DE2938100C2 - Ventil - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ventil, insbesondere ein elektromagnetisch betätigtes Ventil, -nil zwischen zwei
gehäuseseitigen Ventilsitzen beweg] -her Vcntilkugel
als Ventilverschlußteil bei dein beim Aufsitzen der
Ventilkugel am ersten Ventilsitz die Verbindung zwischen Druckleitung und Verbraucher abgesperrt und
zwischen Verbraucher und Ablauf freigegeben ist, und bei dem beim Aufsitzen der Ventilkugel am zweiten
Ventilsitz die Verbindung zwischen Druckleitung und Verbraucher freigegeben ist, wobei die Ventilkugel am
Sitzring des zweiten Ventilsitzes unter Flüssigkeitsdruck anliegt und gegen den ersten Ventilsitz über einen
axialen Betätigungsstößel verschiebbar und dichtend anpreßbar ist.
Ventile der vorgenannten Art sind beispielweise aus der DE-OS 2124 484 bekannt und zeichnen sich
generell gesehen durch hohe Funktionstüchtigkeit aus, solange die geforderten Umschaltgeschwindigkeiten
nicht zu hoch sind. Werden aber sehr hohe Umschaltgeschwindigkeiten gefor-iert, so bedingt dies im Hinblick
auf das Kleinhalten der Betätigungskräfte entsprechend geringe bewegte Massen, mit der Folge, daß sowohl der
Ventilkugeldurchmesser als auch der Durchmesser des Betätigungsstößels sehr klein gehalten werden müssen.
Eine solche Verkleinerung bedeutet zwangsläufig eine Verringerung der Durchflußquerschnitte, so daß derartige
Ventile dann gleichzeitig nur noch für verhältnismäßig kleine Durchflußmengen in Frage kommen. Solche
kleine Durchflußmengen werden beispielsweise dann lediglich benötigt, wenn diese Ventile als Vorsteuerventile
eingesetzt werden und dementsprechend ist ein bevorzugter Einsatzzweck derartiger Ventile der als
Vorsteuerventile /Or Logistoren. Diese ermöglichen ihrerseits nun allerdings derartig kurze Schaltzeiten, daß
im Hinblick auf die Kleinhaltung der Betätigungskräfte kleinste Kugeldurchmesser und kleinste Durchmesser
für den Betätiguri^sstößel notwendig werden. Wird nun
aber der Durchmesser der Ventilkugel auf beispielsweise 2 mm verringert, so ist eine entsprechende Verringerung
des Durchmessers des Betätigungsstößels erforderlich, um für den Ablaufweg den erforderlichen freien
Querschnitt zu erhalten, da der Stößel die Ventilkugel innerhalb des Sitzringes des zweiten, den Ablauf
freigebenden Ventilsitzes beaufschlagt und der Sitzring dieses zweiten Ventilsitzes einsn gegenüber dem
Kugeldurchmesser wesentlich verringerten Querschnitt aufweisen muß, um von der Kugel nicht zu schnell
ausgeschlagen zu werden. Eine solche Verringerung des Durchmessers des BetätigungsstöBeis macht diesen
aber wiederum gegen Beanspruchungen, insbesondere Biegekräfte derartig empfindlich, daß die insbesondere
bei hohen Schaltgeschwindigkeiten auftretenden Kräfte nicht mehr zu beherrschen sind.
