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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausschneiden und
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Transportieren eines Gärfutterblockes, bestehend aus einem an einem
Ackerschlepper befestigbaren Gestell mit einem wenigstens ungefähr waagerechten
Querbalken mit einer Anzahl von daran befest guten parallelen Zähnen, an welchen
sich ein nach oben weisendes Gestellteil anschließt, welches nahe seinem oberen
Ende einen wnigstens ungefähr waagerechten Rahmen mit im wesentlichen rechteckiger
Form trägt, der eine ungefähr U-förmige Führung für ein darin hin- und herbewegbares
Antriebsgehäuse bildet, in welchem ein Säge- oder Schneideorgan auf- und niederbewegbar
geführt ist.
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Um Gärfutterblöcke von im wesentlichen rechteckiger Form zu erhalten,
welche besonders einfach zu transportieren sind, durchläuft bei einer bekannten
Vorrichtung der vorgenannten Art ein Sägeorgan in den beiden vom nach oben weisenden
Gestell entfernt liegenden Ecken der U-förmigen Führung einen Bogen von ungefähr
900. Hierbei muß die Sägekante der während des Sayevorganges durch das Gärfutter
hindurchgedrückten Säge radial auf dem Radius dieses Bogens stehen. Da die Säge
jedoch eine bestimmte Breite aufweist, ist es nicht möglich, daß auch die Hinterkante
der Säge während des Durchganges durch diesen Bogen radial auf dem Radius dieses
Bogens steht. Infolgedessen beschreibt diese Hinterkante der Säge einen größeren
Bogen und drückt das Gärfutter fort, wodurch in der Säge starke Torsionskräfte entstehen.
Diese Torsionskräfte nehrllen bei einer breiteren Säge zu, da hierdurch mehr Gärfutter
weggedrückt werden muß. Außerdem kann bei dieser bekannten Vorrichtung das äußerste
Ende der Säge beim Passieren des Bogens verlaufen. Die Folge beider Erscheinungen
ist, daß beim Durchlauf der Bögen die Gefahr besteht, daß die Säge hricht. Infolgedessen
ist man gezwungen, die Länge wie die Breite der zu verwendenden Säge zu beschränken.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art in der Weise auszubilden, daß die vorgenannten Schwierigkeiten
auf einfache, jedoch zweckmäßige Weise behoben werden.
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Eine erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs genannten Art ist im
wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgehäuse derart längs der U-förmigen
Führung bewegbar ist, daß das Säge-oder Schneideorgan in den beiden vom nach oben
weisenden Gestellteil entfernten Ecken der U-förmigen Führung um wenigstens ungefähr
900 verdrehbar ist, wobei die Drehachse während dieser Drehbewegung wenigstens ungefähr
still steht und in einem Abstand von der Mittellinie oder Längsachse des Säge- oder
Schneideorganes verläuft, welcher kleiner ist als die Breite des Säge- oder Schneideorganes.
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Auf diese Weise wird erreicht, daß beim Durdlauf durch die vom nach
oben weisenden Gestellteil entfernt liegenden Ecken der U-förmigen Führung auf das
Säge- oder Schneideorgan einwirkende Torsionskräfte beträchtlich vermindert werden.
Hierdurch wird es möglich, das Säge- oder Schneideorgan länger und breiter zu wählen
als dies bei der bekannten Vorrichtung möglich ist, ohne daß die Gefahr auftritt,
daß das Säge- oder Schneideorgan brechen kann.
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Vorzugsweise ist der Abstand der Drehachse von der Mittellinie oder
Längsachse des Säge- oder Schneideorganes kleiner als die halbe Breite dieses Säge-
oder Schneideorganes, und bei einer besonders günstigen Ausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung fällt die Drehachse wenigstens ungefähr mit der Längsachse des Säge-
oder Schneideorganes zusammen.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert; es zeigt Fig. 1 eine perspektivische
Ansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer
Darstellung; Fig. 2 einen Schnitt durch Fig. 1 längs der Ebene II-II in Teilansicht
und in größerem Maßstab; Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 2 längs der Ebene III-III,
wobei die Zylinder-Kolbenaggregate fortgelassen wurden; Fig. 4 einen Teil der Fig.
