
j einmal ein wesentlich besseres und schnelleres Abscheiden eines
großen Anteils der Luft bereits im oberen Abschnitt von großem ι Durchmesser und zugleich eine bessere Meß- und Steuerungsgenau-
igkeit. Durch die Art der Ausbildung des schirmartigen Flüssigkeitsfilms
auf den Leitflächen hat man es in der Hand, das Abscheideverhalten bei sonst gleicher Ausbildung auf die Art,
ι insbesondere Viskosität, der Flüssigkeit abzustellen.
'; Durch die bevorzugte verjüngte Ausbildung des Bodens des oberen
Abschnittes von größerein Durchmesser wird die Meßgenauigkeit
; günstig beeinflußt. Denn einmal wird bei vollgefülltem Luftabscheider
das Verhalten der Steuerung bei kurzzeitigen Störungen oder Änderungen im Zuströmen der Flüssigkeit nicht beeinflußt,
während andererseits beim Absinken des Flüssigkeitsspiegels die Steuerung die Abströmgeschwindigkeit rasch und genau
herabsetzen kann, so daß die Meßgenauigkeit erhalten bleibt. Mit anderen Worten, ergeben gleiche Volumenänderungen im verengten
Bereich des Bodens, also in der Nähe des Meßpunktes, größere Höhenunterschiede als in oberen oder weiteren Bereich,
so daß die z.E. durch Schwimmer erfolgende Steuerung im unteren
• Bereich empfindlicher als im oberen Bereich erfolgt.
ORIGINAL INSPECTED
ι ΰ ·.: G 7 ο
Vorteilhafterweise wird die Flüssigkeit aus dem Mittelabschnitt dem unteren Behälterabschnitt von großem Durchmesser, ähnlich
wie bei der Zufuhr der Flüssigkeit zu dem oberen Abschnitt, über Verteilerflächen in schirmartiger Strömung zugeführt.
Dadurch wird gewährleistet, daß auch der untere weite Abschnitt des Abscheidebehälters für die Restabscheidung der Luft voll
wirksam wird, indem die Flüssigkeit gezwungen wird, den vollen Querschnitt des unteren Abscheidebehälterabschnittes auszufüllen.
Die Leitfläche sorgt dabei für die Ausbreitung der Flüssigkeit über den Gesamtquerschnitt und verhindert die Ausbildung
einer direkten axialen Strömung vom Mittelabschnitt zu dem Boden des unteren Abschnittes von großem Querschnitt.
Der Austritt der Flüssigkeit aus dem unteren Behälter von großem Querschnitt kann an beliebiger Stelle im unteren Bereich
des Behälters bzw. seines Bodens mittels eines Abströmstutzens- vorgenommen werden. Zweckmäßig ist es jedoch, insbesondere
bei hohen Volumenströmen, wenn auch der untere Behälterabschnitt von größerem Durchmesser einen sich verjüngenden
Bodenabschnitt aufweist, an den sich ein zylindrischer Mantel von verringertem Durchmesser zur Bildung eines Bodensumpfes
mit einem Abströmstutzen anschließt. Außer einer Verbesserung der Wirksamkeit der Luftabscheidung wird durch die
vorgenannte Ausbildung eine erhebliche fertigungstechnische Vereinfachung erzielt, da die beiden Behälterabschnitte
gleichartig ausgebildet werden. Außerdem kann der an dem unteren Behälterabschnitt von großem Durchmesser sich anschließende
ORIGINAL INSPECTED
I \J
Zylinderteil gleichzeitig für die Aufstellung und Befestigung des Luftabscheiders verwendet werden.
