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Beschreibung
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zur Patentanmeldung Betrifft: Schlüssel für Schrauben und Muttern
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen Zum festziehen oder lösen von Muttern und Schrauben sind
viele Schlüssel bekannt.Die ältesten Schlüssel sind die Gabel und Ringschlüssel,welche
bis heute in Werkstätten und Fabriken vorwiegend verwendet werden.Auch sind seit
langem Steckschlüsselgarnituren bekannt,welche aus einer Vielzahl von Steckköpfen
bestehen,die an verschieden geformten oft mit einer Knarre versehenen Handgriffen
aufgesetzt werden können.
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Der Vorteil dieser Steckschlüssel besteht darin,daß diese vielseitig
verwendet werden können und sich auf kleinem Raum unterbringen lassen.Ferner sind
Mehrzweckschlüssel bekannt,wie etwa der Autoschlüssel.Dieser besitzt an beiden Enden
einen drehbaren Kopf mit je vier eingefrästen Öffnungen mit unterschiedlicher Schlüsselweite.Ein
weiterer Universalschlüssel ist der sogenannte "Knochen",welcher oft als Schlüssel
bei Fahrädern verwendet wird.
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Nun befinden sich ja an Maschinen und Geräten verschiedene Schrauben
und Muttern unterschiedlicher Größe.Auch befinden sich diese oft an sehr unzugänglichen
Stellen.Aus diesem Grund sind bei der Montage von Geräten eine Vielzahl von Schlüsseln
erforderlich.
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Der Endpreis eines montierten Gerätes entsteht nicht nur durch die
Materialkosten,sondern besonders auch durch den Zeitaufwand beim montieren.Dieser
Zeitaufwand spielt bei den heute hohen Lohnkosten eine wesentliche Rolle und überschreitet
oft sogar die Materialkosten.Ein großteil des Zeitaufwandes besteht darin,daß ein
Monteur nicht mit einem Schlüssel alle Schrauben und Muttern festziehen kann,da
Ja diese unterschiedlich sind.Der Monteur ist also ständig gezwungen seinen eben
noch verwendeten Schlüssel aus der Hand zu legen und nach einem neuen Schlüssel
mit erforderlicher
Schlüsselweite zu suchen.Hierbei geschieht es
leicht, daß die Größe eines Schraubenkopfes nicht richtig erkannt wird und der Monteur
nach einem falschen Schlüssel greift.
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Dieser leider sich oft wiederholende Irrtum kostet wieder Zeit.
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Noch zeitraubender ist die Verwendung von Steckschlüsselgarnituren,denn
hier ist zusätzlich Zeit erforderlich um die passenden Steckköpfe auf den Handgriff
zu stecken.
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Aber auch bei den Universalschlüsseln wie dem Autoschlüssel oder dem
Knochen muß vor Gebrauch immer erst einmal die passende Schlüsselweite ermittelt
oderausprobiert werden, welches Zeit kostet.
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Bei einer Serienfertigung von Geräten summiert sich der oben aufgeführte
Zeitaufwand bei einem achtstündigen Tag erheblich.Es wäre von Vorteil,wenn ein Schlüssel
für viele Schrauben passen würde,ohne daß der Monteur den Schlüssel aus der Hand
nehmen muß,oder wie bei dem Autoschlüssel oder dem Knochen auch nach der passenden
Schlüsselweite suchen müßte.
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Nun gibt es seit langem Schlüssel,bei welchen die Backen durch verdrehen
verändert werden können,damit der Schlüssel für verschiedene Schraubenköpfe verwendbar
ist.Diese werden auch als "Engländer" bezeichnet.Sie ähneln oft einer Zange und
variieren oft in ihrer Form.Die Verwendung solcher verstellbarer Schlüssel ist aber
noch langwieriger,weil sehr viel Zeit für das Verstellen der Backen erforderlich
ist,Während der Ringschlüssel alle sechs Ecken eines Schrsubenkopfes erfaßt,wird
bei dem verstellbaren "Engländer" der Schraubenkopf mit nur zwei Backen festgehalten.Aus
diesem Grund kann es auch geschehen,daß beim befestigen oder lösen einer Schraube
der Schlüssel (Engländer) abrutscht.Dies bedeutet eine Unfallgefahr und die Schraubenköpfe
oder Muttern können beschädigt werden.Die herkömmliche verstellbaren Schlüssel können
von ihrer Handhabung nur als Notlösung oder Alternative zu Ring-oder Gabel schlüssel
angesehen werden.
