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Vorrichtung zur Entnahme von Silage.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von Silage mit
einer antreibbaren, an der einen Boden und eine Rückwand aufweisenden Schaufel eines
Frontladers angeordneten Trennvorrichtung.
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Die in der Landwirtschaft als Futtermittel verwendete Silage stellt
ein gepreßtes, durch Pflanzenteile stark verfilztes Material dar, so daß besondere
Maßnahmen erforderlich sind, um beispielsweise einen Tagesbedarf von diesem Material
abzutrennen. Ein besonderes Problem ergibt sich dabei dadurch, daß insbesondere
in der warmen Jahreszeit der Silagevorrat vor dem Eindringen von Sauerstoff geschützt
werden muß, damit seine Nachgärung verhindert wird. Es ist deshalb üblich, von dem
Silagestapel beispielsweise an dessen Stirnseite einen
Föck ersperger
Streifen von jeweils etwa 10 cm Stärke abzutrennen und dadurch einen Tagesvorrat
an Futtermittel zu gewinnen, so daß jeweils nur im Bereich dieser Stirnfläche und
über einen Zeitraum von einem Tag die Silage der Einwirkung des Luftsauerstoffs
ausgesetzt ist, worauf dann der dem Sauerstoff ausgesetzte Streifen wieder abgetrennt
und der Verwertung zugeführt wird.
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Beim Abtrennen der benötigten Silagemenge vom festgepreßten Silagestapel
muß darauf geachtet werden, daß nicht etwa durch die mechanische Einwirkung der
zum Abtrennen des Vorrats verwendeten Geräte eine tiefe Auflockerung des restlichen
Silagestapels stattfindet, daß also beispielsweise nicht etwa durch Keilwirkung
der benutzten Werkzeuge Spalten gesschaffen werden, durch die Sauerstoff in das
Innere des Vorratsstapels eindringen kann.
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Eine solche unerwünschte Keilwirkung ergibt sich bei der Verwendung
von Ladegabeln oder Ladeschaufeln, weshalb für die Entnahme von Silage bereits verschiedene
Spezialgeräte entwickelt worden sind, die den vorstehend genannten Anforderungen
gerecht werden sollen. So sind beispielsweise mechanisch angetriebene Messer bekannt,
die einerseits eine hin-und hergehende Bewegung ausführen und andererseits einem
Vorschub zum Eindringen in die Silage unterworfen werden. Es sind auch hydraulisch
absenkbare Messer bekannt, die mehrmals aufeinanderfolgend an aufeinanderfolgenden
Stellen in die Silage eingestochen werden, um schrittweise den gewünschten Vorrat
anzutrennen. Ein weiteres bekanntes Gerät zur Entnahme von Silage besteht aus einer
Walze mit auf- und abfrsenden Fräsmessern.
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Alle diese bekannten Spezialgeräte zur Entnahme von Silage sind relativ
sperrige, große Geräte, die zum Anbau an mit Frontladereinrichtungen versehene Schlepper
bestimmt sind,
Föckersperger wobei die Geräte ständig an- und abgebaut
werden müssen, weil mit angebauten Geräten dieser Art der Schlepper nicht oder nur
schlecht für andere Zwecke benutzt werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Entnahme
von Silage zu schaffen, die einen verhältnismäßig einfachen Aufbau und eine dem
besonderen Anwendungszweck angepaßte optimale Wirkungsweise aufweist, wobei das
Gerät in Verbindung mit einer Frontladerschaufel derart verwendbar sein soll, daß
die Frontladerschaufel nach dem Abtrennen der Silage zugleich für deren Abtransport
benutzbar ist. Schließlich soll die Vorrichtung so gestaltet und anbringbar sein,
daß keine Notwendigkeit besteht, die Vorrichtung für einen anderweitigen Gebrauch
der Frontladerschaufel abzubauen.