Die Meßgenauigkeit und die Wirksamkeit der Luftabscheidung
lassen sich weiterhin dadurch wesentlich verbessern, daß in dem eingeschnürten Mittelabschnitt und bei gleichartiger Ausbildung
der beiden Behälterabschnitte von großem Durchmesser auch im Bodenbereich des unteren Abschnittes von großem Durchmesser
Strudelbrech-Elemente, z.B. in Form von senkrechten Leitblechen, vorgesehen sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematiseher Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 im senkrechten, die Achse enthaltenden Schnitt einen
Luftabscheider gemäß der Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 2 und 3 im Ausschnitt zwei abgewandelte Ausführungsbeispiele für die Einrichtung zur Zufuhr der Flüssigkeit
zu dem oberen Abschnitt des Luftabscheiders,
Fig. k bis 6 horizontale Schnitte durch die Vorrichtung nach
Fig. 3 in drei verschiedenen abgewandelten Ausführungen.
Der Luftabscheider 1 gemäß Fig. 1 weist zwei im wesentlichen zylindrische Abschnitte 2 und 3 von großem -Durchströmquerschnitt
'WSPECTED
O J -:■ ., j / U
und großem Durchmesser auf. Der obere Abschnitt 2 weist an seinem.
Umfang eitfe η Zuströmstutzen 5 für die zugeführte Flüssigkeit
auf. Dieser Zuströmstutzen erstreckt sich mit einem Abschnitt 6 durch einen Teil des Querschnittes des oberen Abschnittes 2 des
Abscheidebehälters und mündet in einer ringförmigen zentralen
Verteilereinrichtung in Form einer Verteilerkammer 7 von gegenüber.
:d.em.Abschnitt 2 vergleichsweise kleinem Durchmesser aus.
Die Verteilung der Flüssigkeit in der ringförmigen Verteiler- .
■■ kammer 7 kann auf verschiedene Weise erfolgen, wie dies die Fig.
4. bis 6 zeigen. So kann der Stutzenabschnitt 6 sich radial zu der Verteilerkammer 7 in Richtung eines Radius erstrecken, so
,.•daß-'die' zugeführte Flüssigkeit sich gleichmäßig auf die beiden
Ringhälften aufteilt (Fig.4). Der Zuströmstutzen 40,41 kann
aber auch die Verteilerkammer 42 tangential anschneiden, wie
dies Fig» 5 zeigt. Eine ähnliche Wirkung kann sich bei Verwendung
der Anordnung entsprechend der Fig. 4 auch in der Abwandlung nach Figo 6 ergeben, wo der Stutzen 4*1,115 über ein Leitblech
47 eine.: Strömung im Uhrzeigersinne in der Ringkammer 46
'erzwingt. Die ringförmige Verteilerkammer weist zweckmäßigermeise
einen freien zentralen Durchtritt 22 für das Aufsteigen der Luft auf. Statt einer ringförmigen Verteilerkammer kann
äber'äuch eine kreisförmige Kammer von gegenüber dem Abschnitt
stärk verringertem Durchmesser vorgesehen sein. Eine Ringkammer
- wird ,jedoch wegen der nachfolgend zu beschreibenden Verteilung
der Flüssigkeit auf einen Ringspalt bevorzugt.
ORIGINAL !NSPECTED
Wie aus Fig. 1 und Fig. 3 hervorgeht, ist die ringförmige Verteilerkammer
7 nach unten hin offen; jedoch wird der Austrittsquerschnitt auf einen Ringspalt 39 durch eine umgekehrt tellerförmige
Leit- oder Verteilerfläche 20 begrenzt, die die ringförmige Austrittsfläche der Verteilerkammer 7 überbrückt und
in einer Abströmkante 21 ausläuft, deren Durchmesser wesentlich größer als der größte Durchmesser der Verteilerkammer 7 ist.
Die Verteilerfläche 20 kann in Abhängigkeit von der Art der Flüssigkeit einen unterschiedlichen Durchmesser im Vergleich
zum Durchmesser des Abschnittes 2 aufweisen. In jedem Fall ist die Verteilerfläche 20 im Durchmesser größer als die lichte
Weite des eingeschnürten Mittelabschnittes 4 des Abscheidebehälters. Auch kann der Kantenbereich 21 in axialer Richtung
nach unten abgekrümmt ausgebildet sein.
