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Titel: Vorrichtung zum Schneiden eines textilen Wa-
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renstranges Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Schneiden eines textilen offenen Warenstranges in LXngsrichtunq mit einem kontinuierlich
umlaufenden Transporttuch zum Vorwärtsbewegen des Warenstranges sowie einer Einrichtung
zum Breitspannen desselben.
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Auf Flach- oder Rundstrickmaschinen hergestellte Textilwarenstücke
werden in der Regel vor einer weiteren Verwertung in Dämpfvorrichtungen ausgerüstet,
d.h. geformt, gedämpft, gekrumpft, geglättet, kantenesítrollt usw. Handelt es sich
um Warenstücke von geringer Lange von einigen Zentimetern, wie Bänder oder Teilstücke
von Bekleidungen, dann werden diese Stücke mittels schmelzfahiqer Trnnfäden miteinander
verbunden, weil sich ein längerer Warenstrang besser als einzelne kurze Stücke ausrasten
läßt. Dazu werden die Trennenden in der Dämpfvorrichtung zum Schmelzen gebracht,
so daß am Ende der Dämpfvorrichtunq ausgerüstete und voneinander sauber qetrennte
Warenstücke anfallen (DE-OS 26 53 227). Mit dieser bekannten Vorrichtung lassen
sich aher nur vorher zusammengefügte Stücke quer zur Transportrichtung bzw. zum
Warenstrang trennen. Da die Strick- und Wirkmaschinen mit Bahnbreiten von ca. 1,4
bis 2,0 m arbeiten, ist haufig auch eine Trennung dieser Warenstränge in Längsrichtung
erwünscht, wenn z.B. für Bekleiduns, schmälere Warenstcke als die ursprünglich hergestellten
gewonnen werden sollen. Bisher wurden die Warenstränge dazu nach dem Dämpfen bzw.
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einer sonstigen Ausrüstbehapdlung von Hand entlang einer eingearbeiteten
Fallmasche längsgeschnitten. Auch mit hierzu bekannten Hilfseinrichtungen wird dieses
nach-
trägliche Längsschneiden nicht wesentlich erleichtert.
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Abgesehen davon, daß diese Arbeitsweise wegen der vielen noch notwendigen
Handreichungen sehr lohnintensiv ist, erfordert sie auch viel Geschick. Ein weiterer
Nachteil ist darin zu sehen, daß die Warenstücke nach dem Schneiden nicht mehr geführt
und daher auch nicht mehr gespannt sind, weshalb es häufig zum Einrollen der Ränder
kommt und dadurch die weitere Verarbeitung der Warenstücke wiederum erheblich erschwert
wird. Zum Schneiden von Schlauchware ist in der Praxis bereits ein Schneidgerät
in Einsatz, das die Maschenware entlang einer eingearbeiteten Fallmasche aufschneidet
und dadurch die Schlauchware öffnet. Dazu wird die Fallmasche mittels eines fotoelektrischen
Fühlers abgetastet und danach ein Warenführungskorb, über den die Schlauchware gezogen
ist, entsprechend gedreht, um so die Fallmasche genau vor das Schneidmesser zu bringen.
Mit diesem bekannten Gerät läßt sich jedoch nur eine über einen Führungskorb gezogene
Schlauchware ausrichten. Zum Schneiden von Längsbahnen aus flach- oder rundgestrickter
aufgeschnittener Ware ist dieses Gerät jedoch nicht brauchbar.
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Daher liegt der Erfindung die Aufqabe zuqrunde, eine Schneidvorrichtung
zu schaffen, die ein Längsschneiden eines auf einem Transporttuch kontinuierlich
sich fortbewegenden Warenstranges ermöglicht.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung der einqangs genannten
Art gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß nahe dem Durchlaufende eines
Spannfeldes ein vom zu schneidenden Warenstrang berlaufener Schneidschuh vorgesehen
ist, oberhalb dieses Schneidschuhes ein um eine zur Transportrichtung des Warenstranges
querliegende Drehachse rotierendes Rundmesser gelagert ist, essen Schneidkante in
einen im Schneidschuh ausgebildeten Schneidspalt abgesenkt und beiderseits des Rundmessers
mindestens je ein Niederhalter für die Schnittränder des
Warenstranges
vorgesehen ist.
