DE2938768A1 - Verfahren und einrichtung zum steuern einer synchronmaschine - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum steuern einer synchronmaschineInfo
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filed September 25, 1978 10624
Dr.ν.Β./hl
GENERAL ELECTRIC COMPANY Schenectady, N.Y., V.St.A.
Verfahren und Einrichtung zum Steuern einer Synchronmaschine
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung
eine Einrichtung zum Durchführen eines solchen Verfahrens .
Insbesondere betrifft die Erfindung Verfahren und Einrichtungen zum Steuern eines lastkomrmtierten Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems,
das ohne einen Wellenpositionssensor auskommt. Anlagen dieses Typs sind z.B. in der Veröffentlichung
"Load Commutated Inverter Synchronous Motor Drive Without a Shaft Position Sensor", veröffentlicht im
"Conference Record IEEE-IAS Conference", Los Angeles, California, Oktober 1977, beschrieben.
Antriebssysteme mit einem Wechselrichter und einer Synchronmaschine,
mit denen sich die vorliegende Erfindung befaßt, enthalten typischerweise eine Synchronmaschine, z.B. eine Induktionsmaschine,
die mit einer frequenzveränderlichen Wechselspannung erregt wird, die von einem aus einer Gleichstrom-
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quelle gespeisten Wechselrichter stammt. Die in solchen Einrichtungen
verwendeten Wechselrichter enthalten typischerweise eine der Anzahl der Phasen der betreffenden Maschine entsprechende
Anzahl von Paaren in Reihe geschalteter, steuerbarer Gleichrichtereinrichtungen, wie Thyristoren. Die Thyristorpaare
sind parallel an eine Gleichstromquelle angeschlossen und ihre Verbindung ist jeweils mit einer entsprechenden Phase
der Maschine verbunden, um den in ihr fließenden Strom zu steuern. Wenn die Thyristoren in einer bestimmten Reihenfolge gezündet
oder durchgeschaltet werden, leiten sie so, daß ein Wechselstrom verschiedener Phase für die Erregung der Maschine erzeugt wird.
Antriebssysteme mit einem Wechselrichter und einer Synchronmaschine
der oben erwähnten Art erfreuen sich in jüngerer Zeit für bestimmte Anwendungen erneuter Beliebtheit, z.B. bei der
Schwungrad-Energiespeicherung für elektrische Fahrzeuge. Ein wichtiger Grund für diese erneute Beliebtheit besteht darin,
daß man solche Maschinenantriebssysteme selbstkommutierend machen kann, d.h. daß die Wechselrichter-Thyristoren durch die
RUck-EMK gesperrt werden können, die durch die Synchronmaschine in Betrieb erzeugt wird, so daß die sonst erforderlichen großen
externen Schaltungskomponenten für die Kommutierung entfallen können.
Um die volle Leistungsfähigkeit der Maschine unter Last zu gewährleisten,
ist es oft wichtig, das Wechselrichter-Maschinen-Antriebssystem zu synchronisieren und die Steuer- oder Durchschaltintervalle
der Thyristoren so zu steuern, daß sich die Frequenz der Erregung der Maschine in Abhängigkeit von der Belastung
der Maschine ändert.
Es sind bereits verschiedene Methoden zur Synchronisation eines Wechselrichters mit einem Motor bekannt. Aus der US-PS 3 796
ist eine Einrichtung zur Synchronisation eines Wechselrichters mit einer Wechselstrommaschine bekannt, die zwei Hallgenerator-
03001
sonden zur Messung der Stellung der Welle der Maschine enthält, welche mit einer geeigneten zugehörigen Rückführungsschaltung
gekoppelt sind, um ein Winkelrückführungssteuersignal zu erzeugen,
das die Thyristoren des Wechselrichters entsprechend der Stellung der Motorwelle steuert. Nachteilig an dieser Lösung
ist, daß die Stellung der Welle der Maschine, die den Ist-Phasenwinkel der Maschine darstellt, durch Hallgeneratorsonden
bestimmt wird und die Maschine daher für diese abgeändert werden muß.
Aus der US-PS 4 088 934 ist ein Verfahren zum Stabilisieren eines Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems bekannt,
bei dem zur Synchronisation von Maschine und Wechselrichter zuerst Drehmoment- und Winkel-Istwertsignale erzeugt werden,
die das tatsächliche Drehmoment bzw. den tatsächlichen Phasenwinkel der Maschine darstellen. Das Drehmoment-Istwertsignal
und das Phasenwinkel-Istwertsignal werden mit einem Drehmoment kommando oder Drehmoment-Sollwertsignal bzw. einem anschließend
erzeugten Phasenwinkelkommando- oder Phasenwinkel-Sollwertsignal verglichen und ein resultierendes Fehlerrückführungssignal,
das die Größe der Differenz zwischen diesen Signalen darstellt, wird dem Wechselrichter zur entsprechenden
Steuerung der Zünd-Intervalle der Thyristoren zugeführt. Bei
dieser Einrichtung werden zwar keine Hallsonden oder andere Wellenstellungsgeber benötigt, man braucht jedoch andererseits
spezielle Funktionsgeneratoren zum Erzeugen geeigneter Drehmoment- und Phasenwinkelsollwertsignale um die Inverterzündwinkel
entsprechend zu steuern. Bei der letzterwähnten bekannten Einrichtung sind außerdem keine Maßnahmen vorgesehen, um ein
Wechselrichter-Synchronmaschinen-System zu synchronisieren, dessen Last durch eine Bedienungsperson steuerbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Synchronisation ohne Wellenpositionsgeber sowie ohne spezielle
Funktionsgeneratoren auszukommen und die Synchronisation eines
03001
Wechselrichters mit einer Synchronmaschine zu ermöglichen, deren Belastung durch eine Bedienungsperson willkürlich veränderbar
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im Patentanspruch
1 gekennzeichnete Verfahren gelöst.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens gemäß der Erfindung sowie vorteilhafte Einrichtungen zur Durchführung
eines solchen Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche .
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Steuern eines Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems gemäß der Erfindung wird, kurz gesagt, ein
Phasenwinkel-Kommandosignal oder -sollwertsignal erzeugt, das während anfänglicher Maschinenerregungsintervalle auf ein
Phasenwinkelsignal festen Wertes anspricht und während anderer Zeitintervalle als der der anfänglichen Maschinenerregung
alternativ auf eine von einer Bedienungsperson gesteuerte Laständerung anspricht. Das Phasenwinkel-Steuersignal wird mit
einem Signal verglichen, das die tatsächliche Phasenwinkeldifferenz zwischen dem Luftspaltfluß und dem Phasenstrom der Maschine
darstellt und es wird ein Frequenzkommando- oder Frequenzsteuersignal
erzeugt, das in der Größe von der Winkeldifferenz zwischen diesen Signalen abhängt. Die Erregung der
Maschine wird in Abhängigkeit von dem Frequenzkommandosignal geändert, um das Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem
zu synchronisieren.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält eine Einrichtung zum Steuern eines Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems
eine Anordnung zum Erzeugen eines Phasenwinkelsteuersignals, das während anfänglicher Maschinenerregungszeitintervalle
auf einen festen Phasenwinkel-
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wert anspricht und während anderer als der anfänglichen Maschinenerregungsintervalle
auf von einer Bedienungsperson gesteuerte Laständerungen anspricht. Zwischen die Anordnung
zum Erzeugen des Phasenwinkelkonunandosignals und eine Anordnung zum Messen des tatsächlichen Maschinenphasenwinkels ist eine
Vergleicheranordnung geschaltet, um das Maschinenphasenwinkelkommandosignal
mit einem Signal zu vergleichen, das den ermittelten tatsächlichen Maschinenphasenwinkel darstellt,
und um ein Nettowinkel-Fehlersignal entsprechend der Größe der Signaldifferenz dieser Signale zu erzeugen. Mit der Vergleicheranordnung
ist eine Anordnung zum Erzeugen eines Frequenzkommandosignals verbunden, das auf das resultierende
WinkeIfehlersignal anspricht, um die Frequenz der Wechselspannung
zu ändern, die vom Wechselrichter für die Erregung der Maschine erzeugt wird.
Durch die vorliegende Erfindung wird also eine Steuereinrichtung für ein Inverter-Synchronmotor-Antriebssystem geschaffen,
bei dem die Durchschaltintervalle des Inverters für die Änderung der Frequenz der Erregung des Motors in Abhängigkeit von
einer von einer Bedienungsperson vorgegebenen Laständerung automatisch eingestellt werden.
Ferner wird durch die Erfindung eine Steuereinrichtung für ein Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem geschaffen,
das während der anfänglichen Maschinenerregungsintervalle eine schnelle Synchronisation des Wechselrichters mit der Synchronmaschine
gewährleistet.
Im folgenden wird der Erfindunc,sgedanke unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
Es zeigen:
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Fig. 1 ein Ubersichts-Blockschaltbild eines Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems,
das sich besonders für elektrische Fahrzeuge mit Schwungrad-Energiespeicherung eignet;
Fig. 2 ein genaueres Schaltbild des Wechselrichters und der Synchronmaschine des Antriebssystems gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein genaueres Blockschaltbild einer Steuereinrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die mit
dem Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem gemäß Fig. 1 gekoppelt ist; und
Fig. 4a, 4b und 4c graphische Darstellungen einer Gleichspannung, eines Gleichstroms und einer Schwungraddrehzahl,
wie sie bei Verwendung der Einrichtung gemäß Fig. 1 bis 3 zum Antrieb eines Elektrofahrzeuges auftreten
können.
Der in Fig. 1 als Blockschaltbild dargestellte Elektrofahrzeug-Antrieb
enthält ein Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem 10, das sich besonders für eine Schwungrad-Energiespeicherung
eignet. Das Inverter-Synchronmaschinen-Antriebssystem 10 enthält einen Induktionsmotor/Wechselspannungsgenerator
12 mit einer Feldwickung 15, die durch eine Felderregungsschaltung
14 erregt wird, und eine Wechselrichter-Gleichrichterschaltung 16, die im folgenden einfach als Wechselrichter 16
bezeichnet werden soll. Mit der rotierenden Welle des Induktionsmotor-Wechselspannungsgenerators
12 ist ein Schwungrad (nicht dargestellt) mechanisch gekoppelt.
Der Wechselrichter 16 ist zwischen eine als Batterie 18 dargestellte
Gleichspannungsquelle und den Motor/Generator 12 geschaltet, und liefert eine Wechselspannung variabler Frequenz
für die Motorerregung, wenn mechanische Energie für die Schwungradenergiespeicherung
erzeugt werden soll. Alternativ arbeitet
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der Wechselrichter 16 als Gleichrichterschaltung, die die vom Motor/Generator 12 erzeugte Wechselspannung in eine Gleichspannung
umwandelt, wenn Schwungradenergie in elektrische Energie umgewandelt werden soll. Die spezielle Konstruktion
und Arbeitsweise der Wechselrichter-Synchronmaschinen-Einheit 10 wird weiter unten noch genauer beschrieben, insbesondere
unter Bezugnahme auf das Schaltbild gemäß Fig. 2.
Zwischen den Wechselrichter 16 und die Batterie 18 ist eine Reihenschaltung aus einem Anlasser 20 und einem Batterieschalter
22 geschaltet, die zur Begrenzung bzw. Unterbrechung des Über den Anschluß von der Batterie 18 fließenden Gleichstromes
dienen. Der Batterieschalter 22 dient dazu, den ganzen Gleichstrom zu unterbrechen, den der Wechselrichter über die Verbindung
zur Batterie aus dieser entnimmt, während der Anlasser 20, der aus einer Parallelschaltung eines Schalters 24 und
eines Widerstandes 26 besteht, die Aufgabe hat, den zu Beginn der Erregung der Maschine über die Verbindung von der Batterie
fließenden Gleichstrom zu verringern und einen Stromstoß zu verhindern.