Durch die Erfindung soll nun eine Lösung aufgezeigt werden, die es ermöglicht, auch bei sehr kleinem
Kugeldurchmesser ablaufseitig noch ausreichend |;roße Durchflußquerschniite zu realisieren.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Ventilkugel bei Anlage am Sitzring des zweiten
Ventilsitzes mit einer ihrem Äquator benachbarten Ringzone am zweiten Ventilsitz abdichtet und gleichzeitig
gegen eine vom Sitzring unabhängige zweite und gegenüber dem Sitzring in Richtung auf den Betätigungsstößel
versetzte, unnachgiebige Anlage abgestützt ist. Hierdurch ist es möglich, den zweiten Ventilsitz in
seinem freien Querschnitt auf einen dem Kugeldurchmesser weitgehend entsprechenden Querschnitt zu
erweitern, da der zweite Ventilsitz als solcher nunmehr im wesentlichen nur noch Dichtfunktion, nicht aber
Tragfunktion hat. Mit der Vergrößerung des freien Querschnittes des zweiten Sitzringes ergibt sich aber
gleichzeitig die Möglichkeit, den Betätigungsstößel entweder entsprechend stärker auszuführen oder aber,
was eine bevorzugte erfindungsgemäße Lösung darstellt,
nahezu bis zu seinem Endbereich zu führen, wobei dann der Ablaufweg durch einen zwischen dem zweiten
Ventilsitz und der zweiten Anlage liegenden Ringkanal gebildet wird. Die praktische Erprobung hat gezeigt,
daß die erfindungsgemäß vorgesehene, zweifache Abstützung der Ventilkugel auch im Dauerbetrieb
dichtungstechnisch befriedigt und daß ein Ausschlagen des zweiten Ventilsitzes nicht eintritt. Ferner hat sich im
Rahmen der praktischen Erprobung ergeben, daß ein ι ο erfindungsgemäß ausgestaltetes Ventil sowohl für
Hoch- als auch für Niederdruck geeignet ist Beim Einsatz für Niederdruck kann es allerdings zweckmäßig
sein, die Ventilkugel in Richtung auf den zweiten Ventilsitz zusätzlich federnd zu belasten. Als hierfür is
geeignet hat sich insbesondere eine als Rückholfeder ausgebildete Tellerfeder erwiesen, welche koaxial zu
den Ventilsitzen bevorzugt benachbart zum ersten Ventilsitz im Gehäuse abgestützt ist und neben einer
zentralen Ausnehmung, welche kleiner als der Ventilkugeldurchmesser
und größer als der Innendurchmesser des ersten Ventilsitzes ist, mit Durchströmungsöffnungen
versehen ist. Diese Durchströmungsöffnung'en sind
vorzugsweise durch radial verlaufende Schlitze gebildet. Irr. Gehäuse ist die genannte Tellerfeder bevorzugt lose
abgestützt, also nicht starr eingespannt Über die genannte Feder wird auch bei Einsatz des genannten
Ventiles in Niederdrucksystemen sichergestellt, daß die angestrebten hohen Schaltgeschwindigkeiten trotz der
im Vergleich zu Hochdrucksystemen geringeren hydraulischen Kräfte erreicht werden können.
Um bei dem erfindungsgemäßen Ventil eine möglichst wirksame Erweiterung des freien Querschnitts des
zweiten Ventilsitzes zu erzielen, ist es günstig, wenn die äquatornahe Ringzone, mit der die Kugel am zweiten
Ventilsitz anliegt, bevorzugt im Bereich des zehnten Breitengrades der Kugel liegt.
In Ausgestaltung der Erfindung kann die zweite Anlage durch den Betätigungsstößel selbst gebildet sein,
der zumindest in seinem kugelseitigen Endbereich geführt und seinerseits in dieser Abstützlage axial
unnachgiebig gegen das Ventilgehäuse abgestützt ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist trotz zusätzlichen
Einsatzes des Betätigungsstößels als Abstützelement eine im Vergleich zum Kugeldurchmesser sehr schlanke
Ausgestaltung des Betätigungsstößels möglich, da durch die Führung ein Ausknicken des B^tätigungsstößels
verhindert wird. In Verbindung mit dieser schlanken Ausgestaltung des Betätigungsstößels ergeben sich
dann wiederum bei über den Betätigungsstößel gegen den ersten Ventilsitz angedrückter Ventilkugel verhältnismäßig
große freie Ablaufwege, da lediglich der Betätigungsstößel in den bezüglich des Ablaufquerschnittes
kritischen, im Bereich des Sitzringes des zweiten Ventilsitzes liegenden Querschnittsbereich
eintaucht.
Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit besteht gemäß der Erfindung darin, daß die zweite Anlage durch
Sm gehäusefestes Teil ausgebildet ist. Dieses gehäusefeste
Teil wird zweckmäßigerweise durch dir Führung des Betätigungsstößels gebildet, so daß insoweit im
wesentlichen die gleichen Vorteile wie bei jener Lösung gegeben sind, bei der die Abstützung gegen den
Betätigungsstößel erfolgt. Zweckniäßigcrweise wird
dabei die zweite Anlage durch eine zweite Ringsitzflä- M
ehe gebildet, die beispielsweise durch den angefasten Rand der Führung de-. Betätigungsstößels gebildet sein
kann.
