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Richtungsweiservorrichtung
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Die Erfindung betrifft einen Kurs- bzw. Richtungsweiser für einen
sich bewegenden Körper, etwa ein Automobil oder ein Schiff.
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Bisher erfolgte die Kursanzeige von sich bewegenden Körpern bzw. Fahrzeugen
in vielen Fällen mittels einer Vorrichtung, die sich auf die Drehung eines Dauermagneten
unter dem Einfluß des Erdmagn felds stützt. Ein Beispiel für eine solche Vorrichtung
ist ein Azimutfühler oder -weiser mit zwei mit Magnetmodulation arbeitenden Magnetfühlern
(im folgenden auch als Modulations-Magnetfühler bezeichnet), die sehr schwache Ströme
oder sehr schwache Magnetfelder zu messen vermögen und welche für die Messung von
Quer-oder Quadraturkomponenten des Erdmagnetfelds angeordnet sind. Jeder dieser
Fühler umfaßt einen ringförmigen Magnetkern zwei in derselben Richtung um zwei gegenüberstehende
Schenkel des Magnetkerns herumgewickelte Erregerwicklungen mit jeweils gleicher
Windungszahl und in Reihenschaltung
miteinander sowie zwei Ausgangswicklungen,
die in entgegengesetzter Richtung um diese Schenkel herumgewickelt und miteinander
in Reihe geschaltet sind. Bei diesen Modulations-Magnetfühlern nehmen die beiden
zusammengeschalteten Erregerwicklungen ein Wechselstromsignal mit einer vorbestimmten,
konstanten Frequenz ab, wobei über die zusammengeschalteten Ausgangswicklungen jedoch
kein Signal induziert wird, wenn kein Erdmagnetismus vorhanden ist. Beim Vorhandensein
von Erdmagnetismus wird über die Ausgangswicklungen ein Wechselstromsignal induziert,
das im wesentlichen aus geradzahligen Harmonischen des an die Erregerwicklungen
angelegten Signals besteht.
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Diese Wechselstromsignale von beiden Magnetfühlern werden an zugeordnete
BandpaBfilter angelegt, in denen die zweiten Harmonischen dieser Signale abgegriffen
(picked up) werden. Diese zweiten Harmonischen bilden Maßstäbe für die Quadaturkomponenten
des Erdmagnetismus, wobei das Verhältnis zwischen diesen Maßstäben die betreffende
Richtung angibt.
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Bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung wird für die Messung
und Anzeige des Erdmagnetfelds ein gemeinsamer Mechanismus benutzt, so daß für diesen
eine Einbaustelle gewählt werden muß, an welcher sowohl Ablesbarkeit als auch Empfindlichkeit
für das Erdmagnetfeld zufriedenstellend sind. In der Praxis erweist es sich allerdings
als äußerst schwierig, eine solche Einbauposition zu finden. Da außerdem der Dauermagnet
eine auBerordentlich seringe Drehkraft unter dem Erdmagnetfeld besitzt, kann dessen
Richtung möglicherweise falsch wiedergegeben werden, und zwar infolge von Reibung
in einem Lager für den Dauermagneten und aufgrund anderer Ursachen. Zudem ist es
dabei nötig, eine Horizontalkomponente des Erdmagnetfelds zu messen, weshalb das
Gerät waagerecht eingebaut werden muß. Weiterhin erweist es sich dabei als schwierig,
einen
mechanisch mit dem Dauermagneten am sich bewegenden Körper
gek«^nelten Zeiger senkrecht zu der Richtung anzuordnen, in welcher die Bedienungsperson
bzw. der Fahrer den Zeiger betrachtet, beispielsweise am üblichen Armaturenbrett
eines Kraftfahrzeugs.
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Die Azimutfühlervorrichtung eignet sich zwar für die Messung oder
Anzeige der Fahrtrichtung (Kurs) von Fahrzeugen, z.B.
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Automobilen, doch vermag sie beim Einbau in solche Fahrzeuge die Richtung
des Erdmagnetfelds nicht genau zu messen, weil z.B. Kraftfahrzeuge eine große Menge
Eisen enthalten, das bei der Fertigung oder bei der Blechherstellung bereits magne'
siert worden ist. Infolgedessen besitzen Kraftfahrzeuge ein ihnen eigenes, lokales
Magnetfeld, das die Messung der Richtung des Erdmagnetfelds ungünstig beeinflußt
und zu Fehlmessungen führt. Um dieses Eigenmagnetfeld zu kompensieren, wurden bisher
mehrere Dauermagnete umd die Azimutfühlervorrichtung herum angeordnet. Diese Maßnahme
ist jedoch unzweckmäßig, weil die Dauermagnete bezüglich Lage und Intensität schwierig
zu justieren sind.
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Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung eines verbesserten und
zweckmäßigen Kurs- bzw. Richtungsweisers mit einem Magnetfühler und einer zugeordneten
Anzeigevorrichtung, die derart auf Abstand voneinander angeordnet sind, daß der
Magnetfühler in einer Position, in welcher er zufriedenstellend auf das Erdmagnetfeld
anspricht, angeordnet werden kann, während sich die Anzeigevorrichtung an einer
Stelle befinden kann, an welcher sie der Benutzer leicht sehen und ablesen kann,
so daß die Richtung des Erdmagnetfelds mit hoher Genauigkeit meßbar und gut ablesbar
ist.
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Mit diesem Richtungsweiser soll zudem die Richt llg eines Magnetfelds
dadurch genau meßbar sein, daß der Einfluß eines Eigenmagnetfelds, das bei einem
das Gerät tragenden
Fahrzeug sehr wahrscheinlich vorhanden ist,
ausgeschaltet wird.