2 in vergrößeXem Maßstab; Fig. 5 einen Schnitt durch Fig. 1 längs der Ebene V-V;
Fig. 6 eine Draufsicht im Teilschnitt auf den Antriebszylinder der Klinkenmechanismen
zum intermittierenden Verschieben des Antriebsgehäuses längs der U-förmigen Führung;
Fig. 7 und 8 Draufsichten im Teilschnitt eines Teiles der Klinkenmechanismen aus
Fig. 6 in verschiedenen Lagen und Fig. 9 eine schematische Darstellung einer Ausführung
des hydraulischen Leitungssystems für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
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Die in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Ausschneiden und Transportieren eines Gärfutterblockes besitzt ein Gestell 1, welches
mit Befestigungsorganen 2 versehen ist, mit denen die Vorrichtung an der Dreipunkt-Aufhängung
eines Ackerschleppers befestigt werden kann.
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Das Gestell 1 besitzt einen waagerechten Querbalken 3, welchem eine
Anzahl von parallelen, ungefähr waagerechten Zähnen 4 befestigt sind. Vom Querbalken
geht ein nach oben weisendes Gestellteil 5 ab, welches am oberen Ende einen waagerechten
Rahmen 6 mit im wesentlichen rechteckiger Form trägt. DiesrRahmen 6 bildet eine
U-förmige Führung 7, längs welcher ein Antriebsgehäuse 8 hin- und zurückbewegbar
ist. In diesem Antriebsgehäuse 8 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein
Sägeorgan 8 auf- und niederverschiebbar geführt, welches ein Heft 10 besitzt, welches
eine nach unten weisende Säge 11 tragt.
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Alternativ ist es auch möglich, anstelle des Sägeorganes 9 ein Schneideorgan
wie einen Stichspaten o. dgl. zu verwenden.
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Das Antriebsgehäuse 8 ist auf einem Wagen 12 befestigt, welcher längs
einer Anzahl von die U-förmige Führung 7 bildenden U-Profilen geführt ist. Dieser
Wagen 12 wird derart längs der U-förmigen Führung 7 hin- und herbewegt, daß das
Sägeorgan 9 in den beiden vom nach oben weisenden Gestellteil 5 entfernten Ecken
13 der U-förmigen Führung 7 um 900 um eine den Querschnitt der Säge 11 rechtwinklig
schneidende und während der Drehbewegung stillstehende Drehachse verdreht wird.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel fällt diese
Drehachse mit der Mittellinie oder Längsachse der Säge 11
zusammen,
doch ist es auch möglich, diese Drehachse in einigem Abstand von dieser Längsachse
der Säge 11 verlaufen zu lassen.
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Dieser Abstand darf allerdings nicht zu groß sein und sollte auch
kleiner sein als die Breite, vorzugsweise kleiner als die halbe Breite, des Säge-
oder Schneideorganes 9.
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Das Antriebsgehäuse 8 ist mit einer auf noch näher zu beschreibende
Weise interr.ittieror.d angetriebenen Antriebskette 14 fest verbunden, welche, wie
Fig. 1 zeigt, im Rahmen 6 entlangläuft und den Wagen 12 sowohl verschiebt wie auch
verdreht. Der Wagen 12 trägt einen feststehenden Zahn 15, welcher mit der Antriebskette
14 verbunden ist und daher ständig mit ihr in Eingriff steht.
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Uber diese Antriebskette 14 wird die Druckkraft ausgeübt, durch welche
die Säge 11 durch das Gärfutter hindurchgedrückt wird.
