DE2922884A1 - Scherenwagenheber - Google Patents
ScherenwagenheberInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66F—HOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
- B66F3/00—Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads
- B66F3/08—Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads screw operated
- B66F3/12—Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads screw operated comprising toggle levers
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Description
Anmelder:
VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKKIi1
Stammbetrieb
Betrieb für Anlagenbau und Rationalisierung
DDE-7O1 Leipzig
Barfußgäßchen 12
Titel der Erfindung:
Scherenw ag enheb er
03001 1 /0554
Scherenwagenheber sind Huborgane für Fahrzeuge, insbesondere zum Anheben von Pkw's und Kleintransportern. Unter
bestimmten Voraussetzungen können Scherenwagenheber als
Hilfsmittel anderweitig eingesetzt werden, z.B. bei Industriemontagen zum Ausrichten der Bauteile oder an Stelle
bekannter Druckerzeuger.
Bekannte Scherenwagenheber bestehen aus vier U-Profilteilen,
die jeweils am Ende Bohrungen aufweisen und zu einem veränderlichen Viereck zusammengefügt sind. U-Profile
oder geschlossene Profile haben neben der Eigenstabilität den Nachteil, daß der Scherenwagenheber schwer
und unhandlich wird. Die Profile, sie sind zur Vermeidung von Schwachstellen von gleicher Dimension, lassen sich an
den Gelenkpunkten nicht zusammenfügen, so daß sechs bis acht Gelenkpunkte notwendig sind. Zur Veränderung der Hubhöhe
ist diagonal, parallel zur Auflagerfläche, eine Gewindespindel
mit Spindelmutter und Widerlager angeordnet. Damit die vier Profilteile eines Scherenwagenhebers gleichmäßig
bewegt werden, sind deren Enden im Bereich des Fuß- und Kopfstückes mit Zähnen versehen, welche während der
Bewegung ineinander kämmen.
Derartige Scherenwagenheber sind mit dem Nachteil behaftet, daß durch Fertigungstoleranzen nicht alle Zahnsegmente
gleichgroßer Belastung unterliegen. Infolgedessen werden
einige Zahnsegmente überlastet, wodurch Verformung, starker Verschleiß oder Zerstörung an den Zähnen auftritt.
Bei bekannten Scherenwagenhebern mit sechs bis acht Gelenkpunkten treten, da sie paarig angeordnet sind, während
des Hubvorgangs durch geringe Elastizität des Systems und durch seine Kopplung mit dem anzuhebenden Fahrzeug sehr
starke Kippmomente in der Spindellagerung und besonders in den Zahnsegmenten des Kopf- und Fußstückes auf. Durch
die Bewegung des Fahrzeuges beim Anheben bewegt sich das Kopfstück des Scherenwagenhebers nicht senkrecht, sondern
in einem Kreisbogen nach oben und leitet dabei zusätzliche Momente in das Gelenksystem ein, welche in der Regel zur
Beschädigung oder Zerstörung des Scherenwagenhebers führen.
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Durch. Konstruktion und Gestalt soll ein Scherenwagenheber
geschaffen v/erden, bei dem alle Belastungsfälle definier- und berechenbar sind. Die ausgewählten Werkstoffe, Materialquerschnitte
und Kraftübertragungselemente müssen die Funktion des Scherenwagenhebers und die Einhaltung der
Sicherheitsnormen garantieren. Der neue Scherenwagenheber soll ein geringes Gewicht aufweisen und ein Hebelsystem
besitzen, bei dem unabhängig von den entstehenden Kippmomenten nachteilige Wirkungen an der Spindel sowie deren
Lagerung und den Zahnsegmenten ausbleiben. Die vielseitige Verwendung sowohl als neutraler Scherenwagenheber als auch
fahrzeugtypischer mit spezieller Aufnahmevorrichtung zur Kopplung am Chassis muß gegeben sein. Alle Kraftübertragungselemente
sind in ihrer Abmessung und Werkstoffpaarung zweckmäßig auszuwählen, damit die normalen ■Verschleißgrenzen
nicht überschritten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Scherenwagenheber zum Heben und Senken von schweren Pkw's und
Kleintransportern zu entwickeln, dessen Bauteile die auftretenden Kräfte bzw. Momente anteilig aufnehmen und übertragen,
so daß unkontrollierbare Überlastungszustände vermieden werden.
Srfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der
bei einem Viergelenkscherenwagenheber übliche, mit Bewegungsgewinde versehene Gelenkbolzen durch einen Gelenkbolzen
mit eingelassener Spindelmutter ersetzt wird. Zur Übertragung großer Spindelkräfte kann die Spindelmutter
aus Werkstoff mit guten Gleiteigenschaften und entsprechender Länge hergestellt v/erden. Der Gelenkbolzen
erhält erfindungsgemäß ein Bewegungsgewinde mit größerem Flankenspiel. Das Bewegungsgewinde des Gelenkbolzens
kommt erst zum Tragen, wenn das Gewinde der eingesetzten Spindelmutter durch häufigen Gebrauch abgenutzt ist.
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Nachfolgend werden die Spindelkräfte von der Spindelmutter
und den Gelenkbolzen aufgenommen, und der Scherenwagenheber
ist über wesentlich längere Zeit gebrauchsfähig . Zur Übertragung der Spindelzugkräfte und gleichmäßigen
Belastung aller vier Hebelarme wird im Kopf- und Gußstück ein Zahnrad oder eine Zahnscheibe eingesetzt.
Die einseitig verzahnten Hebelarme stehen mit dem jeweiligen Zahnrad im Eingriff und erhalten die anteilige Belastung,
die aus der zu hebenden Last und den außermittig angreifenden Kräften entsteht. Die Zähne der Hebelarme erhalten
durch das Zahnrad seitlich eine gute Führung, wodurch das bekannte Verbiegen der Zähne vermieden wird.
Um den Scherenwagenheber bereits im unbelasteten Zustand in eine günstige Ausgangsstellung zu bringen, hat das
Zahnrad außerdem eine Haltefunktion zu erfüllen. Zur Gewährleistung der Haltefunktion ist erfindungsgemäß auch
ein Federsegment geeignet. Es kann an Stelle der Zahnräder im Kopf- oder iiißstück eingesetzt werden und steht unmittelbar
mit den Zähnen der Hebelarme in Verbindung. Diese Ausführung des Scherenwagenhebers wird bevorzugt
für Fahrzeuge benutzt, bei denen das Kopfteil des Wagenhebers durch Einhängen oder Einstecken verbunden wird.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine Gesamtansicht des Scherenwagenhebers,
Fig. 2: die vier Hebelarme mit Zahnrad in geöffneter, gestreckter Lage,
Fig. 3: das Kopfteil mit Zahnrad im Schnitt,
Fig. 4: das Kopfteil mit ovaler öffnung zur Aufnahme
des Lagerzapfens,
Fig. 5: ein Federsegment,
Fig. 6: das Fußteil mit Federsegment,
Fig. 7: Gelenk mit Spindelmutter.
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Der Scherenwagenheber gemäß Figur 1 "besteht aus vier Hebelarmen
1, die in der Form eines Pantographen zusammengefügt
sind. Im Kopfteil 6 sowie im Fußteil 7 sind mit. einem .-Gurmaielement
4 an Lagerzapfen 3 Zahnräder 2 drehbar gelagert. Das Widerlager 12 und die Spindelmutter 8 werden
durch die Spindel 11 waagerecht verbunden. Widerlager und Spindelmutter 8 sind durch Gelenkbolzen 5 zwischen je
zwei Hebelarmen 1 befestigt. Die einseitig gekröpften Hebelarme 1 tragen eine Verzahnung« Das Zahnrad 2 gemäß
Figur 2 bewirkt eine formschlüssige Verbindung zwischen dem verzahnten Teil der Hebelarme 1. Der Niet 9 als Verbindungsteil
hält Hebelarme 1 mit dem Kopfteil 6 bzw. Fußteil 7 zusammen. Figur 3 zeigt das Zusammenwirken der
Teile im Bereich des Kopfteils 6. Das Zahnrad 2 findet
mit einem Gunimielement 4- an einem Lagerzapfen 3 eine drehbare
Befestigung.. Für die Aufnahme des Gummielementes 4 ist im Kopf- und Fußteil 6; 7 eine ovale Öffnung vorgesehen.
Das Federsegment 10 gemäß Figur 5 hat in der Mitte eine Bohrung und beidseitig eine Erhöhung. Wie aus Figur
6 ersichtlich, ist das Federsegment 10 fest mit dem Kopf- bzw. Fußteil 6; 7 verbunden. Die Erhöhung des Federsegmentes
10 schiebt sich jeweils nach Übersehreiten eines Zahnes in die folgende Zahnlücke und rastet ein. Die Figur 7 zeigt
die Teile am Gelenkpunkt der Spindelmutter 8. Zwei Hebelarme
1 werden von einem Gelenkbolzen 5 zusammengehalten. Der Abstand zwischen den Enden der Hebelarme 1 wird durch
die Spindelmutter 8 ausgefüllt. Die Spindelmutter 8 ist beweglich an dem Gelenkbolzen 5 aufgehängt. Die Gewindelänge
der Spindelmutter 8 wird unter Beachtung der maximalen Hubkraft durch Berechnung ermittelt. Abweichend zur
Spindelmutter 8 erhält der Gelenkbolzen 5 ein Spindelgewinde
mit vergrößertem Flankenspiel.
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Claims (7)
1. Scherenwagenheber zum Heben und Senken von !fahrzeugen,
insbesondere PIaY1S, mit vier an Gelenkpunkten befestigten
Hebelarmen und einem .Spindeltrieb, gekennzeichnet dadurch, daß die verzahnten Hebelarme (1) im Kopfteil
(6) und Fußte11 (7) durch Zahnräder (2) formschlüssig
verbunden sind und die Spindelmutter (8) an einem ebenfalls mit Gewinde versehenen Gelenkbolzen (5) gelagert
ist.
2. Scherenwagenheber nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Hebelarme (1) im Bereich des Kopf- und Fußteiles (6; 7) gekröpft sind und an einem Ende einseitig
eine Verzahnung tragen, in deren Mitte eine Bohrung als Drehpunkt vorgesehen ist.
3« Scherenwagenheber nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß an Stelle des Zahnrades (2) eine mit Durchbrüchen oder aus dem Material der Durchbrüche gebogener
Profilierung versehene Scheibe verwendet wird.
M-. öcherenwagenheber nach Anspruch 1 und 3» gekennzeichnet
dadurch, daß das Zahnrad (2) oder die Scheibe drehbar auf einem Lagerzapfen (3) mit einem Gummielement (4)
in einer ovalen öffnung des Kopf- und Fußteiles (6; 7) gelagert ist.
5· Scheremvagenheber nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet
dadurch, daß an Stelle des Zahnrades (2) im Kopf- und Fußteil (6; 7) ein senkrecht bewegliches, profiliertes
Federsegment (10), welches mit der Verzahnung der Hebelarme (1) im Eingriff steht, angeordnet ist.
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OC
6. Scherenwagenheber nach Anspruch Λ und 2, gekennzeichnet
dadurch, daß zur Aufnahme der Verzahnung die gegebenenfalls gekröpften Enden der Hebelarme (1) größere Radien
aufweisenο
7. Scherenwagenheber nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der mit der Spindelmutter (8) im Zusammenhang
stehende Gelenkbolzen (5) ebenfalls Bewegungsgev/inde
besitzt, dessen Plankenspiel größer als das der Spindelmutter (8) ist·
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