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Sie sind gut im Haushalt und als Autowerkzeug,aber zum Einsatz in
Produktionsstätten zu unrationell.
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Unter der Nr. Gm 7437913 Klasse IPC B25 B 13/180 ist am 20.5.76 ein
Mehrzweckschlüssel bekannt geworden,welcher sich mehr oder weniger der jeweiligen
Schraubenkopfgröße anpasst.Dieser ist wie ein Ringschlüssel aufgebaut,wobei der
Ring am Handgriff drehbar gelagert ist.In den Ring ragt eine feststehende Backe
hinein.Bei der Anwendung zieht sich der Mehrzweckschlüssel am Schraubenkopf fest.Die
einzelne Backe des Mehrzweckschlüssels besitzt Rillen,damit der Mehrzweckschlüssel
nicht vom Schraubenkopf abrutscht..
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Der Nachteil dieses Mehrzweckschlüssels liegt im Gegensatz zum Ringschlüssel
darin,daß die sechs Ecken des Schraubenkopfes nicht von allen Seiten erfaßt werden.
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Die Mutter oder der Schraubenkopf wird dadurch einseitig belastet
und durch die Rillen der feststehenden Backe wird die rostschützende Zinnschicht
beschädigt.Ist eine Schraube oder Mutter erst einmal beschädigt,rostet diese viel
schnellerfest.Der Mehrzweckschlüssel zieht sich nur in einer Drehrichtung fest.Dadurch
muß dieser immer erst einmal gewendet werden,wenn beim Montieren Schrauben herein
oder heraus geschraubt werden müssen.Auch ist dieser Mehrzweckschlüssel für etwas
unzugängliche Schrauben nicht einsatzfähig.Hier muß dann zwangsläufig wieder ein
Rohr oder Steckschlüssel eingesetzt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,die aufgeführten Mängel zu
beseitigen und einen Schlüssel zu erfinden,welcher für unterschiedliche Schrauben
und Muttern verwendbar ist, ohne daß der Benutzer die Schlüsselweite vorher einstellen
muß.Perner sollte dieser so aufgebaut sein,daß der Benutzer den Schlüssel schnell
und spontan verwenden kann,ohne vorher die Schlüsselweite ermitteln zu müssen oder
den Schlüssel aus der Hand legen zu müssen.
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Lösung Die Lösung der aufgeführten Nachteile ist dadurch gekennzeichnet,daß
der Schlüssel sich automatisch dem Schraubenkopf oder der Mutter anpasst.
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Der Schlüssel ist vorzugsweise wie ein Schlüsselkopf aufgebaut,um
diesen an verschiedenen Halterungen verwenden zu können.Die Funktion geht aus den
Zeichnungen Abb. a , b und c hervor.
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Die Abb. a und b zeigt den Schlüsselkopf im Querschnitt.
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Abb.b zeigt den Schlüsselkopf in Funktion beim Verschrauben einer
Schraube ( 10 ) Die Abb. c. zeigt den Schlüsselkopf von vorn aus der Sicht der Schraube.
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Der Schlüsselkopf besteht aus einem Gehäuse ( 1 )dessen Innenseite
zu einem Sechskantrohr geformt ist um einen Schraubenkopf zu erfassen.In dem Schlüsselkopf
befinden sich Einsätze ( 2 ) aus Stahl,welche wie Sechskantrohre mit einer Wandstärke
von 1 mm aufgebaut sind.
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Im Schlüsselkopf befinden sich viele solcher Einsätze (2) welche immer
kleiner werden und dadurch ineinander geschoben werden können.
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Der obere Teil des Schlüsselkopfes ist durch einen Verschluß ( 3 )
verschlossen,in dessen Mitte sich eine Vierkantöffnung (4 ) befindet.Durch die Feder
( 5 ) werden in Verbindung einer Platte (6) alle Einsätze ( 2 ) nach vorn gedrückt.Damit
die Einsätze nicht herausfallen,sind Kanten (7) am Ende dieser angebracht und im
Innern des Gehäuses ( 1) ein Sockel ( 11 ) angebracht.
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Wird nun der Schlüsselkopf auf eine Schraube gedrückt, werden nur
jene Einsätze in das Innere des Schlüsselkopfes gedrückt,welche vom Schraubenkopf
erfast werden.
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Die restlichen Einsätze (2) bleiben an der gleichen Stelle und umschließen
den Schraubenkopf.Damit durch die Reibung die restlichen Einsätze (2) nicht auch
mit hineingeschoben werden,ist es notwendig,daß diese festgehalten werden.
