DE2917169A1 - Kraftmessdose und verfahren zu deren herstellung - Google Patents
Kraftmessdose und verfahren zu deren herstellungInfo
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Description
KRAFTMESSDOSE UND VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Dehnungsmessern arbeitende Kraftmessdose zur Gewichts- und Kraftbestimmung
und betrifft insbesondere eine Kraftmessdose mit Parallelogramm-Bauweise, bei welcher jegliche axiale Belastung des
Tastarmes vermieden und eine gemeinsame Fläche des Tastarmes gleichen Zug- und Druckbelastungen mit Hilfe eines die Last
weiterleitenden Biegeelementes ausgesetzt wird, welches den Mittelpunkt des Tastarmes schneidet.
Es sind viele Arten von Kraftmessdosen bekannt, von denen einige Kraftmessdosen in der Parallelogramm-Bauweise ausgeführt
sind« Viele frühere Ausführungsformen von Kraftmessdosen in Parallelogramm-Bauweise haben Elemente einschliesslich
eines Xastarmes, die an beiden Enden starr befestigt sind,
um gleiche« im und gegen den Uhrzeigersinn wirkende Momente im Sastarm zu erzielen. Derartige Ausführungsformen in Verbindung
mit einem stabilisierenden Parallelogramm-System führten zu einer Kraftmessdose, bei welcher zwei der Parallelogramm-Stabilisatoren
und der Tastarm parallel angeordnet waren. Dies führte zu einem statisch unbestimmten System, bei welchem
innere Axialkräfte, die durch Beanspruchungen bei der maschinellen Bearbeitung oder bei der Herstellung oder durch
Temperaturunterschiede hervorgerufen werden, letztendlich Lasteinflüsse auf dem Tastarm verursachten. Diese Lasteinflüsse
setzen die Leistung der Kraftmessdose herab oder machen es überaus schwierig den Ausgleich dieser Kräfte in den Griff
zu bekommen.
Bei den bekannten Ausführungsformen wird ein freier Tastarm verwendet. Diese bekannten Ausführungsformen sind jedoch
nicht in der Lage, gleiche Momente im und gegen den Uhrzeiger-
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sinn im Tastarm zu erzeugen, da das die Last weiterleitende Biegeelement den Tastarm nicht in dessen Mitte schneidet.
Bei den bekannten Ausführungsformen wird der Tastarm wie ein einfacher, freitragender Ausleger belastet. Beim Belasten
eines freitragenden Armes oder Auslegers müssen verschiedene Dehnmesselemente verwendet werden. Derartige Massnahmen führen
zu einem Tastarmsystem, das überaus empfindlich gegen die Lage der Dehnungsmesser ist und nicht in ausreichendem Masse diese
äusseren Kräfte ausschaltet oder ausgleicht, die nicht vollständig von den stabilisierenden Biegearmen oder dem die
Last weiterleitenden Biegeelement besextigt worden sind.
Bei anderen bekannten Kraftmessdosen werden der Tastarm
und das die Last weiterleitende Biegeelement besextigt,
indem die stabilisierenden Biegearme deslarallelogramms zum
Abtasten der Last verwendet werden. Während diese Technik verhältnismässig
billig ist, wird der stabilisierende Biegearm durch eine an die Kraftmessdose angelegte Last entweder auf
Zug oder auf Druck beansprucht. Um den Zug oder den Druck auszugleichen ist es gewöhnlich erforderlich, sowohl an de*
oberen als auch an den unteren stabilisierenden Biegearmen Dehnungsmesser anzubringen, um die axialen Lasteinwirkungen zu beseitigen, die ansonsten eine beträchtliche Fehlerquelle
bei den von der Last angelegten Belastungen darstellen» Die Belastungen erreichen bei einer derartigen Ausführungsform überaus hohe Werte«, da die Dehnungsmesser verhältnismässig
hohe Belastungswerte für brauchbare Signalwerte erfordern. Darüberhinaus kommen die äusseren Lasten noch
zu den bereits hohen Belastungen hinzu.
Es ist daher hauptsächlich Ziel und Zweck der Erfindung,,
eine mit Dehnungsmessern arbeitende Kraftmessdose zu schaffen9
bei welcher eine axiale Belastung des Tastarmes vermieden und hierdurch geglicher Fehler der Momente auf ein Minimum
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gebracht wird«, welche durch- die senkrecht zum Tastarm auftretenden
Belastungen, wie beispielsweise durch die gemessene Last erzeugt werden ^
Ferner ist es Ziel und Zweck der Erfindung, eine Kraftmessdose
zu schaffen j bei welcher eine gemeinsame Fläche des Tastarmes gleiche Zug- und Druckbelastungen in Abhängigkeit
von der gemessenen Last hat, so dass Dehnungsmesser mit Vielfachelementen durch wiederholbare photographische Verfahren
am Tas-tarm angebracht werden können und nicht der Versuch
gemacht werden muss, die Lage und den Abstand der Dehnungsmesser durch manuell® Eingriffe zu verändern oder zu
steuern„
Weiterhin ist es Siel und Zweck der Erfindung, eine Kraftmessdose mit verbältnismässig massiven JSnäblöcken zu
schaffea, die als starre Elemente zur Weiterleitung der zn
messendes Kraft sum Tastarm äiaaen und im u-saentlichen durch
äuscsre Kräfte usbeelnflnsst bleiben» T^piaaüe äussers Kräfte,
weiche auf ciie EadblÖ^fee keiaes Einfluss äsbeu .seilen.,
sind die Kräfte, welche bsi der BefestiguSs? äer Kraftmessdose
an der Wiegevorrichtung oder bei sie«-:? "erformung
unt-er üem Eiaflass aadsrer äussersr Belasv"-:-;igen auftreten,
aa ~vbo äussere lirärte weiter bes3itig3a u=;*.ri el^e axiale
Belastasg «33 5.jatarEes Tsrmeiä*3i; zu. koaKüii»
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Stabilisiersystem getrennt ist, wo"bei die gewünschte, zu messende
Kraft von einem einzigen Element abgeleitet werden kann.
