DE2921753A1 - Drehschalter - Google Patents
DrehschalterInfo
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Description
T. M. Ja ck sum -R. J. Hod yes-ι«. I. .Ashcroft -S. L .Amp filet t 61-31!-2-1
Drehschalter
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Schalter des Typs, bei dem der S cha Itvorgany dadurch erzielt
wird, daß ein codierter Rotor verwendet wird, der abwechselnde isolierende und leitende Zonen aufweist,
mit denen ein Satz von fest, angeordneten, federbelasteten
Kontakten abwechselnd verbunden oder von ihnen getrennt wird, was davon abhängt, in welcher Stellung
sich der Rotor befindet und welche Codierung benutzt wi rd.
In der Praxis wird eine solche funktion normalerweise
dadurch erzielt, daf3 die Technik der gedruckten Schaltungen verwendet wird, um den Rotor herzustellen, wobei
als Leiter geätzte Kupferleitungen verwendet werden,
die mit Edelmetall plattiert sind, um die Kontakte und die Leiter vor Oxydation zu schützen. Eine solche Herstellung
von durch Ausätzen erhaltenen Kupferleitungen
ist verhältnismäßig teuer, obwohl diese Technik in
großem Maße verwendet wird. Es ist daher eine Verminderung sowohl der Materialkosten als auch der Hersfellungskosten
wünschenswert, vorausgesetzt, daü die Güte
des Schalters aufrechterhalten bleibt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein elektrischer Drehschalter vorgeschlagen, der einen codierten Rotor
mit abwechselnden isolierenden und leitenden Zonen hat,
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mit denen ein Satz von stationären elektrischen Kontakten
in elektrischem Kontakt steht, bei dem die isolierenden
und/oder die leitenden Zonen ein schleifendes Material en thai ten.
Die Verwendung eines schleifenden Materials ergibt eine automatische Reinigung der Kontakte immer dann, wenn
der Rotor bewegt wird, so daü auch Kontakte verwendet werden können, welche nicht plattiert sein müssen, sondern
welche auch mit den Grundnietal len allein zuverlass
i g arbei ten.
Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen naher
erläutert werden:
Figur 1 zeigt eine einfache Anordnung einer codierten Rotorscheibe und einen Satz von festen Kontakten.
Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch die Scheibe von Figur 1.
Figur 3 zeigt eine Ausführungsform eines Drehschalters
unter Verwendung der einfachen Anordnung nach Figur 1 und
Figur 4 zeigt eine andere Ausführungsform eines Drehschalters unter Einbeziehung von zusätzlichen
Schal tun gsel eine η ten.
Die Grundform eines Drehschalters gema'iS der Erfindung
ist in Figur 1 dargestellt. Die drehbare Scheibe 1 hat
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codierte Zonen aus elektrisch leitendem Material 2 abwechselnd mit elektrisch isolierendem Material 3. Die
federbelasteten elektrischen Kontakte 4 werden gegen
die Codierscheibe gedrückt, so daß dann, wenn diese in irgendeiner Richtung gedreht wird, unterschiedliche
elektrische Verbindungen zwischen den Kontakten über das elektrisch leitende Material auf der Scheibe her-jestelIt
werden.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird die Scheibe
aus einem steifen Plättchen eines elektrisch isolierenden Materials 10 hergestellt, beispielsweise aus einem
Epoxydharz, das mit kurzen, ungerichtet angeordneten Glasfasern versetzt ist. Diese Unterlage ist z.B. 1,6 mm
dick. Eine Seite der Unterlage wird zuerst mit einer elek·
trisch leitenden Schicht 11 versehen. Ein geeignetes Material für diese Schicht ist ein mit Silber angereichertes
Epoxydharz. Der Silberleiter hat die Form von flockigen Teilchen mit einer Teilchengröße von im Durchschnitt
35/um, mit einer maximalen Größe von 50,um und einer
minimalen Teilchengröße von 10/um. Die Dicke der Flockenteilchen
beträgt zwischen l,um und 10,um und sollte die maximalen Abmessungen nicht überschreiten. Das Epoxydharz
wird durch Zusetzen entweder eines festen oder eines flüssigen aromatischen Amines oder eines anderen
geeigneten Härters polymerisiert. Beispielsweise wird 4,4-Diaminodiphenylmethan (DDM), entweder als fein verteiltes
Pulver oder als Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Methylethylketon, bevorzugt als Härter verwendet.
