DE2928635A1 - Endotracheal-intubationstubus - Google Patents
Endotracheal-intubationstubusInfo
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Description
- Unter dem Begriff "Endotracheal-Intubation" versteht
- man das Einlegen einer Röhre oder eines Schlauches vom Mund oder der Nase aus durch den Kehlkopf in die Luftrohre, um insbesondere während der Narkose die Atemwege freizuhalten oder eine künstliche Beatmung durchzuführen.
- Die für diesen Zweck verwendeten Intubationstuben bestehen in der Regel aus Gummi oder einem flexiblen Kunststoff und sind zum Teil durch eine Drahtspirale verstärkt.
- Um eine Abdichtung zwischen der Luftröhre und dem eingeführten Tubus zu erreichen, sind in der Nähe der Tubusspitze aufblähbare Abdichtungsmanschetten vorgesehen, die aus einem dünnwandigen elastischen Material bestehen und durch einen mit der Hand betätigbaren Ballon aufgebläht werden können.
- Es ist aber nachteilig, daß es häufig zu einer Beschädigung der Intubationstuben, insbesondere ihrer Abdichtungsmanschetten, kommt, wenn sie über die relativ engen Zugänge durch den Mund oder die Nase eingeführt werden. Derartige Beschädigungen treten häufiger bei den über die Nase eingeführten Nasotrachealtuben auf, doch werden sie auch bei der oralen Intubation beobachtet. Ein weiterer Nachteil der bekanzzten Endotrachealtuben ist darin zu sehen, daß sie nicht sterilisiert verpackt zur Verfügung stehen, sondern bei ihrem Gebrauch zusätzliche Sterilisationsmaßnahmen erfordern.
- Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen neuen Endotracheal Intubationstubus zur Verfügung zu stellen, der sich ohne Beschädigung in die Luftröhre einführen läßt und der in steriler Verpackung in die Luftröhre eingeführt werden kann.
- Durch die Erfindung wird diese Aufgabe gelöst, durch einen Endotracheal-Intubationstubus, der gekennzeichnet ist durch eine Schutzhülle, die mindestens die Spitze des Tubus' und die Abdichtungsmanschette bedeckt.
- Diese-Hülle schützt die empfindliche und leicht beschädigbare Abdichtungsmanschette beim Hindurchführen durch die engen Zugänge des Nasen- und Rachenraumes und läßt sich nach dem Passieren dieser Räume leicht entfernen. Das Entfernen der Hülle kann z.B. durch Ziehen an einem mit der Hülle verbundenen Streifen oder Faden oder durch eine Zange erfolgen. Durch die dabei aufgewandte Zugkraft wird die Hülle in der Regel an der Stelle aufreißen, die die Spitze des Tubus' bedeckt; Zur Erleichterung des Aufreißens und des Abziehens der Schutzhülle kann man sie bevorzugt mit geschwächten Stellen versehen, die bei einer Zugbeanspruchung leichter aufreißen als der übrige Teil der Schutzhülle. Derartige geschwächte Stellen erhält man z.B. dadurch, daß die Schutzhülle an den entsprechenden Stellen in unterbrochener oder kontinuierlicher Weise eine geringere Dicke aufweist als an anderen Stellen. Auch durch eine lokalethermische Behandlung kann eine Schwächung der entsprechenden Stellen der Schutzhülle herbeigeführt werden.
- Bevorzugt befindet sich die geschwächte Stelle bei der Schutzhülle im Bereich der Spitze des Tubus', weil bei einer Zugbeanspruchung in Richtung der Mundhöhle die Zugkräfte besonders an dem die Spitze bedeckenden Teil der Schutzhülle angreifen.
- Eine andere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß die zur Erleichterung des Abziehens der Schutzhülle geschwächte Stelle sich zwischen der Spitze des Tubus' und der Abdichtungsmanschette befindet. Diese Ausführungsform empfiehlt sich besonders für Nasaltuben, um ein vorzeitiges Öffnen der Schutzhüllen beim Durchgang durch den engen Nasenweg zu verhindern.
- Nach einer anderen Form der Erfindung ist der Intubationstubus bis etwa zur Hälfte seiner Länge von der Schutzhülle bedeckt.
- Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß der Intubationstubus vollständig, einschließlich des Ansatz stückes für das Beatmungsgerät, des Luftzuleitungsschlauches für die Abdichtungsmanschette und des Ballons zum Aufblähen der Abdichtungsmanschette, von der Schutzhülle bedeckt ist.
- Die Schutzhülle besteht bei der Erfindung in der Regel aus einem weichen Material, insbesondere aus Gummi oder einem anderen elastischen Material. Beispiele für andere elastische Materialien sind Kunststoffe, Polyäthylen, Mischpolymerisate des Äthylens und Mischpolymerisate aus Styrol und Butadien.
- Um die bei der Einführung des Tubus mechanisch stark beanspruchten Teile des Tubus' besonders gut zu schützen, ist es vorteilhaft, den Teil der Schutzhülle, der die Spitze und die Abdichtungsmanschette bedeckt, stärker auszubilden.