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Diese Aufgabe wird bei einem Richtungsweiser der angegebenen Art erfindungsgemäß
gelöst durch durch einen Magnetfühler mit einem ringförmigen Maynetkern, einer induktiv
an diesem angeordneten Erregerwicklung, einer ersten, um den Magnetkern herumgewickelten
und zwei einander diametral gegenüberliegende Abschnitte desselben umschlingenden
Ausgangswicklung und einer zweiten, praktisch senkrecht zur ersten Ausgangswicklung
um den Magnetkern herumgewickelten und zwei andere, einander diametral gegenüberliegenle
Abschnitte desselben umschließenden Ausgangswicklung, durch eine Steuerschaltung
mit einem Oszillator zur Erzeugung eines Wechselspannung-Bezugssignals, einem an
diesen angeschlossenen Frequenzteiler, einer mit letzterem verbundenen Treiberschaltung,
wobei der Frequenzteiler ein erstes Wechselspannungssignal mit einer vorbestimmten
konstanten Frequenz und ein zweites Wechselspannungssignal mit einer Frequenz entsprechend
dem Doppelten der vorbestimmten konstanten Frequenz liefert, von denen das erste
über die Treiberschaltung an die Erregerwicklung des Magnetfühlers anlegbar ist,
zwei über die beiden Ausgangswicklungen des Magnetfühlers geschalteten Wechselstrom-Verstärkern
zur Verstärkung ihrer Wechselspannungssignale, zwei mit den betreffenden Verstärkern
verbundenen Phasendetektoren zum synchronen Abgreifen der jeweiligen Wechselspannung-Ausgangssignale
der beiden Verstärker, wobei das zweite Wechselspannungssignal vom Frequenzteiler
geliefert wird, zwei Tiefpaßfiltern, die an die Ausgänge der zugeordneten Phasendetektoren
angeschlossen sind, sowie zwei an die Tiefpaßfilter angeschlossenen Gleichstrom-Verstärkern,
und durch eine Anzeigevorrichtung
mit zwei einander praktisch
senkrecht kreuzenden bzw. schneidenden und zwischen sich einen Raullt festlegenden
Treiberwicklungen oder -spulen, einem drehbar im zentralen Bereich dieses Raums
angeordneten Dauermagneten und einem mit der Achse des Dauermagz) ten verbundenen
und mit ihm mitdrelibaren Zeiger, well)ei die beiden Treiberspulen Ausgangssignale
von erstem bzw. zweitem Gleichstrom-Verstärke abnehmen und dabei den Zeiger in eine
durch diese Ausgangssignale bestimmte Richtung weisen lassen Ein vorteilhaftes Merkmal
besteht dabei darin, daß das erste Tiefpaßfilter und der damit verbundene erste
Gleichstrom-Verstärker als erste Tiefpaßfilter- und VerstärkerschalL.Ilg ausgebildet
sind, die einen ersten Operationsverstärker mit einer Rückkopplungsschaltung aus
einer Parallelkombination eines Kondensators und eines Widerstands aufweist, und
daß das zweite TiefpaB-filter und der damit verbundene zweite Gleichstrom-Verstärker
als zweite gleichartige Schaltung ausgebildet sind.
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In weiterer Ausgestaltung kennzeichnet sich der erfindungsgemäße Richtungsweiser
dadurch aus, daß zwei Modulations-Magentfühler zur Messung von Quer- bzw.
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Quadraturkomponenten eines an ihnen anliegenden externen Magnetfelds
vorgesehen sind, daß jeder Magnetfühler einen Magnetkern, eine gleichmäßig um diesen
herumgewickelte und mit einem Wechselspannungssignal beaufschlagbare Erregerwicklung
sowie zwei Ausgangswicklungen aufweist, die mit jeweils gleicher Windungszahl um
einander gegenüber stehende Magnetkernschenkel herumgewickelt sind, daß die beiden
Ausgangswicklungen so zusammengeschalte sind, daß sie durch das an die Erregerwicklung
angelegte Wechqelspannungssignal differentiell
betätigbar sind,
und daß zwei variable bzw. regelbare Gleichstromquellen zur Lieferung von kompensierenden
Gleichströmen zu den beiden Ausgangswicklungen vorgesehen sind.
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Zur Vereinfachung des Aufbaus des Richtungsweisers können die beiden
Mudulations-Magnetfühlereinheiten als einstückige Konstruktion mit einem einzigen
ringförmigen Magnetkern, um den die Erregerwicklung gleichmäßig herumgewickelt ist,
ausgebildet sein. Dabei werden zwei erste Ausgangswicklungen mit jeweils gleicher
Windungszahl um zwei erste, einander gegenüberstehende Schenkel des Magnetkerns
herumgewickelt ul so zuammengeschaltet, daß sie differentiell auf das dn die Erregerwicklung
angelegte Wechselspannungssignal ansprechen, während zwei weitere Ausgangswicklungen
gegenüber dem ersten Ausgangswicklungspaar zur Messung der Quadraturkomponenten
dQS äußeren Magnetfelds mit dem ersten Ausgangswicklungspaar angeordnet werden.
Das zweite Ausgangswicklungspaar wird dabei mit jeweils gleicher Windungszahl um
zwei andere, einander gegenüberstehende Schenkel des Magnetkerns herumgewickelt,
und diese Wicklungen werden so zusanuengeschaltet, daß sie differentiell auf das
an die Erregerwicklung angelegte Wechselspannungssignal ansprechen.
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Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Modulations-Magnetfühlervorrichtung,
Fig. 2 eine graphische Darstellung einer B-H-Kurve für den Magnetkern gemäß Fig.
1,
Fig. 3 eine Fig. 1 ähnelnde Darstellung einer abgewandelten
Ausführungsfoim, Fig. 4 ein Blockschaltbild eines bisherigen Azimutfühlers mit zwei
senkrecht zueinander stehenden Modulations-Magnetfühlr, die jeweils Komponenten
eines auf sie einwllkenfl^n Magnetfelds messen, Fig. 5 ein Blockschaltbild zur Darstellung
des grundsätzlichen Aufbaus der Erfindung, Fig. 6 eine perspektivische Darstellung
eines Magnetfühlers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, Fig. 7 eine Aufsicht
auf den Magnetfühhler nach Fig. 6 zur Erläuterung der Beziehung zwischen ihm und
dem Erdmagnetfeld, Fig. 8 ein Schaltbild für den Magnetfühler gemäß Fig. 6, Fig.
9 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der Steuerschaltung gemäß der Erfindung,
Fig. 10 ein Schaltbild zur Verdeutlichung der Einzelheiten eines Wechselstromverstärkers
und Phasendetektors gemäP Fig. 9, Fig. 11 ein Schaltbild eines Tiefpaßfiltn-rs und
eines Gleichstromverstärkers gemäß Fig. 5, Fig. 12 ein Schaltbild einer Abwandlung
eines Teils der Anordnung nach Fig. 9, Fig. 13 eine perspektivische Darstellung
einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung,
Fig.
14 ein Schaltbild der einen Hälfte der Richtungsweiseranordnung nach Fig. 15, tig.