Das Flockensilber wird innig mit dem Gemisch aus Harz
und Härter vermischt, und zwar in einer solchen Menge,
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daß in dem gehärteten Harz 70 bis 80 Gewichtsprozent
Silber vorhanden sind. Dann wird noch ein nicht reaktives Modifizierungsmittel zugesetzt, um das ganze druckfähig
unter Verwendung eines feinen Siebes zu machen, welches mit einem Muster geeigneter Geometrie versehen
ist, so daß eine geeignete kontinuierliche elektrisch leitende Schicht auf der Unterlage erhalten wird. Die
leitende Schicht wird dann zum schnellen Aushärten gebracht durch Anwendung von Hitze, z.B. in einem mit
einem Lüfter versehenen Ofen, unter Verwendung einer
Temperatur und einer Zeitdauer, die durch den Harztyp bestimmt ist. Für ein Harz aus Bisphenol A und einen
Härter aus 4,4-Diaminodiphenylmethan geschieht dies bei 15O0C in 1 bis 3 Stunden. Auf die leitende Schicht
11 wird dann eine elektrisch isolierende Schicht 12 aufgebracht,
welche aus Epoxydharz besteht, dem der vorgenannte Härter oder ein aromatischer Aminhärter zugesetzt
wird, und das noch eine vorbestimmte Menge .an einem geeigneten thixotropen Mittel beigemischt erhält.
Das thixotrope Mittel wird insbesondere danach ausgewählt, daß bestimmte, wohl definierte Eigenschaften
der Isolierschicht erhalten werden. Wenn Harz und Härter gemischt sind, wobei der Härter vorzugsweise
in Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B.
Methyläthy!keton, verwendet wird, dann wird das ganze
mittels eines feinen Siebes mit einem vorbestimmten Muster aufgedruckt, wobei das thixotrope Mittel den aufgedruckten
Film in der vorbestimmten Geometrie während aller nachfolgender Verfahrensschritte hält.
Die obengenannte Isolierschicht besitzt eine zweite wesentliche
Eigenschaft, die für das zuverlässige Arbeiten
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des so hergestellten Schalters wesentlich ist. Sie bezieht
sich auf eine bevorzugte Abnutzungscharakteristik
der festen Kontakte. Um zuverlässige Kontaktbedingungen
zwischen den Kontakten und der Unterlage aufrechtzuerhalten, muß das Vorhandensein einer isolierenden Oxydschicht
an dieser Stelle vermieden werden. Durch die Verwendung von unplattierten Kontakten ist der Härteunterschied
zwischen dem Kontaktmaterial und dem aus Siliziumoxyd bestehenden thixotropen Zusatz von Vorteil.
Die leicht schleifende Isolierschicht entfernt die Metalloxyde
von den Kontaktoberflächen. Der geeignet bemessene
Zusatz von Siliziumoxydpulver zum Isolator ist
daher erwünscht und nötig für einen zuverlässigen Schalterbetrieb.
Die Verwendung von teuren mit Edelmetall
plattierten Kontakten kann daher vermieden werden.
Die festen elektrischen Kontakte werden hergestellt aus
gehärteter Phosphorbronzelegierung, wobei dieses Material die geeigneten Schleifeigenschaften hat, wenn es in Verbindung
mit den leitenden und den Isolierharzen, wie zuvor beschrieben, verwendet wird.