Weiterhin ist es Ziel und Zweck der Erfindung, eine Kraftmessdose zu schaffen, die fein einstellbar istj um die
äusseren Kräfte von der gewünschten Kraft zu trennen.
Schliesslich ist es Ziel und Zweck der Erfindung, eine Kraftmessdose zu schaffen, die leicht und wirkungsvoll durch
numerisch gesteuerte Maschinen hergestellt werden kann.
Die Kraftmessdose gemäss der Erfindung hat überlegene Eigenschaften mit einer höheren Genauigkeit, Linearität und
der Möglichkeit einer aussermittigen Belastung, ohne dass dies zu Lasten der Wirtschaftlichkeit oder der leichten Herstellbarkeit
geht. Zwei verhältnismässig massive Endblöcke sind durch stabilisierende Biegearme in der Art eines Parallelogramms
miteinander verbunden. Der eine der Endblöcke ist zur Befestigung an einer Wiegevorrichtung oder dergleichen
ausgelegt» Die zu messende Last oder Kraft wird an dem anderen Endblock angelegt, um eine begrenzte Durchbiegung der stabilisierenden
Biegearme in Abhängigkeit von der Last zu erzielen. Ein Tastarm verläuft im allgemeinen parallel zu den
stabilisierenden Biegearmen» Das eine Ende des Tastarmes ist starr mit einem der Endblöcke verbunden o Das andere
Ende des Tastarmes endet in einem vergrösserten Abschnitt, der parallel zu und unter dem Tastarm verlaufto Ein die
Last weiterleitendes Biegeelement ist unter dem Mittelpunkt des Tastarmes zwischen dem vergrössertea Abschnitt des Tastarmes und dem anderen"Endblock angeordnet. Bas die Last weiterleitende
Biegeelement beseitigt gegliche äusseren Kräfte und verhindert 5 dass Axialkräfte am Ta ε tarns angreifen«,
Eine an eines der Endblöcke aagel@gte Last fütafc zu
einem proportioaslsn Durchbiegen der st-sbillsier-eaäsa Bisge=-
09849/0 5 SI
arme und des Tastarmes. Der Tastarm wird gleichen Zug- und Druckbelastungen längs einer gemeinsamen Fläche des Tastarmes
ausgesetzt. Die gleichen Zug- und Druckbelastungen weisen darauf hin, dass Momente im und gegen den Uhrzeigersinn
im Tastarm bei der bekannten, unter Scherbelastung auftretenden Gestalt vorhanden sind, so dass das Ausgangssignal,
das von den auf dem Tastarm angeordneten Dehnungsmessern ausgeht, nur der Scherkraft im Tastarm proportional
und unabhängig vom Ort der Krafteinwirkung ist. Diese Vorteile beseitigen ferner jeglichen Fehler, der auf äusseren
Kräften beruht , die ansonsten von den stabilisierenden Biegearmen oder dem die Last weitergebenden Biegeelement
nicht beseitigt werden. Die Vorteile führen darüberhinaus zu einer noch grösseren Messgenauigkeit, Linearität und der
Möglichkeit zu einer aussermittigen Belastung der Kraftmessdose.
Trots der Lagebeziehungen zwischen den verschiedenen Elementen der Kraftmessdose ist die Wirtschaftlichkeil; und
die leichte Herstellbarkeit nicht beeinträchtigt. Die Kraftmessdose gemäss der Erfindung kann in ihrer bevorzugten
Ausführungsform durch einfaches Fräsen und Bohren auf numerisch gesteuerten Maschinen hergestellt werden.
Die Erfindung wird im nachstehenden anhand von Zeichnungen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer vereinfachten
Kraftmessdose gemäss der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrösserfce Teilansicht der in Fig. 1
gezeigten Kraftmessdose, bei welcher die Bewegung
des inneren Abschnittes der Kraftmessdose in Abhängigkeit von der Last in übertriebener
Weise dargestellt ist9
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-. 2917189
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-3 in Fig«, 1,
um den Tastarm und die zugehörigen Komponenten in Draufsicht zu zeigen,
Fig. 4 eine vergrösserte Darstellung des in Fig. 3 gezeigten Tastarmes mit der Darstellung der Anordnung
von Widerstands™ Dehnungsmessern mit Vielfachelementen auf dem Tastarm und der zugehörigerr
Verdrahtung,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Wheatstonebrücke
zum Messen der Änderungen in den Widerstands-Dehnungsmessern gemäss Figo 4 aufgrund der
im Tastarm herrschenden Belastungen,
Fig. 6 eine stark vergrösserte Seitenansicht des inneren Abschnittes einer abgewandelten Kraftmessdose
gemäss der Erfindung mit einem düanen, die Last weiterleitenden Biegeelement-9
Figo 7 eine Seitenansicht einer Ausführuagsform der Kraftmessdose
9 die zur Herstellung durch numerisch gesteuerte Maschinen geeignet ists
Figo 8 einen Vertikalsetoitt ctoeh di® Kraftmessdose
längs der Linie 8=8 la Figo ?0
Figo 9 ©χώθβ Querschnitt durch die Kraftmessdose längs
der Linie 9·=*9 in Figo 7 «Ώα
Figo 1o eine vergrösserte Seitenansicht äes ianersa Abschnittes
der in Figo 7 gezeigtes Kraftmessdose,
xtfobei in übertriebeaex' We-ise dargestellt ist,
wie der innere Abschaitt der Kraftmessdose auf eine
angelegte Last anspricht.,
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In den Fig. 1, 2 und 3 ist eine vereinfachte Ausführungsform einer Kraftmessdose 1o dargestellt. Ein erster Endblock
oder Basisteil 12 ist so ausgelegt, dass er in einer feststehenden Weise befestigbar ist. Sin zweiter und gegenüberliegender
Endblock 13 nimmt an seiner- Oberfläche eine Kraft oder ein zu messendes Gewicht auf, wie dies durch den nach
unten gerichteten Pfeil 14 angedeutet ist. Ein oberer, stabilisierender Biegearm 15 und ein unterer, stabilisierender
Biegearm 16 sind mit dem ersten und zweiten Endblock 12 und 13 verbunden, um ein stabilisierendes Biegesystem in der Art
eines Parallelogramms zu bilden. Es wird bemerkt, dass ein quadratischer oder rechteckiger Rahmen eine Form eines
Parallelogramms ist. Der erste Endblock 12 besitzt einen
vergrösserten, fingerartigen horizontalen "Vorsprung 17» der
nach innen in den Fensterbereich 18 des larallelogramms vorsteht. Der zweite Endblock 13 besitzt in ähnlicher Weise
einen vergrösserten,horizontalen, fingerartigen Vorsprung 19»
der nach innen in den Fensterbereich 18 der Kraftmessdose 1o absteht. Der horizontale Vorsprung 19 ist gegen den hori zontalen
Vorsprung 17 vertikal versetzt.