15 ein Schaltbild einer Ausfül"ungsform des Riclitungsweisers gemäß der Erfindung,
Fig. 16 eine Fig. 15 ähnelnde Darstellung einer angewandelten Ausführungsform der
Erfindung, und Fig. 17 eine Fig. 15 ähnelnde Darstellung einer weiteren Abwandlung
der Erfindung.
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Zum besseren Verständnis zwei Erfindung ist im folgenden das Prinzip
der Modulations-Magnetfühlervorrichtungen anhand von Fig. 1 erläutert. Die Anordnung
nach Fig. 1 umfaßt einen Modulations-Magnetfühler 10 mit einem zylindrischen Magnetkern
12 aus einem magnetischen Material mit steiler Magnetisierungskurve sowie eine Erreger-
und eine Ausgangswicklung 14 bzw. 16, die mit gegenseitigem Abstand um den Magnetkern
12 herumgewickelt sind. Die Erregerwicklung 14 is an eine Wechselspannung-Erregungssignalquelle
18 mit einer Frequenz f angeschlossen, um von dieser mit einem Erregungsstrom zum
Erregen des Magnetkerns 12 beschickt zu werden. Die Ausgangswicklung 16 vermag eine
im Magnetkern 12 auftretende Änderung des Magnetflusses abzugreifen, und sie ist
am einen Ende mit Masse und am anderen Ende mit einem Bandpaßfilter 20 mit einer
Mittenfrequenz 2f verbunden.
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Die Signalquelle 18 ist mit einem Frequenzvervielfacher 22 verbunden,
dem ein Phasendetektor 24 nachgeschaltet ist, welcher seinerseits ebenfalls an das
Bandpaßfilter 20 angeschlossen ist. Der Frequenzvervielfacher 22 multipliziert die
Frequenz f der Signalquelle 18 zur Lieferung eines Signals mit der Frequenz 2f.
Der Phasendetektor 24
ist an eine Anzeigevorrichtung 26 angeschlossen.
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Das Magnetmaterial des Magnetkerns 12 kann die Magnetisierungs- bzw.
B-H-Kurve gemäß Fig. 2 besitzen, in welcher die Magnetiiußdichte B auf der Ordinate
in Abhängigkeit von der Magnetfeldintensität H (welche dem Strom in der Erregerwicklung
proportional ist) auf der Abszisse aufgetragen ist. Sofern kein GleichspaIiiiung-Magnetfeld
am Magnetkern 12 anliegt, ist die B-H-Kurve, wie in Fig. 2 in ausgezogener Linie
dargestellt, gegenüber dem Ursprung bzw. Nullpunkt symmetrisch. Unter diesen Bedingungen
liefert die Signalquelle 18 der Erregerwicklung 12 ein Wechselspannungssignal mit
der Frequenz f zur ausreichenden Sättigung des Magnetkerns. Hierbei entsteht ein
verzerrtes Wechselspannungssignal mit einer Wiederholungsfrequenz von f. Wenn die
B-H-Kurve des Magnetkern 12 gegenüber ihrem Ursprung oder Nullpunkt symmetrisch
verläuft und das Wechselspannungssignal eine Wellenform mit guter Symmetrie besitzt,
liefert die Ausgangswicklung eine gegenüber einem Punkt auf der Zeitachse symmetrische
Wellenform. Bekanntlich entfällt eine solche Wellenform, wenn sie verzerrt ist,
neben der Grundwelle auch ungeradzahlige Harmonische.
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Wenn dagegen an den Magnetkern 10 von außen her ein Gleichspannung-Magnetfeld
mit einer Intensität H gemäß Fig. 10 einwirkt, verschiebt sich die B-H-Kurve des
Magnetkerns 12 vom Nullpunkt nach rechts oder links um eine Größe entsprechend der
Intensität H des äußeren Magnetfelds. Gemäß Fig. 2 ist die gestrichelt eingezeichnete
B-H-Kurve gegenüber dem Ursprung oder Nullpunkt nach rechts versetzt. Dies bedeutet,
daß die B-l1-Kurve ihre Symmetrie gegenüber dem Nullpunkt verloren hat. Infolgedessen
ist auch das an der Ausgangswicklung 16 erzeugte Wechselspannungssignal nicht mehr
gegenüber dem genannten Zeitachsenpunkt symmetrisch.
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Unsymmetrische Wellenformen enthalten bekanntlich neben der Grundwelle
f und ungeradzahligen Hamonischen auch geradzahlige Harmonische. Bei letzteren findet
sich die höchste Amplitude in einer zweiten Harmonischen, die eine Frequenz entsprechend
dem Doppelten der Grundfrequenz f, d.h. 2f, besitzt. Wenn beispielsweise mit E 2f
die Amplitude der zweiten Harmonischen in dem an der Ausgangswicklung 16 entstehenden
Wechselspannungssignal bezeichnet ist, so ist E2f ungefähr proportional der Intensität
H des von außen auf den Magnetfühler 10 einwirkenden Gleichspannung-Magnetfelds.
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Da das Bandpaßfilter 20 nur die zweite Harmonische im Wechselspannungssignal
von der Ausgangswicklung 16 durchzulassen vermag, besitzt das Ausgangssignal dieses
Filters eine Amplitude entsprechend der Intensität des äußeren Gleichspannung-Magnetfelds
und einen Phasenwinkel von entweder 0 oder Ir Radianten, welche die Richtung des
Magnetfelds angibt. Wenn der Phasendetektor synchron mit dem Ausgangssignal des
Frequenzvervielfachers 22 das Wechself.pannungssigl ll vom Bandpaßfilter 20 abgreift,
liefert er an seiner Ausgangsklemme ein Gleichspannungssigflal V entsprechend der
Intensität H und der Richtung des externen Gleichspannung-Magnetfelds. Durch Anlegung
dieses ;ignals V ln die Anzeigevorrichtung 26 kann das externe Magnetfeld H sichtbar
angezeigt werden.
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Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 ist jedoch die.zweite Harmonische E2f
der Ausgangswicklung 16 im Vergleich zu deren Grundwelle Ef und ihren ungeradzahligen
Harmonischen E3f, E5f .... von besonders niedrigem Pegel. Die zweite Harmonische
ist daher praktisch nicht brauchbar.