Auch im Deckenbereich des Abschnittes 2 ist eine Luftauslaßöffnung
14 mit einer nicht dargestellten gesteuerten Absperreinrichtung
vorgesehen. Außerdem weist im dargestellten Beispiel die Decke des Abschnittes 2 eine abgedichtete Gleitführung
10 für die Steuerstange 9 eines Schwimmers 8 auf, der zu einer die Abströmgeschwindigkeit steuernden Einrichtung
gehört.
Der Bodenbereich des Abschnittes 2 ist trichterförmig ausgebildet
und geht in seinem engen Bereich unmittelbar in den bevorzugt zylindrischen Mittelabschnitt 4 über. In dem zylindrischen
Mittelabschnitt 4 sind Schaugläser.15 für das durch die strichpunktierte Linie 16 angedeutete Meßniveau vorgesehen.
Ο i~- ; ■"■. ^ hf ο
ο ι,· - - j / U
- 15 -
Durch die trichterförmige Ausführung des Bodens des Abschnittes 2 wird bei gefülltem Abscheidebehälter der Einfluß von kurzzeitigen
Störungen bei der Zuströmung der Flüssigkeit auf die Meßgenauigkeit ausgeschaltet, während bei rasch fallendem
Flüssigkeitsniveau der Schwimmer 8 durch den sich verjüngenden Querschnitt rasch ansprechen kann, um die Abströmgeschwindigkeit
entsprechend rasch zu drosseln. Durch die Verteilerfläche 20 wird die Flüssigkeit zugleich über den gesamten Querschnitt
des Abschnittes 2 ausgebreitet, so daß dieser wirksam über seine ganze Breite für die Luftabscheidung zur Verfügung steht.
Gleichzeitig wird die Flüssigkeit laminar auseinandergezogen, so daß sich eine laminare Strömung ergibt, aus der die Luft
in Bläschenform rasch nach oben aufsteigen kann. Dadurch wird
die Gefahr von Schaumbildung oder des Einschiagens von Luftblasen in die Flüssigkeit stark verringert. Dadurch wird auch
bei hohen Ubernahmegeschwindigkeiten eine zuverlässige Luft-
-abscheidung erreicht.
Die Führung der Flüssigkeit innerhalb des Abscheidebehälters wird noch begünstigt durch aufrechte radiale Leitbleche 28,
die als Strudelbrech-Elemente im Mittelabschnitt ^ angeordnet sind und wesentlich zur Beruhigung der Flüssigkeitsströmung beitragen.
Die Leitbleche oder Strudelbrech-Elemente 28 tragen einen Führungsstern 11 für den Schwimmer 8 sowie im unteren
Bereich ein weiteres umgekehrt tellerförmiges Verteilerflächen-Element 25, das im unteren Abschnitt 3 des .Luftabscheiders
ORIGINAL INSPECTED
3Ji JS7O
angeordnet ist. Wie die Verteilerflachen 20 bewirkt auch das
Verteilerflächen-Element 25 eine Ausbreitung der Flüssigkeit über den gesamten Querschnitt des Abschnittes 3» wenn die
Flüssigkeit aus dem zentralen eingeschnürten Mittelabschnitt 4 in den unteren Abschnitt 3 übertritt. Gleichzeitig wird durch
das Verteilerflächen-Element 25 eine direkte Anströmung des zylindrischen, verengten Bodensumpfes 12 des Abschnittes 3
verhindert. Das Verteilerflächen-Element 25 weist wenigstens im zentralen Bereich eine Luftdurchtrittsöffnung 27 auf. Der
Durchmesser der Abströmkante 26 des Verteilerflächen-Elementes 25 ist in dem dargestellten Beispiel deutlich größer als die
lichte Weite sowohl des Mittelabschnittes h als auch des zylindrischen
Bodensumpfes 12.Hierdurch wird eine günstige Verteilwirkung auch bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten erreicht.
Bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten kann der Durchmesser der Abströmkante 26 des Verteilflächenelementes 25 gleich oder kleiner
als der Durchmesser des Mittelabschnittes ^ sein. Von dem
Bodensumpf 12 zweigt der Abströmstutzen 13 ab. Zur Aufrechterhaltung einer beruhigten laminaren Strömung auch im unteren,
bevorzugt trichterförmigen Bodenbereich des Abschnittes 3 dienen im Sumpfbereich 12 eingesetzte Strudelbrech-Elemente
29 in Form von entlang eines Durchmessers angeordneten Leitblechen.