Ein Tastarm 2o ist mit seinem einen Ende am Vorsprung des ersten Endblockes 12 starr befestigt. Das andere Ende
des Tastarmes 2o geht in einen vergrösserten Endklotz 21 über. Der Endklotz 21 des Tastarmes hat eine L-förmige Gestalt.
Der L-förmige Endklotz 21 besitzt einen Schenkel 22, der horizontal unter einem Teil des Tastarmes 2o verläuft.
Ein die Last weiterleitendes Biegeelement 24 besitzt einen vergrösserten Mittelabschnitt 2.3 zwischen zwei Halsabschnitten
26 und 27. Das die Last weiterleitende Biegeelement 24 ist längs einer vertikalen Mittellinie 28 angeordnet,
welche den Mittelpunkt 29 zwischen den Enden des Tastarmes 2o schneidet. Die Bedeutung dieser Anordnung wird
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an einer späteren Stelle näher erläutert. Das die Last ΐ/eiterleitende
Biegelement 24 verbindet auch den Vorsprung 19 des zweiten Endblockes 13 mit dem Schenkel 22 des vergrösserten
Endklotzes des Tastarmes 2o.
Der erste Endblock 12 und der zweite Endblock 13 müssen
ausreichend massiv sein, um als starre Elemente zum Weiterleiten der Kräfte in der Kraftmessdose zu deren anderen
Elementen dienen zu können. Die Endblöcke 12 und 13 haben aus Gründen der grösseren Starheit einen Querschnitt, der
mindestens ein Mehrfaches des Querschnittes der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 beträgt. Die Endblöcke 12 und 13
müssen auch ausreichend starr sein, um eine Verformung unter der Einwirkung anderer äusserer Belastungen zu vermeiden,
die vorhanden sein können, aber nicht als Messgrössen erwünscht sind.
Der obere stabilisierende Biegearm 15 und der untere stabilisierende Biegearm 16 müssen gegenüber der bei dem
nach unten gerichteten Pfeil gemessenen Last nachgiebig sein, während sie gleichzeitig im wesentlichen alle äusseren
Kräfte absorbieren müssen, um zu verhindern, dass diese Kräfte an den Tastarm 2o angelegt werden. Auf diese V/eise
wird im wesentlichen nur die gemessene Last auf den Tastarm übertragen. Diese Bedingungen werden am besten erfüllt,
wenn der Tastarm 2o von den stabilisierenden Biegearmen 15 und 16 getrennt ist, wie dies bei der vorliegenden Erfindung
der Fall ist. Weiterhin ist es erforderlich, dass sich die relative, federnde Nachgiebigkeit der Biegearme 15 un<3
16 gegenüber der Nachgiebigkeit des Tastarmes 2o nicht ändert, so dass wiederholbare Belastungen im Tastarm 2o für
gleiche Lasten oder Kräfte erzielt werden. Die vorstehenden
Erfordernisse werden teilweise durch ein Trägersystem in der Art eines Parallelogramms erfüllt, bei welchem die stabilisierende!
Biegearme 15 und 16 verhältnismässig lang und flach
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sind und in gegenseitigem, parallelem Abstand liegen, wobei jedes Ende der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 an den
verhältnismässig massiven Endblöcken 12 und 13 befestigt ist.