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GemäB Fig. 3, in welcher den Teilen von Fig. 1 entsprechende Teile
mit denselben Bezugsziffern wie dort bezeichnet sind,
weist ein
ringförmiger Magnetkern 12 zwei einander gegenüberstehende Schenkel und zwei Erregerwicklungen
14a und 14b auf, die jeweils in gleicher Windungs?l.hl in derselben Richtung um
einen Endabschnitt dieser Schenkel herumgewickelt und miteinander in Reihe geschaltet
sind. Am anderen Ende der Schenkel sind zwei Ausgangswicklungen 16a und 16b mit
jeweils gleicher Windungszahl in entgegengesetzter Richtung herumgewickelt und miteinander
in Reihe geschaltet.
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Anderweitig entspricht diese Anordnung im wesentlichen derjenigen
gemäß Fig. 1.
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Infolge der beschriebenen Anordnung wirken die. in Reihe geschalteten
Ausgangswicklungen differentiell gegenüber der Quelle 18 für das Wechselspannung-Errngungssignal,
so daß an der Ausgangsklemme 16c für die Ausgangswicklungen kein Ausgangssignal
anliegt, wenn kein externes Gleichspannung-Magnetfeld H vorhanden ist.
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Wenn jedoch auf dem Modulations-Magnetfühler 10 ein externes Gleichspannung-Magnetfeld
H einwirkt, liefert die Ausgangsklemme 14c eine zweite Harmonische des Erregungssignals
von der Signalquelle 18 und, genau genommen, die geradzahligen Harmonischen derselben
sowie kaum die Grundwelle Ef und ihre ungeradzahligen Harmonischen E3f, ... . Dies
ist darauf zurückzuführen, daß die Ausgangswicklungen 14a und 14b in bezug auf die
über diese Wicklungen induzierte zweite Harmonische kumulativ zusammengeschaltet
sind.
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Mit der Anordnung gemäß Fig. 3 kann somit das externe Gleichspannung-Magnetfeld
im Vergleich zur Anordnung gemäß Fig. 1 stabil und mit hoher Ansprechempfindlichkeit
gemessen werden.
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Die Richtungen des Gleichspannung-Magnetfelds können durch einen Azimutfühler
bzw. eine Richtungsmeßvorrichtung mit
zwei Modulations-Magnetfühlern
der Art gemäß Fig. 3 gemessen werden, die so angeordnet sind, daß sie Quer- bzw.
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Quadraturkomponenten des Gleichspannunq-Magnetfels messen.
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Das Gleichspannung-Magnetfeld kann das Erdmagnetfeld sein.
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Fig. 4 ist ein Blockschaltbild des vorstehend umrissenen Richtungfühlers
bz, -weisers. Die dargestellte Anordnung umfaßt einen ersten Modulations-Magnetfühler
10X zur Messung einer Komponente in einer ersten Richtung bzw. X-Richtung eines
von außen einwirkenden Gleichspannung-Magnetfelds H mit einer ersten Signalverarbeitungsschaltung
32X, die über eine Ausgangsklemme 16cX mit dem Magnetfühler 10X verbunden ist, einen
zweiten Modulations-Magnetfühler 10Y zur Messung einer Komponente in einer Y-Richtung
senkrecht zur X-Richtung des Marrnetfelds und eine zweite Signalverarbeitungsschaltung
32Y, die mit dem Magnetfühler 10Y über seine Ausgangsklemme 16cY verbunden ist.
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Wie bei den Anordnungen gemäß Fig. 1 und 3 werden die nicht dargestellten,
an jedem Magnetfühler 10X oder 10Y vorgesehenen Erregerwicklungen durch eine nicht
dargestellte, zugeordnete Wechselspannung-Erregungssignalquelle erregt.
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Die Signal - rarbeitungsschaltungen 32X oder 32Y nehmen jeweils ein
Ausgangssignal von der Ausgangsklemme 16cX bzw.
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16cY ab, um ein Ausgangssignal Vx bzw. Vy zu liefern, welches die
Intensität und Richtung des Magnetfelds H angibt. Die Signalverarbeitungsschaltungen
32X und 32Y enthalten aus diesem Grund jeweils das Bandpaßfiliter 20, den Frequenzvervielfacher
22 und den Phasendetektor 24 (vgl. Fig. 1).
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Wenn bei der Anordnung gemäß Fig. 4 beispielsweise ein gleichspannung-Magnetfeld
H mit einer ebenfalls mit H bezoiceten Intensität so angelegt wird bzw. einwirkt,
daß
das Magnetfeld eine Komponente HX in der X-Richtung 30X und
eine Komponente H in der Y-Richtung besitzt, lassen Y sich die Signale Vx und Vy
der Signalverarbeitungsschaltungen 32X bzw. 32Y mit Vx = KHx bzw. Vy = KMy ausdrücken,
wobei K eine Konstante bedeutet. Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung wirkt
das Magnetfeld mit der Intensitcit H unter einem Winkel e zur Richtung 30X auf die
Anordnung ein. Infolgedessen gelten HX = Hcose und Hy = Hsine. Infolgedessen lassen
sich die Sinale Vx und Vy mit Wlicose bzw. Vy = KHsine ausdrücken. Dividieren von
Vy durch VX ergibt Vy/Vx = sine/cose = tane. Somit bestimmt sich der Winkel e zoll
e - tan (Vy/Vx) Die Anordnung gemäß Fig. 4 kann in einem lokalen Gleichspannung-Magnetfeld
mit einer konstanten Intensität von H0 liegen, wodurch ein Meßfehler eingeführt
wird. Wenn unter diesen Bedingungen ein zu messendes externes Gleichspannung-Magnetfeld
mit der Intensität H auf die Anordnung einwirkt, befindet sich letztere in einem
Magnetfeld mit einer Intensität, welche der Vektorsumme beider Intensitäten H und
H0 entspricht. Wenn beispielsweise angenommen wird, daß das lokale Magnetfeld H0
in einer Richtung liegt, in welcher ein Winkel Z zur Richtung 30X des Modulations-Magnetfühlers
10X gebildet wird, besitzt das Gesamt-Magnetfeld eine X-Komponenee HX und eine Y-Komponente
Hy, die sich ausdrücken lassen durch HOcosK bzw. Hy = H sin e + IIo sin α
. Infolgedessen lassen sich die Signale Vx und Vy der Signalverarbeitungsschaltung
32X baw. 32Y ausdrücken durch VX = K/Hcose + HocoscK ) bzw.
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Vy = K(Ilsine + H0sinα). Infolgedessen läßt sich der Winkel
e nicht aus den Signalen Vx und Vy ableiten, sofern nicht die Intensität I!o und
der Winkel OL bekannt sind.