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Der übliche Gebrauch der Frontladerschaufel soll also durch die Vorrichtung
zur Entnahme von Silage nicht behindert werden.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Trennvorrichtung
als ein die gesamte Schaufel breite parallel zur Frontkante der Schaufel überquerendes
Schneid- oder Fräswerkzeug ausgebildet ist, das in einem etwa der Füllhöhe der Schaufel
entsprechenden Mindestabstand über dem Boden der Schaufel angeordnet ist.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß dann, wenn Boden
und Rückwand der Schaufel von seitlichen Wangen begrenzt werden, sich die Trennvorrichtung
zwischen den vom Boden und von der Rückwand der Schaufel am weitesten entfernten
Bereichen beider Wangen erstreckt.
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Nach einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung ist der Motor im Bereich
der Rückwand angeordnet und über eine Getriebeverbindung mit der Trennvorrichtung
verbunden.
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Föcker sperger Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung besteht darin,
daß der Motor ein Hydraulikmotor ist.
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Eine andere zweckmäßige Ausgestaltung ist es, daß die Trennvorrichtung
aus einer Fräswalze besteht, deren Achse parallel zur Frontkante der Schaufel verläuft.
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Eine andere zweckmäßige Ausgestaltung ist es, daß die Trennvorrichtung
als zur Frontkante der Schaufel parallel veraufender Abschnitt einer endlosen Fräskette
ausgebildet ist.
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Noch eine andere zweckmäßige Ausführungsform besteht darin, daß die
Trennvorrichtung aus einer sich parallel zur Frontkante der Schaufel erstreckenden
Schereinrichtung besteht, wobei nach einer zweckmäßigen Weiterbildung die Schereinrichtung
aus einem stationären und einem diesem zugeordneten beweglichen Messerbalken besteht.
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Diese Konstruktionen haben alle den Vorteil, daß die Funktion der
Frontladerschaufel durch die mit ausreichendem Abstand über dem Schaufel boden angebrachte
Trennvorrichtung nicht beeinträchtigt wird, so daß die Vorrichtung ständig mit der
Frontlader chaufel verbunden bleiben kann, wodurch eine beträchtliche Einsparung
an Montagezeit erzielt wird und wodurch der Frontlader stets für seine üblichen
Arbeiten, wie auch für die Entnahme von Silage betriebsbereit ist. Außerdem ist
die Konstruktion derart beschaffen, daß auch eine nachträgliche Ausrüstung vorhandener
Frontladerschaufeln mit der Vorrichtung möglich ist. Die Trennvorrichtungen sind
dabei derart ausgestaltet, daß sie ein Abtrennen einer Silageschicht ohne Beeinträchtigung
des verbleibenden Silagestapels ermöglichen. Durch geeignete Stellung der Frontladerschaufel
kann die Trennvorrichtung am Silagestapel angesetzt und durch Betätigung der Frontladerarme
z.B. längs einer
Föckersperger Seitenfläche des Silagestapels zur
Abtrennung eines Silagestreifens geführt werden.
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Anhand der nun folgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele der Erfindung wird diese näher erläutert.
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Es zeigt: Fig Fig. 1a einen Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
mit Fräswalze, Fig. 1b eine Frontansicht hierzu, Fig. 2a eine Seitenansicht einer
zweiten Ausführungsform mit Fräskette, Fig. 2b eine Frontansicht hierzu, Fig. 3a
eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform mit Messerbalken und Fig. 3b eine
Frontansicht hierzu.
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Der grundsätzliche Aufbau der in den einzelnen Ausführungsbeispielen
dargestellten Frontladerschaufel ist jeweils gleich, weshalb hierfür gleiche Bezugszeichen
verwendet werden.
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Eine insgesamt mit 10 bezeichnete Frontladerschaufel besitzt einen
Boden 12 und eine Rückwand 14, die seitlich durch zwei Wangen 16 und 18 begrenzt
werden. Die von der Rückwand 14 abgewandte Kante des Bodens 12 ist als Frontkante
bezeichnet und mit dem Bezugszeichen 20 versehen.
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Der Boden 12 ist abgewinkelt und steigt etwas gegen die Rückwand 14
an. Im Verbindungsbereich zwischen Boden 12 und Rückwand 14 sind Augen 22 angeschweißt,
welche koaxiale und zur Frontkante 20 parallele Bohrungen für Gelenkbolzen aufweisen,
um welche verschwenkbar in an sich bekannter Weise die Schaufel 10 am Ausleger eines
Frontladers befestigbar ist.
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Föckersperger Bei der Ausführungsform nach den Fig. la und 1b ist
in dem am weitesten von der Rückwand 14 und dem Boden 12 entfernten Bereich beider
Wangen 16 und 18 parallel zur Frontkante 20 eine Fräswalze 24 gelagert, deren Achse
28 durch die Wange 16 nach außen verlängert ist und dort ein Rad 26 trägt.
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In einer Ebene mit dem Rad 26 ist ein auf der Welle eines Hydraulikmotors
30 drehfest angebrachtes Rad 32 angeordnet.
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Der Hydraulikmotor 30 istan der Rückwand 14 befestigt.
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Die Räder 26 und 32 sind durch einen Keilriemen oder eine Kette 34
miteinander verbunden. Dieser Riemen- oder Kettentrieb ist durch eine auf die Wange
16 aufgesetzte Abdeckhaube verdeckt.
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Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2a und 2b sind an den am weitesten
vom Boden 12 und von der Rückwand 14 entfernten Bereichen der Wangen 16 und 18 Umlenkrollen
40 und 42 gelagert.
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Eine weitere Umlenkrolle 44 befindet sich in einer Ebene mit den Umlenkrollen
40 und 42 im bergangsbereich zwischen der Rückwand 14 und der Wange 18, während
im Übergangsbereich zwischen der Wange 16 und der Rückwand 14 ein mit einem Antriebsrad
46 versehener Hydraulikmotor 48 an der Rückwand 14 befestigt ist. Ueber das Antriebsrad
46 und die Rollen 40, 42 und 44 ist eine durch den Motor 48 antreibbare Fräskette
gelegt.
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Bie der Ausführungsform nach den Fig. 3a und b ist ein Hydraulikmotor
50 an der Rückwand 14 befestigt und treibt über eine Kette oder einen Riemen 52
ein mit einem Exzenterzapfen 54 versehenes Rad 56 an, welches an einer die Wangen
16 und 18 verbindenden Konsole gelagert ist. Die beiden Wangen 16 und 18 werden
außerdem durch einen stationären Messerbalken 58 verbunden, welcher von einem hin-
und herbeweglichen, zu ihm parallelen Messerbalken 60 überdeckt wird. Der Messerbalken
60 besitzt quer zu seiner Bewegungsrichtung, die parallel zur Frontkante 20 verläuft,
einen Schlitz 62 in den der Exzenterzapfen 54 eingreift, so daß das Rad 56 bei einer
Drehung
Föckersperger eine hin- und hergehende Bewegung auf den
beweglichen Messerbalken 60 überträgt. Die Kängsführung des Messerbalkens 60 erfolgt
durch zwei Führungsstifte 64 und 66, welche in Schlitze 68 und 70 des Messerbalkens
60 eingreifen und die ortsfest auf der Konsole angebracht sind.
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Wie leicht verständlich ist, können die Schaufeln jeweils unabhängig
von der Art der verwendeten Trennvorrichtung so am Ausleger eingestellt werden,
daß die Trennvorrichtung unbehindert von den restlichen Elementen der Schaufel auf
die Silage einwirken kann. Bewegt man die Schaufel 10 z.B.
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vertikal abwärts, was mit einer geeigneten Steuerung des Frontladers
für jeden Fachmann möglich ist, so wird ein Silagestreifen sauber abgetrennt, der
anschließend mit der Schaufel weitertransportiert werden kann, ohne daß die Funktionsfähigkeit
der Schaufel durch die erfindungsgemäße Ausrüstung beeinträchtigt ist.
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