Das in Fig. 1 dargestellte Elektrofahrzeug-Antriebssystem enthält
ferner eine Reihenschaltung aus einem Zug- oder Fahrmotor 28 und einem Start- oder Anfahr-/Lauf-Schalters 30, die dem
Eingang des Wechselrichters 16 parallelgeschaltet sind. Die Feldwicklungen 32 des Fahrmotors 28 werden durch eine
Erregeranordnung 34 erregt, welche auf einem Felderreger 35 und einer durch diesen in Abhängigkeit von einem Bedienungsperson-
oder Fahrersteuersignal gesteuerten Feldreversieranordnung 36 enthält. Die Feldreversieranordnung 36 ermöglicht
bei Erregung durch den Felderreger 3 5 auf Wunsch eine Umkehr der Drehrichtung des Fahrmotors 28 durch Umkehr der
den Feldwicklungen 32 zugeführten Spannung.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, enthält der Wechselrichter 16
typischerweise eine der Anzahl der Phasen der Synchronmaschine entsprechende Anzahl von Paaren in Reihe geschalteter,
steuerbarer, bidirektional leitfähiger Einrichtungen, die einer Gleichstromquelle parallelgeschaltet sind und den Stromfluß
in den jeweiligen Phasenwicklungen steuern. Für den Dreiphasenmotor/Generator 12 sind also drei Paare von in Reihe geschalteten,
steuerbaren, bidirektional leitfähigen Einrichtungen 38a und 38b, 38c und 38d sowie 38e und 38f vorgesehen,
die parallel zueinander geschaltet sind und ein Netzwerk bilden, das mit einer Induktivität 39 in Reihe geschaltet ist,
die mit der Batterie 18 (Fig. 1) gekoppelt ist. Jedes Paar der in Reihe geschalteten steuerbaren bidirektional leitfähigen
Einrichtungen 38a und 38b, 38c und 38d bzw. 38e und 38f ist mit der Verbindung der Einrichtungen des betreffenden Paares
mit den entsprechenden Phasen 40a, 40b bzw. 40c des Motor/-Generators 12 verbunden. Die Induktivität 39 dient zur Glättung
des Gleichstromes, der von der Batterie 18 (Fig. 1) an den Wechselrichter 16 geliefert wird. Ein Paar steuerbarer, in einer
Richtung leitfähiger Einrichtungen 42a und 42b sind in Reihe jedem der in Reihe geschalteten Paare steuerbarer, in beiden
Richtungen leitfähiger Einrichtungen 38a und 38b, 38c und 38d bzw. 38e und 38f parallelgeschaltet und steuerbare, in einer
Richtung leitfähige Einrichtungen 42a und 42b sind mit ihrer Verbindung über einen Kominutierkondensator 44 an die neutrale
oder Nulleiterklemme 43 des Motor/Generators 12 angeschlossen. Wie noch erläutert werden wird, bewirken die gesteuerten, in
einer Richtung leitfähigen Einrichtungen 42a und 42b zusammen mit den gesteuerten, in beiden Richtungen leitfähigen Einrichtungen
38a bis 38f, wenn sie in einer bestimmten Weise in den leitfähigen Zustand durchgeschaltet werden, eine Zwangskomirutierung
der Maschine, die den Motor/Generator 12 vom Stillstand anfänglich erregt.
Jeder der steuerbaren, in zwei Richtungen leitfähigen Einrichtungen
38a bis 38f leitet zusammen mit jeder der steuerbaren,
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in einer Richtung leitfähigen Einrichtungen 42a und 42b Strom unter Steuerung durch ein ihnen von einer Steuerelektroden-Treiber-
oder Steuerschaltung 4 5 zugeführten Steuerelektrodenoder Gate-Steuersignal. Die Steuerschaltung 45 spricht ihrerseits
auf Motor/Brems- und Frequenzeingangssignale an, die entsprechenden Eingängen (m/b bzw. f) der Steuerschaltung zugeführt
werden. Für die Zünd- oder Steuerschaltung 45 können verschiedene bekannte Schaltungsanordnungen verwendet werden
und Einzelheiten dieser Steuerschaltung sind daher hier nicht dargestellt. Thyristor-Zünd- oder Steuerschaltungen sind z.B.
in Kapitel 4 des Buches "The General Electric Silicon Controlled Rectifier Handbook'^ veröffentlicht von der Semiconductor
Products Division, General Electric Company, Syracuse, New York, 1972yerläutert. Die von der Firma General Electric Co.
D.C. Motor Generator Products Department, Erie, Pennsylvania unter der Katalognummer 36C72856AB im Handel erhältliche Schaltungsanordnung
hat sich für den vorliegenden Zweck als besonders geeignet erwiesen.
Die steuerbaren, in zwei Richtungen leitfähigen Einrichtungen 38a bis 38f bestehen typischerweise aus zwei mit entgegengesetzter
Polung parallelgeschalteten Thyristoren 46 und 48. Die steuerbaren, in einer Richtung leitfähigen Einrichtungen 42a
und 42b können z.B. jeweils durch einen einzigen Thyristor gebildet werden. Wie weiter unten noch näher erläutert werden
wird, leitet ein Thyristor in jeder der oberen und unteren Kombination von in zwei Richtungen leitfähigen Einrichtungen
38a, 38c und 38e und 38b bzw. 38d und 38f, wenn er durch ein seiner Steuerklemme G zugeführtes Zünd- oder Gatesteuersignal
von der Zündschaltung 4 5 durchgeschaltet worden ist, Strom zur entsprechenden Phase 40a, 40b bzw. 40c des Motor/Generators
während der normalen Motorbetriebsintervalle. In entsprechender Weise dient der Thyristor 4 8 in jeder der oberen und unteren
Kombinationen von in beiden Richtungen leitfähigen Einrichtungen 38a, 38c und 38e und 38b bzw'. 38d und 38f, wenn er durchgeschaltet
worden ist, zur Gleichrichtung des vom Motor/Genera-
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tor 12 erzeugten Wechselstromes während der Generatorbetriebsintervalle
.