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Der Wagen 12 besitzt zwei um die vertikale Achse verdrehbare außenliegende
Rollen 16 sowie eine um eine vertikale Achse verdrehbare innenliegende Rolle 17,
dUrCh welche er lcwngs der senkrechten Stege der die rührung bildenden U-Profile
geführt wird. In den beiden vom nach oben weisenden Gestellteil 5 entfernt liegenden
Ecken 13 dor U-förigen Führung 7 ist eine sich über 900 erstreckende, um eine vertikale
Achse gebogene rnschlagplatte 18 am Rahmen 6 befestigt.
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Diese Anschlagplatten 18 wirken mit einer zylindrischen Hülse 19 im
Wagen 12 zusar!men.
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Der Wagen 12 ist normalerweise durch die Rollen 16 und 17, welche
mit den die Füilrung 7 bildenden U-Profilen zusammenwirken, gegen eine Verdrehung
gesichert. In den Ecken 13 der U-förmigen Führung
7 kommen diese
Rollen 16 und 17 jedoch gleichzeitig, wenn die Hülse 19 des Wagens 12 gegen die
betreffende Anschlagplatte 18 tet, voni Steg des betreffenden U-Profils der Führung
7 frei (Fig. 5).
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Die Rollen 16 und 17 sind im Wagen 12 derart gelagert, daß diese die
Ecken 13 der U-fönnigen Führung 7 passieren können, während die Hülse 19 an der
betreffenden Anschlagplatte 18 anliegt und eine Verdrehung um 900 um ihre Längsachse
ausführt. Nach dieser Verdrehung, welche außerdem auch das Antriebsgehäuse 8 und
das in demselben auf- und niederbewegbare Sägeorgan 9 mitmachen, liegen die Rollen
16 und 17 wieder ain Steg des nechfolgenden U-Profils der Führung 7 an.
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Wie Fig. 4 zeigt, ist die Antriebskette 14 über die Außenseite der
gebogenen Anschlagplatten 13 geführt, welche beim Passieren des Wagens 12 zwischen
der Hülse 19 und der Antriebskette 14 im Wagen hochragen.
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Die Längsachse der Säge 11 fällt mit der Längsachse der Hülse 19 zusammen.
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Das Sägeorgan 9 ist im Antriebsgehäuse 8 durch wenigstens einen IIydraulikzyl1rder
auf- und niederkewegbar. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
sind zwei hydraulisch einzeln wirkende Zylinder-Kolbenaggregate 20 und 21 voryesehen,
von denen das Zylinder-Kolbenaggregat 20 die Aufwärtsbewegung und das Zylinder-Kolbenaggregat
21 die Abwärtsbewegung des Sägeorganes 9 hervorruft.
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Ein Schaltschieber 22, welcher die abwechselnde Zufuhr bzw.
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Abfuhr des Druckmittels zu bzw. von den beiden Zyl inder -Kolbenaggregaten
20 und 21 regelt, wird durch einen im Antriebsgehäuse 8 verschwenkbar gelagerten
Kipphebel 23 betätigt. Der eine Arm dieses Kipphebels 23 trägt eine Rolle 24, welche
abwechselnd an einem von zwei nachgiebigen Anschlägen 25 bzw. 26 anliegt, welche
mit dem Heft 10 des Sägeorganes 9 verbunden sind und daher der auf- und niedergehenden
Bewegung des Sägeorganes 9 folgen. Der andere Arm des Kipphebels 23 trägt eine Rolle
27, welche mit Spiel zwischen zwei an der Schieberstange 28 ausgebildeten Mitnehmern
29 und 30 liegt.