Der zusammengebaute Schalter hat daher folgende Eigenschaften
:
1. Der Leiter besteht aus einem durch Siebdruck aufgebrachten mit Silber versetzten Epoxydharz (es enthält
Silberflocken von korrekter Größe, Forin und Größenverteilung,
die in einem bestimmten chemisch zusammengesetzten
Epoxydharz verteilt sind).
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2. Das isolierende Medium wird durch Siebdruck aufgebracht
und besitzt sowohl den erforderlichen Grad
von Schleiffähigkeit und geometrischer Stabilität
nach dem Aufdrucken (und wahrend des Drückens).
Weiterhin ist es erforderlich, dal3 der Isolierfilm
geometrisch stabil ist, wenn er auf eine Oberfläche aufgedruckt wird, so daß durch das Aufdrucken eine
dicke viskose Unterschicht gebildet wird, d.h. mit genau definierter Begrenzung an der Oberfläche und
mit Rauhigkeitsspitzen von 25,um in der Dicke. Diese
speziellen Eigenschaften der Isolierschicht, wie sie
oben beschrieben wurden, ergeben sich aus der Verwendung von 3 bis 5,5 Gewichtsprozent eines speziellen,
fein verteilten Si 1iziumoxydes in der genannten
Epoxydharzmischung.
3. Die Unterlage besteht aus einem kaitstanzbaren Laminat
(z.B. einer Epoxydharzplatte mit unregelmäßig verteilten,
kurzen Glasfasers tlicken). Es muß bei den erhöhten Temperaturen, die zum Aushärten der aufgedruckten
Schichten verwendet werden, geometrisch und thermisch stabil sein. Es muß chemisch kompatibel
mit diesen Schichten sein.
4. Der Schalter hat ausreichende elektrische Schalteigenschaften bei Verwendung von unplattierten Phosphorbronzekontakten,
in dem Bereich von typisch 50 V und 10 mA (1"10A) Gleichstrom. Die typische Lebensdauer
einer solchen Vorrichtung sind 40 000 Scheibenumdrehungen unter konstant anliegender Belastung und
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60 000 Umdrehungen bei der elektrischen Belastung null. Die Vorrichtung arbeitet auch gut bei höherer
Belastung, wobei 50 V/10 mA nicht die obere Grenze darste Ilen.
5. Die Kombination von Unterlage, Leiter und Isolator unterscheidet sich von den bekannten Drehschaltern
dadurch, daß die Codierung durch einen aufgedruckten Leiter erzielt wird, der mit einem kompatiblen
Isolator überdruckt wird. Die Leiterschicht bedeckt
daher den ganzen Rotor und bildet daher einen m'ederohmigen Leitpfad. Der typische Schalterwiderstand
beträgt 130 mOhm (0,13 Ohm).
Der fertig zusammengebaute Schalter ist in Figur 3 dargestellt und enthält ein Gehäuse 20, das in diesem Falle
einen Behälter aus zwei oder mehreren gepreßten Teilen bildet, die die codierte Scheibe 1 und die elektrischen
Kontakte 4 in der korrekten Lage gegeneinander halten, und die elektrische Isolation zwischen den einzelnen
Kontakten 4 ergeben. Die Kontakte werden durch die Stifte 21 in ihrer Lage gehalten, wenn der Schalter zusammengebaut
ist. Das zentrale Loch 22 dient zum Einsetzen der zentralen Achse, die nicht dargestellt ist und die
so ausgebildet ist, daß sie in ein geeignet geformtes Loch in der Mitte der Scheibe eingesetzt werden kann
und diese mitnimmt. Mittels der Achse wird die Scheibe gedreht. Das Ganze wird durch die Schrauben 23 zusammengehalten.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung des Materials und des Herstellungsverfahrens, wie es oben beschrieben wurde,
liegt darin, daß relativ leicht zusätzliche elektrische Schaltungselemente, wie z.B. Widerstände und
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Kondensatoren, eingebaut werden können, insbesondere, wenn sie einen Teil der gedruckten Schaltung bilden,
die sich in der gleichen Ebene wie die drehende Scheibe befindet, wie dies in Figur 4 dargestellt ist. In
der Praxis ist es vorteilhaft, die Scheibe 1 als Teil einer gedruckten Schaltungsplatte 30 herzustellen, aus
der sie dann vor dem Zusammenbau des Schalters ausgestanzt wird. Die Schaltungsplatte 30 ist mit den Leiterbahnen
31 versehen, die am Rande der Schaltungsplatte als üb 1i die AnschlußteiTe 32 enden. Die anderen Enden
der Leiterbahnen sind mit den entsprechenden aufgedruckten Bauelementen versehen. Wenn der Schalter zusammengebaut
ist, sind die Scheibe 1 und die Schaltungsplatte
auf den unteren Teilen des Gehäuses 33 angeordnet und die festen elektrischen Kontakte 34 sind in einer solchen
Lage, daß die einen Enden gegen die Scheibe drücken und die anderen Enden in elektrischem Kontakt mit den
Leiterbahnen 31 auf der Schaltungsplatte 30 stehen. Wenn
der obere Teil des Gehäuses aufgebracht ist, werden die Enden der Kontakte 34 auf die Leiterbahnen 31 aufgedrückt.