Die steuerbaren, in beiden Richtungen leitfähigen Einrichtungen
38a bis 38f und die gesteuerten, in einer Richtung leitfähigen Einrichtungen 42a und 42b enthalten jeweils eine parallelgeschaltete
Filteranordnung 50. Die Filteranordnung 50 enthält eine Reihenschaltung aus einem Widerstand 52 und einem
Kondensator 54 und dient zum Filtern von während des Wechselrichter- und Gleichrichterbetriebes erzeugten Hochspannungsimpulsen
und damit zur Verringerung der Beanspruchung der Thyristoren.
Zwischen den Wechselrichtern 16 und die Batterie 18 ist eine Stromabfühlanordnung 56 gekoppelt, die ein Signal veränderlicher
Amplitude in Abhängigkeit von der Amplitude des über die Verbindungsleitung vom Wechselrichter 16 aufgenommenen Stromes
liefert.
Der mitjder Batterie 18 (Fig. 1) gekoppelte Felderreger 14
(Feldstromversorgung) speist die im Motor/Generator 12 enthaltene Feldspule 15, um das für den Betrieb der Maschine erforderliche
Gleichstromfeld zu erzeugen.
Fig. 3 ist ein mehr ins Einzelne gehendes Blockschaltbild der Einrichtung zur Steuerung des in Fig. 1 dargestellten
Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems 10. Diese Einrichtung enthält einen Steuerteil 58 mit einer ersten äußeren
Regel- bzw. Steuerschleife 60 zum Erzeugen eines Phasenwinke lkommando- oder Sollwertsignales entsprechend einem gewünschten
Maschinen-Phasenwinkelwert in Abhängigkeit von einer durch die Bedienungsperson vorgegebenen Sollast oder Laständerung.
Ein Strom-Kommando- oder Strom-Sollwert-Signal I* , das einen Befehl von einer Bedienungsperson für einen gewünsch-
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ten Wechselrichterstromwert (entsprechend einer gewünschten Maschinenbelastung) darstellt, wird dem Eingang eines Strombegrenzers
62 zugeführt. Der Strombegrenzer 62 begrenzt das Stromsollwertsignal derart, daß der maximal zulässige Strom,
der über die Verbindung zum Wechselrichter fließen darf, bei dem gewünschten, von der Bedienungsperson vorgegebenen Stromwert
nicht überschritten wird. Das Stromsollwertsignal am Ausgang des Strombegrenzers 62 wird einem ersten Eingang eines Summierverstärkers
64 zugeführt, dessen zweiter Eingang mit der Stromabfühlanordnung 56 gekoppelt ist. Der Summierverstärker 64
liefert an seiner Ausgangsklemme ein mittleres oder Zwischen-Stromwertsignal
in Abhängigkeit von der Größe der Differenz zwischen dem von der Bedienungsperson vorgegebenen Stromwert
I_o und der Amplitude des vom Wechselrichter 16 über die Ver-
bindung aufgenommenen Stromes.
Mit dem Ausgang des Summierverstärkers 64 oder in eine zweite Regel- oder Steuerschleife 70 ist eine Stromregelanordnung über
einen Schalter 68 gekoppelt, die ein Maschinenphasenwinkelkommando-
oder Sollwertsignal in Abhängigkeit von dem Zwischen-Stromwertsignal
erzeugt, wenn sich der Schalter 68 in der Stellung "Fahrt" befindet. Die innere Regelschleife 70 ist mit
einer relativ hohen Verstärkung ausgelegt, so daß, wenn die Schleife durch den Schalter 68 (in dessen "Start"- oder "Anfahr"-Stellung)
geschlossen ist, durch den Stromregler 66 ein gewünschtes Phasenwinkelsignal festen oder konstanten Wertes für
die anfängliche Maschinenerregung erzeugt wird. Das Phasenwinkelsollwertsignal festen Wertes, sinG**, das den Sollwert des
Maschinenphasenwinkels zwischen dem Phasenstrom und dem Luftspaltfluß für das anfängliche Starten oder Anfahren der Maschine
darstellt, wird einem ersten Eingang eines Summierverstärkers 72 zugeführt, dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des Stromreglers
66 verbunden ist, so daß eine Rückführungsschleife um den Stromregler geschlossen wird. Unter diesen Bedingungen wird
ein Signal, das die Differenz zwischen sinB** und dem Ausgang des Stromreglers 66 darstellt, dessen Eingang aufgedrückt und
0300U/089Q
an seinem Ausgang entsteht ein Null-Gleichgewichtszustands-Fehler-Phasenwinkelkommando-
oder Sollwertsignal sine*.
Der Stromregler 66 enthält einen Verstärker mit einer Integral + Proportional-Ubertragungskennlinie (PI-Charakteristik). Es sind
verschiedene Verstärkerschaltungen mit einer PI-Charakteristik bekannt und welche spezielle Schaltung man jeweils verwenden
wird, hängt von den Konstruktionsparametern der Einrichtung ab. Nähere Einzelheiten des Stromreglers 66 sind daher nicht dargestellt.
Eine genauere Erläuterung von Verstärkern mit PI-Charakteristik findet sich z.B. in dem Buch "Servomechanisms
and Regulating System Design" von Chestnut and Mayer, Verlag John Wiley & Son, New York, 1955 auf den Seiten 121 bis 125.