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Azimutfühler bzw. RichtunvCweiservorrichtungen mit zwei Modulations-Magentfühlern,
die auf die in Fig. 4 dargestellte
Weise wirkungsmäßig miteinander
kombiniert sind, eignen sich als Meßfühler zur Kursbestimmung von sich bewegenden
Körpern, wie Kraftfahrzeugen. Kraftfahrzeuge besitzen jedoch einen Aufbau mit einem
großen Anteil an Eisen, das in vielen Fällen im Verlauf der Kraftfahrzeugfertigung
oder der Blechherstellung magnetisiert worden ist. Wenn daher ein Richtungsweiser
der Art gemäß Fig. 4 an einem Kraftfahrzeug montiert ist, kann die Richtung des
Erdmagnetfelds wegen des Vorhandenseins des lokalen, MeßEehler einführenden Eigenmagnetfelds
des Kraftfahrzeugs nicht genau bestimmt werden. Infolgedessen ergibt sich ein Meßfehler
ei der Bestimmung des Azimuts bzw. der Richtung des Erdmagnetfelds. Um solche Eigenmagnetfelder
zu kompensieren, wurden bisher folglich mehrere Dauermagnete um die betreffende
Richtungsweiseranordnujig herum vorgesehen. Diese Maßnahme erwies sich jedoch als
höchst unzweckmäßig, weil die Dauermagnete bezüglich Lann und Intensität schwierig
zu justieren sind.
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Fig. 5 veranschaulicht den Grundaufbau eines Kursgebers bzw.
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Richtungsweisers gemäß der Erfindung. Die dargestellte Ano lnung umfaßt
einen Magnetfühler 34, eine Steuerschaltung 36 und eine Anzeigevorrichtung 38, die
in der genannten Reihenfolge miLeinander in Reihe geschaltet sind. Wenn auf die
durch den Pfeil H angedeutete Weise der Erdmagnetismus H unter einem Winkel e zu
einer sti hpunktiert eingezeichneten Bezugszlinie auf den Magnetfühler 34 einwirkt,
schlägt ein Zeiger 40 der Anzeigevorrichtung 38 über einen Winkel e aus seiner Nullstellung
aus.
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Der Magnetfühler 34 kann beispielsweise die Modellkonstruktion gemäß
Fig. 6 besitzen. Dabei besitzt der Magnetfühler 34 einen ringförmigen Magnetkern
42, der üblicherweise als Toroidkern bezeichnet wird. Der Toroidkern gemäß Fig.
6 besitzt einen rechteckigen Querschnitt und besteht aus einem
ferromagnetischen
Material mit einer Magnetisierungs- bzw.
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B-H-Kurve der Art gemäß Fig. 2. Der Magnetkern 42 kann jedoch auch
einen rechteckigen Umriß anstelle des kreisförmigen Umrisses gemäß Fig. 6 besitztn.
Um den Magiietkern 42 ist eine Erregerwicklung 44 gleichmäßig in der Weise herumgewickelt,
daß der Magnetkern 42 durch ein über Klemmen 44a und 44b angelegtes Wechselspannungssignal
umfangsmäßig magnetisiert wird. Weiterhin ist eine erste Ausgangswicklung 46 so
um den Magnetkern 42 herumgewickelt, daß sie zwei diametral gegenüberliegende Abschnitte
desselben auf-bzw. neben den benachbarten Abschnitten der Erregerwicklung 44 umschlingt,
während eine zweite Ausgangswicklung 48 auf dieselbe Weise wie die erste Ausgangswicklung
46 um praktisch senkrecht zu dieser um den Magnetkern 42 herumgewickelt ist. Die
beiden Ausgangswicklungen 46 und 48 weisen jeweils Abschlüsse bzw. Klemmen 46a,
46b bzw. 48a, 48b. auf.
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Bei der Anordnung gemäß Fig. 6 hat ein die Erregerwicklung 44 durchfließendes
Wechselspannungssignal ersichtlicherweise zur Folge, daß keine der Ausgangswicklungen
ein Ausgangssignal abgibt. Dasselbe gilt auch für eine Vergrößerung des Wechselstromflusses
durch die Erregerwicklung 44 auf eine solche Größe, daß der Mangetkern 42 magnetisch
gesättigt wird.
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Wenn dagegen ein externes Gleichspannung-Magnetfeld H senkrecht zur
Ausgangswicklung 46 auf diese einwirkt (Pfeil H In Fig. 6), wird der mit der Ausgangswicklung
46 verkettete Teil des Mangetkerns 42 durch das äußere Magnetfeld gleichspannungsmäßig
magnetisiert, so daß die B-H-Kurve auf die vorher in Verbindung mit Fig. 2 beschriebene
Weise eine Verschiebung um einen der Intensität des externen Magnetfelds entsprechenden
Betrag erfährt. Infolgedessen erscheint
über die Ausgangswicklung
46 ein Wechselspannungssignal.
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Wenn dabei das an der Erregerwicklung 44 anliegende Erregungssignal
die Frequenz f und gute Symmetrie besitzt, d.h. keine geradzahlige Harmonische enthält,
enthält das an der Ausgangswicklung 46 induzierte Wechselspannungssignal eine Signalkomponente
mit einer Frequenz entsprechend dem Doppelten der Frequenz des Erregungssignals
bzw. seiner zweiten Harmonischen, wobei die Amplitude etwa der Intensität des externen
Magnetfelds proportional ist. Die Anordnung gemäß Fig. 6 wird daher auch als magnetischer
Modulator für zweite Harmonische (second harmonic type magnetic modulator) bezeichnet.
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Andererseits wird der mit der Ausgangswicklung 48 verkettete Teil
des Magnetkerns 42 durch das externe Magnetfeld nicht umfangsmäßig magnetisiert,
mit dem Ergebnis, daß die Ausgangswicklung 48 kein Ausgangssignal abgibt.
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Fig. 7 ist eine Aufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 6 mit weggelassener
Erregerwicklung 42. Wenn ein Gleichspannung-Magnetfeld mit der Intensität H auf
die Anordnung gemäß Fig. 7 so einwirkt, daß ein Winkel e zwischen der Richtung des
Magnetfelds und der zentralen Durchmesserebene der Ausgangswicklung 48 gebildet
wird (vgl. Pfeil H in Fig. 7), enthalten die von beiden Ausgangswicklungen 48 und
48 erzeugten Signale jeweils frequenzverdoppelte Signalkomponenten bzw. zweite Harmonische
Ex und Eyi die sich durch Ex = KHcose und Ey = KHsine, worin,K eine Konstante bedeutet.