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Eine am Antriebsgehäuse 8 und an einem seitlich abstehenden Arm 31
des Kipphebels 23 angreifende Kipphebelfeder 32 wird beim Anschlag der Rolle 24
gegen einen der beiden Anschläge 25 oder 26 durch ihre Totlage hindurchgedrückt
und verschwenkt dadurch den Kipphebel 23 weiter. Hierbei kommt die Rolle 27 zur
Anlage an einen der beiden Mitnehmer 29 bzw. 30 und schiebt diesen weiter, wodurch
die Schieberstange 28 verschoben wird und die Zufuhr von Druckmittel zum einen Zylinder-Kolbenaggregat
20 bzw.
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21 unterbrochen wird und zum anderen Zylinder-Kolbenaggregat 21 bzw.
20 geöffnet wird. Gleichzeitig wird das erstgenannte Zylinder-Kolbenaggregat 20
bzw. 21 über den Schaltschieber 22 an die Druckmittelabführleitung angeschlossen.
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Das Tragprofil bzw. das Heft 10 des Sägeorganes 9, an welchem die
Zylinder-Kolbenaggregate 20 und 21 angreifen, ist zwischen übereinander im Antriebsgehäuse
8 angeordneten Rollenpaaren 33 auf- und niederverschiebbar geführt. Die Rollen dies
Rollenpaare 33 können einstellbar sein, um sich bestimmten Maßabweichungen des Heftes
10 anpassen zu können.
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Die Säge 11 muß auch während der vorbeschriebenen Drehbewegung in
den Ecken 13 der U-förmigen Führung 7 ihre auf- und niedergehende Bewegung ausführen.
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Alternativ ist es jedoch auch möglich , daß die Säge 11 sich während
dieser Drehbewegung in einer angehobenen Ruhelage befindet, in welcher sie mit dem
Gärfutter nicht in Berührung steht. Nach der Drehung um 900 wird in diesem Fall
die Säge 11 dann wieder in Betriebslage nach unten geschoben.
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Ein in Längsrichtung teleskopisch ausschiebbarer Abstützarm 34 ist
einmal um eine vertikale Drehachse 35 verschwenkbar am nach oben weisenden Gestellteil
5 und andererseits am Wagen 12 verdrehbar angelenkt. Zu diesem Zweck sind mit dem
betreffenden freien Ende des Abstützarmes 34 zwei Tragflanschen 36 fest verbunden,
welche um die Hülse 19 verdrehbar sind. Auf dieser Hülse 19 sind zwei Abstandsringe
37 befestigt, welche mit den Tragflanschen 36 in der Weise zusammenwirken, daß eine
Axialverschiebung zwischen Abstützarm 34 und Antriebsgehäuse 8 veflindert wird.
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Um den Wagen 12 in zwei entgegengesetzte Richtungen längs der U-förmigen
Führung 7 vorwärts bewegen zu können, ist die Antriebrkette 14 über ein Antriebskettenrad
38 geführt, welches durch die Achse 39, deren Längsachse mit der senkrechten Drehachse
35 zusammenfällt, mit einem Klinkenrad 40 verbunden ist, welches auf dem Teil 34'
des Abstützarmes 34 gelagert ist und im entgegengesetzten Drehsinn durch zwei Klinkenmechanismen
41 und 42 verdrehbar ist, welche durch einen hydraulischen Antriebszylinder 43 zusammen
hin- und zurückbewegbar sind.
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Jeder Klinkenmechanismus 41, 42 besitzt zwei Klinken 41', 41" bzw.
42', 42", welche wechselweise gegenüber dem KlinJenrad 40 durch eine unter diesem
Klinkenrad 40 gelagerte und zwischen zwei Endlagen verschiebbare Schaltplatte 44
ausgeschaltet werO-en können.
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Hierbei ist zwiscjien d Antriebszylinder 43 und den Klinkenmechanismen
41 und 42 ein Pufferorgan 45 angeordnet.
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Dieses Pufferorgan 45 besteht aus einer Buchse 46, welche innenseitiy
zwei Federringe 47 trägt, an welchen Federteller 48 bzw.
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49 anliegen, zwischen denen eine Pufferfeder 50 angeordnet ist.