Bei der optimalen Formgebung eines Parallelogramm-Systems verdienen einige wichtige Überlegungen zur Gestaltung der
stabilisierenden Biegearme 15 und 16 Beachtung. Um eine grosse
federnde Nachgiebigkeit in der gemessenen Lastrichtung zu erzielen, müssen die stabilisierenden Biegearme 15 und 16
verhältnismässig lang und dünn gemacht werden, da die Nachgiebigkeit eine Punktion des Quadrats der Dicke der stabilisierenden
Biegearme und eine Punktion der dritten Potenz der Länge der stabilisierenden Biegearme ist. Um jedoch
eine maximale Steifheit gegenüber den Biegemomenten zu erzielen, die im rechten Winkel zur gemessenen Lastrichtung
auftreten, muss der Querschnitt der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 so gross sein, wie dies aus praktischen Gesichtspunkten
möglich ist. Gleichzeitig muss der Abstand zwischen den stabilisierenden Biegearmen 15 und 16 so gross
wie möglich sein. Es ist wesentlich, verhältnismässig geringe Belastungswerte in den stabilisierenden Biegearmen 15 und
aufrecht zu erhalten, um ein Ausbleiben oder einen Verlust des wiederholbaren Lastmessvorganges in der Kraftmessdose
1o zu vermeiden. Das Drehmoment oder das Moment um die gemessene Lastrichtung macht es erforderlich, dass der Querschnitt
und die Breite der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 unter Berücksichtigung praktischer Gesichtspunkte möglichst
gross gemacht werden, um die seitliche Steifheit der stabilisierenden Biegearme zu erhöhen. Die seitliche Biegesteifheit
ist eine Funktion des Quadrats der Breite der stabilisierenden Biegearme 15 und 16. Die Endkräfte, die
im rechten Winkel zur gemessenen Last auftreten, und die Seitenkräfte, welche die Scherbelastungen in den stabilisierenden
Biegearmen 15 und 16 auslösen^ erfordern einen grossen
Querschnitt der stabilisierenden Biegearme 15 und 16.
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Das Verhalten des die Last weiterleitenden Biegeelementes ist dem Verhalten der stabilxsxerenden Biegearme 15 und 16
entgegengesetzt. Das die Last weiterleitende BiegeaLement 24 legt die zu messende Last an den Schenkel 22 des Endklotzes
21 und damit an den Tastarm 2o an. Das die Last weiterleitende Biegaslement 24 muss auch gegen die nicht zu
messenden Kräfte, d.h. gegen solche Kraftkomponenten nachgiebig sein, die im rechten Winkel zur gemessenen Lastrichtung
auftreten. Zu diesem Zweck sind zwei Halsabschnitte 26 und 27 vorgesehen, welche den Vorsprung 19 des zweiten
Endblockes 13 mit dem Schenkel 22 des Endklotzes 21 des Tastarmes verbinden. Die HaIsabsehnitte 26 und 27 bilden
zwei Biege- und Schwenkpunkte in dem die Last weiterleitenden Bieg^Lement 24, so dass das Biegeelement 24 gegen die Kräfte
nachgiebig ist, die im rechten Winkel zur gemessenen Lastrichtung auftreten.
In Fig. 6 ist eine andere Ausführungsform für ein die
Last weiterleitendes Biegeelement 24a gezeigt, das zwischen dem Vorsprung 19 und dem Schenkel 22 verläuft und durchgehend
dünn ist. Das Biegeelement 24 a besitzt daher über seine Länge eine Anzahl von Punkten, in welchen das Biegeelememt
24 a gegen die Kräfte nachgiebig ist, die im rechten Winkel zur gemessenen Lastrichtung auftreten. Das Biegeelement
24 a überträgt in ähnlicher Weise wie das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Biegeelement 24 die Kräfte in der gemessenen
Lastrichtung zwischen dem Vorsprung 19 und dem Schenkel 22.
Der Tastarm 2o ist eines der wichtigsten Elemente der Kraftmessdose 1o. Zug- oder Druckbelastungen im Tastarm 2o
stehen mit der gemessenen Last in Beziehung und sind zur gemessenen Last proportional. Eine Vielzahl von Dehnungsmessern
3o (Fig. 4) kann an einer Oberfläche des Tastarmes 2o befestigt sein. Die Abschnitte des Tastarmes, an welchen
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die Dehnungsmesser angebracht sind, müssen im wesentlichen parallel zu den stabilisierenden Biegearmen sein und insbesondere
im rechten Winkel zur Achse der gemessenen Kraft verlaufen. Die Dehnungsmesser 3o haben vorzugsweise eine Bauform
mit Vielfach-Elementen, wobei die kritischen Abmessungen der Dehnungsmesser 3o durch wiederholbare photographische Verfahren
von einem Hersteller für Dehnungsmesser genau eingestellt werden. Eine viel grössere Genauigkeit wird durch einen
mit Vielfach-Elementen arbeitenden Dehnungsmesser 3o als durch den Versuch erreicht, die Anordnung und den gegenseitigen
Abstand der Dehnungsmesser durch den manuellen Einbau einer Vielzahl von einzelnen Dehnungsmessern zu regeln. Die
von den Dehnungsmessern 3o ausgehenden, elektrischen Leitungen
31 werden vorzugsweise zur Mitte des Tastarmes 2o geführt,
wobei die elektrischen Leitungen in Form einer Wheatstonebrücke 32 geschaltet sind (Fig. 5). Diese zentrale Lage der
elektrischen Leitungen 31 auf dem Tastarm 2o setzt jegliche
Störung mit der Reaktion der Dehnungsmesser 3o auf ein Minimum herab, da in der Mitte des Abtastarmes 2o keinerlei Belastung
auftritt, selbst wenn eine Last an die Kraftmessdose 1o angelegt wird.
Die in Fig. 5 gezeigte Wheatstonebrücke 32 weist Widerstände
33j 34, 35 und 36 auf, die in Form einer Brücke angeordnet
sind. Die Widerstände 33,34* 35 und 36 haben derartige
Widerstandsverhältnisse, dass die Spannung zwischen den beiden, mit einem nicht dargestellten, elektrischen Spannungsmesser
verbundenen Anschlussklemmen 37 und 38 den Wert Null hat. Eine nicht dargestellte Spannungs- oder Stromquelle
wird zwischen die beiden Anschlussklemmen 39 und 4o geschaltet. Die Widerstände der Dehnungsmesser 3o werden gewöhnlich
als ein oder mehrere Widerstände 33» 34, 35 und 36 der Brücke
32 verwendet. Wenn sich der Widerstand im Dehnungsmesser 3o aufgrund von Änderungen in den Zug- oder Druckbelastungen
im Tastarm 2o ändert, bewirkt die Änderung der zugeordneten
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Widerstände 33, 34, 35 und 36 ein Ungleichgewicht in der Brücke 52 und daher eine von Null abweichende Spannung zwischen
den Anschlussklemmen 37 und 38 für die Messung. Die
von Null abweichende Spannung entspricht in ihrer Grosse der an die Kraftmessdose 1o angelegten Kraft oder Last.