Das Ausgangssignal des Stromreglers 66 wird durch einen Winkelbegrenzer
74 so begrenzt, daß der Sollwert des Maschinenphasenwinkels sinG* den maximal zulässigen Wert überschreitet. Durch
eine Winkelmeßanordnung 76, der Phasenstrom- und Leitungsspannungssignale zugeführt werden, die vom Phasenstrom bzw. der
Klemmen- oder Leitungsspannung des Induktionsmotor/Generators 12 gewonnen werden, wird ein Ausgangssignal erzeugt, das den
Istwert des Maschinenphasenwinkels zwischen dem Phasenstrom und dem Luftspaltfluß darstellt. Es gibt verschiedene Anordnungen
um den Istwert des Phasenwinkels der Maschine zu bestimmen, der durch sinG von Maschinenphasenstrom- und Klemmen- oder Leitungsspannungssignalen
dargestellt wird. Eine für eine solche Winkelmeßanordnung 76 (Winkelgeber) geeignete Leitung ist aus der
bereits erwähnten US-PS 4 088 934 bekannt.
Das Ausgangssignal sinG der Winkelmeßanordnung 76 wird seinerseits
in einem Summierverstärker 78 mit dem Phasenwinkel-Sollwertsignal είηθ* algebraisch summiert, so daß beim Ausgang des
Verstärkers 78 ein resultierendes Winkelfehlersignal auftritt, das die Differenz zwischen den Eingangssignalen herstellt.
Der Eingang eines Winkelreglers 80 ist über einen Schalter 82 mit dem Ausgang des Summierverstärkers 78 gekoppelt, wenn sich
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- 1 ο —
der Schalter 82 in der Stellung "Fahrt" befindet, und dient dazu, ein Frequenzkommando- oder Frequentiellwertsignal zu
erzeugen, das die Thyristordurchschaltintervalle im Wechselrichter
16 in Abhängigkeit vom Phasenwinkelsollwertsignal sinG steuert.
Die innere Steuer- oder Regelschleife 84 ist mit einer verhältnismäßig
hohen Verstärkung ausgelegt, so daß wenn die Schleife durch den Schalter 82 geschlossen ist, den Wechselrichter
16 durch den Winkelregler 80 ein rampen- oder sägezahnförmiges
Anfahr- oder Startfrequenzsollwertsignal f** zugeführt wird, um das Inverter-Synchronmaschinen-Antriebssystern
10 zu synchronisieren. Das langsam ansteigende sägezahnförmige Anfahr-Frequenzsollwertsignal, dessen Amplitude anfangs den
Wert Null hat, wird einem ersten Eingang eines Summierverstärkers 86 zugeführt, dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des Winkelreglers
80 gekoppelt ist, um die Schleife um diesen zu vervollständigen. Unter diesen Bedingungen wird dem Eingang des Winkelreglers
80 ein Signal aufgedrückt, das die Amplitudendifferenz zwischen f** und dem Ausgangssignal des Winkelerregers 80 darstellt.
Der Winkelregler 80 enthält vorzugsweise einen Verstärker mit einer Integral +.Proportional-Übertragungskennlinie (PI-Charakteristik),
so daß er ein Null-Gleichgewichtszustands-Fehlerfrequenzkommandosignal
liefert, wenn seinem Eingang das Ausgangssignal des Summierverstärkers 86, das die Differenz
zwischen dem Maschinen-Anfahr-Frequenzsignal f** und dem durch den Winklerregler 80 erzeugten Frequenzkommandosignal darstellt,
zugeführt wird. Dies ergibt eine hohe Verstärkung für die Rückführungsschleife 84.
Das Stromsollwertsignal I _ wird ferner einer Polaritätsverarbeitungsschaltung
90 zugeführt, die in Abhängigkeit von der Polarität des Signal I* ein entsprechendes digitales Motor/-
0300U/0890
Γ Π 3 8 7 6
Brems-Signal erzeugt. Das digitale Motor/Brems-Signal wird
der in Fig. 2 dargestellten Thyristorsteuer- oder Zündschaltung 4 5 zugeführt und bewirkt, daß die in zwei Richtungen
leitfähigen Einrichtungen 38a bis 38f in entsprechender Weise in Wechselrichter- oder Gleichrichterbetrieb arbeiten.
Solche Polaritätsverarbeitungsschaltungen sind bekannt, so daß nähere Einzelheiten nicht dargestellt zu werden brauchen.
Genauere Informationen über solche Schaltungen finden sich z.B. im "Linear Integrated Circuits Application Handbook" der
Fairchild Semiconductor Corp., 1967, Kapitel F, Seiten 165 bis 173.
Im folgenden soll nun die Arbeitsweise der mit der erfindungsgemäßen
Steuereinrichtung 58 gekoppelten Wechselrichter-Synchronmaschinen-Einheit 10 gemäß Fig. 1, 2 und 3 erläutert werden.
Es sei angenommen, daß sich der Induktionsmotor/Generator 12 anfänglich in Ruhe befindet und daß der Batterieschalter 22
offen ist, so daß der über die Verbindung von der Batterie zum Wechselrichter 16 fließende Strom den Wert Null hat. Um
den Motor/Generator 12 in Betrieb zu setzen, so daß sich das Schwungrad zu drehen beginnt, wird der Batterieschalter 22
geschlossen, während sich die Schalter 24, 30 und 68 jeweils in ihrer Start-Stellung befinden. Ein Phasenwinkelsollwertsignal
sinG** festen Wertes wird dann mit dem Ausgangssignal des Stromreglers 66 (das anfänglich Null ist) kombiniert und
dem Eingang des Stromreglers wird ein Signal zugeführt, das die Differenz zwischen den kombinierten Signalen darstellt.