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Mit einer derart ausgebildeten Schneidvorrichtung lassen sich Warenstränge
bzw. Warenbahnen im Durchlaufverfahren in beliebigen Breiten längsschneiden. Da
sie mit hoher Durchlaufgeschwindig]ceit arbeiten kann, ist sie zum Vorschalten vor
eine Dämpf- und Trennvorrichtung besonders geeignet, so daß dann mit einer solchen
Anlage das Ausrüsten, Breitrichten, Längs- und gegebenenfalls Quertrennen einer
durchlaufenden Warenbahn in einer Ebene ermöglicht wird. Durch die Niederhalter
werden die aufgeschnittenen Ränder des Warenstranges weiterhin geführt und in Stellung
gehalten, weshalb auch die geschnittenen Längsbahnen ohne weitere Vorkehrungen unmittelbar
danach in eine Dämpfeinrichtung einlaufen können.
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Um die geschnittenen Ränder der Schnittteile sicher auf den Schneidschuh
niederzudrücken, besteht ein bevorzugter Niederhalter aus einem um Rollen umlaufenden
endlosen Andrückband, das zweckmäßig schon vor dem Messereingriff beginnt und eine
gewisse Strecke über die Schnittstelle hinausreicht.
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Damit der zu schneidende Warenstrang unter gleichmäßiger Spannung
steht und diese Quer spannung unmittelbar nach dem Schneiden wieder aufqehoben wird,
ist der Warenstrang zweckmäßig auf seitliche Aufnadelketten, die mit nach unten
stehenden Nadeln ausgerüstet sind, aufgenadelt. Diese Aufnadelung ermöglicht einen
Transport des Warenstranges ohne durchhängende Stellen bei gleichmäßiger Auflage
auf dem Transporttuch und ein einfaches Abnadeln an gewünschter Stelle.
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Kommt es beim Längs schneiden des Warenstranges auf eine exakte Schnittbreite
an, dann wird der Schneidvorrichtung zweckmäßig ein Richtqerät zugeordnet, das mittels
eines optischen Abtasters eine Fallmasche kontrolliert und einen vo taqerten Ausrichter
über Impulse so steuert, daß die
Fallmasche stets in die richtige
Lage gerückt wird, in der sie auf das Rundmesser ausgerichtet ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung uncl insbesondere vorteilhafte Ausführungsformen
von Ausrichtern sind in weiteren Unter ansprüchen festgehalten.
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Die Erfindung wird nn nachfolgend anhand von Ausçiihrungsbeispielen,
die auch in der Zeichnung dargestellt sind, näher beschrieben. Es steilen dar: Fis.
1 eine Seitenansicht einer an Ende eines Spann feldes und unmittelbar vor einer
Dampf- und Trenneinrichtung angeordneten Schneidvorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht
zur Fis. 1 mit zwei nebeneinander angeordneten Schneidvorrichtungen, Fig. 3 eine
Seitenansicht eines in den Fig. 1 und 2 angebeuteten Richtcersites, in vergrößerter
Darstellung rig. 4 eine Stirnansicht eines Richtrades ven-iß Fi7. 3, Fig. 4a eine
Draufsicht zur Fig. 4, Fig. 5 eine Seitenansicht eines anderen Richtgerätes mit
Schneidvorrichtung, Fig. 6 eine Stirnansicht des Richtgerates gemß Fig. 5, Fig.
7 eine Seitenansicht eines weiteren Richtqer.8tes mit Schneidvorrichtung und Fiq.
8 eine Draufsicht auf das Richtgerät gemaß Fig. 7.