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Der Mangetfühler gemäß Fig. 6 kann den Schaltungsaufbau nach Fig.
8 besitzen, in welcher den Teilen von Fig. 6 entsprechende Teile mit denselben Bezugs
ziffern wie vorher bezeichnet sind.
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Die Darstellung nach Fig. 8 dient zur Erleichterung des Verständnisses
der Erfindung.
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Die Steuerschaltung 36 kann den Schaltungsaufbau nach Fig. 9 besitzen,
in welcher der Magnetfühler 34 ebenfalls in der Schaltungskonfiguration gemäß Fig.
8 dargestellt ist.
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Die dargestellte Anordnung umfaßt einen ersten Wechselstrom-Verstärker
50, der über seine Klemmen 46a und 46b über die elfte Ausgangswicklung 46 geschaltet
ist, um das Wechselspannungssignal von der Ausgangswicklung 46 zu verstärken, sowie
einen zweiten Wechselstrom-Verstärker 42, der über die Klemmen 48a und 48b an die
zweite Ausgangswicklung 48 angeschlossen ist und deren Wechselspannungssignal verstärkt.
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Weiterhin vorgesehen sind ein Oszillator 54, der auf einer Frequenz
entsprechend dem Vierfachen der Frequenz f des Erregungssignals schwingt, ein Frequenzteiler
56, der mit dem Oszillator 54 zum Dividieren der Frequenz 4f dieses Oszillators
zur Lieferung eines Wechselspannungssignals mit einer Frequenz von 2f an der Ausgangsklemme
46a sowie Wechselspannungssignalen mit der Frequenz f an seinen Ausgangsklemmen
56b bzw. 56c verbunden ist. Die an den Ausgangsklemmen 56b und 56c erscheinenden
Wechselspannungssignale mit der Frequenz f werden gegenphasig an zwei Treiberschaltungen
58 bzw. 60 angelegt, deren Ausgangssignale über Klemmen 44a bzw. 44b an die Erregerwicklung
44 angelegt werden.
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Die Wechselspannungssignale von den beiden Verstärkern 50 und 52 werden
einem ersten und einem zweiten Phasendetektor 62 bzw. 64 eingegeben,die auch das
Wechselspannungssignal mit der Frequenz 2f des Frequenzteilers 56 abnehmen. Die
beiden Synchron- bzw. Phasendetektoren 62 und 64 nehmen
somit Gleichspannungssignale
ab, welche den Wechselspannungssignalkomponenten mit der Frequenz 2f bzw. frequenzverdoppelten
Signalkomponenten proportional sind. Diese Gleichspannungssignale von den beiden
Phasendetektoren 62 und 64 werden zur Beseitigung von Welligkeitsanteilen einem
ersten und einem zweiten Tiefpaßfilter 66 bzw. 68 eingespeist. Weiterhin sind zwei
Gleichstrom-Verstärker 70 und 72 an die Ausgänge der beiden Tiefpaßfilter 66 bzw.
68 angeschlossen, um an Ausgangsklemmen 74x bzw. 74y verstärkte Gleichspannungssignale
Vx bzw. Vy zu liefern, die ihrerseits die Ausgangssignale der Steuerschaltung 36
bilden und wiederum an die Anzeigevorrichtung 38 (Fig. 5) angelegt werden.
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Fig. 10 veranschaulicht beispielhaft die Einzelheiten des ersten Wechselstrom-Verstärkers
50 und des mit diesem verbundenen Phasendetektors 62. Gemäß Fig. 10 umfaßt der Verstärker
50 einen Operationsverstärker 76 mit einem positiven und einem negativen Eingang,
die über eine Reihenschaltung aus einem Kondensator C1 und einem Widerstand R1 an
die erste Ausgangswicklung 46 angeschlossen sind, und mit einem Ausgang, der über
einen Widerstand R2 an den negativen Eingang und weiterhin über einen Kondensator
C2 an die Verzweigung oder Verbindung zwischen Kondensator Cl und Widerstand R1
rückgekoppelt ist. Der positive Eingang liegt an Masse.
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Wenn die Widerstände R1 und R2 beispielsweise Widerstandswerte R1
und R2 und die Kondensatoren C1 und C2 Kapazitäten C1 und C2 besitzen, können die
jeweiligen Größen entsprechend
gewählt werden, so daß der Wechselstrom-Verstärker 62 selektiv nur die Wechselspannungssignalkomponente
mit der Frequenz 2f verstärkt. Der Wechselstromverstärker 62 bildet somit einen
selektiven Verstärker.
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Der Ausgang des Operationsverstärkers 76 ist mit einem Eingang 62a
des ersten Phasendetektors 62 verbunden. Der
Eingang 62a ist über
einen Widerstand R3 mit dem Kollektor eines emittergekoppelten npn-Transistors 78
verbunden, dessen Basis über einen Widerstand R4 mit dem anderen Eingang 62b des
Phasendetektors verbunden ist, der seinerseits das Wechselspannungssignal mit der
Frequenz 2f vom Frequenzteiler 56 abnimmt. Der Kollektor des Transistors 78 ist
außerdem an einen Ausgang 62c des Phasendetektors 62 angeschlossen.
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Der zweite Wechselstromverstärker 64 und der an ihn angeschlossene
Phasendetektor 68 können ebenfalls den Aufbau nach Fig. 10 besitzen.
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Das erste Tiefpaßfilter 60 und der an dieses angeschlossene erste
Gleichstrom-Verstärker 70 können beispielsweise die Schaltungskonfiguration gemäß
Fig. 11 besitzen. Dabei weist ein Operationsverstärker 80 einen an Masse liegenden
positiven Eingang sowie einen negativen Eingang auf, der an einen Widerstand R5
angeschlossen ist, welcher seinerseits über einen Eingang 88 bzw. 82a mit dem Ausgang
62c des ersten Phasendetektors 62 verbunden ist. Der Ausgang des Operationsverstärkers
80 ist mit der Ausgangsklemme 74x der Steuerschaltung 36 verbunden und über einen
Kondensator C3, der mit einem Widerstand R6 parallelgeschaltet ist, an den negativen
Eingang rückgekoppelt.
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Der Operationsverstärker 80 bildet eine kombinierte Tiefpaßfilter-
und Verstärkerschaltung 86A, mit dem an seinem Eingang 82a angeschlossenen Widerstand
R5, dem Widerstand R6 und dem Kondensator C3.