Insbesondere bei Hochdrucksystemen sind in Verbindung mit den angestrebten hohen Umschaltkräften
immer noch verhältnismäßig hohe Betätigungskräfte beim Abdrücken der Ventilkugel von dem Sitzring des
zweiten Ventilsitzes aufzubringen und es erweist sich insoweit als zweckmäßig, wenn die zweite, die Anlage
bildende Ringsitzfläche einen Innendurchmesser aufweist, der radial größer als der Durchmesser der
Führung des Betätigungsstößels ist, und wenn der Betätigungsstößel bei Anlage der Kugel an dieser
zweiten Ringsitzfläche mit axialem Abstand zur Kugel liegt Es entsteht so nämlich ein Flüssigkeitspolster
zwischen der Kugel und dem in seiner Führung praktisch flüssigkeitsdicht geführten Betätigungsstößel,
dessen durch die zweite Ringsitzfläche begrenzte Querschnittsfläche größer als die Querschnittsfläche des
Betätigungsstößels ist, so daß sich eine hydraulische Übersetzung ergibt, die, bezogen auf die Betätigungskraft des Betätigungsstößels, eine vergrößerte Betätigungskraft
an der Kuge! zur Folge hat, so daß diese mit vergleichbar geringen Stellkräften am Betätigungsstößel
aus ihrer Lage am Sitzring des zw .ien Ventilsitzes
abgehoben werden kann.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltungsform besteht im Rahmen der Erfindung darin, daß die
Ventilkugel über eine Stützkugel gegen die zweite Anlage abgestützt wird, wobei diese zweite Kugel
zweckmäßigerweise im Durchmesser kleiner ist als die Ventilkugel, wodurch eine zusätzliche Erweiterung des
Strömungsquerschnitts im Ablaufkanal des Ventils erzielt wird.
Dadurch, daß der zweite Ventilsitz im wesentlichen Dichtfunktion hat, ist es weiter möglich, daß dieser in
geringem Umfange elastisch nachgiebig ist, also praktisch nahezu schneidenartig ausgebildet wird,
wobei dieser zweite Ventilsitz gegebenenfalls auch durch eine entsprechende federnde Ringscheibe gebildet
sein kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In einander im
wesentlichen entsprechenden Schnittdarstellungen zeigt
F i g. 1 in schematisierter Darstellung einen bekannten Logistor in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen
Ventil als Vorsteuerventil,
F i g. 2 eine vergrößerte Darstellung des Vorsteuerventils in einer ersten Ausführungsform, bei der die
Ventilkugel bei dichtender Anlage am Sitzring des zweiten Ventilsitzes gegen eine hiervon unabhängige
zweite und durch den Betätigungsstößel gebildete Anlage abgestützt ist,
F i g. 3 eine zweite Ausführungsform des Vorsteuerventils, bei der die zweite Anlage durch die Führung für
den Betätigungsstößel gebildet ist,
Fig.» nine der F i g. 3 prinzipiell entsprechende dritte
Ausführungsform, bei der die Führung für den Betätigungsstößel ditch eine eingesetzte Bohrhülse
gebildet ist,
F i g. 5 eine viert; Ausführungsform, bei der zwischen
Ventikugel und Betätigungsstößel eine Stützkugel angeordnet ist, deren Durchmesser kleiner als der der
Ventilkugel ist, und
Fig. 6 eine fünfte Ausführungsform. bei der bei
Abstützung der Ventilkugel — oder einer etwa zwischengeschalteten Stützkugel — an der zweiten
Anlage zwischen Betätigungsstößel und Ventilkugel bzw. Stützkugel ein llussigkeitspoister vorgesehen ist.
In Fig. 1 ist mit 1 der Logistor bezeichnet, der in
seiner Konstruktion prinzipiell dem Bekannten entspricht, wie es beispielsweise aus der DK-PS 20 04 567
zu entnehmen ist. Der Logistor 1 sitzt in dem hier nur schematisch angedeuteten Gehäuse 2, dem die Versorgungsanschlüsse
zugeordnet sind, wobei der Anschluß an die Druckquelle mit .3 und der zum Verbraucher
führende Anschluß mit 4 bezeichnet sind.