Da die beiden Enden des Tastarmes 2o starr mit dem Vorsprung 17 und dem Endklotz 21 verbunden sind und das
die Last weiterleitende Biegeelement 24 den Tastarm 2o längs dessen Mittelpunktes 29 belastet, wird die an die
Kraftmessdose 1o angelegte Last eine Verformung im Tastarm
2o hervorrufen, wie dies in den Fig. 2 und 6 in übertriebener Weise dargestellt ist. Da das die Last weiterleitende
Biegeelement 24 gegen das Ende des Tastarmes 2o versetzt und mit dem Endklotz 21 des Tastarmes verbunden
ist, hat der Tastarm 2o ein vom Endklotz 21 hervorgerufenes
Biegemoment und eine Kraft, die der zu messenden Last entspricht. Der Tastarm 2o nimmt daher die gewünschte, bei
einer Scherbelastung auftretende Gestalt ein. Die Oberfläche 42 des Tastarmes 2o zwischen dem Mittelpunkt 29 und dem
Vorsprung 17 wird hierdurch einer Zugspannung ausgesetzt, während die Oberfläche 43 des Tastarmes 2o zwischen dem
Mittelpunkt 29 und dem Endklotz 21 einer Druckspannung ausgesetzt wird. Zwischen den Oberflächen 42 und 43 in der Nähe
des Mittelpunktes 29 gibt es einen Punkt, in welchem keine Belastung im Tastarm 2o vorhanden ist. Der Tastarm 2o hat
gleiche, im und gegen den Uhrzeigersinn wirkende Momente, die bei der bekannten, unter Scherbelastung auftretenden
Gestalt vorhanden sind. Unter diesen Bedingungen ist das von den Dehnungsmessern 3o ausgehende Ausgangssignal unabhängig
vom Ort der Krafteinwirkung den Scherbelastungen im Tastarm 2o proportional. Die durch die Scherbelastung hervorgerufene
Gestalt unterstützt darüberhinaus die Wirkung der Kraftmessdose 1o, indem die Einflüsse äusserer Kräfte ausgeschaltet
werden, die von den stabilisierenden Biegearmer
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und 16 oder von dem die Last weiterleitenden Biegeelement nicht wirksam beseitigt worden sind.
Wie im Vorstehenden erwähnt worden ist, haben die Oberflächen 42 und 43 des Tastarmes 2o Bereiche mit gleichen Zug-
und Druckbelastungen. Wenn die Bereiche der gleichen Zug- und Druckbelastungen in Verbindung mit einem Dehnungsmesser 3o
mit Vielfach-Elementen verwendet werden, tragen die Bereiche der gleichen Zug- und Druckbelastungen dazu bei, dass ein
Einführen von irgendwelchen, bei der Messung auftretenden Nichtlinearitäten in die Wheatstonebrücke 32 verhindert wird.
Die Bereiche der gleichen Zug-und Druckbelastungen bringen das von den Dehnungsmessern 3o erzielte Ausgangssignal auf
ein Maximum und beseitigen die Temperatureinflüsse ersten Grades auf die Kraftmessdose 1o aufgrund der Summiereigenschaften
der Wheatstonebrücke 32.
Die Trennung des Tastarmes 2o von den stabilisierenden Biegearmen 15 und 16 zusammen mit den vorstehend erwähnten
Zuordnungen anderer Elemente bewirkt, dass der Tastarm 2o vollkommen frei von jeglichen axial einwirkenden Kräften ist.
Dies ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung, da die Dehnungsmesser empfindlich auf die Momente reagieren, die an
den Tastarm an der Befestigungsstelle der Dehnungsmesser angelegt werden. Die axialen Kräfte ändern das Moment, das
von der gemessenen Last hervorgerufen wird, die im rechten Winkel zum Tastarm verläuft, wodurch letztendlich ein Fehler
in der Widerstands-Empfindlichkeit der Dehnungsmesser 3o auftritt. Die Trennung des Tastarmes 2o von den stabilisierenden
Biegearmen 15 und 16 führt auch zu einer Konzentration
der gemessenen Last in einem einzigen Element, d.h. im Tastarm 2o, und 'nicht zu einer Konzentration der gemessenen
Last in mehreren Elementen, die alle mit Dehnungsmessern 3o oder anderen geeigneten Wandlern versehen werden müssen,
um die Last genau messen zu können. Ein einziges Element ,
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auf das die Last gerichtet und konzentriert ist, beseitigt zusätzliche Spannungsfehler, die jedem einzelnen Element eigen
sind.
Nachdem die Wirkungsweise der verschiedenen Elemente der Kraftmessdose dargelegt worden ist, kann nun der Gesamtbetrieb
der Kraftmessdose 1o betrachtet werden. Wie aus Fig.
1 hervorgeht, wird eine zu messende Last entsprechend dem nach unten gerichteten Pfeil 14 angelegt und durch den starren
Endblock 13 übertragen, um ein Durchbiegen der federnden nachgiebigen stabilisierenden Biegearme 15 und 16 zu bewirken.