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Das zweite Tiefpaßfilter 64 und der Gleichstrom-Verstärker 68 l innen
ebenfalls den Aufbau nach Fig. 11 besitzen.
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Fig. 12 veranschaulicht eine Abwandlung der Anordnung nac Fig 11 mit
der ersten Ausgangs-Meßspule 46 und ihren zugeordneten
Bauteilen
50 und 62. Gemäß Fig. 12 ist anstelle der kombinierten Tiefpaßfilter- und Verstärkerschaltung
86A nach Fig. 11 eine Integratorschaltung 82B vorgesehen, deren Ausgang mit der
Ausgangsklemme 74x verbunden und zur ersten Ausgangs-Meßfühlerwicklung 46 über einen
Rückkopplungswiderstand 84 mit einem Widerstandswert Rf rückgekoppelt ist. Die Integratorschaltung
82B unterscheidet sich von der Schaltung 82A nur dadurch, daß bei ersterer der Widerstand
R6 nach Fig. 11 fehlt.
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Die zweite Ausgangs-Meßfühlerwicklung 48 und ihre zugeordneten Bauteile
52, 64, 68 und 72 können den Aufbau nach Fig. 12 besitzen.
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Bei der Anordnung gemäß Fig. 12 sei angenommen, daß die Integ ltorschaltung
82B eine ausreichend hohe Regelverstärkung besitzt. In diesem Fall gilt entsprechend
der Rückkopplungstheorie K'VX/Rf = Hx, wobei K' eine Konstante, Vx eine Ausgangsspannung
der Integratorschaltung 82B und HX eine Komponente des am Magnetfühler 34 anliegenden
Magnetfelds H bedeuten, die senkrecht" zur ersten Ausgangswicklu j 46 liegt.
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Aufgrund der beschriebenen Rückkopplungsschaltung besitzt die Anordnung
nach Fig. 12 eine Ansprechempfindlichkeit VX/Hx, die schwierig durch den Verstärkungsfaktor
eines verwendeten Verstärkers und eine Spannungsänderung über eine vorgesehene elektrische
Stromquelle zu beeinflusSen ist. Hierdurch wird eine beträchtliche Erhöhung der
Genauigkeit gewährleistet. Es ist auch darauf hinzuweisen, daß die Stabilisierung
aufgrund der Rückkopplung der Ausgangsspannungen für Schaltungen zweckmäßig ist,
welche nicht die Integratorschaltung nach Fig. 10 oder 11 enthalten.
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Aus den vorstehenden Ausführungen geht hervor, daß die Steuerschaltung
36 gemäß Fig. 9 an den Ausgangsklemmen 74x und 74y Ausgangsspannungen V bzw. Vy
liefert, die x sich durch Vx = Kx bzw. V = K"IIy ausdrücken lassen, x worin K" eine
Konstante bedeutet, 11x die oben angegebene Bedeutung besitzt und H eine senkrechte
zur zweiten Ausgangswicklung 48 liegende Komponente des den Magnetfühler 34 beeinflussenden
Magnetfelds bedeutet. Wie erwähnt, gelten beispielswei' bei der Anordnung nach Fig.
7 HX = Hcose und Hy = Eine.
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Fig. 13 veranschaulicht einen Modellaufbau der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung
38 (vgl. Fig. 5). Die dargestellte Anordnung enthält zwei Treiberwicklungen bzw.
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-spulen 90 und 92 in Form von einander identischen Rechtecken, die
einander senkrecht kreuzen und zwischen sich einen Zwischenraum festlegen, wobei
in diesem Raum in zentraler Anordnung ein Dauermagnet 94 angeordnet ist, der um
seinen Mittelpunkt auf der gemeinsamen Achse beider Spulen 90 und 92 drehbar gelagert
ist. ber den beiden Spulen 30 und 92 ist ein Zeiger 16 angeordnet, dessen eines
Ende mit dem Mittelpunkt des Dauermagneten 94 über einen dünnen Stift bzw. über
eine Nadel verbunden ist, welche die oberen Kreuzungsabschnitte der Spulen 90 und
92 (Fig. 13) durchsetzt und auf der gemeinsamen Achse beider Spulen liegt. Der Zeiger
96 ist auf den Dauermagneten 94 ausgerichtet und mit diesem mitdrehbar gelagert.
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Wenn die senkrecht zueinanderstehenden Spulen 90 und 92 von Gleichströmen
IX und Iy durchflossen werden, bildet das entstehende Magnetfeld mit der Intensität
H' einen Winkel eg zur Spule 92. Das Magnetfeld H' enthält eine durch H'cose' =
zIX ausdrückbare Komponente in Richtung der Spule 92 und eine durch H'sin#' = αIy
ausdrückbare
Komponente in Richtung der Spule 90, wobei eine Konstante
darstellt.
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Infolgedessen gilt Iy/IX = sine'/cose' = tanet. Unter diesen Bedingungen
schwingt der Dauermagnet 94 mit dem Zeiger 96, bis er unter einem Winkel e' entsprechend
e = tan Iy/IX gegenüber seiner Ausgangsstellung zur Ruhe kommt.
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Wenn die Anzeigevorrichtung 38 gemäß Fig. 15 mit den Ausgangsklemmen
74x und 74y der Steuerschaltung 36 (Fig. 9) verbunden ist, werden die Spulen 90
und 92 von Strömen oder Vx/R bzw. Iy oder Vy/R durchflossen, wobe R die Widerstandsgröße
jeder Spulen 90 bzw. 92 angibt. Da, wie erwähnt, Vx = K"Hcose und Vy = K"Hsine gilt,
ergibt sich Iy/IX = Vy/Vx = sine/cose = tane. Dies ergibt wiederum e = tan (tank)
= e. Mit anderen Worten: Der Winkel e, über den sich der drehbare Dauermagnet 94
gedreht hat, entspricht dem Winkel e zwischen dem Magnetfühler 34 und dem an diesem
anliegenden externen Magnetfeld. Der Zeiger 96 weist also genau in die Richtung
des einwirkenden Magnetfelds.