Der Logistor 1 weist als Schaltkörper eine Kugel 5 auf, die über hydraulische Kräfte zwischen zwei
Schaltstellungen verschiebbar ist, wobei in der hier dargestellten Stellung die Kugel 5 am Ventilsitz 6
anliegt und die Verbindung zwischen der Druckquelle und dem Verbraucher unterbricht. In dieser Stellung der
als Schaltkörper verwendeten Kugel 5 ist diese in Richtung auf den Ventilsitz 6 mit Druckmedium
beaufschlagt, das vom Druckraum 7 des Logistors über die Versorgungsleitung 8 abgezweigt ist, deren Verbin
dung zur Steuerleitung 9 über die Ventilkugel 10 des Vorsteuerventiles 11 absteuerbar ist. Die Verbindung
zwischen Versorgungsleitung 8 und Steuerleiiung 9 ist in der dargestellten Lage der Ventilkugel 10 des
Vorsteuerventils 11 freigegeben, und es ist dementsprechend, wie dargelegt, die Kugel 5 des Logistors 1 in
Richtung auf den Ventilsitz 6 druckbeaufschlagt. Die Steuerleitung 9 mündet auf einen Vorraum 12, dem im
Übergang zur Führung 13 der Kugel 5 der zweite Ventilsitz 14 der Kugel 5 zugeordnet ist.
Wird durch Umsteuerung des Vorsteuerventiles die Verbindung zwischen Versorgungsleitung 8 und Steuerleitung
9 unterbrochen, so wird die Kugel 5 aufgrund der Druckbeaufschlagung im Druckraum 7 gegen den
Ventilsitz 14 abgedrängt, womit die Verbindung zum Verbraucher freigegeben wird.
Zur Umsteuerung des Vorsteuerventiles ist ein hier nicht dargestelltes Betätigungselement, insbesondere
ein Elektromagnet vorgesehen, über den der Betätigungsstößel 15 verschiebbar ist. Wird der genannte, als
Betätigungselement und Stellglied eingesetzte Elektromagnet erregt, so wird der Betätigungsstößel 15 gegen
die Ventilkugel 10 verfahren und es wird cie Ventilkugel 10 gegen den die Verbindung zwischen Versorgungsleitung
8 und Steuerleitung 9 sperrenden ersten Ventilsitz 16 angedrückt. Diese Sperrlage wird aufrechterhalten,
solange die Betätigung des Elektromagneten aufrechterhalten wird. In dieser Sperrlage der Kugel ist die
Verbindung zwischen der Steuerleitung 9 und einer Ablaufleitung, die insbesondere in hier nicht dargestellter
Weise zum Vorratsbehälter führt, freigegeben, und es kann dadurch, wie vorstehend dargelegt, die als
Schaltkörper dienende Kugel 5 des Logistors 1 unter dem Einfluß der hydraulischen Kräfte im Druckraum 7
des Logistors g"gen ihren Ventilsitz 14 verfahren werden. Fällt das Betätigungselement, also der Elektromagnet
ab. so wird die Beaufschlagung der Ventilkugel 10 über die Betätigungsstange 15 aufgehoben, und es
wird die Ventilkugel 10 aufgrund der hydraulischen Kräfte — Versorgungsleitung 8 steht aufgrund ihres
Anschlusses an den Druckraum 7 des Logistors ständig unter Druck — in die hier dargestellte Lage, in der sie
die Verbindung der Steuerleitung 9 mit dem Ablauf unterbricht, abgedrängt
Es gibt häufig Anwendungsfälle, in denen der Logistor überwiegend offen sein soll, aiso die Kugel 5
vorwiegend im Sitz 14 ruht Dann hat die Kugel 10 die Vorzugslage im Sitz 16. Es wird in diesem Fall,
abweichend vom Dargestellten, ein Elektromagnet verwendet, der den Stößel 15 von der Kugel 10
wegbewegt Die Ruhestellung wird durch eine Feder bewirkt.