Die Kraft der Last wird durch den starren Endblock 13 über
den Vorsprung 19 auch auf das die Last weiterleitende Biegeelement 24 übertragen. Die Komponente der angelegten Last,
die mit der Mittellinie 26 der Kraftmessdose 1o zusammenfällt,
wird von dem die Last weiterleitenden Biegeelement und dem Endklotz 21 auf den Tastarm 2o übertragen, wobei
der Tastarm 2o in einem Mass gebogen wird, welches mit der Durchbiegung der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 in
Beziehung steht. Alle anderen Komponenten der angelegten Kraft der Last werden an den Endblock 12 übertragen, wobei der
Tastarm 2o in wirkungsvoller Weise übergangen wird. Die gewünschte
Kraftkomponente der Last, die an den Tastarm 2o übertragen wird, erzeugt gleiche im und gegen den Uhrzeigersinn
wirkende Biegemomente im Tastarm 2o, da die Achse des die Last weiterleitenden Biegeelementes 24 den Mittelpunkt
29 des Tastarmes 2o schneidet. Diese beiden Momente erzeugen gleiche Zug- und Druckbelastungen auf den Oberflächen 42 und
43 des Tastarmes 2o. Es ist leicht einzusehen, dass die Unterfläche 44 des Tastarmes 2o ebenfalls gleichen, jedoch
entgegengesetzten Belastungebedingungen ausgesetzt ist.
Dies bedeutet, dass die Oberfläche 42 des Tastarmes 2o einer Zugbelastung und die Unterfläche 44 des Tastarmes direkt
unterhalb der Oberfläche 42 einer Druckbelastung ausgesetzt ist. Da eine gemeinsame Fläche des Tastarmes 2o gleichen
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Zug- und Druckbelastungen ausgesetzt ist, kann ein Dehnungsmesser 3o mit Vielfach-Elementen verwendet werden, was den
Vorteil hat, dass der Dehnungsmesser 3o ohne Schwierigkeiten auf der verhältnismässig leicht zugänglichen Oberfläche des
Tastarmes angebracht werden kann. Ein derartiger Dehnungsmesser mit Vielfach-Elementen ist leichter und wirtschaftlicher
herzustellen, als eine Vielzahl von einzelnen Dehnungselementen. Darüberhinaus ist die Anordnung auf dem Tastarm
vereinfacht.
Eine Feineinstellung der Kraftmessdose 1o zur Aussonderung der gewünschten Lastkraft von äusseren Kräften kann dadurch
erreicht werden, dass die relativen Nachgiebigkeiten der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 und/öder des die
Last weiterleitenden Biegeelementes 24 eingestellt werden. Eine Reihe von Einwirkungen kann die Genauigkeit der Kraftmessdose
1o herabsetzen. Diese Einwirkungen sind beispielsweise
Fertigungstoleranzen, Lagefehler der Dehnungsmesser, Inhomogenitäten des Materiales und Wechselwirkungen des
elektrischen Schaltkreises, die einen oder mehrere Dehnungsmesser unempfindlich machen können. Die Feineinstellung wird
dadurch vorgenommen, dass die Querschnittsgestalt der Enden der stabilisierenden Biegearme 15 und 16 wahlweise abgeändert
wird, indem Material von den Biegearmen 15 und 16 entfernt wird, um die örtlichen Biegeeigenschaften der Biegearme 15
und 16 zu ändern und die gewünschte Trennung der Kraftkomponenten zu erzielen.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 7» 8, 9 und 1o dargestellt. Während sich viele Elemente
der in den Fig. 7 bis 1o gezeigten Kraftmessdose 11o in ihrer Gestalt von den entsprechenden Elementen der vereinfachten
Ausführungsform der Kraftmessdose 1o gemäss den Fig. 1 bis
3 unterscheiden, sind die Beziehungen zwischen den Elementen in der Kraftmessdose 11 ο sowie die Betriebsweise und deren
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Vorteile aufrecht erhalten und in ähnlicherweise wie bei der Kraftmessdose 1o vorhanden. Insbesondere ist eine axiale
Belastung des Tastarmes 12o vermieden. Der Tastarm 12o ist gleichen Zug- und Druckbelastungen längs einer gemeinsamen Fläche
in Abhängigkeit von einer gemessenen Last ausgesetzt. Die Kraftmessdose 11o ist mit verhältnismässig massiven Endblöcken
112 und 113 sowie mit dazwischenliegenden, nachgiebigen stabilisierenden Biegearmen 115 und 116 versehen. Ein die
Last weiterleitendes Biegeelement 124 ist im wesentlichen längs einer vertikalen Mittellinie 128 des Tastarmes 12o angeordnet.
Die Mittellinie 128 schneidet den Tastarm 12o in einem Mittelpunkt 129.
Einige bauliche Unterschiede zwischen der Kraftmessdose 1o und der Kraftmessdose 11 ο sind ohne weiteres sichtbar.
Im Gegensatz zu dem horizontal verlaufenden, fingerartigen Vorsprung 17 bei der Kraftmessdose 1o ist der Vorsprung
117 öer Kraftmessdose 11o ein integraler Bestandteil
des ersten Endblockes 1125 um eine erhöhte Starrheit beim
Abstützen des Tastarmes 12o zu erzielen. Der Endblock 112 hat ebenfalls eine grössere Masse, um jegliche Einwirkungen
auf ein Minimum herabzusetzen, die durch ein Befestigen der Kraftmessdose 11o mit Hilfe von Gewindebohrungen 145 hervorgerufen
werden. Der Vorsprung 119 des zweiten Endblockes
113 hat ebenfalls eine grössere Masse aus Gründen einer
erhöhten Starrheit. Die Enden der stabilisierenden Biegearme 115 und 116 sind mit halbkreisförmigen Auskehlungen
146 versehen, um die Durchbiegung der stabilisierenden Biegearme 115 und 116 genauer bestimmen zu können. Die Auskehlungen
146 befinden sich alle im gleichen Abstand von der Mittellinie 128. Die Durchbiegung der stabilisierenden Biegearme
115 und 116 erfolgt im wesentlichen an den Biegepunkten
147» die sich an den schmälsten Stellender stabilisierenden
Biegearme 115 und 116 befinden.