Die Regelschleife 70, die eine hohle Verstärkung hat, bewirkt, daß der Stromregler 66 praktisch sofort ein Phasenwinkelsollwertsignal
erzeugt, das im wesentlichen gleich dem Phasenwinkelsignal sinG** festen Wertes ist. Das am Ausgang des Stromreglers
66 erzeugte feste Phasenwinkelsollwertsignal wird durch
den Winkelbegrenzer 74 derart begrenzt, daß der maximal zulässige Phasenwinkelwert der Maschine am Ausgang des Winkelbegrenzers
74 nicht überschritten wird. Das Ausgangssignal des Winkelbegrenzers 74 wird mit dem Maschinenphasenwinkelistwert-
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signal verglichen, das durch die Winkelmeßanordnung 76 erzeugt
wird, und ein die Differenz zwischen diesen Signalen darstellendes resultierendes Winkelfehlersignal wird am Ausgang des Summierverstärkers
78 erzeugt. Der Winkelregler 80 liefert in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal des Summierverstärkers 78
ein Frequenzkommando- oder Sollwertsignal an den entsprechenden Frequenzeingang f der Steuer- oder Zündschaltung 45 (Fig. 2),
die vorher durch die Polaritätsverarbeitungseinrichtung 90 auf die Betriebsart "Wechselrichten" eingestellt worden war.
Das auf diese Weise dem Frequenzeingang f der Zündschaltung 45 zugeführte Frequenzsollwertsignal bewirkt dementsprechend, daß
die Zünschaltung die Thyristoren 4 6 der steuerbaren, in beiden Richten leitfähigen Einrichtungen 38a bis 38f zusammen mit dem
Hilfsthyristor 42a bzw. 42b durchschaltet, so daß in den drei
Phasenwicklungen 40a, 40b und 40c der Maschine entsprechende Phasenströme fließen, und zwar genauso, wie der Strom während
Zwangskommotierintervallen durch eine konventionelle Dreiphasenbrückenwechselrichterschaltung
fließt. Die Arbeitsweise von Dreiphasenbrückenwechselrichterschaltungen ist bekannt, siehe
z.B. das Buch von L. Gyugyi und B. R. Pelly "Static Power Frequency Changers", Verlag Wiley Interscience, 1976, Seiten
19 bis 24. Wenn die Drehzahl des Motor/Generators 12 über eine bestimmte kritische Drehzahl ansteigt (d.h. eine Drehzahl,
bei der die Rück-EMK ausreicht, die Thyristoren 46 zu kommutieren),
hält die Zündschaltung 45 die Thyristoren 42a und 42b gesperrt, während sie die Thyristoren 46, wie oben beschrieben,
durchschaltet und diese nun durch die Rück-EMK komirutiert werden.
Wie oben erwähnt, bleibt der Schalter 82 während dieses Intervalles
der anfänglichen Maschinenerregung in der Stellung "Fahrt", so daß der Winkelregler 80 ein Frequenzsollwertsignal
in Abhängigkeit vom Phasenwinkelsollwertsignal am Ausgang des Summierverstärkers 78 erzeugt. Der Motor/Generator 12 kann
während der anfänglichen Erregungsintervalle alternativ mit
dem Wechselrichter 16 synchronisiert werden, indem man den Schalter 82 anstelle des Schalters 68 auf die Stellung "Start"
stellt. Durch das Koppeln der Winkelreglerschaltung 80 mit dem
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Ausgang des Summierverstärkers 86 wird ein langsam ansteigendes Frequenzsollwertsignal f**, das die Maschinenanfahrfrequenz
darstellt, dem Frequenzeingang f der Steuer- oder Zündschaltung 45 zugeführt. Das langsam ansteigende Frequenzsollwertsignal
f** erlaubt ein ungeregeltes Anfahren der Maschine (bei offener Regelschleife) bis zu einer vorgegebenen Drehzahl, bei der
die durch die Zündschaltung 45 gesteuerte Wechselrichterschaltfolgefrequenz dann gleich der oben erwähnten wirkt.
Nachdem der Induktionsmotor/Generator 12 einmal anfänglich erregt oder angefahren worden ist, werden die Schalter 24, 68
und 82 jeweils auf "Fahrt" gestellt, wodurch der Motor/Generator 12 nun auf Laständerungen anspricht, die von einer Bedienungsperson
vorgegeben werden. Dies ist aus folgendem ersichtlich: Für die Zwecke der Erläuterung sei angenommen, da der Motor/-Generator
12 läuft, jedoch mit einer Drehzahl, die kleiner ist als ein gewünschter Lastzustand. Um die Drehzahl des Motor/-Generators
auf die gewünschte Sollast zu bringen, wird dem eingang des Strombegrenzers 62 ein Stromsollwertsignal I^
zugeführt, das einen Befehl der Bedienungsperson für eine bestimmte Erregung oder Last der Maschine darstellt. Das begrenzte
Stromsollwertsignal wird im Summierverstärker 64 mit dem durch die Stromabfühlanordnung 56 gemessenen Istwert des durch
die Verbindung zwischen Batterie und Wechselrichter fließenden Stromes verglichen, und ein die Differenz dieser Stromwerte
darstellendes Signal wird dem Eingang des Stromreglers 66 zugeführt, der als Reaktion hierauf ein entsprechendes Phasenwinkelvollwertsignal
erzeugt. Das gegebenenfalls durch den Winkelbegrenzer 74 begrenzte Phasenwinkelsollwertsignal sine* wird
im Summierverstärker 78 mit einem Signal verglichen, das den Phasenwinkelistwert sin9 der Maschine darstellt und ein die
Differenz dieser Phasenwinkel darstellendes Signal wird dem Eingang des Winkelreglers 80 zugeführt, der als Reaktion hierauf
ein Frequenzsollwertsignal erzeugt. Die Steuer- oder Zündschaltung 45 ändert die DurchschaltIntervalle zu dem Wechsel-
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richter dann entsprechend diesem Frequenzsollwertsignal, so daß die Frequenz der Erregung oder Speisung der Maschine derart
verändert wird, daß sich die gewünschte Maschinendrehzahl ergibt.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise des Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystems
10 für ein mit Energiespeicherung in einem Schwungrad arbeitendes Elektrofahrzeug soll nun unter
Bezugnahme auf die Fig. 4a, 4b und 4c erläutert werden. Die sich nach dem Umlegen des Schalters 30 in die Stellung "Fahrt"
ergebende Spannung an dem in den Fig. 1 und 3 dargestellten Fahrmotor 28 ist in Fig. 4a als Funktion der Zeit dargestellt,
während der entsprechende Gleichstrom, der dabei aufgenommen wird, in Fig. 4b als Funktion der Zeit dargestellt ist. Wenn
der Batterieschalter 22 geöffnet ist und der Schalter 30 in die Stellung "Fahrt" umgelegt wird, um das anfänglich stehende
Fahrzeug anfahren zu lassen, nimmt die Spannung am Fahrmotor 28 linear mit der Zeit zu, bis ihr Wert die Spannung der
Batterie 18 erreicht. Dies ist im Betriebsbereich 1 in Fig. 4a dargestellt. Wie Fig. 4 zeigt, ist der entsprechende Gleichstrom,
der vom Fahrmotor 28 während dieses Intervalles aufgenommen und vom Wechselrichter 16 (der nun im Gleichrichterbetrieb
arbeitet) geliefert wird, konstant als Ergebnis der Umwandlung von kinetischer Energie des Schwungrades in elektrische
Energie durch den Motor/Generator 12.