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Die beiden Klinkenjtchanisp.ien 41 und 42 sind jeweils mit der Buchse
46 über eine an dieser Buchse befestigte Stange 51 verbunden, welche etwas elastisch
verformbar ist und ein Gewindeende besitzt, auf welchem eine Gahel 52 mittels Muttern
verstellbar befestigt ist. Durch die Gabelenden einer jeden Gabel 52 ist eine Querachse
53 hindurchgesteckt, auf welcher eine buchse 54 angebracht ist, welche durch die
Gabelenden hindurchläuft und auf welcher die beiden Klinken 41', 41" bzw. 42', 42"
gelagert sind. Auf dieser Querachse 53 sind außerdem vier Tragarme 55 gelagert,
welche sich paarweise außerhalb einer jeden Gabel 52 befinden und jeweils auf einem
Ring 56 befestigt sind, welcher urL eine auf der Achse 39 befestigten Innenbuchse
57 verdrehbar ist.
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Der Antriebszylinder 43 besitzt eine Kolbenstange 53, deren Gewindeende
mit Muttern an einem Träger 59 befestigt ist, der am Teil 34' des Abstützarrnes
34 angebracht ist. Alternativ kann anstelle eimer Kolbenstange 53 auch eine Plungerstanye
verwendet werden, doch ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Antriebszyl
inder 43 doppeltwirken ausgebildet und besitzt daher eine Kolbenstange 58 mit Kolben
Der
Antriebszylinder 43 trägt eine Antriebsstange 60, welche durch die Federteller 48
und 49 hindurchläuft und mit einem Gewindeende in Muttern 61 eingeschraubt ist,
von denen die eine auf dem Antriebszn7lillder 43 befestigt ist, während die andere
Mutter am Federteller 48 angreift.
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Das freie Ende der Antrlebsstange 60 ist in einer Führungsbuchse 62
geführt, welche auf dem Teil 34' des Abdiitzarmes 34 angebracht ist.
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Die Schaltplatte 44 kann über ein an ihr befestigtes Verstellorgan,
welches aus einem an ihr befestigten Zug hebel 63 besteht an welchem ein Zugseil
64 befestigt ist, vom Ackerschlepper aus stets durch dessen Faher aus ihrer einen
Endlage in ihre andere Endlage und umgekehrt verschwenkt werden.
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Die Schaltplatte 44 weist an ihrem Umfang zwei Aussparungen 65 auf,
in welche in jeder der beiden Endlagen ein von einer Feder 66 belasteter Sperrzapfen
67 eingreift. Dieser Sperrzapfen 67 sitzt verschiebbar in einer Enührungsbuchse
68, welche auf dem Teil 34' des Abstützarmes 34 befestigt ist. Hierbei können die
Führungsbuchsen 62 und 68, welche in verschiedenen Höhen gegenüber dem Teil 34'
des Abstützarmes 34 verlaufen, miteinander verbunden sein oder auch aus einem einzigen
Teil bestehen.
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Die Klinkeni-aechanismn 41 und 42 besitzen, wie bereits erwähnt, jeweils
zwei Klinken 41', 41" bzw. 42', 42", welche paarweise um ihre Achse 53 verschwenkbar
sind und durch eine Feder 69 zueinander hingezogen werden. Hierbei werden stets
je nach der Lage der Schaltplatte 44 die innenliegende Klinke 41' bzw. 42' des einen
Klinkenmechanismus 41 bzw. 42 und die außenliegende Klinke
42'9
bzw. 41 des anderen Klinkenmechanismus 42 bzw. 41 an der Schaltplatte 44 anliegen
und stehen daher nicht mehr im Eingriff mit dem Klinkenrad 40, während die beiden
anderen Klinken 42' bzw. 41' und 41" bzw. 42" mit dem Klinkenrad 40 im Eingriff
stehen. Dabei sorgt bei einem hin- und heryehenden Schlag der beiden Klinkenmechanisnien
41 und 42 stets die in Pewegungsrichtung dieser Mechanismen vorne liegende Klinke
41', 41", 41', 42" für eine Verdrehung des Rlinkenrades 40. Bei der in der Zeichnung
dargestellten Lage der Schaltplatte 44 sind die Klinken 41" und 42' wirksam.