In ihrer den Ablauf sperrenden Lage ist die Ventilkugel 10 in dichtender Anlage am zweiten
Ventilsitz und zusätzlich an einer zweiten, in Richtung ', auf den Betätigungsslööel 15 versetzten Anlage
abgestützt. Hierdurch ist es möglich, den Ventilsitz verhältnismäßig nahe an den Äquator der Kugel zu
verlegen und so, wie insbesondere in den nachfolgenden Figuren dargestellt, den BeiäligungsstöLtel 15 nahezu bis
ίο zu seinem Endbereich zu führen, wobei dann der Ablaufweg durch einen zwischen dem zweiten Ventilsitz
und der zweiten Anlage liegenden Ringkanal gebildet wird. Die praktische Erprobung hat gezeigt, daß die
erfindungsgemäß vorgesehene, zweifache Abstützung ii der Ventilkugel auch im Dauerbetrieb dichtungstechnisch
befriedigt und daß ein Ausschlagen des /weiten Ventilsit/es nicht eintritt.
In den nachfolgenden ΙΊ g. 2 bis 6 sind nun in
vergrößerter Darstellung verschiedene Ausgestaltun-Ken
des Vorsteuerventiles 11 gezeigt, die insbesondere clic Art der Abstützung der Ventilkugel 10 in ihrer
zweiten, den Anschluß zum Ablauf sperrenden Lage zeigen. Insoweit ist die Vcntilkugel 10 bei der
erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Vorstcuerventi-
>s les 11 nämlich nicht nur in dichtender Anlage zum
Sitzring 17 des zweiten Ventilsitzes 18, sondern zugleich gegen eine gegenüber dem Sitzring 17 in Richtung auf
den Betätigungsstößel 15 versetzte Anlage abgestützt.
Bei de1" Ausgestaltungsform gemäß F-1 g. 2 ist diese
Anlage 19 nun durch den Betätigungsstößel 15 gebildet, der seinerseits über einen ihm zugeordneten Bund 20
gegen einen gehäusefesten Teil des Vorsteuerventiles.
hier eine schematisch dargestellte Platte 2t, abgestützt
ist, welche von einem weiteren Abschnitt 22 des Betätigungsstößels 15 durchsetzt wird.
Durch diese Abstützung der Ventilkugel 10 gegen
eine vom Sitzring 17 des zweiten Ventilsitzes 18 unabhängige Anlage 19 ist es möglich, den Sitzring 17
des Ventilsitzes 18 von Kräften weitgehend freizuhalten und dementsprechend diesen Sitzring 17 in einer Lage
zur Kugel 10 anzuordnen, in der der Sitzring 17 bei
dichtender Anlage der Ventilkugel 10 nahe dem Äquator der Kugel 10 liegt. Ferner kann der Sitzring 17
nahezu schneidenartig gestaltet werden, da er praktisch keine Tragfunktion zu übernehmen hat.
Die Praxis hat gezeigt, daß eine solche Lösung sowohl fertigungstechnisch einfach zu beherrschen ist, also auch
im Dauerbetrieb befriedigt. Ein Ausschlagen des zweiten Ventilsitzes 18 tritt nicht ein. Ferner kann der
so zweite Ventilsitz 18 auch so schlank gestaltet werden, daß er eine gewisse elastische Nachgiebigkeit aufweist,
wodurch es möglich wird, diesen abweichen·'1 vom
Dargestellten gegebenenfalls auch durch einen gehäusefest eingesetzten Ring zu bilden.