Während des Betriebsbereiches 2 (Batterieschalter 22 geschlossen) steuert die in den Fig. 1 und 3 dargestellte Felderregungseinrichtung
35 den Ankerstrom des Fahrmotors 28 durch Schwächen dessen Feldes mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit
in Abhängigkeit von einem zugeführten Bedienungspersonoder Fahrer-Steuersignal. Während dieser Zeit nimmt der vom
Wechselrichter 16 zugeführte Strom entsprechend ab, obgleich die Spannung am Fahrmotor 28 konstant und gleich der Spannung
der Batterie 18 bleibt, und der Rest des vom Fahrmotor 28 aufgenommenen Stromes wird von der Batterie 18 geliefert, wie
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es in Fig. 4b dargestellt ist. Wenn eine konstante Geschwindigkeit
{Sollgeschwindigkeit) erreicht ist, wird der Strom für den Fahrmotor nur noch von der Batterie 18 geliefert,
er hat dabei jedoch einen verhältnismäßig geringen Wert, wie in Fig. 4b dargestellt ist.
Wenn während eines Bremsintervalles, also beim Abbremsen des
Fahrzeuges (Batterieschalter 22 geöffnet; Betriebsart 3), die Drehzahl des Fahrmotors 28 verringert werden soll, tritt
am Fahrmotor 28 anfänglich eine Spannungsspitze (Gleichspannungsmaximum oder Gleichspannungsspitzenwert) auf, da der
Fahrmotor 28 während dieses Intervalles als Generator arbeitet. Der Wechselrichter 16 arbeitet nun dementsprechend im
Wechselrichterbetrieb, wobei er dazu dient, die kinetische Energie des Fahrzeugs (abzüglich Verluste) in das Schwungrad
zurückzuübertragen. Der Fahrmotorstrom wird negativ, da der Fahrmotor 28 nun als Generator arbeitet.
Die Schwungraddrehzahl ist als Funktion der Zeit während der Betriebsarten 1 bis 3 in Fig. 4c dargestellt, sie bleibt
relativ konstant. Die Schwungraddrehzahl nimmt während der Betriebsarten 1 und 2 mit zunehmender Fahrmotordrehzahl
etwas ab, da mechanische Energie durch den Motor/Wechselspannungsgenerator
12 in elektrische Energie umgesetzt wird, während die Schwungraddrehzahl während des Bremsintervalles (Betriebsart
3) wieder zunimmt, wenn im Schwungrad durch Umwandlung von elektrischer Energie in mechanische Energie wieder
mechanische Energie gespeichert wird.
Das im Vorstehenden beschriebene Steuersystem für ein Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem
mit automatischer Einstellung oder Einjustierung der Zünd- oder Durchschaltintervalle
des Wechselrichters zur Änderung der Frequenz des die Maschine speichernden Wechselstromes in Abhängigkeit
von durch eine Bedienungsperson oder einen Fahrer vorgegebenen
0300U/0890
Laständerungen gewährleistet eine schnelle Synchronisation des Wechselrichters mit der Synchronmaschine während des
Anfahrens der Maschine.
03001U/0890
Claims (14)
- GENERAL ELECTRIC COMPANY Schenectady, N.Y., V.St.A.Verfahren und Einrichtung zum Steuern einer Synchron-maschinePatentansprüche/ 1. jVerfahren zum Steuern einer Synchronmaschine, die durch eine ^ von einem Wechselrichter stammende Wechselspannung veränderbarer Frequenz gespeist wird, dadurch gekennzeichnet , daß ein Phasenwinkelsollwertsignal erzeugt wird, welches während anfänglicher Maschinenspeisungsintervalle von einem konstanten Phasenwinkelwert abhängt und während anderer als der anfänglichen Maschinenspeisungsintervalle durch eine Bedienungsperson veränderbar ist; daß ein Frequenzsollwertsignal erzeugt wird, dessen Größe proportional der Winkeldifferenz zwischen dem Phasenwinkelsollwertsignal und einem Signal ist, welches den Istwert der Phasenwinkeldifferenz zwischen dem Luftspaltfluß und dem Strom der Maschine repräsentiert; und daß die Speisung der Synchronmaschine in Abhängigkeit von dem Frequenzsollwertsignal geändert wird.Ö300U/0890ORIGINAL INSPECTED
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrensschritt des Erzeugens des Frequenzsollwertsignals mit einer Größe, die proportional der Winkeldifferenz zwischen dem Phasenwinkelsollwertsignal und einem den Istwert der Phasenwinkeldifferenz zwischen dem Luftspalt fluß und dem Strom in der Maschine darstellenden Signal während anderer Intervalle als während der anfänglichen Maschinenspeisung oder -erregung auftritt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Erzeugung des Phasenwinkelsollwertsignals während anderer als der anfänglichen Maschinenspeisungsintervalle ein von einer Bedienungsperson vorgegebenes Stromwertsignal mit einem Signal, das den Istwert des über eine Verbindung zum Wechselrichter fließenden Gleichstromes darstellt, algebraisch summiert werden und ein der Größe der Differenz dieser Signale entsprechendes Signal erzeugt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daßriott das von der Bedienungsperson vorgegebene Stronjtfertsignal vor der algebraischen Summierung mit dem den Istwert des über die Verbindung zum Wechselrichter fließenden Stromes darstellenden Signal auf einen Wert unter einem vorgegebenen, maximal zulässigen Wechselrichterverbindungsstromwert begrenzt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Phasenwinkelsollwertsignal derart begrenzt wird, daß es einen vorgegebenen Phasenwinkelwert der Maschine nicht überschreitet.