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Wie Fig. 1 zeigt, wird die Antriebskette 14 über das Antriebskettenrad
38, zwei am Rahmen gelagerte innenliegende Führungsrollen 70, zwei in den an der
Seitens nach oben weisenden Gestellteiles 5 liegenden Ecken des Rahmens 6 in diesem
Rahmen gelagerte außenliegende Führungsrollen 71 und die beiden sich in den vom
nach oben weisenden Gstellteil 5 entfernt liegenden Ecken der U-förmigen Fi;hrung
7 erstreckenden Anschlagplatten 18 geführt.
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Das Leitungsschema zur hydraulischen Betätigung der e%-indungsgemäßen
Vorrichtung ist in Fig. 9 schematisch dargestellt.
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Vom Ackerschlepper bzw. zu ihm hin läuft eine Zufuhrleitung 72 bzw.eine
Rücklauf leitung 73 für das Druckmittel, insbesondere Drucköl.
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Der Schalter 74, welcher in Fig. 9 in der Lage dargestellt ist, in
welcher die Druckmittelzufuhr unterbrochen ist, läßt sich mittels des angedeuteten
Schalthebes in öffnungslage verstellen.
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Die Zulauf- und Ablaufleitungen 72 und 73 sind an den Schaltschieber
22 angeschlossen, welcher die Zufuhr und den Ablauf des Druckmittels zu bzw. von
den beiden Zylinder-Kolbenaggregaten 20 und 21 besorgt. In Fig. 9 ist dieser Schaltschieber
22 in der Lage dargestellt, daß das Druckinittel über die Leitung 75 dem Zylinder-Kolbenagyregat
21 zufließt, wa.-.hrend das Zylinder-Kolbenaggregat 20 über die Leitung 76 an die
Pücklaufleitung 73 angeschlossen ist. In dieser Lage wird das Sägeorgan 9 daher
nach unten geschoben, während es durch Umschalten des Schaltschiebers 22 am Ende
des Abwärtshubes wieder vom Zylinder-Kolbenaggregat 20 nach oben gezogen wird.
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Der doppelt wirkende hydraulische Antriebszylinder 43 ist über die
Leitungen 77 und 78 und über die Leitungen 75 und 76 an den Schaltschieber 22 angeschlossen.
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Durch Verstellen des Schaltschiebers 22 wird der Antriebszylinder
43 gegenüber seiner festlieyenden Kolbenstange 58 verschoben, wodurch er über das
Pufferorgan 45 die beiden Klinkenmechanismen 41 und 42 bedient, wobei je nach der
Lage der Schaltplatte 44 der Wagen 12 in der einen oder anderen Richtung längs der
U-förmigen Führung 7 verschoben wird.
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Wie Fig. 9 zeigt, itzwischen dem Ein- und Auslaß 79, 80 eines jeden
Zylinders der beiden Zylinder-Kolbenaggregate 20, 21 und dem Schaltschieber 22,
also in den Leitungen 76 und 75, ein Rückschlagventil 83 zusammen mit einer Drosselbohrung
84 angeordnet, welche falls gewünscht auch zu einem einzigen Aggregat zusammengefaßt
werden können.
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Der Antriebszylinder 43 hat jedoch nicht nur die Klinkenmechanisinen
41 und 42 anzutreiben, sondern dient auch dazu, Stöße während des Umschaltens der
Bewegungsrichtung des Sägeorganes 9 auf zufangen.