Aus einzelnen gedruckten Schaltungen kann eine Mehrschichtschaltung aufgebaut werden, entweder auf einzelnen getrennten
Schaltungsplatten und/oder mit doppelseitig beschichteten
Schaltungsplatten mit entweder einseitig
und/oder doppelseitig beschichteten Scheiben, mit allen einzelnen Schaltungselementen, die thermisch und elektrisch
miteinander kompatibel sind.
Die Erfindung ist auch auf Schiebeschalter anwendbar.
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Claims (11)
1.)) Elektrischer Schalter mit einem codierten Rotor mit
abwechselnd isolierenden und leitenden Zonen, die in Kontakt mit einem Satz von festen elektrischen Kontakten
stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierenden und/oder die leitenden
Zonen ein schleifendes Material enthalten.
2.) Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrisch isolierenden Zonen aus einem aufgedruckten Epoxydharzmaterial bestehen, das ein schleifendes
Material enthält.
3.) Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitenden Zonen aus einem
aufgedruckten Epoxydharzinaterial bestehen, das einen
elektrisch leitenden Zusatz enthält.
4.) Schalter nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor aus einer
isolierenden Unterlage besteht, von dem mindestens eine Seite vollständig mit einer Schicht aus elektrisch
leitendem Material bedeckt ist, das teilweise mit Schichten aus elektrisch isolierendem
Material bedeckt ist.
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5.) Schalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das schleifende Zusatzmaterial
Siliziumoxydpulver ist.
6.) Schalter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch leitende Zusatz
aus Silberteilchen besteht.
7.) Schalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierende Unterlage aus
einem Epoxydharz besteht, das kurze, willkürlich verteilte Glasfasern enthält.
8.) Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die festen Kontakte aus Phosphorbronzelegierung
bestehen.
9.) Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Gehäuse besitzt, das aus
einem oder mehreren gepreßten Teilen besteht, welche eine codierte Scheibe und elektrische Kontakte in
korrekter Lage zueinander halten und daß das Gehäuse ein Loch besitzt, durch das eine zentrale Achse
hindurchsteckbar ist, die so ausgebildet ist, daß sie in ein entsprechendes Loch in der Mitte der
Scheibe eingreift und diese mitnimmt.
10.) Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Schaltungsplatte enthält,
auf der elektrische Schaltungselemente aufgedruckt sind und die eine zentrale Ausnehmung besitzt,
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in der der Rotor in gleicher Ebene mit der Schaltungsplatte angeordnet ist und die festen elektrischen
Kontakte so angeordnet sind, daß eines ihrer Enden mit einem Leiter auf der Schaltungsplatte
in Kontakt steht und das andere ihrer Enden gegen die codierte Fläche des Rotors gedruckt ist.
11.) Schalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor als Teil der Schaltungsplatte hergestellt
und anschließend von ihr getrennt ist.
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