- 6. Verfahren zum Steuern einer Synchronmaschine, die durch eine von einem Wechselrichter gelieferte Wechselspannung03001 A/0890veränderbarer Frequenz erregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Frequenzkonunandosignal als Antwort auf ein Maschinenanfahrfrequenzsignal während anfänglicher Maschinenerregungsintervalle und in Antwort auf von einer Bedienungsperson befohlene Laständerungen während anderer Zeitintervalle als der anfänglichen Maschinenerregungsintervalle erzeugt wird unddaß die Frequenz der frequenzveränderlichen Wechselspannung durch das Frequenzkonunandosignal gesteuert bzw. geändert wird.
- 7. Einrichtung zum Steuern einer Synchronmaschine in einem Wechselrichter-Synchronmaschinen-Antriebssystem, das die Synchronmaschine, eine Quelle für eine frequenzveränderliche Wechselspannung zum Speisen der Maschine und eine mit der Maschine gekoppelte Vorrichtung zum Erzeugen eines Signales, das den Istwert der Phasenwinkeldifferenz zwischen Maschinenluftspaltfluß- und Maschinenstromsignalen darstellt, enthält, gekennzeichnet durch eine Anordnung (58, 60, 70) zum Erzeugen eines Phasenwinkelsollwertsignales in Abhängigkeit von einem vorgegebenen festen Maschinenphasenwinkelwert während anfänglicher Maschinenspeisungsintervalle (Anfahrintervalle) und in Abhängigkeit von durch eine Bedienungsperson vorgegebenen Laständerungen während anderer Zeitintervalle als der anfänglichen Maschinenspeisungsintervalle;eine Vergleichsanordnung (78), die mit der Anordnung zum Erzeugen des Phasenwinkelsollwertsignals und der Anordnung (76) zum Erzeugen des Signales entsprechend dem Istwert der Differenz zwischen dem Luftspaltfluß und dem Strom der Maschine gekoppelt ist; undeinen Winkelregler (18), der mit der Vergleichsanordnung zum' Erzeugen eines Frequenzsollwertsignales und der Quelle für die frequenzveränderliche Wechselspannung zum Ändern0300U/089Qder Frequenz dieser Wechselspannung gekoppelt ist.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung (58, 60, 70) zum Erzeugen des Phasenwinkelsollwertsignales enthält:einen ersten summierenden Verstärker (64) mit einem ersten Eingang, dem ein von einer Bedienungsperson einstellbares Stromwertsignal dDC*) zuführbar ist, und einem zweiten Eingang, der mit der Wechselspannungsquelle veränderbarer Frequenz gekoppelt ist und ein Signal erhält, welches von dem von dieser über eine Verbindungsleitung aufgenommenen Eingangsstrom abhängt, wobei der erste summierende Verstärker an seinem Ausgang ein Fehlersignal liefert, das von der Amplitudendifferenz der Signale an den beiden Eingängen abhängt;eine Stromregleranordnung zum Erzeugen eines Frequenzsollwertsignales in Abhängigkeit von einem zugeführten Eingangssignal; undeinen zweiten summierenden Verstärker (66) mit einem ersten Eingang, dem ein Phasenwinkelsollwertsignal konstanten Wertes zuführbar ist, und einem zweiten Eingang, der mit dem Ausgang der Stromregleranordnung (66) gekoppelt ist, wobei der Eingang der Stromregleranordnung (66) während Intervallen einer anfänglichen Maschinenerregung bzw. -speisung mit dem Ausgang des zweiten summierenden Verstärkers und während anderer als der anfänglichen Maschinenspeisungsintervalle mit dem Ausgang des ersten summierenden Verstärkers gekoppelt ist, um ein Phasenwinkelsteuersignal zu erzeugen, das von den Ausgangssignalen des ersten bzw. zweiten summierenden Verstärkers abhängt.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromregleranordnung (66) einen Verstärker mit einer integralen plus proportionalen übertragungscharakteristik enthält.03001 A/0890
- 10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem ersten Eingang des ersten summierenden Verstärkers eine Strombegrenzungsanordnung verbunden ist, um das von der Bedienungsperson vorgebbare Stromsollwertsignal unter einem vorgegebenen maximalen Stromwert zu halten.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Ausgang der Stromregleranordnung eine Winkelbegrenzungsanordnung gekoppelt ist, die das durch die Stromregleranordnung erzeugte Phasenwinkelsollwertsignal unter einem vorgegebenen, maximal zulässigen Winkelwert zu halten.
- 12. Einrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen summierenden Verstärker mit einem ersten Eingang, dem ein Maschinenanfahrfrequenzsignal zuführbar ist, und einem zweiten Eingang, der mit dem Ausgang der Winkelregleranordnung gekoppelt ist, und durch eine Schaltvorrichtung, die den Eingang der Winkelregleranordnung während Maschinenfanfahrintervallen mit dem Ausgang des Summierverstärkers und während anderer als der Maschinenanfahrintervalle mit dem Ausgang des Vergleichers koppelt.
- 13. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleicheranordnung einen summierenden Verstärker enthält.
- 14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als summierender Verstärker eine Differenzverstärkerschaltung dient, der die Eingangssignale mit entsprechender Polung zugeführt sind.0300H/0890
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