- Man kann dies beispielsweise dadurch erreichen, daß dieser Teil der Schutzhülle dicker oder mit Fasern verstärkt ist.
- Auch bei dieser Ausführungsform ist es zweckmäßig die bereits geschilderten geschwächten Stellen für das Aufreißen und das Abziehen der Schutzhülle vorzusehen.
- Um eine Beschädigung der Schutzhülle durch den Tubus während des Einführens zu vermeiden ~wird bevorzugt ein Gleitmittel zwischen dem Tubus und der Schutzhülle angeordnet.
- Bei der Erfindung ist es vorteilhaft, den von der Schutzhülle umfaßten Teil des Tubus'steril in der Schutzhülle zu verpacken.
- Dadurch gelingt es,die Abdichtungsmanschette steril in die Luftröhre einzuführen.
- Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert, die in shematischer Darstellung verschiedene Intubationstuben gemäß der Erfindung zeigen.
- Figur 1 ist eine Teilansicht eines nasalen Intubationstubus, bei der der Tubus mit 1, seine Spitze mit 2 und die Abdichtungsmanschette mit 3 bezeichnet wird. Die Spitze und die Abdichtungsmanschette und ein weiterer Teil des Tubus' werden von der Schutzhülle 4 umfaßt. Die Schutzhülle besitzt einen Aufreißstreifen 5, mit dessen Hilfe die Hülle nach der Einfiihrung des Tubus' in die Luftröhre gegen die Tubusspitze gezogen und nach Durchstoßung der Hülle angezogen wird. Gleichzeitig wird durch den Streifen verhindert, daß die Schutzhülle beim Einatmen in die Luftröhre gesaugt wird.
- Der Tubus von Figur 2 gleicht weitgehend denjenigen von Figur 1 und es bezeichnen in beid#en Zeichnungen gleiche Zahlensymbole gleiche Teile. Die Schutzhülle 5 bedeckt jedoch in Figur 2 den gesamten gezeigten Teil des Tubus'. An der Tubusspitze 1 ist zur Erleichterung des Aufreißens der Schutzhülle eine geschwächte Stelle 6 vorhanden, bei der in etwa gleichem Abstand dünnere Partien der Schutzhülle angeordnet sind, die bei einer Zugbeanspruchung eher reißen als die anderen Bereiche der Schutzhülle.
- Figur 3 zeigt einen Oraltubus der vollständig in der Schutzhülle verpackt ist. Der Tubus besitzt an dem vorderen Ende eine Spitze 2 und am entgegengesetzten Ende ein Anschlußstück 7 für das Beatmungsgerät. Mit der Abdichtungsmanschette 3 ist über einen Luftzuleitungsschlauch 8 ein Ballon 9 verbunden, mit dessen Hilfe die Abdichtungsmanschette aufgebläht wird. Die Aufreißringe io sind mit der Schutzhülle in Höhe der sich in Längsrichtung überdie gesamte Schutzhülle erstreckenden geschwächten Stellen verbunden. Durch Ziehen an den Aufreißringen und Ausübung eines Gegendrucks auf den Tubus gelingt die Öffnung und das Abziehen der Schutzhülle.
- Der von der Schutzhülle mindestens teilweise umfaßte Intubationstubus kann von beliebiger Art sein. Es eignen sich infolgedessen alle eingangs erwähnten Intubationstuben. L e e r s e i t e
Claims (11)
- Patentansprüche: gekennzeichnet durch eine Schutzhülle (2), die mindestens die Spitze (2) des Tubus (1) und die Abdichtungsmanschette (3) bedeckt.
- 2. Tubus nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Schutzhülle eine vorher geschwächte Stelle (6)besitzt, die nach der Einführung des Tubus' aufreißbar ist, so daß die Schutzhülle von dem Tubus abgezogen werden kann.
- 3. Tubus nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die geschwächte Stelle der Schutzhülle sich im Bereich der Spitze (2) des Tubus' befindet.
- 4, Tubus nach Anspruch 2, d a d u-r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die geschwächte Stelle zwischen der Spitze (2) des Tubus' und der Abdichtungsmanschette (3) vorgesehen ist.
- 5. Tubus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß er bis etwa zur Hälfte seiner Länge von der Schutzhülle bedeckt ist.
- 6. Tubus nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Intubationstubus vollständig einschließlich des Ansatzstückes (7) für das Beatmungsgerät, des Luftzuleitungsschlauches (8) für die Abdichtungsmanschette (3) und des Ballons (9) zum Aufblähen der Abdichtungsmanschette von der Schutzhülle bedeckt ist.
- 7. Tubus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Schutzhülle aus einem weichen Material besteht.
- 8. Tubus nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das weiche Material Gummi oder ein anderes elastisches Material ist.
- 9. Tubus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Teil der Schutzhülle, der die Spitze und die Abdichtungsmanschette bedeckt, stärker ausgebildet ist.
- Io. Tubus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß ein Gleitmittel zwischen dem Tubus und der Schutzhülle vorhanden ist.
- 11. Tubus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der von der Schutzhülle umfaßte Teil des Tubus1 steril verpackt ist.
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Publications (1)
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|---|---|---|---|
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