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DE292596C - - Google Patents

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Publication number
DE292596C
DE292596C DENDAT292596D DE292596DA DE292596C DE 292596 C DE292596 C DE 292596C DE NDAT292596 D DENDAT292596 D DE NDAT292596D DE 292596D A DE292596D A DE 292596DA DE 292596 C DE292596 C DE 292596C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
tube
ray tube
switched
ray
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT292596D
Other languages
English (en)
Publication of DE292596C publication Critical patent/DE292596C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
    • H05G1/08Electrical details
    • H05G1/58Switching arrangements for changing-over from one mode of operation to another, e.g. from radioscopy to radiography, from radioscopy to irradiation or from one tube voltage to another

Landscapes

  • X-Ray Techniques (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 292596 KLASSE 21 g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1915 ab.
Die für den Betrieb von Röntgenröhren zur Zeit verwendeten Instrumentarien leiden an dem Mangel, daß sie den durch die Diagnostik und die Therapie, insbesondere die Tiefentherapie, gestellten Anforderungen nicht ohne weiteres im gleichen Maße genügen. So sind beispielsweise die Apparaturen mit Hochspannungsgleichrichter sehr gut geeignet für die Diagnostik, jedoch weniger für die Tiefentherapie. Umgekehrt ist ein Instrumentarium mit Induktor und Gasunterbrecher vorzugsweise für die Zwecke der Tiefentherapie geeignet, während für die Diagnostik ganz besonders weiche Röhren eingeschaltet werden müssen, um befriedigende Ergebnisse zu erzielen.
Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, daß die angegebenen Apparaturen Spannungskurven verschiedener Form der Röntgenröhre aufdrücken, und daß der Charakter der Strah-
ao lung von der Art der Spannungskurve abhängt. Der Gleichrichter liefert mehr oder minder sinusförmige Spannungskurven, die in der Röhre alle Arten von weichen bis harten Strahlen erzeugen. Dieses Strahlengemisch bringt in der Diagnostik sehr schöne und fein unterschiedene Bilder hervor. Der Induktorbetrieb ergibt dagegen äußerst steile und spitze Spannungskurven, so daß vorwiegend harte Strahlen erzeugt werden, die für die Zwecke der Tiefentherapie geeignet sind. Allerdings ist nicht zu leugnen, daß auch in dieser Hinsicht noch Mängel bestehen, weil auch die vom Induktor und Gasunterbrecher gelieferten Spannungskurven von einem Nullwert zu einem Maximum verlaufen, so daß, wenn auch, in wesentlich geringerem Maße als bei einer Gleichrichterapparatur, weiche Strählen erzeugt werden, die der therapeutischen Wirkung hinderlich sind und die man bisher durch Anwendung eines Strahlenfilters unschädlich zu machen versucht.
Gemäß der Erfindung ist eine Apparatur, die sowohl die Diagnostik als auch die Therapie in einwandsfreier Weise auch ohne Wechsel der Röntgenröhre auszuführen gestattet, in der Weise geschaffen, daß die Röntgenröhre in an sich bekannter Weise aus einem Mehrphasentransformator oder einer entsprechenden Anordnung mehrerer Transformatoren gespeist wird, wobei für die Zwecke der Tiefentherapie u. dgl. sämtliche Phasen derart ausgenutzt werden, daß ein Strom möglichst gleichbleibender Spannung der Röhre zugeführt wird, während für die Diagnostik u. dgl. die Röhre nur an zwei der Leiter angeschlossen ist, so daß die ihr aufgedrückte Spannung vom Nullwert zu einem Maximum ansteigende Großen besitzt. Im ersteren Falle wird die Röntgenröhre also vornehmlich harte Strahlen erzeugen, in dem letzteren Falle ein Gemisch harter und weicher Strahlen, so daß dieselbe Röhre den beiden verschiedenen Arbeitszwecken in hervorragender Weise angepaßt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht. - An ein Drehstromnetz D oder, im Falle ein solches mangelt, an einen besonderen Drehstromerzeuger ist über einen automatischen Schalter A ein Drehstromhochspannungstransformator T angeschlossen. Dessen Primärwicklungen pv p2, fi3 sind unterteilt,
so daß man durch Einstellung von Kurbelschaltern k verschiedene Übersetzungsverhältnisse herstellen kann. Die Sekundärwicklungen S1, S2, S3 sind in der bekannten Grätzschen Sechszellenschaltujig mit Ventilröhren V1 bis D6 verbunden, an deren Gleichstrompunkte gv g2 eine Röntgenröhre R mit Heizelektrode in Reihe mit einem Milliamperemeter m geschaltet ist. Zwei der Ventilröhren ^5 und V6, die mit der