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Die Kraftmessdose 11o kann leicht, wirkungsvoll und wirtschaftlich hergestellt werden, indem die Kraftmessdose
11 ο mit einer Vielzahl von Nuten 148 versehen wird. Die Nuten 148 können mit Hilfe einer numerisch gesteuerten Maschine
hergestellt werden, welche die Nuten 148 herausfräst und dabei viele der Elemente der Kraftmessdose 11 ο zurücklässt
und erzeugt. Die Auskehlungen 146 werden vorzugsweise dadurch hergestellt, dass vor dem Fräsen der Nuten 148 kreisrunde
Löcher durch die Kraftmessdose 11 ο hindurchgebohrt werden.
Die Auskehlungen 146 werden vorzugsweise durch Bohren und nicht durch Fräsen hergestellt, da eine grössere Toleranz
für die Breite des Biegepunktes 147 gewöhnlich durch das Bohren erzielt werden kann. Es können weitere Endbearbeitungen
erforderlich sein, um genaue Toleranzen für einige andere Komponenten, insbesondere für den Tastarm 12o zu erzielen.
Die Kraftmessdose 11o wird aus einem einzigen Metallblock hergestellt. Es wird ein Metallstück mit hoher Qualität
benötigt, das lineare und wiederholte Belastungseigenschaften insbesondere für den Tastarm 12o und die stabilisierenden Biegearme
115 und 116 liefert. Derartige Materialien mit den erforderlichen linearen Belastungs-/Spannungseigenschaften sind
leicht erhältlich und umfassen hochfeste Aluminiumlegierungen und wärmebehandelte Stahllegierungen. Ein derartiges Material
ist das Aluminium 2o24.
Kraftmessdosen gemäss der Erfindung erreichen ungewöhnlich
hohe Genauigkeiten insbesondere für Handelszwecke. Die Kraftmessdose 11o kann Genauigkeiten erzielen, die besser als
0,01 io der gesamten Skalenbreite sind.
Die Kraftmessdosen werden im allgemeinen mit Skalen verwendet, die eine Gewichtsanzeige in der Grössenordnung von
2,2 bis etwa 9o kg haben.
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Zusammenfassend lässt sich, feststellen, dass die Erfindung
eine mit Dehnungsmessern arbeitende Kraftmessdose zur Gewichts- und Kraftbestimmung schafft. Die Kraftmessdose besitzt
gegenüberliegende und verhältnismässig massive Endblöcke,
sowie zwei stabilisierende Biegearme, die zwischen den gegenüberliegenden Endblöcken eines Parallelogramm-Rahmens
befestigt sind. Die Kraftmessdose besitzt weiterhin einen Tastarm mit einem ersten Ende, das an einem der Endblöcke
abgestützt ist. Weiterhin ist ein die Last weiterleitendes Biegeelement zwischen dem anderen Endblock und dem zweiten
Ende des Tastarmes vorgesehen. Das die Last weiterleitende Biegeelement schneidet den Mittelpunkt des Tastarmes und bewirkt
gleiche Zug- und Druckbelastungen längs einer gemeinsamen Fläche auf dem Tastarm, auf welchem Dehnungsmesser
angeordnet sind.
Es ist einleuchtend, dass verschiedene Änderungen und Abwandlungsformen
vorgenommen werden können, ohne dass vom Geist und Umfang der Erfindung abgewichen wird.
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Claims (17)
- PATENTANSPRÜCHEKraftmessdose zur Gewichts- und Kraftbestimmung, gekennzeichnet durch einen ersten Endblock (125112); einen zweiten Endblock (13,113); eine stabilisierende Biegeeinrichtung (15,16 ;1159 116), welche zwischen dem ersten und zweiten Endblock angeordnet ist, um ein Parallelogramm zu bilden, wobei der erste und der zweite Endblock verhältnismässig massiv im Vergleich zur stabilisierenden Biegeeinrichtung sind und die stabilisierende Biegeeinrichtung (15916; 115,116) eine begrenzte Durchbiegung zwischen dem ersten Endblock und dem zweiten Endblock in Abhängigkeit von einer angelegten Last gestattet; einen Tastarm (2o912o), dessen erstes Ende am ersten Endblock (12,112) an einer Stelle zwischen den stabilisierenden Biegeeinrichtungen abgestützt ist; eine die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (249124) zwischen dem zweiten Endblock (13,113) und dem zweiten Ende des Tastarmes (2o,12o), um gleiche Zug™ und Druckbelastungen längs einer gemeinsamen Fläche des Tastarmes anzulegen und eine axiale Belastung des Tastarmes (2o912o) zn vermeiden; und eine Einrichtung (3o) zum Abtasten der Belastungen im Tastarm (2o,12o).49/0557Deutsche Bank München, Kto.-Nr. 82/08050 {BLZ 70070010)Postscheck München Nr. 163397-802
- 2. Kraftmessdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) längs einer Mittellinie (28,128) angeordnet ist, welche den Tastarm (2o,12o) in der Nähe dessen Mittelpunktes (29,129) schneidet.