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Die beschriebene Richtungsweiseranordnung gemäß der Erfindung enthält
den Magnetfühler 34, die Steuerschaltung gemäß Fig. 9 mit den Strömen IX und/oder
die Anzeigevorrichtung 36, wobei Magnetfühler 34 und Anzeigevorrichtung 36 in voneinander
getrennter Lage am betreffenden Fahrzeug anbringbar sind. Beispielsweise kann der
Magnetfühler 34 in einer Position angeordnet sein, in welcher er gut auf das Erdmagnetfeld
anspricht, beispielsweise an der Heckscheihe oder auf dem Dach eines Kraftfahrzeugs,
während die Anzeigevorrichtung 33 am Armaturenbrett des Fahrzeugs
angeordnet
ist. Aufgrund dieser Anordnung werden sowohl gute Meßgenauigkeit als auch gute Ablesbarkeit
gewährleistet.
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Wie erwähnt, führt das lokale bzw. Eigenmagnetfeld einen Meßfehler
in die Richtungsmessung des externen Magnetfelds mittels der Azimutfühlervorrichtung
ein, die zwei Modulations-Magnetfühler zur Messung der Quadraturkomponenten des
externen Magnetfelds aufweist. In Fig. 14, in welcher die den Teilen von Fig. 4
entsprechenden Teile mit denselben Bezugsziffern wie dort bezeichnet sind, ist eine
Modulations-Magnetfühlervorrichtung dargestellt, die elektrisch mit einer erfindungsgemäßen
Kompensierschaltung zur Aufhebung dieses einen Fehler einführenden Eigenmagnetfelds
verbunden ist.Bei der dargestellten Anordnung ist die Ausgangsklemme 16c der zusammengeschalteten
Ausgangswicklung 14a, 14b über einen Widerstand 102 mit einer variablen bzw. regelbaren
Gleichstromquelle 100 verbunden, deren Minusklemme an Masse liegt.
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In jeder anderen Hinsicht entspricht diese Anordnung derjenigen nach
Fig. 4.
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Im Betrieb fließt ein kompensierender Gleichstrom I von der Stromquelle
100 über den Widerstand 102 in die Ausgangswicklungen 14a, 14b, so daß im Mangetkern
12 ein Gleichspannung-Magnetfeld entsteht. Wenn das so erzeugte Magnetfeld dieselbe
Intensität und die entgegengesetzte Richtung wie das betreffende Eigenmagnetfeld
H0 besitzt, kann das loknle bzw. Eigenmagnetfeld unterdrückt werden.
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Zu diesem Zweck wird die Spannung der regelbaren Gleichstromquelle
100 so eingestellt, daß der Phasendetektor 24 ein Null-Ausgangssignal liefert, wenn
am Magnetfühler 10 kein externes Magnetfeld anliegt.
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Fig. 15 veranschaulicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Richtungsweiservorrichtung mit Mitteln zur
Ausschaltung bzw. Unterdrückung
des internen bzw. Eigenmagnetfelds. Diese Anordnung unterscheidet sich von derjenigen
nach Fig. nur dadurch, daß gemäß Fig. 15 eine variable bzw. regelbare Gleichstromquelle
100X oder 100Y einen kompensierenden Strom IX bzw. Iy über einen Widerstand 102X
bzw. 102Y zur Ausgangsklemme 16cX oder 16cY des betreffenden Modulations-Magnetfühlers
10X bzw. 10Y liefert, um dabei, wie b der Anordnung nach Fig. 14, das Eigenmagnetfeld
Hg aufzuheben.
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Die Modulations-Magnetfühler 10X und 10Y können zu der einheitlichen
Konstruktion nach Fig. 17 zusammengefaßt werden. Dabei weist ein quadratischer Magnetkern
12 eine nicht dargestellte, gleichmäßig um ihn herumgewickelte Erregerwicklung,
zwei erste Ausgangswicklungen, die mit jeweils gleicher Windungszahl in entgegengesetzte
Richtungen um zwei erste, einander gegenüberstehende Schenkel des Magnetkerns 12
herumgewickelt und miteinander in Reihe geschaltet sind, sowie ein zweites Paar
von Ausgangswicklungen auf, die in entgegengesetzten Richtungen um ein zweites,
einander gegenüberstehendes Schenkelpaar des Magnetkerns 12 herumgewickelt und miteinander
in Reihe geschaltet sind. Die beiden Ausgangswicklungspaare, die mit 16X bzw. 16Y
bezeichnet sind, sind senkrecht zueinander angeordnet und jeweils differentiell
mit einem über die Erregerwicklung angelegten Erregungssignal betreibbar.
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Die Anordnung nach Fig. 16 entspricht bezüglich des Arbeitsprinzips
weitgehend den Anordnungen nach den Fig.3 und 4; außerdem vermag sie das interne
hzw. Eigenmagnetfeld auf die vorher in Verbindung mit Fig. 14 beschriebene Weise
zu unterdrücken.
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Die Anordnung nach Fig. 16 kennzeichnet sich dadurch, daß ihr Aufbau
insgesamt vereinfacht ist.
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Die Anordnung nach Fig. 17 unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. 16 nur in der Art und Weise, in welcher die beiden Ausgangswicklungen um den
quadratischen Magnetkern herumgewickelt sind. Gemäß Fig. 17 umschlingt die eine
Ausgangswicklung, beispielsweise die Wicklung 14X, zwei erste, einander gegenüberstehende
Abschnitte des Magnetkerns 12, d.h. einen oberen und einen unteren Schenkel (vgl.
Fig. 17), der die andere Ausgangswicklung 14Y um die beiden anderen, gegenüberstehenden
Schenkel, d.h. den linken und den rechten Schenkel, herumgewickelt ist und senkrecht
zur Ausgangswicklung 14X liegt, so daß sich eine vereinfachte Wicklungsart ergibt.
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Bei der Anordnung nach Fig. 17 sind die beiden Ausgangswicklungen
14X und 14Y nicht gitterartig mit dem Magnetfluß aufgrund des Erregungsstroms in
der Erregerwicklung (nicht dargestellt) verkettet, sondern vielmehr mit einem externen
Magnetfeld verkettet. Der Magnetfühler 10 gemäß Fig. 17 arbeitet daher ähnlich wie
derjenige nach Fig. 7.
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In Fig.16 und 17 kann jeweils anstelle des quadratischen Magnetkerns
12 ein Toroidkern verwendet werden.
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Obgleich die Erfindung vorstehend in Verbindung mit einigen bevorzugten
Ausführungsformen dargestellt und beschrieben ist, sind dem Fachmann selbstverständlich
verschiedene Änderungen und Abwandlungen möglich, ohne daß vom Rahmen der Erfindung
abgewichen wird.