Dadurch, daß der Sitzring 17 nahezu auf den Äquator
der Kugel 10 gelegt werden kann, ergibt sich ein verhältnismäßig großer axialer Abstand zwischen dem
Sitzring 10 und der Anlage 19, mit der Folge, daß verhältnismäßig große Ablaufquerschnitte verwirklicht
werden können. Dies gilt auch dann, wenn der Betätigungsstößel 15 — bezogen auf seine Lage, in der
er als Anlage wirkt — bis zu seinem vorderen Ende innerhalb einer Führung 23 liegt, wie dies in der
Ausgestaltung gemäß F i g. 2 veranschaulicht ist
öS Ist das Hydrauliksystem, in das der Logistor eingeschaltet ist, ein Hochdrucksystem, so wird auch die Ventitkugel 10 von entsprechend hohen Drücken beaufschlagt Dementsprechend ergibt sich eine soforti-
öS Ist das Hydrauliksystem, in das der Logistor eingeschaltet ist, ein Hochdrucksystem, so wird auch die Ventitkugel 10 von entsprechend hohen Drücken beaufschlagt Dementsprechend ergibt sich eine soforti-
ge Verstellung der Venlilkugel 10, sobald sie durch den
Betäligungsstößel nicht mehr in ihrer Anlage am ersten
Ventilsitz 16 gehalten wird. Ist der L.ogistor in ein
Niederdrucksystem eingeschaltet, so sind die entsprechenden hydraulische η Kräfte geringer und es kann sich
insoweit als zweckmäßig erweisen, zusätzlich eine Rückstellfeder 24 vorzusehen, wie dies in F-" i g. 2
veranschaulicht ist. Die Rückstellfeder 24 gemäß F i g. 2 ist teller', Jerartig ausgebildet und weist eine zentrale,
der Kugel iO zugeordnete Ausnehmung 25 auf. Sie isi ,
ferner über ihren Umfang in dem im Übergang zwischen Versorgungsleitung 8 und Steuerleitung 9
liegenden Druckraum 26 in einer Ringnut 2 beweglich abgestützt und weist im Beteich zwischen ihrem der
Ausnehmung 25 benachbarten Ringbereich und dom der
Ringnut 27 zugeordneten Ringbereich bevorzugt radiale Schlitze als Durchtritisöffniingen fiir die
Hydraulikflüssigkeit auf Diese Schlitze sind mit 28 bezeichnet.
Der Ablanfwct» ist bei der Au gestaltung gemäß <
Fig. 2 im Anschluß an den Sitzring 17 des zweiten
Ventilsitzes 18 durch einen die f uhrung23 umschließenden
Ringkanal 29 gebildet, der auch in seinem schräg nach innen auf den Sitzring 1 zulaufenden Bereich
wegen des verhältnismäßig großen Abstandes zwischen ■ Anlage 19 und Sitzring 17 eine vergleichsweise große
Weite hat, so daß günstige Durchströmungsverhältnisse gegeben sind. An den durch den Ringkansl 29
gebildeten Teil des Ablaufes schließt eine entsprechende Leitungsverbindung zum Vorratsbehälter an. die hier ><
durch eine Radialbohrung 30 angedeutet ist.
Die / usgestaltung gemäß F i g. 3 entspricht im Prinzip jener gemäß F i g. 2. und es finden dementspre
chend für entsprechende Teile auch wieder die gleichen Bezugszeichen Verwendung. Abweichend von der r.
Ausgestaltung gemäß F i g. 2 ist die vom Sitzring 17 des Ventilsitzes 18 unabhängige Anlage 19 hier allerdings
nicht durch den Betätigungsstößel 15 als solchen gebildet, sondern vielmehr durch die Führung 23
desselben, die deshalb nunmehr, bezogen auf die der in
Anlage der Kugel 10 am zweiten Sitzring entsprechende Lage des Betätigungsstößels 15. über diesen hinausrag1
und so unabhängig vom Betätigungsstöße: eine gehäusefeste Abstützung bildet. Die Führung ist
dementsprechend mit einer dem Durchmesser der 4-, Kugel 10 entsprechenden Anfasung in ihrem dem
Betätigungsstößel 15 zugeordneten Randbereich versehen.
Wie schon aus dem Vergleich der Zeichnungen ersichtlich, sind ansonsten zwischen der Ausgestaltung >o
gemäß Fig.2 und jener gemäß Fig. 3 keine größeren
Unterschiede, so daß insoweit auf die Ausführungen zur Ausgestaltung gemäß F i g. 2 Bezug genommen werden
kann.
Die in Fig.4 dargestellte Ausführungsform entspricht wiederum weigehendst jener gemäß F i g. 3, so
daß insoweit das dort Gesagte gilt. Abweichend von jener Ausgestaltungsform ist die Führung, hier mit 23a
bezeichnet, allerdings nicht durch ein Teil des Gehäuses selbst, sondern vielmehr eine eingesetzte Rohrbuchse μ
gebildet, woraus sich fertigungstechnische Vorteile ergeben können, insbesondere im Hinblick auf bevorzugte Materialabstimmungen. Auch diese Rohrbuchse
ist im Bereich der Anlage 19 mit einer Anfasung versehen, die in Abstimmung auf den Durchmesser der es Ventilkugel gewählt ist
Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltungsform, die bei grundsätzlich gleichem Aufbau des Vorsteuerventiles
mit einer zwischen Bctätigungsstößel 15 und Ventilkugcl
10 zwischengeschalteten Stiitzkugel 31 arbeitet.