Die Strömung der Flüssigkeit ist durch die ausgezogenen Pfeile
30 und die Rückströmung der Luft durch die gestrichelten Pfeile 31 angedeutet.
3 0·'- JG 7 O.
Die·Ausbildung der Zuführungseinrichtung gemäß Fig. 1 und 3
i§t für höherviskose Flüssigkeiten und kleine Strömungsges-chwindigkeit-en
besonders gut geeignet, da hier Luft bereits .aus: dem dünner{?FlüSE..igkeitsfilm auf den Verteilerflächen 20
austreten kann, Bei-"Flüssigkeiten geringer Viskosität und
hoher Strömungsgeschwindigkeit ist es dagegen zweckmäßig,,
wehni.man· mehrere parallele schirmartige Strömungswege für die
Flüssigkeit vorsiehta wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Bei
dieser ist die Verteilerfläche 20 durch zwei weitere oder
mehrere im Abstand dazu angeordnete Verteilerflächen-Elemente 50'',51 abgedeckt» Die Verteilerflächen sind ineinandergeschachtelt
und·"bilden zwischen sich schirmartige Strömungsweges die
von. der Ringkammer 7 aus angeströmt werden und deren Austritte zwischen den "Kanten 21s53 s 52 in unterschiedlichen Durchmesserbereichen
des oberen Abschnittes 2 des Abscheidebehälters liegen. Dadurch erhält man auch bei Flüssigkeiten geringer
Viskosität und bei hohen Volumenströmen eine zuverlässige Zuführung unter'rascher Ausbreitung und Ausbildung einer laminaren
Strömung., und zwar in der Weises daß die Verhältnisse
in Höhe des Meßniveaus durch die zuströmende Flüssigkeit nicht beeinträchtigt wirds während gleichzeitig das Austreten
von Luftblasen bereits im oberen Abschnitt 2 des Abscheidebebtälters*
wesentlich begün-stigt wird.
Bei Zufuhr der Flüssigkeit über den Stutzen 5S6 ist zunächst
"der. Luftaustritt·. I^ geöffnet. Der Abströmstutzen 13 ist abgesperrt.
Demzufolge steigt der Flüssigkeitsstand im Abscheide-
':..■''■■■'■■.
ORIGINAL INSPECTED
behälter an. Erst wenn ein bestimmtes Niveau erreicht wird,
das für die zuverlässige Luftabscheidung ausreichend ist, wird über die Steuereinrichtung, also im dargestellten Beispiel
über den Schwimmer 8, eine Abförderung der Flüssigkeit über den Abströmstutzen 13 mit einer der Zuströmgeschwindigkeit
entsprechenden Geschwindigkeit ausgelöst. Bei Erreichen des genannten Niveaus erfolgt die Abströmung zunächst mit geringerer
Geschwindigkeit, die bei Zunahme des Niveaus im Abscheider trotz der Abströmung dann entsprechend gesteigert werden kann.