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Die in der Zeichnung dargestellte Ausrütungsmaschine bringt gemäß
Fig. 1 einen zu behandelnden Warenstrang t.T (in Fig. 3,5,7) über einen Einlauf
(nicht gezeichnet) in ein Spannfeld 1, von hier zu einer Abnadels und Übergangszone
2 und schließlich zu einer Dämpf- und Trennvorrichtung 3, der dann noch eine Kühlzone
und eine nachfolgende Warenabnahme (nicht gezeichnet) angeschlossen sind.
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Am Ende des Spannfeldes 1, jedoch noch vor der Abnadelstelle 4 ist
mindestens eine Schneidvorrichtung 5 vorgesehen. Diese Schneidvorrichtung dient
zum Längs-
schneiden des Warenstranges
aus einer flach- oder rundgestrickten aufgeschnittenen Ware mit festem Anfang. Dieser
Warenstrang kann eine fortlaufende Meterware von beliebiger Länge sein oder aus
kurzen Warenstücken, wie z.B. Bändern, die mittels schmelzbarer Trennfäden miteinander
zu einem Strang verbunden sind, bestehen. Falls genaue Schnittbreiten angestrebt
werden, sind entlang den vorgesehenen Schnittlinien Fall- bzw. Hohlmaschen in den
Waren strang einqearbeitet. Diese Fallmaschen teilen somit die Gesamtbreite eines
Warenstranges von beispielsweise 1,40 bis 2,00 m Breite in Bahnen vorbestimmter
Teilbreiten, wie sie beispielsweise für die Vorder-, Rücken- oder Ärmelteile eines
Bekleidunqsstückes gebraucht werden.
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Ein zu schneidender und qleichzeitiq auszurüstender Waren strang wird
zunächst durch Krumpfbürsten auf die nach unten gerichteten Nadeln von seitlich
verlaufenden Nadelketten 7 automatisch aufgenadelt. Weil die Nadeln dieser Nadelketten
nach unten auf ein Transporttuch 8 gerichtet sind, ist es möglich, den Warenstranq
dicht über das Transporttuch zu führen, ohne daß dieser durchhängen kann, sondern
vielmehr gleichmäßig gespannt bleibt. Das Abnadeln des Warenstranges von diesen
Nadelketten erfolgt nach unten und erst nach dem Längs schneiden unmittelbar vor
dem Einlauf in eine nachfolgende Dämpf- und Trennvorrichtung, so daß die Ware ohne
Verziehen und Einrollen der Ränder übernommen wird.
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Der Warenstrang kann unbehandelt, also nur in die Breite gestreckt
und gespannt der Schneideinrichtunq zugeführt werden. Andererseits ist auch ein
Vordämpfen vor dem Schneiden möglich, sofern dies für die zu gewinnenden Warenstücke
vorteilhaft sein sollte.
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Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Ausrüstungsmaschine ist mit zwei
Schneidvorrichtungen 5 zwischen den beiden Nadelketten 7 ausqestattet. Dies bedeutet,
daß der Warenstrang durch zwei Längsschnitte in drei Warenbahnen geteilt wird. Durch
Weglassen bzw. durch Hinzunahme von
einer oder mehreren Schneidvorrichtungen
läßt sich die Anzahl der Schnittbahnen ohne weiteres sondern. Falles bereits Schneidvorrichtungen
mit einem Richtgerät vorhanden sind, kann beispielsweise eine mittlere oder sonst
dazwischengesetzte Schneidvorrichtung auch ohne Richtgerät arbeiten, ohne daß dadurch
Ungenauigkeiten in der Schnittlinie in icauf genommen werden müßten.
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Die in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Schneidvorrichtunq 5 besteht aus
einem stationär gehaltenen Schneidschuh 10, über den der zu schneidende Warenstrang
W geführt wird, einem um eine zur Bewegungsrichtung des Warenstranges querliegende
Achse 11 rotierenden Rundmesser 12, das in einen Schneidsnalt 13 des Schneidschuhes
eingreift, und beiderseits des Run<1Tnessers angeordneten auf der Oberfläche
des Schneidschuhes 10 aufsitzenden Niederhaltern 15, die beim qezeiqten Ausführungsbeispiel
aus hintereinander angeordneten Rollen 17,18 und einem darauf umlaufenden Andrückband
20 bestehen. Die Andrückbänder erstrecken sich auf den Bereich des Schneidschuhes,
sie beginnen also ein merkliches Stück vor dem Rundmesser und enden erst nach diesem.