Wenn der Schaltschieber
22 benötigt wird, werden die Plunger oder Kolben der Zylinder-Kolbenaggregate 20,
21 und gleichzeitig der Antriebszvlinder 43 verschoben. Sobald dieser Antriebszylinder
43 das Ende seines Hubes erreicht hat, werden die Kolben mit erhöhter beispielsweise
doppelter Geschwindig]-eit weitergeschoben. Durch Vergrößern oder Verkleinern des
Inhaltes des Antriebszylinders 43 kennen die auftretenden Stöße inehr oder weniger
stark aufgefangen werden Falls die Säge 11 bei ihrer auf- und niedergehenden Bewegung
ständig auf einen Widerstand trifft, können die Rückschlagventile 83 und die Drosselbohrunyen
84 nötig sein, da in diesem Fall stets ein Druckunterschied in den beiden zum Antriebszylinder
43 laufenden Leitungen 77 und 78 herrscht. Falls die Säge 11 jedoch auf keinen Widerstand
trifft, wie dies zu Beginn der Sägearbeit oftrnals der Fall ist, dann entsteht oilne
das Vorhandensein der Rückschlagventile 83 und der Drosselbohrungen 84 kein Druckunterschied
in den zum Antriebszylinder 43 führenden Leitungen 77 und 78, so daß dieser Antriebszylinder
in der Ruhelage verbleibt und die Klinkenmechanismen 41 und 42 daher nicht mehr
bedient uerden können. Infolgedessen bliebe der Wagen 12 in der U-förrqigen Führung
7 stehen.
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Durch diese Rückschlagventile 83 und die Drosselbohrungen 84 wird
erreicht, daß bei geschlossenem Rückschlagventil 83 das Druckmittel stets durch
die zugeordnete Drosselbohrung 84 strören muSS, wodurch ein derartiger Widerstand
auftritt, daß ein ausreichender Druckunterschied in den um Antriebs zylinder 43
führennen Leitungen 77 und 78 entsteht, um den Antriebszylinder 43 zu verstellen.
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Als Drosselbohrung 84 kann eventuell eine enge Bohrung Im Ventilkörper
des zugeordneten Rückschlagventils 83 verwendet werden.
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Beide Rückschlagventile 83 müssen in gleicher Richtung eingebaut sein,
so daß sie, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist, beim Ausfluß des Druckmittels
aus dem zugeordneten Zylinder-Kolbenaggregat 2c bz. 21 oder alternativ beim Zustrom
zu dem zugeordneten Zylinder-Kolbenaggregat geschlossen sind.
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Durch den durch die wirksame Drosselbohrung 84 erzeugten Druckunterschied
können, auch falls die Säge 11 keinen Widerstand findet, die Klinkenmechanismen
41 und 42 bedient werden, so daß eine Verschiebung des Wagens 12 und damit der Säge
11 längs der U-förmigen Führung 7 gewährleistet ist und die Säge 11 infolgedessen
sofort am Gärfutterblock angreifen kann.
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Wichtig ist insbesondere, daß der Antriebszylinder 43 so dicht wie
möglich an den Zydinderkolbenaggregaten 20, 21 angeordnet ist, wodurch kurze Leitungen
ermöglicht werden, um den Antriebszylinder 43, welcher einen geringen Inhalt aufweist,
mit Druckmittel zu versorgen.
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Das Pufferorgan 45 kann, falls die Säge 11 während des Durchsägens
eines Gärfutterblockes auf einen erhöhten Widerstand trifft, weiter nachgeben, wodurch
die Anzahl Zähne des Klinkenrades 40, welches durch die Klinkenmechanismen 41, 42
während des hin- tind hergehenden Hubes des Antriebszylinders 43 verstellt wird,
verringert wird, während es selbst möglich ist, daß das Pufferorgan 45 so weit nachgibt,
daß das Klinkenrad 40 insgesamt nicht verstellt wird. Hierdurch wird auf zweckmäßige
Weise eine Beschädigung der Säge 11 verhindert.
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