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Dieses Problem wird erfindermäßig dadurch gelöst,daß das Gehäuse (1)
magnetisiert wird.Bekanntlich ist die magnetische Kraft am Ende jedes Dauermagneten
am stärksten.
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Diese magnetische Kraft an der Spitze des Gehäuses zieht die restlichen
Einsätze (2) nach vorn.Durch diese Vorrichtung sucht sich der Schlüsselkopf automatisch
immer die richtige Schlüsselweite,denn alle Einsätze welche größer sind als der
Schraubenkopf,bleiben unberührt und umschließen den jeweiligen Schraubenkopf an
allen sechs Ecken.
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Da die Mantelstärke der Einsätze (2) 1mm beträgt,sind die Schlüsselweiten
um Je 2 mm steigend.So können etwa Schlüsselweiten von zB. 8,10,12,14,16,18 usw
im Schlüsselkopf enthalten sein.
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Die geringe Wandstärke von nur 1 mm macht sich nicht negativ bemerkbar,da
jeder Einsatz (2) vom nächsten Einsatz bis hin zum Gehäuse (1) ummantelt ist. Der
Druck beim schrauben wird dadurch bis zum Gehäuse (1) abgefangen.
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Um ein Blockieren der vielen Einsätze zu verhindern,befindet sich
im inneren des Schlüsselkopfes eine Filzscheibe (8 ), welche mit Oel oder Fett getränkt
ist.Durch die Bewegung der Einsätze beim Schrauben wandert das Oel zwischen die
Einsätze und verhindert auch Rostbildung.
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Vorteile Dieser Schlüsselkopf läßt sich durch die Vierkantöffnung
(4) an jedem üblichen Steckschlüssel mit und ohne Knarre und an motorische Schraubendreher
ansetzen.
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Um den Schlüsselkopf auch bei anderen Stecksystemen verwenden zu können,kann
der Verschluß (3) mit der Vierkantöffnung durch entfernen der Madenschrauben (9)
gegen einen passenden Verschluß mit geeigneter Öffnung ausgewechselt werden.Durch
den einfachen,unkomplizierten Aufbau,bei welchem weder elektrische noch pneumatische
Technologie erforderlich ist,läßt sich der Schlüsselkopf sehr preiswert herstellen.
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Ein wesentlicher Fortschritt besteht darin,daß sehr schnell
und
spontan Schrauben und Muttern verschiedener Größe verschraubt werden können,weil
der Monteur den Schlüsselkopf nicht aus der Hand zu legen braucht.
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Ferner keine Zeit durch ständiges ermitteln von Schlüsselweiten verloren
geht.Aus diesem Grund lassen sich Geräte und Maschinen wesentlich schneller montieren,welches
sich günstig auf den Herstellungspreis und nicht zuletzt auch auf den Verkaufspreis
auswirkt.
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Auch schwer zugängliche Schrauben können mit dem Schlüsselkopf verschraubt
werden,da dieser an die üblichen Halterungen von Steckschlüsselgarnituren gesteckt
werden kann.
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Noch schnelleres arbeiten wird in Verbindung mit einem motorischen
Schraubendreher erreicht.Bevor eine Schraube oder Mutter festgeschraubt wird,muß
diese bekanntlich erst einmal von Hand eingedreht werden bis das Gewinde erfast
ist.
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Der Magnetismus des Gehäuses ist ebenfalls von Vorteil,da die Schrauben
haften bleiben und nun zusammen mit dem Schlüsselkopf an sehr enge Stellen geführt
und verschraubt werden kann.Vorteile bringt dieser auch für Monteure,welche etwa
auf hohen Gerüsten Montagearbeit durchführen.Dieser wird hier nicht mit dem Gewicht
und Umfang vieler Schlüssel belastet,sondern benötigt nur den Schlüsselkopf mit
Halter.
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Wegen der Vielseitigkeit und dem geringen Platzbedarf,ist der Schlüsselkopf
auch ein ideales Bordwerkzeug für Autos, Motorräder,Flugzeuge usw.
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Der Schlüsselkopf umschließt die Mutter oder den Schraubenkopf an
allen sechs Ecken wie ein Ringschlüssel.Das bedeutet ein sicheres und unfallfreies
Arbeiten,da der Druck beim Verschrauben gleichmäßig auf alle sechs Ecken des Schraubenkopfes
verteilt wird.
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