Den Niederhaltern ist ein Richtgerät 21 vorgelagert, das aus einem optischen Abtaster
22 und einem davor, aher ebenfalls noch im Bereich des Schneidschuhes liegenden
Richtrad 23 besteht.
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Das Rundmesser und die beidseitigen Niederhalter jeder Schneidvorrichtung
sind beispielsweise an einem Traqblock 25 befestigt, der mittels Längsträger 24
auf Tragrohren 36 seitenverschiebbar gelagert ist. Das Rundmesser (Fiq. 3) wird
von einem Halter 26 getragen. Die Rollen 17,18 jedes Niederhalters 15, um die die
beiden Andrückbnder 20 dicht silber die Oberfläche des Schneidschuhes umlaufen,
halten den zu schneidenden Warenstrang sowohl an der Schnittstelle als auch vor
und nach dem Schneiden an den Rändern, um so ein Verziehen und Einrollen der geschnittenen
Warenbahnen zu verhindern. Unmittelbar an die Andrückbänder 20 schließen
sich
Überführbänder 27 an, die gleichfalls um Rollen 28 umlaufen und die übernommenen
Schnittränder auf die Transportunterlage niederhalten. Solche Uberführbänder sind
nicht nur im Anschluß an die Schneidvorrichtungen bzw. die Niederhalter vorhanden,
sondern auch außen an den Nadelketten 7 (Fig. 2) als Abnadelbänder 29>um hier
den aufgenadelten Warenstrangrand von den Nadeln nach unten abzuziehen, wenn gleichzeitig
die Nadelkette zum vorderen Nadelketten-Umlaufrand 30 ansteigt. Die Überführbänder
sind beim gezeigten Ausführungsbeispiel so lange, daß sie den Ubertritt der Warenbahnen
auf das Transporttuch 31 mit der Umlaufrolle 32 der anqeschlossenen Dämpf- und Trennvorrichtung
3 gewährleisten.
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Der optische Abtaster 22 des Richtgerätes 21 ist von bekannter Art.
Er kontrolliert mittels eines Lichtstrahles die Fallmasche des zulaufenden Warenstranges.
Im Schneidschuh ist deswegen eine Vertiefung 34 vorgesehen.
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Der Abtaster kann ebenfalls mittels eines Tragarmes 35 (Fig. 3) noch
am Tragblock 25 befestigt sein. Zu seiner Einrichtung ist er andererseits noch an
dem quer oberhalb des Spannfeldes angeordneten Tragrohr 36 gelagert, an dem auch
mittels eines Gestänges 37 das Richtrad 23 gelagert ist. Dieses Richtrad wird von
einem Steuermotor 38 angetrieben, der auf die vom Abtaster abgegebenen Impulse anspricht
und das Richtrad mehr oder weniger weit entweder in die eine oder in die andere
Drehrichtung dreht. Das Richtrad ist deshalb um eine in der Bewegungsrichtung des
Warenstranqes verlaufende Drehachse 39 nach beiden Seiten drehbar. Das Richtrad
steht auf der Oberfläche 40 des darunter befindlichen Schneidschuhes etwa senkrecht.
Zum genauen Einrichten und vor allem auch zum Verschieben des Richtrades ist auf
einem weiteren Tragrohr 42 noch eine Auflagerolle 43 des Richtrad-Gestänges 37 frei
beweglich aufgesetzt. Das Richtrad ist in Pig. 4, 4a näher dargestellt. Es besteht
aus einer Anzahl kranzförmig angeordneter Umfanqsräder 45, die zur Richtachse 39
radial ausgerichtet sind und um in Lagerkäfigen 46 gelager-
ten
und auf einem Umfangskreis 47 liegenden Achsen 48 drehbar sind. Da nur die Umfangsräder
mit dem auszurichtenden Warenstrang in Berührung stehen und sich diese mit dem Warenstrang
mitbewegen können, wird der Warenstrang trotz dieser Auflage in seiner Bewequng
nicht behindert. Wird das Richtrad aber um die eigene Achse 39 gedreht, dann üben
die mit dem Warenstrang in Verbindung stehenden Umfangsräder auf diesen entsprechende
Seitenschiebe aus, um die Fallmasche auf das Rundmesser auszurichten.
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Ein weiterer vorteilhafter Ausrichter ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt.
Dieser Ausrichter besteht aus zwei in Transportrichtung des Warenstranges hintereinander
angeordneten Richtwalzen 50,51 von etwa 10 bis 25 cm Länge, die in einem Gehäuse
52 durch die Achsen 53,54 gelagert sind. Oberhalb dieser Richtwalzen befindet sich
im Gehäuse eine Schwenkachse 56, um die das Gehäuse mit den beiden Richtwalzen drehbar
ist. Daher kann jede der Richtwalzen ihren Abstand gegenüber dem Transporttuch bzw.
dem Warenstranq verändern. In Normalstellung befinden sie sich in einem Abstand
oberhalb des Transporttuches und des daraufliegenden Warenstranges, so daß sie den
Warenstrang in dieser Stellung nicht berühren. Die beiden Richtwalzen sind ferner
vor dem Zulaufende des Schneidschuhes angeordnet. Die Laufflächen der Richtwalzen
weisen Gewindegänge 57 od.dgl. Schrauben-Rillen auf, deren Gänge nach entgegengesetzten
Richtungen verlaufen, z.B. die der Richtwalze 50 nach links und die der Richtwalze
51 nach rechts.
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Soll nun der zulaufende Warenstrang entsprechend den Abtaster-Impulsen,
die sich bei der auf das Rundmesser auszurichtenden Fallmasche ergeben, entweder
nach links oder nach rechts verzogen werden, so wird entweder die Richtwalze 50
mit dem Linksgewinde
oder die Richtwalze 51 mit dem Rechtsqewinde zum Einsatz gebracht und dazu das Gehäuse
um die Schwenkachse 56 entweder entgegen oder im Uhrzeigersinn gedreht, bis die
gewünschte Richtwalze auf dem Warenstrang aufliegt. Zur Auslösung
dieser
Drehbewegung ist ein Druckzylinder 58 vorgesehen, der mit seiner Kolbenstange 59
am Gehäuse 52 angreift und es mit den Richtwalzen in die gewünschte Richtung dreht.
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Der Druckzylinder 58 wird vom Abtaster betätigt. Dieser gibt die verschiedenen
Impulse zum Einsatz entweder der einen bzw. der anderen Richtwalze oder auch zur
Aus serbetriebstellung der Richtwalzen, in der dann keine den Warenstrang berührt.
Die beiden Richtwalzen 50,51 sind noch mittels eines Antriebsriemens 60 angetrieben.
Dazu tragen ihre Achsen 53,54 die Riemenscheiben 61 bzw. 62. Der Antrieb erfolgt
von einem Getriebemotor (nicht sichtbar) silber eine Abtriebscheibe 63. Zweckmäßig
ist der Getriebemotor zwischen etwa 150 bis 350 Umdrehungen/Minute stufenlos reqelbar,
um eine weite Anpassungsmöglichkeit an verschiedene Arbeitsgeschwindigkeiten zur
Verfügung zu haben. Die Richtwalzen rotieren, bezogen auf die Berührungsstelle,
gleichgerichtet mit dem Warenstrang. Mit angetriebenen Richtwalzen läßt sich der
Warenstrang gleichmäßiger und besser ausrichten und dem Rundmesser zuführen. Ein
auf den Warenstrang auszuübender Seitenschub nach links bzw.
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nach rechts ist besonders wirksam, wenn die Richtwalzen mit einer
Geschwindiqkeit rotieren, die die Transportgeschwindigkeit des Warenstranges übersteiqt.
Dieser aus diesen beiden Richtwalzen bestehende Aus richter ist mittels einer die
Drehachse 56 lagernden Trägerschiene 66, an der auch der Druckzylinder 58 befestigt
ist, an einem das Spannfeld überquerenden Tragrohr 65 abnehmbar befestigt.
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Ein weiteres Richtgerät mit einem anderen Ausrichter ist in den Figuren
7 und 8 dargestellt. Während der Abtaster 22 wiederum in gleicher Weise ausgebildet
ist, besteht der Ausrichter nunmehr aus zwei, zweckmäßig beiderseits des Schneidschuhes
10 mit dem Warenstrang mitlaufenden Spurrädern 70, die mit-tels eines Lenkgestänges
71 mit einer Parallelführung 72 miteinander verbunden sind. Zur Verstellung der
Lauf spur der beiden;äder ist ein Druckzylinder 74; der wiederum vom Abtaster qesteuert
wird, oberhalb der Spurräder angebracht. Eine Druckstange 75
greift
an einem um einen Drehpunkt 76 verschwenkbaren Lenkhebel 77 an, der das Gestänge
entsprechend verschiebt und auf diese Weise die parallel geführten Spurräder entweder
nach rechts (gestrichelt) oder nach links ausschwenkt, je nach dem sich die Druckstange
vor- oder zurückschiebt. Die Spurräder weisen zweckmäßig eine etwas aufgerauhte
bzw. geriffelte Lauffläche auf, damit mit dem darunter laufenden Warenstrang ein
wirksamer Eingriff gewährleistet ist. Auf Geradelauf eingestellt, laufen die Spurräder
mit dem Warenstrang frei mit. Wird ihre Spur nach einer Seite verstellt, dann üben
sie auf den Ware strang in dieser Richtung einen Seitenschuh bzw. Verzug aus, wodurch
sich auch die abgetastete Fallmasche entsprechend verschiebt und auf das Rundmesser
ausqerichtet wird. Die Wirkung des Seitenschubes kann qesteigert werden, wenn auch
diese Spurräder angetrieben werden. Auch dieses Richtgerät wird wiederum von den
Tragrohren 36 und 42 getragen.
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Sofern das Transporttuch nicht längsgeteilt ist und daher eine Halterung
des Schneidschuhes von unten oder auch von der Seite her zwischen Transporttuch
und Warenstrang nicht möglich ist, kann die Rundmesserachse 11 als Tragorgan dienen.
Beiderseits des Rundmessers sind auf der Achse Tragstützen 80 gelagert, die eine
am Schneidschuh anschraubbare Tragplatte 81 tragen. Die Niederhalter (Fig. 3) mit
ihren um die Rollen 17,18 umlaufenden Andrückbändern 20 sind beispielsweise mittels
Tragarme 83 am Tragbock 25 gehalten. SchenkefL4dieser Tragarme dienen zur Lagerung
der Rollenachsen sowie zu deren Abstandhalterung. Der Antrieb der Andrückbänder
kann von einer höhergelegenen Antriebswelle (nicht gezeichnet) abgeleitet sein.
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Wenn die vorhandenen Tragrohre 36,42,65 bzw. sonstigen Aufhänger für
das Richtgerät undtoder die gesamte Schneidvorrichtung das gesamte Spannfeld überqueren,
so können daran mehrere Vorrichtungen nebeneinander befestigt werden.
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In diesem Falle lassen sich die Schneidvorrichtungen je nach Bedarf
zum exakten Einstellen auf eine bestimmte Schnittlinie oder auf eine Bahnbreite
leicht verschieben. Schneid- und Richtgerät werden zweckmäßig als Baueinheit gefertigt.
Die gesamte Einheit ist verstellbar gelagert. Zweckmäßig ist sie in eine Außerbetriebstellung
schwenkbar, wenn sie nicht benötigt wird.