Diese Stützkugel 31 ist mit kleinerem Durchmesser als die Ventilkugel 10 ausgeführt und liegt ihrerseits über
einen Teilbereich in einer Axialbohrung 32 der Führung 2ib für den Betätigungsstößel 15, wobei im dargestellten
Ausführungsbeispiel entsprechend dem Durchmesser der Stützkugel 31 die Axialbohrung 32 einen
Durchmesser aufweist, der etwas größer ist als jener des Betätigungsstößels und die diesem zugeordnete Füh
rungsbohrung in der Führung 23b. Durch die Zwischenschaltung der Stützkugel 31 ergeben sich besondere
große freie Übergangsquerschnitte zwischen dem Sitzring 17 des zweiten Ventilsitzes 18 und dem
Kingkanal 29. wie sich aus der in Volumen dargestellten Lage von Stützkugel 31 und Ventilkugel 10 ergibt. Liegt
die Vcntilkugel 10, wie strichpunktiert dargestellt, am Sitzring 17 dichtend an. so ist die Stützkugel bevorzug!
gegen die Führung 23ö abgestützt, wobei die Anlage 19 wiederum durch einen angefasten Bereich der Führungsbohrung
für c'en Betätigungsstößel 15 gebildet ist. Selbstverständlich ist es aber auch bei einer derartigen
Ausgestaltung mit zwischengeschalteter Stützkugel 31 möglich, diese unmittelbar auf dem Betätigungsstößel 15
abzustützen, analog zum Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2.
Bei den vorgeschilderten Ausführungsformen beaufschlagt der Betätigungsstößel 15 die Ventilkugel 10 bei
der Umschaltung unmittelbar. Bei hohen Schaltgc schwindigkeiten ergeben sich dementsprechend hohe
Betätigungskräfte am Betätigungsstößel 15, der andererseits aber möglichst schlank sein soll, einmal, um
die Massenträgheiten so klein wie möglich zu halten und zum anderen, um die Ablaufquerschnitte im Bereich des
zweiten Ventilsitzes so groß wie möglich machen zu können.
Um nun die Betätigungskräfte bei der Einleitung der Umschaltung möglichst klein halten zu können, wird
beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 6 eine Ausgestaltung gewählt, bei der zwischen dem Betätigungsstößel
und der Kugel ein Flüssigkeitspolster gegeben ist. wobei die Querschnittsfläche dieses Flüssigkeitspolsters größer
als die Querschnittsfläche des Betätigungsstößels ist. Hierdurch ergibt sich eine Übersetzung, so daß die
Betätigungsstärke kleiner gehalten werden können als bei unmittelbarer Beaufschlagung der Ventilkugel 10
durch den Betätigungsstößel zur Auslösung der Umschaltbewegung.
Konstruktiv ist dies bei der Ausführungsform gemäß F i g. 6 dadurch verwirklicht, daß die dem Sitzring 17 des
zweiten Ventilsitzes 18 in Richtung auf den Betätigungsstößel vorgelagerte Anlage 19 durch eine der Führung
23 des Betätigungsstößels 15 zugeordnete Ringsitzfläche gebildet ist, deren Innendurchmesser größer als der
Durchmesser des Betätigungsstößels ausgebildet ist, der bei Anlage der Kugel an dieser zweiten Ringsitzfläche
mit axialem Abstand zur Kugel liegt Da der Betätigungsstößel 15 in der Führung 23 praktisch
spielfrei und damit im wesentlichen auch flüssigkeitsdicht — Spaltdichtung — geführt ist, und die Ventilkugel
10 ihrerseits auch an der Anlage 19 bei der beschriebenen Gestaltung dichtend anliegt, wird bei
Verschiebung des Betätigungsstößels 15 in Richtung auf die Kugel 10 die Betätigungskraft zunächst lediglich
über das Druckpolster auf die Ventilkugel 10 übertragen, wobei entsprechend den durch die besagten
Rächenverhältnisse gegebenen Übersetzungsverhältnisses die auf die Kugel 10 wirkende Betätigungskraft
9 10
größer als die Stößelkraft ist. te lieaufschiagung der Ventilkugel 10 über den
Ansonsten entspricht auch die Ausgestaltung gemäß HetätiguriKsstößel 15 vorzusehen. Eine solche Ausge-
Fi g. 6 den vorgeschilderten Ausführungsbeispielen, und staltung gemäß F i g. b ist darüber hinaus auch in
es liegt im Rahmen der F.rfindung, auch in Verbindung Verbindung mit Lösungen gemäß F i g. 5 zu realisieren,
mit anhand der vorgeschilderten Ausführungsheispiele bei denen zwischen Ventilkugel 10 und Betätigungsstö-
vcrwendeten Führungen zunächst lediglich eine indirek- ßel 15 eine StUtzkugel angeordnet ist.