- 3. Kraftmessdose nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die stabilisierende Biegeeinrichtung (15,16 ; 115»116) eine Vielzahl von parallelen, stabilisierenden Biegearmen aufweist, die an ihren Enden mit dem ersten und zweiten Endblock (12,13;112,113) verbunden sind.
- 4. Kraftmessdose nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellinie (28,128), längs welcher die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) angeordnet ist und welche den Mittelpunkt des Tastarmes (2o,12o) schneidet, von den Enden der stabilisierenden Biegeerme einen gleichen Abstand hat.
- 5. Kraftmessdose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stabilisierenden Biegearme (115j116) in der Nähe ihrer Enden eine Vielzahl von Auskehlungen (146) aufweisen, welche schmale Biegestellen (147) für die stabilisierenden Biegearme bilden, und dass die Auskehlungen (146) von der Mittellinie (128) den gleichen Abstand haben.
- 6. Kraftmessdose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tastarm (2o,12o) im wesentlichen parallel zu den stabilisierenden Biegearmen (15,16; 115,116) verläuft.
- 7- Kraftmessdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tastarm (2o,12o) an einem Ende einen vergrösserten Endklotz (21,121) mit einem Schenkel (22,122) aufweist, welcher unter dem Tastarm (2o,12o) liegt, und dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) zwischen dem Schenkel909849/0557(224122) des Endklotzes (21,121) und dem zweiten Endblock (13 113) angeordnet ist, um ein Biegemoment sowie eine der gemessenen Kraft entsprechende Kraft an das Ende des Tastarmes (2o,12o) anzulegen.
- 8. Kraftmessdose nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) einen vergrösserten Mittelabschnitt (25*125) zwischen zwei Halsabschnitten (26,27; 126, 127) aufweist.
- 9. Kraftmessdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) mindestens zwei Halsabschnitte (26,27; 126,127) aufweist, um gegliche äusseren Kräfte, die im rechten Winkel zur angelegten Lastrichtung auftreten, auszuschliessen und die angelegte Last an den Tastarm (2o,12o) zu übertragen.
- 10. Kraftmessdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung 3o zum Abtasten der Belastungen im Tastarm (2o,12o) einen Widerstands- Dehnungsmesser mit Mehrfach-Elementen aufweist, welcher auf der Oberfläche des Tastarmes (2o,12o) angeordnet ist und auf die Zug- und Druckbelastungen im Tastarm (2o,12o) unter Berücksichtigung der Widerstandsänderungen in den Dehnungsmessern anspricht.
- 11. Kraftmessdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24*124) längs einer Mittellinie (28,128) angeordnet ist, die im rechten Winkel zum Tastarm (2o,12o) verläuft und den Mittelpunkt (29,129) des Tastarmes schneidet.
- 12. Kraftmessdose, gekennzeichnet durch in Abstand angeordnete erste und zweite Endblöcke (12,13 ; 112, 113); zwei in parallelem Abstand angeordnete stabilisierende Biegearme (15,16; 115,116), die an ihren Enden mit den Endblöcken909849/0557verbunden sind, um ein Parallelogramm zu bilden; einen die Belastung abtastenden Arm, (2o,12o) der parallel zu den stabilisierenden Biegearmen (15»16; 115» 116) verläuft und ein erstes und zweites Ende aufweist, von denen das erste Ende auf dem einen Endblock an einer Stelle zwischen den stabilisierenden Biegearmen abgestützt ist; und eine die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124), die sich zwischen dem anderen Endblock und dem zweiten Ende des Tastarmes (2o,12o) längs einer Mittellinie (28,128) erstreckt, die im rechten Winkel zum Tastarm (2o,12o) verläuft und den Mittelpunkt (29,129) des Tastarmes schneidet.
- 13. Kraftmessdose nach Anspruch 12, dadurch gekennzeüinet, dass der erste Endblock (12, 112) feststehend und der zweite Endblock (13,113) bewegbar ist, und die zu messende Last an den zweiten Endblock (13,113) angelegt wird, und der Tastarm (2o,12o) auf dem feststehenden Endblock (12,112) abgestützt ist.
- 14. Kraftmessdose nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellinie (28,128) die Mittelpunkte der stabilisierenden Biegearme (15,16; 115,116) schneidet.
- 15. Kraftmessdose nach Anspruch I4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Last weiterleitende Biegeeinrichtung (24,124) eine Vielzahl von Biegestellen aufweist.
- 16. Verfahren zur Herstellung einer Kraftmessdose aus einem einzigen, blockartigen Metallstück, dadurch gekennzeichnet ,dass eine Vielzahl von Nuten aus dem Inneren des Metallstückes in der Weise ausgefräst wird, dass die Nuten swei Endblöcke und zwei stabilisierende Biegearme bilden, die an ihren Enden mit den Endblöcken verbunden sind, um ein Parallelogramm zu bilden, und dass die Nuten einen Tastarm entstehen lassen, dessen erstes Ende an einem der Sradblöcke an einer909 849/05 5 7_ 5 —Stelle zwischen den stabxlisierenäen Biegearmen abgestützt ist, und dass die Nuten eine die Last weiterleitende Biegeeinrichtung schaffen, die zwischen dem anderen Endblock und dem zweiten Ende des Tastarmes längs einer Mittellinie verläuft, welche den Tastarm in der Nähe dessen Mittelpunktes schneidet.
- 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Löchern durch das einzige blockartige Metallstück in der Nähe der Enden der stabxlxsierenden Biegearme gebohrt wird, um schmale Biegestellen für die stabxlisierenäen Biegearme zu schaffen, wobei die Löcher von der Mittellinie den gleichen Abstand haben.909849/0557
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: HANSMANN, A., DIPL.-WIRTSCH.-ING., PAT.-ANW., 8000 |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |