DE292596C - - Google Patents
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- DE292596C DE292596C DENDAT292596D DE292596DA DE292596C DE 292596 C DE292596 C DE 292596C DE NDAT292596 D DENDAT292596 D DE NDAT292596D DE 292596D A DE292596D A DE 292596DA DE 292596 C DE292596 C DE 292596C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05G—X-RAY TECHNIQUE
- H05G1/00—X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
- H05G1/08—Electrical details
- H05G1/58—Switching arrangements for changing-over from one mode of operation to another, e.g. from radioscopy to radiography, from radioscopy to irradiation or from one tube voltage to another
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 292596 KLASSE 21 g. GRUPPE
Die für den Betrieb von Röntgenröhren zur Zeit verwendeten Instrumentarien leiden an
dem Mangel, daß sie den durch die Diagnostik und die Therapie, insbesondere die Tiefentherapie,
gestellten Anforderungen nicht ohne weiteres im gleichen Maße genügen. So sind beispielsweise die Apparaturen mit Hochspannungsgleichrichter
sehr gut geeignet für die Diagnostik, jedoch weniger für die Tiefentherapie. Umgekehrt ist ein Instrumentarium
mit Induktor und Gasunterbrecher vorzugsweise für die Zwecke der Tiefentherapie geeignet,
während für die Diagnostik ganz besonders weiche Röhren eingeschaltet werden müssen, um
befriedigende Ergebnisse zu erzielen.
Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, daß die angegebenen Apparaturen Spannungskurven verschiedener Form der Röntgenröhre
aufdrücken, und daß der Charakter der Strah-
ao lung von der Art der Spannungskurve abhängt. Der Gleichrichter liefert mehr oder minder
sinusförmige Spannungskurven, die in der Röhre alle Arten von weichen bis harten Strahlen
erzeugen. Dieses Strahlengemisch bringt in der Diagnostik sehr schöne und fein unterschiedene
Bilder hervor. Der Induktorbetrieb ergibt dagegen äußerst steile und spitze Spannungskurven, so daß vorwiegend harte Strahlen erzeugt
werden, die für die Zwecke der Tiefentherapie geeignet sind. Allerdings ist nicht zu
leugnen, daß auch in dieser Hinsicht noch Mängel bestehen, weil auch die vom Induktor
und Gasunterbrecher gelieferten Spannungskurven von einem Nullwert zu einem Maximum
verlaufen, so daß, wenn auch, in wesentlich geringerem Maße als bei einer Gleichrichterapparatur,
weiche Strählen erzeugt werden, die der therapeutischen Wirkung hinderlich sind
und die man bisher durch Anwendung eines Strahlenfilters unschädlich zu machen versucht.
Gemäß der Erfindung ist eine Apparatur, die sowohl die Diagnostik als auch die Therapie
in einwandsfreier Weise auch ohne Wechsel der Röntgenröhre auszuführen gestattet, in der
Weise geschaffen, daß die Röntgenröhre in an sich bekannter Weise aus einem Mehrphasentransformator
oder einer entsprechenden Anordnung mehrerer Transformatoren gespeist
wird, wobei für die Zwecke der Tiefentherapie u. dgl. sämtliche Phasen derart ausgenutzt
werden, daß ein Strom möglichst gleichbleibender Spannung der Röhre zugeführt wird, während
für die Diagnostik u. dgl. die Röhre nur an zwei der Leiter angeschlossen ist, so daß
die ihr aufgedrückte Spannung vom Nullwert zu einem Maximum ansteigende Großen besitzt.
Im ersteren Falle wird die Röntgenröhre also vornehmlich harte Strahlen erzeugen, in dem
letzteren Falle ein Gemisch harter und weicher Strahlen, so daß dieselbe Röhre den beiden verschiedenen
Arbeitszwecken in hervorragender Weise angepaßt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch
veranschaulicht. - An ein Drehstromnetz D oder, im Falle ein solches mangelt, an einen
besonderen Drehstromerzeuger ist über einen automatischen Schalter A ein Drehstromhochspannungstransformator
T angeschlossen. Dessen Primärwicklungen pv p2, fi3 sind unterteilt,
so daß man durch Einstellung von Kurbelschaltern k verschiedene Übersetzungsverhältnisse
herstellen kann. Die Sekundärwicklungen S1, S2, S3 sind in der bekannten Grätzschen
Sechszellenschaltujig mit Ventilröhren V1 bis D6
verbunden, an deren Gleichstrompunkte gv g2
eine Röntgenröhre R mit Heizelektrode in Reihe mit einem Milliamperemeter m geschaltet ist.
Zwei der Ventilröhren ^5 und V6, die mit der
ίο Phase S1 in Verbindung stehen, sind durch
Hochspannungstrennschalter U1, «2 mit den
Gleichstrompunkten gv g2 verbunden. Zwischen
den Schaltern und den Ventilröhren, also bei geschlossenen Schaltern parallel zum Röhren-.
kreis, sind Kondensatoren c eingeschaltet.