1 lierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Ventil, insbesondere elektromagnetisch betätigtes Ventil, mit zwischen zwei gehäuseseitigen
Ventilsitzen beweglicher Ventilkugel als VentilverschluUteil,
bei dem bei Aufsitzen der Ventilkugel am ersten Ventilsitz die Verbindung zwischen Druckleitung
und Verbraucher abgesperrt und zwischen Verbraucher und Ablauf freigegeben ist und bei dem
bei Aufsitzen der Ventilkugel am zweiten Ventilsitz m die Verbindung zwischen Druckleitung und Verbraucher
freigegeben ist, wobei die Ventilkugel am Sitzring des zweiten Ventilsitzes unter Flüssigkeitsdruck
anliegt und gegen den ersten Ventilsitz über einen axialen Beiätigungsstöße! verschiebbar und
dichtend anpreßbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vcntilkugel (10) bei Anlage am Sitzring (17) des zweiten Ventilsitzes (18) mit einer
ihrem Äquator benachbarten Ringzone am zweiten Ventilsitz (18) abdichtet und gleichzeitig gegen eine
vom Sitzring (17) unabhängige zweite und gegenüber dem Sitzring (17) in Richtung auf den
Betätigungsstößel (15) versetzte, unnachgiebige Anlage (19) abgestützt ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel am zweiten Ventilsitz (18) etwa im
Bereich ihres 10. Breitengrades anliegt.
3. Ventil nach Anspruch 1 oder Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anlage (19)
durch den Betätigungsstößel (15) gebildet ist, der zumindest in seinem der Ventilkugel (10) benachbarten
Endbereich geführt und seinerseits in seiner Abstützlagc unnachgiebig gegen das Ventilgehäuse
abgestützt ist.
4. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Anl& ~z (19) durch ein
gehäusefestes Teil gebildet ist.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anlage (19) durch die Führung
(23) des Betätigungsstößels (15) gebildet ist. 4c,
6. Ventil nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anlage (19) eine
zweite Ringsitzfläche bildet.
7. Ventil nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet,
daß die als Anlage (19) dienende, zweite 4, Ringsilzfläche einen Innendurchmesser aufweist, der
größer als der Durchmesser der Führung (23) des Betätigungsstößels (15) ist und daß der Betätigungsstößel bei Anlage der Ventilkugel (10) an dieser
zweiten Ringsitzfläche mit axialem Abstand zur Ventilkugel (10) liegt.
8. Ventil nach einem der vorhergeh 1:110 1
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ven> ikugel
(10) über eine Stützkugel (31) gegen die zweite Anlage (19) abgestützt ist.
9. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzring
(17) des zweiten Ventilsitzes (18) elastisch nachgiebig ist.
60
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE2938100A DE2938100C2 (de) | 1979-09-20 | 1979-09-20 | Ventil |
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| IT49707/80A IT1174307B (it) | 1979-09-20 | 1980-09-19 | Perfezionamento nelle valvole in particolare nelle valvole con azionamento elettromagnetico |
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- 1980-09-19 JP JP12936480A patent/JPS5646168A/ja active Pending
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| IT1174307B (it) | 1987-07-01 |
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| GB2059019B (en) | 1984-05-02 |
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