Wird ein Höchstniveau in dem Abscheidebehälter erreicht, wird die Luftabführung über den Stutzen I1I gesperrt, so daß im Luftabscheider
ein Druckgleichgewicht auftritt. Die Änderung der Abströmgeschwindigkeit kann stufenweise erfolgen. Die Lage des
Flüssigkeitsniveaus kann für die Steuerung der Abströmgeschwindigkeit umso besser herangezogen werden, je weniger eine Drehströmung
innerhalb des Abscheidebehälters entsteht. Diese wird durch die Strudelbrech-Elemente 28,29 zuversichtlich verhindert,
ORIGINAL INSPECTED
Claims (10)
1.) Luftabscheider für Flüssigkeitsmengen-Meßeinrichtungen, insbesondere in Einrichtungen zur Übernahme oder Übergabe
von Milch, mit einem aufrechten, insbesondere zylindrischen, Abscheidebehälter, in welchem ein oberer und ein unterer
Abschnitt größeren Durchströmquerschnxttes und zwischen diesen ein Abschnitt mit erheblich verringertem freiem
Durchstromquerschnitt vorgesehen sind9 wobei im oberen Abschnitt
eine gesteuerte Luftauslaßöffnung und ein Einströmstutzen für die Flüssigkeit und im unteren Abschnitt in
seinem sich verjüngenden Bodenbereich ein Abströmstutzen für die Flüssigkeit angeordnet sinds und bei dem eine auf
verschiedene vorgegebene Standhöhen ansprechende Fühlereinrichtung,
insbesondere Schwimmeranordnungs vorgesehen
ist, mittels der die Abströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit aus dem Abscheidebehälter steuerbar ists dadurch
gekennzeichnet , daß die beiden Behälterabschnitte (2,3) von größerem Durchstromquerschnitt und
größerem Durchmesser durch einen eingeschnürten Mittelabschnitt (ii) von erheblich verringertem Durchmesser getrennt
sind und dem oberen Behälterabschnitt (2) von größerem Durchmesser die Flüssigkeit von einem zentralen Verteilerbereich
von vergleichsweise kleinem Durchmesser aus über Verteilerflachen (20) in schirmartiger Strömung zuführbar
ist.
ORIGINAL INSPECTED
30AU670
2. Luftabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren Behälterabschnitt
(3) von größerem Durchmesser die Flüssigkeit aus dem Mittelabschnitt (4) über Verteilerflächen (25) in
schirmartiger Strömung zuführbar ist.
3· Luftabscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der obere Behälterabschnitt (2) von größerem Durchmesser einen sich nach unten
verjüngenden Bodenabschnitt aufweist, an den sich der eingeschnürte
Mittelabschnitt (1I) in Form eines zylindrischen
Mantels von verringertem Durchmesser anschließt.
4. Luftabscheider nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des eingeschnürten Mittelabschnittes (k) Strudelbrech-Elemente
(28) angeordnet sind.
5. Luftabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auch
der untere Behälterabschnitt (3) von größerem Durchmesser einen sich verjüngenden Bodenabschnitt aufweist, an den
sich ein zylindrischer Mantel (12) von verringertem Durchmesser zur Bildung eines Bodensumpfes mit einem Abströmstutzen
(13) anschließt.
6. Luftabscheider nach Anspruch 5S dadurch
gekennzeichnet daß im Bereich des Bodensumpfes
des unteren Behälterabschnittes (3) Strudelbrech-Elemente (29) angeordnet sind»
7. Luftabscheider nach einem oder mehreren der Ansprüche
■ 1 bis 6S dadurch gekennzeichnet,,
daß der Zuströmstutzen (6) durch den oberen Abschnitt (2) von größerem Durchmesser hindurch in eine zentrale;, vorzugsweise
ringförmigejVerteilerkammer (7) mündets die
über eine ringspaltförmige Austrittsöffnung (39) auf die
Verteilerflachen (20) mündete
8. Luftabscheider nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 7j dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilerflachen (20s25) in dem oder jedem Behälterabschnitt
(2j3) von größerem Durchströmquerschnitt umgekehrt
tellerförmig oder flachkegelförmig und wenigstens in dem mittleren Bereich luftdurchlässig ausgebildet sind,
9. Luftabscheider nach Anspruch 8S dadurch
gekennzeichnet,, daß durch ineinandergeschachtelte Verteilerflächen-Elemente (21j50s51) ein oder mehrere
zueinander parallele schirmartige Strömungswege mit schiedlichem großem Austrittsdurchmesser gebildet sind.
• •"ι · « ι «a* ι
• ·ιι· «· ■*· · · ι
10. Luftabscheider nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Ablaufkante (21 bzw. 26) des oder jedes Verteilerflächen-Elementes
(20,25) einen Durchmesser größer als der Durchmesser des eingeschnürten Mittelabschnittes (1O aufweist.
CQPY
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