ίο Phase S1 in Verbindung stehen, sind durch Hochspannungstrennschalter U1, «2 mit den Gleichstrompunkten gv g2 verbunden. Zwischen den Schaltern und den Ventilröhren, also bei geschlossenen Schaltern parallel zum Röhren-. kreis, sind Kondensatoren c eingeschaltet.
Der automatische Schalter A wird von einem Zeitrelais z, das an zwei Leiter des Niederspännungskreises angeschlossen ist, beeinflußt. Es ist ferner ein voltmetrisches Meßgerät ν ebenfalls auf der Niederspannungsseite angeschlossen, das mittels eines Umschalters u mit den verschiedenen Phasen in Verbindung gebracht werden kann. Dieses Meßgerät ist sowohl in Volt als auch in Härtegraden geeicht.
Seine Vorschaltwiderstände w werden von einem Kurbelschalter g beeinflußt, der mit den Schaltern k der Primärwicklungen des Transformators derart gekuppelt ist, daß das Voltmeter in seinen Angaben die jeweilige Einstellung des Übersetzungsverhältnisses berücksichtigt. Das Zeitrelais ist mit einer nach der Röntgenstrahlendosis eingeteilten Skala versehen.
Für die Zwecke der Tiefentherapie werden die Trennschalter U1, U2 eingelegt und die Primärwicklungen des Transformators so eingestellt, daß die der gewünschten Strahlenhärte entsprechende Spannung erzeugt wird. Da alle drei Phasen des Wechselstromes ausgenutzt werden, ist der der Röntgenröhre zugeführte Strom von fast gleichbleibender Spannung. Dabei werden die noch vorhandenen geringen Schwankungen durch die der Röhre parallel geschalteten Kondensatoren ausgeglichen. Die Röhre wird dementsprechend Strahlen praktisch nur einer einzigen Härte aussenden, ohne daß man Filter anzuwenden braucht. Als Dosimeter dient* dabei das Zeitrelais.
Beispielsweise kann man die Härte der Röhre auf 14 Wehnelt bei einer Belastung von 2 Milliampere und einem Fokushautabstand von 25 cm nach der Härteskala des Voltmeters. und den Angaben des Milliamperemeters unter geeigneter Einstellung der Primärwicklung des Transformators und des Heizstromkreises der Röntgenröhre einstellen.. Man erhält dann die Erythemclosis in einer Minute und kann dementsprechend das Zeitrelais ζ so regeln, daß es den Hauptschalter A nach Erreichung der gewünschten Gesamtdosis ausschaltet. Die Einrichtung hat ; also den Vorteil, daß man infolge der homogenen Strahlung ohne Verwendung vori Ionometerii o. dgl. die angewandte Dosis bei Beobachtung der aufgegebenen Werte leicht und einwandfrei lediglich durch die Zeitmessung bestimmen kann.
Soll die Einrichtung dagegen für diagnostische Zwecke verwendet werden, so sind die Ausschalter U1, M2 zu öffnen. Auch empfiehlt es sich, auf der Niederspannungsseite durch Öffnung des Schalters s die entsprechende Phase abzuschalten. Es wird jetzt die Röntgenröhre nur mit Einphaseristrom betrieben, auch sind die einen Ausgleich der Spannungsspitzen verursachenden Kondensatoren c abgeschaltet. Die der Röhre aufgedrückte Spannung durchläuft die Werte von Null bis zum Maximum, und ,die Strahlung enthält in der für die Diagnostik gewünschten Weise außer den harten auch weiche Strahlen jeglicher Gattung! *
An Stelle einer Gleichrichteranordnung mit Ventilröhren oder -zellen können auch mechanische, synchron laufende Schaltapparate verwendet werden, sofern sie eine zusammenhängende Gleichspannung oder eine unterbrochene Gleichspannung mit möglichst senkrechtem Stromanstieg oder -abfall zu liefern imstande sind. :

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Betriebe von Röntgenröhren mit von Mehrphasenstrom gespeistem Hochspannungstransformator, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um z. B. für die Zwecke der Tiefentherapie unter Ausnutzung sämtlicher Phasen einen Strom möglichst gleichbleibender Spannung der Röhre zuzuführen, während eine Schaltvorrichtung, z. B. für die Zwecke der Diagnostik, die Röhre nur. mit zwei Phasenleitern zu verbinden gestattet, so daß die dieser aufgedrückte Spannung von Null zu einem Maximalwert. wechselnde Größen besitzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgenröhre in den Brückenzweig einer an die Sekundärseite des Hochspannungstransformators angeschlossenen, aus einer entsprechenden Anzahl von Ventilröhren mit Heizkathode bestehenden Gleichrichteranordnung eingeschaltet und eine oder mehrere Phasenleitungen zusammen mit der Röntgenröhre zweckmäßig parallel geschalteten Kondensatoren abschaltbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT292596D Active DE292596C (de)

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