Der automatische Schalter A wird von einem Zeitrelais z, das an zwei Leiter des Niederspännungskreises
angeschlossen ist, beeinflußt. Es ist ferner ein voltmetrisches Meßgerät ν
ebenfalls auf der Niederspannungsseite angeschlossen, das mittels eines Umschalters u mit
den verschiedenen Phasen in Verbindung gebracht werden kann. Dieses Meßgerät ist sowohl
in Volt als auch in Härtegraden geeicht.
Seine Vorschaltwiderstände w werden von einem Kurbelschalter g beeinflußt, der mit den Schaltern
k der Primärwicklungen des Transformators derart gekuppelt ist, daß das Voltmeter in
seinen Angaben die jeweilige Einstellung des Übersetzungsverhältnisses berücksichtigt. Das
Zeitrelais ist mit einer nach der Röntgenstrahlendosis eingeteilten Skala versehen.
Für die Zwecke der Tiefentherapie werden die Trennschalter U1, U2 eingelegt und die Primärwicklungen
des Transformators so eingestellt, daß die der gewünschten Strahlenhärte entsprechende Spannung erzeugt wird. Da alle
drei Phasen des Wechselstromes ausgenutzt werden, ist der der Röntgenröhre zugeführte
Strom von fast gleichbleibender Spannung. Dabei werden die noch vorhandenen geringen
Schwankungen durch die der Röhre parallel geschalteten Kondensatoren ausgeglichen. Die
Röhre wird dementsprechend Strahlen praktisch nur einer einzigen Härte aussenden, ohne
daß man Filter anzuwenden braucht. Als Dosimeter dient* dabei das Zeitrelais.
Beispielsweise kann man die Härte der Röhre auf 14 Wehnelt bei einer Belastung von 2 Milliampere
und einem Fokushautabstand von 25 cm nach der Härteskala des Voltmeters. und den
Angaben des Milliamperemeters unter geeigneter Einstellung der Primärwicklung des Transformators
und des Heizstromkreises der Röntgenröhre einstellen.. Man erhält dann die Erythemclosis
in einer Minute und kann dementsprechend das Zeitrelais ζ so regeln, daß es den Hauptschalter
A nach Erreichung der gewünschten Gesamtdosis ausschaltet. Die Einrichtung hat ;
also den Vorteil, daß man infolge der homogenen Strahlung ohne Verwendung vori Ionometerii
o. dgl. die angewandte Dosis bei Beobachtung der aufgegebenen Werte leicht und einwandfrei
lediglich durch die Zeitmessung bestimmen kann.
Soll die Einrichtung dagegen für diagnostische Zwecke verwendet werden, so sind die
Ausschalter U1, M2 zu öffnen. Auch empfiehlt
es sich, auf der Niederspannungsseite durch Öffnung des Schalters s die entsprechende Phase
abzuschalten. Es wird jetzt die Röntgenröhre nur mit Einphaseristrom betrieben, auch sind
die einen Ausgleich der Spannungsspitzen verursachenden Kondensatoren c abgeschaltet. Die
der Röhre aufgedrückte Spannung durchläuft die Werte von Null bis zum Maximum, und ,die
Strahlung enthält in der für die Diagnostik gewünschten Weise außer den harten auch
weiche Strahlen jeglicher Gattung! *
An Stelle einer Gleichrichteranordnung mit Ventilröhren oder -zellen können auch mechanische,
synchron laufende Schaltapparate verwendet werden, sofern sie eine zusammenhängende
Gleichspannung oder eine unterbrochene Gleichspannung mit möglichst senkrechtem
Stromanstieg oder -abfall zu liefern imstande sind. :
Claims (2)
1. Einrichtung zum Betriebe von Röntgenröhren mit von Mehrphasenstrom gespeistem
Hochspannungstransformator, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen
sind, um z. B. für die Zwecke der Tiefentherapie unter Ausnutzung sämtlicher Phasen
einen Strom möglichst gleichbleibender Spannung der Röhre zuzuführen, während
eine Schaltvorrichtung, z. B. für die Zwecke der Diagnostik, die Röhre nur. mit zwei
Phasenleitern zu verbinden gestattet, so daß die dieser aufgedrückte Spannung von Null
zu einem Maximalwert. wechselnde Größen besitzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgenröhre in
den Brückenzweig einer an die Sekundärseite des Hochspannungstransformators angeschlossenen,
aus einer entsprechenden Anzahl von Ventilröhren mit Heizkathode bestehenden Gleichrichteranordnung eingeschaltet
und eine oder mehrere Phasenleitungen zusammen mit der Röntgenröhre zweckmäßig parallel geschalteten Kondensatoren
abschaltbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE292596C true DE292596C (de) |
Family
ID=547346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT292596D Active DE292596C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE292596C (de) |
-
0
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